April, 2018

 

Studie belegt: Alkoholabhängige leiden häufig an ADHS

Pressemitteilung

  1. April 2018

Eine wissenschaftliche Studie der MEDIAN Klinik Wilhelmsheim belegt erstmals ein sehr häufiges Vorkommen einer im Vorfeld unerkannten Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei alkoholabhängigen Patienten in der stationären Entwöhnung. Das Team um Chefarzt Dr. Tillmann Weber lässt die Studienergebnisse direkt in den Klinikalltag einfließen und arbeitet nun erfolgreich mit einer standardisierten ADHS-Diagnostik sowie einer integrierten Therapie.

Umgangssprachlich heißt sie „Zappelphilipp-Leiden“: die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Sie beschreibt ein Syndrom, das mit Störungen der Aufmerksamkeit sowie mit Impulsivität und Hyperaktivität einhergeht. An der MEDIAN Klinik Wilhelmsheim nahm man sich vor zwei Jahren in einer von der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg unterstützten Studie dieses Krankheitsbildes an und untersuchte, ob alkoholabhängige Menschen von ADHS betroffen sind. Von Februar bis November 2016 analysierten Priv.-Doz. Dr. med. Tillmann Weber, Chefarzt der Klinik und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und sein Team die Daten von 415 alkoholabhängigen Patienten, die in die Klinik zur stationären Entwöhnung aufgenommen worden waren. Das Ergebnis, welches bereits in der internationalen Fachzeitschrift „Journal of Attention Disorders“ veröffentlicht wurde, zeigt nun: rund 20 Prozent dieser Patienten weisen eine ADHS-Diagnose auf, jedoch nur bei rund sechs Prozent war die Erkrankung bereits im Vorfeld bekannt.

Therapie berücksichtigt ADHS-Erkrankung
ADHS ist keine reine Kinderkrankheit. Bei ungefähr der Hälfte besteht das ADHS im Erwachsenenalter fort. Die Zahl der Erwachsenen, bei denen ein ADHS vorliegt, liegt bei rund 2,5 Prozent in der Allgemeinbevölkerung. Mit den in der Studie aufgezeigten 20 Prozent bei Alkoholabhängigen liegt die Quote damit weit über dem Durchschnitt. „Eine unbehandelte ADHS-Erkrankung erhöht das Risiko, alkoholabhängig zu werden. ADHS beeinträchtigt darüber hinaus den Behandlungserfolg. „Zum Beispiel brechen Alkoholabhängige, die an ADHS leiden,  ihre Therapien häufiger ab”, erklärt Dr. Weber. Die Studienergebnisse zeigen darüber hinaus, dass Menschen mit ADHS viel früher mit ihrem problematischen Alkoholkonsum beginnen, eine deutlich schwerere Alkoholabhängigkeit entwickeln und häufiger zusätzlich illegale Drogen einnehmen. Umso wichtiger ist eine Therapie, die die ADHS berücksichtigt. „Die Ergebnisse der Studie haben in der MEDIAN Klinik Wilhelmsheim dazu geführt, dass bei allen Patienten bereits zu Beginn untersucht wird, ob eine ADHS-Erkrankung vorliegt. Wenn dies der Fall ist, wird der Patient – falls dies gewünscht ist – sowohl mit Medikamenten als auch psychotherapeutisch behandelt. „Durch diese integrierte Therapie wird nicht nur die ADHS-Symptomatik gebessert, sondern wir hoffen auch, dass dies den Erfolg der Alkoholbehandlung positiv beeinflusst“ berichtet Dr. Weber.

 

Die MEDIAN Klinik Wilhelmsheim
Die MEDIAN Klinik Wilhelmsheim ist eine Fachklinik zur Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen wie Alkoholabhängigkeit, Medikamentenabhängigkeit oder pathologischem Glücksspielen. Sie bietet in Oppenweiler (ca. 40 km von Stuttgart entfernt) 212 stationäre Behandlungsplätze für suchtkranke Frauen und Männer ab 18 Jahren an. Neben den stationären Angeboten steht in der Stuttgarter Innenstadt eine Tagesklinik mit 22 Plätzen im MEDIAN AGZ zur Verfügung.

 

Über MEDIAN
MEDIAN ist ein Gesundheitsunternehmen mit ca. 120 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen in 14 Bundesländern. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit 18.000 Betten und Behandlungsplätzen und ca. 15.000 Beschäftigten besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe und gestaltet die Entwicklung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland aktiv mit.


Kontakt und Nachfragen:

MEDIAN Klinik Wilhelmsheim
Kaufmännischer Leiter
Bernd Götze
Wilhelmsheim 11
71570 Oppenweiler
Tel. +49 7193 52-216
E-Mail: bernd.goetze@median-kliniken.de
Web: www.median-kliniken.de

 

Fachliche Nachfragen:
Priv.-Doz. Dr. med. Tillmann Weber
Chefarzt
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Tel. +49 7193 52-215
E-Mail: tillmann.weber@median-kliniken.de

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Schlaganfallexperten fordern: Nach Klinikaufenthalt mit ambulantem Sektor enger zusammenarbeiten

26.04.2018 14:36

Schlaganfallexperten fordern: Nach Klinikaufenthalt mit ambulantem Sektor enger zusammenarbeiten

Medizin – Kommunikation Medizinkommunikation
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.

Etwa die Hälfte aller rund 260.000 Patienten, die in Deutschland jährlich einen Schlaganfall erleiden, hat nach dem Hirninfarkt ein bleibendes neurologisches beziehungsweise neuropsychologisches Defizit. Um diese Folgeschäden zu minimieren und um weiteren Komplikationen und Rezidiven vorzubeugen, ist im Anschluss an Akut- und Reha-Behandlung eine umfassende Nachsorge notwendig. Hier gibt es jedoch nach Ansicht von Schlaganfall-Experten Defizite – vor allem weil Regelungen zur Nachsorge fehlen. Eine strukturierte ambulante Nachsorge – bei der die Hausärzte intensiv eingebunden werden – könnte hier für Verbesserungen sorgen.

Wie eine gute Nachsorge gelingen kann, war eines der Schwerpunktthemen des 3. Stroke Unit-Betreiber-Treffens der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) Mitte März in Berlin, an dem insgesamt 175 Schlaganfallexperten aus Deutschland teilnahmen.

Die Versorgung von Menschen mit einem akuten Schlaganfall ist in Deutschland im internationalen Vergleich exzellent. Das System spezialisierter und zertifizierter Stroke Units – derzeit sind es 309 – und die Möglichkeiten beim akuten Schlaganfall neben der intravenösen Lysetherapie in speziellen Fällen katheterbasiert verstopfte Gefäße mithilfe der sogenannten Thrombektomie zu eröffnen, machen dieses hohe Versorgungsniveau möglich. „Wenn es um die Zeit nach der Entlassung aus der Klinik geht, muss man allerdings feststellen, dass sich noch einiges verbessern ließe. Die Hausärzte kümmern sich intensiv um ihre Patienten“, sagt Professor Dr. med. Armin Grau, 1. DSG-Vorsitzender und Direktor der Neurologischen Klinik mit Klinischer Neurophysiologie und Stroke Unit am Klinikum Ludwigshafen. Das Problem besteht allerdings darin, dass es keine Strukturen über die Sektorengrenzen hinaus für die Nachsorge gibt, also die Zusammenarbeit zwischen dem stationären Bereich und der ambulanten Versorgung, die vor allem vom Hausarzt übernommen wird, nicht ausreichend geregelt ist.

Etwa drei bis vier Prozent der hierzulande jährlich etwa 260.000 Schlaganfallpatienten erleiden nach einem Jahr einen weiteren Schlaganfall. Durch eine gute Sekundärprophylaxe sollen solche Rezidivschlaganfälle verhindert werden. Dies beinhaltet neben der Einnahme von Medikamenten zur Blutgerinnungshemmung und zur Senkung von Blutdruck und Cholesterin auch nichtmedikamentöse Strategien. „Lebensstiländerungen, wie sie im Update der S3-Leitlinie Schlaganfall der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) thematisiert werden, sind ausdrücklich zu empfehlen“, sagt Dr. med. Frederik Mader, Hausarzt in Nittendorf und Co-Koordinator des Leitlinien-Vorhabens. Eine Ernährung mit mediterraner Kost, ausreichende Bewegung, Nikotinabstinenz und die optimierte Einstellung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck und erhöhtem Cholesterin gehören dazu.

Das Leben nach dem Schlaganfall erfordert vom Patienten und seinen Angehörigen in vielen Lebensbereichen Veränderungen. „Dafür brauchen die Betroffenen Anleitung und Unterstützung wie sie insbesondere der Hausarzt und sein Team geben können“, betont DSG-Vorsitzender Grau. Die Schlaganfall-Experten fordern daher eine strukturierte ambulante Nachsorge, bei der den Hausärzten, die den Großteil der Patienten betreuen, eine besondere Rolle zukommt. Um jedoch Schlaganfall-Patienten kompetent begleiten zu können, muss der Hausarzt vor allem frühzeitig eingebunden werden. „Bereits vor der Entlassung aus der Akut- oder Rehaklinik muss der Hausarzt informiert werden. Dann kann er zusammen mit den Angehörigen die Weiterversorgung zu Hause planen“, betont Dr. med. Dieter Geis vom Bayerischen Hausärzteverband. Dazu gehören neben Medikamenten auch die Verordnung von Therapien wie Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie sowie bauliche Anpassungen im häuslichen Umfeld – beispielsweise zur Sturzprophylaxe oder die Anschaffung nötiger Hilfsmittel. Für eine gute Nachbetreuung von Schlaganfallbetroffenen kann nach Ansicht des Experten eine Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH) eine wichtige Rolle spielen. Solche Assistenzkräfte führen zum Beispiel Hausbesuche durch, überprüfen die Medikation und leisten eine psychosoziale Betreuung des Patienten und seiner Angehörigen.

Wie eine strukturierte ambulante Nachsorge die Versorgung der Patienten verbessern kann, zeigt das Projekt der Schlaganfall-Lotsen im nordrhein-westfälischen Ostwestfalen-Lippe (OWL). Mit bereits laufenden Modellprojekten wollen die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und ihre Partner diese Versorgung fest etablieren. Ein Schlaganfall-Lotse kümmert sich in der Region um den Patienten – von der Aufnahme in der Akutklinik bis zu einem Jahr nach dem Schlaganfall. Er dokumentiert alle Behandlungen, sorgt für die Information aller Dienstleister, informiert und berät den Patienten und seine Angehörigen, vermittelt ihm Hilfeangebote und motiviert ihn zu einer gezielten Sekundärprävention. Ein weiteres Nachsorge-Projekt folgt bald: Im Sommer 2018 startet das Projekt „Strukturierte ambulante Nachsorge nach Schlaganfall (SANO)“, das wie auch das Lotsen-Projekt der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert wird. In 15 Regionen wird um eine Stroke Unit herum ein Netzwerk aus Hausärzten, Fachärzten, Therapeuten, Pflegenden, Sportvereinen und anderen Leistungsanbietern entstehen, das ein Schlaganfall-Koordinator aufbauen wird. Die Patienten werden durch die Hausärzte und die Klinik ein Jahr lang intensiv betreut. Komplikationen wie Depressionen und Stürze sollen dadurch möglichst vermieden beziehungsweise frühzeitig erkannt werden. „Die enge Zusammenarbeit von Klinik und Hausarzt steht im Mittelpunkt des Projekts“, so Grau, Ansprechpartner von SANO. Mit den Ergebnissen der Studie wird nach drei Jahren gerechnet.

Fachlicher Kontakt bei Rückfragen:
Prof. Dr. med. Wolf-Rüdiger Schäbitz
Pressesprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)
Evangelisches Klinikum Bethel
Klinik für Neurologie
Haus Gilead I | Bethel
Burgsteig 13
33617 Bielefeld
Telefon: 0521/77278301

Kontakt für Journalisten:
Pressestelle Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)
Friederike Gehlenborg
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart

Tel.: +49 (0)711 8931-295
Fax: +49 (0)711 8931-167
E-Mail: gehlenborg@medizinkommunikation.org
http://www.dsg-info.de


Weitere Informationen:

gehlenborg@medizinkommunikation.org
http://www.dsg-info.de

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Neue Migräne-Leitlinie veröffentlicht: Patienten in Deutschland müssen besser versorgt werden

26.04.2018

Frank A. Miltner Pressestelle der DGN
Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) haben heute neue Empfehlungen für die Therapie der Migräneattacke und die Prophylaxe der Migräne vorgelegt

„Migränepatienten sind in Deutschland nicht ausreichend versorgt. Die Behandlungsmöglichkeiten werden derzeit nicht bei allen Patienten ausgeschöpft“, so Professor Hans-Christoph Diener, Kopfschmerzexperte der DGN, der die Leitlinienarbeit gemeinsam mit PD Dr. Charly Gaul und Professor Peter Kropp, beide von der DMKG, koordiniert hat.

Die neue Leitlinie soll die Versorgungssituation für Kinder und Erwachsene mit Migräne verbessern. Sie gibt Ärzten und Patienten einen umfassenden Überblick, was nach aktuellem Stand der wissenschaftlichen Medizin akut und vorbeugend gegen die häufige Kopfschmerzerkrankung hilft – und was nicht. Das knapp 100 Seiten umfassende Nachschlagewerk gewichtet medikamentöse, nicht medikamentöse und interventionelle Verfahren und nimmt Stellung zu Therapien ohne Wirksamkeitsnachweis. Die Leitlinie, die auch Sondersituationen wie Migräne in der Schwangerschaft beleuchtet, ist auf der Webseite der DGN (http://www.dgn.org/leitlinien) sowie unter http://www.dmkg.de und http://www.awmf.org frei zugänglich.

Migräne ist die häufigste neurologische Erkrankung, an der in Deutschland etwa acht bis zehn Prozent der Männer und zehn bis 25 Prozent aller Frauen leiden. Die Kopfschmerzerkrankung kann das Leben enorm beeinträchtigen, wie die „Global Burden of Disease“-Erhebung belegt. Sie misst die Beeinträchtigung durch eine Erkrankung nach dem Parameter „Years lived with disability“. In der Altersgruppe der 15–49-Jährigen nimmt die Migräne unter allen neurologischen Krankheiten Platz eins ein.

Eine aktuelle Repräsentativbefragung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) in Deutschland zeigt, dass die Prophylaxe-Möglichkeiten kaum ausgeschöpft werden. Weniger als die Hälfte (43 Prozent) der Migränepatienten werden beim Hausarzt oder Internisten zu vorbeugenden Maßnahmen beraten; selbst beim Facharzt bekommen zu wenige Patienten (57 Prozent) entsprechende Informationen. „Nur 22 Prozent der Migränepatienten, die von einer Prophylaxe profitieren könnten, erhalten auch vorbeugende Medikamente oder Maßnahmen“, erläutert PD Dr. Charly Gaul, Generalsekretär und Pressesprecher der DMKG. „Dass auch nicht medikamentöse Maßnahmen in der Migränebehandlung eingesetzt werden können, wissen viele Patienten gar nicht.“

Aktueller umfassender Therapieleitfaden

„Die neue Migräne-Leitlinie ist eine Fortentwicklung von sechs deutschen und internationalen Leitlinien und derzeit der aktuellste Leitfaden zur Migränebehandlung“, sagt Professor Diener. Die Publikation, an der 23 Neurologinnen und Neurologen, Verhaltenspsychologinnen und Verhaltenspsychologen im Auftrag der DGN und der DMKG mitgearbeitet haben, ist für Hausärzte und Internisten ebenso relevant wie für Neurologen, Nervenärzte und Schmerztherapeuten. Auch Nichtmediziner können die frei zugängliche Leitlinie online abrufen.

Neue Erkenntnisse zur medikamentösen Therapie

Die Leitlinie gibt dezidierte Empfehlungen zu allen in der Akuttherapie und Prophylaxe eingesetzten Medikamenten. Neu ist die Erkenntnis, dass bei chronischer Migräne und mit oder ohne Gebrauch von Schmerz- oder Migränemitteln Topiramat und Onabotulinumtoxin A wirksam sind. Zur Migräneprophylaxe bei Kindern konnte angesichts einer sehr hohen Placeborate keine therapeutische Überlegenheit von Valproinsäure, Topiramat oder Amitriptylin gezeigt werden. Bei der Akuttherapie der Migräneattacken sind nach wie vor die Triptane am besten wirksam mit einem sehr guten Sicherheitsprofil. Die Wirksamkeit der Betablocker Metoprolol und Propranolol, des Kalziumantagonisten Flunarizin, der Antikonvulsiva Topiramat und Valproinsäure und des trizyklischen Antidepressivums Amitriptylin sind in der Migräneprophylaxe am besten durch randomisierte Studien belegt.

Nicht medikamentöse Verfahren haben einen hohen Stellenwert

Die medikamentöse Therapie sollte durch nicht medikamentöse Verfahren ergänzt werden. „Regelmäßiger Ausdauersport hilft, Migräneattacken vorzubeugen. Auch Entspannungsverfahren und Stressmanagement haben sich in der Prophylaxe als wirksam erwiesen“, sagt Professor Peter Kropp, Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Rostock. „Die nicht medikamentösen Verfahren aus der Verhaltenstherapie sind so wirksam, dass sie als Alternative zur medikamentösen Prophylaxe eingesetzt werden können.“

Quelle
Diener H.-C. et al. S1-Leitlinie Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne. 2018. In: Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Hrsg. Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Online: http://www.dgn.org/leitlinien und http://www.awmf.org und http://www.dmkg.de

Gemeinsame Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG)

Fachlicher Kontakt bei Rückfragen
Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener
Seniorprofessor für klinische Neurowissenschaften
Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Essen,
Universität Duisburg-Essen
Tel.: +49 (0)201 723 6540,
E-Mail: hans.diener@uk-essen.de

Priv.-Doz. Dr. med. Charly Gaul
Generalsekretär der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft
Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein
Ölmühlweg 31, 61462 Königstein im Taunus
Tel.: +49 (0)6174-29040
E-Mail: info@dmkg.de
http://www.dmkg.de

Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
c/o albertZWEI media GmbH, Oettingenstraße 25, 80538 München
Tel.: +49 (0)89 46148622, Fax: +49 (0)89 46148625
Pressesprecher: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen
E-Mail: presse@dgn.org

Die Leitlinien der DGN
Die Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Christoph Diener (Essen) und Prof. Dr. Christian Gerloff (Hamburg) bringt mit ihren circa 80 medizinischen Leitlinien neue wissenschaftliche Erkenntnisse schnellstmöglich in die therapeutische Praxis und damit an die Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Leitlinien spielen damit eine wichtige Rolle für die schnelle und kompetente Verbreitung von Forschungsergebnissen. Verfasst werden die Leitlinien für Diagnostik und Therapie von ausgewiesenen Experten auf dem jeweiligen Gebiet, unter Beteiligung von österreichischen und Schweizer Neurologen, teilweise auch unter Beteiligung von Therapeuten und Patientenvertretern. Wichtig ist die bestmögliche Objektivität der ausgesprochenen Empfehlungen. Aus diesem Grund erfolgen die Zusammenstellung der Leitliniengruppe und die Konsensfindung bei Empfehlungen nach klaren Vorgaben auf Basis des Regelwerks der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Alle Leitlinien der DGN sind auf www.dgn.org frei zugänglich publiziert.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren rund 9.000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.
http://www.dgn.org

Präsident: Prof. Dr. med. Gereon R. Fink
Stellvertretende Präsidentin: Prof. Dr. med. Christine Klein
Past-Präsident: Prof. Dr. med. Ralf Gold
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter
Geschäftsstelle: Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, Tel.: +49 (0)30 531437930, E-Mail: info@dgn.org

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“Handlungsfeld Reha – Chancen nutzen, Barrieren abbauen” – Einladung zur Podiumsdiskussion am 03. Mai in Stuttgart

Reha-Branche diskutiert am 03. Mai mit Politik in Stuttgart
Jeden kann es treffen. Ein Verkehrsunfall, eine Operation oder eine Krankheit. Medizinische Rehabilitation leistet in diesen Situationen die nötige Hilfe zur Wiederherstellung unserer Fähigkeiten. Gesundheitsschäden werden behoben, abgemildert oder die Folgen beseitigt. Darüber hinaus hat die medizinische Reha eine wichtige volkswirtschaftliche Funktion. Sie unterstützt Erwerbstätige dabei, ihren Beruf möglichst lange ausüben zu können. Auch hilft sie, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zu verzögern.

Wie das Bewusstsein für die Notwendigkeit und die Wirksamkeit von Rehabilitation gestärkt werden kann, diskutieren am 03. Mai 2018 von 17-19 Uhr in Stuttgart bei der Veranstaltung “Handlungsfeld Reha: Chancen nutzen, Barrieren abbauen” Vertreter aus Politik, Deutscher Rentenversicherung und Reha-Wirtschaft.

Podiumsgäste:
Heike Baehrens, MdB, Ausschuss für Gesundheit
Dr. Martin Rosemann, MdB, Ausschuss für Arbeit und Soziales
Elisabeth Benöhr, Direktorin Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
Robert Zucker, Geschäftsführer Klinik Höhenried gGmbH und Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation DEGEMED

Moderiert wird die Veranstaltung von Geli Hensolt (SWR)

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Veranstaltungsort:
Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg
Willi-Bleicher-Straße 19
70174 Stuttgart

DEGEMED
Die DEGEMED ist ein Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation. Sie setzt sich für die Interessen der stationären und ambulanten Rehabilitationseinrichtungen ein und ist offen für alle Betreibermodelle und Rechtsformen. Ihre Anliegen und Themen vertritt die DEGEMED gegenüber Politik, Leistungsträgern und Öffentlichkeit.

www.degemed.de

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Männermangel in der Psychologie

Anlässlich des Boys‘ & Girls‘Day am 26.04.2018 weist der BDP auf die sinkenden Zahlen an männlichen Berufsträgern in der Psychologie hin und fordert ein gesellschaftliches Umdenken

„Die Psychologie entwickelt sich zu einer der Leitwissenschaften des 21. Jahrhunderts. Dies bestätigte jüngst auch die Veröffentlichung des Wissenschaftsrats zu den Perspektiven der Psychologie in Deutschland“, so BDP-Präsident Prof. Dr. Michael Krämer. Im Wintersemester 2016/17 zählte die Psychologie mit über 75.000 Studierenden zu den zehn beliebtesten Studienfächern in Deutschland. Allerdings sind Männer hier deutlich unterrepräsentiert. Ca. 75 Prozent der Studierenden sind weiblich. „Anders als in vielen anderen Fächern sind in der Psychologie Maßnahmen zur Erhöhung des Männeranteils sinnvoll, um eine Ausgewogenheit der Geschlechter im Beruf sicherzustellen“, so Krämer weiter, „Männer dürfen nicht zu Exoten in unserer Profession werden.“ Besonders dramatisch ist diese Entwicklung in der Psychotherapie. Während immer mehr Männer Hilfe suchen, sinkt gleichzeitig die Zahl der männlichen Psychotherapeuten dramatisch. Laut Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) sind heute bereits 71 Prozent der Mitglieder Frauen. Bei den Mitgliedern unter 35 sind es bereits 91 Prozent. „Unserer Gesellschaft darf es nicht gleichgültig sein, dass einzelne Berufsfelder zu sehr von dem einen oder anderen Geschlecht ausgefüllt werden. Als berufsständische Interessenvertretung setzen wir uns dafür ein, die Psychologie für Männer und Frauen gleichermaßen attraktiv zu gestalten. Der Boys‘Day ist ein guter Anlass jungen Männern die Attraktivität des Psychologenberufs nahezubringen.“

Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung:
www.bdp-verband.de/bdp/presse/2018/PM_03-18.pdf

Ansprechpartner für die Presse:
Philipp Kardinahl, Pressereferent des BDP
Am Köllnischen Park 2
10179 Berlin
Tel. 030 – 209 166 620
Fax: 030 – 209 166 77 620
presse@bdp-verband.de

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) vertritt die beruflichen Interessen der niedergelassenen, selbständigen und angestellten/beamteten Psychologinnen und Psychologen aus allen Tätigkeitsbereichen. Als anerkannter Berufs- und Fachverband ist der BDP Ansprechpartner und Informant für Politik, Medien und Öffentlichkeit in allen Fragen der beruflichen Anwendung von Psychologie und Psychotherapie. Der BDP wurde vor 70 Jahren am 5. Juni 1946 in Hamburg gegründet. Heute gehören dem Verband rund 11.500 Mitglieder in 13 Landesgruppen und 11 Sektionen an.

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Einladung zur Fachtagung: “Update – Rentenversicherung: Ergebnisse – Erfahrungen – Meinungen” für den Sozialdienst und die Reha-Beratung

Bad Driburg. Die Fachtagung wird am 12.06.2018 gemeinsam durch den Sozialdienst der Klinik Berlin und der Knappschafts-Klinik, Reha-Kliniken der Deutschen Rentenversicherung in Bad Driburg organisiert.

Die Einladung richtet sich an den Sozialdienst sowie das Case-Management im Krankenhaus und in der Rehabilitationsklinik, die Reha-Beratung der Kranken- und Rentenversicherungen sowie an das Reha-Management der Berufsgenossenschaften.

Agenda des „Renten-Update“:

– Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA)
– RehaFuturReal® – Berufliche Teilhabe integrationsorientiert gestalten
– Rentenberechnung, Erwerbsminderung („Reha vor Rente“)
– Altersrente, Flexirente und Hinzuverdienst

Die Begrüßung der Tagung übernehmen die Ärztlichen Leitungen Frau Dr. Gabriele Augsten (Knappschafts-Klinik) und Herr Dr. Gregor Kosmützky (Klinik Berlin).

Herr Winfried Fockele, Rehabilitationsberater der DRV Bund aus Bielefeld, gibt einen Überblick über die Rehabilitation sowie den Reha-Beratungsdienst. Wenn wegen einer Krankheit oder Behinderung der Job in Gefahr ist oder eine berufliche Neuorientierung ansteht, hilft die berufliche Rehabilitation. Sie umfasst ein sehr weites Spektrum an Leistungen, die von Arbeitsplatzausstattungen über Leistungen an Arbeitgeber bis zu mehrjährigen Umschulungen reichen. Ärztliche Aussagen zum Krankheitsverlauf und aktuellen Gesundheitsstand bilden die Basis der Beurteilung, welche Leistung der Deutschen Rentenversicherung der Patient benötigt. Im Vortrag werden die LTA (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) ausführlich erläutert.

Mit ihrem Modellprojekt RehaFuturReal® startete die DRV Westfalen im Jahr 2013 einen Veränderungsprozess mit dem Ziel, möglichst individualisierte und passgenaue Teilhabeleistungen zu entwickeln. Über das Beratungskonzept für ein strukturiertes Reha-Management informiert Projektleiter Herr Norbert Gödecker-Geenen (Abt. Rehabilitation, DRV Westfalen, Münster).

Wer dauerhaft zu krank zum Arbeiten ist, kann eine Erwerbsminderungsrente beanspruchen. Die Rentenberater der DRV Knappschaft-Bahn-See aus Bochum Frau Sheila Meyer und Herr Guido Rubart stellen die Rentenberechnung und die Erwerbsminderung vor.

Abschließend berichtet Frau Elke Wich, Auskunfts- und Beratungsstelle der DRV Westfalen in Bielefeld, über die Altersrente, Flexirente und Hinzuverdienst. Mit der Flexirente können Arbeitnehmer flexibler als bisher vom Berufsleben in die Rente wechseln. Für diejenigen, die noch nicht das gesetzliche Rentenalter erreicht haben und vorgezogene Altersrenten oder Teilrenten beziehen, gelten seit Juli 2017 neue Regeln und Hinzuverdienstgrenzen.

Begleitend besteht die Möglichkeit, sich an den verschiedenen Stand-Präsentationen der jeweiligen Rentenversicherungsträger zu informieren und sich auszutauschen.

Nähere Einzelheiten zum Tagungsprogramm (Einladungsschreiben) sind über nachfolgenden Link abrufbar.

https://www.kbs.de/DE/05_medizinisches_netz/2_reha-kliniken/05_bad_driburg/_ueber-uns/veranstaltungen/fachtagung_180612_pdf.html?nn=116778

Sozialdienst in der Reha-Klinik

Information & Anmeldung für die Tagung am 12.06.2018:

– per E-Mail: isabelle.koziol@kbs.de oder
– per Telefon: 05253 83 – 459 oder
– per Fax: 05253 83 – 250

Veranstaltungsort in Bad Driburg:

Knappschafts-Klink Bad Driburg, Georg-Nave-Straße 28, 33014 Bad Driburg
(www.knappschafts-klinik-driburg.de)

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Barrierefreie Webangebote werden verpflichtend

Webangebote öffentlicher Stellen müssen für Menschen mit Behinderungen zugänglich werden. Dafür sorgt eine neue EU-Richtlinie, die Deutschland bis zum Herbst 2018 in nationales Recht übertragen wird. Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt BIK für Alle erläutert die Zusammenhänge. 

Die EU-Richtlinie 2102 ‚über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen‘ verpflichtet öffentlich-rechtliche Webanbieter von der Bundes- über die Landes- bis zur kommunalen Ebene zu Barrierefreiheit. In den kommenden Jahren werden sich also Verwaltungen und beispielsweise Gerichte, Polizeistellen, öffentliche Krankenhäuser, Universitäten oder Bibliotheken um die Barrierefreiheit ihrer Internetseiten und Apps kümmern müssen.

Die Übergangsfristen stehen: Demnach müssen neuentwickelte Webseiten bis September 2019 und bestehende bis September 2020 barrierefrei angeboten werden. Für mobile Anwendungen bleibt Zeit bis Juni 2021. Die EU-Richtlinie legt auch fest, dass öffentliche Stellen für ihre Webangebote in Zukunft eine „Erklärung zur Barrierefreiheit“ bereitstellen sollten. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines „Feedback-Mechanismus“ vorgesehen.

Feedback erwünscht!

Für Menschen mit Behinderungen sind das gute Nachrichten. Denn wird Barrierefreiheit umgesetzt, können sich zum Beispiel blinde Menschen Internetseiten von ihrer Sprachausgabe vorlesen lassen, schwerhörige Nutzer können ein Online-Video verstehen, weil es eine Untertitelung hat, und Tastaturnutzer – das sind Menschen, die etwa wegen einer Körperbehinderung nicht mit der Computer-Maus arbeiten können – erreichen alle Elemente.

Auch die Möglichkeit Feedback zu geben, schafft bessere Voraussetzungen der Teilhabe: Nutzer können so „der betreffenden öffentlichen Stelle jegliche Mängel der Website oder mobilen Anwendungen bei der Einhaltung der Barrierefreiheitsanforderungen dieser Richtlinie mitteilen und die ausgenommenen Informationen anfordern“. Für den Fall, dass die öffentliche Stelle auf das Feedback der Nutzer nicht eingeht, wird es ein “Durchsetzungsverfahren” geben. Die EU-Richtlinie sieht vor, dass die Mitgliedstaaten hierfür Beschwerde- oder Schlichtungsstellen einrichten, an die man sich wenden kann.

Ein Blick in die Zukunft: Auch die Privatwirtschaft wird verpflichtet

Doch nicht nur der öffentlich-rechtliche Sektor muss zukünftig Barrierefreiheit umsetzen, auch private Anbieter werden sie in den Blick nehmen müssen: Noch 2018 soll eine EU-Richtlinie in Kraft treten, die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen definiert. Neben IT-Produkten wie Hardware und Betriebssysteme, E-Book-Lesegräte oder Selbstbedienungsterminals, werden dann auch webbasierte Prozesse wie sie beispielsweise beim elektronischen Handel, bei Bankendienstleistungen oder bei der Ticketbuchung im Luft-, Bus-, Schienen- und Schiffsverkehr vorkommen, barrierefrei zur Verfügung gestellt werden müssen.
Projekt BIK für Alle
www.bik-für-alle.de

 

Kontakt:

BIK für Alle

DIAS GmbH

Simone Lerche

Haubachstraße 72, D – 22765 Hamburg
Tel: +49 40 43 18 75 14

Fax: +49 40 43 18 75 34

E-Mail: lerche@dias.de

 

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BKK Dachverband: Neue Broschüre “Psychische Arbeitsbelastung und Gesundheit”

BKK Dachverband e.V.

Berlin (ots) – Insgesamt 15,3% aller AU-Tage der Beschäftigten gingen im Jahr 2016 auf eine psychische Störung zurück. Das zeigen Analysen, die im Rahmen des BKK Gesundheitsreport 2017 durchgeführt wurden. Die aktuelle Broschüre “Psychische Arbeitsbelastung und Gesundheit” des Arbeitsprogramms Psyche will Aufklärung schaffen und zeigt anhand von Fallbeispielen typische Belastungsfaktoren auf, die Beschäftigte in die Krise führen können. Besonders häufig betroffen sind Berufe mit “Kundenkontakt” und viel zwischenmenschlicher Interaktion. Hierzu zählen z.B. die Alten- und Krankenpfleger, Erzieher und Lehrer.

“Die heutigen Beschäftigungsverhältnisse fordern neben Arbeitsverdichtung von den Mitarbeitern auch ein großes Maß an Flexibilität. Wir müssen trotz der zunehmenden Belastung erreichen, dass die persönlichen Ressourcen der Beschäftigten gestärkt und auch das Wohlbefinden am Arbeitsplatz verbessert wird. Für eine erfolgreiche Prävention und Gesundheitsförderung ist es daher unverzichtbar zu wissen, welche Faktoren potenziell gesundheitsgefährdend sein können”, sagt Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes.

Die Broschüre “Psychische Arbeitsbelastung und Gesundheit” richtet sich an Führungskräfte, Personalverantwortliche sowie Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter. Sie gibt einen kurzen Überblick über den Zusammenhang von Arbeit und psychischer Gesundheit und präsentiert zentrale wissenschaftliche Erkenntnisse über psychische Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz. Interviews mit Beschäftigten unterschiedlicher Branchen dienen als Fallbeispiele und veranschaulichen sowohl Problemlagen als auch Lösungsansätze. Davon ausgehend werden sieben Leitsätze für eine gute Praxis entwickelt.

Die Broschüre kann kostenlos unter presse@gda-psyche.de bestellt werden.

Hintergrund: Das Arbeitsprogramm Psyche

Das Arbeitsprogramm “Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingten psychischen Belastungen” – kurz “Arbeitsprogramm Psyche” – ist eines von drei Arbeitsprogrammen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA). Ziel ist es, die betrieblichen Akteurinnen und Akteure umfassend zum Thema psychische Belastungen bei der Arbeit zu informieren und zu qualifizieren. Der BKK Dachverband ist Mitglied des Arbeitsprogrammes Psyche der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) und hat an der Erstellung dieser Broschüre mitgewirkt.

Der BKK Dachverband ist die politische Interessenvertretung von 76 Betriebskrankenkassen und vier BKK Landesverbänden mit rund zehn Millionen Versicherten.

Pressekontakt:

BKK Dachverband e.V.
Andrea Röder
Stellv. Pressesprecherin
Tel.: (030) 2700406-302
E-Mail: andrea.roeder@bkk-dv.de

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Sana will den Wandel aktiv mitgestalten

Thomas Lemke, Vorsitzender des Vorstands (CEO) , Quellenangabe "Sana Kliniken AG/Esther Neuman"
24.04.2018, Ismaning

Geschäftszahlen für 2017 vorgelegt

  • Konzernumsatz steigt auf 2.569,9 Millionen Euro.
  • EAT erhöht sich auf 95,3 Millionen Euro.
  • EBIT liegt bei 140,3 Millionen Euro.

Die Sana Kliniken AG hat ihren Wachstumskurs im Jahr 2017 fortgesetzt. Der Umsatz des drittgrößten privaten Klinikbetreibers in Deutschland verbesserte sich auf 2.569,9 Millionen Euro, damit konnte Sana eine Steigerung um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2016: 2.404,2 Millionen Euro) verzeichnen. Das Ergebnis (EAT) stieg auf 95,3 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 5,8 Prozent (2016: 90,1 Millionen Euro).

Thomas Lemke, Vorsitzender des Vorstands (CEO) , Quellenangabe "Sana Kliniken AG/Esther Neuman"

Thomas Lemke, Vorsitzender des Vorstands (CEO) , Quellenangabe “Sana Kliniken AG/Esther Neuman”

Der Vorsitzende des Vorstandes, Thomas Lemke, zeigte sich mit diesem Ergebnis, gerade mit Blick auf die 2017 erfolgten Akquisitionen und die damit verbundenen Herausforderungen, sehr zufrieden. „Sana hat das medizinische Portfolio durch gezielte Zukäufe weiter gestärkt. Wir haben wichtige Schritte bei der horizontalen Erweiterung unseres Geschäftsmodells gemacht und uns auf den aus unserer Sicht relevanten Zukunftsfeldern, wie etwa der Digitalisierung maßgeblich weiterentwickelt.“

Auch das operative Ergebnis (EBITDA) stieg 2017 trotz hoher Sanierungsbelastungen an, um 1,9 Prozent auf 225,9 Millionen Euro (2016: 221,6 Millionen Euro). Das EBIT verbesserte sich um 2,8 Prozent auf 140,3 Millionen Euro (2016: 136,5 Millionen Euro) und der Return on Capital Employed (RoCE) auf 12,1 Prozent gegenüber 11,1 Prozent im Vorjahr.

Sanierungs- und Integrationsfortschritte

Belastet wurde das EBIT im vergangenen Jahr durch die hohen Sanierungskosten in Folge der Akquisitionen. „Die Defizite der Einrichtungen, die Sana im vergangenen Jahr übernommen hat, haben zu einer deutlich negativen Beeinflussung des Konzernergebnisses vor Steuern und Zinsen geführt. Dass wir das Jahr dennoch mit einem so positiven Ergebnis abschließen können, liegt neben einem überdurchschnittlichen organischem Wachstum im Kernbereich von 4 Prozent sowie weiterer positive Sanierungseffekte der Kliniken, die vor zwei Jahren übernommen worden sind“, sagte Irmgard Wübbeling, die seit April 2017 als CFO im Vorstand der Sana Kliniken AG für die Finanzen verantwortlich zeichnet.

Leistungsportfolio weiter ausgebaut

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 gehörten 53 Krankenhäuser zur Sana Kliniken AG. Neu hinzugekommen sind im vergangenen Jahr das Dreifaltigkeits-Krankenhaus in Köln, die Schreiber-Klinik in München-Bogenhausen, die Fachklinik für geriatrische Rehabilitation in Zwenkau und das DRK-Krankenhaus in Middelburg. „Diese Käufe folgten dabei der klaren Zielsetzung, in den vorhandenen lokalen Märkten das Leistungsangebot gezielt nachhaltig zu erweitern“, sagte Thomas Lemke.

Zudem hat Sana im vergangenen Jahr den Essener Großhändler ROESER übernommen und so das bestehenden Leistungsportfolio beim Einkauf weiter ausgebaut.

Umdenken bei lokalen Partnern zu spüren

Thomas Lemke betonte, dass der Markt für Neuakquisitionen nach wie vor kaum in Bewegung sei – und dies obwohl sich die regulatorischen Herausforderungen durchaus bemerkbar machten. Dies gelte beispielsweise im Hinblick auf noch höhere Qualitätsanforderungen, den spürbaren Personalmangel vor allem in der Pflege und das sich verändernde medizinische Portfolio angesichts einer älter werdenden Bevölkerung. „Diese Perspektiven werden über kurz oder lang zu den vom Gesetzgeber forcierten Veränderungen in der Krankenhauslandschaft beitragen. An der ein oder anderen Stelle ist bereits ein Umdenken bei den lokalen Trägern zu spüren.“ Schließlich werde nicht nur der finanzielle Druck noch stärker wachsen, sondern der Wettbewerb um die knappen Ressourcen, die für den Betrieb von Kliniken gefordert werden, schränke den Handlungsspielraum viele Häuser bzw. Träger deutlich ein.

Bedingungen für Wachstum verbessern

„Sana ist auf diese Entwicklung vorbereitet und will sie aktiv mitgestalten“, sagte Thomas Lemke mit Blick auf das laufende Jahr und die mittelfristigen Perspektiven der Branche. Gerade die horizontale Erweiterung des Geschäftsmodells und die noch stärkere Vernetzung der Häuser untereinander werde die Zukunftsfähigkeit der Sana Kliniken stärken. So verbessere die Kooperation der Häuser beispielsweise bei der Pathologie nicht nur die medizinische Versorgung der Patienten. „Aus solchen Netzwerken ergeben sich finanzielle Spielräume, die in einem ersten Schritt zu wirtschaftlichen Synergien innerhalb des Verbundes führen, in einem weiteren Schritt aber eben auch eine Öffnung des Modells für andere Kliniken ermöglichen und damit aus der Vernetzung auch eine Dienstleistung machen“.

Ein organisches Wachstum stehe immer im Fokus, dieses komme aber nicht von alleine und man dürfe sich nicht darauf verlassen, dass andere die Bedingungen dafür verbessern. „Sana denkt hier vor und will sich autarke Wachstumsräume schaffen, um von den Entscheidungen Dritter unabhängiger zu werden“, sagte Thomas Lemke. „Wir sehen, dass der Gesundheitsmarkt für diese neuen Impulse offen ist und sind daher der festen Überzeugung, dass wir aus dem sich beschleunigten Konsolidierungsprozess in der Gesundheitsbranche gestärkt hervorgehen werden.“

Kontakt

Patrick Engelke | Leiter Stabsstelle Unternehmenskommunikation

T. (089) 678 204 340

E-Mail: patrick.engelke@sana.de | www.sana.de

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TK stellt bundesweite elektronische Gesundheitsakte vor

Berlin, 24. April 2018. Die Techniker Krankenkasse (TK) stellt mit TK-Safe ihre bundesweite elektronische Gesundheitsakte vor. Der Service wird es TK-Versicherten ermöglichen, ihre Gesundheits- und Krankheitsdaten strukturiert und übersichtlich an einem Ort zu speichern und selbst zu managen. TK-Safe ist ein digitaler Datentresor, auf den die Versicherten überall und jederzeit mit ihrem Smartphone über die TK-App zugreifen können. Entwickelt wird TK-Safe mit der IBM Deutschland GmbH. TK-Safe läuft erfolgreich im Testbetrieb, sodass wir die elektronische Gesundheitsakte jetzt der Öffentlichkeit vorstellen. Für einen erweiterten Anwendertest können sich nun TK-Versicherte bundesweit vorab registrieren.

Bislang liegen medizinische Daten dezentral bei Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten oder Krankenkassen. Die Patienten haben keinen direkten Zugriff auf ihre eigenen medizinischen Informationen und müssen Röntgenbilder und Labordaten mühsam bei verschiedenen Ärzten anfragen und zusammentragen. “Mit TK-Safe ermöglichen wir unseren Versicherten den Schritt in ein modernes Gesundheitswesen, in dem sie selbst über ihre Daten verfügen können. Derzeit haben wir völlig überholte, analoge Strukturen, die es Patienten unnötig schwer machen, an ihre eigenen Daten heranzukommen”, sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. “Umso mehr freue ich mich, dass das Thema Digitalisierung jetzt auch im Bundesgesundheitsministerium ganz oben auf der Agenda steht und von der neuen Regierung den Rückenwind bekommt, um nun endlich Fahrt aufzunehmen.”

 

Transparenz: Alle Daten auf einen Blick

Ob im Urlaub, beim Umzug in eine andere Stadt oder bei einem Arztwechsel: Mit TK-Safe hat man seine elektronische Gesundheitsakte jederzeit zur Hand. Alle relevanten Daten, die der TK über ihre Versicherten vorliegen, können diese in ihre Akte laden. So bekommen sie auf Wunsch beispielsweise ihre Impfhistorie, eine Auflistung ihrer verschreibungspflichtigen Medikamente oder Übersichten über ihre Arzt- und Zahnarztbesuche inklusive Diagnosen. Die Informationen können manuell um eigene Daten ergänzt werden. Freiverkäufliche Medikamente lassen sich per Barcodescanner hinzufügen, Arztbriefe oder Röntgenbilder können hochgeladen werden. So entsteht nach und nach eine wertvolle Übersicht über die eigene Gesundheit.

Digitales Gesundheitswesen braucht digitale Gesundheitskompetenz

In der Bevölkerung findet die elektronische Gesundheitsakte breite Zustimmung, wie eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der TK zeigt. Drei von vier Befragten halten einen Datentresor für Gesundheitsinformationen für eine gute Idee. Um sich im digitalen Gesundheitswesen zurechtzufinden und Angebote wie TK-Safe nutzen zu können, braucht es jedoch digitale Gesundheitskompetenz. Die Studie zeigt, dass 43 Prozent der Erwachsenen zwischen 18 und 70 Jahren überzeugt sind, dass sie sich in Sachen Gesundheit gut oder sehr gut auskennen. Gut drei Viertel informieren sich digital über Gesundheit. Von denen, für die das Internet keine relevante Quelle ist, fällt es drei Vierteln (76 Prozent) schwer, seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden, vielen fehlt es an Vertrauen in Online-Informationen (69 Prozent), 42 Prozent haben Angst vor Panikmache und ein Drittel (33 Prozent) hat Datenschutz-Bedenken. “Deshalb ist es wichtig, dass wir nicht nur in die Entwicklung digitaler Anwendungen, sondern auch in die entsprechenden Informationsangebote investieren”, so TK-Chef Baas.

Aus Daten müssen Informationen mit Nutzwert für die Versicherten werden

“Die nächste große Revolution in der Medizin sind nicht neue therapeutische oder diagnostische Maßnahmen, sondern die sinnvolle Zusammenführung und Analyse von Gesundheitsdaten”, ist Baas überzeugt. “Das reine Vorhalten von Daten bietet keinen Mehrwert, wir müssen aus ihnen Informationen machen, damit sie unseren Versicherten nutzen. Und vor allem müssen sie selbst die Hoheit über ihre eigenen Daten bekommen.” Deshalb bestimme bei TK-Safe ausschließlich der Versicherte, was er in seiner Akte ablegen möchte und wem er die Informationen zugänglich macht. Weder die TK noch IBM können darauf zugreifen.

Datenschutz und sichere Verschlüsselung haben höchste Priorität

Die Versichertendaten werden von TK und IBM Deutschland dreifach gesichert. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung sorgt dafür, dass die Akte ausschließlich auf einem registrierten Smartphone mit dem persönlichen Passwort innerhalb der TK-App eingesehen werden kann. Gleichzeitig werden die Daten Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das bedeutet, dass ausschließlich der Nutzer auf seinem Smartphone die entschlüsselten Informationen sehen kann. Bei der Entwicklung von TK-Safe stand von Beginn an der Schutz der Daten im Mittelpunkt – schließlich geht es um ein zukünftiges digitales Versorgungstool für mehr als zehn Millionen Menschen. “Datensicherheit ist ein entscheidendes Akzeptanzkriterium für die Menschen, wenn sie neue digitale Dienste wie die elektronische Gesundheitsakte TK-Safe nutzen”, sagt Matthias Hartmann, Geschäftsführer der IBM Deutschland GmbH. “Dies erfordert eine sicherheitsorientierte Infrastruktur.” Umso bedeutender sei es, mit TK-Safe einen technischen Standard für die Übertragung von Daten im Gesundheitswesen zu schaffen. Bei einem Kassen- oder Arztwechsel bleiben die Daten weiterhin beim Versicherten. Sobald die Telematikinfrastruktur an den Start geht, wird TK-Safe mit dem elektronischen Patientenfach kompatibel sein. Die Daten werden in einem IBM Rechenzentrum in Deutschland gespeichert.

Vernetzung mit Krankenhäusern

Damit Versicherte künftig ihre Daten von Krankenhausaufenthalten schneller in TK-Safe einfließen lassen können, schließt die TK aktuell bundesweit Kooperationsverträge mit Kliniken. Als Vorreiter werden direkt zum Start 16 Kliniken des christlichen Gesundheitskonzerns Agaplesion gAG angebunden sein. Viele weitere Krankenhausbetreiber und Kliniksoftwareanbieter haben bereits ihre Absicht bekundet, sich anzuschließen. Sie decken mehr als die Hälfte der Krankenhausbetten in Deutschland ab. TK-Versicherte bekommen ihre Entlassungsdokumente auf Wunsch aus der Krankenhaus-Software direkt in ihre Gesundheitsakte übertragen. Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender Agaplesion gAG, ist von TK-Safe überzeugt: “Es wird endlich Zeit, einen standardisierten Weg zu finden, auf dem die Behandlungsergebnisse den Patienten zugänglich gemacht werden. Das ist entscheidend für den Erfolg der Weiterbehandlung und bietet einen echten Mehrwert für den Patienten.”

 

Ansprechpartnerin Presse

Techniker Krankenkasse
Silvia Wirth
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