Dienstag, März 20th, 2018

 

Studie: Schlaganfallpatienten nach der Reha besser helfen

Das Team der neurologischen Abteilung der MEDIAN Saale Klinik Bad Kösen II machte bei der Studie mit. Untere Reihe 2.v.l.: Dr. med. Carsten Clewing, Chefarzt der Neurologie an der MEDIAN Saale Klinik Bad Kösen II und Mitautor der Studie.

Pressemitteilung

Bad Kösen, 20.03.2018

  

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg untersucht Verbesserung der ambulanten Versorgung von Schlaganfallbetroffenen / MEDIAN Saale Klinik Bad Kösen II mit Chefarzt Dr. med. Carsten Clewing beteiligt / Erste Konzepte bereits in der Erprobung

Das Team der neurologischen Abteilung der MEDIAN Saale Klinik Bad Kösen II machte bei der Studie mit. Untere Reihe 2.v.l.: Dr. med. Carsten Clewing, Chefarzt der Neurologie an der MEDIAN Saale Klinik Bad Kösen II und Mitautor der Studie.

Das Team der neurologischen Abteilung der MEDIAN Saale Klinik Bad Kösen II machte bei der Studie mit. Untere Reihe 2.v.l.: Dr. med. Carsten Clewing, Chefarzt der Neurologie an der MEDIAN Saale Klinik Bad Kösen II und Mitautor der Studie.

Ein Schlaganfall kann jeden treffen und ist ein tiefer Einschnitt für Patienten und Angehörige. Sogar nach erfolgreicher Rehabilitation in einer Fachklinik können Betroffenen noch weitere Rückschläge drohen. Auslöser ist dabei häufig Überforderung. Denn nach der Entlassung aus der Reha darf die Behandlung nicht abreißen. Absprachen und Terminvereinbarungen mit weiterbehandelnden Ärzten müssen getroffen, Hilfs- und Pflegemittel organisiert und Physio-, Ergo- oder Sprachtherapie-Termine vereinbart und wahrgenommen werden. Um das Risiko einer Versorgungslücke hier möglichst klein zu halten, hat das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zusammen mit zwei neurologischen Akutkrankenhäusern und Rehabilitationskliniken in Mitteldeutschland ein Projekt zur Untersuchung der Versorgungssituation Betroffener durchgeführt. Mit dabei war auch die MEDIAN Saale Klinik Bad Kösen II.

 

Wichtige Basis für Verbesserungen

„Wir haben Betroffene, Ärzte, Therapeuten und Pflegende befragt, um herauszufinden, wo genau Probleme auftreten“, erläutert Dr. med. Carsten Clewing, Chefarzt der Neurologie in der MEDIAN Saale Klinik Bad Kösen II und Mitautor der Studie. „Dazu kam eine systematische Literaturerhebung zur Häufigkeit und Formen von Überleitungsproblemen.“ So konnte die Untersuchung unter der Leitung von Dr. rer. medic. Susanne Saal am Universitätsklinikum Halle (Saale) die aktuelle Versorgungssituation systematisch erfassen und in ihrer Vielschichtigkeit strukturiert darstellen. „Wir haben jetzt eine wichtige Basis für Verbesserungen an den durch das gesetzliche Entlassungsmanagement vorgeschriebenen Überleitungsmaßnahmen der Kliniken“, so Dr. Clewing weiter. „Entsprechende Konzepte sollen schon bald in weiteren Studien auf ihre Wirksamkeit hin getestet werden.“

 

Erste Erprobungen laufen

Derzeit wird bereits das Konzept eines Schlaganfall-Lotsen erprobt, der Betroffene durch die kritische Zeit nach der Reha begleitet. Federführend ist hier die Schlaganfall-Allianz Sachsen-Anhalt, ein Zusammenschluss neurologischer Akut- und Rehabilitationskliniken mit wissenschaftlichen Partnern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ambulant tätiger Kooperationspartner unter Trägerschaft des Landesverbandes Schlaganfall Sachsen-Anhalt e.V. Eine weitere Initiative unter der Trägerschaft des Landesverbandes ist ein Zusammenschluss von geschulten, ehrenamtlich tätigen Schlaganfallhelfern, die Betroffenen und ihren Angehörigen Unterstützung in den schwierigen Anfangszeiten nach dem Schlaganfall geben können (www.slvsa.de ; Kontaktbüro Schlaganfallhelfer, Geiststr. 48, 06108 Halle/Saale, 0176/410 280 45 Frau Feldt).

 

Über die MEDIAN Saale Klinik Bad Kösen II

Die MEDIAN Saale Klinik Bad Kösen II ist eine nach modernsten Gesichtspunkten eingerichtete Fachklinik für Kardiologie, Geriatrie und Neurologie. Sie wird von Rentenversicherungsträgern und Krankenkassen für Rehabilitationsmaßnahmen und Anschlussheilbehandlungen belegt und verfügt über 239 Betten. Die Klinik ist eine von drei Kliniken am Standort, die zu MEDIAN, einem modernen Gesundheitsunternehmen mit 121 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen und ca. 15.000 Beschäftigten in 14 Bundesländern gehört. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit 18.000 Betten und Behandlungsplätzen besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe.

 

Literaturhinweis:

Die Ergebnisse der Studie sind erschienen unter:

Susanne Saal, Uta Kirchner-Heklau, Tobias Müller, Kai Wohlfarth, Farsin Hamzei, Melanie Müller, Susanne Strobel, Carsten Clewing: Optimierung der Überleitung von der stationären in die ambulante Gesundheitsversorgung nach Schlaganfall (OpTheraS), Bestandsaufnahme der aktuellen Praxis und Analyse von Einflussfaktoren der Überleitung, Die Rehabilitation, Ausg. 1/2018, DOI: 10.1055/s-0043-124347, Georg Thieme Verlag KG Stuttgart, New York, 2018.

 

 Kontakt und Nachfragen:

MEDIAN Klinik Bad Kösen II
Kerstin Budde-Große

Kaufmännische Direktorin

Elly-Kutscher-Str. 16

06628 Naumburg

Telefon +49 (0) 34463/42-751
Fax +49 (0) 34463/42-799
E-Mail: kerstin.budde-grosse@median-kliniken.de
Internet: www.median-kliniken.de

Hits: 128