Montag, März 5th, 2018

 

Feste Größe auf Brüsseler Parkett: Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung besteht seit 25 Jahren

 

05.03.2018

Gemeinsame Pressemitteilung von DGUV, GKV und DRV.

Vor 25 Jahren haben die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung, die gesetzliche Rentenversicherung sowie die gesetzliche Unfallversicherung eine gemeinsame Europavertretung in Brüssel eröffnet. Bei relevanten Themen agieren die drei Zweige der Sozialversicherung seitdem auf dem Brüsseler Parkett erfolgreich gemeinsam. Das 25-jährige Jubiläum nimmt die Deutsche Sozialversicherung zum Anlass, um am 7. März 2018 bei der Konferenz “Von Bismarck zu Bytes: Sozialversicherung im digitalen Wandel” nach vorne zu schauen und über zwei europaweite Zukunftsthemen zu diskutieren: die Anpassung der sozialen Sicherungssysteme an neue Beschäftigungsformen in einer zunehmend technisierten Arbeitswelt und die verschiedenen Digitalisierungsprozesse im Gesundheitswesen.

Globalisierung, Digitalisierung, technischer Fortschritt und demografischer Wandel verändern die Arbeitswelt massiv. Bei diesem Prozess gilt es, rechtzeitig Risiken für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu erkennen und gegenzusteuern. Die Deutsche Sozialversicherung plädiert darum für eine umfassende Präventionskultur, damit Menschen länger gesund leben und erwerbstätig bleiben.

Digitalisierung auch über Grenzen hinweg denken

Alle drei Sozialversicherungszweige setzen sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene bewusst auf digitale Lösungen, um Versicherte besser zu beraten sowie Patientinnen und Patienten besser zu versorgen. Die Digitalisierung bietet aus Sicht der Deutschen Sozialversicherung grenzüberschreitend die Chance, Strukturen und Prozesse positiv zu verändern. Ansatzpunkt ist der sichere Datenaustausch z. B. über Rehabilitations- oder Präventionsmaßnahmen sowie über medizinische Behandlungen oder Versorgungsdaten. Bei all dem Engagement ist eins für die Deutsche Sozialversicherung entscheidend: Die Daten gehören den Versicherten. Ohne ihre Einwilligung dürfen sie nicht verwendet werden.

Deutsche Sozialversicherung bezieht Position bei EU-Initiative zum Sozialschutz

Seit 25 Jahren begleitet die Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung Initiativen auf europäischer Ebene. Sie machen gegenüber den EU-Institutionen z. B. bei Themen wie Arzneimittel, Medizinprodukte oder Mehrwertsteuer auf berechtigte Interessen der Menschen aufmerksam, deren Beiträge und Versicherungsschutz durch europäische Rechtsakte berührt werden. Auch wenn die EU nur beschränkte Rechtsetzungskompetenz im Bereich der Sozialversicherung hat, können ihre Initiativen die nationalen Systeme erheblich beeinflussen. Durch die Positionierung zu geplanten Änderungen bei der Mehrwertsteuer gelang es der Deutschen Sozialversicherung z. B. 2013, finanzielle Mehrbelastungen für die deutschen Beitragszahlerinnen und –zahler im zweistelligen Milliardenbereich zu verhindern.

Ein aktuelles Beispiel ist die EU-Initiative “Zugang zum Sozialschutz”. An der öffentlichen Diskussion dazu hat sich die Deutsche Sozialversicherung Mitte Januar mit einer Stellungnahme beteiligt. Sie begrüßt die von der EU-Kommission angestoßene Debatte darüber, wie alle EU-Bürger von der sozialen Sicherung profitieren und mögliche Lücken geschlossen werden können. Zugleich weist sie darauf hin, dass hier vorrangig die Mitgliedsstaaten zuständig sind. Die Mitgliedsstaaten legen die wesentlichen Grundsätze ihrer Sozialsysteme fest. Sinnvoll sei daher ein Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den EU-Mitgliedern. Denn um den Zugang zum Sozialschutz in einer sich wandelnden Arbeitswelt abzusichern, gibt es europaweit durchaus verschiedene Lösungen. Weitergehende EU-Maßnahmen sind aus Sicht der Deutschen Sozialversicherung nur dann zielführend, wenn sie das finanzielle Gleichgewicht der Systeme bewahren.

Pressekontakte:

Deutsche Sozialversicherung Europavertretung
Ilka Wölfle, Tel.: 0032 22820550, info@dsv-europa.de

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
Stefan Boltz, Tel.: 030 288763768, E-Mail: presse@dguv.de

Deutsche Rentenversicherung Bund
Dr. Dirk von der Heide, Tel: 030 865-89178, E-Mail: dirk.heide@drv-bund.de

GKV-Spitzenverband
Ann Marini, Tel: 030 206288-4210, E-Mail: presse@gkv-spitzenverband.de

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Gesundheits- und Medienpreis 2018 der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! ausgeschrieben

München (ots) – Die Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! verleiht jährlich einen Gesundheitspreis und einen Medienpreis mit dem Ziel, ein öffentliches Bewusstsein für die Volkskrankheit Metabolisches Syndrom zu schaffen. Für den Gesundheitspreis 2018 und Medienpreis 2018 kann man sich ab sofort bewerben:

Der mit 25.000 Euro dotierte Gesundheitspreis RUFZEICHEN GESUNDHEIT! ehrt herausragende Leistungen von Personen oder Institutionen, die sich um die Vorsorge und die Therapie von Krankheiten verdient gemacht haben, bei denen das Metabolische Syndrom eine zentrale Rolle spielt. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 30. Juni 2018 (Datum des Poststempels).

Der Medienpreis RUFZEICHEN GESUNDHEIT! wird in den Kategorien Print/Online und Hörfunk/Fernsehen, dotiert mit jeweils 5.000 Euro, vergeben. Er zeichnet die besten journalistischen Beiträge zum Themenfeld Metabolisches Syndrom aus. Eingereicht werden können Arbeiten, die zwischen dem 1. März 2017 und dem 30. April 2018 in deutschen Medien veröffentlicht oder gesendet wurden. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2018 (Datum des Poststempels).

Die Volkskrankheiten Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und schlechte Blutfettwerte treten häufig gemeinsam auf – was Experten als “Metabolisches Syndrom” bezeichnen. Es ist die Hauptursache zahlreicher Krankheiten, zum Beispiel Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck.

Detaillierte Informationen zu den Ausschreibungskriterien für den Gesundheitspreis gibt es unter: http://www.die-stiftung-rufzeichen-gesundheit.de/Gesundheitspreis.html

und für den Medienpreis unter: http://www.die-stiftung-rufzeichen-gesundheit.de/Medienpreis.html

Pressekontakt:

Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT!
Wolfratshauser Straße 9
82065 Baierbrunn bei München
Telefon 0 89 / 30 76 80 23
Telefax 0 89 / 30 76 80 24
E-Mail: info@stiftung-rufzeichen-gesundheit.de

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Neue GroKo hat keinen Plan für Auszubildende mit Benachteiligung

Pressemitteilung                                                                            Berlin, 05. März 2018

 

 

CDU, CSU und SPD verpassen mit Koalitionsvertrag die Chance, die Qualifizierung junger Erwachsener für den ersten Arbeitsmarkt voranzutreiben

 

Nach dem Mitgliedervotum der SPD ist der Weg frei für den im Februar ausgehandelten Koalitionsvertrag von Union und SPD. Dieser sieht aus Sicht der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) jedoch keine substanziellen Verbesserungen für die Zielgruppe der Jugendlichen mit mehrfachen Beeinträchtigungen vor. 

 

„Die gute Nachricht ist, dass die Regierung steht und die Arbeit beginnt. Die schlechte ist, dass die alte und neue Regierung die Jugendlichen, die aufgrund ihrer umfassenden Beeinträchtigungen keine Ausbildung im Betrieb schaffen, vergessen hat“, sagte Michael Breitsameter, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW). Das treffe vor allem diejenigen, die keinen Reha-Status haben. „Dazu zählen vor allem Jugendliche mit psychischen Erkrankungen sowie Suchterkrankungen. Ihnen bleibt der Weg in ein Berufsbildungswerk weiterhin versperrt, obwohl sie dort die idealen Bedingungen vorfinden, um sich persönlich zu stabilisieren, den Einstieg ins Berufsleben zu meistern und sich dort nachhaltig zu behaupten. Diese Chancen darf Politik nicht länger verhindern. Wir brauchen für diese jungen Menschen eine neue gesetzliche Regelung“, forderte Breitsameter.

 

Der Vorschlag für ein „Budget für Ausbildung“ klinge gut, lasse aber bislang ein Konzept vermissen. „Wir haben bereits umfangreiche und erfolgreiche Instrumente zur Förderung der beruflichen Bildung von Menschen mit Behinderungen. Diese sollte die Bundesregierung für weitere Zielgruppen öffnen und so neue berufliche Chancen ermöglichen, anstatt neue Versprechen zu machen“, so der Vorsitzende der BAG BBW.

 

Hintergrund:

Über 50 Berufsbildungswerke qualifizieren deutschlandweit rund 13 000 Jugendliche mit Behinderungen in über 200 Berufen – in enger Kooperation mit Betrieben des ersten Arbeitsmarktes. Mehr als 70 Prozent finden danach eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat zudem bestätigt, dass Berufsbildungswerke für Unternehmen und Betriebe verlässliche Partner sind. Die Mitarbeiter im BBW sind psychologisch und pädagogisch geschult und unterstützen die Jugendlichen dabei, persönliche Krisen zu meistern und selbstständig ihre Angelegenheiten zu regeln, um nach der Ausbildung ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben führen zu können.

 

Die Forderungen der BAG BBW für die 19. Wahlperiode sind zu finden unter http://www.bagbbw.de/w/files/stellungnahmen/17-11-07-positionen_bagbbw_19.-wp.pdf

 

Kontakt:

Tanja Ergin

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V.

Oranienburger Straße 13/14

10178 Berlin

Fon  030 263980990
Fax  030 263980999

www.bagbbw.de
info@bagbbw.de

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