März, 2018

 

Im Dialog mit der Politik: Bundestagsabgeordneter Benjamin Strasser besucht Rehaklinik Überruh

Akute oder chronische Erkrankungen sind für die Betroffenen nicht nur belastend, sie können auch gravierende Auswirkungen auf ihr soziales und berufliches Leben haben. Dementsprechend groß ist die Bedeutung medizinischer Prävention und Rehabilitation, die zu den zentralen Säulen im Gesundheitssystem gehören. Über die vielfältigen medizinischen und therapeutischen Möglichkeiten, die hier zur Verfügung stehen, informierte sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Benjamin Strasser am Mittwoch, 28. März, vor Ort in Isny-Bolsternang. Neben dem intensiven Austausch zu gesundheits- und sozialpolitischen Themen standen auch eine kurze Klinikführung sowie das Gespräch mit Patienten auf dem Programm.
„Dem Motto Prävention vor Reha – Reha vor Rente – Reha vor Pflege folgend bieten wir hier in der Rehaklinik Überruh medizinische Prävention und Rehabilitation auf hohem medizinischem und therapeutischem Niveau. Dabei stehen bei uns die individuellen Bedürfnisse unserer Patientinnen und Patienten im Vordergrund. Mit unseren Präventionsprogrammen verfolgen wir das Ziel, mögliche Risikofaktoren bereits im Vorfeld einer ernsthaften Erkrankung auszuschalten. In der Rehabilitation arbeiten wir intensiv daran, den Betroffenen die Teilhabe an ihrem gewohnten privaten und beruflichen Leben wieder zu ermöglichen sowie ein nachhaltiges Plus an Lebensqualität zu erreichen“, so der Oberarzt und Stellvertreter des Chefarztes Igor Schkodkin und die Kaufmännische Leiterin Miriam Milz bei der Vorstellung des breiten Therapieangebots der Rehaklinik Überruh.

Von der intensiven Arbeit, die hinter einer erfolgreichen Behandlung steckt, konnte sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Benjamin Strasser bei seinem Besuch in der Rehaklinik Überruh selbst ein Bild machen. Neben einer Klinikführung und dem Gespräch mit Patienten, war der intensive gemeinsame Austausch zentraler Programmpunkt des Treffens.

Im Round-Table-Gespräch nutzten Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED), der Oberarzt und Stellvertreter von Chefarzt Dr. Thomas Bösch, Igor Schkodkin, der Leiter der Gesamttherapie Dieter Beh sowie die Kaufmännische Leiterin Miriam Milz die Gelegenheit, mit Benjamin Strasser aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen zu diskutieren.

Eingangs unterstrichen alle Beteiligten die große Bedeutung der medizinischen Prävention und Rehabilitation. Eine Bedeutung, die auch von politischer Seite erkannt und durch das Flexirentengesetz nachhaltig gestärkt wird. „Die demographische Entwicklung in unserem Land stellt uns für die Zukunft vor große Herausforderungen. Wir werden immer älter, die Lebenserwartung und die Lebensarbeitszeit steigen an. Prävention und Rehabilitation unterstützen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dabei, gesund und fit durch das Arbeitsleben zu gehen“, so der Bundestagsabgeordnete Strasser. Hierbei profitieren nicht nur die Betroffenen selbst, auch die positive volkswirtschaftliche Komponente ist offensichtlich. Denn: Viele Berufstätige können dank einer erfolgreichen Rehabilitation wieder ins Arbeitsleben zurückkehren. Die Reha vermeidet damit oftmals Frühverrentungen, spart entsprechend Kosten und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen. Ähnliches gilt für den Bereich der Pflege, da jede zeitliche Verschiebung der Pflegebedürftigkeit Pflegekosten senkt. „Prävention und Rehabilitation sind also eine wichtige Investition in die Zukunft, die wir auch von politischer Seite weiterhin unterstützen und stärken müssen“, so Strasser weiter.

Für Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg, war das in Kraft treten des Flexirentengesetzes ein wichtiger Schritt: „Da es u.a. Prävention, medizinische Rehabilitation, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie die Nachsorge zu Pflichtleistungen erklärt, ist seine Bedeutung enorm. Für uns als RehaZentren Baden-Württemberg, aber auch für die gesamte Branche, gilt es, die Potenziale zu nutzen. Wir sind stetig dabei, unser Leistungsangebot weiterzuentwickeln und an die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten anzupassen. Der allgemeine Ausbau der Angebote wirkt sich allerdings auf das Reha-Budget und damit auf die Finanzierung aus. Hier müssen wir gemeinsam mit der Politik Lösungswege finden. Denn: Für unsere Arbeit benötigen wir Planungssicherheit und eine faire Finanzierung, die die Leistungsbereitschaft und Innovationsbereitschaft der Reha-Einrichtungen erhält.“

Abschließend waren sich die Gesprächsteilnehmer darüber einig, dass die bestehenden Präventions- und Rehabilitationsangebote teilweise nur unzureichend genutzt werden. Eine Hürde ist oftmals das komplizierte Antragsverfahren. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf und es müssen gemeinsam mit allen Beteiligten – Leistungserbringer, Kostenträger und Politik – gefunden werden.

Bildnachweis:
Bundestagsabgeordneter Benjamin Strasser im Gespräch mit Patienten in der Ergotherapie der Rehaklinik Überruh (Foto: RehaZentren Baden-Württemberg)

Rehaklinik Überruh
Die Rehaklinik Überruh ist eine Fachklinik für Innere Medizin und Erkrankungen der Bewegungsorgane. Sie gehört zur Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg, welche 2007 aus dem Zusammenschluss der Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg entstanden ist. Heute gehören dazu acht Kliniken in Baden-Württemberg und eine in Bayern an den Standorten Baden-Baden, Bad Mergentheim, Bad Kissingen, Donaueschingen, Glottertal, Heidelberg, Isny und Nordrach.

www.rehaklinik-ueberruh.de

Kontakt:
RehaZentren Baden-Württemberg:
Jörg Skupin, Referent PR
Tel.: 0711 – 6994 639-20, j.skupin@rehazentren-bw.de

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Video: Vertragsklinik? Die Tricks der Krankenkassen

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Der Weg in die Reha ist für viele Patienten oftmals schwierig. Haben sie sich endlich durch den Antragsdschungel gekämpft, lehnt die Kasse am Ende die Wunschklinik ab. Und das oft mit Begründungen, die wahrheits- und rechtswidrig sind. Der Arbeitskreis Gesundheit e.V. klärt über diese Tricks auf.

 

Leipzig/Köln, März 2018: „Vertragsklinik? Die Tricks der Krankenkassen“ heißt ein Video, das der Arbeitskreis Gesundheit e.V. in Kooperation mit der Dr. Becker Klinikgruppe aktuell produziert und veröffentlicht hat. Der Film dokumentiert den Fall der Patientin Waltraud Ahne. Die Bad Windsheimerin möchte nach einer Halswirbeloperation ihre Reha in der örtlichen Kiliani-Klinik machen. Doch ihre Krankenkasse, die Barmer GEK, lehnt die Wunschklinik ab – mit der Begründung, diese sei keine „Vertragsklinik“.

Evident rechtswidrig

Für Ingo Dörr, Jurist und Geschäftsführer des Arbeitskreis Gesundheit e. V. ist dieses Vorgehen der Krankenkasse evident rechtswidrig. „Das ist ein klassischer Trick der Krankenkassen. Wenn der Kostenträger von einer Vertragsklinik spricht, hat er mit dieser eine besonders günstige Vergütung vereinbart. Das kann dem Patienten aber egal sein. Er hat nach dem Sozialgesetzbuch SGB IX das Recht, sich eine geeignete Rehaklinik auszusuchen. Mit irgendwelchen zusätzlichen Vereinbarungen zwischen Kasse und Klinik hat das gar nichts zu tun“, erklärt Dörr. Im Fall Ahne kontaktiert der Arbeitskreis Gesundheit die Krankenkasse – zunächst erfolglos. Erst als eine vom Verein beauftragte Anwaltskanzlei mit einstweiligem Rechtsschutz droht, gibt die Barmer GEK nach – und Frau Ahnes Wunsch nach einer Reha in der Dr. Becker Kiliani-Klinik statt.

 

Kein Einzelfall

„Einen berechtigten Klinikwunsch mit einem wahrheitswidrigen Hinweis abzulehnen, ist leider bei einigen Kassen an der Tagesordnung. Dagegen wollen wir vorgehen“, zeigt sich Dörr entschlossen. Mehrere hundert Patienten und Sozialdienste beraten er und sein Team jährlich über den Zugang zu Medizinischer Rehabilitation. Der Fall Ahne ist dabei für ihn ein „Klassiker“: „Es kommt leider sehr häufig vor, dass die Krankenkassen Patienten in die Irre führen. Sie behaupten zum Beispiel einfach, es gebe keinen Vertrag mit der Klinik, obwohl grundsätzlich ein Versorgungsvertrag nach § 111 SGB V besteht“, so der Geschäftsführer.

 

Den Kassen Paroli bieten

Für ihn ist wichtig, hier Kante zu zeigen und den Kassen Paroli zu bieten: „Die Krankenkassen müssen sehen, dass es so nicht geht. Patienten haben ein gesetzlich versichertes Wunsch- und Wahlrecht und ein berechtigter Klinikwunsch kann nicht einfach von einer Kasse ausgehebelt werden.“ Deswegen habe er sich gemeinsam mit der Dr. Becker Klinikgruppe entschieden, den Fall Ahne publik zu machen und dabei Ross und Reiter zu nennen. Mit Frau Ahne wiederum habe man eine Patientin gefunden, die sich traute, ihren Fall öffentlich zu schildern. Auch das sei leider keine Selbstverständlichkeit. „Viele Patienten fürchten, dass ihnen Nachteile entstehen, wenn sie sich gegen ihre Kasse zur Wehr setzen. Das ist natürlich nicht so. Auf die weiteren Leistungen hat so ein Widerspruch keinerlei Auswirkungen“, versichert Ingo Dörr.

 

Von mehr Aufklärung profitieren die Patienten

Er will weiter dafür arbeiten, bei Patienten, Angehörigen, Sozialdiensten und niedergelassenen Ärzten ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass man den Rechtsanspruch auf eine geeignete Rehabilitationsbehandlung erfolgreich durchsetzen kann. Von mehr Aufklärung könnten schließlich alle nur profitieren – bis auf diejenigen Krankenkassen, die versuchen, ein paar Euro auf Kosten der Patienten zu sparen. Weitere Filme über die Beratungstätigkeit des Arbeitskreis Gesundheit e. V. und typische Fallgestaltungen seien bereits geplant.

 

Arbeitskreis Gesundheit e.V.

Der Arbeitskreis Gesundheit e.V. ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Kliniken unterschiedlicher Fachrichtungen, der Informationen über die medizinische Versorgung veröffentlicht. Er unterstützt und berät Patienten und Patienten beratende Stellen wie Sozialdienste kostenfrei, zum Beispiel bei der Reha-Antragsstellung.

arbeitskreis-gesundheit.de | Telefon (kostenfrei aus dem dt. Festnetz): 0800 100 6350.

 

Kontakt:

ARBEITSKREIS GESUNDHEIT e.V.
Geschäftsführer Ingo Dörr
Gustav-Mahler-Str. 2
04109 Leipzig
Telefon: 0341 / 870 5959 0

Freecall: 0800 / 100 63 50
Telefax: 0341 / 870 5959 59
E-Mail: info@arbeitskreis-gesundheit.de
Internet: www.arbeitskreis-gesundheit.de
www.rehaklinik.com

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Keine Änderung: In Deutschland wird viel zu viel getrunken

Pressemitteilung

Berlin / Hamm / Greifswald, 28. März 2018 – Der Alkoholkonsum in Deutschland sinkt – doch nur von einem extrem hohen zu einem sehr hohen Verbrauch. Nach wie vor trinkt hierzulande jede Person über 15 Jahren 10,7 Liter Reinalkohol. Alkohol ist kein Heilmittel, im Gegenteil: Er verringert die Lebensqualität und verkürzt drastisch die Lebenszeit. Je weniger Alkohol getrunken wird, desto geringer die Gefahr für Krebs- und Kreislauferkrankungen.

Der Alkoholkonsum in Deutschland ist – wie in weiteren Nationen – kontinuierlich seit 1972 gesunken, doch Entwarnung kann nicht gegeben werden. Er betrug zuletzt im Jahr 2015 10,7 Liter Reinalkohol pro Bundesbürger und -bürgerin im Alter ab 15 Jahren. Eine kürzlich verbesserte Ermittlung des Gesamtverbrauchs an Trinkalkohol lässt sogar darauf schließen, dass dies immer noch eine Unterschätzung ist. Das heißt: Der Alkoholkonsum liegt weiterhin auf sehr hohem Niveau. Und dieser ist mit der Lebenserwartung und der Krankheitslast für Deutschland eng verknüpft.

Alkoholtrinken gehört neben Tabakrauchen, Bewegungsmangel und unausgewogener Ernährung zu den TOP 4 der Verhaltensweisen, die die Gesundheit ruinieren. Aber Alkoholkonsum führt im Leben besonders früh zum Tod und wurde daher als gefährlich klassifiziert. 200 Krankheiten werden durch den Konsum mitverursacht. Trotzdem wird Alkohol als attraktiv vermarktet. In Deutschland sind dementsprechend die sozialen Normen zu alkoholorientiert und die Alkoholwerbung ein Problem für die Gesundheit aller. Ziel muss die Senkung des Alkoholkonsums der ganzen Nation sein.

Wirksame Vorkehrungen zur Senkung des Alkoholkonsums sind sehr gut bekannt. Sie dienen dazu, ein Gesundheitsimage an die Stelle eines unreflektierten Konsumimages zu setzen. Ein positives Gesundheitsimage und hohe Lebensqualität werden – obwohl auf den ersten Blick unattraktiv erscheinend – am stärksten durch gesetzliche Maßnahmen gefördert, darunter Steuererhöhungen, gesundheitsförderliche Regeln der Verfügbarkeit, ein effektiver Jugendschutz und Verbote der Werbung für gefährliche Produkte. Doch all diese Maßnahmen fehlen in Deutschland weitestgehend. Obwohl diese Maßnahmen der Prävention und Erhöhung der Lebenserwartung seit Jahrzehnten bekannt sind, rührt sich in Deutschland so gut wie nichts.

Tatsache ist
  • Die Trinkmenge und -häufigkeit stehen in einer stetigen Beziehung mit dem Risiko für Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen.
  • Je höher der Alkoholkonsum, desto größer z. B. das Risiko, Bluthochdruck zu entwickeln.
  • Alkoholkonsum ist mit dem Risiko, eine Krebserkrankung zu erleiden in einer Dosisbeziehung – auch bei kleinen Mengen – verknüpft. Das gilt besonders für die größte Krebsbedrohung der Frauen: Brustkrebs.
  • Die Höhe des Alkoholkonsums in der Gesamtbevölkerung bestimmt maßgeblich die alkoholbezogenen gesundheitlichen Schäden. Sinkt der Gesamtkonsum der Bevölkerung, wird auch der Anteil der Menschen geringer, die Probleme infolge ihres Alkoholkonsums erfahren.

Dementsprechend muss es ein Ziel sein, den Alkoholkonsum in der Bevölkerung zu reduzieren, um die Gesundheit, die Lebensqualität und die Lebenserwartung aller Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu erhöhen.

Folgende Ziele ergeben sich für die Gesellschaft:

1. Initiativen zur öffentlichen Gesundheit in Deutschland, die wirksam zur Verringerung des Alkoholkonsums beitragen, müssen gefördert werden. Gesundheitliche Aufklärung wird geleistet. Doch wir brauchen dringend effektive Gesetze. Unbedingt müssen der Jugendschutz verbessert und weitere gesetzliche Maßnahmen in Angriff genommen werden.

2. Die internationale Zusammenarbeit muss gestärkt werden, um den Alkoholkonsum zu senken. Dadurch kann Einfluss auf Deutschland ausgeübt werden, wie die beispielhafte internationale Kooperation in der Eindämmung des Tabakrauchens zeigt.

3. Es sollte ein kritisches Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung gefördert werden. Jedem einzelnen Menschen sollten unabhängige gesundheitsförderliche Entscheidungen ermöglicht werden. Das ist nur unter Lebensbedingungen möglich, in denen Anreize zum Alkoholkonsum geringer sind, als das in Deutschland der Fall ist.

4. Alkoholkonsum ist stets in Zusammenhang mit Tabakrauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht zu sehen. Diese vier gesundheitsriskanten Verhaltensweisen können einander gegenseitig verstärken.

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Seit 15 Jahren wohnortnahe berufliche Rehabilitation in Chemnitz

Ein Starkes Team vor Ort in der Außenstelle Chemnitz des BFW Leipzig. © S. Gonsior, BFW Leipzig
Ein Starkes Team vor Ort in der Außenstelle Chemnitz des BFW Leipzig. © S. Gonsior, BFW Leipzig

Ein Starkes Team vor Ort in der Außenstelle Chemnitz des BFW Leipzig. © S. Gonsior, BFW Leipzig

Vor 15 Jahren wurde in Chemnitz die Außenstelle des Berufsförderungswerkes Leipzig (BFW Leipzig) eröffnet. Durch die wohnortnahen Angebote hat sich die Außenstelle zu einem wichtigen regionalen Partner in der beruflichen Rehabilitation und damit der Fachkräfteentwicklung herausgebildet.

Im März 2003 haben zwei Ausbilderinnen und eine Personalvermittlerin sowie der damalige Leiter der Außenstelle Gerd Wagner zusammen mit einer Sachbearbeiterin begonnen. 218 Rehabilitanden besuchten im ersten Jahr die angebotenen Maßnahmen wie arbeitsplatznahe Umschulung, die Berufsfindung/Arbeitserprobung (BF/AP) und die Integrationsmaßnahmen.

Heute sind 23 Ausbilder, Reha-Manager, Sozialpädagogen, Psychologen und Bildungsbegleiter für ein breiteres Spektrum an Qualifizierungsangeboten in der Außenstelle Chemnitz verantwortlich. Die Außenstellenleiterin Cornelia Dittmann verwies in ihren Dankesworten vor den Kolleginnen und Kollegen darauf, dass sich „die Vielfalt der Qualifizierungsmaßnahmen und damit das Aufgabenspektrum wesentlich erhöht haben. Neben den Umschulungen in Form der Arbeitsplatznahen Qualifizierungen (AQUA) können die Teilnehmer heute viele Weiterbildungsangebote mit Zertifikatsabschluss, das QualiCoach, das Berufliche Training sowie verschiedene Vorbereitungslehrgänge absolvieren.“

Einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Außenstelle habe die Einrichtung des Beruflichen Trainingszentrums am BFW in Chemnitz bewirkt, betonte der Geschäftsführer des BFW Leipzig Alois Fischer. „Die Berufsfindung und Arbeitserprobung sowie die Vorbereitung auf das Berufsleben von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen haben einen hohen Stellenwert. Wir haben innerhalb des ersten Jahres ein stetes Anwachsen der Anmeldezahlen zu verzeichnen.“

„Unsere Stärke liegt vor allem in der Wohnortnähe für die Rehabilitanden“, schätzt Cornelia Dittmann ein. „Unsere Teilnehmer müssen für ihre Qualifizierungen keine weiten Wege auf sich nehmen, sondern werden von uns hier in der Region Chemnitz betreut.“ Die gezielten Förderung und Unterstützung ermöglichen auch die vielen Partner, die von Beginn an mit dem BFW Leipzig in Chemnitz zusammenarbeiten. Dazu zählen die Leistungsträger wie Rentenversicherungen, die Agentur für Arbeit sowie die Jobcenter und Berufsgenossenschaften. Besonders stolz sei man über die Zusammenarbeit mit über 150 Unternehmen aus der Region. „Wir sind seit 15 Jahren auch ein kompetenter Ansprechpartner, wenn es nach langer Krankheit oder Unfall darum geht, Fachkräfte im Unternehmen zu halten oder neue Fachkräfte zu gewinnen“, betonte Cornelia Dittmann die Bedeutung der Außenstelle Chemnitz des BFW Leipzig.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

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BFW Leipzig

Seit über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Die Leistungen des BFW Leipzig sind nicht nur ein wichtiger Beitrag um Menschen wieder gesundheitsgerecht in Arbeit zubringen, sie tragen auch zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse

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Pflege: Bei Qualitätssiegeln und Zertifikaten den Durchblick behalten

Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege

Berlin (ots) – Neue Checkliste des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) bietet Pflegebedürftigen und Angehörigen schnelle Übersicht zu Siegeln und Zertifikaten in der Langzeitpflege

In Deutschland gibt es verschiedene Qualitätssiegel und Zertifikate, mit denen sich Pflegeeinrichtungen und -dienste die Umsetzung bestimmter Maßnahmen zur Qualitätssicherung bescheinigen lassen können. Dazu gehören zum Beispiel Bereiche wie Hygienestandards oder das Medikamenten- und Fehlermanagement. Die Prüfung erfolgt freiwillig und in der Regel durch eine externe Stelle. Jedoch ist der Markt für diese Nachweise nur schwer zu durchschauen. Vor allem für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ist es schwierig, die Bedeutung von derzeit etwa 20 gebräuchlichen Siegeln und Zertifikaten einschätzen zu können.

Um die Orientierung hierbei zu erleichtern, hat das ZQP zentrale Informationen zu Siegeln und Zertifikaten, die in der Langzeitpflege in Deutschland häufig Anwendung finden, in einer Übersicht zusammengefasst. Interessierte können sich so zum Beispiel einen Überblick darüber verschaffen, was die einzelnen Siegel bzw. Zertifikate bedeuten, wer die Prüfungen der Kriterien durchführt und vor allem wo man weiterführende Auskünfte bekommen kann.

Als Basis für die Entscheidung, welches Heim oder welcher Dienst gut pflegt, taugen die Prüfbescheinigungen jedoch kaum. Denn über die tatsächliche Pflegequalität sagen diese eher nichts aus. Allerdings können sie Hinweise zu bestimmten Strukturen und Prozessen der Pflegeangebote geben. Siegel und Zertifikate sind meist nicht miteinander vergleichbar, da Prüfverfahren und konkrete Prüfinhalte unterschiedlich und zudem nicht immer transparent sind.

Da also Siegel und Zertifikate – sowie auch die offiziellen Pflegenoten – für Pflegebedürftige und Angehörige keine hinreichenden Aufschlüsse über die Pflegequalität bieten und schon gar nicht Auskunft darüber geben können, ob ein Angebot zu den persönlichen Bedürfnissen passt, ist es wichtig, sich selbst ein Bild zu machen.

Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP, erklärt dazu: „Gerade wenn ein Pflegeheim gesucht wird, ist es wichtig, selbst vor Ort einen Eindruck zu gewinnen: Wie ist die Personalausstattung? Wirken die Pflegekräfte freundlich oder gehetzt? Zudem sollte man sich erkundigen, ob das Leistungsspektrum und die Atmosphäre zu den individuellen Bedürfnissen des Pflegebedürftigen passen. Gespräche mit dem Personal, wenn möglich auch mit den Pflegebedürftigen oder dem Heimbeirat, können helfen, ein Gefühl für die Einrichtung zu entwickeln.“

Die ZQP-Übersicht Siegel und Zertifikate ist das Ergebnis einer systematischen, stiftungseigenen Recherche und unter www.zqp.de kostenlos zugänglich.

Pressekontakt:

Torben Lenz
Tel: 030 275 93 95 – 15
E-Mail: torben.lenz@zqp.de

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Fernpendeln belastet die Psyche

Berlin (ots) – Mit der Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort steigt bei Pendlern die Wahrscheinlichkeit für eine psychische Erkrankung. Das ist das Ergebnis einer Fehlzeitenanalyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen liegen bei Arbeitnehmern, die mindestens 500 Kilometer zum Arbeitsplatz pendeln, um 15 Prozent höher als bei denjenigen, die maximal zehn Kilometer Wegstrecke zurücklegen müssen. „Lange Fahrstrecken zum Arbeitsort belasten die Psyche. Wird die Distanz zum Arbeitsort durch einen Wohnortwechsel verkürzt, kann die relative Wahrscheinlichkeit von Fehltagen aufgrund einer psychischen Erkrankung um bis zu 84 Prozent reduziert werden“, so Helmut Schröder, Stellvertretender Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Dies konnte mit Hilfe einer Analyse der Arbeitsunfähigkeiten der AOK-versicherten Beschäftigten in den letzten fünf Jahren ermittelt werden.

Bei knapp 58 Prozent der mehr als 13 Millionen erwerbstätigen AOK-Mitglieder des Jahres 2017 liegen Wohn- und Arbeitsort bis zu 10 Kilometer auseinander. Dahingegen müssen 10,6 Prozent von ihnen Distanzen von mehr als 50 Kilometern zum Arbeitsort überbrücken. Ihr Anteil ist in den letzten fünf Jahren von 9,8 auf 10,6 Prozent gestiegen. Am deutlichsten sind die Pendelstrecken bei den 30 bis 39-Jährigen (durchschnittliche Distanz 26,5 Kilometer). Tendenziell nehmen Männer einen längeren Arbeitsweg in Kauf als Frauen (Distanz 26,2 zu 20,4 Kilometer).

AOK-versicherte Beschäftigte, die maximal 10 Kilometer Wegstrecke zum Arbeitsplatz zurücklegen, wiesen 2017 durchschnittlich 11 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 Mitglieder aufgrund psychischer Erkrankungen auf. Bei einer Wegstrecke von mindestens 50 Kilometern sind es bereits 12 und bei mehr als 500 Kilometern zur Arbeit waren es 12,6 Fälle. Nicht nur die Anzahl der Krankschreibungen, auch die durchschnittlichen Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen steigen dabei von 2,9 auf 3,4 Fehltage pro AOK-Mitglied. Treiber ist dabei die Diagnose „Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen“ (ICD F43). Hierunter fallen depressive Verstimmungen, Ängste, Sorgen und das Gefühl, mit den alltäglichen Gegebenheiten nicht zurechtzukommen.

Für seine Analysen hat das WIdO auch die Fehltage-Verläufe innerhalb eines Fünfjahreszeitraumes dahingehend analysiert, ob ein Wohnortwechsel mit einer Veränderung der Entfernung zum Arbeitgeber Auswirkungen auf die Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen hat. Bei den knapp 5 Millionen kontinuierlich AOK-versicherten Beschäftigten haben 5,1 Prozent in diesem Zeitraum die Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort verkürzt, bei 6,1 Prozent ist die Strecke länger geworden. Bei einem Vergleich der Fehltage ein Jahr vor und ein Jahr nach dem Wohnortwechsel zeigt sich: Bei einer Verkürzung der Wegstrecke steigen die psychisch bedingten Fehlzeiten unterdurchschnittlich, eine Verlängerung erhöht sie überdurchschnittlich. Bei der Gruppe der Arbeitnehmer, die nach einem Wohnortwechsel zu Fernpendlern werden, also einen Fahrweg von mindestens 50 Kilometern zum Arbeitsort in Kauf nehmen, war der Anstieg der Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen am größten (plus 54,4 Prozent). Kann die Distanz hingegen auf unter 50 Kilometer verkürzt werden, ist der Anstieg mit 7,9 Prozent deutlich geringer. In der Vergleichsgruppe derjenigen, die in den letzten fünf Jahren keinen Wohnortwechsel vorgenommen haben, lag der Anstieg bei 49,4 Prozent.

„Vergleicht man Beschäftigte, die in einem Fünfjahreszeitraum nicht umgezogen sind, mit denjenigen, die durch einen Umzug ihren Arbeitsweg auf unter 50 Kilometer verkürzen konnten, zeigt sich, dass die relative Veränderung der Fehltage aufgrund einer psychischen Erkrankung um bis zu 84 Prozent sinkt“, so Helmut Schröder. „Es lohnt sich also, wenn Beschäftigte ihren Arbeitsweg verkürzen oder Arbeitgeber ihre Mitarbeiter beispielsweise bei der Wohnungssuche vor Ort unterstützen.“

In den letzten Jahren kann unter allen Beschäftigten ein kontinuierlicher Anstieg von Ausfallzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen beobachtet werden. Angesichts von großen Studien in Deutschland, die keine Zunahme von psychischen Störungen in Deutschland verzeichnen, sind die Gründe einer Verlagerung in Richtung psychischer Erkrankungen nicht abschließend geklärt. „Es wird deutlich, dass Arbeitnehmer, die lange Anfahrtswege zur Arbeit in Kauf nehmen, psychischen Belastungen ausgesetzt sind. So eröffnet die Arbeitsstelle in einer anderen Stadt beispielsweise neue Lern- und Entwicklungschancen, ist aber eben auch mit Risiken verbunden“, sagt Schröder.

Krankenstand bleibt stabil

Insgesamt ist der Krankenstand im Jahr 2017 wie in den beiden Vorjahren mit 5,3 Prozent konstant geblieben. Damit hat jeder AOK-versicherte Beschäftigte im Durchschnitt 19,4 Tage aufgrund einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Betrieb gefehlt. Die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen sind in den letzten 10 Jahren konstant angestiegen (67,5 Prozent). Psychische Erkrankungen führen außerdem zu langen Ausfallzeiten. Mit 26,1 Tagen je Fall dauerten sie mehr als doppelt so lange wie der Durchschnitt mit 11,8 Tagen je Fall im Jahr 2017.

Der Analyse des WIdO liegen die Daten von 13,2 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmern zugrunde, die 2017 in mehr als 1,5 Millionen Betrieben beschäftigt waren.

Hinweis für die Redaktionen: Grafiken zum Thema finden Sie auf www.aok-bv.de

Pressekontakt:

Dr. Kai Behrens
Telefon: 030 / 34646-2309
Mobil: 01520 / 15603042
E-Mail: presse@bv.aok.de

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Rücken, Hüfte, Knie – Frühjahrstreffen des Forschungsverbunds medizinische Rehabilitation

11. April 2018

26.03.2018 11:04

Über die richtige Diagnostik und eine individuell angepasste Therapie bei chronischen Rückenschmerzen spricht Prof. Dr. med. Frank Mayer von der Universität Potsdam am 11. April in der Median Klinik Hoppegarten. Der Sportmediziner hält den Impulsvortrag zum Frühjahrstreffen des Forschungsverbundes medizinische Rehabilitation, in dem die Universität mit Reha-Kliniken der Region Berlin-Brandenburg vernetzt ist. Im Mittelpunkt stehen diesmal orthopädische Erkrankungen.

Mit Spannung erwartet werden die Ergebnisse einer Studie zur „Telemedizinisch gestützten Bewegungstherapie nach Hüft- oder Kniegelenksersatz“ – ein Leuchtturm-Projekt des Forschungsverbundes, in dem mehrere Reha-Kliniken mit dem Fraunhofer Institut FOKUS sowie Sportmedizinern und Rehabilitationswissenschaftlern der Universität Potsdam zusammenarbeiteten. Digitale Assistenzsysteme werden inzwischen auch bei Morbus Parkinson und im Alltag herzinsuffizienter Patienten eingesetzt. Hierzu stellen Experten aus dem Verbund aktuelle Forschungsprojekte vor.
Einen Gastvortrag hält Prof. Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung. Unter der Überschrift „Mediterran versus Nordic“ fragt er, welche Ernährungsform am ehesten das Risiko chronischer Krankheiten und insbesondere eines Herzinfarkts senken kann.
Das Frühjahrstreffen fügt sich ein in die Reihe „Rehabilitation im Dialog“, die dem Forschungsverbund ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch zwischen den Kliniken und Fachdisziplinen bietet und den Transfer von Forschungsergebnissen in die medizinische Praxis fördert. Programm und Anmeldung sind im Internet unter www.uni-potsdam.de/rehawiss zu finden.

Zeit: 11.04.2018, 15.00–18.15 Uhr
Ort: Median Klinik Hoppegarten, Rennbahnallee 107, 15366 Hoppegarten, Raum E112
Kontakt: Prof. Dr. med. Heinz Völler, Professur für Rehabilitationswissenschaften der Universität Potsdam
Sekretariat: Beate Barnack
Telefon: 0331 977-4063
E-Mail: beate.barnack@uni-potsdam.de
Internet: www.uni-potsdam.de/rehawiss

Medieninformation 26-03-2018 / Nr. 043
Antje Horn-Conrad

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1675
Fax: +49 331 977-1130
E-Mail: presse@uni-potsdam.de
Internet: www.uni-potsdam.de/presse

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HOY-REHA vergibt erstmals Stipendium

 

Ausbildung im Bereich Physiotherapie, Ergotherapie oder Massage wird gefördert

Hoyerswerda, 26. März 2018 Ausbildungssuchende und Berufswechsler aufgepasst: Die HOY-REHA GmbH fördert erstmalig eine Ausbildung im Bereich Physiotherapie, Ergotherapie oder Massage. Im Rahmen des neuen Stipendiums werden die Schul- bzw. Studiengebühren des ersten Jahres übernommen. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

„Schulgeld kann eine Hürde auf dem Weg zum Wunschberuf sein“, sagt HOY-REHA-Geschäftsführer Christian Kühne. „Diese möchten wir aus dem Weg räumen und zeitgleich für das Erlernen von Gesundheitsberufen werben. Menschen zu helfen steht dabei im Mittelpunkt und im Rahmen zahlreicher Praktika können bereits Azubis zur Genesung von Patienten beitragen.“

Das HOY-REHA-Stipendium ist an keine feste Berufsschule oder Universität gebunden. So gilt es beispielsweise für die Bildungsstätte für Medizinal- und Sozialberufe Hoyerswerda, das Institut für Gesundheit und Sozialberufe Großröhrsdorf oder die WAD Bildungsakademie Dresden.

Bewerbungsfrist endet am 15. Juni 2018

Bewerbungen für das erste HOY-REHA-Stipendium werden bis 15. Juni 2018 entgegengenommen. Interessierte Schulabsolventen und Berufswechsler senden ihre Unterlagen per

E-Mail an

christian.kuehne@hoy-reha.de.

Auch der Postweg ist möglich:

HOY-REHA GmbH

Tagesklinik für Rehabilitation & Prävention

z.Hd. Christian Kühne

Kastanienweg 20

02977 Hoyerswerda

 

Das Auswahlverfahren und die Bekanntgabe des Gewinners finden im Juli 2018 statt.

Weitere Informationen zur HOY-REHA GmbH bietet die Internetseite www.hoy-reha.de.

 

 

Pressekontakt:

Susan Steudtemann
Beauftragte für Marketing und Unternehmenskommunikation
HOY-REHA GmbH
Tagesklinik für Rehabilitation und Prävention
Kastanienweg 20
02977 Hoyerswerda
Tel:   0163 73 66 935
Fax: +49 3571 60 55 610
www.hoy-reha.de

www.facebook.com/hoyrehagmbh

 

 

 

HOY-REHA GmbH
Tagesklinik für Rehabilitation und Prävention
Kastanienweg 20
02977 Hoyerswerda
Tel:  +49 3571 60 55 60
FAX: +49 3571 60 55 610

www.hoy-reha.de

www.facebook.com/HOYREHAGmbH

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BT-Trauma: einmaliges Angebot zur Bewältigung von Traumata im Arbeitsprozess

Mit dem BT-Trauma nach einem traumatischen Erlebnis am Arbeitsplatz wieder zurück in Arbeit finden. © Arsgera, Thinkstockphotos
Mit dem BT-Trauma nach einem traumatischen Erlebnis am Arbeitsplatz wieder zurück in Arbeit finden. © Arsgera, Thinkstockphotos

Mit dem BT-Trauma nach einem traumatischen Erlebnis am Arbeitsplatz wieder zurück in Arbeit finden. © Arsgera, Thinkstockphotos

„Die Nachrichten über traumatische Erfahrungen am Arbeitsplatz haben in der letzten Zeit zugenommen. Seien es die Polizisten und Bundeswehrangehörigen bei ihren Einsätzen, Zugbegleiter, die Verkäuferin im Laden, der Busfahrer oder Rettungskräfte, die während ihrer Arbeitszeit Opfer verbaler, physischer oder erlebter Gewalt werden. Die Folge sind psychische Beeinträchtigungen, die zu langen Arbeitsausfällen oder dem Wechsel des Arbeitsplatzes führen.“

Der das sagt, ist Marko Daubitz, Leiter des Beruflichen Trainingszentrums am Berufsförderungswerk Leipzig (BTZ Leipzig am BFW). Er hat während seiner Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen diese Erfahrungen gesammelt und eine Maßnahme entwickelt: Das BT-Trauma – Berufliches Training für Menschen mit komplexen Trauma-Folgestörungen.

Das Berufliche Training-Trauma richtet sich an erwachsene Menschen mit komplexen Trauma-Folgestörungen. „Dazu zählen psychische Beeinträchtigungen wie zum Beispiel Posttraumatische Belastungsstörung, Anpassungsstörung, andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung, Dissoziative Störungsbilder sowie emotional instabile Persönlichkeitsstörung“, weiß der studierte Psychologe zu berichten.

Die Menschen in ihrem Beruf, an ihrem Arbeitsplatz zu halten, ist das Ziel der Maßnahme. „Oder sie wieder in den Arbeitsprozess auf den ersten Arbeitsmarkt nach einer langen psychischen Folgeerkrankung aufgrund des Traumas zurückzuführen“, erklärt Marko Daubitz.

Er weiß, dass es einer spezifischen Betreuung bedarf, denn Belastungen, die durch ein Trauma entstehen, sind extrem. „Stellen Sie sich eine Verkäuferin vor, die am Abend nach Dienstschluss überfallen wird“, rekonstruiert der Fachbereichsleiter einen konkreten Fall. „Sie hat Angst, sich jemals wieder in diese Situation begeben zu müssen. Da greift beispielsweise unser speziell entwickeltes Angstbewältigungstraining als ein Bestandteil des Konzeptes von BT-Trauma. Wir erreichen, dass sich die Verkäuferin dieser schwierigen Situation, ohne Angst an den Arbeitsplatz zurückzukehren, stellen kann.“

Die Maßnahme, die so einmalig in Deutschland angeboten wird, beinhaltet dazu weiterhin die Einzelberatung und Kleingruppentrainings, das Kommunikationstraining, Kurse zur Stressbewältigung, Training sozialer Kompetenzen und das Training zu Trauma-Folgestörungen (z. B. Suchtvorsorge, Selbstwirksamkeit, Training zum Umgang mit Aggression etc.).

„Während der gesamten Maßnahme besteht zum psychosozialen Team des BTZ Leipzig am BFW eine enge und tragfähige Beziehung, um die psychische Stabilität zu erhalten und zu fördern“, erläutert Marko Daubitz. „Am wichtigsten sind natürlich die speziell geschulten Psychologen, die als Traumafachberater qualifiziert sind.“ Zudem werden die Teilnehmer während der 12-monatigen Maßnahme durch Reha-Manager, einen Ergotherapeut, Sozialpädagogen und einen Arzt betreut.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

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BFW Leipzig

Seit über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Die Leistungen des BFW Leipzig sind nicht nur ein wichtiger Beitrag um Menschen wieder gesundheitsgerecht in Arbeit zubringen, sie tragen auch zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei.

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Mit dem Ranger auf Entdeckungstour

Seit Herbst 2017 bietet die Dr. Becker Klinik Möhnesee ihren Patientinnen und Patienten eine neue Aktivität in freier Natur.

Die Dr. Becker Klinik Möhnesee bietet ihren Patientinnen und Patienten eine neue Aktivität in freier Natur: eine rangergeführte Gesundheitswanderung durch den Arnsberger Wald.

Seit Herbst 2017 bietet die Dr. Becker Klinik Möhnesee ihren Patientinnen und Patienten eine neue Aktivität in freier Natur.

Seit Herbst 2017 bietet die Dr. Becker Klinik Möhnesee ihren Patientinnen und Patienten eine neue Aktivität in freier Natur.

Möhnesee. Seit Herbst 2017 können sich die Patienten der Dr. Becker Klinik Möhnesee mit einem Ranger auf eine Gesundheitswanderung begeben – und dabei von der Expertise des Wald- und Wildexperten profitieren: Die rund 6,6 km lange Wanderung beinhaltet insgesamt fünf therapeutische Haltepunkte, darunter Team- und Vertrauensspiele, Wildbeobachtung und Entspannung beim so genannten „Waldbaden“. Das Angebot richtet sich sowohl an Soldaten als auch an Patienten aus den Bereichen der Psychosomatik sowie (in Ausnahmefällen) der Kardiologie. Damit deckt das Angebot alle Schwerpunkte der Klinik ab.

Die Natur als Therapieraum

Die Ranger, die man an ihrer markanten, beige-grünen Kleidung erkennt, kommen vom „Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen“. Als ausgebildete Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister haben sie eine Zusatzqualifikation zu geprüften Natur- und Landschaftspflegern abgelegt. Dabei verfügen sie über mehr Kompetenz als beispielsweise ein Wanderführer, wodurch auch Erkundungen querfeldein oder Bachläufe möglich sind.

Ziel der Ranger-Gruppe ist es, die Achtsamkeit der Patienten zu trainieren. „Viele Patienten haben Probleme damit, sich auf den Moment im Hier und Jetzt zu fokussieren“, erklärt Jutta Osterhoff, Sporttherapeutin der Klinik. „Dies ist ein ganz zentraler Aspekt, den wir mit dem Ranger-Angebot aufgreifen und der hier in der Natur gezielt eingeübt wird.“ Während der rund 6,6 Kilometer langen Tour macht sich die bis zu 15-köpfige Gruppe dabei aus therapeutischer Sicht im wahrsten Sinne die Natur zu eigen. „Wir nutzen beispielsweise einen Bach für Kneippgänge“, erklärt Jörn Luley, Therapieleiter der Klinik.

Großes Interesse am neuen Angebot

Die Gesundheitswanderung findet alle zwei Wochen statt. Seit Beginn des Angebots haben sich bereits rund 100 Teilnehmer auf die etwa dreistündige Tour begeben. „Das Patientenfeedback ist durchweg positiv“, freut sich Luley. „Bislang waren alle Teilnehmer von der Kombination aus dem bewussten Entdecken und Wahrnehmen der Natur sowie den integrierten therapeutischen Maßnahmen begeistert.“

Das Projekt befindet sich aktuell noch in der Pilotphase und wird im Rahmen einer Studie der Klinik und des Landesbetriebs Wald und Holz Nordrhein Westfalen begleitet und evaluiert. Ziel ist es, das Angebot kontinuierlich weiterzuentwickeln und noch besser an die Bedürfnisse der Patienten anzupassen.

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Dr. Becker Klinik Möhnesee
Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist auf kardiologische und psychosomatische Rehabilitation spezialisiert. 2.500 Patienten werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Mit dem 2007 gegründeten Zentrum für Psychokardiologie gehört die Dr. Becker Klinik Möhnesee außerdem zu den Vorreitern dieser Spezialdisziplin der Medizin. Weitere Informationen unter www.dbkg.de/klinik-moehnesee

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Kontakt:

Dr. Becker Klinikgruppe

Redakteurin Kim Ernst

 

Parkstraße 10
50968 Köln
Tel.: (+49) 221-934647 -0 / Fax: -40 /
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