Donnerstag, Februar 22nd, 2018

 

DVfR lädt zur Fachtagung „Geriatrische Rehabilitation – Versorgung bedarfsgerecht gestalten“ nach Berlin ein

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation veranstaltet am 10. April 2018 eine Fachtagung zur geriatrischen Rehabilitation. Die Tagung informiert über den Entwicklungsstand und aktuelle Perspektiven der geriatrischen Rehabilitation in Deutschland und diskutiert wesentliche Ansatzpunkte zu ihrer Weiterentwicklung.

Geriatrische Rehabilitation ist für ältere Menschen mit geriatrietypischer Multimorbidität ein wesentliches Versorgungselement zur Förderung von Gesundheit, Selbstbestimmung und Teilhabe. Sie trägt erwiesenermaßen dazu bei, Pflegebedürftigkeit abzuwenden oder zu vermindern und die Alltagskompetenz älterer Menschen zu stärken. Doch sind geriatrische Rehabilitationsstrukturen längst nicht überall vorhanden, moniert Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der DVfR. „Diese Strukturen müssen bedarfsgerecht auf- und ausgebaut werden und wir müssen die Vernetzung rehabilitativer Versorgungsangebote voranbringen“.

Ein zentraler Baustein der Tagung wird die Erörterung von Ansatzpunkten zur Fortentwicklung der geriatrischen Rehabilitation sein: Dazu zählen etwa die frühzeitige Reha-Bedarfserkennung, die Zusammenarbeit über Schnittstellen der Versorgungsbereiche hinweg und die flexible, bedarfsgerechte Gestaltung von Maßnahmen. Zu diesen Themen hat die DVfR in den vergangenen Jahren Positionen veröffentlicht, die auf der Seite www.dvfr.de unter „Stellungnahmen“ abrufbar sind. Die DVfR lädt Vertreterinnen und Vertreter aus Ärzteschaft, Therapieberufen und Pflege, der Gesundheitsversorgung und Rehabilitation, der Gesundheits- und Sozialpolitik sowie aus Selbsthilfe- und Sozialverbänden herzlich zur Tagung ein.

Das Tagungsprogramm und ein Online-Anmeldeformular finden Sie unter: http://www.dvfr.de/geriatrische-rehabilitation-versorgung-bedarfsgerecht-gestalten/. Bis zum 15. März gelten Frühbucherkonditionen.

Über die DVfR

Die DVfR ist in Deutschland die einzige Vereinigung, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Selbsthilfe- und Sozialverbände, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe. Dabei stehen die medizinische, berufliche, schulische, und soziale Rehabilitation sowie auch Fragen der gezielten Prävention im Fokus.

Pressemitteilung: DVfR lädt zur Fachtagung „Geriatrische Rehabilitation – Versorgung bedarfsgerecht gestalten“ nach Berlin ein (PDF, 142 KB)

Hits: 33


NRW mit den höchsten Gesundheitsausgaben in Deutschland

Erstmals vergleichende Länderergebnisse zur Gesundheitsökonomie verfügbar

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2015 beliefen sich die Gesundheitsausgaben in Nordrhein-Westfalen auf 74,8 Milliarden Euro. Das waren nicht nur 21,7 Prozent der für diesen Bereich angefallenen Gesamtausgaben, sondern auch die höchsten Ausgaben aller Bundesländer. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, lag NRW damit weit vor den zweit- bzw. drittplatzierten Bayern (53,9 Mrd. Euro) und Baden-Württemberg (44,1 Mrd. Euro). Bei den Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben lag NRW 2015 mit 4 213 Euro je Einwohner genau im Bundesdurchschnitt. Die höchsten Ausgaben pro Kopf wurden für Brandenburg (4 483 Euro) und das Saarland (4 391 Euro), die niedrigsten für Hamburg (4 026 Euro) und Bremen (3 794 Euro) ermittelt.

Diese und weitere interessante Ergebnisse zur Gesundheitsökonomie hat die Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder (AG GGRdL) zusammengestellt und jetzt erstmals in einer neuen Publikation veröffentlicht. Die Broschüre enthält für alle 16 Bundesländer Deutschlands vergleichende Ergebnisse zur Entwicklung der Gesundheitsökonomie in Jahren von 2008 bis 2015. Neben detaillierten Informationen zum Gesundheitspersonal, zu den Gesundheitsausgaben, zu Wachstums- und Beschäftigungseffekten der Gesundheitswirtschaft stehen auch Informationen zu den Anteilen der verschiedenen Ausgabenträger zur Finanzierung der Gesundheitsausgaben in den einzelnen Ländern zur Verfügung.

Darüber hinaus kann der aktuellen Publikation entnommen werden, welche Bedeutung die Gesundheitswirtschaft in den einzelnen Ländern für Wachstum und Beschäftigung besaß und welche Entwicklung diese im Betrachtungszeitraum genommen hat. Die Veröffentlichung enthält neben zahlreichen Abbildungen und Karten auch einen umfangreichen Tabellenteil. Unter www.ggrdl.de steht die Broschüre zum kostenlosen Download bereit.

Die hier verwendeten Daten zur Gesundheitswirtschaft basieren auf der wirtschaftszweigbezogenen Abgrenzung der Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder (AG GGRdL) nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008). (IT.NRW).

(044 / 18) Düsseldorf, den 22. Februar 2018

Anfragen an die Pressestelle von IT.NRW unter:

Telefon  0211 9449-6660

Telefax  0211 9449-8518

E-Mail   mailto:pressestelle@it.nrw.de

 

Hits: 19


„Acht Stunden zuhören statt 12 Stunden Gläser schleppen“

Simona Valentini an Ihrem neuen Arbeitsplatz.

Kirchseeonerin schulte um:

 

Simona Valentini an Ihrem neuen Arbeitsplatz.

Simona Valentini an Ihrem neuen Arbeitsplatz.

Kirchseeon – Simona Valentini ist der lebende Beweis dafür, dass berufliche Rehabilitation keine Frage des Alters ist. Ein erster Bandscheibenvorfall wurde ihr bereits mit 16 Jahren attestiert – zu dieser Zeit hatte sie schon regelmäßig im Restaurant ihres Vaters mitgeholfen. „Das bedeutete immer lange Arbeitstage, langes Stehen und viel Schweres zu tragen“, erinnert sie sich. Trotz dieser Arbeitsbedingungen war es ihr Ziel, den elterlichen Betrieb zu übernehmen. Die Kirchseeonerin holte nach dem Qualifizierenden Hauptschulabschluss noch die Mittlere Reife nach und arbeitete trotz gesundheitlicher Probleme weiter in der Gastronomie. „Doch dann kam das Aus für das Restaurant meines Vaters und ich stand ohne Berufsausbildung und Job auf der Straße“, sagt sie. Mehr noch: Der Arzt verbot Simona Valentini nach weiteren Bandscheibenvorfällen künftig Tätigkeiten, bei denen sie lange stehen muss. Durch die Unterstützung des gemeinnützigen Fördervereins „Brücke Ebersberg e.V.“ fasste sie neuen Mut und stellte einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei der Agentur für Arbeit.

Hatte sie dabei zunächst nur eine recht einfache Büroausbildung im Sinn, so wurde beim Eignungstest klar: Simona Valentini kann mehr! Ihr Kostenträger meldete sie deshalb 2010 für die Ausbildung zur Industriekauffrau direkt in ihrem Wohnort Kirchseeon im Berufsförderungswerk München an. Die verkürzte zweijährige Ausbildung war für die fleißige Frau kein Problem. „Es bedeutete für mich vor allem: Acht Stunden lang zuhören, statt 12 Stunden lang Gläser schleppen“, meint sie schmunzelnd. Am Besten in Erinnerung geblieben seien ihr die ausführlichen Excel-Kurse sowie die Grundlagen von Angebot und Nachfrage, die übrigens von ihrem Kirchseeoner Nachbarn unterrichtet wurden. „Aus den Praxisübungen in der ‚Übungsfirma‘ konnte ich viel über das Beschaffungswesen lernen und habe dabei auch mein Verhandlungsgeschick geschult“, sagt sie.

Erste Berufserfahrungen konnte sie während eines Praktikums im Gastrogroßhandel Hamberger nahe des Münchner Ostbahnhofs sammeln. „Normalerweise nimmt diese Firma keine Praktikanten im kaufmännischen Bereich“, erklärt sie. „Aber weil mein Vater dort schon lange Kunde war und ich Ahnung von der Gastronomie mitbrachte, machten sie in meinem Fall eine Ausnahme.“

Ihren Arbeitsplatz fand sie aber schließlich nach dem Versand von nur drei Bewerbungen in einer ganz anderen Branche: Die italienische Firmengruppe F.lli Campagnolo GmbH stellt Sport- und Funktionsbekleidung her. In der Niederlassung Feldkirchen am östlichen Rand von München werden die Kunden aus dem deutschsprachigen Raum betreut. Hier arbeitete sich Simona Valentini Mitte 2012 zunächst in den Telefondienst ein und übernahm Stück für Stück weitere Aufgaben. Heute ist sie Key-Account-Managerin, beantwortet Kundenanfragen, nimmt Bestellungen an und gibt die Aufträge von Einzelhändlern und Großkunden ein. „Das tolle Arbeitsklima hat mich von Anfang an überzeugt“, sagt sie und ist froh, eine Arbeit gefunden zu haben, die sie ohne Probleme noch jahrzehntelang ausüben kann. Auch für die persönliche Weiterentwicklung sei Raum. Besonders interessiert sie dabei der Marketing-Bereich: „Wie stelle ich ein Produkt dar? Wie schaffe ich Verpackungen, die was im Kunden auslösen? Wie binde ich meine Kunden? Das sind Bereiche, die ich in den nächsten Jahren noch vertiefen möchte“, sagt sie mit Blick auf die Zukunft.

 

 

Hintergrund:

 

Das Berufsförderungswerk München (BFW) in Kirchseeon ist ein Zentrum für berufliche Rehabilitation, das heißt, wer z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, wird hier mit medizinischer und psychologischer Begleitung umgeschult. Bezahlt wird diese verkürzte zweijährige Ausbildung je nach Fall entweder von der Rentenversicherung, den Berufsgenossenschaften, der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern. Das Gelände des Berufsförderungswerks in Kirchseeon umfasst ein Wohnheim für 450 Teilnehmer(innen) an beruflichen Bildungsmaßnahmen sowie modernste Ausbildungswerkstätten für IT-, Elektrotechnik-, Maschinenbau-, Kaufmännische/Verwaltungs-, Bau-, Sozial- und Gesundheitsberufe.

 

Kontakt:

André Stiefenhofer
Teamleiter Marketing
Tel.: 08091/51-1159
Fax: 08091/51-3303

Mail: a.stiefenhofer@bfw-muenchen.de
www.bfw-muenchen.de
Berufsförderungswerk München gemeinnützige GmbH

Moosacher Str. 31

85614 Kirchseeon

Hits: 25