Mittwoch, Februar 14th, 2018

 

Koalitionsvertrag: Weichen zur erfolgreichen Digitalisierung des Gesundheitswesens gestellt

PRESSEINFORMATION

 

Berlin, 14.02.2018: Der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. begrüßt die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen zur Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems. Aus Sicht der Hersteller von IT-Lösungen im Gesundheitswesen wurden mit den vereinbarten gesundheitspolitischen Vorhaben wichtige Impulse für die kommenden vier Jahre gesetzt, die es nun zügig im Falle einer Regierungsbildung in verbindliche Maßnahmen umzusetzen gilt.

„Im Vergleich zu der letzten Koalitionsvereinbarung wird die Digitalisierung des Gesundheitswesens in der kommenden Legislaturperiode einen viel höheren Stellenwert einnehmen als jemals zuvor“, lautet die Prognose von Sebastian Zilch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Gesundheits-IT – bvitg e. V., basierend auf den Ergebnissen der Koalitionsvereinbarungen zwischen CDU, CSU und SPD.

Positiv zu bewerten sei dabei, dass eines der Kernanliegen des bvitg, nämlich die Entwicklung eines übergeordneten Prozesses zur Erarbeitung eines eHealth-Zielbildes, im Koalitionsvertrag mit aufgenommen wurde. „Mit dieser grundlegenden Entscheidung stellt die kommende Bundesregierung die Weichen zur erfolgreichen Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems. Die Ausgestaltung eines Zielbildes kann nur gelingen, wenn ihn auch die an der industriellen Gesundheitswirtschaft und an der Gesundheitsversorgung beteiligten Akteure dieses in einem politisch moderierten Prozess ressortübergreifend und sektorübergreifend gemeinsam entwickeln. Zudem sollte der Anspruch sein, im Rahmen eines konkreten Aktionsplans noch in dieser Wahlperiode mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen zu beginnen“, betont Zilch.

Um eine rasche Umsetzung der elektronischen Patientenakte und weiterer Projekte noch in dieser Wahlperiode zu garantieren, bedürfe es zudem einer Investitionsoffensive zur Digitalisierung des Gesundheitssystems. Zugang und Refinanzierung müssen im politischen Prozess geklärt und verbindlich festgelegt werden. Zusätzlich sollte auch die Finanzierung der Digitalisierung von medizinischen Einrichtungen, stationär als auch ambulant, sichergestellt sein, damit diese befähigt werden, längst notwendige Investitionen zu tätigen. Auch der Ausbau der digitalen Infrastruktur müsse vom Staat weiterhin gefördert werden, denn schnelle Datenübertragung sei die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Digitalisierung des Gesundheitssystems, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. „Es kann nicht sein, dass es immer noch weiße Flecken in der Breitbandversorgung in Deutschland gibt“, kritisiert der bvitg-Geschäftsführer.

Zu begrüßen sei im Koalitionsvertrag wiederum der weitere Ausbau der Telematikinfrastruktur sowie die Herbeiführung von Interoperabilität und die Integration der Pflege in die Telematikinfrastruktur. In diesen Belangen bietet der bvitg der Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die unter Berücksichtigung der Telematikinfrastruktur die sektorübergreifende Versorgung vorantreiben soll, Unterstützung durch seine Expertise an. „Nach einer intensiven und langen Zeit der Verhandlung gilt es nun gemeinsam die Ergebnisse schnellstmöglich umzusetzen“, so Zilch.

Kontakt:

Natalie Gladkov

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Bereich Politik & Kommunikation

 

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www.health-it-portal.de

www.conhit.de

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Deutsche Gesellschaft für Neurologie gründet Stiftung für die Unabhängigkeit ihres Fachs

14. Februar 2018 – Die DGN hat mit der Gründung der „Stiftung Deutsche Gesellschaft für Neurologie“, ausgestattet mit einem Startkapital von einer Million Euro, einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer unabhängigen Neurologie gesetzt. „Mit der Stiftung verfolgt die DGN eine klare Vision“, sagt DGN-Präsident Prof. Gereon R. Fink.

„Wir forcieren die Unabhängigkeit der Neurologie als Schlüsselmedizin des 21. Jahrhunderts. Damit stärken wir unsere Positionen als Wissenschaftler und Ärzte, die zum Wohl der Patienten mit neurologischen Erkrankungen arbeiten“, so Fink weiter. Die DGN hat nun eine Einrichtung geschaffen, an die erstmals gezielt gestiftet und gespendet werden kann. Mitglieder der DGN, die bis 30. April 2018 eine Zustiftung tätigen, werden in den Annalen der Stiftung als Gründungszustifter aufgeführt. Erste Zustiftungen sind bereits eingegangen. Alle Zuwendungen kommen dem Fortschritt in Diagnose und Therapie von neurologischen Erkrankungen zugute.

Mit der neuen „Stiftung Deutsche Gesellschaft für Neurologie“ untermauert die Fachgesellschaft ihre Satzungsziele, die zu einer Unabhängigkeit der Neurologie verpflichten, etwa gegenüber politischer Einflussnahme, Budget- und Honorarzwängen sowie offener und verdeckter Einflussnahme von Industrieunternehmen und Patientenverbänden. So sind zum Beispiel Spenden oder Zustiftungen von Unternehmen, die im Bereich der Neurologie ihr Geld verdienen, nicht zugelassen.

Mitglieder stimmen mit überwältigender Mehrheit für die Stiftung

Die Gründung der Stiftung stieß bei der Mitgliederversammlung in Leipzig im vergangenen Herbst auf große Zustimmung. Nun ist die Stiftung geschäftsfähig und zum Start mit einem Stiftungskapital von einer Million Euro aus DGN-Mitteln ausgestattet, das in den nächsten Jahren aus DGN-Mitteln, mit Spenden und Zustiftungen vervielfacht werden soll. Schon mit dem Gründungskapital zählt die Stiftung der DGN heute zu den 30 Prozent der einlagenstärksten Stiftungen Deutschlands. Die „Stiftung Deutsche Gesellschaft für Neurologie“ wird durch den bewährten Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. treuhänderisch verwaltet und ist rechtlich eigenständig.

Überschüsse der DGN fließen in die Stiftung

„Wir möchten mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln vielfältige Projekte fördern, aber zunächst müssen wir Bewegung in die Stiftung bringen“, so der DGN-Präsident. Damit die Stiftung schnell und nachhaltig ihren Zielen gerecht werden kann, muss zunächst Stiftungskapital aufgebaut werden, das Erträge abwirft. „Die DGN wird ihren Beitrag leisten, indem Überschüsse – erwirtschaftet etwa durch den Kongress – konsequent in den Kapitalstock eingebracht werden“, erklärt Gereon Fink. Doch das wird nicht reichen. „Um Projekte substanziell und strukturell nachhaltig finanzieren zu können, braucht die DGN weitere Förderer“, wirbt Fink um Unterstützung in den eigenen Reihen und darüber hinaus.

DGN-Mitglieder können Gründungszustifter werden

„Bevor wir die Stiftung in der breiten Öffentlichkeit bewerben, möchten wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, als ‚Gründungszustifter‘ in die Annalen der DGN bzw. der Stiftung einzugehen“, so Fink weiter. Alle Mitglieder, die bis 30. April 2018 eine Zustiftung von mindestens 1000 Euro tätigen, werden im Stammbuch als Gründungsstifter aufgeführt. Erste Zustiftungen sind bereits eingegangen.

www.dgn.org/stiftung

DGN-Präsident Prof. Gereon R. Fink über die Stiftung

Kontoverbindung für Spenden und Zustiftungen:

Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.
IBAN: DE69 3604 0039 0120 5871 00
BIC: COBADEFFXXX
Angaben im Verwendungszweck: Gründungszustiftung o. a.

Bei Fragen rund um die Zustiftungs- und Spendenmöglichkeiten wenden Sie sich an:

Karsten Krüger, Stiftungsmanagement
Deutsches Stiftungszentrum GmbH im Stifterverband, Barkhovenallee 1, 45239 Essen
Tel.: +49 (0)201 8401193
Fax: +49 (0)201 8401255
E-Mail:
www.deutsches-stiftungszentrum.de
www.stifterverband.de

 

Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)
c/o albertZWEI media GmbH
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Tel.: +49 (0)89 46148622

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