Mittwoch, Februar 7th, 2018

 

25 Jahre Tinnitus-Selbsthilfegruppe Frankfurt

Menschen, die von Tinnitus betroffen sind, leiden häufig sehr unter ihren Ohrgeräuschen, doch nicht alle Therapieangebote sind seriös. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Selbsthilfegruppe Frankfurt der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) hält Prof. Dr. med. Gerhard Goebel am Donnerstag, den 1. März 2018 einen Vortrag zum Thema „Aktuelle Aspekte der Tinnitus- und Hyperakusis-Behandlung – Was ist hilfreich und was ist Unsinn?“. Der Tinnitus-Experte und stellvertretende Vorsitzende der DTL erklärt in seinem Referat, welche Therapien bei Ohrgeräuschen und Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis) sinnvoll sind und welche nicht. Die Teilnehmer der Veranstaltung erhalten so einen Überblick, um angesichts der vielen als Erfolg versprechend beworbenen Behandlungen „die Spreu vom Weizen“ trennen zu können. Die Vortragsveranstaltung findet statt im Haus Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2 in Frankfurt-Preungesheim. Beginn ist um 19.00 Uhr. Die Tinnitus-Selbsthilfegruppe Frankfurt lädt alle Interessierten herzlich zu ihrer Jubiläumsveranstaltung ein. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Selbsthilfegruppe in Frankfurt am Main feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Im Februar 1993 traf sich die Selbsthilfegruppe der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) erstmals. Seitdem bietet sie Betroffenen in Frankfurt und Umgebung eine wertvolle Unterstützung: Der Erfahrungsaustausch untereinander kann die Belastung lindern und fundierte medizinische Informationen über die Tinnitus-Symptomatik werden vermittelt.

25 Jahre Selbsthilfegruppe Frankfurt der Deutschen Tinnitus-Liga e. V.
Veranstaltungsort: Haus Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2, Frankfurt am Main-Preungesheim
Datum: Donnerstag, 1. März 2018, 19.00 Uhr

Kontakt: Selbsthilfegruppe Frankfurt der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Günther Kraus (Sprecher der Selbsthilfegruppe)
E-Mail: gikraus@t-online.de

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.
Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

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Koalitionsvertrag: AOK sieht Ansätze für eine bessere Versorgung

Presseinformation

Berlin – Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD setzt im Gesundheitskapitel die richtigen Schwerpunkte. “Sektorübergreifende Versorgung, Digitalisierung, Pflegepersonalbedarf, Qualitätsoffensive, Beitragsgerechtigkeit – das sind die Felder, auf denen wir endlich vorankommen müssen”, betont Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes.

Die medizinische Versorgung in Deutschland verharre in starren Sektoren und produziere zu viele Qualitäts- und Effizienzverluste. Deshalb sei die geplante Initiative zur stärkeren Vernetzung und Zusammenarbeit überfällig. “Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Koalitionsvertrag mehr Wettbewerbsinstrumente vorsieht und die Krankenkassen nicht nur als Zahler aufruft.” Die AOK werde auf jeden Fall ihre Gestaltungsspielräume nutzen und mit weiteren Initiativen die Qualitätsorientierung und Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreiben.

Vollkommen plausibel sei es, die nachhaltige Verbesserung der Personalsituation in Krankenhäusern und Altenpflegeheimen zum Schlüsselthema zu machen. “Wir müssen dabei sichergehen, dass zusätzlich aufgebrachte Mittel allein dem Pflegepersonal zugutekommen und nicht etwa auf dem Konto von Pflegeheimbetreibern oder in der medizinischen Ausstattung landen.” Dass der Koalitionsvertrag das Bekenntnis zur Qualitätsorientierung im Krankenhaus noch einmal bekräftige, sei aus AOK-Sicht ebenfalls zu begrüßen. Zugleich mahnt Litsch: “Das Thema Qualität darf aber nicht als Vorwand dazu dienen, bei der Neuordnung der Krankenhauslandschaft nachzulassen oder gar das Selbstkostendeckungsprinzip über die Hintertür einzuführen. Qualität muss der Motor für echte Strukturveränderungen sein.”

Auch im Bereich der Finanzierung erkennt Litsch eine ordnungspolitisch vernünftige Handschrift. “Bei der Weiterentwicklung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs stützen sich die Koalitionäre konsequent auf das Gutachten des Expertenbeirats des Bundesversicherungsamtes.”

Sinnvoll sei auch die geplante schrittweise Anhebung der Beiträge für Bezieher von Arbeitslosengeld II aus Steuermitteln sowie die Absenkung der Mindestkrankenversicherungsbeiträge für kleine Selbstständige. “Alle diese Maßnahmen stärken die Finanzarchitektur und sorgen im Endeffekt für mehr Beitragsgerechtigkeit.”

Kontakt:

AOK-Bundesverband
Dr. Kai Behrens
Tel.: 030 34646-2309
E-Mail: presse@bv.aok.de

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Koalitionsvertrag: Union und SPD erkennen Potenzial medizinischer Reha

Die DEGEMED begrüßt, dass SPD und Union die Rehabilitation in der Rentenversicherung weiter stärken und die in der vergangenen Legislaturperiode eingeführten Verbesserungen weiterentwickeln möchten. „Wir begrüßen, dass die Verantwortung der Deutschen Rentenversicherung für medizinische Reha, Prävention und Nachsorge weiter gestärkt wird. Das ist der richtige Weg, um den demographischen Wandel zu gestalten“, kommentiert die Vorstandsvorsitzende der DEGEMED, Dr. Constanze Schaal. „Hierfür ist eine bedarfsgerechte Finanzierung notwendig. Das Reha-Budget darf in den nächsten Jahren nicht weiter abschmelzen.“

Die DEGEMED begrüßt zudem, dass pflegende Angehörige, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Migrationshintergrund gemäß Koalitionsvertrag einen verbesserten Zugang zu medizinischen Reha-Leistungen erhalten sollen.  „Das sind Gruppen, die einen hohen Bedarf haben, oft aber an den Antragshürden scheitern. Das kann nicht sein“, so Schaal. „Wir freuen uns darüber, dass die Große Koalition hier tätig werden will.“

„SPD und Union haben das enorme Potenzial erkannt, das in der medizinischen Reha steckt“, so die Vorstandsvorsitzende der DEGEMED abschließend. „Wir freuen uns auf die politische Auseinandersetzung in den jetzt möglicherweise anstehenden Gesetzgebungsprozessen.“

Die DEGEMED ist ein Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation. Sie setzt sich für die Interessen der stationären und ambulanten Rehabilitationseinrichtungen ein und ist offen für alle Betreibermodelle und Rechtsformen. Ihre Anliegen und Themen vertritt die DEGEMED gegenüber Politik, Leistungsträgern und Öffentlichkeit.

Weitere Informationen:
DEGEMED
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.
Katharina Perl
Fasanenstraße 5,
10623 Berlin
Tel.: 030 28 44 96 6
E-Mail: k.perl@degemed.de
Internet: www.degemed.de

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Koalitionsvertrag mit positiven Perspektiven für die Krankenhäuser

DKG zum Koalitionsergebnis

“Mit der besonderen Ausrichtung auf die Personalsicherung und die Weiterentwicklung verzahnter, an den Erfordernissen vor Ort orientierter Versorgungsstrukturen werden neue konzeptionelle Ausrichtungen vorgenommen, die den Stellenwert der Krankenhäuser in der medizinischen Daseinsvorsorge stärken können. Grundsätzlich positiv ist die vorgesehene Ausfinanzierung der Tariflohnsteigerungen. Die Koalitionsvereinbarung beinhaltet damit für die Krankenhäuser eine Reihe positiver Perspektiven, deren Effekte allerdings von der konkreten Umsetzung abhängen. Ungelöst bleibt aber die absolut unzureichende Bereitstellung von Investitionsmitteln für die Kliniken”, kommentiert der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Dr. Gerald Gaß.

Die vorgesehene Ausgliederung der Pflegepersonalkosten neben dem Fallpauschalensystem stellt eine grundlegende Neuausrichtung des 2003 eingeführten pauschalierenden, preisorientierten Vergütungssystems dar. Das damit verfolgte Ziel, den krankenhausindividuellen Personalbedarf in seiner Grundstruktur unabhängig von den Behandlungsfällen finanziell abzusichern, entspricht den Erwartungen der Beschäftigten und der Patienten in den Kliniken. Dies kann aber nur gelingen, wenn eine gute Personalausstattung nicht mit Rechtfertigungszwängen gegenüber den Krankenkassen verknüpft wird. “Ein Personalaufbau in den Kliniken muss in diesem System belohnt werden”, betont Gaß.

Der vorgesehenen Ausweitung der Personaluntergrenzen über die pflegesensitiven Bereiche hinaus auf alle bettenführenden Abteilungen werden sich die Krankenhäuser stellen. Klar ist aber auch, dass ein derartiges Verfahren methodisch anspruchsvoll ist, ausreichend Vorbereitungszeit erfordert und nur mit Flexibilitätskomponenten funktionieren kann. Die Verlängerung des Hygienesonderprogramms für Krankenhäuser ist ebenfalls ein wichtiger Schritt und macht deutlich, dass dem Kampf gegen Keime auf politischer Seite ein hoher Stellenwert eingeräumt wird.

Die Notwendigkeit des Abbaus von Versorgungshemmnissen zwischen ambulant und stationär wird besonders deutlich bei der Notfallversorgung. Es ist begrüßenswert, dass die Krankenhäuser gleichberechtigt in die Organisation des ambulanten Notfalldienstes einbezogen werden. Klar muss aber auch sein, dass das Morbiditätsrisiko in diesem Segment den Krankenkassen zugeordnet werden muss. Aus Sicht der Krankenhäuser wäre ein neues Budget kontraproduktiv. Notfallleistungen müssen extrabudgetär finanziert werden. Dazu ist eine neue, den Aufwendungen der Krankenhäuser gerecht werdende Gebührenordnung zu schaffen.

“Positiv wäre es gewesen, wenn in diesem Koalitionsvertrag auch die ambulante spezialärztliche Versorgung an den Kliniken thematisiert worden wäre”, erklärt Gaß und fordert: “Die Restriktionen, die sich in der Umsetzung durch die Selbstverwaltung ergeben haben, müssen dringend abgebaut werden.” Nur dann könne den GKV-Versicherten die hohe Expertise der Kliniken in diesem Bereich voll umfänglich zugänglich gemacht werden.

Zustimmend bewertet der DKG-Präsident, dass die künftige Koalition die Wohnortnähe von stationären Leistungen als Grundbestandteil der Daseinsvorsorge hervorhebt. “Die Betonung der wohnortnahen Geburtshilfen macht deutlich, dass der bisherige Ansatz, die wohnortnahe Versorgung über Sicherstellungszuschläge zu garantieren, untauglich ist “, so Gaß. Dass die Krankenhäuser insbesondere im ländlichen Raum ergänzende niedrigschwellige Versorgungsangebote im Bereich der Nachsorge und Pflege als neue Aufgaben übertragen bekommen sollen, trägt einem dringenden Bedürfnis von Wohnortnähe in der Grundversorgung Rechnung.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Krankenhäuser ist das Ziel, den MDK unabhängiger zu gestalten. Dies könnte auch einen Beitrag zur Entbürokratisierung leisten. “Wir brauchen eine Abkehr von der Misstrauenskultur und eine Rückführung der Bürokratie auf das Notwendige. Einen klaren Arbeitsauftrag zur Entbürokratisierung vermissen wir aber im Koalitionsvertrag. Jede Stunde die wir durch den Abbau von Überregulierungen gewinnen, kommt den Patienten zugute “, erklärt der DKG-Präsident.

“Bedauerlich ist, dass die drei Parteien nicht den Mut hatten, bei der Investitionsfinanzierung eine Bundesbeteiligung miteinzubeziehen. Nur die Bezugnahme auf den fortgeführten Strukturfonds wird der Problematik des Investitionskostenstaus in keiner Weise gerecht”, stellt Gaß fest. Wie auch in Bereichen des Schienenverkehrs, der Schulen und aller Bildungseinrichtungen bedarf es in den Krankenhäusern einer dringenden Aufstockung der Investitionsmittel. “Da die Länder dieser Aufgabe nicht gerecht werden, ist es dringend geboten, dass der Bund sich beteiligt”, fordert Gaß. Insbesondere dann, wenn die Digitalisierung im Gesundheitswesen tatsächlich als eine der wichtigsten Herausforderungen einer neuen Bundesregierung angesehen wird. Das Sonderprogramm “Digitales Krankenhaus” und ein Digitalisierungsaufschlag auf die DRGs seien dringend erforderlich.

“Man erkennt deutlich das politische Ziel der Verhandler, die Rahmenbedingungen für die Patienten und die Beschäftigten in den Krankenhäusern zu verbessern. Bei der gesetzlichen Umsetzung muss es nun darum gehen, klare Regelungen zu formulieren, damit die Ziele der Politik auch schnell wirksam werden”, appelliert Gaß.

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder – 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände – in der Bundes- und EU-Politik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 1.951 Krankenhäuser versorgen jährlich 19,5 Millionen stationäre Patienten und rund 20 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,2 Millionen Mitarbeitern. Bei 97 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

Kontakt:
Joachim Odenbach (Leitung)
Holger Mages
Dagmar Vohburger
Rike Stähler
Tel. (030) 3 98 01 – 1020 / – 1022 / – 1023 / – 1024

Sekretariat
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Tel. (030) 3 98 01 -1021
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