Donnerstag, Februar 1st, 2018

 

Von der Altenpflegerin zur Mediengestalterin durch eine Umschulung

Julia Herrler will durch eine Umschulung in zwei Jahren nach ihrem Ausstieg als Altenpflegerin den Einstieg ins Verlagswesen als Mediengestalterin schaffen. © M. Lindner, BFW Leipzig
Julia Herrler will durch eine Umschulung in zwei Jahren nach ihrem Ausstieg als Altenpflegerin den Einstieg ins Verlagswesen als Mediengestalterin schaffen. © M. Lindner, BFW Leipzig

Julia Herrler will durch eine Umschulung in zwei Jahren nach ihrem Ausstieg als Altenpflegerin den Einstieg ins Verlagswesen als Mediengestalterin schaffen. © M. Lindner, BFW Leipzig

Für Julia Herrler brach 2016 ihre Arbeitswelt zusammen. Die gelernte Altenpflegerin war dem wachsenden Stress in ihrer großen Pflegeeinrichtung nicht mehr gewachsen. Mehrarbeitszeiten, zu geringer Freizeitausgleich und die körperlich schwere Arbeit setzten ihrer Psyche zu. Auch der Wechsel in eine andere Einrichtung brachte sie nicht wieder ins Gleichgewicht. Es folgte eine lange Krankheitsphase, die letztlich zur Kündigung führte.

Die heute 26-jährige wollte nicht aufgeben. Gemeinsam mit ihrer Reha-Beraterin von der Agentur für Arbeit suchten und fanden sie eine Möglichkeit: über eine berufliche Rehabilitation einen neuen Beruf erlernen. Die Testung in der Arbeitsagentur machte sie auf den Beruf Mediengestalter aufmerksam. Nun, nach drei Monaten Rehabilitationsvorbereitungslehrgang (RVL) am Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) sitzt sie an ihrem neuen Lehrmittel, dem Mac, und schaut in Richtung Zukunft.

Mit 163 Neuen hat sie am 16. Januar 2018 ihre Umschulung in der Leipziger Bildungseinrichtung begonnen. Neben den Mediengestaltern werden die Teilnehmer in insgesamt 18 Berufe umgeschult. Reha-gerecht. Mit dem Wissen um die gesundheitlichen Einschränkungen jedes einzelnen Rehabilitanden, die sie durch Krankheit oder Unfall erlitten haben, wird innerhalb von 24 oder 27 Monaten auf einen neuen Berufsabschluss hingearbeitet. Vom Fachwissen wird den Teilnehmern das Gleiche abverlangt wie in der drei- bzw. dreieinhalbjährigen Erstausbildung. Nur eben in verkürzter Zeit. Und sehr praxisbezogen. Der Frontalunterricht gehört nicht mehr ins Klassenzimmer. Ob bei den gewerblich-technischen Berufen die moderne Technik- und Softwareausstattung oder bei den kaufmännischen Berufen das Lernunternehmen oder Praxisprojekte wie die DreamHack bei den Fachinformatikern oder die Gestaltung von Werbematerial für das Lesefestival zur Leipziger Buchmesse zu den Veranstaltungen auf der Georg-Schumann-Straße durch die Mediengestalter. Man ist im BFW Leipzig nah dran an der Arbeitswelt. Stets bemüht, die Umschüler für den Arbeitsmarkt fit zu machen, mit ihnen den Neustart ins Berufsleben vorzubereiten.

Ob es bei Julia Herrler gelingen wird? Das wird sie selbst entscheiden. Sie kann jedoch auf die Unterstützung der besonderen Angebote des BFW Leipzig wie medizinische und psychologische Betreuung, Physiotherapie sowie besondere Förderunterricht und gezielte Prüfungsvorbereitung bauen. Ein Reha-Manager wird sie über die 24 Monate begleiten und gemeinsam mit den Ausbildern schauen, wie sie sich in Typografie, Kaligrafie oder Fotografie machen wird. Letztlich will sie nach den zwei Jahren ihren Berufsabschluss vor der IHK schaffen, um dann als gelernte Mediengestalterin vielleicht in Richtung Verlagswesen ihren neuen Arbeitsweg zu gehen.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

BFW Leipzig, berufliche Rehabilitation, Mediengestalter, Umschulung, Altenpflege

BFW Leipzig

Über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten. 

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse

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GKV-Spitzenverband gibt Aufnahme des ReWalk 6.0 Systems in das Hilfsmittelverzeichnis bekannt

GKV-Spitzenverband stellt mit landesweit richtungsweisender Entscheidung allen berechtigten Versicherten Exoskelett-Geräte zur Verfügung

MARLBOROUGH, Massachusetts und BERLIN – Der GKV-Spitzenverband, die zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland, hat ReWalk (Nasdaq: RWLK) seine Entscheidung mitgeteilt, das ReWalk Personal 6.0 Exoskelett-System in das deutsche Hilfsmittelverzeichnis gemäß § 139 SGB V aufzunehmen. Die Publikation im Bundesanzeiger folgt in Kürze. Das Hilfsmittelverzeichnis ist ein umfassendes Verzeichnis aller medizinischen Hilfsmittel, deren Kosten grundsätzlich von den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) übernommen werden können. Aufgrund dieser Entscheidung umfasst die Leistungspflicht in Kürze auch ReWalk, das dann bei den Krankenkassen für Versicherte auf Einzelfallbasis beantragt werden kann.

Das ReWalk Personal wurde für das Hilfsmittelverzeichnis als innovatives Hilfsmittel zum unmittelbaren Behinderungsausgleich beantragt und wird in einer neuen Unterkategorie der Produktgruppe 23 (Orthesen) aufgeführt werden.

Die Aufnahme in das Hilfsmittelverzeichnis ist ein bedeutender Meilenstein, der es künftig in der GKV versicherten Paraplegikern ermöglichen wird, das ReWalk-System zu beantragen, um wieder aufrecht stehen und gehen zu können. Auf Basis einer ärztlichen Verordnung und einer Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) kann die gesetzliche Krankenkasse in Kürze unkompliziert die Entscheidung über die Kostenübernahme für den Kauf und die Ausbildung im Gebrauch des Systems treffen. Neunzig Prozent der deutschen Bevölkerung sind in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert.

„Wir freuen uns, dass das deutsche Gesundheitssystem diese technische Innovation ins Hilfsmittelverzeichnis aufnimmt, die das Leben der Versicherten im ganzen Land verändern wird“, sagte Larry Jasinski, CEO von ReWalk. „Das ist eine richtungsweisende Entscheidung, die für die fortschrittliche Strategie der GKV spricht, und die für alle Personen mit Rückenmarksverletzung in dem Land von unermesslicher Tragweite ist. Es ist uns eine Freude bekanntgeben zu können, dass Patienten in Kürze im Rahmen der geltenden Erstattungsregeln Zugang zu den ReWalk-Systemen haben werden.“

Die Entscheidung des GKV-SV folgt auf eine ähnliche Ankündigung der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung DGUV aus dem Jahr 2017, welche die Verordnungsfähigkeit des ReWalk im System der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften bestätigt hat. Seit seiner CE-Zertifizierung 2012 arbeitet ReWalk daran, mit Versicherungsunternehmen aus der EU Richtlinien für Krankenversicherte zu vereinbaren.

Für weitere Informationen über das ReWalk 6.0 System besuchen Sie bitte: www.rewalk.com

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie unter folgendem Link:
rewalk.com/de/gkv-spitzenverband-gibt-aufnahme-des-rewalk-6-0-systems-in-das-hilfsmittelverzeichnis-bekannt

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