Dienstag, Januar 23rd, 2018

 

Prävention wird auch für Rentenversicherung immer wichtiger

Karl Schiewerling Foto: DRV Westfalen

– Karl Schiewerling spricht vor NRW-Forschungsverbund Reha-Wissenschaften
– Tagung in Münster bei der DRV Westfalen
– Erhöhter Präventionsbedarf durch starke Veränderung in Arbeitswelt und Privatleben

Karl Schiewerling  Foto: DRV Westfalen

Karl Schiewerling, Vorsitzende der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen. Foto: DRV Westfalen

„Die Prioritäten haben sich für die Rentenversicherung erweitert. Es muss jetzt klar heißen `Prävention vor Rehabilitation vor Rente´“, betonte Karl Schiewerling in Münster. Der Vorsitzende der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen und frühere Sozialpolitiker skizzierte die veränderte Aufgabenstellung durch Prävention und Reha bei der Jahrestagung des nordrhein-westfälischen Forschungsverbundes Rehabilitationswissenschaften.  „Die Prävention wird zunehmend einen stärkeren Stellenwert in und für die gesetzliche Rentenversicherung haben. Dabei wird die Rentenversicherung künftig eine noch aktivere Rolle einnehmen müssen. Zum einen wird sie für den Bereich der Prävention in der Gesellschaft mehr Verantwortung übernehmen, zum anderen wird sie die Gestaltung von Prävention vorantreiben“, verdeutlichte Schiewerling die Zukunftsaufgaben für die Rentenversicherung bei der Tagung des Reha-Forschungsverbundes.

Zum NRW-Forschungsverbund, der unter Vorsitz von Prof. Dr. Bernhard Greitemann in Münster tagte, gehören Rehabilitationswissenschaftler, Reha-Mediziner sowie Klinken, Forschungseinrichtungen – u.a. die Uni Klinik Münster – und Sozialversicherungsträger. Die Tagung der Reha-Forscher bei der Rentenversicherung Westfalen stand unter dem Motto „Strategie der Zukunft: Traumatologie und Rehabilitation.“

Für die Rentenversicherung verwies Karl Schiewerling in seinem Beitrag darauf, dass der Erhalt der Erwerbsfähigkeit der Arbeitnehmer durch Veränderungen in  der Arbeitswelt sowie auch in der privaten Lebenswelt vor großen Herausforderungen stehe. Im Kern ging es ihm einerseits um die Auswirkungen des Strukturwandels von der Industrie- zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft. „Die Digitalisierung, Veränderungen der Arbeitsstrukturen sowie eine zunehmende Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse, Arbeitszeiten und Arbeitsorte führen zu neuen, erheblichen Belastungen für die Arbeitnehmer. Belastungen, die enorme Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit der Arbeitnehmer haben können“, wie der frühere Bundespolitiker auch mit einigen Praxisbeispielen belegte.  Schiewerling machte aber nicht allein die veränderte Arbeitswelt für diese Entwicklung verantwortlich: „Die Leistungsfähigkeit der Menschen wird zunehmend auch durch weitreichende Veränderungen im Privatleben und in Alltagsituationen beeinflusst. Überdies kommt es zwischen den Lebensbereichen Arbeit und Freizeit zu negativen Wechselwirkungen, die Belastungen erheblich verstärken können“, fasste Schiewerling zusammen.

Angesichts dieser Entwicklung stiegen Aufgabenstellung und Notwendigkeit für Prävention stetig und steil an. „Antworten wird darauf die Rentenversicherung durch Angebote neuer und erweiterter Präventions- und Reha-Konzepte geben“, sagte Schiewerling. Er machte jedoch auch ebenso deutlich eine entscheidende Einschränkung: Allein leisten könne die Rentenversicherung diese Aufgabenstellung nicht! „Der Einzelne selbst sowie die Gesellschaft müssen mehr Verantwortung für die Gesundheit übernehmen“, forderte Karl Schiewerling. Die Rentenversicherung könne dabei Hilfestellungen geben, damit diese Eigenverantwortung auch in der Praxis durch den einzelnen geleistet und gelebt werden könne.
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Kontakt:

Jörg Grabenschröer
– Pressesprecher –

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Deutsche Rentenversicherung Westfalen
Gartenstraße 194, 48147 Münster
Postanschrift: 48125 Münster
Telefon 0251 238-2049, Telefax 0251 238-2570
Mobil 0160 2448018
joerg.grabenschroeer@drv-westfalen.de
www.deutsche-rentenversicherung-westfalen.de


Qualitätskliniken.de: Relaunch Reha-Portal

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 22.01.2018

 

Der Monat Januar eignet sich oftmals als guter Zeitpunkt für Neuerungen, Änderungen und Updates im eigenen Firmenbetrieb – so auch für Qualitätskliniken.de, das unabhängige Internetportal, das die Qualität medizinischer Einrichtungen für Patienten und Interessierte transparent macht und das Klinikmanagement auf diesem Weg unterstützt.

Immer mehr Menschen, die sich in medizinische Behandlung begeben, suchen gezielt nach Informationen zur Qualität der gewählten medizinischen Einrichtung. Qualitaetskliniken.de reagiert auf die immer höhere Anfrage und verabschiedet sich von seiner früheren Optik. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verlag für Gesundheitsinformation, erfolgte nun der Relaunch von Qualitaetskliniken.de. Dabei überzeugt das Portal nicht nur mit dem neuen Design, sondern auch mit der inhaltlichen Anpassung, dem frischen Layout und der vereinfachten Struktur für eine noch bessere und persönliche Ansprache seiner Besucher und Partner. Insbesondere der Rehavergleich des Informationsportals wurde dabei einem Makeover unterzogen.

Mit dem responsiven Webdesign können Nutzer die Inhalte auf jedem Endgerät (Smartphone, Tablet, PC) optimal empfangen und die passende Einrichtung ganz einfach finden.

Qualitaetskliniken.de bietet dem Nutzer darüber hinaus weiterführende Fachartikel zu Krankheitsbildern und Behandlungsmethoden sowie Hintergrundinformationen zum Gesundheitswesen und praktische Hinweise wie z.B. zum Reha-Antragsverfahren.

Kontakt:
4QD – Qualitätskliniken.de GmbH
Annabelle Neudam
Geschäftsbereichsleitung Rehabilitation
Friedrichstraße 60
10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 – 32 50 36 – 50
Fax: +49 (0)30 – 2 40 08 99 – 30
E-Mail: a.neudam@qualitaetskliniken.de


Weichenstellungen für Reha vornehmen

Pressemitteilung

22.01.2018 10:58
(BDH) Bundesverband Rehabilitation e.V.
(Bonn) – Der Klinikträger und Sozialverband BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. fordert von den anstehenden Koalitionsgesprächen gesundheitspolitische Korrekturen. Die steigende Zahl der Behandlungsfälle rufe den Gesetzgeber auf den Plan, Schritte zur Refinanzierung der zusätzlichen Kosten festzulegen, fordert die Vorsitzende des BDH, Ilse Müller:

„Die Versorgung von Schlaganfallpatienten und Patienten mit Schädel-Hirn-Traumata ist kostenintensiv und zeitaufwendig. Daher ist es unbedingt notwendig, die Ertragsplanungen der Krankenhäuser auf ein festes Fundament zu stellen. Vor dem Hintergrund steigender Behandlungszahlen und höherer Personalkosten muss jetzt gehandelt werden. Der im vergangenen Jahr eingeführte Fixkostendegressionsabschlag (FDA) trägt in ganz erheblichem Ausmaße zur ökonomischen Verunsicherung unserer Kliniken bei und muss dringend überarbeitet werden. Zur besseren Versorgung der Menschen mit Leistungen der medizinischen Rehabilitation wäre es zudem angebracht das jährliche Reha-Budget zügiger anzuheben, als es derzeit der Fall ist. Das Prinzip „Reha vor Rente“ muss vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und er längeren Lebensarbeitszeit zur Leitlinie erhoben werden und den Trägern entsprechender medizinischer Leistungen ein deutlich höheres Budget eröffnet werden. Außerdem darf es nicht sein, dass der gleiche Patient von verschiedenen Kostenträgern verspätet medizinisch begutachtet und seine Rehabilitationsfähigkeit unterschiedlich beurteilt wird. Dies führt derzeit dazu, dass die versorgenden Kliniken weder die Kosten für die Akutbehandlung, noch für die Rehabilitation erhalten.“

Der letzte größere Schritt zu einer besseren Versorgungspraxis stammt aus dem April 2016 und brachte Patienten mit der Novelle der Rehabilitationsrichtlinie unbürokratischeren Zugang zu Rehabilitationsmaßnahmen. Hier ließe sich der Rote Faden aufnehmen und die medizinische Reha weiterentwickeln, so Müller.

Quelle und Kontaktadresse:
(BDH) Bundesverband Rehabilitation e.V.
Pressestelle
Lievelingsweg 125, 53119 Bonn
Telefon: (0228) 969840, Fax: (0228) 9698499
E-Mail: presse@bdh-bonn.de
Internet: http://www.bdh-reha.de/