Januar, 2018

 

5. Networking-Dinner von Softsolution am 26.2.2018

Die Softsolution AG aus Finnland hat das definitive Programm für ihr Networking-Dinner anlässlich des Reha-Kolloquiums in München veröffentlicht. Bei der hochkarätigen Veranstaltung werden kompetente Referenten aus dem In- und Ausland sowie Hubert Seiter  als Moderator erwartet. Anmeldeschluss ist der 19.2.2018.

Das Networking-Dinner findet statt am Montag den 26.2.2018, Aperitif ab 17.30 Uhr

Thema: „Gesundheit – Alter – Prävention – Rehabilitation und Arbeit – multinationale Perspektiven“
Ort: Hotel H4 , Konrad-Zuse-Platz 14, Messe München
Ablauf: Referat und Podiumsdiskussion von 18.00-20.00 Uhr mit anschließendem Buffet

Impulsreferat
Prof. Dr. Andreas Kruse, Institut für Gerontologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Podiumsdiskussion mit Impuls-Statements
Dr. Helga Seel, Geschäftsführerin Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR)
Dr. Freek Lapré, Gesundheitswissenschaftler, Wirtschaftsexperte und Organisationsberater aus Holland
Dr. med. Minna Kujala, Spezialistin für Allgemeinmedizin im Gesundheitszentrum Hollola, Finnland

Moderation : Hubert Seiter, Erster Direktor der DRV-BW a.D.

Der renommierte Altersforscher Prof. Dr. Andreas Kruse sieht erheblichen Handlungsbedarf bei der Einrichtung altersgerechter Arbeitsplätze: „Kluge Arbeitgeber halten ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit innovativen und flexiblen Angeboten im Unternehmen, weil es sich für das Unternehmen lohnt. Und sie investieren in die Bildung – und zwar in allen Phasen der Berufstätigkeit“.
Er fragt: „Wer ist eigentlich hauptverantwortlich für die Erhaltung der Gesundheit und der Erwerbsfähigkeit? Allein das Unternehmen, oder auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst“?
Und nicht zuletzt will der neugierige Wissenschaftler von den Sozialleistungs- und Rehabilitationsträgern wissen: „Sind die bestehenden Präventions- und Rehabilitationsangebote optimal für die Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der beruflichen Leistungsfähigkeit? Oder sind hier Weiterentwicklungen notwendig?“

Im Rahmen der Podiumsdiskussion werden Frau Dr. Helga Seel, Frau Dr. med. Minna Kujala und Herr Dr. Freek Lapré über holländische, finnische und deutsche Präventions- und Rehabitationserfahrungen berichten. Vor allem, was können wir voneinander lernen?

Zu diesem interessanten und gewollt kurzweiligen Meinungsaustausch laden wir Sie herzlich ein.
Wir würden uns sehr freuen, wenn wir neben ausgewiesenen Präventions- und Reha-ExpertInnen auch EntscheidungsträgerInnen aus der Selbstverwaltung und interessierte BesucherInnen des Reha-Kongresses begrüßen könnten.

Aufgrund der Vorankündigung im Dezember haben wir schon über 150 Anmeldungen erhalten. Da die Raumkapazität begrenzt ist, empfehlen wir Ihnen, sich baldmöglichst anzumelden. Anmeldeschluss ist der 1.2.2018.

Anmeldungen ausschließlich über diesen Link: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScWLwugPu_gZk6jzAjTUJ8Ydo117ZkANdyXJeHeB6Wxe5GKwg/viewform
(Falls Sie aus Datenschutzgründen keinen Zugriff auf diesen Link bekommen, können Sie sich ausnahmsweise auch durch Rückantwort auf diese Mail an- oder abmelden.)
Ansprechpartner bei Fragen zur Veranstaltung:
Frau Ute Schalles uschalles@softsolution.de  07738 6969 605
Frau Priska Stamm pstamm@softsolution.de  07738 6969 600

 


Gesundheitskongress des Westens: Programm steht online

 

 

Das Programm für den Gesundheitskongress des Westens, dem führenden Kongress für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft im Westen Deutschlands, steht in aktualisierter Fassung online (http://www.gesundheitskongress-des-westens.de/programm). Das Motto des Kongresses lautet in diesem Jahr: „Das Gesundheitswesen muss zusammenwachsen!“

Warum das Gesundheitswesen zusammenwachsen muss? Damit sektorenübergreifende Versorgung endlich reibungslos funktioniert. Damit Integrierte Versorgung zur Normalität wird. Damit in der Krankenhauspolitik Bund und Länder an einem Strang ziehen. Damit die Krankenkassen geschlossen hinter dem Morbi-RSA stehen. Und damit es mit der Digitalisierung endlich voran geht. Anders ausgedrückt: Es geht um mehr Versorgungsqualität!

Der Kongress nimmt sich solcher über Jahre ungelöster Probleme an – unter intensiver Mitwirkung prominenter Vertreter beteiligter Institutionen. Aus dem Bundesgesundheitsministerium kommt Staatssekretär Lutz Stroppe, aus Nordrhein-Westfalen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, vom Gemeinsamen Bundesausschuss Prof. Josef Hecken, von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung der Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen und vom Bundesversicherungsamt dessen Präsident Frank Plate. Es sind Chefs großer Krankenkassen und Kassenärztlicher Vereinigungen dabei und ebenso Wissenschaftler aus dem Sachverständigenrat Gesundheit. Die Aufzählung ließe sich noch lange fortsetzen.

Aber auch Referenten mit überraschenden Geschichten kommen zu Wort. Wie Michael Butler, Qualitätsmanager bei Ford, der während einer Krebsbehandlung genug hatte von unzureichend organisierten Prozessen im Krankenhaus. Nach seiner Genesung organisierte er ein gemeinsames Projekt von Ford und der Klinik: Know-how aus der Fahrzeugproduktion wurde mit großem Erfolg auf die Abläufe in Krankenhäusern übertragen.

Natürlich geht es auch darum, welche gesundheitspolitischen Akzente die neue schwarz-gelbe Landesregierung Nordrhein-Westfalens setzt und ob diese Auswirkungen über das Bundesland hinaus haben könnten – etwa bei der Krankenhausversorgung, dem Pflegenotstand und der ambulanten Versorgung in ländlichen Gebieten.

Der Gesundheitskongress des Westens ist der führende Kongress für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft im Westen Deutschlands. Auch in diesem Jahr werden wieder rund 1.000 Besucher erwartet – Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und -unternehmen, aus Forschung und Wissenschaft sowie der Pflege. Die zwölfte Auflage der jährlich ausgerichteten Veranstaltung findet am 13. und 14. März 2018 im Kölner Kongresszentrum Gürzenich statt.

Weiterführende Information:

http://www.gesundheitskongress-des-westens.de | @GdW_Kongress

 

Pressekontakt und Akkreditierung für Journalisten:

Ralf-Thomas Hillebrand

presse@wiso-gruppe.de

Tel.: 030 2639249-17, Fax: 030 2639249-10

WISO S. E. Consulting GmbH – Nymphenburger Str. 9 – 10285 Berlin


Neuer Internetauftritt des Fachverbandes Sucht e.V.

Pressemitteilung

Bonn, 31.01.2018 – Der Fachverband Sucht e.V. (FVS) ist unter der bisher bekannten Internetadresse www.sucht.de mit einem neuen Webauftritt gestartet. Das Ziel des Relaunchs war es, die Internetseite nutzerfreundlicher zu gestalten und mit einem klaren Design auszustatten.

Mit der überarbeiteten Internetseite hat der FVS seinen Webauftritt grundlegend erneuert. Bei der Entwicklung der Webseite standen die Nutzerfreundlichkeit und ein klares Design an erster Stelle. Die Webseite hat nun eine übersichtliche Gliederung in die Bereiche „Betroffene und Angehörige“, „Einrichtungssuche“ und „Fachpublikum“. Dies ermöglicht es den unterschiedlichen Besuchergruppen problemlos die für sie relevanten Informationen zu erhalten. So finden Betroffene und deren Angehörige unter der entsprechenden Rubrik beispielsweise Hinweise zu Beratungs- und Behandlungs-angeboten und eine Checkliste zur Einschätzung des Konsums sowie Hinweise zur Beantragung von Rehabilitationsleistungen und zur Zuzahlung bei Suchtbehandlungen. Unter der Rubrik „Einrichtung suchen“ besteht die Möglichkeit, gezielt Rehabilitations- und soziotherapeutische Einrichtungen für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen, die Mitglied im Fachverband Sucht e.V. sind, zu suchen. Im Bereich „Fachpublikum“ sind für Fachleute, Journalisten und Journalistinnen sowie weitere interessierte Personen zu verschiedenen Themenbereichen Informationen zusammengestellt. Hier können unter anderem Stellungnahmen, Gutachten und weitere Publikationen heruntergeladen bzw. bestellt werden. Zudem sind über die Homepage weiterhin Anmeldungen zu Kongressen, Tagungen und Fortbildungen des FVS möglich.

Vereinfacht wird die Navigation durch die Einrichtung einer Sitemap, die die Seitenstruktur des Internetauftritts vollständig aufzeigt. Wie gewohnt verfügt die Webseite über einen internen Bereich, in dem Informationen für die Mitglieder des FVS, wie z. B. die FVS-Mitgliederrundschreiben „Intern“, enthalten sind.

 

Ansprechpartner:

Dr. Volker Weissinger

Geschäftsführer

Alexandra Sagel

Referentin der Geschäftsführung

Fachverband Sucht e.V.

Walramstraße 3

53175 Bonn

Telefon: 0228/26 15 55

sucht@sucht.de www.sucht.de


Fixierung vermeiden: Personal ist der Schlüssel

 

Das Bundesverfassungsgericht hat sich gestern und heute in einer mündlichen Verhandlung mit der Frage von Zwangsmaßnahmen im Rahmen der öffentlich-rechtlichen Unterbringung befasst. Die DGPPN beteiligt sich seit vielen Jahren intensiv an der gesellschaftlichen Diskussion zu diesem Thema und begleitet aktiv die Prozesse zur Neuregelung der Psychisch-Kranken-Gesetze (PsychKGs). DGPPN-Präsident Prof. Dr. med. Arno Deister stellte die Position der Fachgesellschaft in der mündlichen Verhandlung in Karlsruhe vor. In seinem Statement wies er auf die Notwendigkeit von politischen Weichenstellungen und insbesondere auf die erforderlichen Verbesserungen in der Versorgung hin, damit Fixierungen weitestgehend verhindert werden können. Zwangsmaßnahmen müssen zukünftig bundesweit einheitlich und für alle Bereiche der Medizin erfasst werden.

„Die Fixierung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen im stationären Bereich darf nur der Abwendung von akuter Eigen- oder Fremdgefährdung dienen, wenn andere Maßnahmen, die einen geringeren menschenrechtlichen Eingriff bedeuten würden, nicht ausreichend sind. An erster Stelle muss das Bemühen stehen, dass gefährliche Situationen gar nicht erst auftreten. Zur Vermeidung und Reduzierung von Zwangsmaßnahmen ist eine qualitativ und quantitativ ausreichende Personalausstattung unverzichtbar. Wenn zu viele Patientinnen und Patienten auf zu wenig Raum mit zu geringer Personalausstattung untergebracht sind, kann dies zur Entstehung von Gewalt beitragen. Hier gilt es Abhilfe zu schaffen. Das Personal muss umfangreich in Deeskalationstechniken geschult werden. Insgesamt wirken alle Maßnahmen präventiv, die geeignet sind, das Vertrauen und die Zusammenarbeit zwischen Menschen mit psychischen Erkrankungen, Angehörigen und Professionellen zu verbessern. Dafür müssen entsprechende Rahmenbedingungen in der Psychiatrie geschaffen werden – das ist vor allem auch eine politische Aufgabe“, fordert Professor Arno Deister.

Weiterhin stellt er fest: „Die Diskussion über medizinische Maßnahmen, die bei schweren Krankheiten gegen den Willen des Patienten oder ohne seine Zustimmung erfolgen müssen, betrifft dabei die gesamte Medizin.“

Die DGPPN beteiligt sich seit vielen Jahren an diesem öffentlichen Diskurs. Aktuell wird eine wissenschaftliche S3-Leitlinie zur Vermeidung von Zwangsmaßnahmen erarbeitet, die noch in diesem Jahr veröffentlicht wird. Die Fachgesellschaft spricht sich zudem für eine weitgehende Angleichung der äußerst heterogenen Regelungen aus – denn die Gesetze zur öffentlich-rechtlichen Unterbringung sind Ländersache. Sie bringt sich deshalb aktiv in die Novellierungsprozesse der einzelnen Bundesländer ein. Um hierbei neue Impulse zu geben, hat die DGPPN ein umfangreiches Online-Informationsangebot geschaffen, das die Regelungen nebeneinanderstellt.

Mehr Informationen auf www.dgppn.de

Kontakt

DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Telefon: 030 2404772-11
pressestelle@dgppn.de


Medizinische Rehabilitation in den Koalitionsverhandlungen nicht vergessen

PRESSEMITTEILUNG

 

Berlin, 30.01.2018

 

  • Refinanzierung steigender Personalkosten für Pflegekräfte in Reha-Kliniken
  • Zugang zur Reha erleichtern: Schnittstelle zwischen Kranken- und Pflegeversicherung für Rehabilitationsleistungen beseitigen

Der BDPK appelliert an die Verhandler des Koalitionsvertrages, den Bereich der medizinischen Rehabilitation stärker in den Fokus zu nehmen.

Bei den laufenden Koalitionsverhandlungen haben CDU, CSU und SPD die deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege in Krankenhäusern und Seniorenpflegeheimen auf der Agenda. In diesem Zusammenhang ist es dringend geboten, Möglichkeiten zur Refinanzierung der stark steigenden Personalkosten in den Bereichen Pflege, Ärzte und Therapeuten zu schaffen.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand, sagt BDPK-Hauptgeschäftsführer Thomas Bublitz: „Mit Sicherheit wird sich die geplante Anhebung der Gehälter auf das Gehaltsniveau im Bereich der medizinischen Rehabilitationskliniken auswirken. Geschieht das nicht, wechseln die qualifizierten Pflegekräfte aus den Reha-Kliniken in die besser bezahlten Beschäftigungsverhältnisse von Krankenhäusern und Pflegeheimen. Das darf nicht passieren, sonst ist die Versorgung der Patienten in den Reha-Kliniken ernsthaft gefährdet.“ Eine Refinanzierung deutlich steigender Gehaltskosten in der Rehabilitation ist derzeit nur zu geringem Teil im Rahmen der sogenannten Grundlohnrate möglich.

Die Mitgliedsunternehmen des BDPK und seine Landesverbände begrüßen zudem den im Sondierungspapier von Union und SPD vorgelegten Beschluss, die Situation der pflegenden Angehörigen zu verbessern und ihnen den Zugang zu Rehabilitationsleistungen zu erleichtern.

Zusätzlich dazu besteht jedoch nach wie vor ein dringender gesundheitspolitischer Handlungsbedarf, um den von Pflegebedürftigkeit bedrohten Menschen einen bedarfsgerechten Zugang zur Rehabilitation zu ermöglichen. „Dieses Thema war bereits Gegenstand des Koalitionsvertrages 2013. An dem dort aufgeführten Schnittstellenproblem wurde trotz der Pflegereform-Gesetze I-III nicht wirklich etwas verändert. Geregelt wurde lediglich, dass nun im Rahmen der Pflegebegutachtung eine regelhafte Bewertung möglicher Rehabilitationspotentiale erfolgen soll,“ so Thomas Bublitz. Trotz aller erreichten Verbesserungen werden rehabilitative Potentiale zur Vermeidung bzw. Verschiebung von Pflegebedürftigkeit noch immer nicht frühzeitig durch die Einleitung notwendiger Rehabilitationsleistungen genutzt.

Um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, müssen Antworten auf Fragen zum bedarfsgerechten und frühzeitigen Zugang zu Reha-Leistungen in der kommenden Legislaturperiode gefunden werden.

Ihr Ansprechpartner:
Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30
presse@bdpk.de
http://www.bdpk.de

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Als deutschlandweit agierender Spitzenverband setzt er sich für eine qualitativ hochwertige, innovative und wirtschaftliche Patientenversorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken ein.

Nähere Informationen: http://www.bdpk.de


Krank zur Arbeit – „Präsentismus“ in Deutschland

Hamburg (ots)

   - Jeder vierte Arbeitnehmer war 2017 länger als elf Tage krank
   - 22 Prozent fehlten im vergangenen Jahr länger als zwei Wochen
   - 54 Prozent aller Arbeitnehmer hatten keinen einzigen Fehltag

Das Phänomen heißt Präsentismus, wird schon länger erforscht und bezeichnet die Neigung der Arbeitnehmer, auch krank zur Arbeit zu gehen. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des TV-Senders „health tv“ hat ergeben, dass 61 Prozent der Befragten in den letzten zwölf Monaten krank an ihrem Arbeitsplatz erschienen sind – und das über einen Zeitraum von einem Tag bis zu mehr als drei Wochen.

Sie haben Erkältungen und Erkrankungen der Atemwege (69 Prozent), leiden unter starken Rückenschmerzen (38 Prozent) oder unter psychischen Problemen wie Überlastung oder einem Stimmungstief (28 Prozent). Eigentlich müssten Arbeitnehmer in diesen Fällen zuhause bleiben oder ihren Hausarzt konsultieren und sich krankschreiben lassen. Doch 61 Prozent der Deutschen geht auch krank zur Arbeit. „Diese Art von „Präsentismus“ in den Betrieben ist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer sehr gefährlich. Unter Umständen macht sich der Arbeitgeber sogar strafbar, wenn er seiner Sorgfaltspflicht nicht nachkommt und den kranken Mitarbeiter nicht nach Hause schickt.“ sagt Axel Link, Chefredakteur von health tv.

Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) ist im Jahr länger als elf Tage krank im Job – mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen für den Betrieb oder seine Gesundheit. Besonders auffällig ist die Gruppe der unter 30-Jährigen. In dieser Altersgruppe gehen 40 Prozent mit psychischen Problemen zur Arbeit, 28 Prozent halten auch Schweißausbrüche, Schwindelgefühle oder Kreislaufprobleme nicht davon ab, ihrem Job nachzugehen.

„Präsentismus“ ist dabei eher ein Männer-Phänomen. Laut Studie sind sie durchschnittlich zehn Tage krank im Job, während es bei Frauen lediglich 6,5 Tage sind.

„Die Kollegen können sich anstecken, das Unternehmen muss möglicherweise mit Fehlern kämpfen, die einem kranken Mitarbeiter überdurchschnittlich oft passieren können. Unter „Präsentismus“, so heißt das Phänomen, krank zur Arbeit zu kommen, leiden am Ende alle“, sagt Link. Die Gruppe der über 60-Jährigen scheint da noch am vernünftigsten zu handeln, 52 Prozent der Befragten bleibt lieber zuhause oder lässt sich krankschreiben, wenn es ihnen nicht gut geht.

Insgesamt haben sich die Arbeitnehmer in Deutschland in den letzten 12 Monaten durchschnittlich 9,2 Tage krankschreiben lassen. 22 Prozent fielen mehr als elf Tage aus. Doch mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent), war laut Studie nicht einen einzigen Tag krank. Besonders fit sind die Altersgruppen der 50- bis 59-Jährigen sowie der über 60-Jährigen. 60 Prozent bzw. 72 Prozent waren das gesamte Jahr über gesund. Den höchsten Krankenstand aller befragten Altersgruppen weisen die 18- bis 29-Jährigen auf. Nur 38 Prozent konnten das gesamte Jahr ohne einen Fehltag durcharbeiten.

Über die Studie:

Die Studie „Gesundheitskompetenz der Deutschen“ stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung dar. Dazu wurden bundesweit 1000 Personen im Alter ab 18 Jahren online befragt sowie zusätzlich jeweils 200 Personen aus den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Die Befragung wurde im Zeitraum Oktober bis November 2017 vom Marktforschungsinstitut ToLuna Germany GmbH durchgeführt.

Über health tv:

health tv ist der neue bundesweite private Fernseh-Spartensender für gesundes Leben. In Zeiten von Informationsüberflutung, hoher Komplexität und ‚Dr. Google‘ will der Sender allgemeinverständlich und kompetent über Gesundheit, Ernährung, Wohlbefinden und Medizin informieren. health tv nimmt sich die Zeit, Dinge ausführlich zu erklären und aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten – aus der Sicht von Forschung und Technik, aus dem medizinischen Alltag in Klinik und Praxis sowie aus Sicht von Betroffenen.

Pressekontakt:

German health tv GmbH
Anja Gerloff-Goy
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zippelhaus 5
20457 Hamburg
Tel: (040) 30 70 85 60
E-Mail: a.gerloffgoy@healthtv.de
www.healthtv.de


Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert zum Thema Krebsprävention

Bewegung hilft: „Wir können. Ich kann.“

Bonn (ots) – Der Weltkrebstag am 4. Februar steht unter dem Motto „Wir können. Ich kann“. Die Deutsche Krebshilfe nimmt den Tag zum Anlass, um die Öffentlichkeit für das Thema Prävention zu sensibilisieren. „Insbesondere Bewegung kann das eigene Krebsrisiko senken“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Bei Krebspatienten kann Sport und Bewegung zudem Nebenwirkungen reduzieren. Die Organisation bietet hierzu, aber auch zu anderen wichtigen Präventionsthemen, kostenlose Infomaterialien und berät über ihren telefonischen Informations- und Beratungsdienst, das INFONETZ KREBS.

In Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs. Experten schätzen, dass etwa die Hälfte aller Krebsfälle durch einen gesünderen Lebensstil vermeidbar wäre. Beispielsweise senkt regelmäßige Bewegung das Risiko für mindestens 13 Krebsarten. Es ist wissenschaftlich erwiesen: Körperlich aktive Menschen erkranken nachweislich seltener an Tumoren des Darms, der Brust oder der Gebärmutterschleimhaut. So sinkt das Risiko für Darm- und Brustkrebs um etwa 20 bis 30 Prozent, wenn die Menschen sich an mindestens fünf Tagen pro Woche mindestens 30 Minuten bewegen und dabei etwas ins Schwitzen kommen. So wird der Stoffwechsel aktiviert, was wiederum das Immunsystem stärkt. Darüber hinaus hemmen Bewegung und Sport entzündliche Prozesse im Organismus und erleichtern die Gewichtskontrolle.

Für die Deutsche Krebshilfe ist es daher ein wichtiges Anliegen, die Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren. „Es lohnt sich, seinen Körper bewegungsreich zu fordern – für die eigene Gesundheit und ein vermindertes Krebsrisiko. Zudem pflegen Menschen, die gerne und viel körperlich aktiv sind, oft einen gesünderen Lebensstil als Bewegungsmuffel“, betont Gerd Nettekoven.

Wer seinen Alltag bewegungsreicher gestalten möchte, erhält Tipps und Anleitungen in dem Präventionsratgeber der Deutschen Krebshilfe „Schritt für Schritt. Mehr Bewegung – Weniger Krebsrisiko“. Dieser kann kostenfrei bestellt werden unter www.krebshilfe.de/infomaterial

Im Rahmen der gemeinsamen Präventionsinitiative „Bewegung gegen Krebs“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der Deutschen Sporthochschule Köln und der Deutschen Krebshilfe erhalten Interessierte einfache Tipps und Hilfen für die ersten Schritte hin zu mehr Bewegung. Zusätzlich ist der Aspekt „Sport und Bewegungstherapie in der Krebsnachsorge“ Teil dieses Projekts, der auch vom Deutschen Behindertenverband mitgetragen wird.

Sportliche Aktivität kann nicht nur das Krebsrisiko senken, sondern auch Krebspatienten während der Therapie unterstützen. Mittlerweile gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Bewegung und Sport den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. So werden die Lebensqualität erhöht und die Nebenwirkungen verringert.

Unterstützt wird die Deutschen Krebshilfe bei ihren Initiativen von Prominenten wie Heiko Herrlich, ehemaliger Fußballprofi und heute Bundesligatrainer, oder Antje Möldner-Schmidt, Leichtathletin und Gewinnerin des Europameistertitels 2014 im 3.000-Meter Hindernislauf. Beide wissen als ehemalige Betroffene um die zentrale Bedeutung von Sport und Bewegung während und nach der Krebstherapie.

Krebspatienten finden hilfreiche Anregungen in dem Flyer „Bewegungstherapie und Sportangebote in der Nachsorge. Beides kann ebenfalls kostenfrei bestellt werden unter www.krebshilfe.de/infomaterial Eine persönliche Beratung bietet der Informations- und Beratungsdienst der Deutschen Krebshilfe INFONETZ KREBS unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 80708877.

LINKS

>www.krebshilfe.de 
>www.bewegung-gegen-krebs.de 
>www.worldcancerday.org

Interviewpartner auf Anfrage!

Pressekontakt:

Deutsche Krebshilfe
Pressestelle
Buschstr. 32
53113 Bonn
Telefon: 02 28/7 29 90-96
E-Mail: presse@krebshilfe.de
Internet: www.krebshilfe.de


High-Tech und solides Handwerk

Die Azubis der Therapiedienste Volmarstein haben einen Job mit Zukunft. (von links Alexander Schmidtke, Nico Oberste-Vorth, Robin Dinc, Laura Engberg und Markus Malcher, Ausbilder und Orthopädietechnikermeister)

„Ich möchte mit Menschen arbeiten, nicht nur mit Maschinen“, sagt Robin Dinc. „Menschen bedanken sich“. Der 20-Jährige ist einer der fünf neuen Azubis bei den Therapiediensten Volmarstein, der letztes Jahr eingestellt wurden. Er macht eine Ausbildung zum Orthopädiemechaniker. Klingt das angestaubt für einen jungen Menschen? „Auf den ersten Blick vielleicht“, meint Laura Engbert, Auszubildende der Orthopädie-Schuhtechnik. „Aber das ist ein Beruf mit Zukunft und er ist unglaublich vielseitig.“

Ob Orthopädiemechaniker oder Orthopädie-Schumacher – beide Berufe sind geprägt von High-Tech, solidem Handwerk und individueller Beratung und Hilfsmittelversorgung. Azubi Alexander Schmidtke lebt selbst mit einer Unterschenkelprothese. Daher weiß er, wovon er redet, wenn er sagt: „Jeder Fall ist anders und die persönliche Beratung und Begleitung ganz wichtig.“

In der praktischen Ausbildung werden die neuen Nachwuchskräfte alle Werkstätten und Abteilungen des Hilfsmittelkompetenzzentrums (HKV) kennenlernen. „Sie sind im richtigen Unternehmen angekommen“. ist Markus Malcher, Orthopädietechnikermeister überzeugt. Denn die Vielfalt und Verzahnung in unserer Stiftung ist für die Auszubildenden schon etwas besonderes: Die Versorgung von Menschen mit Handicap, die Dienstleistungen in den Bereichen Rehabilitation, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Prävention und Sport sowie Orthopädietechnik, Orthopädie-Schuhtechnik und Rehatechnik – das ist schon ein sehr großes Aufgabenfeld und eine umfassende Versorgung aus einer Hand. Insgesamt beschäftigt die TDV sieben Auszubildende und hält zusammen mit dem Berufsbildungswerk Volmarstein stets Ausschau nach neuen Auszubildenden.

Bewerbungen werden jederzeit entgegen genommen. Mail: bewerbung@esv.de .

Weitere Informationen gibt’s im Internet unter www.td-volmarstein.de.

Kontakt:

Therapiedienste Volmarstein GmbH

Lothar-Gau-Str. 11, 58300 Wetter

Telefon 02335 / 639-4907

www.td-volmarstein.de


GMFM-Fortbildung am 9./10. November in der Helios Klinik Hattingen

Das neuropädiatrische Team der Helios Klinik Hattingen lädt Sie herzlich zur GMFM-Fortbildung am 09./10. November 2018 ein.

Die Effektivität diagnostischer und therapeutischer Methoden im Kinder- und Jugendbereich nachzuweisen, wird heute als selbstverständlich und notwendig vorausgesetzt. Dazu stehen viele Evaluationsinstrumente zur Verfügung. Jedoch sind es nur wenige, mit denen wirklich verlässliche Aussagen über die Effektivität einer Methode möglich sind. Die bestechende Stärke der GMFM liegt in ihrer Praxisorientiertheit und in ihrer Validität der Bewertungen.

Die Gross Motor Function Measure (GMFM)

Die GMFM ist ein Instrument, mit dem Veränderungen der körpermotorischen Fähigkeiten bei Kindern mit Cerebralparese gemessen werden können. Anhand der Testergebnisse kann der therapeutische Erfolg objektiv erfasst und gegebenenfalls die therapeutische Strategie optimiert werden. Das Verfahren misst vor allem die Quantität, weniger die Qualität motorischer Fähigkeiten von Kindern mit Bewegungsstörungen.

Ebenfalls Gegenstand dieses Kurses ist das Gross Motor Function Classification System (GMFCS), eine altersabhängige Klassifikation. Anhand dieser Klassifikation lässt sich die Prognose der körpermotorischen Fähigkeiten bei Kindern mit Cerebralparese abschätzen.

Der angebotene Kurs endet mit der Durchführung eines Kriterien-Tests; bei erfolgreicher Durchführung erhält der Teilnehmer ein Zertifikat.

Kursleitung

U. Michaelis, S. Stein, Physiotherapeutinnen des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin Freiburg, Universitätsklinikum Freiburg

Die kursleitenden Physiotherapeutinnen Frau Stein und Frau Michaelis haben das System bei den Entwicklern der GMFM an der McMaster University in Kanada die GMFM erlernt und waren an der autorisierten Übersetzung des GMFM Handbuches maßgeblich beteiligt.

Leistung

  • zweitägiger GMFM-Kurs mit Videoanschauungsmaterial und Durchführung der GMFM an zwei Kindern mit Cerebralparese; Kriterientest
  • Arbeitsmaterial (inklusiv): GMFM-Handbuch, Bewertungsbögen und Faltblatt zum Gross Motor Function Classification System
  • detaillierte Auswertung des GMFM-Kriterien-Testes an jeden einzelnen Teilnehmer

Zielgruppe

Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Heilpädagogen und Ärzte
max. 25. Teilnehmer

Termin

Freitag, 9.11.2018, von 09:00 bis ca. 17:00 Uhr
Samstag, 10.11.2018, von 09:00 bis ca. 15:00 Uhr

Fortbildungsgebühr

390,00 € pro Teilnehmer, inkl.

  • Arbeitsmaterial, Kriterien-Testauswertung
  • Tagesverpflegung an beiden Kurstagen
  • Abendprogramm am Freitag: Altstadtführung mit gemeinsamem Imbiss (18:00 – ca. 21:00 Uhr)

Veranstaltungsort

Helios Klinik Hattingen
Am Hagen 20
45527 Hattingen

Übernachtung

Falls Sie eine Übernachtungsmöglichkeit benötigen:

Das Hotel „An de Krüpe“ liegt in unmittelbarer Nähe zur Klinik und ist fußläufig in fünf Minuten erreichbar. Kosten pro Nacht: Einzelzimmer 75,- € inkl. Frühstück, Doppelzimmer 95,- € inkl. Frühstück (Stand Datum der Einladung).

Hotel An de Krüpe
Dorfstraße 27
45527 Hattingen
Telefon 02324 93350
info@hotel-kruepe.de

Weitere Übernachtungsmöglichkeiten unter: www.hattingen-marketing.de

Noch Fragen?

Team Neuropädiatrie (Montag-Freitag 9:00 bis 14:00 Uhr):

Elke Hüttemann: 02324 966852
Kerstin Mauß: 02324 966812
kerstin.mauss@helios-gesundheit.de

Inhaltliche Fragen zur Fortbildung

Leitung Physiotherapie
Reinert Volpers: 02324 966764
reinert.volpers@helios-gesundheit.de

Anmeldung bis 30.09.2018

schriftlich, per Fax oder Mail

Helios Klinik Hattingen
Frau Mauß/Frau Hüttemann
Am Hagen 20
45527 Hattingen
Fax 02324 966816
kerstin.mauss@helios-gesundheit.de

Download Anmeldeformular

Bezahlung

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung und die Rechnung über die Fortbildungsgebühren.

Stornieren

Wenn Sie Ihre Teilnahme stornieren, müssen wir Ihnen folgende Kosten in Rechnung stellen:

Absage bis 30.09.2018: 20,- €
Absage bis 28.10.2018: 50,- €
Absage ab 29.10.2018: Fortbildungsgebühr in voller Höhe

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. 15 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios.

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 3,9 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 43 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden in Spanien über 9,7 Millionen Patienten behandelt, davon 9,4 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

Helios und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.
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Helios Rehakliniken GmbH
c/o Helios Klinik Hattingen

Volker Martin
Unternehmenskommunikation & Marketing

Tel.: +49 2324 966-731
Mobil: +49 1525 477 85 26
Fax: +49 2324 966-716

Am Hagen 20 – 45527 Hattingen
www.helios-gesundheit.de


Prävention wird auch für Rentenversicherung immer wichtiger

Karl Schiewerling Foto: DRV Westfalen

– Karl Schiewerling spricht vor NRW-Forschungsverbund Reha-Wissenschaften
– Tagung in Münster bei der DRV Westfalen
– Erhöhter Präventionsbedarf durch starke Veränderung in Arbeitswelt und Privatleben

Karl Schiewerling  Foto: DRV Westfalen

Karl Schiewerling, Vorsitzende der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen. Foto: DRV Westfalen

„Die Prioritäten haben sich für die Rentenversicherung erweitert. Es muss jetzt klar heißen `Prävention vor Rehabilitation vor Rente´“, betonte Karl Schiewerling in Münster. Der Vorsitzende der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen und frühere Sozialpolitiker skizzierte die veränderte Aufgabenstellung durch Prävention und Reha bei der Jahrestagung des nordrhein-westfälischen Forschungsverbundes Rehabilitationswissenschaften.  „Die Prävention wird zunehmend einen stärkeren Stellenwert in und für die gesetzliche Rentenversicherung haben. Dabei wird die Rentenversicherung künftig eine noch aktivere Rolle einnehmen müssen. Zum einen wird sie für den Bereich der Prävention in der Gesellschaft mehr Verantwortung übernehmen, zum anderen wird sie die Gestaltung von Prävention vorantreiben“, verdeutlichte Schiewerling die Zukunftsaufgaben für die Rentenversicherung bei der Tagung des Reha-Forschungsverbundes.

Zum NRW-Forschungsverbund, der unter Vorsitz von Prof. Dr. Bernhard Greitemann in Münster tagte, gehören Rehabilitationswissenschaftler, Reha-Mediziner sowie Klinken, Forschungseinrichtungen – u.a. die Uni Klinik Münster – und Sozialversicherungsträger. Die Tagung der Reha-Forscher bei der Rentenversicherung Westfalen stand unter dem Motto „Strategie der Zukunft: Traumatologie und Rehabilitation.“

Für die Rentenversicherung verwies Karl Schiewerling in seinem Beitrag darauf, dass der Erhalt der Erwerbsfähigkeit der Arbeitnehmer durch Veränderungen in  der Arbeitswelt sowie auch in der privaten Lebenswelt vor großen Herausforderungen stehe. Im Kern ging es ihm einerseits um die Auswirkungen des Strukturwandels von der Industrie- zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft. „Die Digitalisierung, Veränderungen der Arbeitsstrukturen sowie eine zunehmende Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse, Arbeitszeiten und Arbeitsorte führen zu neuen, erheblichen Belastungen für die Arbeitnehmer. Belastungen, die enorme Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit der Arbeitnehmer haben können“, wie der frühere Bundespolitiker auch mit einigen Praxisbeispielen belegte.  Schiewerling machte aber nicht allein die veränderte Arbeitswelt für diese Entwicklung verantwortlich: „Die Leistungsfähigkeit der Menschen wird zunehmend auch durch weitreichende Veränderungen im Privatleben und in Alltagsituationen beeinflusst. Überdies kommt es zwischen den Lebensbereichen Arbeit und Freizeit zu negativen Wechselwirkungen, die Belastungen erheblich verstärken können“, fasste Schiewerling zusammen.

Angesichts dieser Entwicklung stiegen Aufgabenstellung und Notwendigkeit für Prävention stetig und steil an. „Antworten wird darauf die Rentenversicherung durch Angebote neuer und erweiterter Präventions- und Reha-Konzepte geben“, sagte Schiewerling. Er machte jedoch auch ebenso deutlich eine entscheidende Einschränkung: Allein leisten könne die Rentenversicherung diese Aufgabenstellung nicht! „Der Einzelne selbst sowie die Gesellschaft müssen mehr Verantwortung für die Gesundheit übernehmen“, forderte Karl Schiewerling. Die Rentenversicherung könne dabei Hilfestellungen geben, damit diese Eigenverantwortung auch in der Praxis durch den einzelnen geleistet und gelebt werden könne.
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