Dienstag, Dezember 19th, 2017

 

104. Jahrestagung des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe am 21./22. März 2018 in Berlin

21. März 2018bis22. März 2018

Sex, Drogen und Internet – um diese Themen geht es bei der 104. Wissenschaftlichen Jahrestagung des buss – schwerpunktmäßig allerdings in umgekehrter Reihenfolge! Die Veranstaltung trägt den Titel „Suchtarbeit 4.0“. Im Mittelpunkt stehen die Digitalisierung und Vernetzung der Arbeitswelt und des Gesundheitswesens.

Mit dem Internet der Dinge, Industrie 4.0 oder Smart Home hat die Digitalisierung längst Einzug in das Alltags- und Arbeitsleben gehalten. Im Gesundheitsbereich schreitet die Entwicklung internetbasierter Interventionen bei der Behandlung psychischer Störungen mit großen Schritten voran. Zwei Plenumsvorträge stellen diese Entwicklungen dar. Anschließend wird die Suchthilfe unter die Lupe genommen. Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Arbeit in den Einrichtungen, auf organisatorische Abläufe sowie Inhalte und Ausrichtung der Therapie? Zentral ist die Frage: Was kann und muss die Suchthilfe tun, um den Zug der Digitalisierung nicht zu verpassen, sondern diese für sich zu nutzen?

Ein weiterer Vortrag bringt Licht ins Dunkel des abseitigen Bereichs des Internets und berichtet über das Dark Net. Auf therapeutische Fragen lenkt der Vortrag „Wirksamkeit von Pharmakotherapie und Psychotherapie“ den Blick. Am Ende setzen sich Expert/innen und Teilnehmer/innen unter dem Titel „Qualitätsverunsicherung“ in einer gemeinsamen Diskussion mit den Folgen der zunehmenden Regulierung der Arbeit in Suchtfachkliniken auseinander.

Sex („Die Themen Liebe und Sexualität in der Suchttherapie“) und Drogen („Steigende Zahl der Drogentoten und veränderte Konsummuster“) sind Inhalte der Arbeitsgruppen. Weitere Themen sind u. a.: suchtstoffübergreifende Behandlung, komorbide Störungen sowie Angehörigenarbeit und Paartherapie.

Programm und Anmeldung finden Sie auf www.suchthilfe.de

 

104. Wissenschaftliche Jahrestagung des buss „Suchttherapie 4.0“ Mittwoch, 21. März 2018 (Beginn 13.00 Uhr) bis Donnerstag, 22. März 2018 (Ende 13.00 Uhr) Hotel Aquino, Tagungszentrum Katholische Akademie, Berlin

 

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Heilmittelbericht 2017: Frauen häufiger in physiotherapeutischer Behandlung als Männer

Übung zur Rumpfstabilisierung bei der Physiotherapie. Quellenangabe: "obs/Wissenschaftliches Institut der AOK/AOK-Mediendienst"

Übung zur Rumpfstabilisierung bei der Physiotherapie. Quellenangabe: "obs/Wissenschaftliches Institut der AOK/AOK-Mediendienst"

Übung zur Rumpfstabilisierung bei der Physiotherapie. Quellenangabe: “obs/Wissenschaftliches Institut der AOK/AOK-Mediendienst”

Berlin (ots) – Rund 4,5 Millionen AOK-Versicherte haben 2016 eine Physiotherapie erhalten. Dabei liegt die Behandlungsrate der Frauen deutlich über der der Männer: 21,4 Prozent der AOK-versicherten Frauen nutzten eine Physiotherapie, aber nur 13,4 Prozent der Männer, wie der aktuelle Heilmittelbericht 2017 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt. “Frauen haben zwar objektiv eine höhere Lebenserwartung als Männer, sie schätzen ihren Gesundheitszustand aber subjektiv schlechter ein, gehen häufiger zum Arzt und nehmen auch Physiotherapien entsprechend öfter in Anspruch, und zwar über alle Altersgruppen hinweg”, sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.

GKV-weit haben die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte im vergangenen Jahr 44 Millionen Verordnungen für Heilmitteltherapien ausgestellt, davon 15,8 Millionen an AOK-Versicherte. Von den 5,06 Millionen AOK-Versicherten, die 2016 eine Heilmitteltherapie verordnet bekamen, wurden gut 88 Prozent mit einer Physiotherapie behandelt. Das sind 17,5 Prozent der AOK-Versicherten. Sprachtherapie (6 Prozent), Ergotherapie (6,6 Prozent) oder podologische Behandlung (7,4 Prozent) konzentrieren sich sehr stark auf wenige Altersgruppen und haben damit einen geringeren Verbreitungsgrad, wenn alle Versicherten betrachtet werden.

Nicht ganz zwei Drittel der AOK-Heilmittelpatienten mit Physiotherapie waren weiblich (63 Prozent). In diesem Bereich zeigt sich der deutlichste Unterschied zwischen den Geschlechtern in der Gruppe der 50- bis 54-Jährigen: Während 28,6 Prozent der Frauen physiotherapeutisch versorgt wurden, waren es bei den Männern nur 17 Prozent.

“Für die zwischen den Geschlechtern unterschiedliche Inanspruchnahme von Heilmitteltherapien spielen unter anderem biologische Faktoren, unterschiedliche Gesundheitskonzepte und Unterschiede im Gesundheitsverhalten von Männern und Frauen eine Rolle. Aber auch psychosoziale Einflussfaktoren sowie geschlechtsspezifische Lebenslagen können mit dafür verantwortlich gemacht werden”, so Helmut Schröder.

Die mit großem Abstand häufigste Diagnose bei einer physiotherapeutischen Verordnung waren 2016 unspezifische Rückenschmerzen. Bei fast jedem dritten physiotherapeutischen Patienten (31,5 Prozent) waren sie der Anlass für eine Behandlung. Dazu kommen weitere 7,8 Prozent der Physiotherapiepatienten mit der Diagnose “Sonstige Krankheiten der Wirbelsäule”. Behandelt wird im Rahmen der Physiotherapie am häufigsten mit Krankengymnastik sowie Manueller Therapie.

Für den Heilmittelbericht 2017 hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) die über 37,4 Millionen Heilmittelrezepte analysiert, die im Jahr 2016 für die rund 71,4 Millionen GKV-Versicherten ausgestellt wurden.

Hinweis an die Redaktionen: Den vollständigen Bericht finden Sie online auf http://www.wido.de/heilmittel_2017.html.

Pressekontakt:

Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)
Christine Göpner-Reinecke
Tel.: 030/34646-2298
Fax.: 030/34646-332298
E-Mail: presse@wido.bv.aok.de

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