Montag, Dezember 11th, 2017

 

Gelenkerkrankungen besser behandeln: MEDIAN Kliniken beteiligen sich an PROMISE-Projekt

Wiesbaden, 11.12.2017

 

Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Mainz will Versorgungsqualität bei Hüft- und Knieendoprothesen optimieren / MEDIAN Kliniken in Wiesbaden und Bad Rappenau als stationäre Reha-Kliniken eingebunden / MEDIAN-App unterstützt die Kontrolle des Behandlungsablaufs

: Gruppenbild bei der Kick-off-Veranstaltung Anfang Dezember in Mainz mit Staatssekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro, Pflegevorstand Marion Hahn, dem Vorstandsvorsitzenden und Medizinischen Vorstand Univ.-Prof. Dr. med. Norbert Pfeiffer und Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, Leiter der Orthopädie und Rheumaorthopädie der Universitätsmedizin Mainz, als Initiator, Leiter und Antragsteller des PROMISE-Projektes. Links im Bild: Mitinitiator Dr. med. Johannes Schröter. Quelle: Peter Pulkowski (Universitätsmedizin Mainz)

Gruppenbild bei der Kick-off-Veranstaltung Anfang Dezember in Mainz mit Staatssekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro, Pflegevorstand Marion Hahn, dem Vorstandsvorsitzenden und Medizinischen Vorstand Univ.-Prof. Dr. med. Norbert Pfeiffer und Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, Leiter der Orthopädie und Rheumaorthopädie der Universitätsmedizin Mainz, als Initiator, Leiter und Antragsteller des PROMISE-Projektes. Links im Bild: Mitinitiator Dr. med. Johannes Schröter. Quelle: Peter Pulkowski (Universitätsmedizin Mainz)

Sie gehören zu den 20 häufigsten Operationen in Deutschland: Hüft- und Kniegelenkprothesen. Insgesamt 420.000 Mal wurde 2016 ein künstliches Gelenk eingesetzt. Durchschnittlich rund zwölf Tage müssen Patienten bisher warten, bis sie das Krankenhaus verlassen können. Das soll jetzt besser werden. Anfang Dezember ist dazu an der Universitätsmedizin Mainz das Projekt PROMISE (PROzessoptiMIerung durch interdisziplinäre und SEktorenübergreifende Versorgung bei Patienten mit Hüft- und Knieendoprothesen) gestartet worden. Sein Ziel ist es, angesichts des demographischen Wandels und steigender Fallzahlen, den kompletten Behandlungsweg zu verbessern und für einen optimierten und standardisierten Gesamtversorgungsprozess einen Best-Practice-Leitfaden zu entwickeln. Diesen sollen dann regionale und überregionale Krankenhäuser der Regelversorgung nutzen können.

Millionen-Projekt mit breiter Beteiligung

5,1 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds stellt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) für das Forschungsvorhaben zur Verfügung. Insgesamt werden 16 Kooperationspartner und 5.000 Patienten am Projekt beteiligt sein. Initiator, Leiter und Antragsteller des Projektes ist Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, Leiter der Orthopädie und Rheumaorthopädie der Universitätsmedizin Mainz. Wichtiger Partner im Projekt sind die MEDIAN Kliniken. „Wir sind mit drei Kliniken in das Projekt eingebunden“, erklärt Dr. med. Johannes Schröter, Mitinitiator von PROMISE, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Orthopädie an der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal in Wiesbaden. „Die MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik in Wiesbaden und die MEDIAN Vesalius-Klinik in Bad Rappenau sind als stationäre Reha-Kliniken eingebunden, von der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal aus werden die Aktivitäten bei MEDIAN koordiniert. Dazu haben wir eigens zwei Drittmittel-Stellen eingerichtet.“ Wesentliche Aufgabe der Kliniken ist es, zusammen mit den operierenden Ärzten und Akuthäusern in Wiesbaden, Mainz und Bad Rappenau, den Behandlungsverlauf nach der Operation in der Reha anzupassen. „Die Patienten sollen künftig nach der OP früher mobilisiert werden, um schneller zu genesen. In der Rehabilitation wollen wir den Patienten zudem eine aktivere Rolle im Behandlungsprozess zukommen lassen“, so Dr. Schröter.

Behandlung wird digital dokumentiert

Dabei wird auch eine von MEDIAN entwickelte APP zum Einsatz kommen, die die Gesamtdaten des Behandlungsverlaufs automatisiert erfassen und den Patienten via Tablet-PC oder Smartphone bei seinem Klinikaufenthalt begleiten und informieren soll. „Wir sind als Projektpartner nicht nur aufgrund unserer großen Erfahrung mit Endoprothetik-Patienten ausgewählt worden, sondern auch, weil wir in der Lage sind, das Projekt mit einer modernen digitalen Infrastruktur zu unterstützen“, so Dr. Schröter weiter. MEDIAN hat im vergangenen Jahr damit begonnen, seine Kliniken systematisch mit einem flächendeckenden W-LAN-Netz auszurüsten, um Patienten in Zukunft digital durch die Therapie zu begleiten und Behandlungsprozesse optimieren zu können.

Erste Ergebnisse sind vielversprechend

Arbeiten künftig bei PROMISE eng zusammen: (v.l.) Dr. med. Johannes Schröter (Chefarzt Orthopädie der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal), Dr. Thomas Frey (Projekt-Koordinator bei MEDIAN) Dr. Ulrich Betz (Leiter des Instituts für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation der Universitätsmedizin Mainz), Birgit Ayosso (Chefärztin der MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik), Theresa Liebenthal (Leiterin der Physiotherapie der der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal)

Arbeiten künftig bei PROMISE eng zusammen: (v.l.) Dr. med. Johannes Schröter (Chefarzt Orthopädie der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal), Dr. Thomas Frey (Projekt-Koordinator bei MEDIAN) Dr. Ulrich Betz (Leiter des Instituts für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation der Universitätsmedizin Mainz), Birgit Ayosso (Chefärztin der MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik), Theresa Liebenthal (Leiterin der Physiotherapie der der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal)

In drei Jahren – so das Ziel – sollen erste Ergebnisse von PROMISE vorliegen. An der Universitätsmedizin Mainz ist man diesbezüglich optimistisch. So konnte im Rahmen eines bereits 2015 gestarteten Programms die Verweildauer der Patienten, die eine Knieprothese erhalten hatten, von durchschnittlich 12,45 Tagen auf 7,73 Tage gesenkt werden. Auch nach dem Einsatz einer Hüftprothese verweilten die Patienten im Durchschnitt nur noch 6,5 Tage in der Klinik statt der bislang rund 11 Tage. Neben der Fortführung dieser Vorläuferstudie soll im Rahmen von PROMISE nun ein Best Practice-Leitfaden entstehen, nach dem regionale und überregionale Krankenhäuser der Regelversorgung ihre Behandlung ausrichten können. So sollen unter anderem beim Gelenkersatz neuartige schonendere chirurgische Verfahren zum Einsatz kommen, um Komplikationen weitgehend zu vermeiden, die Versorgungsqualität zu verbessern und den Genesungsverlaufs deutlich zu beschleunigen.

 

Pressekontakt Universitätsmedizin Mainz

Universitätsmedizin Mainz
Stabsstelle Unternehmenskommunikation
Oliver Kreft
Telefon 06131 17-7424,
Fax 06131 17-3496,
E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de

 

Kontakt und Nachfragen MEDIAN:

MEDIAN Rehaklinik Aukammtal
Dr. med. Johannes Schröter
Ärztlicher Direktor und Chefarzt Orthopädie
Leibnizstr. 25
65191 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 571 750 Fax: 0611 / 571 140
E-Mail: johannes.schroeter@median-kliniken.de

www.median-kliniken.de

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Qualität zahlt sich aus – BFW Leipzig rezertifiziert

© Certqua
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Das Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) ist erneut nach der DIN/EN/ISO 9001:2015 durch die CERTQUA zertifiziert worden. Das Gütesiegel ist Ausdruck für die Qualität, die im Bereich der Umschulungen geleistet wird. Dadurch zeichnet sich das BFW Leipzig als zuverlässiger Bildungspartner aus.

Die gewachsenen Anforderungen in der Wirtschaft haben in den vergangenen Jahren auch die Anforderungen an das BFW Leipzig als Bildungsträger erhöht. Die Teilnehmer und Partner der Bildungseinrichtung erwarten daher, auf diese neuen Anforderungen schnell und flexibel zu reagieren, um im Wettbewerb mit anderen Dienstleistern aus dem Bereich der Erwachsenenbildung bestehen zu können. Daher stellt sich das BFW Leipzig einer kontinuierlichen Überprüfung seiner Qualitätsmanagement-Systeme, der angebotenen Bildungsprodukte sowie der Lehr- und Lernmethoden. Die CERTQUA, die als Zertifizierungsbeauftragter hierfür fungiert, hat diese Prüfung im Frühjahr/Sommer 2017 im BFW Leipzig durchgeführt und die entsprechende Zertifizierung vorgenommen.

Das BFW Leipzig ist somit als zuverlässiger Träger nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) anerkannt. Das bedeutet, dass die entsprechenden zertifizierten Umschulungen und Maßnahmen durch die Agentur für Arbeit sowie die Jobcenter für Arbeitssuchende mit einem Bildungsgutschein belegt werden können.

Für die Teilnehmer an den einzelnen Bildungsmaßnahmen bedeutet dies, dass sie nach den neuesten Ansprüchen ihre Umschulungen absolvieren und sich anschließend als gut ausgebildete Fachkräfte bei den Unternehmen bewerben können. Die Unternehmen wiederum können sich darauf verlassen, dass die Absolventen des BFW Leipzig – nicht zuletzt durch den hohen Praxisbezug während der Umschulungen – relativ nahtlos eingesetzt werden können.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

BFW Leipzig, berufliche Rehabilitation, CERTQUA, AZAV, ISO 9001, Umschulung, Bildungsgutschein, Arbeitssuchende, Agentur für Arbeit, Jobcenter

Hintergrund

„Die ISO 9001 setzt den international anerkannten Standard für QM-Systeme mit Gültigkeit als Europäische (EN) und Deutsche Norm (DIN). Sie ist ein branchenneutraler Standard, der Ihnen die maximale Flexibilität bietet, um auch Ihre zu beachtenden betrieblichen Spezialitäten adäquat berücksichtigen zu können. Die ISO 9001 ist für Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Ausrichtung geeignet. Optimal lässt sie sich mit spezifischen Branchenstandards oder weiteren Zertifizierungen (z.B. AZAV) kombinieren.

Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt regelt die Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung – AZAV seit dem 01.04.2012 die Zulassung von Trägern und Maßnahmen. Künftig bedürfen alle Träger, die Maßnahmen der Arbeitsförderung durchführen, einer externen Zulassung durch eine Fachkundige Stelle (CERTQUA). Ziel ist es, erstens, mit der Zulassung nach AZAV die Qualität von Arbeitsmarktdienstleistungen und zweitens die Effizienz des arbeitsmarktpolitischen Fördersystems zu verbessern sowie drittens eine Vergleichbarkeit unter den Arbeitsmarktdienstleistern zu schaffen.“ Quelle: CERTQUA (www.certqua.de)

BFW Leipzig

Über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse

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Psychotherapeutenausbildung: Patientensicherheit muss an erster Stelle stehen

Die medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften DGKJP, DGPM und DGPPN machen sich für eine optimale Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen stark. Sie unterstützen daher eine Ausbildungsreform für Psychologische Psychotherapeuten grundsätzlich, lehnen den jüngst vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorgelegten Entwurf jedoch ab. Dieser gefährdet aus Sicht der Fachgesellschaften einerseits die Versorgungsqualität und somit die Patientensicherheit. Andererseits konterkariert der Entwurf die Anstrengungen in Richtung einer gestuften, vernetzten und sektorenübergreifenden Versorgung durch die geplante Schaffung von Doppelstrukturen.

Die Ausbildung von Psychologischen Psychotherapeuten soll reformiert werden. Dies ist notwendig, um das jetzige System an die Vorgaben der Bolognareform anzupassen und insbesondere um die oftmals prekäre Situation von Psychologischen Psychotherapeuten in Ausbildung zu verbessern. Nun hat das BMG einen Arbeitsentwurf für ein Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung vorgelegt, der für heftige Kontroversen sorgt. Der Entwurf sieht ein Hochschulstudium der Psychotherapie vor, das mit Approbation und Staatsexamen abschließt. Das Studium soll bereits dazu ermächtigen, u. a. gutachterliche Fragen der Arbeits- und Berufsunfähigkeit zu bearbeiten; in einem Modellstudiengang soll sogar zur Verschreibung von Psychopharmaka befähigt werden. Gleichzeitig soll die im Psychotherapeutengesetz von 1998 verankerte Pflicht der somatischen Abklärung von psychischen Symptomen durch Ärzte gänzlich gestrichen werden.

Die DGPPN bewertet das Gesetzesvorhaben in einer heute veröffentlichten Stellungnahme äußerst kritisch und sieht im Ergebnis die Patientensicherheit gefährdet: „Es scheint, als ob das BMG den ursprünglichen Anlass der Reform aus dem Blick verloren hat und hier die Grundlage für ein von der ärztlichen Versorgung vollständig getrenntes psychotherapeutisches Versorgungssystem schaffen möchte, in dem Ärzte für die Versorgung von somatischen und Psychologische Psychotherapeuten für die Versorgung von psychischen Erkrankungen zuständig wären. Derartige Vorstellungen bedeuten in der Konsequenz eine grobe Vernachlässigung somatischer Aspekte psychischer Erkrankungen und konterkarieren die großen Anstrengungen hinsichtlich einer vernetzten und sektorenübergreifenden Versorgung“, so DGPPN-Präsident Prof. Arno Deister.

Darüber hinaus fehlt es dem Arbeitsentwurf aus Sicht der medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften an einer Berücksichtigung wichtiger Weiterbildungsaspekte: „Sowohl der Status als auch die Finanzierung der Weiterbildung von Fachärzten und Psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten muss gleichartig gestaltet werden. So müssen die von den psychologischen Verbänden geforderten krankenkassenfinanzierten Weiterbildungsambulanzen entsprechend des Analogieprinzips auch für Ärzte in Weiterbildung gelten“, so Prof. Sabine C. Herpertz aus dem DGPPN-Vorstand.

In ihrer Stellungnahme plädiert die DGPPN zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) und der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) dafür, dass das BMG den ursprünglichen Anlass einer Reform – die Verbesserung der Ausbildungsqualität und eine adäquate Bezahlung von Psychologischen Psychotherapeuten in Weiterbildung – wieder in den Blick nimmt, anstatt die Abspaltung der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen aus dem medizinischen System voranzutreiben.

 

Zur Stellungnahme

 

Kontakt:

DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin

Telefon: 030 2404772-11
pressestelle@dgppn.de

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