Mittwoch, November 22nd, 2017

 

Focus-Gesundheit: Die Top-Rehakliniken Deutschlands

 

Focus-Gesundheit „Rehakliniken 2018“

Am 21. November ist Focus-Gesundheit „Rehakliniken 2018“ erschienen. Das Magazin richtet sich an Menschen, die gerade aus dem Krankenhaus entlassen wurden oder von einer schweren Erkrankung genesen. Es informiert darüber, wie Rehabilitationsmaßnahmen helfen – zum Beispiel bei Herzerkrankungen, Gelenk- und Rückenproblemen, Suchterkrankungen, Krebs oder nach Schlaganfällen. Darüber hinaus berichtet das Magazin über verschiedene Lebensgeschichten ehemaliger Reha-Patienten, neue Formen der Kur und Fortschritte in der neurologischen Reha, die Patienten mit Hirnschädigung mithilfe virtueller Realität auf ihre Rückkehr in den Alltag vorbereitet.

Die Focus-Gesundheit Rehaklinik-Liste 2018 nennt die Top-Rehakliniken Deutschlands, sortiert nach Fachbereichen und Postleitzahlen. Für die Auflistung entwickelte das Recherche-Institut Munich Inquire Media (MINQ) ein Bewertungsschema speziell für die Qualität von Rehakliniken – für die Fachbereiche Orthopädie, Psyche, Neurologie, Sucht, Krebs, Herz und Geriatrie. Ausganspunkt der Recherche ist die Befragung von Klinikärzten, niedergelassenen Medizinern, Patientenverbänden, Vertretern indikationsbezogener Selbsthilfegruppen und Sozialdienstmitarbeitern in 1115 Akut-Krankenhäusern. Zu den weiteren Daten, die erhoben werden, zählen zum Beispiel die Ausstattung, das Service-Angebot, Hygienemaßnahmen und die Qualitätssicherung. Am Ende finden 381 Rehabilitationskliniken Eingang in die Listen, sie werden als „Top Rehaklinik 2018“ ausgezeichnet.

Focus-Gesundheit „Rehakliniken 2018“ ist im Zeitschriftenhandel erhältlich für 7,90 €.

Kontakt: gesundheit-leser@focus-magazin.de


Hinweis der Redaktion von RehaNews24 in eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser,

die Redaktion hat in den vergangenen Tagen eine Vielzahl an Pressemitteilungen von Kliniken erreicht, die stolz auf ihre Platzierung in der Bestenliste des Focus-Gesundheit „Rehakliniken 2018“ sind. Leider sehen wir uns nicht in der Lage, diese Pressemitteilungen alle zu veröffentlichen, da das Thema sonst das Portal und den Newsletter zu stark doninieren würde. Wir haben uns daher zu diesem allgemeinen Hinweis auf das Magazin entschieden.

Wir gratulieren allen Kliniken sehr herzlich zu Ihrem Erfolg und danken Ihnen für Ihr Verständnis!

Das Team von müller:kommunikation

Rückfragen bitte über 0231/2238234-0 oder an info@rehanews24.de

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DTL-Präsident Volker Albert erhält die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) gratuliert ihrem Präsidenten Volker Albert zur Verleihung der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege. Am 20. November 2017 überreichte Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml Volker Albert in Nürnberg die höchste Auszeichnung des bayerischen Gesundheits- und Pflegeministeriums für dessen herausragendes langjähriges Engagement im Ehrenamt.

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml zeichnete am 20. November 2017 zehn engagierte Bürgerinnen und Bürger mit der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege aus. Anlässlich der feierlichen Verleihung in Nürnberg sagte sie: „Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für herausragendes Engagement verleiht das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium die Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege. Die heute Geehrten sind als Vordenker und Menschen der Tat ein Vorbild. Die Medaille soll für andere Menschen Ansporn sein zu eigenen Anstrengungen. Sie soll ermutigen, zum Wohle der Gesellschaft neue Wege im Bereich der Gesundheit und Pflege zu gehen.“

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml verleiht DTL-Präsident Volker Albert die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege. Foto: StMGP.

Volker Albert aus Murnau am Staffelsee setzt sich seit vielen Jahren unter anderem als Präsident der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. für die Belange von Menschen mit Tinnitus ein. Ministerin Melanie Huml sagte in ihrer Laudatio: „Tinnitus ist nicht heilbar. Betroffene tragen die Krankheit für den Rest ihres Lebens mit sich. Für Nichtbetroffene ist es meist völlig unverständlich, wie die Krankheit wirkt und welche oft gravierenden Auswirkungen Tinnitus haben kann. Auch Sie selbst leiden an der Krankheit. Doch Sie haben nie aufgegeben und sich stattdessen entschlossen, Menschen in ähnlicher Lage zu helfen. 2007 haben Sie das verantwortungsvolle Amt des Präsidenten der Deutschen Tinnitus-Liga übernommen und sind dort seitdem mit sehr großem Erfolg tätig.“

Ministerin Huml hob weiterhin Volker Alberts Verdienste um die DTL hervor: „Ihnen ist es zu verdanken, dass die Tinnitus-Liga gestärkt für die Belange der Betroffenen eintreten kann. Dabei widmet sie sich vor allem der wichtigen Aufgabe, für die Betroffenen jede erdenkliche Hilfe zu organisieren und ihnen bei der Auswahl der Behandlungen zu helfen. Aufgrund Ihrer Erfahrungen und Ihres Fachwissens, das in Expertenkreisen hoch geschätzt wird, sind Sie für die Bundesinnung der Hörgeräteakustiker regelmäßig als ehrenamtlicher Sachverständiger tätig.“ Außerdem unterstrich Melanie Huml, dass Volker Albert seine Erfahrungen auch im Bereich der Ausbildung und der beruflichen beziehungsweise sozialen Integration mit großem Engagement einsetze. „Sie geben sehr vielen Menschen Mut. Mut, das Leben mit Tinnitus und den damit verbundenen Einschränkungen anzunehmen und zu meistern.“

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.
Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de

 


Reha der Zukunft: Individueller Zugang erforderlich

Wien (OTS) – Am 17. November 2017 veranstaltete das BBRZ – Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum – die 1. Reha NEXT-Enquete, ein hochkarätig besetztes Symposium zum Thema „Systeme im Umbruch. Psychische Rehabilitation im Kontext sich wandelnder Arbeitswelten“. Eine Reihe von namhaften Experten diskutierte über Strategien und Herausforderungen, um Reha-Angebote an die zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklungen anzupassen.

Mehr als 300 Gäste verfolgten die ganztägige Enquete im Wiener Tech Gate. Sechs Expertenvorträge und eine Podiumsdiskussion boten ein breites Spektrum an Ideen, Vorschlägen und Strategien zum Thema Reha der Zukunft. Dr. Manfred Polzer, Sprecher der BBRZ-Gruppe, Geschäftsführer BBRZ Med GmbH und BBRZ Reha GmbH, erklärte in seiner Eröffnungsrede die Strategie des Reha NEXT-Zukunftsprojekts: „Das, was derzeit von der Rehabilitation verlangt wird, kann nicht geleistet werden. Es gilt, an Visionen zu arbeiten, wie sich die Arbeitswelt entwickeln wird und welche Konsequenzen das für die Gesundheit, für die Arbeitsorganisation und für die Arbeitnehmer hat“, so Polzer. „Die Rehabilitation hat für uns immer die Dimension eines selbstbestimmten Lebens. Die Reha der Zukunft bedeutet also mehr Individualisierung. Wir müssen mehr auf persönliche Angebote eingehen und auch Kontakte zu Betrieben suchen“, sagte Polzer.

Prof. Dr. Michael Linden von der Charité Universitätsmedizin in Berlin referierte über die Rehabilitation unter einer Life-span-Perspektive und kritischen Verlaufszeitpunkten. Die Medizin sei oft auf Episoden ausgerichtet. Wenn es aber um die Behandlung von psychisch Kranken geht, plädierte Prof. Linden für eine Lebensperspektive über die Zeit, denn die Reha-Medizin sei eigentlich die Medizin für chronisch Kranke, und dazu gehören auch Personen mit psychischen Erkrankungen. Auch Allgemeinmediziner sollten in die Strategien über die zukünftige Entwicklung von Reha-Angeboten einbezogen werden.

Sein Kollege Wulf Rössler, ehemaliger Professor für klinische Psychiatrie an der Universität Zürich, sprach über Beschleunigung als Ursache psychischer Krankheiten. Individuen befinden sich im Sandwich zwischen Erwartungen der Gesellschaft und Erwartungen der Betriebe, so Rössler. Die Zahl der Fälle von psychischen Krankheiten habe aber gleichzeitig nicht zugenommen, die Ärzte seien heutzutage jedoch mehr bereit, solche Diagnosen zu stellen. Bei psychischen Erkrankungen könne man eher von einem „Eisbergproblem“ sprechen: 24 Prozent der Bevölkerung weisen demnach eine diagnostizierte Störung auf, 25 Prozent haben eine unterschwellige Störung, während 51 Prozent der Menschen keine Symptome zeigen. Von ihnen befinden sich aber auch zehn Prozent in Behandlung. Gleichzeitig haben 25 Prozent der 20- bis 40-Jährigen Schlafstörungen: Diese gelten laut Rössler als Risiko für die Entstehung von psychischen Störungen.

Mag. Roman Pöschl, Geschäftsführer BBRZ Med GmbH und BBRZ Reha GmbH, sprach von Risikofaktoren in der heutigen Arbeitswelt. „Es gibt keine Epidemie psychischer Erkrankungen“, stellte Pöschl fest. „Bei dem vermeintlich epidemischen Phänomen der grassierenden ‚Psycho-Arbeitsunfähigkeit‘ handelt es sich nicht so sehr um die Folge krank machender Arbeitsbedingungen, als vielmehr um eine Konsequenz ausgrenzender Arbeitsmärkte“, stellte Pöschl fest. Der BBRZ-Geschäftsführer sprach in diesem Zusammenhang auch von steigenden atypischen Arbeitsverhältnissen: „Reine Routinetätigkeiten nehmen immer mehr ab. Gleichzeitig werden bei immer mehr Berufen Soft Skills und ausgeprägte soziale Kompetenzen verlangt.“ Demnach sei das Burn-Out-Syndrom „eine Erkrankung des Nicht-Prekariats“, betonte Pöschl.

Betroffene früher erreichen

Dr. Alexandra Schosser, ärztliche Leiterin des BBRZ Med in Wien, referierte über die Wirksamkeit von ambulanter psychiatrischer Rehabilitation. Die durchschnittliche Krankheitsdauer von Patienten betrage dort mehr als 13 Monate, die Betroffenen müssten daher früher erreicht werden. Vor allem flexiblere Konzepte für berufstätige Menschen seien notwendig.

Mag. Sigrid Röhrich vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz präsentierte das Programm der Wiedereingliederungsteilzeit und Sekundärprävention. 37,6 Prozent der fit2work-Kunden haben eine psychische Diagnose, gefolgt von Muskel-Skelett- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch bei fit2work sei es notwendig, Betroffene rechtzeitig zu erreichen, idealerweise während sie sich noch im Arbeitsprozess befinden.

Für mehr individuelle Zugänge in der Arbeitswelt plädierte auch Dr. Franz Kühmayer vom Zukunftsinstitut Österreich. Arbeitsverhältnisse seien heutzutage immer mehr projektbezogen, die Grenze zwischen Business und Leisure befinde sich im ständigen Fluss, so der Zukunftsforscher. Eine der Folgen sei auch eine losere Bindung von Arbeitnehmern ans Unternehmen, aber auch umgekehrt. Bei einer Vielzahl von Beschäftigten spielen außerdem persönliche Wünsche eine immer größere Rolle: Daher müssen auch Arbeitgeber nach individuellen Lösungen für ihre Arbeitnehmer suchen.

„Im Kern der individualisierten Arbeit steht in Zukunft die Person und ihre Veränderungsbereitschaft“, kommentiert Roman Pöschl (BBRZ). „In Zukunft wird es schwierig sein, zwischen Persönlichkeitsentscheidung und beruflicher Rehabilitation zu unterscheiden. Dazu müssen Einstellungen und Haltungen geändert werden“, ist Pöschl kategorisch.

Gerade die Personen mit ihren Potenzialen und Kompetenzen stehen im Zentrum einer modernen Rehabilitation: „Im Rehabilitationsprozess werden die Ressourcen nicht nur gestärkt, sondern so erweitert, dass der Rehabilitand letztlich für den Arbeitsmarkt befähigt wird. Diese Qualifikation wird über Wissensvermittlung hinausgehen, es wird um die Entwicklung von Lebenskompetenzen gehen, die sich aus vielen Aspekten zusammensetzen“, skizziert Manfred Polzer (BBRZ) die Zukunft der beruflichen Rehabilitation.

Auf digitales Zeitalter vorbereiten

In der anschließenden Podiumsdiskussion drehte sich alles um zukünftige Herausforderungen in der Rehabilitation. Ing. Kurt Aust, Generaldirektor-Stellvertreter der PVA, setzte sich für mehr Differenzierung in der Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen ein. Menschen mit psychischen Krankheitsbildern müssten zudem früher erreicht werden.

Mag. Petra Draxl, Geschäftsführerin des AMS Wien, skizzierte die künftigen Vorhaben des Arbeitsmarktservice: Dort werde man in den nächsten zwei Jahren den Fokus auf jüngere Arbeitskräfte, Frauen und Migranten legen. Für die nächsten Jahre gilt es außerdem, mehr über Effizienz und Effektivität der Maßnahmen zu diskutieren. In diesem Zusammenhang werden sich große Gruppen der berufstätigen Bevölkerung auf das digitale Zeitalter vorbereiten müssen.

Hon.-Prof. Dr. Christoph Klein, Direktor der Arbeiterkammer Wien, wies auf neue Berufsfelder und neue Herausforderungen im Arbeitsfeld der Zukunft hin. Die Problematik des aktuellen Reha-Konzepts sei, dass es Menschen in die Arbeitswelt zurückbringt, die sie ursprünglich krank gemacht hat. Daher plädierte Klein für mehr Anfangsbegleitung von rehabilitierenden Menschen bei ihrer Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. Außerdem müssten sich Betriebe mehr verantwortlich fühlen, ihre Belegschaft gesund zu halten.

Herbert Pichler, Präsident des Österreichischen Behindertenrates, ging der Frage der ungelösten Existenzsicherung der Betroffenen nach und sprach sich unterdessen für ein bedingungsloses Grundeinkommen für psychisch Kranke aus.

Was ist Reha NEXT?

Die rasanten Entwicklungen im Kontext Gesundheit, Gesellschaft, Arbeit, Digitalisierung und Sozialrecht stellen die Angebote der Rehabilitation vor neue Herausforderungen.

Das BBRZ möchte sich im Zuge des Zukunftsprojektes Reha NEXT gemeinsam mit allen Akteuren, die in das System der Rehabilitation eingebunden sind, mit den richtungsweisendsten Entwicklungen der heutigen Zeit auseinandersetzen und die veränderten Zielgruppen der Rehabilitation und deren Bedürfnisse näher unter die Lupe nehmen. Unter anderem wurden seit Beginn 2017 österreichweit bereits mehr als 20 regionale wie auch überregionale Zukunfts-Workshops abgehalten mit zahlreichen relevanten Partnern im System der Rehabilitation Österreichs: seien es Betroffene, operative Fachkräfte der Rehabilitation, wissenschaftliche Reha-Experten oder zahlreiche Auftraggeber und Entscheidungsträger.

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