Mittwoch, November 15th, 2017

 

Video-Chat mit dem Arzt – gut oder schlecht?

 

Die Deutsche Rheuma-Liga erarbeitet ihre Positionen zu digitalen Gesundheitsdiensten.

Bonn – Ob Informationsportale, Gesundheits-Apps oder Videosprechstunden beim Arzt: Digitale Gesundheitsdienste sind nicht mehr aufzuhalten. In vielfältigen Formen kommen sie derzeit auf den Markt. Die Deutsche Rheuma-Liga unterstützt diese Entwicklungen grundsätzlich – wenn die Patienten dabei im Mittelpunkt stehen, ihre Interessen vorrangig sind und ihre Rechte beachtet werden. Das hat die Deutsche Rheuma-Liga jetzt in einem Positionspapier festgehalten.

Beispiel Telemedizin: Besonders in ländlichen Gebieten steht zur Diskussion, ob Ärzte auch per Online-Videoübertragung mit ihren Patienten sprechen können. Die Position der Rheuma-Liga: Für die Diagnose einer rheumatischen Erkrankung und die Therapieentscheidung ist der persönliche Kontakt zum Rheumatologen zwingend notwendig. Eine telemedizinische Verlaufskontrolle hingegen könnte den Versorgungsalltag für chronisch kranke Menschen erleichtern.

Auch Fitness- und Gesundheitsapps überschwemmen derzeit den Markt. Nach Schätzungen gibt es bereits über 100.000 Gesundheits-Apps. Während Medizin-Apps zum Beispiel für die Kontrolle von Vitalfunktionen dem Medizinproduktegesetz unterliegen, gibt es für Gesundheits-Apps keine Regulierung. Die Forderung der Rheuma-Liga: Um den Markt für Nutzer transparenter zu machen, müssen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entwickelt werden. Datenschutzrechte und personenbezogene Zugriffsrechte sind eine Voraussetzung, um das Missbrauchspotenzial der Daten durch Dritte zu verringern.

Drittes Beispiel: Krankenversicherer denken über Telematik-Tarife nach. Die Deutsche Rheuma-Liga kritisiert solche Pläne, die ausschließlich gesunde Menschen belohnen. Chronisch Kranke werden bei solchen Plänen per se ausgeschlossen. Das Solidarprinzip der Gesetzlichen Krankenversicherung darf nicht ausgehöhlt werden.

Auch im Internet gibt es immer mehr Gesundheitsinformationen von privaten Anbietern. Doch die Informationen sind in der Regel interessengeleitet. Oft ist der Hintergrund der Portale nicht zu erkennen. Hier würde ein nationales, unabhängiges Patienteninformationsportal helfen, das Informationen bündelt, Akteure vernetzt und die digitale Gesundheitskompetenz der Bevölkerung erhöht.

Das Fazit: Digitale Unterstützungsformen schreiten voran. Eine gute Sache – wenn die Bedürfnisse und Interessen der Patienten im Mittelpunkt stehen.

Deutsche Rheuma-Liga: Die größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitsbereich informiert und berät Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen, bietet praktische Hilfen und unterstützt Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen. Der Verband mit rund 300.000 Mitgliedern tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein. www.rheuma-liga.de


Rehabilitanden vergeben Bestnoten an Rehakliniken Ob der Tauber und Glotterbad

Stuttgart, den 15.11.2017 Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat ihre Berichte zur Rehabilitandenbefragung 2017 veröffentlicht. Bestnoten vergaben die befragten Rehabilitanden an gleich zwei Rehakliniken aus dem Verbund der RehaZentren Baden-Württemberg: Im Bereich Gastroenterologie gehört die Rehaklinik Ob der Tauber und in der Psychosomatik die Rehaklinik Glotterbad zu den bundesweiten Top Ten.

Das Ziel einer rehabilitationsmedizinischen Behandlung ist der zufriedene und vor allem wieder genesene und erfolgreich in den Beruf und Alltag zurückgekehrte Rehabilitand. Inwieweit dieses Ziel seitens der Rehabilitationseinrichtungen erreicht wird, überprüft die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund durch ihre Rehabilitandenbefragungen. Dementsprechend wird die Veröffentlichung der Ergebnisse alljährlich mit großer Spannung erwartet.

In der Befragung für 2017 vergaben die Rehabilitanden gleich für zwei Rehakliniken aus dem Verbund der RehaZentren Baden-Württemberg Bestnoten. Mit ihren jeweiligen Indikationen gehören die Rehakliniken Ob der Tauber und Glotterbad bundesweit zu den Top Ten.

Für Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH ein Grund zur Freude, denn für sie nehmen die Befragungen einen ganz besonderen Stellenwert ein: „Qualität zählt! Und daher sind die Urteile der Rehabilitandinnen und Rehablitanden für uns von großer Bedeutung. Sie zeigen uns nicht nur, wo wir im bundesweiten Vergleich stehen, sondern geben uns die Möglichkeit, unsere Stärken auszubauen sowie Schwachstellen zu erkennen und zu beseitigen.“

Im Rahmen ihrer regelmäßigen Befragungen erfasst die DRV Bund unter anderem die Zufriedenheit der Rehabilitanden mit ihrer Reha-Behandlung und ermittelt den Erfolg der Rehabilitation aus Patientensicht. Pro Jahr werden ca. 120.000 Fragebögen ausgewertet und die Ergebnisse an die Rehabilitationseinrichtungen zurückgemeldet.

Rehaklinik Ob der Tauber punktet im Bereich Gastroenterologie
Grund zur Freude gibt es in der Bad Mergentheimer Rehaklinik Ob der Tauber. Im Fachbereich Gastroenterologie belegte die Klinik bei der „Allgemeinen Zufriedenheit“ einen hervorragenden 4. Platz und beim „Behandlungserfolg aus Rehabilitandensicht“ den 6. Platz von 27 bundesweit vergleichbaren Kliniken. Befragt wurden rund 3.300 Rehabilitanden. „Auf dieses Ergebnis dürfen wir ganz besonders stolz sein. Denn es ist ein direktes Lob für unsere tägliche Arbeit in Medizin, Therapie und Service. Gleichzeitig ist es Ansporn, das erreichte hohe Niveau zu halten und auszubauen“, so Dr. Sylvia Zipse, Chefärztin der Rehaklinik Ob der Tauber.

Rehaklinik Glotterbad gehört weiterhin zur bundesweiten Spitzengruppe
Gerade im Bereich Psychosomatik ist das bundesweite Angebot sehr groß. In die aktuelle Befragung wurden rund 16.400 Rehabilitanden aus 150 Einrichtungen einbezogen. Mit einem guten 10. Platz in der Gesamtzufriedenheit gehört die Rehaklinik Glotterbad wie in den vergangenen Jahren zur bundesweiten Spitzengruppe. „Eine optimale Versorgung und Behandlung mit individuell an die jeweiligen Bedürfnisse angepassten Therapieplänen genießen bei uns oberste Priorität. Dies erreichen wir nur dank der guten Zusammenarbeit unserer hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dementsprechend möchte ich das Lob unserer Rehabilitanden an das gesamte Team der Rehaklinik Glotterbad weitergeben“, erklärt Chefarzt Dr. Werner Geigges.

RehaZentren Baden-Württemberg
Unter dem Dach der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH sind neun Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation mit individuellen Profilen zusammengeführt. Acht Standorte liegen in Baden-Württemberg, ein weiterer in Bayern. Die Geschäftsleitung hat ihren Sitz in Stuttgart.
Die Kliniken erbringen ein breites Spektrum an rehabilitativen und präventiven Dienstleistungen. Sie ergänzen sich gegenseitig, sodass wertvolle Synergieeffekte entstehen. Vernetzte Strukturen und die fachliche Zusammenarbeit sichern eine optimale Betreuung der Patientinnen und Patienten.
www.rehazentren-bw.de

Rehaklinik Ob der Tauber
Die 1962 gegründete Rehaklinik Ob der Tauber ist eine Fachklinik für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen sowie Onkologie. Sie gehört zur Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg, die 2007 aus dem Zusammenschluss der der Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg entstanden ist. Heute gehören dazu acht Kliniken in Baden-Württemberg und eine in Bayern an den Standorten Baden-Baden, Bad Mergentheim, Bad Kissingen, Donaueschingen, Freiburg, Glottertal, Heidelberg, Isny und Nordrach.
www.rehaklinik-odt.de

Rehaklinik Glotterbad
Die Rehaklinik Glotterbad arbeitet in Trägerschaft der RehaZentren der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg gGmbH und ist eine Fachklinik für Psychosomatik, Psychotherapeutische und Innere Medizin mit einem ganzheitlichen bio-psycho-sozialen Therapieansatz, der die vielfältigen und lebendigen Wechselwirkungen zwischen körperlichen, seelischen und sozialen Lebens- und Krankheitsaspekten in den Mittelpunkt von Diagnostik und Therapie stellt.
www.rehaklinik-glotterbad.de

Kontakt:
RehaZentren Baden-Württemberg: Jörg Skupin, PR-Referent
Tel.: 0711 6994 639–62, E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de