Montag, November 6th, 2017

 

Prädiktor erhöht Vorhersagequalität von Reha-Erfolg in integrationsorientierten Maßnahmen

 

 

Pressemitteilung                                                                                  Hamburg, 06.11.2017

 

Die SRH Berufliche Rehabilitation und L&D Support entwickeln gemeinsam einen Prädiktor für die Prognose von Rehaerfolg in Intergrationsmaßnahmen auf der Basis von Soft Skills. In der integrationsorientierten Maßnahme RehaStep, welche nicht nur von einigen Standorten der SRH Berufliche Rehabilitation sondern auch von anderen Berufsförderungswerken in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz angeboten wird, kommt als integrationsorientiertes diagnostisches Instrument die.IMPULS zum Einsatz. Neben den Soft-Skills-Profilen der einzelnen Personen werden durch das Instrument persönliche Bewältigungsbedarfe und Hemmnisse zuverlässig identifiziert, die so in die individuelle Förderplanung der Teilnehmer/innen eingehen und entsprechend gewürdigt werden können.

 

Aufbauend auf den gemeinsamen Erfahrungen einer nutzbringenden Partnerschaft seit 2011 haben die SRH Berufliche Rehabilitation und L&D Support das Instrumentarium die.IMPULS weiterentwickelt und den die.IMPULS Reha.Predictve.Score identifiziert. Das statistische Modell setzt sich aus sechs Skalen zusammen, die im Zusammenhang mit Reha-Erfolgsdaten stehen und auf den erfolgreichen Maßnahmeabschluss sowie den anschließenden Integrationserfolg einer Person nach einer Reha-Maßnahme hinweisen.

 

Über L&D Support

Angetrieben vom Wunsch, Menschen bei der optimalen Nutzung all ihrer Potenziale zu helfen, konzipierte L&D Support Online-Messverfahren, die zu einer ganzheitlichen Beratungsmethode weiterentwickelt wurden. So erhalten Menschen durch den Einblick in ihre Talente die Chance, positive Veränderungen für ihr Leben zu gestalten.

 

L&D Support gibt seinen Kunden direkt nutzbare Tools an die Hand, die den Profiling- und Beratungsprozess nachhaltig beleben und beschleunigen. Eines dieser Tools ist die.IMPULS, die innovative und ressourcenschonende Methode für die integrationsorientierte berufliche Rehabilitation. Die Soft Skills einer Person werden zu Beginn des Reha-Prozesses objektiv und valide gemessen und in das Zentrum der beruflichen Neuorientierung und Integration gestellt. Das führt zu erstaunlichen Erfolgen!

 

Insbesondere in der beruflichen Rehabilitation kommt es darauf an, Menschen einen objektiven Blick auf ihre Talente und Fähigkeiten zu ermöglichen. So lassen sich gemeinsam motivierende berufliche Ziele für die Zeit der Rehabilitation und die anschließende berufliche Integration entwickeln.

 

Über SRH Berufliche Rehabilitation GmbH

Die SRH Berufliche Rehabilitation bietet an 15 Standorten Maßnahmen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung. Erwachsene, die aufgrund körperlicher und psychischer Einschränkungen ihren Beruf nicht mehr ausüben können, profitieren von 50 Jahren Erfahrung. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen über 400 Mitarbeiter. Den Lernalltag unterstützen medizinische, psychologische und sozialpädagogische Angebote. Ziel ist die optimale Vorbereitung der Teilnehmer/innen auf den Arbeitsmarkt. Träger des Unternehmens ist die SRH Holding, eine unabhängige Stiftung mit Sitz in Heidelberg.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Sebastian Koch, Bereichsleiter die.IMPULS
L&D Support GmbH, Rothenbaumchaussee 11, 20148 Hamburg
Tel. +49 40 609 46 92-33
S.Koch@LDSupport.de
www.LDSupport.de / www.die-impuls.de/


Skandal: Über behinderte Menschen lachen, darf man das?

Parkinson e.V. © Phil Hubbe
15. November 2017
17:00bis19:00
Parkinson e.V. © Phil Hubbe

Parkinson e.V. © Phil Hubbe

Ja, lautet die Antwort, wenn es nach dem Karikaturisten Phil Hubbe geht. Er wird am 15. November 2017 eine Ausstellung mit seinen „Behinderten Cartoons“ im Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) eröffnen.

Der Magdeburger Zeichner und Karikaturist Phil Hubbe, der selbst an Multipler Sklerose erkrankt ist, eröffnet am 15. November, um 17 Uhr im BFW Leipzig seine Ausstellung mit 40 Cartoons. Der Begriff „Behinderte Cartoons“ wurde von ihm geprägt und findet seinen künstlerischen Ausdruck in mittlerweile sechs Büchern mit seinen Zeichnungen. In einem Beitrag auf der Internetplattform myhandicap.de erklärt er sich: „Behinderte wollen wie Nicht-Behinderte behandelt werden, man darf also auch über sie lachen. Kinder gehen freier damit um: Sie haben die Schranke im Kopf noch nicht. Mit meinen Cartoons trage ich zwangsläufig dazu bei, diese Schranke auch bei Erwachsenen zu entfernen.“ Witzig und böse kommen seine Bilder daher, aber ohne erhobenen Zeigefinger. Scheinbar grenzenlos in ihren Aussagen. Sein moralisches Credo ist dabei, dass er Betroffene und ihr Verhalten karikiert, die die Inhalte selbst verstehen können.

„Wir sehen darin eine Chance“, erklärt Alois Fischer, Geschäftsführer des BFW Leipzig, „mit dieser Ausstellung in unserer Bildungseinrichtung auf die Teilhabe am Leben von behinderten Menschen aufmerksam zu machen. Wir haben hier Menschen mit unterschiedlichen gesundheitlichen Einschränkungen, mit denen wir gemeinsam einen Weg zur Teilhabe am Arbeitsleben, also am ganz normalen Leben, finden wollen.“ Und da spiele der Humor eine große Rolle. „Peter Ustinov sagte einmal: ‚Der Engländer liebt das Gefühl, dass er über sich selbst lachen kann. Er tut das aber nur, um den anderen die Freude zu nehmen, über ihn zu lachen.‘ Das können wir gut auf unsere Teilnehmer im BFW Leipzig übertragen.“

Die Ausstellung wird bis zum 13. Dezember 2017 in den Räumen der Bildungseinrichtung zu sehen sein. Alois Fischer: „Vielleicht erreichen wir durch diese ungewohnte Ausstellung in unserem Haus, dass wir mehr Verständnis für die Belange behinderter Menschen, wie Barrierefreiheit, erreichen und so ein gemeinsamer normaler Umgang miteinander stattfinden kann. Und dazu gehört das Lachen über sich selbst und über die kleinen Patzer im Leben dazu.“

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Zum Künstler:

PHIL HUBBE – ABER EIGENTLICH SCHON IMMER ZEICHNER

Phil Hubbe an seiem Arbeitsplatz in Magdeburg © Privat, Phil Hubbe

Phil Hubbe an seiem Arbeitsplatz in Magdeburg © Privat, Phil Hubbe

Der Lebensweg des Phil Hubbe, der 1966 in Haldensleben geboren wurde, verlief weit entfernt von dem des Cartoonisten, der er heute ist. Sein Abitur machte er 1984, absolvierte anschließend seinen Grundwehrdienst, ging zum Mathematikstudium nach Magdeburg, das er abbrach, und verdiente anschließend als Schichtarbeiter im Keramikwerk sein erstes richtiges Geld.

Er sagt selbst über sich, er sei „aber eigentlich schon immer Zeichner“ gewesen. Mit der Veröffentlichung einer Bildgeschichte in der DDR-Comic-Jugendzeitschrift „Atze“ setzte er 1990 ein erstes öffentliches Zeichen und machte 1992 sein Hobby endgültig zum Beruf. Der Krankheit zum Trotz. Seit 1985 ist der Karikaturist an Multipler Sklerose (MS) erkrankt. Eine Sehnervenentzündung wurde nicht als erstes Symptom der Krankheit erkannt. Die Gewissheit über den Autoimmundefekt kam erst drei Jahre später.

Seine damalige Freundin heiratete ihn, eine Tochter bereicherte sein Leben, Freunde blieben und machten ihm Mut, sein Anderssein mit der Krankheit, der Behinderung, zeichnerisch zum Thema zu machen.

Seither produziert Phil Hubbe „Behinderte Cartoons“ in eigenen Büchern und Kalendern. Seine politischen Karikaturen werden zudem in diversen Printperiodika, dem Fernsehen und in Online-Magazinen veröffentlicht. Ein ausgefülltes und preisgekröntes Leben als Zeichner.

http://www.hubbe-cartoons.de
https://www.zdf.de/gesellschaft/menschen-das-magazin/menschen—das-magazin-vom-14-oktober-2017-100.html

Schlagworte:

BFW Leipzig, berufliche Rehabilitation, Phil Hubbe, Karikaturist, Behinderte Cartoons

BFW Leipzig

Über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
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