November, 2017

 

Chinesische Lehrerdelegation besucht Berufsförderungswerk München

Chinesische Lehrerdelegation mit BFW-Sprecher Andre Stiefenhofer
Chinesische Lehrerdelegation mit BFW-Sprecher Andre Stiefenhofer

Chinesische Lehrerdelegation mit BFW-Sprecher Andre Stiefenhofer

Kirchseeon – 18 Lehrer chinesischer Hochschulen und Oberstufenzentren haben am 29. November das Berufsförderungswerk München (BFW) besucht. Ziel ihres Besuchs war es, sich über das deutsche System der Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt zu informieren.

BFW-Sprecher André Stiefenhofer stellte ihnen dabei zunächst das Leistungsspektrum der Kirchseeoner Einrichtung und den sozialrechtlichen Rahmen der beruflichen Rehabilitation in Deutschland vor. In der anschließenden Fragerunde wurde unter anderem über Kosten und Nutzen einer Umschulung für Staat und Gesellschaft gesprochen. Der Gedanke, dass öffentlich-rechtliche Einrichtungen wie Rentenversicherungen, Agentur für Arbeit oder Berufsgenossenschaften Menschen mit Behinderung eine bis zu zweijährige Vollumschulung bezahlen, ohne dass die Teilnehmer das Geld anschließend zurückerstatten müssen, war neu für die Gäste. Nach einer genaueren Erörterung des ökonomischen und gesellschaftlichen Nutzens war dies aber ein wichtiger Impuls, den die Delegation mit zurück in die Heimat nehmen wird.

Darüber hinaus zeigten sich die Besucher besonders an den Konzepten des BFW zur Ausbildung für die Industrie 4.0 interessiert – ein Bereich, der in den vergangenen Jahren in Kirchseeon gezielt ausgebaut worden war.

Das Berufsförderungswerk München (BFW) in Kirchseeon ist ein Zentrum für berufliche Rehabilitation, das heißt, wer z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, wird hier mit medizinischer und psychologischer Begleitung umgeschult. Bezahlt wird diese verkürzte zweijährige Ausbildung je nach Fall entweder von der Rentenversicherung, den Berufsgenossenschaften, der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern. Das Gelände des Berufsförderungswerks in Kirchseeon umfasst ein Wohnheim für 450 Teilnehmer(innen) an beruflichen Bildungsmaßnahmen sowie modernste Ausbildungswerkstätten für IT-, Elektrotechnik-, Maschinenbau-, Kaufmännische/Verwaltungs-, Bau-, Sozial- und Gesundheitsberufe.

Kontakt:

André Stiefenhofer
Teamleiter Marketing
Tel.: 08091/51-1159
Fax: 08091/51-3303

Mail: a.stiefenhofer@bfw-muenchen.de
www.bfw-muenchen.de
Berufsförderungswerk München gemeinnützige GmbH
Moosacher Str. 31
85614 Kirchseeon

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Ausschreibung: Wissenschaftspreis der Kurt und Erika Palm-Stiftung 2018

29.11.2017 12:49

Gemeinsamer Preis von Herzstiftung und Fachgesellschaft
Bewerbungsschluss: 15. März 2018

Die Deutsche Herzstiftung vergibt gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) erstmalig im Jahr 2018 den Wissenschaftspreis der Kurt und Erika Palm-Stiftung. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro und verteilt sich auf den Erstplatzierten mit 6.000 Euro, den Zweitplatzierten mit 3.000 Euro und den Drittplatzierten mit 1.000 Euro. Ausgezeichnet wird eine wissenschaftliche Arbeit aus dem Gebiet der Prävention und Rehabilitation von Herz- und Kreislauferkrankungen. Teilnahmeberechtigt sind in Deutschland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die das 40. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Die Arbeit darf einen Gesamtumfang von 20 Seiten nicht überschreiten. Sie kann bereits veröffentlicht sein, jedoch nicht früher als in dem der Ausschreibung vorangegangenen Jahr. Titel und Zusammenfassung in deutscher Sprache sind den eingereichten Arbeiten grundsätzlich voranzustellen.
Die Bewerbungsunterlagen mit tabellarischem Lebenslauf und der Einverständniserklärung der Co-Autoren sowie deren Angabe zu ihren Arbeitsanteilen sind als PDF-Datei per E-Mail (forschung@herzstiftung.de) bis spätestens 15. März 2018 einzureichen. Informationen zur Bewerbung sind abrufbar unter https://www.herzstiftung.de/palm-wissenschaftspreis.html Alle Bewerbungen werden einem Gutachtergremium vorgelegt und von diesem nach einem Punktesystem bewertet.
Die Bewerber/innen verpflichten sich, im Falle der Prämierung eine allgemeinverständliche Kurzfassung für die Veröffentlichung in der Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung HERZ HEUTE zu erstellen. Über die Vergabe der Preise entscheidet der Vorstand der Deutschen Herzstiftung im Einvernehmen mit den Gutachtern. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) 2018 in Berlin (8./9. Juni). Weitere Informationen sind zu erhalten von Valerie Popp (Telefon 069 955128-119, E-Mail forschung@herzstiftung.de).

Informationen:
Deutsche Herzstiftung
forschung@herzstiftung.de
Telefon 069/955128-119
Bockenheimer Landstr. 94-96
60323 Frankfurt am Main
www.herzstiftung.de


Weitere Informationen:

https://www.herzstiftung.de


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TU Kaiserslautern und Techniker Krankenkasse nehmen die studentische Gesundheit in den Blick

28.11.2017

Bereits seit 2014 nehmen die Technische Universität Kaiserslautern (TUK) und die Techniker Krankenkasse (TK) im Projekt „Verbesserung und Unterstützung der Bio-psycho-sozialen Gesundheit der Studierenden der TU Kaiserslautern“ die studentische Gesundheit in den Fokus. Mit gezielten Maßnahmen werden Studierende darin unterstützt, gute, stabile Leistungen zu erbringen und zugleich Gesundheitskompetenz für das Berufsleben zu entwickeln. Das Projekt wird in einer zweiten Förderperiode für drei Jahre verlängert. Dazu stellt die TK finanzielle Mittel und Fachexpertise bereit. Dabei geht es um die Sicherung von Nachhaltigkeit in einem stärker digitalisierten Studentischen Gesundheitsmanagement.

Zur Vertragsunterzeichnung kamen die Projektpartner am Dienstag, den 28. November, an der TUK zusammen.

Zu viele Klausuren, hoher Leistungsdruck und Prüfungsangst – immer wieder berichten Medien, dass junge Menschen ein Studium als besonders stressig empfinden. Dies zeigt zum Beispiel auch der CampusCompass der Techniker Krankenkasse. Demnach fühlen sich 44 Prozent der Studierenden in Deutschland gestresst. Dabei sind die Studentinnen mit 54 Prozent stärker betroffen als ihre Kommilitonen, bei denen rund ein Drittel über zu viel Stress im Studium klagt. Dauerhaft kann vermehrter Stress auch zu chronischen körperlichen und seelischen Krankheiten führen.

Bereits seit 2014 hat sich die TUK diesem Thema angenommen. Gemeinsam mit der TK arbeitet sie im Projekt „Bio-psycho-soziale Gesundheit der Studierenden der TU Kaiserslautern“ daran, die Rahmenbedingungen für ein Studium derart zu gestalten, dass die Studierenden gesund durch ihr Studium kommen und sich an der Universität wohlfühlen. Die Techniker Krankenkasse begleitet und berät auf diesem Weg und ist aktiv in die Gestaltungsprozesse eingebunden.

„Unser Ziel ist es zudem, den Studierenden Gesundheitskompetenzen zu vermitteln, die sie befähigen, im späteren Berufsleben auf die sie einwirkenden Belastungen adäquat zu reagieren und sie auch seelisch belastbar zu machen“, sagt Max Sprenger vom Hochschulsport an der TUK, der gemeinsam mit Professor Dr. Thomas Lachmann den Antrag zum Projekt gestellt hat.

„Gesundheit spielt bei uns auf dem Campus eine große Rolle“, sagt Sprenger. Schon seit mehreren Jahren arbeitet der Hochschulsport unter anderem daran, möglichst viele Erstsemester mit seinen Angeboten an Sport und Bewegung heranzuführen. „Wir setzen viel auf Prävention und haben damit in Deutschland eine Vorreiterrolle übernommen“, so Sprenger weiter. In den vergangen drei Jahren konnten so Strukturen im Bereich des Studentischen Gesundheitsmanagement (SGM) an der TUK aufgebaut werden. Die Studierenden sind dabei partizipativ eingebunden, haben eigene Gestaltungsmöglichkeiten und Mitspracherecht auf allen Ebenen und können so ihren eigenen Mikrokosmos Campus selbst gesundheitsförderlich gestalten.

Darüber hinaus haben Sprenger und sein Team über eine Online-Befragung von Studierenden untersucht, wie es um die Gesundheit der Studierenden auf dem Campus bestellt ist. Im Vergleich zu ihren Kommilitonen aus anderen Bundesländern schneiden die Kaiserslauterer dabei gut ab. Das Fazit der Studie: Die Kaiserslauterer Studierenden bewegen sich mehr, rauchen weniger und sind zufriedener als ihre Altersgenossen.

Um die studentische Gesundheit und das Wohlergehen zu fördern, hat das Team von CampusPlus, einer universitären Einrichtung, die beim Hochschulsport angesiedelt ist und von Sprenger geleitet wird, in den vergangenen Jahren viele Ideen in die Tat umgesetzt. Auf dem Campus gibt es beispielsweise einen Fitnessparcours und für eine Mittagspause stehen Mountainbikes zur Verfügung, um sich im angrenzenden Wald auszupowern. Regelmäßig finden zudem Veranstaltungen statt, wie etwa der Gesundheitstag für Studierende, der Bike-Day, bei dem Experten kostenlos Räder reparieren, oder Kino- und Konzertabende.

In der zweiten Förderphase möchte die TUK gemeinsam mit der TK das SGM weiter ausbauen und verstetigen. „Es geht vor allem darum, weitere Evaluationen durchzuführen und strukturell die Voraussetzungen zu festigen, das Thema des Studentischen Gesundheitsmanagements auch nach einer Förderung durch uns weiter auszubauen“, betont Dr. Brigitte Steinke von der TK. Dabei spielen auch Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit und der Digitalisierung eine Rolle.

„Gerade die Digitalisierung in allen Lebensbereichen hat in den vergangenen Jahren vielfältige positive, aber auch negative Einflüsse auf das Leben der heutigen Studierenden mit sich gebracht“, sagt Sprenger. „Dies gilt es, zu analysieren und dazu ein geeignetes Präventionskonzept zu erstellen.“ Darüber hinaus planen die Projektbeteiligten ihre Erfahrungen und Erkenntnisse anderen Hochschulen in Deutschland zur Verfügung zu stellen.

Fragen beantwortet:
Max Sprenger
Hochschulsport/Bereichsleiter Campusplus und Unisportplus
E-Mail: max.sprenger@hochschulsport.uni-kl.de
Tel.: 0631 205-4441

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Der englische Patient: Englisch für Praxis und Pflege

 

Düsseldorf, 28.11.2017 Mehr als 250.000 Menschen kommen jedes Jahr aus dem Ausland nach Deutschland , um sich hier in Kliniken und Arztpraxen behandeln zu lassen. Knapp die Hälfte davon wird stationär aufgenommen. Sie kommen aus Westeuropa, den Golfstaaten oder aus den GUS-Staaten, viele aus Russland. Die meisten sprechen Englisch. Auch Ausländer, die in Deutschland arbeiten, oder Touristen verständigen sich in der Regel auf Englisch, wenn sie hier zum Arzt gehen.

Der Kontakt mit englischsprachigen Patienten gehört für medizinische Fachangestellte, Pflegekräfte sowie für das Personal in der Krankenhausverwaltung zum Arbeitsalltag. Aber nicht alle Mitarbeiter des Gesundheitswesens verfügen über ein gutes Medical English. Das Institut für Internationale Kommunikation (IIK) bietet deshalb ein spezielles Kommunikationstraining „Englisch für Praxis und Pflege“ an. Voraussetzung ist ein Englisch-Grundstufenniveau von A2/B1 nach dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen.

Zielgruppe sind Pflegekräfte, Gesundheitspersonal und medizinische Fachangestellte. In 24 Unterrichtsstunden wird von Januar bis Februar 2018 die Kommunikationsfähigkeit im Arbeitsalltag verbessert und medizinisches und pflegerisches Vokabular erlernt. Trainiert werden Gesprächssituationen am Arbeitsplatz, Gespräche mit Patienten und Angehörigen, Aufnahmegespräche und Telefonate. Der Unterricht ist interaktiv und wird mit Gesprächen und Rollenspielen sehr lebendig gestaltet.

Wichtig für Arbeitgeber: Der Kurs kann über eine Bildungsprämie oder einen Bildungsscheck gefördert werden.

Kurstermin: 10.01.-14.02.2018 (jeweils mittwochs von 15.00 bis 18.15 Uhr) beim IIK Düsseldorf, Eulerstraße 50, 40477 Düsseldorf. Kursgebühr 240,00 Euro. Weitere Auskünfte unter sprachen@iik-duesseldorf.de

Foto: Copyright fotolia

Kontakt:

Institut für Internationale Kommunikation e.V.

Dr. Matthias Jung

Eulerstraße 50

40477 Düsseldorf

Tel.: 0211-566 22-0

presse@iik-deutschland.de

www.iik-deutschland.de

 

Pressekontakt:

Textpublik

Dr. Susan Tuchel

Remscheider Str. 6

40215 Düsseldorf

Tel.: 0211-370511

Mobil: 0179-7063852

drtuchel@textpublik.de

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Dr. Gerald Gaß neuer DKG-Präsident

Wahl des DKG-Präsidiums  

Dr. Gerald Gaß

Dr. Gerald Gaß (54) wurde heute von der DKG-Mitgliederversammlung zum neuen Präsidenten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) gewählt. Gaß tritt die Nachfolge von Landrat Thomas Reumann (61) an, dessen Amtszeit zum Ende des Jahres endet. Reumann war seit 2015 Präsident der DKG. Zu Vizepräsidenten wurden Ingo Morell (59) und Thomas Lemke (48) gewählt. Die Amtsperiode des neu gewählten Präsidiums beginnt am 1. Januar 2018 und dauert drei Jahre.

Der Diplom-Volkswirt und Diplom-Soziologe Gerald Gaß ist seit 2008 Geschäftsführer des Landeskrankenhauses mit Sitz in Andernach, das mit insgesamt 17 Standorten über rund 2.200 Betten verfügt. Rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten beim größten Anbieter psychiatrischer und neurologischer Leistungen sowie des Maßregelvollzugs des Landes Rheinland-Pfalz. Seit 2016 ist Gaß auch Vorsitzender der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz und Mitglied des Vorstandes der DKG. Der neue DKG-Präsident bringt umfassende Erfahrung aus Politik und Gesetzgebung mit. Von 2001 bis 2008 war er Leiter der Abteilung „Gesundheit“ im Ministerium des Landes Rheinland-Pfalz für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen.

Zum Vizepräsidenten wiedergewählt wurde Ingo Morell, Vizepräsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH. Neuer Vizepräsident ab 1. Januar 2018 ist der Vorstandsvorsitzende der Sana Kliniken AG, Thomas Lemke, der Dr. Michael Philippi folgt. Philippi ist seit 2015 Vizepräsident der DKG.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder – 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände – in der Bundes- und EU-Politik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 1.956 Krankenhäuser versorgen jährlich 19,2 Millionen stationäre Patienten und rund 20 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,2 Millionen Mitarbeitern. Bei 97 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

 

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder – 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände – in der Bundes- und EU-Politik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 1.951 Krankenhäuser versorgen jährlich 19,5 Millionen stationäre Patienten und rund 20 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,2 Millionen Mitarbeitern. Bei 97 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

Kontakt:
Joachim Odenbach (Leitung)
Holger Mages
Dagmar Vohburger
Rike Stähler
Tel. (030) 3 98 01 – 1020 / – 1022 / – 1023 / – 1024

Sekretariat
Stephanie Gervers
Tel. (030) 3 98 01 -1021
Fax (030) 3 98 01 -3021
e-mail: pressestelle@dkgev.de
web: www.dkgev.de

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Wegelystraße 3
10623 Berlin

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Rechtliche und praktische Fragen zur inklusiven Ausbildung online diskutieren

Wenn die Ausbildung eines behinderten Menschen startet, beginnt oft erst die eigentliche Auseinandersetzung mit Fragen der Inklusion. Gleiches gilt, wenn eine vorzeitige Beendigung des Ausbildungsverhältnisses im Raum steht. Vom 5. bis 15. Dezember 2017 stellt die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation daher bei FMA erneut das Thema „Herausforderung inklusive Ausbildung“ zur Diskussion mit Expertinnen und Experten. Alle interessierten Personen, v. a. Betroffene aus Betrieben und Unternehmen sind eingeladen, sich mit ihren rechtlichen und praktischen Fragestellungen an der Online-Diskussion beteiligen.

Die Diskussion „Herausforderung inklusive Ausbildung II“ soll aktuelle Entwicklungen, v. a. auch angesichts des Bundesteilhabegesetzes sowie mögliche weiterhin bestehende Regelungs- und Schutzlücken in den Blick nehmen. Sie wird im Forum „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ (FMA) unter http://fma.reha-recht.de durchgeführt. Die bereits 2015 behandelten Fragen werden somit um neue Themen ergänzt. Wer hierzu beitragen und allgemeine Fragen oder Meinungsbeiträge zum Thema einreichen möchte, kann nach Registrierung und Anmeldung ab 5. Dezember selbst im Forum Beiträge schreiben. Zu beachten ist, dass eine individuelle Beratung dabei nicht stattfindet.

Das moderierte Online-Forum FMA gehört zum Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de; Träger ist die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR). Jede öffentliche Diskussionsrunde bleibt im Forum nachlesbar und wird außerdem in Form eines Fachbeitrags zusammengefasst. Der erste Austausch zum Thema inklusive Ausbildung fand im März/April 2015 statt und wurde im Fachbeitrag D24-2015 auf www.reha-recht.de zusammengefasst.

Folgende Expertinnen und Experten werden die Online-Diskussion „Herausforderung inklusive Ausbildung II“ begleiten:

  • Annetraud Grote (Projektkoordinatorin InkA, Paul-Ehrlich-Institut, Langen)
  • Dr. Wolfhard Kohte (Zentrum für Sozialforschung Halle e. V., Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg),
  • Dr. Katja Nebe (Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Recht der Sozialen Sicherheit, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
  • Hans-Günther Ritz (Chefredakteur „Die Schwerbehindertenvertretung“, Projekte zur beruflichen Eingliederung schwerbehinderter Menschen, Fachautor)
  • Barbara Vieweg (Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V., Berlin)

Weitere Informationen finden sich im Online-Forum FMA unter http://fma.reha-recht.de.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

Über Reha-Recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v.a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Kontakt:

Steffen Heidt
Koordination Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht

Tel.: 06221 / 18 79 01-22
E-Mail: s.heidt@dvfr.de

www.reha-recht.de

http://fma.reha-recht.de

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Asklepios: Stabile Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2017

  • Organische Umsatzerlöse betragen EUR 2.425,7 Mio. ·
  • Rund 1,68 Millionen behandelte Patienten
  • Investitionen in Höhe von EUR 158,5 Mio.

Hamburg. Die Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres eine weitgehend stabile Geschäftsentwicklung verzeichnet. Der Umsatz konnte leicht auf EUR 2.425,7 Mio. gesteigert werden. Das Konzernergebnis betrug EUR 123,5 Mio.

Durch organisches Wachstum stiegen die Umsatzerlöse leicht um 0,8 Prozent auf EUR 2.425,7 (9M.2016: EUR 2.407,1). Die Krankenhäuser und medizinischen Einrichtungen des Asklepios-Konzerns versorgten von Januar bis September 2017 insgesamt 1.684.196 Patienten (9M.2016: 1.717.365). Das EBITDA lag in den ersten neun Monaten 2017 bei EUR 270,9 Mio. (9M.2016: EUR 283,7 Mio.). Die operative EBITDA-Marge lag bei 11,2% (9M.2016: 11,8%). Die Materialaufwandquote konnte in den ersten neun Monaten 2017 auf 21,5% (9M.2016: 21,8%) gesenkt werden. Im Vergleich zum 30.09.2016 erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 0,9 Prozent auf 34.932 Vollkräfte (9M.2016: 34.634).

Insgesamt betrug das Konzernzwischenergebnis für Januar bis September 2017 EUR 123,5 Mio. (9M.2016: EUR 140,9 Mio.), was einer Umsatzrendite von 5,1% entspricht (9M.2016: 5,9%). Das Ergebnis der ersten neun Monate ist durch Sondereffekte der Risikovorsorge hinsichtlich des sich veränderten regulatorischen Umfelds in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags belastet.

„Asklepios wächst konstant und stabil in einem nach wie vor attraktiven Umfeld“, sagt Kai Hankeln, CEO von Asklepios. „Ein nachhaltiger Wachstumskurs für Asklepios hat immer oberste Priorität. Innerhalb dieses Rahmens wollen wir unsere langfristige Umsatz- und Ergebnisentwicklung weiter verbessern, indem wir unsere Exzellenzstrategie im Sinne der Patienten konsequent fortführen.“ Die Bruttoinvestitionen im Berichtszeitraum betrugen EUR 158,5 Mio. (9M.2016: EUR 148,5 Mio.), der Anteil der Eigenmittel lag bei 69,7% (9M.2016: 64,3%). „Ich bin stolz, dass wir die Investitionen in unsere Häuser erneut steigern konnten“, kommentiert Dr. Thomas Wolfram, CEO von Asklepios. „Dabei haben wir nicht nur das Gesamtvolumen unserer Investitionen, sondern auch den Anteil aus Eigenmitteln erhöht. So sichern wir langfristig Exzellenz in Pflege und Behandlungsqualität.“

Die Finanzlage des Asklepios-Konzerns ist unverändert stabil. Zum Stichtag 30. September 2017 beliefen sich die Nettoschulden des Konzerns auf EUR 618,7 Mio. Der Verschuldungsgrad betrug das 1,7-fache des EBITDA. Die liquiden Mittel betrugen EUR 235,6 Mio., die ungenutzten Kreditlinien beliefen sich zum Stichtag 30. September 2017 auf EUR 463,1 Mio. Asklepios besitzt damit ausreichend finanzielle Mittel zur Finanzierung des weiteren Unternehmenswachstums. „Die wirtschaftliche Stabilität von Asklepios basiert auf einer soliden Finanzierung. Unser im November emittierter Schuldschein gewährleistet uns nicht nur Planungssicherheit sondern harmonisiert auch unser Fälligkeitenprofil“, erläutert Hafid Rifi, CFO von Asklepios.

Konzern-Kennzahlen im Vorjahresvergleich

                            9 Monate     9 Monate 
Mio. EUR                        2017        2016*   Veränderung
Umsatzerlöse                 2.425,7      2.407,1          0,8% 
EBITDA                         270,9        283,7         -4,5% 
EBITDA-Marge (in %)             11,2         11,8       -0,6 Pp
Konzernergebnis                123,5        140,9        -12,3% 
Nettoschulden/ EBITDA            1,7          1,3         +0,4 
Patienten                  1.684.196    1.717.365         -1,9% 
Bewertungsrelationen (BWR)   442.411      448.800         -1,4% 
Mitarbeiter (Vollkräfte)      34.932       34.634          0,9%

*) Zum 30.09.2016 angepasste Vorjahreszahlen nach Konzernumstrukturierung

Die Corporate News finden Sie unter www.asklepios.com/ir.

Über Asklepios

Die Asklepios Kliniken zählen zu den führenden privaten Betreibern von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Die Klinikgruppe steht für eine hoch qualifizierte Versorgung ihrer Patienten mit einem klaren Bekenntnis zu medizinischer Qualität, Innovation und sozialer Verantwortung. Auf dieser Basis hat sich Asklepios seit der Gründung vor mehr als 30 Jahren dynamisch entwickelt. Aktuell verfügt der Konzern bundesweit über 150 Gesundheitseinrichtungen. Dazu zählen Akutkrankenhäuser aller Versorgungsstufen, Fachkliniken, psychiatrische und forensische Einrichtungen, Rehakliniken, Pflegeheime und Medizinische Versorgungszentren. Im vergangenen Geschäftsjahr 2016 wurden 2,3 Mio. Patienten in Einrichtungen des Asklepios Konzerns behandelt. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 46.000 Mitarbeiter.

Pressekontakt:

IR – Kontakt
Mirjam Constantin
Investor Relations
Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH
Debusweg 3
61462 Königstein-Falkenstein
Tel: +49 61 74 90-11 66
Fax: +49 61 74 90-11 10
ir@asklepios.com

PR-Kontakt:
Rune Hoffmann
Konzernbereichsleiter Unternehmenskommunikation & Marketing
Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH
Rübenkamp 226
22307 Hamburg
Tel.: +49 40 1818-82 6630
Fax: +49 40 1818-82 6639
presse@asklepios.com

Besuchen Sie Asklepios im Internet, auf Facebook oder Youtube:
www.asklepios.com
www.asklepios.com/ir
www.facebook.com/asklepioskliniken
www.youtube.com/asklepioskliniken

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Hygiene in Krankenhäusern und Pflegeheimen verbessern

Pressemitteilung – Verband der Ersatzkassen e.V.

Selbstverwaltung der Ersatzkassen verabschiedet Resolution zur Krankenhaushygiene

Berlin – Jährlich erkranken in Deutschland über 400.000 Menschen an einer Krankenhausinfektion, davon 30.000 Menschen an multiresistenten Erregern (MRE) – oft mit schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen. Deshalb widmet sich die Selbstverwaltung der Ersatzkassen verstärkt dem Problem der steigenden Zahl von Krankenhausinfektionen. Die Mitgliederversammlung des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) hat nun hierzu eine Resolution mit sieben Forderungen verabschiedet. Darin mahnen die Ersatzkassen u. a. an:

  • mehr Transparenz, z. B. im Rahmen der Krankenhaus-Qualitätsberichte,
  • mehr Aufklärungs- und Informationsarbeit durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA),
  • eine Richtlinie mit Mindestanforderungen an die Struktur- und Prozessqualität von Hygienemaßnahmen; erfüllt ein Krankenhaus diese nicht, finden Sanktionen statt; hinzu kommen klare Vorgaben für Screening und Isolation von „Risikopatienten“,
  • Qualitätsindikatoren für die Hygiene, die die Bundesländer bei der Krankenhausplanung berücksichtigen müssen,
  • eine rechtlich bindende Verpflichtung der Länder, die notwendigen Investitionsmittel z. B. für Isolationszimmer bereitzustellen.

„Wir können noch viel tun in Sachen Krankenhaushygiene“, betonte Uwe Klemens, vdek-Verbandsvorsitzender. „Ein Drittel der Infektionen sind auf unzureichende Hygiene im Krankenhaus oder Pflegeheim zurückzuführen und deshalb grundsätzlich vermeidbar. Der Schlüssel zur Lösung der Probleme liegt vor allem in einer verbesserten Hygiene, einer angemesseneren Behandlung von MRE-Patienten und einem Umdenken im Einsatz von Antibiotika.“

Klemens würdigte die zahlreichen Aktivitäten, wie etwa die „Aktion Saubere Hände“, an der sich auch der vdek beteiligt. Ziel der Aktion sei es, die Händedesinfektion in Krankenhäusern zu verbessern, so Klemens. Auch die Bundesregierung habe in den vergangenen Jahren mit dem Infektionsschutzgesetz, der deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie und dem Hygienesonderprogramm eine Reihe von Aktivitäten zur Verbesserung der hygienischen Verhältnisse in den Krankenhäusern verabschiedet, welche maßgeblich durch die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen finanziert würden. Es komme jetzt darauf an, die nach wie vor bestehenden Defizite in der Umsetzung und in der Koordination der verschiedenen Vorsorgemaßnahmen zu beseitigen.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen nahezu 28 Millionen Menschen in Deutschland versichern:
– Techniker Krankenkasse (TK)
– BARMER
– DAK-Gesundheit
– KKH Kaufmännische Krankenkasse
– hkk – Handelskrankenkasse
– HEK – Hanseatische Krankenkasse

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Bis 2009 firmierte der Verband unter dem Namen „Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V.“ (VdAK).

In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 340 sowie mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

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Fitnessarmbänder: Gut ist nur ein Produkt

Pressemitteilung

Berlin – Fitnessarmbänder, Laufuhren und Smartwatches (kurz: Wearables) messen den Puls, erfassen Schritte und Laufgeschwindigkeit. Mit manchen kann man Musik hören und E-Mails checken: hochmodern, aber leider sehr neugierig. Die Anbieter von Smartwatches und Co. räumen sich weitgehende Rechte an den Daten der Nutzer ein. Für die Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test hat sich die Stiftung Warentest 13 Modelle genauer angesehen. Bei 12 wurden deutliche Mängel im Kleingedruckten der Datenschutzerklärung und der AGBs gefunden. Gut hat deshalb nur eine abgeschnitten, die anderen waren befriedigend bis ausreichend.

Es geht um sensible Messwerte und Daten wie die Pulsfrequenz oder den Aufenthaltsort, die beim Gehen, Joggen oder Radfahren erhoben und auch an Drittfirmen gesendet werden. Die Smartwatch von Apple kostete das den Sieg.

Um die persönliche Fitness zu überwachen, sind alle Modelle brauchbar bis gut. Die getesteten Fitnessarmbänder kosten zwischen 130 und 190 Euro und sind geeignet für Gelegenheitssportler. Sie ermitteln den Puls und messen die Schritte, die am Tag gegangen wurden.

Für mehr Genauigkeit sorgen Laufuhren mit Sattelitenortung. Sie richten sich eher an versierte Sportler, die mit ausgefeilten Trainingsplänen arbeiten, und kosten zwischen 166 und 229 Euro. Die Smartwatches sind mit rund 300 bis 400 Euro deutlich teurer, aber dafür auch tragbare Multifunktionsgeräte, die sich flexibel auf die verschiedensten Sportarten einstellten und mit denen man sogar telefonieren oder E-Mails schreiben kann.

Der ausführliche Test erscheint in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 22.11.2017 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/wearables abrufbar.

Einen fragwürdigen Umgang mit personenbezogenen Daten attestierte den Fitnessarmbändern, Smartwatches und Fitness-Apps auch der Marktwächter Digitale Welt in seiner aktuellen Untersuchung (zur Pressemitteilung). Verbraucher erhalten auch auf wiederholte und formelle Nachfrage beim Anbieter in den meisten Fällen keine detaillierte Auskunft zu den über sie gespeicherten personenbezogenen Daten.

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Ambulante und stationäre Patientenversorgung müssen enger kooperieren –

 Sozialdienstmitarbeiter bilden sich fort.

 

Bad Bocklet, 24.11.2017

 

Das Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet lud am 15.11.2017 bereits zum 7. mal zur Fachtagung für Sozialdienstmitarbeiter in Krankenhäusern ein. Als Leitthema wurde das neue Entlassungsmanagement nach § 39 Abs. 1a SGB V gewählt. Der Gesetzgeber rief mit der Gesetzesänderung alle am Behandlungsprozess Beteiligte auf, im Rahmen des Entlassungsmanagements die Versorgung der Patienten zu verbessern. Insbesondere sollen die verschiedenen Leistungserbringer stärker miteinander Kooperieren. Hierzu einigten sich die beteiligten Verbände am 16. Juni 2017 auf den entsprechenden Rahmen, der bis zum 01. Oktober umzusetzen war. Aus diesen Neuerungen ergab sich reichlich Abstimmungsbedarf für die tägliche Arbeit, sodass das Leitthema brandaktuell war.

Für die fachlichen Hintergründe referierte Frau Sibylle Kraus, Leiterin Sozialdienst und Case Management, Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin. Frau Kraus ist weiterhin Vorstandsmitglied des „Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V.“ und konnte den Anwesenden daher auch die unterschiedlichen Verhandlungspositionen erläutern.

 

Aus der Praxis – für die Praxis berichtet Frau Kraus über den Umsetzungsprozess des neuen Entlassungsmanagements im Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin. Hierzu gab Sie wertvolle Tipps, wie der nachstationäre Unterstützungsbedarf ermittelt und umgesetzt wird. Detailliert ging sie auch auf die neuen Leistungen, wie zum Beispiel die Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln, Medikamenten oder Feststellungen von Arbeitsunfähigkeiten ein und zeigte auch die praktischen Probleme auf, die sich aus den Geboten medizinischer Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit ergeben.

Ihr Fazit viel daher sehr differenziert aus und hob positiv die Festigung und Stärkung der klinischen Sozialarbeit hervor und hofft gleichzeitig, dass zum Wohle der Patienten künftig weitere bürokratische Barrieren abgebaut werden können.

Im weiteren Tagesverlauf unterrichtete Herr Steve Metz, Geschäftsführer des VdK Schweinfurt, über die praktischen Fallstricke im Behindertenrecht nach einem operativen Eingriff. Häufig könnten körperliche Einschränkungen erst im Zeitablauf objektiv Beurteilt werden, sodass eine Antragstellung, insbesondere auf eine Erhöhung des GdB (Grad der Behinderung), besser nicht vom Krankenhaussozialdienst zu stellen sei.

Als Rückblick auf die letztjährige Tagung stand uns Frau Ulrike Wittemann vom MdK Bayern zur Verfügung und referierte über die ersten praktischen Erkenntnisse mit dem neuen Begutachtungsassessment. Seit Jahresbeginn werden die Leistungen der Pflegeversicherungen nicht mehr nach drei Pflegestufen sondern nach fünf Pflegegraden kategorisiert. Alle Anwesenden waren sich einig, dass dieses neue Verfahren die tatsächlichen Bedürfnisse der Betroffenen besser widerspiegelt. Die Teilnehmer nutzten die sich bietende Gelegenheit, aus erster Hand einige Verständnisfragen beantwortet zu bekommen.

Abgerundet wurde die Tagung durch Frau Prof. Reuss-Borst, die als ärztliche Gesamtkoordinatorin der Kliniken Bad Bocklet AG gemeinsam mit Herrn Boschmann und Herrn Dr. Brückl das interdisziplinäre Behandlungskonzept im Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet präsentierte. Dies wurde anhand eines Beispielfalles für orthopädische und internistische Erkrankungen dargelegt, dessen Patient zudem noch psychotherapeutischer Begleitung bedurfte. Mit seinen Fachkliniken für Orthopädie, Innere Medizin, Urologie, Psychosomatik und Geriatrie nimmt das Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet für interdisziplinäre Behandlungen eine Vorreiterstellung ein.

Die Tagungspausen wurden für intensiven kollegialen Austausch genutzt und während eines Klinikrundganges wurden die Therapieabteilungen des Hauses besichtigt. Insbesondere die frisch renovierte Balneotherapie sowie die Schneekabine innerhalb der neuen Saunalandschaft fanden unter den Teilnehmern großen Anklang.

 

 

Kontakt:

Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet

 

Sebastian Pleick

Kliniken Bad Bocklet AG

Referent des Vorstandes

Frankenstr. 36

97708 Bad Bocklet

Tel. 09708/ 79-3438

Fax. 09708/ 79-3435

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