Mittwoch, Oktober 25th, 2017

 

Größter deutscher Medienpreis im Bereich Behindertensport

 

Gesetzliche Unfallversicherung verleiht 18. German Paralympic Media Award

25.10.2017

Bereits zum 18. Mal schreibt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) den German Paralympic Media Award aus. Mit diesem Medienpreis werden herausragende journalistische Beiträge über den Reha- und Behindertensport ausgezeichnet.

Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV und Stifter des Preises: „Der Rekord an Einreichungen bei der letzten Preisverleihung zeigt uns, welchen Stellenwert der Behindertensport in der Gesellschaft inzwischen hat. Das hat sich auch an der Berichterstattung über die Paralympischen Spiele in Rio gezeigt. Sie hat alles bisher Dagewesene übertroffen. Wir hoffen, dass der German Paralympic Media Award diese Entwicklung fördert und unsere Botschaft weiterträgt: Sport und Rehabilitation sind zentrale Bausteine für die Inklusion von Menschen mit Behinderung.“

Mit dem German Paralympic Media Award werden die besten Reportagen und Hintergrundberichte sowie Interviews und andere Formen der Berichterstattung über den Sport von Menschen mit Behinderung prämiert. Entscheidend ist die gut recherchierte, kompetente sowie allgemein verständliche Darstellung.

Der Award wird in den fünf Kategorien Print, Foto, TV/Film, Hörfunk sowie Online/Social Media vergeben. Zusätzlich gibt es einen Sonderpreis, der an eine Person geht, die sich mit Engagement für den Behindertensport einsetzt und eine Inspiration für andere Menschen ist. Es können alle journalistischen Arbeiten eingereicht werden, die ab dem 01. Januar 2017 veröffentlicht wurden. Einsendeschluss ist der 12. Januar 2018. Die Einreichung von Beiträgen ist ab sofort auf der Webseite möglich: www.dguv.de/gpma

Die Preisverleihung des 18. German Paralympic Media Award findet am 25. April 2018 in den Räumlichkeiten der DGUV in der Berliner Glinkastraße statt. Weitere Informationen zu Jurymitgliedern und die Möglichkeit zur Anmeldung für die Preisverleihung finden Sie auf folgender Webseite: www.dguv.de/gpma

Kontakt:

Stefan Boltz
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Pressestelle
Tel.: 030 288763768
Fax: 030 288763771
E-Mail: presse@dguv.de

 

 

 

Herausgeber:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) –
Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen

Glinkastraße 40
10117 Berlin
Tel.: 030 288763800
Fax: 030 288763818
E-Mail: newsletter@dguv.de
Internet: http://www.dguv.de

Infoline der gesetzlichen Unfallversicherung: Allgemeine Informationen zu Arbeitsunfällen, Wegeunfällen und Berufskrankheiten sowie Berufsgenossenschaften und Unfallkassen unter

Telefon: 0800 60 50 40 4 und per E-Mail unter info@dguv.de

 


Steuerfachangestellte – Umschulung mit hoher Übernahmegarantie

Die Umschulung zum Steuerfachangestellten bietet durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis hohe Übernahmegarantien. © Kassner, BFW Leipzig
Die Umschulung zum Steuerfachangestellten bietet durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis hohe Übernahmegarantien. © Kassner, BFW Leipzig

Die Umschulung zum Steuerfachangestellten bietet durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis hohe Übernahmegarantien. © Kassner, BFW Leipzig

Das Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) bietet im Rahmen seines umfangreichen Umschulungsprogramms auch den Beruf des Steuerfachangestellten an. Das besondere und praxisorientierte Umschulungsmodell stellt eine hohe Übernahmegarantie für die künftigen Absolventen dar.

Der vorgeschriebene Vorkurs zum Umschulungsberuf des Steuerfachangestellten beginnt bereits am 11. Dezember 2017, ehe sich dann am 16. Januar 2018 die 24-monatige Umschulung anschließen kann. Im BFW Leipzig erfolgt die Qualifizierung in betrieblich eng vernetzter Form.

Nach einer kurzen Startphase wird die Umschulung im Wechsel zwischen BFW Leipzig und betrieblichen Lernphasen in einer Steuerkanzlei fortgesetzt. Im ersten Jahr umfasst die betriebliche Lernphase zwei Tage pro Woche, im zweiten Jahr drei Tage pro Woche. Die fachtheoretischen und berufspraktischen Umschulungsinhalte werden dadurch praxisnah verknüpft. Die allgemeine Wirtschaftslehre, die Steuerlehre, das Rechnungswesen sowie integrierte Datenverarbeitung stehen im Mittelpunkt der Ausbildung. Zusätzlich können anerkannte Zertifikate, wie DATEV, erworben werden.

Bereits mit Beginn der Qualifizierung werden die Teilnehmer bei der Suche und dem Aufbau von Kontakten zu potentiellen Arbeitgebern gefördert. Mit der engen Verzahnung von Theorie und Praxis im BFW Leipzig und bei einem Arbeitgeber über den gesamten Zeitraum der Umschulung ist eine hohe Übernahmegarantie verbunden.

Die Umschulung endet mit der Prüfung vor der Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen.

Steuerfachangestellte sind wichtige Fachkräfte, die den Steuerberater inhaltlich unterstützen. Zu den Aufgaben zählen die Finanzbuchführung sowie Lohn- und Gehaltsabrechnungen, das Vorbereiten von Jahresabschlüssen und Bearbeiten von Steuererklärungen sowie die Prüfung von Steuerbescheiden. Zu den Mandanten zählen Unternehmen aus Industrie, Handel, Handwerk und dem Dienstleistungsbereich oder Selbstständige und Freiberufler sowie Privatpersonen.

Wer im Anschluss oder nach einer Zeit der beruflichen Praxis als Steuerfachangestellter weiter vorankommen will, für den bieten sich verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten beispielsweise zum Betriebswirt oder Steuerfachwirt.

Die Umschulung zum Steuerfachangestellten steht offen für Menschen, die durch Krankheit oder Unfall ihren alten Beruf nicht mehr ausüben können, aber auch für Arbeitssuchende mit Bildungsgutschein. Die Bildungsgutscheine können beim Jobcenter oder der Agentur für Arbeit erfragt und im BFW Leipzig eingereicht werden.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:
BFW Leipzig, berufliche Rehabilitation, Steuerfachangestellte, Umschulung, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Bildungsgutschein, Arbeitssuchende, Agentur für Arbeit, Jobcenter

BFW Leipzig
Über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:
Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse


Zusammenhang beachten: Schlaganfall und Herzschwäche

24.10.2017

Forscher der Universitäten Würzburg und Duisburg-Essen (UDE) konnten zeigen, dass nach einem Schlaganfall ein erhöhtes Risiko besteht, eine chronische Herzschwäche zu entwickeln. Darüber und über Therapiemöglichkeiten berichten sie in dem Fachmagazin „Annals of Neurology“.

Menschen mit einer Herzschwäche erleiden überdurchschnittlich häufig Schlaganfälle. Wissenschaftler der Universitätskliniken Essen und Würzburg konnten jetzt erstmals experimentell zeigen, dass dies oft auch der umgekehrte Krankheitsverlauf auftritt: Nach einem Schlaganfall kann sich über Monate hinweg eine Herzschwäche entwickeln.

Die Entdeckung der Naturwissenschaftler und Mediziner hat potenziellen Einfluss auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten. „Beim Schlaganfall darf nicht allein die Hirnfunktion betrachtet werden, auch eine langfristige Herzdiagnostik muss ins Auge gefasst werden“, sagt Prof. Christoph Kleinschnitz von der Klinik für Neurologie der Medizinischen Fakultät der UDE am Universitätsklinikum Essen.

Herz & Hirn

Es gab bereits Hinweise, dass sich eine Herzinsuffizienz (HI) durch Störung des autonomen Nervensystems entwickeln kann. Der genaue Mechanismus dahinter war jedoch unbekannt. Bisherige Studien an Schlaganfallpatienten zeigten lediglich, dass es bis zu mehrere Wochen nach einem Schlaganfall sowohl zu Herzrhythmusstörungen, dem Absterben von Herzmuskelzellen als auch zu funktionellen Störungen des Herzens kommen kann.

Innerhalb der ersten drei Monate nach einem Schlaganfall kommt es bei 19 Prozent aller Patienten zu einem schweren kardialen Zwischenfall: einem Herzinfarkt oder zu einem plötzlichen Herztod. Aber bisher war kaum etwas über die Langzeitkonsequenzen eines Schlaganfalls auf die Entwicklung einer chronischen Herzschwäche bekannt.

SICFAIL-Studie schließt Lücke

Durch die enge Zusammenarbeit von Neurologen, Kardiologen und klinischen Epidemiologen der Universitätskliniken und des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) konnte das Projekt „SICFAIL“ (durch einen Schlaganfall hervorgerufene Funktionsverschlechterung des Herzens) nun die Bedeutung von Schlaganfall-induziertem Herzversagen beobachten, bewerten und auch neue Behandlungsstrategien entwickeln. SICFAIL besteht aus einem experimentellen und einem klinischen Teil, der noch nicht beendet ist.

„Die Grundhypothese lautet, dass durch einen IS (Ischämischer Schlaganfall, ausgelöst durch eine plötzliche Minderdurchblutung des Gehirns) eine chronische Herzinsuffizienz (HI) induziert wird und dass diese einer pharmakologischen Intervention grundsätzlich zugänglich ist“, erklärt der Naturwissenschaftler Dr. Michael Bieber vom Universitätsklinikum Würzburg.

Ein wichtiger Meilenstein dafür war der Nachweis, dass sich nach einem experimentellen Schlaganfall tatsächlich eine Funktionsstörung des Herzens ausbildet. So war die Pumpfunktion acht Wochen nach Schlaganfallinduktion signifikant reduziert. Dieser neurokardiale Schaden wird durch eine chronische Überaktivierung in einem Teil des Nervensystems, dem Sympathikus, ausgelöst. Dieses Problem führt zudem zu einer vermehrten Kollagenbildung direkt am Herzen.

Pharmakologische Strategie

Die Wissenschaftler testeten eine pharmakologische Strategie zur Verhinderung der HI nach Schlaganfall. Dabei wurde, wie man es auch bei HI-Patienten macht, der Betablocker Metoprolol verabreicht. Dies senkte die sympathische Aktivierung, verbesserte die Herzfunktion signifikant und die morphologischen Veränderungen am Herzen blieben aus.

„Sollten sich die experimentellen Ergebnisse in dem klinischen Teil der SICFAIL-Studie bestätigen lassen, könnte diese medikamentöse Therapie mit einem Betablocker auch ein sinnvoller Ansatzpunkt bei Patienten nach einem Schlaganfall sein“, erläutert Prof. Stefan Frantz, Kardiologe und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Universitätsklinikum Würzburg.

„Die Rekrutierung und Basisuntersuchungen für den klinischen Teil wurden Mitte des Jahres erfolgreich abgeschlossen. Derzeit laufen noch die jährlichen Nachbefragungen. Die Ergebnisse der ersten Analysen werden Anfang nächsten Jahres erwartet“, ergänzt Prof. Peter Heuschmann, Leiter des Lehrstuhls für Klinische Epidemiologie und Biometrie an der JMU. Finanziell gefördert wurden die Arbeiten durch das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Originalpublikation:
“Stroke-Induced Chronic Systolic Dysfunction Driven by Sympathetic Overactivity” von Michael Bieber, Rudolf A. Werner, Edit Tanai, Ulrich Hofmann, Takahiro Higuchi, Kai Schuh, Peter U. Heuschmann, Stefan Frantz, Oliver Ritter, Peter Kraft & Christoph Kleinschnitz. Annals of Neurology. Online publiziert am 10.Oktober 2017. doi: 10.1002/ana.25073.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. med. Christoph Kleinschnitz, Direktor Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen, Tel. 0201/723-2460, christoph.kleinschnitz@uk-essen.de
Dr. Michael Bieber, Neurologische Universitätsklinik Würzburg, Tel. 0931/201-23646, bieber_m@ukw.de
Prof. Dr. Stefan Frantz, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I, Universitätsklinikum Würzburg, Tel. 0831/201-39001, M1_Direktion@ukw.de