Freitag, September 29th, 2017

 

Deutschsprachiges Arthroskopieregister „DART“ geht an den Start

Ärzte und Patienten messen gemeinsam Qualität von Gelenkoperationen

Berlin.  In Deutschland werden jährlich über 400.000 arthroskopische Operationen durchgeführt. Mit der minimalinvasiven Technik lässt sich im Inneren der Gelenke, wie Knie, Schulter, Hüfte oder Sprunggelenk, sicher und schonend operieren. Trotz der Vorteile werden immer mehr mikrochirurgische Eingriffe vom Gemeinsamen Bundesausschuss für Patienten gesetzlicher Krankenkassen gestrichen. Denn es fehlen bisher klinische Studien an großen Patientenpopulationen, die das Ergebnis dieser OP unter Alltagsbedingungen messen. Deshalb wurde jetzt das Deutschsprachige Arthroskopieregister – DART – ins Leben gerufen.

In diesem Register werden ab sofort alle validen Daten der Patienten, vor und nach einer arthroskopischen Operation erfasst und zentral wissenschaftlich ausgewertet. Mit dabei sind Eingriffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das zentrale Datenregister soll Ärzten, Praxen und Kliniken kostenfrei zur langfristigen Sicherstellung ihrer Qualität zur Verfügung stehen.

Auf der online-Plattform von DART machen die Ärzte Angaben zur Erkrankung / Verletzung, dem intraartikulären Befund und der durchgeführten Operation. Der operierte Patient erhält ebenfalls einen online-Zugang und wird gebeten, zu regelmäßigen Zeitpunkten – bis zu 10 Jahre nach der Operation – Angaben zum subjektiven Gelenkbefund, Komplikationen, Arbeitsausfall und der subjektiven Zufriedenheit zu machen. Die Arzt- und anonymisierten Patientendaten werden anschließend statistisch ausgewertet. Über eine Reportfunktion erhält der Arzt eine Rückmeldung für die Ergebnisse der von ihm durchgeführten Operationen im Vergleich zum Gesamtpool teilnehmender Ärzte.

Für die Patienten wird die Qualität damit umfassend, genau und praxisnah dokumentiert. Die moderne Gelenkmedizin soll so auch in Zukunft als wertvolle minimalinvasive OP-Technik Patienten schneller zurück zu Aktivität und Sport bringen, sowie ältere Menschen nach Eingriffen früher fit machen. Auf lange Sicht soll verhindert werden, dass wertvolle Behandlungen nicht mehr von den Kassen bezahlt werden.

Träger des Deutschsprachigen Arthroskopieregisters (DART) sind die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA), der Berufsverband für Arthroskopie (BVASK) und die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS). Als Partner für die technische Realisation wurde das Studienzentrum der Universität Freiburg gewonnen. Am 24. Oktober 2017 wird DART auf dem Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.

Pressekontakt:

Kathrin Reisinger
-Pressestelle-
Deutschsprachiges Arthroskopieregister gemeinnützige GmbH (DART
gGmbH)
Mail presse@arthroskopieregister.com
TEL 0177-600-5555


Kombi-REHA: Stationäre und ambulante Reha im Verbund – Fortbildung für Sozialdienste

Mit der Kombi-REHA bieten die Rehaklinik Sonnhalde in Donaueschingen und das Zentrum für ambulante Reha (ZAR) Stuttgart eine neue Form der medizinischen Rehabilitation an, die sich speziell an Patientinnen und Patienten mit orthopädischen Erkrankungen richtet.
Die Kombi-REHA beginnt mit der zweiwöchigen stationären Rehabilitation in der Rehaklinik Sonnhalde und wird 10 Tage im ZAR Stuttgart fortgesetzt. Hier wird der Patient wohnortnah auf den Weg zurück in sein soziales Umfeld und das Arbeitsleben vorbereitet. Die Kombi-REHA kann somit zu einer besseren und schnelleren Reintegration in das private und berufliche Umfeld führen.
Damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniksozialdienste in ihrer täglichen Arbeit Patientinnen und Patienten zum Thema Rehabilitation allumfassend beraten können, laden das ZAR Stuttgart und die Rehaklinik Sonnhalde herzlich zu einer Fortbildung für Sozialdienste ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet eine spannende und informative Veranstaltung.

Programm:

Begrüßung und Einführung
Dr. Maria Klose, Leiterin des Sozialmedizinischen Zentrums Stuttgart der DRV Baden-Württemberg

Erläuterung der stationären Phase
Martin Vierl, Chefarzt Rehaklinik Sonnhalde

Erläuterung der ambulanten Phase
Dr. med. Uli Fülle, Chefarzt Orthopädie ZAR Stuttgart

Offene Fragerunde und Snack Buffet

Termin:
Donnerstag, 05.10.2017, 14.00 – 16.00 Uhr

Veranstaltungsort:
ZAR Stuttgart Mitte
Wilhelmsplatz 11
70182 Stuttgart

weitere Informationen:
www.rehazentren-bw.de
www.zar-Stuttgart.de


Nach dem Klinikaufenthalt gut versorgt

Pressemitteilung – Verband der Ersatzkassen e.V.

Neues Entlassmanagement der Krankenhäuser setzt vdek-Forderungen um

Berlin – Ab 1. Oktober 2017 müssen Deutschlands Kliniken für einen reibungslosen Übergang von der stationären Behandlung in die Weiterversorgung ihrer Patienten sorgen. Dies sieht eine Vereinbarung zum „Entlassmanagement“ der Kliniken vor, an dem der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) maßgeblich mitgewirkt hat.„Gerade ältere und alleinstehende Menschen fragen sich oft mit Sorge, wie komme ich nach der Operation alleine zurecht? Was ist, wenn ich Schmerzen habe? Hier hilft das neue Entlassmanagement. Die Krankenhäuser müssen nun frühzeitig eine etwaige Anschlussversorgung prüfen und bei Bedarf organisieren und koordinieren. Damit stellen Kliniken die Weichen für eine möglichst lückenlose Weiterversorgung nach der stationären Behandlung“, erklärte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. Elsner unterstrich, dass ein Entlassmanagement in vielen Kliniken schon lange eine Selbstverständlichkeit sei, nun müssten alle Krankenhäuser eine strukturierte und gut organisierte Überleitung in die Anschlussversorgung ihrer Patienten sicherstellen. Das neue Entlassmanagement verpflichtet die Krankenhäuser u. a., Entlasspläne zu erstellen und bei Bedarf häusliche Krankenpflege oder Medikamente für die Übergangszeit zu verordnen. Unterstützung erhalten sie dabei von den gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, die z. B. Kontakt mit niedergelassenen Ärzten und Reha-Zentren aufnehmen und Pflegeberater bereitstellen.

„Wir freuen uns, dass viele unserer Forderungen im neuen Entlassmanagement aufgenommen wurden“, so Elsner. Der vdek hatte sich u. a. dafür stark gemacht, dass die Krankenhäuser nun auch Medikamente in der kleinsten Packungsgröße sowie in begrenztem Umfang Heil- und Hilfsmittel wie z. B. Rollatoren oder Physiotherapie verordnen dürfen. Bislang wurden von Kliniken Arzneimittel nur zum Wochenende für bis zu drei Tage mitgegeben – meist lose und ohne Beipackzettel. Vor allem bei älteren Patienten, die mehrere Medikamente einnehmen, bestand damit das Risiko unerwünschter Wechselwirkungen. Der vdek hatte sich ferner erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Kliniken Krankschreibungen für bis zu sieben Tage ausstellen können. Damit entfällt für viele frisch entlassene Patienten die Notwendigkeit, nur wegen einer AU-Bescheinigung bei einem Arzt vorstellig zu werden.

Elsner: „Das neue Entlassmanagement wird Versorgungslücken schließen. Und wir verhindern damit Drehtür-Effekte: Durch die verbesserte Kommunikation aller Beteiligten innerhalb und außerhalb der Klinik können unnötige Wiederaufnahmen von Patienten verhindert werden.“

Hintergrund:
Die Vereinbarung zum neuen Entlassmanagement der Kliniken wurde zwischen GKV-Spitzenverband (GKV-SV), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) geschlossen. Sie setzen damit Vorgaben des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes um.

Service:
Auf welche Leistungen haben die Versicherten Anspruch? Wo erhalten sie weitere Informationen über das Entlassmanagement ihrer Klinik? Die wichtigsten Fragen zum Thema beantwortet ein kostenloser FAQ-Katalog des vdek. Der Katalog ist im Internet abrufbar unter: www.vdek.com/presse/Fragen_und_Antworten/faq-entlassmanagement.html

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen nahezu 28 Millionen Menschen in Deutschland versichern:
– Techniker Krankenkasse (TK)
– BARMER
– DAK-Gesundheit
– KKH Kaufmännische Krankenkasse
– hkk – Handelskrankenkasse
– HEK – Hanseatische Krankenkasse

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Bis 2009 firmierte der Verband unter dem Namen „Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V.“ (VdAK).

In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 340 sowie mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.


REHADAT-Wissensreihe „In Schwermut steckt Mut!“ – Berufliche Teilhabe von Menschen mit Depressionen

Wie können Menschen, die an Depressionen erkrankt sind, weiter am Berufsleben teilhaben? Antworten auf diese Frage gibt es in der neuesten REHADAT-Wissensreihe „In Schwermut steckt Mut!“. Die Broschüre beschreibt, wie Arbeit für Menschen mit Depressionen gestaltet werden kann, welche Ansprechpartner es gibt und liefert Grundinformationen über die Krankheit.

 

Im Jahr 2015 waren in Deutschland ca. 4,1 Millionen Menschen an einer Depression erkrankt. Viele Betroffene verheimlichen ihre Erkrankung, um Nachteile im Beruf wie soziale Ausgrenzung oder eine Kündigung zu vermeiden. Mit der richtigen medizinischen Versorgung und Unterstützung im Berufsalltag ist es aber häufig möglich, die an Depressionen erkrankten Mitarbeitern leitstungsfähig und langfristig im Berufsleben zu halten.

 

Die REHADAT-Wissensreihe beschreibt betriebliche Gestaltungsmöglichkeiten, um Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse von Beschäftigten mit Depressionen anzupassen und ihre berufliche Teilhabe zu unterstützen: z. B. durch die Veränderung von Arbeitszeiten, -routinen und -inhalten, personelle Unterstützung am Arbeitsplatz, Job-Coaching oder spezielle Arbeitsmittel. Experteninterviews aus den Bereichen Arbeitsmedizin und Job-Coaching sowie ein Fallbeispiel zur Arbeitsgestaltung aus der Praxis greifen diese Aspekte auf.

 

Ein weiteres zentrales Thema der Broschüre ist, wie und mithilfe welcher Anlaufstellen Arbeitgeber und Mitarbeiter für depressive Erkrankungen sensibilisiert werden und wie sie betroffene Kollegen konkret unterstützen können.

 

Darüber hinaus erhalten Leser unter anderem Informationen zu Depressionen und ihren Erscheinungsformen, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, Grad der Behinderung, Arbeitsschutz, Fahreignung, BEM und stufenweise Wiedereingliederung, Arbeitsorganisation und Arbeitsumfeld sowie weiterführende Tipps, Ansprechpartner und Literaturhinweise.

 

Hier finden Sie die neueste Ausgabe der REHADAT-Wissensreihe: http://rehadat.link/publikationen

 

REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

 

Kontakt für Rückfragen: Jasmin Saidie, Tel. 0221 4981-846, E-Mail: saidie@iwkoeln.de

Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Postfach 10 19 42 / 50459 Köln
Konrad-Adenauer-Ufer 21 / 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845
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