Mittwoch, September 27th, 2017

 

Entlassrezept ab 1. Oktober 2017 in Apotheken: Praxistest zum Patientenwohl steht noch aus

Durch den Aufdruck "Entlassmanagement" ist das neue rosa Rezept von ambulanten Verordnungen zu unterscheiden. Das Entlassrezept muss innerhalb von drei Werktagen in der Apotheke eingelöst werden. Beim Einlösen von Entlassrezepten hat jeder Patient die freie Apothekenwahl in ganz Deutschland. Quellenangabe: "obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände"

ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Durch den Aufdruck "Entlassmanagement" ist das neue rosa Rezept von ambulanten Verordnungen zu unterscheiden. Das Entlassrezept muss innerhalb von drei Werktagen in der Apotheke eingelöst werden. Beim Einlösen von Entlassrezepten hat jeder Patient die freie Apothekenwahl in ganz Deutschland. Quellenangabe: "obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände"

Durch den Aufdruck „Entlassmanagement“ ist das neue rosa Rezept von ambulanten Verordnungen zu unterscheiden. Das Entlassrezept muss innerhalb von drei Werktagen in der Apotheke eingelöst werden. Beim Einlösen von Entlassrezepten hat jeder Patient die freie Apothekenwahl in ganz Deutschland. Quellenangabe: „obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände“

Berlin  – Ab 1. Oktober 2017 können Klinikärzte ihren Patienten bei deren Entlassung aus dem Krankenhaus ein Rezept über benötigte Arzneimittel zur Einlösung in öffentlichen Apotheken ausstellen und mitgeben. Damit wird eine Regelung des Versorgungsstärkungsgesetzes aus dem Jahr 2015 umgesetzt. Das Entlassrezept soll dem Patienten ermöglichen, sofort seine Anschlussmedikation zu bekommen, ohne zuvor einen niedergelassenen Arzt aufsuchen zu müssen. Durch den Aufdruck „Entlassmanagement“ ist das neue rosa Rezept von ambulanten Verordnungen zu unterscheiden.

Ansonsten gelten jedoch zahlreiche Sonderregelungen: So dürfen die Klinikärzte nur die jeweils kleinsten verfügbaren Packungsgrößen der Arzneimittel verschreiben, und das Entlassrezept muss innerhalb von drei Werktagen in der Apotheke eingelöst werden. Ein Patient, der an einem Freitag aus dem Krankenhaus mit einem Entlassrezept für Medikamente entlassen wird, muss diese Verordnung also spätestens am Montag in der Apotheke einlösen. Beim Einlösen von Entlassrezepten hat jeder Patient die freie Apothekenwahl in ganz Deutschland.

„Die Umsetzung des Gesetzes war langwierig und schwierig, aber nun zeichnet sich endlich eine Verbesserung für die Patienten ab“, sagt Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV): „Die Apotheker begrüßen diesen Fortschritt ausdrücklich. Entscheidend wird jedoch die Alltagstauglichkeit des Entlassrezepts sein, damit die Versorgung der Patienten in den Apotheken auch tatsächlich funktioniert.“

Becker äußert Zweifel an der reibungslosen Umsetzung einiger Detailregelungen, die von den Verbänden der Krankenkassen, Vertragsärzte und Krankenhäuser in einem Rahmenvertrag ausgehandelt wurden: „Ein Beispiel: Entlassrezepte für Arzneimittel haben eine andere Gültigkeitsdauer als solche für Hilfsmittel. Solche Punkte müssen noch bearbeitet werden, um eine sichere und reibungslose Versorgung der Patienten zu garantieren.“

Weitere Informationen unter www.abda.de

Pressekontakt:

Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, 030 40004 132, presse@abda.de

Christian Splett, Pressereferent, 030 40004 137, c.splett@abda.de


Logopädieverordnungen für ältere Menschen steigen

Jede Schlucktherapie beginnt mit einer ausführlichen logopädischen Diagnostik. Quellenangabe: "obs/Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V./dbl/Jan Tepass"

Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V.

Am 1. Oktober 2017 ist der Internationale Tag der älteren Menschen

Frechen – Immer mehr ältere Menschen benötigen logopädische Therapie. Während 2007 insgesamt 15 Prozent aller Logopädie-Verordnungen für Menschen ab einem Alter von 60 Jahren ausgestellt wurden, waren es 2016 bereits 23 Prozent.

„Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in Deutschland hat sich in den letzten Jahren erfreulicherweise immer weiter erhöht. Dennoch steigt mit höherem Alter das Risiko altersbedingter Erkrankungen und damit auch der Bedarf an logopädischen Leistungen“, stellt die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl), Dagmar Karrasch fest.

Jede Schlucktherapie beginnt mit einer ausführlichen logopädischen Diagnostik. Quellenangabe: "obs/Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V./dbl/Jan Tepass"

Jede Schlucktherapie beginnt mit einer ausführlichen logopädischen Diagnostik. Quellenangabe: „obs/Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V./dbl/Jan Tepass“

So sind beispielsweise etwa zwei Millionen Menschen hierzulande von einer Demenz betroffen. Mehr als 250.000 Patienten leiden an Morbus Parkinson. Ein Schlaganfall trifft jedes Jahr etwa 270.000 meist ältere Männer und Frauen. „Viele der Betroffenen leiden in Folge dieser Erkrankungen an erheblichen Einschränkungen des Sprach- und Sprechvermögens oder haben Schwierigkeiten beim Schlucken und damit der sicheren Nahrungsaufnahme. Die damit einhergehenden Einschränkungen in der Nahrungsaufnahme schränken die Betroffenen in ihrer Lebensqualität und gesellschaftlichen Teilhabe häufig stark ein „, so die dbl-Präsidentin. Eine gestörte Schluckfunktion könne zudem auch lebensbedrohliche Folgen haben, wenn etwa Speichel oder Speisereste in die tieferen Atemwege gelangen.

„Logopädinnen und Logopäden helfen den Betroffenen, die Fähigkeit zur Kommunikation zurückzugewinnen oder auch neue Kommunikationsstrategien einzusetzen, um eine Verständigung nach einem Krankheitsereignis entweder wieder herzustellen oder bestmöglich zu erhalten „, so Karrasch. „Viele profitieren auch von einer logopädischen Schlucktherapie“, ergänzt die dbl-Präsidentin. „Kommunikation und Schlucken sind mehr als einfache körperliche Funktionen. Oft fällt es Nichtbetroffenen schwer, einzuschätzen, was es bedeutet, nicht mehr Essen gehen zu können oder an Gesprächen teilzuhaben. Es ist bedeutsam für Teilhabe, Lebensqualität und seelische Gesundheit, die Fähigkeiten zur Kommunikation und Nahrungsaufnahme längstmöglich zu erhalten“, so Karrasch.

Hinweis:

Weitere Informationen finden Sie auf der dbl-Website unter www.dbl-ev.de

Hintergrund

Der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen 1990 initiierte Internationale Tag der älteren Menschen findet stets am 1. Oktober statt.

Pressekontakt:

Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl), Dagmar Karrasch
(Präsidentin), Augustinusstr. 11 a, 50226 Frechen. Pressekontakt:
Pressereferat, Margarete Feit, Tel.: 02234/37953-27, Fax:
02234/37953-13, E-Mail: presse@dbl-ev.de, Internet: www.dbl-ev.de