Dienstag, September 26th, 2017

 

Im Hippocampus leben keine Nilpferde

DGPPN-Nachwuchsinitiative macht wild auf Forscherkarriere 

Im Herbst wird es exotisch, denn dann wird ein Nilpferd die neue Attraktion der Generation PSY. Die Nachwuchsinitiative der DGPPN geht mit einer neuen Kampagne an den Start. Dahinter steckt wie immer eine wichtige Botschaft. Diesmal geht es um das Thema Psychiatrieforschung.

Nein, im Hippocampus leben keine Nilpferde – und auch Seepferdchen planschen hier nicht, selbst wenn der lateinische Begriff dies vermuten lässt. Der Hippocampus ist eine zentrale Schaltstation im Gehirn, die fortwährend Sinneseindrücke ordnet und verarbeitet. Er spielt eine entscheidende Rolle beim Einspeichern neuer Gedächtnisinhalte und beim Verarbeiten von Emotionen. Damit rückt er auch in den Fokus der Psychiatrieforscher, die auf der Suche nach Therapien gegen Demenzen, Schizophrenie und anderen psychischen Erkrankungen sind und die Funktionsweise der Hippocampi noch besser verstehen wollen.

Das neue Themenspecial der Generation PSY stellt die Gehirnstruktur in den Mittelpunkt, erklärt wie sie aufgebaut ist und welche Funktionen und Aufgaben sie übernimmt und macht klar: Die Psychiatrie ist unter den medizinischen Fächern auch eine der spannendsten Forschungsdisziplinen. „Positronen-Emissions-Tomografen oder Computational Neuroscience – was nach Science-Fiction klingt, ist bereits Gegenwart in der Psychiatrieforschung. Mit modernden Tools spürt sie z. B. die Ursachen psychischer Erkrankungen bis ins kleinste Molekül im Hirn auf. Doch auch in der Wissenschaft fehlt uns der Nachwuchs, deshalb wollen wir kluge Köpfe dafür begeistern“, sagt DGPPN-Präsident Professor Arno Deister.

Die Kampagne nimmt den Nachwuchs mit auf eine spannende Exkursion durch die Forschungsfelder. Auf www.generation-psy.de erklärt Psychiatrieforscher Andreas Meyer-Lindenberg im Interview, wohin sich Psychiatrie und Psychotherapie in Zukunft bewegen. Marc Augustin von der Generation PSY gibt Tipps, wie man als junger Psychiater den Zugang zu Wissenschaft und Forschung findet und zeigt Wege für die Karriere auf. Die neue Kampagne ist ab sofort online, das Kampagnenmotiv ziert als Poster auch Uni- und Klinikwände und das Nilpferd liegt als Postkarte zum Mitnehmen aus.

Zur neuen Kampagne

 

Bei Fragen sind wir für Sie da. 

DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
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Telefon: 030 2404772-11
pressestelle@dgppn.de


„Seelische Gesundheit in der digitalen Welt“: 11. Berliner Aktionswoche mit über 150 Veranstaltungen

Pressemitteilung

Berlin, 26. September 2017

 

Vom 9. bis 15. Oktober findet die 11. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit statt. Unter dem Motto „Seelische Gesundheit in der digitalen Welt“ soll der Fokus darauf gerichtet werden, welche Auswirkungen die Digitalisierung in allen Lebensbereichen auf unsere seelische Gesundheit hat. Über 100 Veranstalter, darunter Berliner Kliniken, Kontakt- und Beratungsstellen, Therapiezentren oder Selbsthilfegruppen laden zu Workshops, Vorträgen, Fachtagungen, Ausstellungen, Konzerten und vielem mehr ein. Koordiniert wird die Woche vom Aktionsbündnis Seelische Gesundheit.

Das Internet hat nicht nur das Arbeitsleben, den Alltag und die Gewohnheiten der Menschen verändert, sondern auch deren Wahrnehmungen, Gefühle und den zwischenmenschlichen Kontakt.

Immer mehr junge Menschen verlegen ihre Kommunikation weitgehend auf digitale Medien wie Facebook, Instagram oder Twitter. Doch wie wirkt sich diese digitale Dauerpräsenz auf die seelische Balance aus? Auch am Arbeitsplatz leiden die Beschäftigten immer mehr unter der Informationsflut und permanenter Erreichbarkeit. Zunehmende psychische Belastung, emotionale Erschöpfung und Entgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben sind die Folge.

Andererseits bietet die Digitalisierung auch Chancen: spezielle Plattformen, Gesundheits-Apps und „E-Mental Health“-Angebote ermöglichen es, sich schnell und unkompliziert Hilfe und Unterstützung im Netz zu suchen. Soziale Medien werden zunehmend dazu genutzt, um sich über Therapien und persönliche Erfahrungen auszutauschen. Die Schirmherrin der 11. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit, die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kolat, sieht sowohl Vor-als auch Nachteile in der Nutzung der neuen Technologien: „Die Digitalisierung ist nicht per se gut oder schlecht. Es kommt darauf an, was wir daraus machen und wie wir in dieser veränderten Lebenswelt auf unser kostbarstes Gut, die Gesundheit, achten.“ Eine Strategie gegen die digitale Dauerpräsenz lautet „Digital Detox“ – die digitale Entgiftung. Unter dieser Überschrift lädt das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde

(DGPPN) am Montag, den 9. Oktober 2017 zu einer Auftaktveranstaltung im Maison de France ein. Dort wird gemeinsam mit Fachexperten wie dem Bestseller-Autor Prof. Manfred Spitzer darüber diskutiert, wie wir Risiken für unsere Gesundheit im Umgang mit der Technologie vermeiden können.

Eröffnet wird die Veranstaltung vom Landesbeauftragten für Psychiatrie, Dr. Thomas Götz.

Die Berliner Aktionswoche wird unterstützt von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie von Spenden öffentlicher und privater Institutionen aus dem Gesundheitsbereich. Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit koordiniert seit 2007 jährlich die zahlreichen Veranstaltungen in Berlin und bundesweit zum Welttag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober.

 

Das Programm und die Anmeldung zur Auftaktveranstaltung finden Sie hier (http://www.aktionswoche.seelischegesundheit.net/berlin/aktuelles-berlin/1086-auftakt2017 ) Hier kommen Sie zum Programm zur 11. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit (http://www.aktionswoche.seelischegesundheit.net/berlin/veranstaltungskalender ) Folgen Sie der Aktionswoche auch auf Facebook ( http://www.facebook.com/wochederseelischengesundheit )

 

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit. Zu den 90 Mitgliedsorganisationen zählen die Selbsthilfeverbände der Betroffenen und Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie viele Verbände aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik. Initiiert wurde das Bündnis 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit Open the doors als Partner des internationalen Antistigma-Programms.

 

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit

Birgit Oehmcke

Projektkoordination

Reinhardtstr. 27 B · 10117 Berlin

Tel.: 030 / 27 57 66 07

E-Mail: oehmcke@seelischegesundheit.net ( mailto:oehmcke@seelischegesundheit.net )