Montag, September 25th, 2017

 

Geriatrie: Ein zentraler Baustein in der Versorgung der Bevölkerung

Pressemitteilung

Datum: 25.09.2017

 

Tagung der Fachgruppe Geriatrie in Ratzeburg mit: (vorn v.li.) Jens Leymann (Klinik für Geriatrie Ratzeburg), Dr. Calin Gurguta (AMEOS Klinika Aschersleben-Staßfurt), Michael Dieckmann (Mitglied des Vorstands der AMEOS Gruppe), Marlies Holler (AMEOS Einrichtungen Ratzeburg), Dr. Martin Willkomm (Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck Geriatriezentrum) und Stephan Freitag (AMEOS Einrichtungen Ratzeburg) sowie (hinten v.li.) Dr. Matthias Kinder (AMEOS Klinikum Ueckermünde), Lothar Dietz (AMEOS Gruppe Zürich), Andreas Tüting (AMEOS Einrichtungen Ratzeburg) und Synan Al-Hashimy (AMEOS Alzheimer Therapiezentrum Ratzeburg).

Tagung der Fachgruppe Geriatrie in Ratzeburg mit: (vorn v.li.) Jens Leymann (Klinik für Geriatrie Ratzeburg), Dr. Calin Gurguta (AMEOS Klinika Aschersleben-Staßfurt), Michael Dieckmann (Mitglied des Vorstands der AMEOS Gruppe), Marlies Holler (AMEOS Einrichtungen Ratzeburg), Dr. Martin Willkomm (Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck Geriatriezentrum) und Stephan Freitag (AMEOS Einrichtungen Ratzeburg) sowie (hinten v.li.) Dr. Matthias Kinder (AMEOS Klinikum Ueckermünde), Lothar Dietz (AMEOS Gruppe Zürich), Andreas Tüting (AMEOS Einrichtungen Ratzeburg) und Synan Al-Hashimy (AMEOS Alzheimer Therapiezentrum Ratzeburg).

Experten aus ganz Deutschland diskutierten Fragen der Altersmedizin

Ratzeburg – Experten der Altersmedizin haben sich zum fachlichen Austausch in Ratzeburg getroffen. In den Räumlichkeiten der AMEOS Einrichtungen Ratzeburg diskutierten sie Fragen der Ausbildung und der Qualitätssicherung ebenso wie die aktuelle Situation in den geriatrischen Kliniken der AMEOS Gruppe. Mit dabei waren neben den Chefärzten Jens Leymann von der Klink für Geriatrie Ratzeburg, Synan Al-Hashimy vom AMEOS Alzheimer Therapiezentrum Ratzeburg und Dr. Willkomm vom Krankenhaus Rotes Kreuz Geriatriezentrum weitere Spezialisten aus den Bereichen Geriatrie, Pflege und Medizinentwicklung.

Ziel der sich regelmäßig treffenden Expertenrunde ist die Sicherstellung und Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen, vernetzten geriatrischen Versorgung in Deutschland. Dazu müssen tragfähige Versorgungs- und Netzwerkstrukturen geschaffen und bestehende ausgebaut werden. Durch den demografischen Wandel wächst die Zahl der geriatrischen Patienten im Krankenhausalltag stetig. Daraus entsteht die Herausforderung, gerade den älteren Patienten ein optimales und auf ihre Bedürfnisse angepasstes Behandlungskonzept anbieten zu können. Dies wird u. a. durch eine kontinuierliche Weiterqualifizierung des behandelnden Fachpersonals gewährleistet.

Die Bedeutung der Altersmedizin fasste Michael Stark, Geschäftsführer der AMEOS Einrichtungen Ratzeburg, zusammen: „Geriatrie ist heute einer der zentralen Bausteine in der Versorgung der Bevölkerung“. Da der Gesetzgeber dem Leben in der eigenen Häuslichkeit Vorrang vor der stationären Pflege eingeräumt habe, müsse der Fokus vor allem auch auf den pflegenden Angehörigen liegen.

Ein entsprechendes Angebot bietet das AMEOS Alzheimer Therapiezentrum im Rahmen einer stationären psychosomatischen Rehabilitationsbehandlung bereits seit mehreren Jahren für Menschen an, die einen von Demenz betroffenen Familienangehörigen pflegen.

Die Expertenrunde tagte zum ersten Mal in der lauenburgischen Kreisstadt, denn die AMEOS Einrichtungen Ratzeburg gehören erst seit kurzem zur Unternehmensgruppe. „Mit den Rehabilitationskliniken und den Senioreneinrichtungen haben wir eine zusätzliche hohe Fachkompetenz erworben“, betonte Michael Dieckmann, Mitglied des Vorstands der AMEOS Gruppe.

 

Über die AMEOS Gruppe

Wir arbeiten für Ihre Gesundheit. AMEOS sichert die Gesundheitsversorgung in den Regionen, so lautet die Mission für 12.700 Mitarbeitende der AMEOS Gruppe. In unseren 76 Krankenhäusern, Poliklinika, Pflege- und Eingliederungseinrichtungen verbinden wir hochwertige medizinische und pflegerische Leistungen mit Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit. Sie bieten der breiten Bevölkerung in regionalen Netzwerken eine umfassende Versorgung. Es stehen aktuell an 40 Standorten etwa 9.000 Betten und Behandlungsplätze zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.ameos.eu

 

Ihr Ansprechpartner:

AMEOS Einrichtungen Ratzeburg
Andrea Teckenburg

Schmilauer Straße 108
D-23909 Ratzeburg
Tel. +49 (0)4541 13-3248
E-Mail: andrea.teckenburg@rgrz.de


Busfahrer als zweite Chance

PRESSEMITTEILUNG

 

Viele Menschen wollen länger arbeiten, trotzdem ist für ein Drittel schon ab 55 Schluss, zeigen Studien. Lösungen für den beruflichen Neustart diskutieren Experten aus Wirtschaft und Gesundheit am 29. September in Heilbronn.


Heilbronn, 25. September 2017

Digitalisierung, längere Lebensarbeitszeit: Unternehmen und Arbeitnehmer stehen vor fundamentalen Herausforderungen. Jobs fallen weg, völlig neue entstehen, für die Fachkräfte fehlen. Gleichzeitig ist jeder Dritte ab 55 nicht mehr in Arbeit, so die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Wie es gelingt, Arbeitskräfte und Unternehmen zusammenzubringen, diskutieren Experten aus Wirtschaft und Gesundheit am Freitag (29. September) in Heilbronn.

Zur Veranstaltung eingeladen hat die SRH Berufliche Rehabilitation. Das Unternehmen unterstützt in Heilbronn seit 10 Jahren Menschen beim Wiedereinstieg in Arbeit. „Nach Jahren im Beruf wissen viele nicht, wie sie sich neu orientieren können. Ein Mix aus Berufsberatung und Bewerbertraining bringt sie mit Unternehmen in Kontakt“, sagt Leiter Claudius Hinger.

Zum Jubiläum erzählt Ex-Fußballprofi Joachim „Aki“ Müller, wie er nach einem Schlaganfall als Jugendkoordinator eine neue Perspektive gefunden hat. Mirko Skeide, Geschäftsführer der Fahrschule „Fahrwerkk“ in Neckarsulm erklärt, was Fachkräfte mitbringen müssen, um erfolgreich Fuß zu fassen.

So entstehen ungewöhnliche Ideen, wie für Günter Bender (Name geändert). Der 54-Jährige konnte seinen Beruf als Monteur in der Rohrreinigung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Mit Unterstützung der SRH Berufliche Rehabilitation erwirbt er jetzt den Bus-Führerschein. Den Job danach hat er sicher.

„Im Moment herrscht großer Mangel an Berufskraftfahrern. Mit der SRH haben wir schon einige Quereinsteiger zu Bus- und LKW-Fahrern ausgebildet. Alle haben heute einen Job“, sagt Skeide. Die Kosten für diese Programme übernehmen in der Regel die Agentur für Arbeit oder die Deutsche Rentenversicherung (DRV).

Katrin Herzog, Reha-Fachberaterin bei der DRV, Psychotherapeut Dr. Matías Valente und Psychologe Sebastian Koch vom Bildungsdienstleister L&D Support steuern ihre Erfahrungen bei.

Sie sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Die Beteiligten der Diskussion stehen gerne für Interviews zur Verfügung.


Gelungener Wiedereinstieg in einer Arbeitswelt im Wandel
Freitag, 29. September 2017, 10 Uhr
Wilhelmstraße 23 (3. OG), 74072 Heilbronn

 

 

 

Kontakt:

Christian Haas
Kommunikation

SRH Berufliche Rehabilitation GmbH
Berufsförderungswerk Heidelberg
Bonhoefferstr. 1
69123 Heidelberg

Telefon: 06221 88-3040
E-Mail: christian.haas@srh.de
Internet: http://www.bfw-heidelberg.de


Rehabilitation schenkt Lebensjahre

Der Deutsche Herzbericht 2016, Collage: Ulrike Eberius/DHS

25.09.2017 11:55

Bei Herzkranken senkt Rehabilitation langfristig das Herzinfarkt-Sterblichkeitsrisiko. Psychokardiologie immer bedeutender in Reha-Kliniken

Der Deutsche Herzbericht 2016, Collage: Ulrike Eberius/DHS

Der Deutsche Herzbericht 2016, Collage: Ulrike Eberius/DHS

Rund 75.000 Menschen mit einer Herzkrankheit gehen nach der Akutbehandlung in eine Rehabilitation. Sie machen gut sieben Prozent aller medizinischen Rehabilitationen bundesweit aus. Dabei fällt auf, dass ca. 57.400 Männer und ca. 17.600 Frauen eine kardiologische Rehabilitation vornehmen. Drei Viertel aller Reha-Patienten sind männlich, weil die koronare Herzkrankheit (KHK) deutlich mehr Männer als Frauen betrifft. Diese Zahlen gehen aus dem aktuellen Deutschen Herzbericht 2016 hervor, der größten Versorgungsanalyse zur Herzmedizin in Deutschland, kostenfrei unter http://www.herzstiftung.de/herzbericht anzufordern.
„Die Rehabilitation senkt langfristig das Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben“, betont der Kardiologe Prof. Dr. med. Axel Schlitt, Mitautor des Kapitels zur kardiologischen Reha im aktuellen Herzbericht und Chefarzt in der Paracelsus-Harz-Klinik Bad Suderode. So leiden etwa 80 Prozent der Reha-Patienten an der KHK, der häufigsten und lebensbedrohlichen Erkrankung des Herzens. Viele von ihnen kommen nach einem akuten Herzinfarkt in die Reha-Klinik, gefolgt von Patienten nach einer Herz-Bypass- oder Herzklappenoperation, mit Herzschwäche, Bluthochdruck und anderen Herzerkrankungen.

Risiken im Fokus: Dauerhaft gesunder Lebensstil
Im Vordergrund der kardiologischen Reha steht die Behandlung der Risikokrankheiten für Herzinfarkt und Schlaganfall wie Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin), Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Diabetes. Die Rehabilitation von Herzkranken ist nur dann nachhaltig, wenn die Betroffenen dauerhaft einen gesunden Lebensstil beibehalten. Nicht rauchen, sich ausreichend bewegen und gesund ernähren sind wesentliche Eckpunkte. „Die Reha wirkt mindestens ein Jahr nach“, sagt Prof. Schlitt, „danach verwaschen die positiven Effekte, weil die Patienten häufig in ihren alten Trott zurückfallen.“ Zahlreiche Nachsorgeprogramme wie Herz- und Rehabilitationssportgruppen sowie zeitlich begrenzte und kardiologisch orientierte Reha-Programme wie IRENA und KARENA der Deutschen Rentenversicherung dienen dazu, die Patienten nach der Reha weiter zu motivieren. Doch sie werden zu wenig genutzt. „Über die Angebote sollte“, so Prof. Schlitt, „viel häufiger informiert und geworben werden. Damit die Rehabilitation noch mehr Lebensjahre schenkt.“

Immer wichtiger: Herz und Psyche, Familie und Beruf

Grafik: Kardiologische Rehabilitation – Die Verteilung der 15 häufigsten Diagnosen

Grafik: Kardiologische Rehabilitation – Die Verteilung der 15 häufigsten Diagnosen

Da die KHK mit Depressionen und Angststörungen einhergehen kann, nimmt die psychologische Betreuung einen bedeutenden Platz in der Rehabilitation ein. „Das ist ein enorm wichtiger Aspekt und rückt die Psychokardiologie, die sich dem Zusammenhang von Herzerkrankungen und seelischem Befinden widmet, mehr und mehr ins Bewusstsein“, erläutert Prof. Schlitt. Das Konzept habe sich bewährt. Nach drei bis vier Wochen in der Reha-Klinik seien die Patienten psychisch wesentlich stabiler. In einer sogenannten multimodalen Rehabilitation wird auf alle Lebensbereiche der Patienten wie etwa Bewegung, Ernährung oder familiäre und berufliche Situation eingegangen, um Risikofaktoren zu mindern und eine gesunde Lebensweise zu fördern. Laut Herzbericht waren die Rehabilitanden häufiger im Handel und Verkehr, in der Metallverarbeitung sowie in Verwaltungs- und Organisationsberufen tätig.

Grafik: Kardiologische Rehabilitation – Berufsgruppen nach Geschlecht der Rehabilitanden  Quelle: Deutscher Herzbericht 2016/Deutsche Herzstiftung (Hg.)

Grafik: Kardiologische Rehabilitation – Berufsgruppen nach Geschlecht der Rehabilitanden
Quelle: Deutscher Herzbericht 2016/Deutsche Herzstiftung (Hg.)

Auch wenn man seinen Beruf nur ungerne ausübt, kann sich das nachteilig auf das Herz auswirken. „Das stresst und macht krank und gilt für einen Manager genauso wie für einen Fensterputzer.“ Gezeigt hat sich, dass Menschen, die nachts arbeiten, häufiger herzkrank werden. Ihr Blutdruck und Puls ist erhöht. Sind sie bereits von einer KHK betroffen, besteht ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko. Deswegen verfügen etliche Reha-Kliniken über Büroräume oder Werkstätten, an denen Patienten die Situation an ihrem Arbeitsplatz simulieren, ihr Verhalten und ihre Einstellung zum Job überprüfen und ändern können. Ein weiterer Schritt ist es, dass Kliniken mit Unternehmen und Betrieben sowie den dortigen Werksärzten kooperieren, wenn die Rehabilitanden wieder im Leben stehen. „Das ist sehr sinnvoll und sollte man viel häufiger anbieten.“

Tipp: Den Deutschen Herzbericht 2016 sowie wichtige und hilfreiche Infos zu allen Herzkrankheiten erhalten Betroffene kostenfrei unter http://www.herzstiftung.de/herzbericht sowie www.herzstiftung.de und der zentralen Telefonnummer der Deutschen Herzstiftung e.V.: 069 955128-0, oder per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de

39/2017
Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle:
Michael Wichert/Pierre König
Tel. 069 955128-114/-140
E-Mail: wichert@herzstiftung.de/
koenig@herzstiftung.de