Montag, September 11th, 2017

 

Umschulung zum Technischen Produktdesigner startet am 17. Oktober 2017

Modernste Technik, wie 3D-Drucker werden während der Umschulung eingesetzt. © H. Blumentritt, BFW Leipzig

Modernste Technik, wie 3D-Drucker werden während der Umschulung eingesetzt. © H. Blumentritt, BFW Leipzig

Schon am 17. Oktober 2017 starten die nächsten Kurse für die Technischen Produktdesigner. Die Umschulung dauert aufgrund des umfangreichen Fachwissens, das hier vermittelt wird, 27. Monate. Vorteile am BFW Leipzig sind der hohe Praxisanteil sowie der Einsatz der neuesten CAD-Programme und Computertechnik. Zwei 3D-Drucker kommen für die Erstellung von Konstruktionsmustern zum Einsatz.

Während der Umschulung lernen die angehenden Technischen Produktdesigner, wie sie mit Hilfe von 2D- und 3D-CAD-Systemen detaillierte Konstruktionspläne für Anlagen, Maschinen und Baugruppen erstellen können. Dabei werden sie befähigt, im späteren Berufsleben Designvorgaben von Ingenieuren umzusetzen und gleichermaßen funktionale, gestalterisch-ästhetische und ökonomische Ansprüche zu berücksichtigen.

Zusätzlich zu dieser fachpraktischen und fachtheoretischer Qualifizierung, die mit modernster Software und dem Einsatz von 3D-Druckern vermittelt wird, absolvieren die Teilnehmer eine Betriebliche Lernphasen in einem Unternehmen. Diese dient der Vertiefung der Lerninhalte in der Praxis. Die Vermittlungsquote bei den technischen Produktdesignern nach ihrem Abschluss vor der IHK Leipzig liegt bei 93 Prozent.

Als Fachleute begleiten die Technischen Produktdesigner den gesamten Prozess der Produktentwicklung, vom Designentwurf bis zum fertigen Erzeugnis. In den Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen von Industrieunternehmen, z. B. im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automobil- und -zulieferindustrie, bei der Herstellung technischer Produkte oder in der Verpackungsindustrie sind sie gesuchte Fachleute. Zu den künftigen Arbeitgebern gehören auch Ingenieurbüros.

Bildungsgutschein zum Neuanfang als Technischer Produktdesigner nutzen

Neben der beruflichen Rehabilitation ist die Umschulung zum Technischen Produktdesigner, Fachrichtung Maschinen und Anlagenkonstruktion offen für Inhaber von Bildungsgutscheinen. Sie kommen damit ebenfalls in den Vorzug, ihre Ausbildung in 27 Monaten mit einem anerkannten Beruf abzuschließen. Interessenten können sich bei ihrem Jobcenter oder der Agentur für Arbeit nach einem Bildungsgutschein erkundigen und diesen im BFW Leipzig einreichen.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

BFW Leipzig, berufliche Rehabilitation, Technischer Produktdesigner, Umschulung, Bildungsgutschein, Arbeitssuchende, Agentur für Arbeit, Jobcenter

BFW Leipzig

Über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse


Neue Psychotherapie-Leistungen: vdek fordert raschere Umsetzung

Pressemitteilung – Verband der Ersatzkassen e.V.

Die Leistungen für gesetzlich Krankenversicherte im Überblick

Berlin – Für gesetzlich Krankenversicherte gibt es seit 1. April 2017 viele neue Leistungen und Verbesserungen in der psychotherapeutischen Versorgung. Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) beklagt jedoch Verzögerungen bei der Umsetzung: Unter anderem haben zahlreiche Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) die neuen verpflichtenden telefonischen Erreichbarkeitszeiten von Psychotherapeuten noch immer nicht veröffentlicht. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, forderte die KVen auf, ihrer Verpflichtung nachzukommen und dies zeitnah nachzuholen. Zudem müssten Patienten mit dringenden Problemen schneller durch die Terminservicestellen der KVen in die neu geschaffene Akutbehandlung vermittelt werden. Künftig müssten auch Kurz- und Langzeittherapien telefonisch vermittelt werden, so Elsner.

Seit 1. April 2017 müssen die Praxen von Psychotherapeuten für festgelegte Mindestdauern telefonisch erreichbar sein (Vollzeittätige 200 Minuten pro Woche, Teilzeittätige 100 Minuten pro Woche). Die KVen sind verpflichtet, die jeweiligen Erreichbarkeitszeiten bekanntzugeben. Das regelt die geänderte Psychotherapie-Richtlinie. Elsner: „Damit sollen die Zeiten vorbei sein, in denen Versicherte Dutzende Anrufe tätigen müssen, bis sie einen Therapeuten erreichen.“ Doch haben bislang nur sechs KVen die Erreichbarkeitszeiten der Therapeuten vollständig veröffentlicht. In den meisten KVen wurde die Regelung bislang nicht oder nur teilweise umgesetzt. Elsner kritisierte dies ausdrücklich: „Wir fordern die betreffenden Psychotherapeuten und KVen auf, schnell die Veröffentlichung der Erreichbarkeitszeiten nachzuholen. Telefonische Erreichbarkeitszeiten helfen den Betroffenen wenig, wenn sie nicht wissen, wann diese sind.“

Zudem ist es seit 1. April 2017 Aufgabe der Terminservicestellen der KVen auch die neu geschaffenen Akutbehandlungen für dringende psychotherapeutische Fälle zu vermitteln. Elsner begrüßte diese Regelung und appelliert an die KVen, gemeinsam mit den Therapeuten möglichst viele kurzfristige Termine anzubieten: „Gerade für die Akutbehandlung muss die Vermittlung schnell gehen. Eine ‚Akutbehandlung‘, auf die Versicherte vier Wochen warten müssen, verdient diese Bezeichnung nicht und stellt de facto kaum eine Verbesserung dar. Zwei Wochen sollten das absolute Maximum sein.“ Dies sei auch in der Begründung der überarbeiteten Psychotherapie-Richtlinie so verankert.

Elsner forderte zudem, den Auftrag der Terminservicestellen auf Kurz- und Langzeittherapien (Richtlinienpsychotherapie) zu erweitern. „Es kann nicht sein, dass den Versicherten nur eine Sprechstunde für das Erstgespräch vermittelt wird und sie dann bei der Suche nach einem Therapeuten für die eigentliche Behandlung alleine dastehen“, erklärte die vdek-Vorstandsvorsitzende.

Hintergrund:
Die überarbeitete Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) setzt Vorgaben des Versorgungsstärkungsgesetzes (GKV-VSG) um. Ziel ist es, Versicherten einen schnelleren und niederschwelligen Zugang zur ambulanten psychotherapeutischen Versorgung zu bieten. Die Richtlinie sieht zahlreiche neue Leistungen vor, unter anderem garantierte Therapie-Sprechstunden, verbesserte telefonische Erreichbarkeit sowie psychotherapeutische Akutbehandlung ohne Antrag bei der Krankenkasse. Sie ist für alle Psychotherapeuten mit Kassenzulassung verbindlich.

Service:
Welche neuen Leistungen stehen Versicherten zu? Was sind die Voraussetzungen? Der vdek hat auf seiner Website einen Überblick veröffentlicht: www.vdek.com/vertragspartner/leistungen/psychotherapie.html

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen nahezu 28 Millionen Menschen in Deutschland versichern:
– BARMER
– Techniker Krankenkasse (TK)
– DAK-Gesundheit
– KKH Kaufmännische Krankenkasse
– hkk – Handelskrankenkasse
– HEK – Hanseatische Krankenkasse

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Bis 2009 firmierte der Verband unter dem Namen „Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V.“ (VdAK).

In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 340 sowie mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.