Freitag, September 8th, 2017

 

Leistungserbringer gehören in den Schätzerkreis

DKG zur Vorstellung der GKV-Finanzergebnisse des 1. Halbjahres 2017

Zu den Finanzergebnissen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das 1. Halbjahr 2017 erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum:

„Die Finanzergebnisse der Gesetzlichen Krankenversicherung machen deutlich, dass die von den Kassen immer wieder prognostizierten Ausgabenexplosionen so nicht eintreten. Vielmehr haben wir mittlerweile eine Finanzreserve von 17,5 Milliarden Euro und GKV und der Gesundheitsfonds werden zur Sparkasse der Nation. Mit 2,5 Prozent ist der Ausgabenanstieg im stationären Bereich deutlich unter dem Durchschnitt der Leistungsausgaben im GKV-System. Dieser lag bei 3,7 Prozent und damit niedriger als der Einnahmeanstieg von 4,3 Prozent.

Die Zahlen im stationären Bereich zeigen auch, dass noch immer nicht alle Verbesserungen die im Krankenhausstrukturgesetz vorgesehen waren, bei den Krankenhäusern wirklich ankommen. Der hohe Einnahmeanstieg macht deutlich, dass eine Reform der Personalfinanzierungsregelungen für die Krankenhäuser dringend notwendig ist.

Auffällig ist, wie bei jeder Bekanntgabe der Finanzergebnisse, dass die Realität und die Prognosen des Schätzerkreises nichts miteinander zu tun haben. Die Diskrepanz von Schätzung und Realität macht deutlich, dass die Krankenkassen das Instrument des Schätzerkreises mittlerweile missbrauchen. Um hier wieder Verlässlichkeit zu erzeugen, müssen die Leistungserbringer in den Schätzerkreis aufgenommen werden.“.

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder – 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände – in der Bundes- und EU-Politik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 1.956 Krankenhäuser versorgen jährlich 19,2 Millionen stationäre Patienten und rund 20 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,2 Millionen Mitarbeitern. Bei 97 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

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SRH übernimmt Ruland Kliniken

Heidelberg / Bad Herrenalb

Die Ruland Kliniken haben einen neuen Träger: Die Fachkliniken Waldbronn und Falkenburg, Bad Herrenalb sowie die Waldklinik Dobel gehen wirtschaftlich rückwirkend zum 1. September auf die gemeinnützige SRH Kliniken GmbH über. Damit wird die SRH zu einem der größten Rehabilitationsanbieter in Baden-Württemberg mit mehr als 1.000 Betten. Das Stiftungsunternehmen investiert 25 Mio. Euro in die Modernisierung der drei Ruland Kliniken.

Das Heidelberger Bildungs- und Gesundheitsunternehmen SRH baut sein Reha-Angebot mit der Übernahme der Ruland Kliniken weiter aus. Das teilten die SRH und die Ruland Kliniken heute in Bad Herrenalb nach Abschluss des mehrmonatigen Bieterverfahrens mit. Zuvor wurden die 650 Ruland-Beschäftigten informiert. Der Kauf steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt.

„Die Ruland Kliniken sind eine sinnvolle strategische Ergänzung unseres Angebots in Baden-Württemberg und stärken durch Synergien mit unseren Akut- und Rehakliniken die Patientenversorgung“, sagte der Vorstandsvorsitzende der SRH, Prof. Dr. Christof Hettich. Er kündigte ein Investitionspaket in Höhe von 25 Mio. Euro für die drei Kliniken mit 795 Betten an.

Mit dem Verkauf an die SRH ist die im April 2016 begonnene Sanierung im Rahmen einer Insolvenz in Eigenverwaltung erfolgreich abgeschlossen worden.

„Das vorliegende Verfahrensergebnis ist ein weiteres Beispiel für den Erfolg der Eigenverwaltung. Geschäftsführer, Berater und Sachwalter können ihre Kräfte bündeln, um für die Unternehmen ein optimales Sanierungsergebnis zu erreichen“, erklärte der vom Insolvenzgericht zur Überwachung der Eigenverwaltung eingesetzte Sachwalter Ottmar Hermann.

„Durch das Eigenverwaltungsverfahren und dank des Engagements der Mitarbeiter sind die Ruland Kliniken wieder ein innovativer und moderner Klinikverbund. Wir sind nun mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagte Sanierungs-Geschäftsführer Timm Hartwich von der Frankfurter Kanzlei semper fidelis.

Das Stiftungsunternehmen SRH betreibt nun zehn Akutkrankenhäuser und sechs Reha-Kliniken sowie zahlreiche Medizinische Versorgungszentren, Bildungseinrichtungen und Hochschulen. „Wir werden das medizinische Angebot erweitern und sehen großes Potenzial für unsere Patienten, insbesondere durch die Zusammenarbeit mit unseren Häusern in Karlsbad-Langensteinbach, Bad Wimpfen und Neresheim“, so Werner Stalla, Geschäftsführer der SRH Kliniken GmbH.

„Wir freuen uns, die Häuser in die Hände eines kompetenten Klinikträgers zu geben, der die Wirtschaftskraft und das Know-how hat, die Klinikgruppe auf ein neues Niveau zu heben“, ergänzt Geschäftsführer Bernd Sanladerer vom Beratungsunternehmen the Solution Company.

Im Rahmen der Sanierung in Eigenverwaltung haben die Ruland Kliniken in den letzten 18 Monaten umfassende Modernisierungen durchgeführt. Der Neustart gelang ohne die sonst bei solchen Verfahren üblichen Stellenstreichungen. Stattdessen entwickelten Mitarbeiter und Geschäftsführung gemeinsam Maßnahmen, um die Belegung und die Attraktivität der Kliniken zu steigern. „Wir haben zusammen ein neues, offenes und konstruktives Betriebsklima etabliert und zusätzlich für die Qualitätssteigerungen notwendiges, neues Personal eingestellt“, sagte Herbert Becker, Betriebsratsvorsitzender der Ruland Kliniken.

Die Ruland Kliniken arbeiten bereits erfolgreich mit dem Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrum (BBRZ) der SRH in Karlsbad-Langensteinbach zusammen. Hier werden Patienten beim beruflichen Neuanfang unterstützt. Diese Kooperation soll nun erweitert werden.

Über die Ruland Kliniken
Die Ruland Kliniken sind eine Gruppe von drei Rehakliniken im Nordschwarzwald. In der Fachklinik Falkenburg, Bad Herrenalb, der Fachklinik Waldbronn und der Waldklinik Dobel versorgen ca. 650 Mitarbeiter jedes Jahr über 11.000 Patienten. Mit ca. 800 Betten und den Indikationen Orthopädie, Neurologie, Kardiologie/Angiologie und Onkologie sind die Ruland Kliniken ein wichtiger Baustein in der Patientenversorgung.

Kontakt

SRH Holding (SdbR)
Bonhoefferstraße 1
69123 Heidelberg
Tel.: +49 (0) 6221 8223-0
Fax: +49 (0) 6221 8223-114
E-Mail: info@srh.de


Continentale-Studie 2017: Gesetzlich Krankenversicherte zahlen jährlich 448 Euro aus eigener Tasche

Gesetzlich Krankenversicherte zahlen 448 Euro pro Jahr für medizinische Leistungen aus eigener Tasche. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/12076 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Continentale Versicherungsverbund/Continentale Krankenversicherung"
Gesetzlich Krankenversicherte zahlen 448 Euro pro Jahr für medizinische Leistungen aus eigener Tasche. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/12076 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Continentale Versicherungsverbund/Continentale Krankenversicherung"

Gesetzlich Krankenversicherte zahlen 448 Euro pro Jahr für medizinische Leistungen aus eigener Tasche. Quellenangabe: „obs/Continentale Versicherungsverbund/Continentale Krankenversicherung“

Dortmund.  448 Euro zahlen gesetzlich Krankenversicherte pro Jahr durchschnittlich aus eigener Tasche für medizinische Leistungen – im Jahr 2012 waren es noch 344 Euro. Die Zuzahlungen sind also in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – um 30 Prozent binnen fünf Jahren. Dies hat Folgen: Rund ein Drittel der gesetzlich Krankenversicherten hat im vergangenen Jahr Behandlungen aus Kostengründen unterlassen oder verschoben. Insgesamt haben 90 Prozent der GKV-Versicherten im vergangenen Jahr für medizinische Leistungen selbst bezahlt oder zugezahlt. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Continentale-Studie 2017, einer repräsentativen Befragung in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest.Zuzahlungen: Besonders oft in der Apotheke, besonders viel beim Zahnarzt

Im Schnitt zahlen die GKV-Versicherten in drei von acht abgefragten Bereichen. Diese waren „Apotheke“, „Zahnarzt“, „Brillen und Sehhilfen“, „Physiotherapie und Massagen“, „Haus- oder Facharzt“, „Krankenhaus“, „Kieferorthopädie“ sowie „Heilpraktiker und Naturheilkunde“. Am häufigsten selbst gezahlt wird in der Apotheke, 75 Prozent der gesetzlich Versicherten zahlen hier aus eigener Tasche, und zwar im Durchschnitt 153 Euro pro Jahr. Bei Zahnärzten zahlen 59 Prozent der Versicherten selbst etwas dazu, dafür aber deutlich mehr, nämlich 390 Euro.

Wer beim Heilpraktiker etwas selbst gezahlt hat, hat dort in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt 290 Euro ausgegeben. Für Physiotherapie waren es 144 Euro, im Krankenhaus 139 Euro und beim Haus- oder Facharzt 126 Euro.

Ältere Menschen besonders betroffen

Von Selbst- und Zuzahlungen betroffen sind insbesondere ältere Menschen ab 60 Jahren. Sie geben an, durchschnittlich 577 Euro aus eigener Tasche zu leisten.

Die Brille ist den Deutschen teuer

Zu den durchschnittlich 448 Euro kommen weitere Kosten für die GKV-Versicherten hinzu. Denn in den Durchschnittswert wurden Zahlungen für Brillen und andere Sehhilfen nicht eingerechnet. Hier ist es nicht möglich, eindeutig zwischen medizinisch notwendigen Ausgaben und solchen Kosten zu trennen, die eher kosmetischen oder modischen Charakter haben. 45 Prozent der Befragten sagen, sie hätten hier in den vergangenen 12 Monaten etwas selbst bezahlt, und zwar durchschnittlich 386 Euro.

Zuzahlungen im Bereich Kieferorthopädie wurden ebenfalls nicht berücksichtigt, da diese in weiten Teilen rückwirkend von den Krankenkassen erstattet werden. Die Eigenleistung der gesetzlich Versicherten beläuft sich hier auf weitere 777 Euro pro Betroffenem.

Ein Drittel verzichtet auf Behandlungen

Immerhin 32 Prozent der GKV-Versicherten geben an, sie hätten wegen der Kosten schon Behandlungen unterlassen. Davon sind insbesondere Geringverdiener betroffen. Von ihnen machen 42 Prozent diese Angabe.

Für die Continentale-Studie 2017 wurden bundesweit repräsentativ 1.365 Personen befragt. 1.195 von ihnen waren in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert. Die komplette Studie kann kostenlos unter www.continentale.de/studien abgerufen werden. Sie erscheint seit dem Jahr 2000 jährlich.

Über die Continentale Krankenversicherung a.G.:

Die Continentale Krankenversicherung ist die Muttergesellschaft des Continentale Versicherungsverbundes. Sie ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Als Versicherungsverein ist die Continentale geschützt gegen Übernahmen. Bei ihr wie im gesamten Verbund stehen die Bedürfnisse der Kunden im Mittelpunkt. Gegründet wurde sie 1926 in Dortmund aus der Eigeninitiative einiger Anhänger der Naturheilkunde heraus.

Heute verwaltet die Continentale Krankenversicherung die Verträge von rund 1,3 Millionen versicherten Personen und Beitragseinnahmen von rund 1,5 Milliarden Euro. Ihre Produktpalette reicht von der privaten Krankenvollversicherung über umfangreiche Zusatzversicherungen. Damit gehört die Continentale Krankenversicherung zu den zehn größten privaten Krankenversicherern Deutschlands. Weitere Informationen finden Sie unter www.continentale.de.

Pressekontakt:

Bernd Goletz
Continentale Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit
Leiter Unternehmenskommunikation
Tel.: 0231/919-2255
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