Mittwoch, September 6th, 2017

 

Kardiologie meets Pneumologie – erstes sportwissenschaftliches Symposium auf dem Heidelberger Königstuhl

Die Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl lädt am Samstag, 23.09.2017, ab 09:30 Uhr herzlich zum ersten sportwissenschaftlichen Symposium ein. Themenbereiche der Veranstaltung sind die Rehabilitation in Kardiologie und Pneumologie.
Die Komplexität der Herz- und Lungenerkrankungen und die Variationsbreite der Eingriffe an Herz und Lunge stellen die Rehabilitation vor immer größere Herausforderungen in der Planung des Rehabilitationsprozesses und der sporttherapeutischen Interventionen.

Am Samstag, 23.09.2017, findet in der Klinik auf dem Königstuhl von 09:30 bis 16:45 Uhr das erste sportwissenschaftliche Symposium in Zusammenarbeit mit dem DVGS (Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie) mit den Themenbereichen Rehabilitation in Kardiologie und Pneumologie statt. Der Schwerpunkt des Symposiums liegt auf der sportmedizinischen Trainingslehre und deren Komplexität bei der Umsetzung in die tägliche sporttherapeutische Praxis.

„Wir möchten dieses Symposium als einen Gedankenaustausch verstehen und aktuelle Themen aus der gemeinsamen Schnittmenge von Sportwissenschaft, Sportmedizin, Kardiologie, Pneumologie und Rehabilitationswissenschaft diskutieren“, so Dr.med. Robert Nechwatal, Chefarzt der Klinik auf dem Königstuhl. „Die Thematik unseres Symposiums ist gerade im Raum Heidelberg mit den Fachkliniken in den Bereichen Kardiologie und Pneumologie außerordentlich präsent.“

Für das Symposium konnten Gastdozenten der Thoraxklinik Heidelberg, der Universität Heidelberg, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Institut für Sportwissenschaft Karlsruhe und der Mettnau Klinik Radolfzell gewonnen werden. Themenbereiche wie Belastbarkeit bei Herzrhythmusstörungen, Methodik des Trainings sowie körperliche Aktivität bei Lungenkarzinom und die Ergebnisse des MRT zur Ermittlung der Belastbarkeit, werden ebenso vorgestellt wie die Wahl der Diagnostik für Trainingsprogramme und das Training bei Herzinsuffizienz.

Mit dem Thema „die pulmonale Hypertonie – was ist mit Bewegung möglich“ referiert Dr. med. Robert Nechwatal über die langjährige Erfahrung der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl in der Rehabilitation von Patienten mit Lungenhochdruck. Einblicke in die tägliche Arbeit der Therapieabteilung auf dem Königstuhl gibt der Leiter der Abteilung, Uwe Schwan, mit seinem Vortrag „Belastbarkeit nach Sternotomie“. Bei einem Imbiss zur Mittagspause sowie in der abschließenden Diskussionsrunde können sich die Teilnehmer über die Erfahrungen austauschen und offene Fragen erörtern.

Für die Fortbildung sind Fortbildungspunkte bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg beantragt.
Die Veranstaltung wird von der Stiftung „Prävention und Rehabilitation – Handeln statt Behandeln“ gefördert. Daher ist die Teilnahme kostenfrei.

Das vollständige Programm kann auf der Homepage der Klinik abgerufen werden: www.rehaklinik-koenigstuhl.de

Anmeldung:
Eine formlose Anmeldung ist erbeten unter:
Tel.: 06221-907 6520 oder
Email: u.schwan@rehaklinik-koenigstuhl.de

Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl
Die Rehaklinik Heidelberg- Königstuhl ist eine Fachklinik für Innere Medizin, Schwerpunkt für Herz-, Kreislauf-, Gefäß-, Lungen- und Bronchialerkrankungen. Sie gehört zur Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH, welche 2007 aus dem Zusammenschluss der Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg entstanden ist. Unter dem Dach der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH sind neun Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation mit individuellen Profilen zusammengeführt. Acht Standorte liegen in Baden-Württemberg, ein weiterer in Bayern. Die Geschäftsleitung hat ihren Sitz in Stuttgart. Die Kliniken erbringen ein breites Spektrum an rehabilitativen und präventiven Dienstleistungen. Sie ergänzen sich gegenseitig, sodass wertvolle Synergieeffekte entstehen. Vernetzte Strukturen und die fachliche Zusammenarbeit sichern eine optimale Betreuung der Patientinnen und Patienten.


Volksleiden Rückenschmerz: Rheuma zu selten als Ursache erkannt

 

 

Berlin – Viele Menschen leiden unter Rückenschmerzen. Meist liegt ein unspezifischer Schmerz vor, bei dem keine genaue Ursache erkannt wird. Bei etwa einem von vier Patienten mit chronischen Rückenschmerzen kann der Grund jedoch eine chronisch-entzündliche Wirbelsäulenerkrankung wie der Morbus Bechterew sein. Hierbei entzünden sich Knochen und Weichteile der Wirbelsäule und verursachen große Schmerzen. Im Vorfeld ihres 45. Kongresses weist die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) darauf hin, dass lediglich etwa jeder Vierte dieser Betroffenen eine korrekte Diagnose erhält. Warum so wenige Menschen von ihrer Erkrankung wissen und welche Therapien bei rheumabedingtem Rückenschmerz helfen, erläutern Experten auf der Kongress-Pressekonferenz am 7. September 2017 in Berlin.

 

„Als Ursache für den Rückenschmerz werden entzündlich-rheumatische Erkrankungen häufig gar nicht oder erst zu spät erkannt“, bedauert Dr. med. Uta Kiltz, Oberärztin am Rheumazentrum Ruhrgebiet, Herne. Die zwei häufigsten rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen sind die rheumatoide Arthritis (RA) und die axiale Spondyloarthritis (SpA), dessen schwere Verlaufsform hierzulande auch Morbus Bechterew genannt wird. Hierbei entzünden sich die Knochen sowie die anliegenden Sehnen und Bänder der Wirbelsäule und verursachen chronische Schmerzen im Rücken. „In Anbetracht der Erkrankungshäufigkeit von rund einem Prozent der Bevölkerung ist es besonders wichtig, schnelle und sichere Diagnosen zu stellen, um Betroffene frühzeitig zu therapieren. Nur so können Folgeschäden, Einschränkungen und schlimmstenfalls Arbeitsunfähigkeit verhindert werden“, betont die Rheumatologin. Mitunter leiden Rheuma-Patienten viele Jahre an Rückenschmerzen bis sie – wenn überhaupt – die richtige Diagnose erhalten.

 

Den Grund für die häufigen Fehl- und Spätdiagnosen bei Rheuma-Patienten sehen Experten der DGRh darin, dass diese zunächst Hausärzte und Orthopäden bei Rückenschmerzen aufsuchen. Zu selten ziehen die Ärzte dann rheumatische Erkrankungen in Erwägung und überweisen zum internistischen Rheumatologen. „Bereits in der Erstversorgung sollten Patienten unter 45 Jahren, die über 12 Wochen chronische Rückenschmerzen haben, auf Charakteristika einer Rheumaerkrankung befragt werden“, empfiehlt Kiltz. „Wacht beispielsweise der Patient aufgrund von Schmerzen regelmäßig in der zweiten Nachthälfte auf oder verbessern sich die Beschwerden bei Bewegung, sollte unbedingt an die Möglichkeit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung gedacht werden.“ Haben Patienten darüber hinaus bereits andere Vorerkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Schuppenflechte, verdichte sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Rückenschmerz beispielsweise Folge eines Morbus Bechterew sei.

 

Professor Dr. med. Bernhard Hellmich aus Kirchheim-Teck weist zudem darauf hin, dass aufgrund der Komplexität von rheumatischen Erkrankungen ein multidisziplinäres Vorgehen anzuraten sei. „Auch Bildgebungsdiagnostik wie MRT oder Röntgen muss in enger Abstimmung mit dem Rheumatologen erfolgen, denn für die unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen sind jeweils verschiedene diagnostische Methoden sinnvoll“, so der Kongresspräsident von Seiten der DGRh. Aufgrund seiner Bedeutung für das Fach der Rheumatologie ist die interdisziplinäre Arbeit in diesem Jahr auch ein Schwerpunkt des Kongresses in Stuttgart.

 

Auf der Pressekonferenz am 7. September 2017 in Berlin erläutern Rheumatologen anlässlich ihres 45. Kongresses, wann hinter einem Rückenschmerz Rheuma steckt, welche chronischen Wirbelsäulenerkrankungen es gibt und wie sie behandelt werden.

 

Quelle:

https://www.bechterew.de/inhalt/morbus-bechterew/haeufig-gestellte-fragen/

 

 

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Kontakt für Journalisten:

Janina Wetzstein und Sabrina Hartmann

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)

Pressestelle

Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart

Tel.: 0711 8931-457, Fax: 0711 8931-167

wetzstein@medizinkommunikation.org

www.dgrh-kongress.de

 


Deutscher Reha-Tag 2017 – „Reha vor Pflege“: Auftaktveranstaltung im Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet

Bad Bocklet, 6. September 2017

 

Zum 14. Mal in Folge begehen Reha-Einrichtungen im September den Deutschen Reha-Tag. Regionale Veranstaltungen, Tage der offenen Tür, Gesundheitsmärkte und fachspezifische Vortragsreihen informieren bundesweit darüber wie chancenreich Rehabilitation für den Erhalt von Beschäftigungsfähigkeit und für eine selbstbestimmte Teilhabe ist. Damit rückt der Aktionstag die gesellschaftliche Bedeutung der Reha ins Blickfeld der breiten Öffentlichkeit.

Der gesetzlich verankerte Grundsatz „Reha vor Pflege“ ist das Motto des Reha-Tages 2017. Die zentrale Auftaktveranstaltung am 5. September 2017 fand daher im Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet statt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier im besonderen Maße auf die Rehabilitation älterer Menschen spezialisiert. Der Erhalt der Selbständigkeit sowie die Vermeidung oder Verringerung der Pflegebedürftigkeit der Patienten stehen im Mittelpunkt der Bemühungen.

Zur Auftaktveranstaltung im Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet sprachen Fachexperten aus den Reihen der Leistungsträger, von Verbänden der medizinischen Rehabilitation sowie Vertreter aus Politik und regionale Kooperationspartner zum Thema „Reha und Pflege“. In der abschließenden Podiumsdiskussion waren sich die Teilnehmenden darüber einig, dass die Verbesserung der Zugangsbedingungen zur Reha eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe ist. Harald Barlage, Vorstand der Kliniken Bad Bocklet AG betonte: „Die Bundesregierung steht in der neuen Legislaturperiode vor der Herausforderung, praktikable Lösungen für einen unbürokratischen Reha-Zugang zu entwickeln.“

Der Stellenwert von Reha-Leistungen im Bereich der Geriatrie wächst aufgrund einer immer schneller alternden Gesellschaft. Bis zum Jahr 2040 wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland auf über vier Millionen ansteigen und sich damit verdoppeln. Medizinische Reha besitzt gute Lösungsansätze, um Menschen bis ins hohe Alter ein weitgehend von fremder Hilfe unabhängiges Leben in ihrer eigenen Wohnung zu ermöglichen.

Das bundesweite Bündnis für Reha

Zum Deutschen Reha-Tag haben sich mehr als 20 Institutionen, Organisationen und Verbände aus Bereichen der Rehabilitation zusammengeschlossen. Als Aktionsbündnis für Reha bilden sie eine gemeinsame Plattform auf Bundesebene. Gemeinsames Ziel ist es, die Bedeutung der Rehabilitation als ganzheitliche Leistung zur Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten darzustellen.

Was ist medizinische Rehabilitation?

Medizinische Rehabilitation ermöglicht als ganzheitliche Leistung für Menschen mit Behinderungen, mit chronischen Erkrankungen oder für alte Menschen nachhaltig die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Deutschland verfügt über ein weltweit einzigartiges Netz von Reha-Kliniken und Einrichtungen mit hohen Qualitäts-standards. Fachkräfte arbeiten hier in starken Maße interdisziplinär. In mehr als 1.200 Reha- und Vorsorgeeinrichtungen mit knapp 120.000 Beschäftigten und insgesamt 170.000 Behandlungsplätzen werden Jahr für Jahr rund 2 Mio. Patienten behandelt.

Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet

Das Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet hat sich mit der Eröffnung einer geriatrischen Abteilung im Jahr 2005 auf die Reha alter Menschen spezialisiert. Die Abteilung umfasst 35 Betten und gliedert sich in das interdisziplinäre Behandlungskonzept des Hauses ein. Begleitend dazu bietet das Rehabilitations- und Präventionszentrum auch verschiedene Leistungen für die pflegenden Angehörigen an. Neben der klassischen Rehabilitation werden im Haus auch präventive Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen angeboten. Das Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet besteht aus den Kliniken für Orthopädie, Innere Medizin und Geriatrie sowie Psychosomatik. Insgesamt stehen 309 Reha-Betten zur Verfügung. Angeschlossen ist ein Patientenhotel, das für Präventionsleistungen zur Verfügung steht.

 

Kontakt:

Für den Initiatorenkreis:
Antonia Walch
Tel: 030-240089-0
Fax: 030-240089-30
info@rehatag.de
www.rehatag.de

c/o Bundesverband
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin

 

Rehabilitations- und Präventionszentrum
Bad Bocklet
Harald Barlage
Vorstand Kliniken Bad Bocklet AG
Frankenstr. 36
97708 Bad Bocklet
+ 49 9708 / 79-3000
barlage@kbb.de