September, 2017

 

Deutschsprachiges Arthroskopieregister „DART“ geht an den Start

Ärzte und Patienten messen gemeinsam Qualität von Gelenkoperationen

Berlin.  In Deutschland werden jährlich über 400.000 arthroskopische Operationen durchgeführt. Mit der minimalinvasiven Technik lässt sich im Inneren der Gelenke, wie Knie, Schulter, Hüfte oder Sprunggelenk, sicher und schonend operieren. Trotz der Vorteile werden immer mehr mikrochirurgische Eingriffe vom Gemeinsamen Bundesausschuss für Patienten gesetzlicher Krankenkassen gestrichen. Denn es fehlen bisher klinische Studien an großen Patientenpopulationen, die das Ergebnis dieser OP unter Alltagsbedingungen messen. Deshalb wurde jetzt das Deutschsprachige Arthroskopieregister – DART – ins Leben gerufen.

In diesem Register werden ab sofort alle validen Daten der Patienten, vor und nach einer arthroskopischen Operation erfasst und zentral wissenschaftlich ausgewertet. Mit dabei sind Eingriffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das zentrale Datenregister soll Ärzten, Praxen und Kliniken kostenfrei zur langfristigen Sicherstellung ihrer Qualität zur Verfügung stehen.

Auf der online-Plattform von DART machen die Ärzte Angaben zur Erkrankung / Verletzung, dem intraartikulären Befund und der durchgeführten Operation. Der operierte Patient erhält ebenfalls einen online-Zugang und wird gebeten, zu regelmäßigen Zeitpunkten – bis zu 10 Jahre nach der Operation – Angaben zum subjektiven Gelenkbefund, Komplikationen, Arbeitsausfall und der subjektiven Zufriedenheit zu machen. Die Arzt- und anonymisierten Patientendaten werden anschließend statistisch ausgewertet. Über eine Reportfunktion erhält der Arzt eine Rückmeldung für die Ergebnisse der von ihm durchgeführten Operationen im Vergleich zum Gesamtpool teilnehmender Ärzte.

Für die Patienten wird die Qualität damit umfassend, genau und praxisnah dokumentiert. Die moderne Gelenkmedizin soll so auch in Zukunft als wertvolle minimalinvasive OP-Technik Patienten schneller zurück zu Aktivität und Sport bringen, sowie ältere Menschen nach Eingriffen früher fit machen. Auf lange Sicht soll verhindert werden, dass wertvolle Behandlungen nicht mehr von den Kassen bezahlt werden.

Träger des Deutschsprachigen Arthroskopieregisters (DART) sind die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA), der Berufsverband für Arthroskopie (BVASK) und die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS). Als Partner für die technische Realisation wurde das Studienzentrum der Universität Freiburg gewonnen. Am 24. Oktober 2017 wird DART auf dem Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.

Pressekontakt:

Kathrin Reisinger
-Pressestelle-
Deutschsprachiges Arthroskopieregister gemeinnützige GmbH (DART
gGmbH)
Mail presse@arthroskopieregister.com
TEL 0177-600-5555


Kombi-REHA: Stationäre und ambulante Reha im Verbund – Fortbildung für Sozialdienste

Mit der Kombi-REHA bieten die Rehaklinik Sonnhalde in Donaueschingen und das Zentrum für ambulante Reha (ZAR) Stuttgart eine neue Form der medizinischen Rehabilitation an, die sich speziell an Patientinnen und Patienten mit orthopädischen Erkrankungen richtet.
Die Kombi-REHA beginnt mit der zweiwöchigen stationären Rehabilitation in der Rehaklinik Sonnhalde und wird 10 Tage im ZAR Stuttgart fortgesetzt. Hier wird der Patient wohnortnah auf den Weg zurück in sein soziales Umfeld und das Arbeitsleben vorbereitet. Die Kombi-REHA kann somit zu einer besseren und schnelleren Reintegration in das private und berufliche Umfeld führen.
Damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniksozialdienste in ihrer täglichen Arbeit Patientinnen und Patienten zum Thema Rehabilitation allumfassend beraten können, laden das ZAR Stuttgart und die Rehaklinik Sonnhalde herzlich zu einer Fortbildung für Sozialdienste ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet eine spannende und informative Veranstaltung.

Programm:

Begrüßung und Einführung
Dr. Maria Klose, Leiterin des Sozialmedizinischen Zentrums Stuttgart der DRV Baden-Württemberg

Erläuterung der stationären Phase
Martin Vierl, Chefarzt Rehaklinik Sonnhalde

Erläuterung der ambulanten Phase
Dr. med. Uli Fülle, Chefarzt Orthopädie ZAR Stuttgart

Offene Fragerunde und Snack Buffet

Termin:
Donnerstag, 05.10.2017, 14.00 – 16.00 Uhr

Veranstaltungsort:
ZAR Stuttgart Mitte
Wilhelmsplatz 11
70182 Stuttgart

weitere Informationen:
www.rehazentren-bw.de
www.zar-Stuttgart.de


Nach dem Klinikaufenthalt gut versorgt

Pressemitteilung – Verband der Ersatzkassen e.V.

Neues Entlassmanagement der Krankenhäuser setzt vdek-Forderungen um

Berlin – Ab 1. Oktober 2017 müssen Deutschlands Kliniken für einen reibungslosen Übergang von der stationären Behandlung in die Weiterversorgung ihrer Patienten sorgen. Dies sieht eine Vereinbarung zum „Entlassmanagement“ der Kliniken vor, an dem der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) maßgeblich mitgewirkt hat.„Gerade ältere und alleinstehende Menschen fragen sich oft mit Sorge, wie komme ich nach der Operation alleine zurecht? Was ist, wenn ich Schmerzen habe? Hier hilft das neue Entlassmanagement. Die Krankenhäuser müssen nun frühzeitig eine etwaige Anschlussversorgung prüfen und bei Bedarf organisieren und koordinieren. Damit stellen Kliniken die Weichen für eine möglichst lückenlose Weiterversorgung nach der stationären Behandlung“, erklärte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. Elsner unterstrich, dass ein Entlassmanagement in vielen Kliniken schon lange eine Selbstverständlichkeit sei, nun müssten alle Krankenhäuser eine strukturierte und gut organisierte Überleitung in die Anschlussversorgung ihrer Patienten sicherstellen. Das neue Entlassmanagement verpflichtet die Krankenhäuser u. a., Entlasspläne zu erstellen und bei Bedarf häusliche Krankenpflege oder Medikamente für die Übergangszeit zu verordnen. Unterstützung erhalten sie dabei von den gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, die z. B. Kontakt mit niedergelassenen Ärzten und Reha-Zentren aufnehmen und Pflegeberater bereitstellen.

„Wir freuen uns, dass viele unserer Forderungen im neuen Entlassmanagement aufgenommen wurden“, so Elsner. Der vdek hatte sich u. a. dafür stark gemacht, dass die Krankenhäuser nun auch Medikamente in der kleinsten Packungsgröße sowie in begrenztem Umfang Heil- und Hilfsmittel wie z. B. Rollatoren oder Physiotherapie verordnen dürfen. Bislang wurden von Kliniken Arzneimittel nur zum Wochenende für bis zu drei Tage mitgegeben – meist lose und ohne Beipackzettel. Vor allem bei älteren Patienten, die mehrere Medikamente einnehmen, bestand damit das Risiko unerwünschter Wechselwirkungen. Der vdek hatte sich ferner erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Kliniken Krankschreibungen für bis zu sieben Tage ausstellen können. Damit entfällt für viele frisch entlassene Patienten die Notwendigkeit, nur wegen einer AU-Bescheinigung bei einem Arzt vorstellig zu werden.

Elsner: „Das neue Entlassmanagement wird Versorgungslücken schließen. Und wir verhindern damit Drehtür-Effekte: Durch die verbesserte Kommunikation aller Beteiligten innerhalb und außerhalb der Klinik können unnötige Wiederaufnahmen von Patienten verhindert werden.“

Hintergrund:
Die Vereinbarung zum neuen Entlassmanagement der Kliniken wurde zwischen GKV-Spitzenverband (GKV-SV), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) geschlossen. Sie setzen damit Vorgaben des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes um.

Service:
Auf welche Leistungen haben die Versicherten Anspruch? Wo erhalten sie weitere Informationen über das Entlassmanagement ihrer Klinik? Die wichtigsten Fragen zum Thema beantwortet ein kostenloser FAQ-Katalog des vdek. Der Katalog ist im Internet abrufbar unter: www.vdek.com/presse/Fragen_und_Antworten/faq-entlassmanagement.html

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen nahezu 28 Millionen Menschen in Deutschland versichern:
– Techniker Krankenkasse (TK)
– BARMER
– DAK-Gesundheit
– KKH Kaufmännische Krankenkasse
– hkk – Handelskrankenkasse
– HEK – Hanseatische Krankenkasse

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Bis 2009 firmierte der Verband unter dem Namen „Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V.“ (VdAK).

In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 340 sowie mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.


REHADAT-Wissensreihe „In Schwermut steckt Mut!“ – Berufliche Teilhabe von Menschen mit Depressionen

Wie können Menschen, die an Depressionen erkrankt sind, weiter am Berufsleben teilhaben? Antworten auf diese Frage gibt es in der neuesten REHADAT-Wissensreihe „In Schwermut steckt Mut!“. Die Broschüre beschreibt, wie Arbeit für Menschen mit Depressionen gestaltet werden kann, welche Ansprechpartner es gibt und liefert Grundinformationen über die Krankheit.

 

Im Jahr 2015 waren in Deutschland ca. 4,1 Millionen Menschen an einer Depression erkrankt. Viele Betroffene verheimlichen ihre Erkrankung, um Nachteile im Beruf wie soziale Ausgrenzung oder eine Kündigung zu vermeiden. Mit der richtigen medizinischen Versorgung und Unterstützung im Berufsalltag ist es aber häufig möglich, die an Depressionen erkrankten Mitarbeitern leitstungsfähig und langfristig im Berufsleben zu halten.

 

Die REHADAT-Wissensreihe beschreibt betriebliche Gestaltungsmöglichkeiten, um Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse von Beschäftigten mit Depressionen anzupassen und ihre berufliche Teilhabe zu unterstützen: z. B. durch die Veränderung von Arbeitszeiten, -routinen und -inhalten, personelle Unterstützung am Arbeitsplatz, Job-Coaching oder spezielle Arbeitsmittel. Experteninterviews aus den Bereichen Arbeitsmedizin und Job-Coaching sowie ein Fallbeispiel zur Arbeitsgestaltung aus der Praxis greifen diese Aspekte auf.

 

Ein weiteres zentrales Thema der Broschüre ist, wie und mithilfe welcher Anlaufstellen Arbeitgeber und Mitarbeiter für depressive Erkrankungen sensibilisiert werden und wie sie betroffene Kollegen konkret unterstützen können.

 

Darüber hinaus erhalten Leser unter anderem Informationen zu Depressionen und ihren Erscheinungsformen, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, Grad der Behinderung, Arbeitsschutz, Fahreignung, BEM und stufenweise Wiedereingliederung, Arbeitsorganisation und Arbeitsumfeld sowie weiterführende Tipps, Ansprechpartner und Literaturhinweise.

 

Hier finden Sie die neueste Ausgabe der REHADAT-Wissensreihe: http://rehadat.link/publikationen

 

REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

 

Kontakt für Rückfragen: Jasmin Saidie, Tel. 0221 4981-846, E-Mail: saidie@iwkoeln.de

Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Postfach 10 19 42 / 50459 Köln
Konrad-Adenauer-Ufer 21 / 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845
brockhagen@iwkoeln.de

rehadat.de
twitter.com/rehadat


16. Ronsdorfer Gesundheitsgespräch in der Helios Klinik Bergisch-Land: Auf den Spuren unserer Lymphwege

Das Lymphgefäßsystem ist ein wichtiger Teil des Immunsystems und dient der Abwehr von Krankheitserregern. Daneben ist es für den Flüssigkeitstransport im Körper zuständig und steht in engem Zusammenhang mit dem Blutkreislauf. Im Rahmen des Ronsdorfer Gesundheitsgespräches in der Helios Klinik Bergisch-Land informieren Experten am Mittwoch, dem 11. Oktober, in der Zeit von 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr, zum Thema „Auf den Spuren unserer Lymphwege“. Die Veranstaltung findet im großen Vortragsraum der Klinik, Im Saalscheid 5, statt. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung nicht erforderlich. 

Bei Krankheitsbildern wie Entzündungen der Haut, Immobilisation, Übergewicht und Krampfadern oder bei Verletzungen durch Unfälle oder nach Operationen und Bestrahlungen können Lymphödeme auftreten. Man unterscheidet zwischen erworbenen und angeborenen Lymphödemen. Ein Lymphödem ist eine sicht- und tastbare Ansammlung von Flüssigkeit, die nicht mehr durch das Lymphsystem abtransportiert wird. Dr. Maria Plett, leitende Oberärztin des interdisziplinären Venenzentrum am Helios Universitätsklinikum Wuppertal, wird auch besondere Fälle eines Lymphödems, beispielsweise bei einem Abszess im Bauch, bei einem Tumor oder bei Herzschwäche vorstellen.

In der Helios Klinik Bergisch-Land erhalten Patienten individuelle Therapien zur Behandlung eines Lymphödems. Physiotherapeutin Dorothee Hoffs stellt unter anderem die manuelle Lymphdrainage, die komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) und Möglichkeiten der Kompression vor, die den Abfluss bei einem Lymphödem fördern. Voraussetzung für eine erfolgreiche Lymphtherapie ist die Eigeninitiative der Betroffenen, denn der Lymphfluss funktioniert nicht ohne Bewegung. Dorothee Hoffs erläutert, mit welchen Übungen man unterschiedlichen Lymphödemen begegnen kann.

Im Anschluss stehen die beiden Expertinnen den Besuchern für Fragen gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.helios-gesundheit.de/bergisch-land

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.

In Deutschland hat Helios 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. Helios ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Helios versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

Quirónsalud betreibt 44 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der Helios Unternehmenszentrale ist Berlin.
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Helios Rehakliniken GmbH
c/o Helios Klinik Hattingen

Volker Martin
Unternehmenskommunikation & Marketing

Tel.: +49 2324 966-731
Mobil: +49 1525 477 85 26
Fax: +49 2324 966-716

Am Hagen 20 ∙ 45527 Hattingen
www.helios-gesundheit.de

Helios neu erleben:
www.helios-gesundheit.de/NeuerAuftritt


Gute Qualität in der Rehabilitation hat ihren Preis und muss auch bezahlt werden

 

Piepenburg: Wunsch- und Wahlrecht der Patienten muss respektiert werden

 

„Die Reha-Kliniken im Land arbeiten auf einem hervorragenden medizinischen Niveau, was sie in vielfältigen Qualitätssicherungsverfahren immer wieder nachweisen“, macht der Vorstandsvorsitzende der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Detlef Piepenburg, bei einer Veranstaltung der BWKG deutlich. Im Hospitalhof in Stuttgart diskutieren heute mehr als 100 Gäste das reha-politische Thema „Qualität und Belegungssteuerung“. Aus dem Landtag nehmen folgende Abgeordnete teil: Petra Krebs (Grüne), Stefan Teufel (CDU), Sabine Wölfle (SPD) und Jochen Haußmann (FDP).

 

„Die gute Qualität der Reha-Leistungen hat ihren Preis. Und wenn die Kostenträger immer höhere Qualitätsanforderungen stellen und aufwändige Nachweise hierfür verlangen, müssen sie das auch bezahlen“, erklärt der BWKG-Vorstandsvorsitzende, der auch Landrat des Kreises Heilbronn ist, weiter. Generell fehle nach wie vor ein Rechtsanspruch auf eine angemessene Finanzierung der Reha-Leistungen.

 

„Angesichts der Tatsache, dass sich Reha rechnet, ist es absolut unverständlich, dass es so schwierig ist, eine auskömmliche Finanzierung zu erreichen“, so Piepenburg weiter. Denn Renten- und Pflegeversicherung profitierten von den Leistungen der medizinischen Rehabilitation durch geringere Ausgaben und höhere Beitragseinnahmen. Etwa durch die schnellere Rückkehr der Patienten in den Beruf sowie die Verhinderung oder zeitliche Verschiebung von Pflegebedürftigkeit. Daher dürfe es in Zukunft auch keine Reha-Steuerung nach Kassenlage mehr geben. Um das zu erreichen, müsse die weiterhin bestehende Budgetierung der Reha-Ausgaben der Rentenversicherung aufgehoben werden. Außerdem müsse es einen finanziellen Ausgleich zwischen der Pflege- und der Krankenversicherung geben. Denn aktuell ist es so, dass die Krankenversicherung eine Reha für ältere Menschen bezahlen muss, während vor allem die Pflegeversicherung davon profitiert.

 

„Zu häufig wird die Reha-Klinik für einen Patienten nach dem Preis und nicht nach der Qualität der Klinik ausgewählt“, betont Piepenburg. Im Fall der Anschlussrehabilitation erfolge die Auswahl immer wieder über „Kliniklisten“, die den Sozialdiensten der Krankenhäuser von den Krankenkassen vorgegeben werden. Damit seien die Sozialdienste nicht frei, die wirklich am besten passende Klinik auszuwählen. Mit den Kliniklisten werde auch das Wunsch- und Wahlrecht des Versicherten unterlaufen. Zumal die Patienten, die ihr Wunsch- und Wahlrecht ausüben, immer wieder aus eigener Tasche draufzahlen oder die gesamte Reha vorfinanzieren müssen. Im Rahmen des BWKG-Indikators haben 30 % der Geschäftsführer angegeben, dass ihre Patienten zusätzlich zur gesetzlich vorgegebenen Zuzahlung noch Mehrkosten tragen müssen. „Das Wunsch- und Wahlrecht der Patienten muss respektiert werden und darf nicht extra kosten“, so der Vorstandsvorsitzende.

 

Die zentralen Forderungen der Reha-Kliniken an die Politik fasst Piepenburg wie folgt zusammen:

  • Eine Reha muss schnell und einfach beantragt werden können. Im Fall einer Ablehnung müssen die Gründe dem Betroffenen transparent gemacht werden und er muss über die Widerspruchsmöglichkeiten aufgeklärt werden.
  • Es darf keine Reha-Steuerung nach Kassenlage geben: Jede medizinisch notwendige Reha muss finanziert werden. Die weiterhin bestehende Budgetierung der Reha-Ausgaben der Rentenversicherung muss aufgehoben werden. Außerdem muss es einen finanziellen Ausgleich zwischen der Pflege- und der Krankenversicherung geben.
  • Das Wunsch- und Wahlrecht der Patienten muss berücksichtigt werden. Es darf nicht durch ungerechtfertigte Mehrkosten für die Patienten ausgehebelt werden.
  • Die aktuellen Vergütungssätze reichen nicht, um die notwendigen Reha-Leistungen zu finanzieren. Die leistungsgerechte Vergütung von Reha-Leistungen muss gesetzlich festgeschrieben werden. Die geleistete gute Qualität muss auch finanziert werden.

 

Anlage: Positionspapier zum Download als PDF

Die Forderungen der BWKG wurden in einem Positionspapier zur Bundestagswahl zusammengefasst, das auch weiter Basis der politischen Forderungen sein wird.

 

Ihre Ansprechpartnerin:
Annette Baumer

Referentin für Presse und Politik

baumer@bwkg.de, Tel.: 0711 25777-45

BWKG Baden-Württembergische
Krankenhausgesellschaft e.V.

Assistentin der Hauptgeschäftsführung

Telefon 0711 25777-93
Telefax 0711 25777-99
pfaff@bwkg.de

Birkenwaldstraße 151
70191 Stuttgart
www.bwkg.de

 

 

„Der Kongress für Altersmedizin“ wird 2018 weitergeführt

13. Juni 2018bis14. Juni 2018

Pressemitteilung 09-2017 (27.09.2017)

 

Ein Erfolgsmodell wird weitergeführt – „Der Kongress für Altersmedizin“ wird auch 2018 der multiprofessionelle Treffpunkt in der Altersmedizin sein. Am 13./14.06.2018 treffen sich die Praktiker der Altersmedizin in Berlin.   

 

Aufbauend auf die erfolgreiche Premiere vom Mai 2017, bei der über 800 Teilnehmer den Kongress besuchten, veranstaltet der Bundesverband Geriatrie gemeinsam mit den Landesverbänden Berlin und Brandenburg auch 2018 einen multiprofessionellen Kongress für Altersmedizin in Berlin. Der Praxisbezug wird dabei im Kongresskonzept noch einmal ausgebaut.

 

Der zweitägige Kongress wird am 13. und 14. Juni 2018 in der Urania Berlin stattfinden und sich schwerpunktmäßig den in der geriatrischen Praxis wichtigen Themen „Infektionen“, „Sinnesorgane“ und „Mundgesundheit“ widmen. Bei der Organisation wird die bewährte Zusammenarbeit mit den Veranstaltungsplanern von Intercongress fortgeführt.

 

Dr. Karin Schmidt, Vorsitzende des Landesverbandes Geriatrie Brandenburg: „Nach der äußerst positiven Resonanz auf unseren Kongress für Altersmedizin 2017, der von den Besuchern und den ausstellenden Unternehmen sehr gut angenommen wurde, war für uns klar: wir wollen eine Fortsetzung im nächsten Jahr anbieten und das Format verstetigen. Es freut mich sehr, dass wir nun in die konkreten Planungen für 2018 einsteigen können.“

 

Dr. Erich Hilf, Vorsitzender des Landesverbandes Geriatrie Berlin ergänzt: „Wir bieten topaktuelle Themen aus der Praxis für die Praxis – für Ärzte, Pflegende und Therapeuten. Wir haben es geschafft, dass die Berufsgruppen, die in der Geriatrie als Team die Patienten behandeln, sich gemeinsam fortbilden und sich sowohl theoretisch als auch in Praxisseminaren ´auf den neusten Stand der Versorgung´ bringen. Dies ist einmalig und wirkt auch nach dem Kongress noch in den jeweiligen Häusern. Der Kongress soll eine gemeinsame Plattform für Ärzte, Pflegende und Therapeuten sein, um sich fachlich auszutauschen.“

 

Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbandes Geriatrie, fügt hinzu: „Wir werden auf jeden Fall das innovative multiprofessionelle Konzept des Kongresses weiterführen. Den Praxisbezug werden wir weiter ausbauen. Die Praxisseminare werden gedoppelt, sodass Besucher flexibel teilnehmen können und kleinere Gruppen entstehen, die wiederum noch intensivere Diskussionen und Gespräche ermöglichen.“

 

Wie bereits 2017 wird der Kongress auch im nächsten Jahr von einer Industrieausstellung begleitet.

 

Informationen zum Kongress finden Sie unter: www.Der-Kongress-fuer-Altersmedizin.de

 

 Bundesverband Geriatrie e.V.
Reinickendorfer Straße 61
13347 Berlin
Tel.: 030 / 339 88 76 – 10
Fax: 030 / 339 88 76 – 20
E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

 

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Dipl.-Kfm. Ansgar Veer

Geschäftsführer: RA Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

13347 Berlin

Tel.: 030 / 339 88 76 – 10

Fax: 030 / 339 88 76 – 20

E-Mail: geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

http://www.bv-geriatrie.de

 

 

Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Trägern die rund 360 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca. 22.000 Betten/Rehaplätze verfügen. Die auf Geriatrie spezialisierten Einrichtungen halten dabei sowohl stationäre, teilstationäre und ambulante Versorgungsangebote vor, sodass alle Ebenen der medizinischen Versorgung umfasst werden.

Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung.

Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt. Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

 

Kontakt:

 

Dr. Matthias Witzmann                               
– Öffentlichkeitsarbeit –
Bundesverband Geriatrie e.V.
Reinickendorfer Str. 61
13347 Berlin
Fon: 030 / 3 39 88 76-10
Fax:  030 / 3 39 88 76-20
Email:     matthias.witzmann@bv-geriatrie.de
Internet:  www.bv-geriatrie.de


Entlassrezept ab 1. Oktober 2017 in Apotheken: Praxistest zum Patientenwohl steht noch aus

Durch den Aufdruck "Entlassmanagement" ist das neue rosa Rezept von ambulanten Verordnungen zu unterscheiden. Das Entlassrezept muss innerhalb von drei Werktagen in der Apotheke eingelöst werden. Beim Einlösen von Entlassrezepten hat jeder Patient die freie Apothekenwahl in ganz Deutschland. Quellenangabe: "obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände"

ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Durch den Aufdruck "Entlassmanagement" ist das neue rosa Rezept von ambulanten Verordnungen zu unterscheiden. Das Entlassrezept muss innerhalb von drei Werktagen in der Apotheke eingelöst werden. Beim Einlösen von Entlassrezepten hat jeder Patient die freie Apothekenwahl in ganz Deutschland. Quellenangabe: "obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände"

Durch den Aufdruck „Entlassmanagement“ ist das neue rosa Rezept von ambulanten Verordnungen zu unterscheiden. Das Entlassrezept muss innerhalb von drei Werktagen in der Apotheke eingelöst werden. Beim Einlösen von Entlassrezepten hat jeder Patient die freie Apothekenwahl in ganz Deutschland. Quellenangabe: „obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände“

Berlin  – Ab 1. Oktober 2017 können Klinikärzte ihren Patienten bei deren Entlassung aus dem Krankenhaus ein Rezept über benötigte Arzneimittel zur Einlösung in öffentlichen Apotheken ausstellen und mitgeben. Damit wird eine Regelung des Versorgungsstärkungsgesetzes aus dem Jahr 2015 umgesetzt. Das Entlassrezept soll dem Patienten ermöglichen, sofort seine Anschlussmedikation zu bekommen, ohne zuvor einen niedergelassenen Arzt aufsuchen zu müssen. Durch den Aufdruck „Entlassmanagement“ ist das neue rosa Rezept von ambulanten Verordnungen zu unterscheiden.

Ansonsten gelten jedoch zahlreiche Sonderregelungen: So dürfen die Klinikärzte nur die jeweils kleinsten verfügbaren Packungsgrößen der Arzneimittel verschreiben, und das Entlassrezept muss innerhalb von drei Werktagen in der Apotheke eingelöst werden. Ein Patient, der an einem Freitag aus dem Krankenhaus mit einem Entlassrezept für Medikamente entlassen wird, muss diese Verordnung also spätestens am Montag in der Apotheke einlösen. Beim Einlösen von Entlassrezepten hat jeder Patient die freie Apothekenwahl in ganz Deutschland.

„Die Umsetzung des Gesetzes war langwierig und schwierig, aber nun zeichnet sich endlich eine Verbesserung für die Patienten ab“, sagt Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV): „Die Apotheker begrüßen diesen Fortschritt ausdrücklich. Entscheidend wird jedoch die Alltagstauglichkeit des Entlassrezepts sein, damit die Versorgung der Patienten in den Apotheken auch tatsächlich funktioniert.“

Becker äußert Zweifel an der reibungslosen Umsetzung einiger Detailregelungen, die von den Verbänden der Krankenkassen, Vertragsärzte und Krankenhäuser in einem Rahmenvertrag ausgehandelt wurden: „Ein Beispiel: Entlassrezepte für Arzneimittel haben eine andere Gültigkeitsdauer als solche für Hilfsmittel. Solche Punkte müssen noch bearbeitet werden, um eine sichere und reibungslose Versorgung der Patienten zu garantieren.“

Weitere Informationen unter www.abda.de

Pressekontakt:

Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, 030 40004 132, presse@abda.de

Christian Splett, Pressereferent, 030 40004 137, c.splett@abda.de


Logopädieverordnungen für ältere Menschen steigen

Jede Schlucktherapie beginnt mit einer ausführlichen logopädischen Diagnostik. Quellenangabe: "obs/Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V./dbl/Jan Tepass"

Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V.

Am 1. Oktober 2017 ist der Internationale Tag der älteren Menschen

Frechen – Immer mehr ältere Menschen benötigen logopädische Therapie. Während 2007 insgesamt 15 Prozent aller Logopädie-Verordnungen für Menschen ab einem Alter von 60 Jahren ausgestellt wurden, waren es 2016 bereits 23 Prozent.

„Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in Deutschland hat sich in den letzten Jahren erfreulicherweise immer weiter erhöht. Dennoch steigt mit höherem Alter das Risiko altersbedingter Erkrankungen und damit auch der Bedarf an logopädischen Leistungen“, stellt die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl), Dagmar Karrasch fest.

Jede Schlucktherapie beginnt mit einer ausführlichen logopädischen Diagnostik. Quellenangabe: "obs/Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V./dbl/Jan Tepass"

Jede Schlucktherapie beginnt mit einer ausführlichen logopädischen Diagnostik. Quellenangabe: „obs/Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V./dbl/Jan Tepass“

So sind beispielsweise etwa zwei Millionen Menschen hierzulande von einer Demenz betroffen. Mehr als 250.000 Patienten leiden an Morbus Parkinson. Ein Schlaganfall trifft jedes Jahr etwa 270.000 meist ältere Männer und Frauen. „Viele der Betroffenen leiden in Folge dieser Erkrankungen an erheblichen Einschränkungen des Sprach- und Sprechvermögens oder haben Schwierigkeiten beim Schlucken und damit der sicheren Nahrungsaufnahme. Die damit einhergehenden Einschränkungen in der Nahrungsaufnahme schränken die Betroffenen in ihrer Lebensqualität und gesellschaftlichen Teilhabe häufig stark ein „, so die dbl-Präsidentin. Eine gestörte Schluckfunktion könne zudem auch lebensbedrohliche Folgen haben, wenn etwa Speichel oder Speisereste in die tieferen Atemwege gelangen.

„Logopädinnen und Logopäden helfen den Betroffenen, die Fähigkeit zur Kommunikation zurückzugewinnen oder auch neue Kommunikationsstrategien einzusetzen, um eine Verständigung nach einem Krankheitsereignis entweder wieder herzustellen oder bestmöglich zu erhalten „, so Karrasch. „Viele profitieren auch von einer logopädischen Schlucktherapie“, ergänzt die dbl-Präsidentin. „Kommunikation und Schlucken sind mehr als einfache körperliche Funktionen. Oft fällt es Nichtbetroffenen schwer, einzuschätzen, was es bedeutet, nicht mehr Essen gehen zu können oder an Gesprächen teilzuhaben. Es ist bedeutsam für Teilhabe, Lebensqualität und seelische Gesundheit, die Fähigkeiten zur Kommunikation und Nahrungsaufnahme längstmöglich zu erhalten“, so Karrasch.

Hinweis:

Weitere Informationen finden Sie auf der dbl-Website unter www.dbl-ev.de

Hintergrund

Der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen 1990 initiierte Internationale Tag der älteren Menschen findet stets am 1. Oktober statt.

Pressekontakt:

Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl), Dagmar Karrasch
(Präsidentin), Augustinusstr. 11 a, 50226 Frechen. Pressekontakt:
Pressereferat, Margarete Feit, Tel.: 02234/37953-27, Fax:
02234/37953-13, E-Mail: presse@dbl-ev.de, Internet: www.dbl-ev.de


Im Hippocampus leben keine Nilpferde

DGPPN-Nachwuchsinitiative macht wild auf Forscherkarriere 

Im Herbst wird es exotisch, denn dann wird ein Nilpferd die neue Attraktion der Generation PSY. Die Nachwuchsinitiative der DGPPN geht mit einer neuen Kampagne an den Start. Dahinter steckt wie immer eine wichtige Botschaft. Diesmal geht es um das Thema Psychiatrieforschung.

Nein, im Hippocampus leben keine Nilpferde – und auch Seepferdchen planschen hier nicht, selbst wenn der lateinische Begriff dies vermuten lässt. Der Hippocampus ist eine zentrale Schaltstation im Gehirn, die fortwährend Sinneseindrücke ordnet und verarbeitet. Er spielt eine entscheidende Rolle beim Einspeichern neuer Gedächtnisinhalte und beim Verarbeiten von Emotionen. Damit rückt er auch in den Fokus der Psychiatrieforscher, die auf der Suche nach Therapien gegen Demenzen, Schizophrenie und anderen psychischen Erkrankungen sind und die Funktionsweise der Hippocampi noch besser verstehen wollen.

Das neue Themenspecial der Generation PSY stellt die Gehirnstruktur in den Mittelpunkt, erklärt wie sie aufgebaut ist und welche Funktionen und Aufgaben sie übernimmt und macht klar: Die Psychiatrie ist unter den medizinischen Fächern auch eine der spannendsten Forschungsdisziplinen. „Positronen-Emissions-Tomografen oder Computational Neuroscience – was nach Science-Fiction klingt, ist bereits Gegenwart in der Psychiatrieforschung. Mit modernden Tools spürt sie z. B. die Ursachen psychischer Erkrankungen bis ins kleinste Molekül im Hirn auf. Doch auch in der Wissenschaft fehlt uns der Nachwuchs, deshalb wollen wir kluge Köpfe dafür begeistern“, sagt DGPPN-Präsident Professor Arno Deister.

Die Kampagne nimmt den Nachwuchs mit auf eine spannende Exkursion durch die Forschungsfelder. Auf www.generation-psy.de erklärt Psychiatrieforscher Andreas Meyer-Lindenberg im Interview, wohin sich Psychiatrie und Psychotherapie in Zukunft bewegen. Marc Augustin von der Generation PSY gibt Tipps, wie man als junger Psychiater den Zugang zu Wissenschaft und Forschung findet und zeigt Wege für die Karriere auf. Die neue Kampagne ist ab sofort online, das Kampagnenmotiv ziert als Poster auch Uni- und Klinikwände und das Nilpferd liegt als Postkarte zum Mitnehmen aus.

Zur neuen Kampagne

 

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