Freitag, Juli 28th, 2017

 

27. Reha-Kolloquium 2018 in München

ICM – Internationales Congress Center München, Copyright: "Messe München"

 

 ICM – Internationales Congress Center München, Copyright: "Messe München"

ICM – Internationales Congress Center München, Copyright: „Messe München“

Das 27. Rehabilitationswissenschaftliche Kolloquium findet vom 26. bis 28. Februar 2018 im Internationalen Congress Center München statt und wird von der Deutschen Rentenversicherung Bund gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) ausgerichtet.

Unter dem Motto „Rehabilitation bewegt!“ werden über 1.600 Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis, Medizin, Psychologie und Therapie, Gesundheitsmanagement, Verwaltung und Politik erwartet. Die Einreichung von Kurzbeiträgen ist ab Ende August bis einschließlich 23.10.2017 möglich. Die eingereichten Beiträge werden durch das Programmkomitee begutachtet.

Das Motto: Rehabilitation bewegt!

Regelmäßige körperliche Aktivität gilt als integraler Bestandteil eines gesunden Lebensstils. Das gesundheitsförderliche Potential von körperlicher Aktivität wird allerdings nicht ausgeschöpft. Technischer Fortschritt in Beruf, Haushalt und Verkehr hat in den letzten Jahrzehnten zur massiven Reduktion von Bewegung und körperlicher Arbeit geführt. Lebensgewohnheiten und Freizeitverhalten haben sich verändert, so dass viele Menschen sich nicht ausreichend bewegen. Vor diesem Hintergrund wurden z. B. im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums „Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ erarbeitet und 2016 veröffentlicht. Insbesondere chronische Kranke profitieren von regelmäßiger Bewegung. Deshalb nehmen evidenzbasierte bewegungstherapeutische Angebote in den Reha-Therapiestandards der Deutschen Rentenversicherung einen breiten Raum ein.

„Rehabilitation bewegt!“ adressiert aber nicht nur Themen wie Bewegungsförderung und Bewegungstherapie. Angesprochen sind alle Expertinnen und Experten, die durch die Rehabilitation jeden Tag beruflich und persönlich bewegt werden. Auch die Rehabilitation selbst darf nicht stillstehen. Reha-Konzepte und Reha-Strukturen müssen in Bewegung bleiben und stetig fortentwickelt werden.

Das Rehabilitationswissenschaftliche Kolloquium ist als Deutscher Kongress für Rehabilitationsforschung das wichtigste Forum für praxisrelevante Ergebnisse zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation.

Nähere Informationen unter

Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin

Tel. 030/865-39336 (Tagungsbüro, Frau Seidel)

E-Mail: reha-kolloquium@web.de

Internet: www.reha-kolloquium.de


Rentenversicherung, Krankenkassen und Krankenhäuser wollen Zugang zur Suchtrehabilitation verbessern

Deutsche Rentenversicherung Bund

Berlin. Alkohol-, drogen- oder von Medikamenten abhängige Menschen sollen künftig nach einem qualifizierten Entzug im Krankenhaus direkt in eine Einrichtung der ambulanten oder stationären Suchtrehabilitation verlegt werden, wenn dies medizinisch notwendig ist. Entsprechende Handlungsempfehlungen haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Deutsche Rentenversicherung Bund und der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), der BKK Dachverband, der IKK e. V., die KNAPPSCHAFT und die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau getroffen. Ziele des sogenannten Nahtlosverfahrens: Durch eine effektive Organisation der Anschlussversorgung sollen die Behandlung Abhängigkeitskranker verbessert und die Versorgungsbereiche (Krankenhaus, Rehabilitation, Suchtberatungsstellen) enger miteinander verzahnt werden. Von dem „Nahtlosverfahren“ profitieren Betroffene, die bei den beteiligten Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern versichert sind. Die konkrete Umsetzung soll nun auf Landesebene durch die Vertragspartner (Krankenkassen, Rentenversicherungsträger, Krankenhäuser) zügig beschlossen werden.

Leider nehmen viele suchtkranke Menschen nach einem qualifizierten Entzug in einem Krankenhaus keine medizinische Rehabilitation in Anspruch oder treten bewilligte Rehabilitationsleistungen nicht an. Dies birgt das Risiko eines Rückfalls. Mit dem Nahtlosverfahren wollen wir die Inanspruchnahme in der Suchtrehabilitation steigern und den sogenannten Drehtüreffekt im Krankenhaus möglichst vermeiden“, erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, der die Handlungsempfehlungen federführend für die anderen Verbände der Krankenkassen verhandelt hat.

Dreh- und Angelpunkt ist das Krankenhaus, das wie bisher den Reha-Antrag beim zuständigen Rehabilitationsträger (Rentenversicherung oder Krankenkasse) sowie den ärztlichen Befund- und Sozialbericht erstellt. In Abstimmung mit den Rehabilitationsträgern und der aufnehmenden Reha-Einrichtung wird die nahtlose Verlegung vom Krankenhaus in die Suchteinrichtung organisiert. ‚Herzstück‘ des Nahtlosverfahrens ist die begleitete Anreise des Patienten durch einen Mitarbeiter der Suchteinrichtung oder einer Suchtberatungsstelle. Damit wollen wir erreichen, dass alle Patienten tatsächlich ‚ohne Umwege‘ in der Rehabilitation ankommen“, so Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der DKG.

Mit den Handlungsempfehlungen haben wir in Zusammenarbeit mit den Suchtfachverbänden vereinbart, wie wir die Versorgung Abhängigkeitskranker organisieren und verbessern wollen. Die Empfehlungen enthalten Aussagen zur Leistungszuständigkeit, zur Mitwirkung der Krankenhäuser und weitere Details zum Nahtlosverfahren. Innerhalb von nur fünf Arbeitstagen sollen die Rehaträger über den Rehabilitationsantrag entscheiden. Damit beschleunigen wir das Verfahren und verbessern die Versorgung der Versicherten. Gleichzeitig wollen wir erreichen, dass die Suchtkranken schneller als bisher in das Arbeitsleben integriert werden können“, so Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Pressekontakt:

Dr. Dirk von der Heide
Pressesprecher
Tel. 030 865-89178
Fax. 030 865-27379
pressestelle@drv-bund.de