Donnerstag, Juli 27th, 2017

 

Konflikthotline Baden-Württemberg: Neue Vorsitzende von Verwaltungsrat und Mitgliederversammlung

Unsere Arbeitswelt ist im Wandel. Die zunehmende Verdichtung der Anforderungen am Arbeitsplatz, wie z.B. der steigende Zeit-, Kosten- und Veränderungsdruck, führt häufiger zu hocheskalierten Konflikten am Arbeitsplatz. Hilfe und Unterstützung erhalten die Betroffenen anonym und unbürokratisch durch die Konflikthotline Baden-Württemberg e.V. In der heutigen Mitgliederversammlung wurden mit Jutta Ommer-Hohl und Gabriele Frenzer-Wolf zwei neue alternierende Vorsitzende des Verwaltungsrats und der Mitgliederversammlung gewählt.

Konflikte am Arbeitsplatz – wer kennt Sie nicht? Die Bandbreite reicht hier von kleinen Meinungsverschiedenheiten unter Kollegen bis hin zu gezielten Angriffen. Glücklicherweise lassen sich die meisten Konflikte durch ein persönliches Gespräch oder das Eingreifen eines Vorgesetzten lösen. Ist dies nicht mehr möglich, so steigt die psychische Belastung der Betroffenen stetig an und es kann zu Erkrankungen bis hin zum Verlust der Arbeitsstelle kommen.

„In diesen extremen Fällen bieten wir mit unserer Hotline aktive Hilfe und Unterstützung. Betroffene erhalten die Möglichkeit, sich von erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anonym beraten zu lassen sowie gemeinsam mit den Beratenden Strategien zur Prävention und Intervention gegen Konflikte zu entwickeln und praktisch im Alltag umzusetzen“, erläutert Eva Gehring, Leiterin der Konflikthotline Baden-Württemberg.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden am heutigen Donnerstag, 27. Juli, der Vorsitz des Verwaltungsrats und der Mitgliederversammlung der Konflikthotline Baden-Württemberg e.V. neu bestimmt. Auf den bisherigen Inhaber beider Ämter Nikolaus Landgraf, der im Zuge seines Wechsels nach Brüssel für die Aufgaben nicht mehr zu Verfügung steht, folgen Jutta Ommer-Hohl und Gabriele Frenzer-Wolf. Sie wechseln sich in einem alternierenden System jährlich im Vorsitz von Verwaltungsrat und Mitgliederversammlung ab. In der ersten Amtsperiode übernimmt Jutta Ommer-Hohl, Fachbereichsleiterin Gesundheitsförderung / Betriebliches Gesundheitsmanagement der AOK Baden-Württemberg, den Vorsitz des Verwaltungsrats. Gabriele Frenzer-Wolf, Stellvertretende DGB-Landesvorsitzende in Baden-Württemberg, hält den Vorsitz der Mitgliederversammlung inne.

Anlässlich der Wahl unterstrichen die beiden neuen Vorsitzenden Bedeutung der Konflikthotline Baden-Württemberg: „Angesichts einer sich immer rascher verändernden Arbeitswelt sehen wir in der Arbeit der Konflikthotline eine wichtige gesundheitspolitische Aufgabe. Diese verlangt es von uns, das Angebot zu erweitern und damit den Herausforderungen anzupassen. Ziel ist es, nicht nur den Betroffenen sondern auch den Unternehmen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“, so Jutta Ommer-Hohl und Gabriele Frenzer-Wolf.

Dr. Constanze Schaal, Vorständin des Vereins und Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg, dankte dem ehemaligen Vorsitzenden Nikolaus Landgraf und sieht die Konflikthotline für die Zukunft auf einem sehr guten Weg: „Im Namen der Mitgliederversammlung danke ich Herrn Landgraf herzlich für sein großes Engagement und seine hervorragende Arbeit der vergangenen Jahre. Gemeinsam mit unseren beiden neuen Vorsitzenden und dem Kompetenz-Team rund um unsere Leiterin Eva Gehring werden wir mit großem Fachwissen und Engagement auch zukünftig unbürokratische und professionelle Unterstützung bei Arbeitsplatzkonflikten anbieten.“

Konflikthotline Baden-Württemberg e.V.
Die Konflikthotline Baden-Württemberg e.V. bietet Menschen in Konfliktsituationen am Arbeitsplatz professionelle Beratung sowie Vorträge, Seminare und Weiterbildungen an. Zudem stellt sie ihr breites Know-how Betrieben und Organisationen zur Verfügung, u.a. mit Schulungen für Mitarbeiter, Führungskräfte und betriebliche Interessenvertretungen zum Thema „hocheskalierte Konflikte am Arbeitsplatz“ und konstruktive Konfliktlösungsverfahren. Dem Beratungsnetzwerk Konflikthotline Baden-Württemberg e.V. gehören 43 ehrenamtlich tätige Beraterinnen und Berater an, die aus verschiedenen Berufsgruppen kommen und über eine Weiterbildung im Bereich systemisch ressourcen- und lösungsorientierter Beratung verfügen.

Erreichbarkeit der Konflikthotline
Die Konflikthotline ist erreichbar von Montag bis Freitag zwischen 08.00 und 22.00 Uhr unter der zentralen Telefonnummer 0180 – 2 66 22 46 4
Weitere Informationen auch im Internet unter: www.konflikthotline-bw.de

Bildnachweis:
v.l.n.r. Gabriele Frenzer-Wolf, Jutta Ommer-Hohl und Dr. Constanze Schaal (Foto: Konflikthotline Baden-Württemberg e.V.)

Kontakt:
Konflikthotline Baden-Württemberg e.V.
Eva Gehring (Projektleitung)
Tel. 07684. 809 503 / E-Mail: info@konflikthotline-bw.de


1.000 Schritte gespart

„Prozesse mit Hilfe der Technik optimieren“: In der Dr. Becker Burg-Klinik arbeiten die Mitarbeiterinnen der Pflege mittlerweile mit einer elektronischen Patientenakte, bei der Formulare digital erstellt und bearbeitet werden.

In der Dr. Becker Burg-Klinik nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit kurzem eine papierlose Pflegedokumentation. Aufwendige Aktensuche und verlangsamter Informationsfluss gehören damit der Vergangenheit an.

„Prozesse mit Hilfe der Technik optimieren“: In der Dr. Becker Burg-Klinik arbeiten die Mitarbeiterinnen der Pflege mittlerweile mit einer elektronischen Patientenakte, bei der Formulare digital erstellt und bearbeitet werden.

„Prozesse mit Hilfe der Technik optimieren“: In der Dr. Becker Burg-Klinik arbeiten die Mitarbeiterinnen der Pflege mittlerweile mit einer elektronischen Patientenakte, bei der Formulare digital erstellt und bearbeitet werden.

Stadtlengsfeld. Jeden Tag liefen Sibylle Rübsam, Pflegedienstleitung in der Dr. Becker Burg-Klinik, und ihre Kolleginnen zusätzliche Wege durch die dreistöckige Einrichtung mit ihren rund 14.500 Quadratmetern, um die Patientenakten zu vervollständigen. „Der Abreisetag der Patienten war eine besonders große Herausforderung“, erinnert sich Rübsam. Ein ganzer Nachmittagsdienst war dann mit dem Abheften der Dokumente beschäftigt. „Jetzt sind alle Patientendaten digital in unserer sogenannten elektronischen Patientenakte gesammelt.“ Dafür werden alle Informationen wie z. B. medizinische Befunde gescannt und digital gespeichert. Viele Formulare, die Patienten oder Ärzte früher per Hand ausfüllen mussten, wurden digital nachgebaut und können jetzt direkt am Computer bearbeitet werden. „Früher mussten wir die handschriftlichen Informationen abtippen, jetzt geben wir alles direkt ein. Das vermeidet nicht nur doppelte Arbeit, sondern verringert auch noch die Fehlerquote“, freut sich Rübsam. 18 Monate lief das Projekt „Elektronische Patientenakte“ (EPA), für das die unternehmensweite EPA tiefgreifend eingeführt wurde, in der Thüringer Rehaeinrichtung –  heute sind 90% der Papierdokumente digitalisiert. Solche, die z. B. von der Deutschen Rentenversicherung noch auf Papier kommen, laufen weiterhin durch den Scanner und werden der Datensammlung zugefügt.

Mehr Zeit für die Patienten

Zwei Papier-Akten pro Patient waren bisher für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter essentiell. Die braune – mit Befunden der Ärzte und Psychotherapeuten – ist seit März ersetzt. Die rote Akte mit der Pflegedokumentation, die z. B. Blutdruck- und Gewichtsmessungen oder die Medikation enthielt, wird in der psychosomatischen Dr. Becker Burg-Klinik seit Mai nicht mehr in Papierform benötigt. „Bis dahin haben wir noch mit der Handakte gearbeitet. So mussten wir Messungen doppelt eintragen, jeweils in die Papierakte und den Rechner. Jetzt läuft es schneller und reibungsloser“, erklärt Sibylle Rübsam. „Wir haben unsere Laufwege enorm reduziert und sparen fast tausend Schritte am Tag. So können wir mehr Zeit für Pflegekontakte oder Kriseninterventionen verplanen. Auch der Informationstransfer funktioniert viel besser, wenn Einträge in unserer elektronischen Patientenakte sofort für alle Abteilungen einsehbar sind. Das spüren auch die Patienten.“ Die Mitarbeiterinnen gewinnen Zeit für die Rehabilitanden und sind jederzeit auf dem aktuellen Stand. Außerdem sei die umweltfreundliche Papierlosigkeit motivierend.

Entlastung für Mitarbeiter erst mittelfristig spürbar

„Die Digitalisierung ist gerade in allen Branchen ein großes Thema. Auch wir im Gesundheitswesen müssen schauen, wie wir Prozesse mit Hilfe der Technik optimieren können. Unser Ziel ist es, die Arbeitsqualität für unsere Mitarbeiter zu steigern und die Versorgung unserer Patienten noch weiter zu verbessern“, erklärt Michael Schiffgen, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Burg-Klinik. Arbeitsprozesse wurden dafür radikal umgestellt, z. B. wird nun bei den Visiten am PC dokumentiert. „Gerade Gesundheitsberufe gelten nicht als computeraffin, da die Kollegen meist direkt am Menschen arbeiten und oft keine eigenen PC-Arbeitsplätze haben. Mit diesem Vorurteil haben wir aufgeräumt. Unsere Mitarbeiter haben voll mitgezogen“, erklärt Schiffgen. Wichtig dafür sei Transparenz: „Wenn allen klar ist, warum wir Prozesse umstellen, arbeiten auch alle mit. Am Anfang ist sowas natürlich erstmal ein Mehraufwand für alle; die Entlastung wird dann mittel- bis langfristig spürbar.“

 

Die Dr. Becker Burg-Klinik

Die Dr. Becker Burg-Klinik ist auf psychosomatische, psychiatrische und psychotherapeutische Rehabilitation spezialisiert. Als größte Thüringer Rehaklinik versorgt sie rund 1.800 Patienten jährlich, die Hilfe bei Beschwerden wie Depressionen, Angsterkrankungen, Essstörungen, chronische Schmerzerkrankungen oder Tinnitus suchen. Die Dr. Becker Burg-Klinik gehört mit acht weiteren Rehabilitationskliniken zur Dr. Becker Klinikgruppe. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts zu gestalten. Weitere Informationen zur Dr. Becker Burg-Klinik finden Sie auf der Website www.dbkg.de/burg-klinik oder in unserem Klinik-Film „Das Wesentliche wiederfinden“ auf youtube: www.youtube.com/watch?v=XzpLk5XxREA

Kontakt:

Verena Altenhoff
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co. KG
Parkstraße 10 / 50968 Köln
Tel.: (+49) 221-934647 -45 / Fax: -40
valtenhoff@dbkg.de http://www.dbkg.de