Mittwoch, Juli 26th, 2017

 

Teilhabe sozial denken und gestalten – DVSG-Bundeskongress „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen“ 2017 in Kassel

Pressemitteilung                                                                                                  26. Juli 2017

 

 

 

Berlin. (dvsg/mb) Die Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) lädt am 19. und 20. Oktober zum DVSG-Bundeskongress 2017 „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen: Soziale Arbeit im Gesundheitswesen: Teilhabe sozial denken und gestalten“ in das Kongress Palais Kassel ein. Die Schirmherrschaft über den diesjährigen Kongress hat der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, übernommen.

In Deutschland gibt es unter Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention einen breiten Konsens zur Notwendigkeit, die Entwicklung hin zu einer inklusiven Gesellschaft zu beschleunigen. Aktuelle Diskussionen zur Sicherung von Teilhabe trotz Behinderung, chronischer Krankheit oder Pflegebedürftigkeit werden durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) bestimmt. Auf dem diesjährigen DVSG-Bundeskongress werden auch Chancen und Risiken dieser neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen in ihrer Tragweite für Soziale Arbeit thematisiert.

Bedingungen für eine umfassende Teilhabe für alle Menschen an allen gesellschaftlichen Bereichen zu schaffen, ist sozialstaatliches und menschenrechtsorientiertes Gebot. Gesundheit bedeutet eine bessere Aussicht auf eine chancengleiche und selbstbestimmte Teilhabe. Umgekehrt bergen gesundheitliche Beeinträchtigungen unterschiedliche Exklusionsrisiken. Ein mehrdimensionales Verständnis von Gesundheit und Krankheit ist für eine angemessene Behandlung und Versorgung erforderlich.

Zentrale Ziele der Profession gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit  sind die Förderung der umfassenden Teilhabe von erkrankten, behinderten und pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen sowie die Reduzierung und Bewältigung sozialer Probleme, die aus gesundheitlichen Beeinträchtigungen entstehen bzw. zu gesundheitlichen Störungen führen können. „Soziale Arbeit bietet im Sozial- und Gesundheitssystem zentrale Unterstützung an, um Teilhabe zu ermöglichen. Insofern wird die Konkretisierung sozialer Teilhabe auf dem DVSG-Bundeskongress 2017 eine zentrale Rolle spielen. Wir wollen über die vielfältigen Handlungsfelder hinweg fachliche Gemeinsamkeiten der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit bündeln. Insofern gestattet der diesjährige Kongress einen offenen Blick auf aktuelle Entwicklungen in Praxis und Forschung“, betont Prof. Dr. Stephan Dettmers, 1. Vorsitzender der DVSG.

In  zwei Plenarveranstaltungen sowie 31 Foren und Workshops werden aktuelle Entwicklungen der Sozialen Arbeit in unterschiedlichen gesundheitssystemrelevanten Praxisfeldern mit einem nationalen und internationalen Fokus diskutiert. Somit sollen in Kassel Teilhabeaspekte praxis- und forschungsbezogen in den Bereichen somatische und psychiatrische Akutversorgung, Rehabilitation, Sozialpsychiatrie, Suchthilfe, Onkologie, Pädiatrie, Geriatrie, Pflege,  Prävention und Gesundheitsförderung konkretisiert werden.

Die begleitende Fachausstellung, in der sich die Kooperationspartner der DVSG sowie Organisationen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen präsentieren, bietet weitere Informationen sowie vielfältige Möglichkeiten zum persönlichen und fachlichen Austausch.

Der DVSG-Bundeskongress ist die bundesweit größte Tagung zum Themenkomplex der psychosozialen Versorgung im Gesundheitswesen und bietet Fachleuten aus Praxis, Forschung und Lehre sowie allen im Gesundheitswesen Beteiligten eine fachliche Diskussions- und Fortbildungsplattform. Die Plenarveranstaltungen und Foren bieten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, aktuelle Themen und grundsätzliche Fragestellungen der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen zu diskutieren, sich fortzubilden und an Lösungsansätzen für eine qualitative Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen mitzuwirken.

 

Das Programm und weitere Informationen sind bei der

Bundesgeschäftsstelle der DVSG

(Tel.: 0 30 – 39 40 64 540, E-Mail: info@dvsg.org)

erhältlich.

Programm, weitere Informationen und Online-Anmeldung unter www.dvsg-bundeskongress.de.


Geriatrische Versorgung in Krankenhäusern und Reha-Kliniken, ein Plus für Patienten

PRESSEMITTEILUNG                                                                                    

Berlin, 26. Juli 2017 – Zu den kritischen Äußerungen des Barmer-Chefs, Christoph Straub, anlässlich des kürzlich vorgelegten Barmer-Reports zur Zunahme kostenintensiver geriatrischer Maßnahmen in Krankenhäusern erklärt Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des BDPK:

„In einer älter werdenden Gesellschaft handeln Krankenhäuser entsprechend ihrem Versorgungsauftrag, wenn Patienten eine geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung (GFKB) erhalten. Dies vermeidet Pflegefälle und hilft vielen älteren Menschen, ohne allzu großen Verlust an Selbstversorgungskompetenz nach schwerer Krankheit wieder in ihrer gewohnten Umgebung zurechtzukommen. In dieses Handeln vor allem ein ökonomisches Interesse der Krankenhäuser zu interpretieren und ein Gegeneinander von Krankenhäusern und Reha-Kliniken zu vermuten, ist absurd. Denn hier geht es um krankenhausbehandlungsbedürftige Patienten, die parallel ein Frührehabilitationsprogramm erhalten. Die Patienten sind oft so schwer krank, dass sie nicht anstelle der GFKB direkt in eine nachsorgende Rehabilitationsklinik entlassen werden können. In vielen Fällen bewirkt erst die Behandlung im Krankenhaus die notwendige Rehabilitationsfähigkeit, um im Anschluss in einer Rehabilitationseinrichtung versorgt werden zu können.“

Angesichts des bestehenden demografischen Wandels, ist der weitere Ausbau der geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlung in den Krankenhäusern im Interesse der guten Versorgung der Patienten sinnvoll und notwendig, meint Bublitz. Die Krankenkassen täten gut daran, einen besseren Zugang zu den Reha-Einrichtungen zu ermöglichen, anstatt dringend gebotene geriatrische Behandlungen in den Krankenhäusern vor allem aus Kostengründen zu kritisieren. Wichtig für eine gute Patientenversorgung in Zukunft sei, dass die Krankenkassen notwendige Rehabilitationsbehandlungen genehmigten. Hier lehnen die Krankenkassen zu häufig aus Kostengründen ab, wie schon der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, im Juni 2017 erklärte. Die Folge dieses Vorgehens ist, dass ältere Menschen in Pflegeheime abgeschoben werden.

Erst kürzlich hat auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe vor allem von den Krankenkassen einen Bewusstseinswandel zur Reha vor Pflege gefordert. Er mahnte passgenaue Informationen und Beratung durch die Krankenkassen an und forderte sie auf, alles zu tun, um die älteren Menschen bedarfsgerecht mit Prävention und Reha vor Pflege zu schützen.

Ihr Ansprechpartner:

Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30
Thomas.Bublitz@bdpk.de
https://www.bdpk.de

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Als deutschlandweit agierender Spitzenverband setzt er sich für eine qualitativ hochwertige, innovative und wirtschaftliche Patientenversorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken ein.

Nähere Informationen: https://www.bdpk.de


BV BFW wählt neuen Vorstand

Dr. Susanne Gebauer übernimmt Vorsitz von Ludger Peschkes

Dr. Susanne Gebauer übernimmt den Vorsitz von Ludger Peschkes

Am 29. Juni 2017 hat die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Berufsförderungswerke e. V. (BV BFW) einen neuen Vereinsvorstand gewählt. Als neue Vorsitzende tritt Dr. Susanne Gebauer die Nachfolge von Ludger Peschkes an.

Einstimmig wählten die Mitglieder die Geschäftsführerin des Berufsförderungs­werks (BFW) Nürnberg, Dr. Susanne Gebauer, zur neuen Vorsitzenden der in Berlin ansässigen Interessen­vertretung. Die 51-jährige promovierte Erziehungswissenschaftlerin folgt damit Ludger Peschkes (BFW Dortmund), der nach dreijähriger Amtszeit als Vorsitzender und insgesamt 17 Jahren Vorstandsarbeit aus dem Gremium ausscheidet. Er verlässt den Vorstand gemeinsam mit Klaus Krebs (BFW Schömberg), der ebenfalls nach langjähriger Mitarbeit nicht mehr kandidierte.

Der neue Vorstand des BV BFW umfasst fünf Mitglieder. Neben Dr. Susanne Gebauer wurden Frank Gottwald (BFW Köln) als neuer 2. Vorsitzender sowie Hans-Dieter Herter (BFW Birkenfeld) und Gerhard Witthöft (Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd) wiedergewählt. Neues Vorstandsmitglied ist seit dem 29. Juni Christoph Wutz. Der 49-jährige Geschäftsführer des BFW Würzburg komplettiert das künftige fünfköpfige Vorstandsteam.

In der Amtszeit von Ludger Peschkes von 2014 bis 2017 hat der BV BFW seine Geschäfts­stelle im Haus der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg weiter ausgebaut. So wurden die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Unternehmenskooperationen etabliert und es konnten neue Projekte eingeworben und Kooperationen initiiert werden. Meilensteine waren zudem das erfolgreiche Dialog­format „Chefsache Inklusion“, die Veranstaltung mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallver­sicherung und das daraus resultierende Positionspapier zu den BFW sowie die Beteiligung an der Reihe des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales „Zusammen erfolgreich in Arbeit“. Politisch brachte sich die Interessenvertretung u. a. in die Einführung des Bundesteilhabegesetzes, des Flexirentengesetzes und des Präventionsgesetzes ein.

Nach der Wahl dankte Dr. Susanne Gebauer den scheidenden Kollegen Ludger Peschkes und Klaus Krebs für ihre langjährige erfolgreiche Arbeit im Vorstand. „Ganz besonders Ludger Peschkes hat in den letzten drei Jahren als Vorsitzender eine Menge für unseren Verband und die BFW geleistet. Er hat ganz erheblich dazu beigetragen, dass der BV BFW heute ein geschätzter und gefragter Kooperationspartner ist.“

„Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt den Staffelstab weiterzugeben.“ resümiert Ludger Peschkes. „Ich bin mir sicher, dass unser Bundesverband bei den Vorstands­kollegen und unserer neuen Vorsitzenden in sehr guten Händen ist und an allen wesentlich Themen nahtlos weitergearbeitet werden wird“. Dies bestätigt Dr. Susanne Gebauer: „Wir werden auf jeden Fall weiter an der Unternehmensnähe der BFW arbeiten und streben neue Kooperationen rund um Arbeit und Gesundheit an. Auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Rehabilitations­trägern insbesondere zu allen Aspekten von Qualität der beruflichen Rehabilitation werden wir fortsetzen.“ In der Amtszeit stehen mit dem Bundesteilhabegesetz auch neue Themen auf der Agenda: „Hier sehen wir künftig wichtige Aufgaben und Chancen für die BFW zum Beispiel bei der engeren Vernetzung mit der medizinischen Rehabilitation. Die neuen Fördermög­lichkeiten von Modellvorhaben im Bereich Rehabilitation werden viele Chancen bieten, neue Wege auszuloten und Probleme an den Schnittstellen abzubauen.“ so die neue Vorstandsvorsitzende in ihrem Ausblick.

Über den BV BFW
Der BV BFW ist der bundesweite Zusammenschluss von 28 Berufsförderungswerken. Ihr Auftrag im Sinne des Sozialgesetzbuch IX ist es, Menschen mit gesundheitlichen Beein­trächtigungen die volle Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Als Kompetenznetzwerk mit ca. 100 Standorten und aktuell etwa 12.000 Plätzen bündelt der Bundesverband Know-how und langjährige Erfahrung in Prävention, Beratung, Diagnostik, Qualifizierung und Integration, um Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zurück in das Erwerbsleben zu bringen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Zusammenarbeit und im Erfahrungsaustausch mit den Mitgliedern des Verbandes und den Trägern der Rehabilitation sowie mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Institutionen und Verbänden.

Pressekontakt:
Ellen Krüger
Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e. V.
Knobelsdorffstraße 92 · 14059 Berlin
Telefon 030 3002-1253 · Telefax 030 3002-1256
E.Krueger@bv-bfw.de
www.bv-bfw.de