Juli, 2017

 

Fachkräfte für Deutschland: BA und GIZ gewinnen die tausendste Pflegekraft aus dem Ausland

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Projekt Triple Win als Erfolgsmodell

Eschborn/München – Seit gut vier Jahren gewinnen und qualifizieren die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Rahmen des Projekts Triple Win Pflegekräfte aus Serbien, Bosnien-Herzegowina und den Philippinen für den deutschen Arbeitsmarkt. Seit März ist Tunesien als viertes Land in das Programm aufgenommen worden. Über Triple Win werden Pflegekräfte gewonnen, vorbereitet und bei ihrer Integration am Arbeitsplatz unterstützt, bis hin zur Anerkennung der ausländischen Abschlüsse in Deutschland.

Am 31. Juli wurde nun in München die 1000. Pflegekraft, die über das Programm vermittelt werden konnte, begrüßt. Jannette Dela Cruz stammt von den Philippinen und ist ausgebildete Krankenpflegerin. Nach der sprachlichen und kulturellen Vorbereitung nimmt sie nun ihre Tätigkeit in einer Altenpflegeeinrichtung des Caritasverbandes München auf.

In den Ländern, die am Triple Win Projekt teilnehmen, gibt es einen Überschuss an gut ausgebildeten Pflegekräften, die keine adäquate Beschäftigung in ihrem Herkunftsland finden. „In Deutschland dagegen wächst der Bedarf an qualifizierten Alten-, Gesundheits- und Krankenpflegekräften. Grund ist unter anderem die demographische Entwicklung. Natürlich versuchen wir, auch die inländischen Reserven zu mobilisieren und bei jungen Leuten für eine Ausbildung im Pflegebereich zu werben. Andererseits brauchen wir die ausländischen Kräfte und wollen diesen Menschen auch dauerhaft eine gute Perspektive bieten“ erläutert Raimund Becker, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit.

Triple Win stellt somit einen Gewinn für alle Seiten dar:

1. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs in Deutschland.

2. Die Arbeitsmärkte in den Herkunftsländern sind entlastet, weil es nicht genug Arbeitsstellen für die Pflegekräfte gibt. Zudem profitieren die Länder von den finanziellen Rücküberweisungen der Pflegekräfte.

3. Die Menschen selbst profitieren von einer neuen beruflichen Perspektive in Deutschland.

„An erster Stelle steht, Arbeitsmigration fair und nachhaltig zu gestalten“, betont Maja Bernhardt, Leiterin des Projekts bei der GIZ, „Triple Win dient arbeitsmarkt- und entwicklungspolitischen Zielen. Es ermöglicht eine sichere und verantwortungsvolle Migration, die den Interessen der Herkunftsländer entspricht und dem Fachkräftemangel in Deutschland im Pflegebereich entgegenwirkt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Pflegekräfte, die wir bei der Vorbereitung im Heimatland und nach ihrer Ankunft in Deutschland eng begleiten und bei der langfristigen Integration unterstützen.“

Zuwanderung kann nur dann erfolgreich sein, wenn nicht nur die Integration in den Arbeitsmarkt gelingt, sondern auch in das gesellschaftliche Umfeld. Bereits in der Heimat werden Sprach- und Vorbereitungskurse durchgeführt, damit die Menschen sich in Deutschland sprachlich, kulturell und fachlich gut zurechtfinden. In Deutschland angekommen, wird die Integration begleitet – bis zur finalen Berufsanerkennung. Davon profitieren auch die Arbeitgeber: durch die individuelle sprachliche und fachliche Vorbereitung sowie die Unterstützung bei der Integration erhalten die Arbeitgeber gut vorbereitete und qualifizierte Arbeitskräfte.

Doris Schneider, Geschäftsführerin Altenheime im Diözesan-Caritasverband kann dies bestätigen: „Die Zusammenarbeit mit dem Projekt Triple Win ist eine hervorragende Möglichkeit, motivierte Fachkräfte zu gewinnen, die schon im Herkunftsland auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. Die komplexen Abstimmungen mit den Behörden in beiden Ländern wird für uns durch die kompetenten Partner deutlich vereinfacht und wir können von den vielfältigen Erfahrungen profitieren.“ Inzwischen beschäftigt der Diözesan-Caritasverband 33 ausländische Pflegekräfte, die sie über das Programm Triple Win gewonnen haben.

Mit Triple Win bieten BA und GIZ ein umfassendes Leistungspaket für deutsche Arbeitgeber an: von der Auswahl passender Bewerberinnen und Bewerber über die sprachliche Vorbereitung in der Heimat und die Unterstützung bei Formalitäten wie Visa-Beantragung bis hin zum Anerkennungsverfahren in Deutschland und der Integrationsbegleitung vor Ort – insgesamt ein langer und aufwändiger Prozess.

Nach mittlerweile vier Jahren Programmlaufzeit ist Triple Win etabliert und spricht sich in der Pflegebranche immer mehr herum. Zuletzt konnten weitere namhafte Organisationen wie die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) als Partner gewonnen werden.

Auch international gilt Triple Win als Vorzeigeprojekt und wird von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und dem Internationalen Gewerkschaftsbund (PSI) als Best Practice gewürdigt. Der UN-Bericht „Report of the High-Level Commission on Health Employment and Economic Growth“ geht auf die Kooperation zwischen Deutschland und den Philippinen im Triple Win Programm ein und lobt diese als Best Practice.

Interessierte Arbeitgeber haben jederzeit die Möglichkeit, an dem Programm teilzunehmen. Aktuelle Informationen, Hintergrundmaterial sowie Erfahrungsberichte von Arbeitgebern und bereits vermittelten Pflegekräften aus den Projektländern unter: www.triple-win-pflegekraefte.de

Ein Film zu Triple Win: https://www.youtube.com/watch?v=ZnvjKoElT5Y

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.

Pressekontakt:

GIZ Pressestelle
presse@giz.de oder 06196/794466

27. Reha-Kolloquium 2018 in München

ICM – Internationales Congress Center München, Copyright: "Messe München"

 

 ICM – Internationales Congress Center München, Copyright: "Messe München"

ICM – Internationales Congress Center München, Copyright: „Messe München“

Das 27. Rehabilitationswissenschaftliche Kolloquium findet vom 26. bis 28. Februar 2018 im Internationalen Congress Center München statt und wird von der Deutschen Rentenversicherung Bund gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) ausgerichtet.

Unter dem Motto „Rehabilitation bewegt!“ werden über 1.600 Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis, Medizin, Psychologie und Therapie, Gesundheitsmanagement, Verwaltung und Politik erwartet. Die Einreichung von Kurzbeiträgen ist ab Ende August bis einschließlich 23.10.2017 möglich. Die eingereichten Beiträge werden durch das Programmkomitee begutachtet.

Das Motto: Rehabilitation bewegt!

Regelmäßige körperliche Aktivität gilt als integraler Bestandteil eines gesunden Lebensstils. Das gesundheitsförderliche Potential von körperlicher Aktivität wird allerdings nicht ausgeschöpft. Technischer Fortschritt in Beruf, Haushalt und Verkehr hat in den letzten Jahrzehnten zur massiven Reduktion von Bewegung und körperlicher Arbeit geführt. Lebensgewohnheiten und Freizeitverhalten haben sich verändert, so dass viele Menschen sich nicht ausreichend bewegen. Vor diesem Hintergrund wurden z. B. im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums „Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ erarbeitet und 2016 veröffentlicht. Insbesondere chronische Kranke profitieren von regelmäßiger Bewegung. Deshalb nehmen evidenzbasierte bewegungstherapeutische Angebote in den Reha-Therapiestandards der Deutschen Rentenversicherung einen breiten Raum ein.

„Rehabilitation bewegt!“ adressiert aber nicht nur Themen wie Bewegungsförderung und Bewegungstherapie. Angesprochen sind alle Expertinnen und Experten, die durch die Rehabilitation jeden Tag beruflich und persönlich bewegt werden. Auch die Rehabilitation selbst darf nicht stillstehen. Reha-Konzepte und Reha-Strukturen müssen in Bewegung bleiben und stetig fortentwickelt werden.

Das Rehabilitationswissenschaftliche Kolloquium ist als Deutscher Kongress für Rehabilitationsforschung das wichtigste Forum für praxisrelevante Ergebnisse zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation.

Nähere Informationen unter

Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin

Tel. 030/865-39336 (Tagungsbüro, Frau Seidel)

E-Mail: reha-kolloquium@web.de

Internet: www.reha-kolloquium.de


Rentenversicherung, Krankenkassen und Krankenhäuser wollen Zugang zur Suchtrehabilitation verbessern

Deutsche Rentenversicherung Bund

Berlin. Alkohol-, drogen- oder von Medikamenten abhängige Menschen sollen künftig nach einem qualifizierten Entzug im Krankenhaus direkt in eine Einrichtung der ambulanten oder stationären Suchtrehabilitation verlegt werden, wenn dies medizinisch notwendig ist. Entsprechende Handlungsempfehlungen haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Deutsche Rentenversicherung Bund und der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), der BKK Dachverband, der IKK e. V., die KNAPPSCHAFT und die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau getroffen. Ziele des sogenannten Nahtlosverfahrens: Durch eine effektive Organisation der Anschlussversorgung sollen die Behandlung Abhängigkeitskranker verbessert und die Versorgungsbereiche (Krankenhaus, Rehabilitation, Suchtberatungsstellen) enger miteinander verzahnt werden. Von dem „Nahtlosverfahren“ profitieren Betroffene, die bei den beteiligten Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern versichert sind. Die konkrete Umsetzung soll nun auf Landesebene durch die Vertragspartner (Krankenkassen, Rentenversicherungsträger, Krankenhäuser) zügig beschlossen werden.

Leider nehmen viele suchtkranke Menschen nach einem qualifizierten Entzug in einem Krankenhaus keine medizinische Rehabilitation in Anspruch oder treten bewilligte Rehabilitationsleistungen nicht an. Dies birgt das Risiko eines Rückfalls. Mit dem Nahtlosverfahren wollen wir die Inanspruchnahme in der Suchtrehabilitation steigern und den sogenannten Drehtüreffekt im Krankenhaus möglichst vermeiden“, erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, der die Handlungsempfehlungen federführend für die anderen Verbände der Krankenkassen verhandelt hat.

Dreh- und Angelpunkt ist das Krankenhaus, das wie bisher den Reha-Antrag beim zuständigen Rehabilitationsträger (Rentenversicherung oder Krankenkasse) sowie den ärztlichen Befund- und Sozialbericht erstellt. In Abstimmung mit den Rehabilitationsträgern und der aufnehmenden Reha-Einrichtung wird die nahtlose Verlegung vom Krankenhaus in die Suchteinrichtung organisiert. ‚Herzstück‘ des Nahtlosverfahrens ist die begleitete Anreise des Patienten durch einen Mitarbeiter der Suchteinrichtung oder einer Suchtberatungsstelle. Damit wollen wir erreichen, dass alle Patienten tatsächlich ‚ohne Umwege‘ in der Rehabilitation ankommen“, so Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der DKG.

Mit den Handlungsempfehlungen haben wir in Zusammenarbeit mit den Suchtfachverbänden vereinbart, wie wir die Versorgung Abhängigkeitskranker organisieren und verbessern wollen. Die Empfehlungen enthalten Aussagen zur Leistungszuständigkeit, zur Mitwirkung der Krankenhäuser und weitere Details zum Nahtlosverfahren. Innerhalb von nur fünf Arbeitstagen sollen die Rehaträger über den Rehabilitationsantrag entscheiden. Damit beschleunigen wir das Verfahren und verbessern die Versorgung der Versicherten. Gleichzeitig wollen wir erreichen, dass die Suchtkranken schneller als bisher in das Arbeitsleben integriert werden können“, so Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Pressekontakt:

Dr. Dirk von der Heide
Pressesprecher
Tel. 030 865-89178
Fax. 030 865-27379
pressestelle@drv-bund.de

Konflikthotline Baden-Württemberg: Neue Vorsitzende von Verwaltungsrat und Mitgliederversammlung

Unsere Arbeitswelt ist im Wandel. Die zunehmende Verdichtung der Anforderungen am Arbeitsplatz, wie z.B. der steigende Zeit-, Kosten- und Veränderungsdruck, führt häufiger zu hocheskalierten Konflikten am Arbeitsplatz. Hilfe und Unterstützung erhalten die Betroffenen anonym und unbürokratisch durch die Konflikthotline Baden-Württemberg e.V. In der heutigen Mitgliederversammlung wurden mit Jutta Ommer-Hohl und Gabriele Frenzer-Wolf zwei neue alternierende Vorsitzende des Verwaltungsrats und der Mitgliederversammlung gewählt.

Konflikte am Arbeitsplatz – wer kennt Sie nicht? Die Bandbreite reicht hier von kleinen Meinungsverschiedenheiten unter Kollegen bis hin zu gezielten Angriffen. Glücklicherweise lassen sich die meisten Konflikte durch ein persönliches Gespräch oder das Eingreifen eines Vorgesetzten lösen. Ist dies nicht mehr möglich, so steigt die psychische Belastung der Betroffenen stetig an und es kann zu Erkrankungen bis hin zum Verlust der Arbeitsstelle kommen.

„In diesen extremen Fällen bieten wir mit unserer Hotline aktive Hilfe und Unterstützung. Betroffene erhalten die Möglichkeit, sich von erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anonym beraten zu lassen sowie gemeinsam mit den Beratenden Strategien zur Prävention und Intervention gegen Konflikte zu entwickeln und praktisch im Alltag umzusetzen“, erläutert Eva Gehring, Leiterin der Konflikthotline Baden-Württemberg.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden am heutigen Donnerstag, 27. Juli, der Vorsitz des Verwaltungsrats und der Mitgliederversammlung der Konflikthotline Baden-Württemberg e.V. neu bestimmt. Auf den bisherigen Inhaber beider Ämter Nikolaus Landgraf, der im Zuge seines Wechsels nach Brüssel für die Aufgaben nicht mehr zu Verfügung steht, folgen Jutta Ommer-Hohl und Gabriele Frenzer-Wolf. Sie wechseln sich in einem alternierenden System jährlich im Vorsitz von Verwaltungsrat und Mitgliederversammlung ab. In der ersten Amtsperiode übernimmt Jutta Ommer-Hohl, Fachbereichsleiterin Gesundheitsförderung / Betriebliches Gesundheitsmanagement der AOK Baden-Württemberg, den Vorsitz des Verwaltungsrats. Gabriele Frenzer-Wolf, Stellvertretende DGB-Landesvorsitzende in Baden-Württemberg, hält den Vorsitz der Mitgliederversammlung inne.

Anlässlich der Wahl unterstrichen die beiden neuen Vorsitzenden Bedeutung der Konflikthotline Baden-Württemberg: „Angesichts einer sich immer rascher verändernden Arbeitswelt sehen wir in der Arbeit der Konflikthotline eine wichtige gesundheitspolitische Aufgabe. Diese verlangt es von uns, das Angebot zu erweitern und damit den Herausforderungen anzupassen. Ziel ist es, nicht nur den Betroffenen sondern auch den Unternehmen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“, so Jutta Ommer-Hohl und Gabriele Frenzer-Wolf.

Dr. Constanze Schaal, Vorständin des Vereins und Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg, dankte dem ehemaligen Vorsitzenden Nikolaus Landgraf und sieht die Konflikthotline für die Zukunft auf einem sehr guten Weg: „Im Namen der Mitgliederversammlung danke ich Herrn Landgraf herzlich für sein großes Engagement und seine hervorragende Arbeit der vergangenen Jahre. Gemeinsam mit unseren beiden neuen Vorsitzenden und dem Kompetenz-Team rund um unsere Leiterin Eva Gehring werden wir mit großem Fachwissen und Engagement auch zukünftig unbürokratische und professionelle Unterstützung bei Arbeitsplatzkonflikten anbieten.“

Konflikthotline Baden-Württemberg e.V.
Die Konflikthotline Baden-Württemberg e.V. bietet Menschen in Konfliktsituationen am Arbeitsplatz professionelle Beratung sowie Vorträge, Seminare und Weiterbildungen an. Zudem stellt sie ihr breites Know-how Betrieben und Organisationen zur Verfügung, u.a. mit Schulungen für Mitarbeiter, Führungskräfte und betriebliche Interessenvertretungen zum Thema „hocheskalierte Konflikte am Arbeitsplatz“ und konstruktive Konfliktlösungsverfahren. Dem Beratungsnetzwerk Konflikthotline Baden-Württemberg e.V. gehören 43 ehrenamtlich tätige Beraterinnen und Berater an, die aus verschiedenen Berufsgruppen kommen und über eine Weiterbildung im Bereich systemisch ressourcen- und lösungsorientierter Beratung verfügen.

Erreichbarkeit der Konflikthotline
Die Konflikthotline ist erreichbar von Montag bis Freitag zwischen 08.00 und 22.00 Uhr unter der zentralen Telefonnummer 0180 – 2 66 22 46 4
Weitere Informationen auch im Internet unter: www.konflikthotline-bw.de

Bildnachweis:
v.l.n.r. Gabriele Frenzer-Wolf, Jutta Ommer-Hohl und Dr. Constanze Schaal (Foto: Konflikthotline Baden-Württemberg e.V.)

Kontakt:
Konflikthotline Baden-Württemberg e.V.
Eva Gehring (Projektleitung)
Tel. 07684. 809 503 / E-Mail: info@konflikthotline-bw.de


1.000 Schritte gespart

„Prozesse mit Hilfe der Technik optimieren“: In der Dr. Becker Burg-Klinik arbeiten die Mitarbeiterinnen der Pflege mittlerweile mit einer elektronischen Patientenakte, bei der Formulare digital erstellt und bearbeitet werden.

In der Dr. Becker Burg-Klinik nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit kurzem eine papierlose Pflegedokumentation. Aufwendige Aktensuche und verlangsamter Informationsfluss gehören damit der Vergangenheit an.

„Prozesse mit Hilfe der Technik optimieren“: In der Dr. Becker Burg-Klinik arbeiten die Mitarbeiterinnen der Pflege mittlerweile mit einer elektronischen Patientenakte, bei der Formulare digital erstellt und bearbeitet werden.

„Prozesse mit Hilfe der Technik optimieren“: In der Dr. Becker Burg-Klinik arbeiten die Mitarbeiterinnen der Pflege mittlerweile mit einer elektronischen Patientenakte, bei der Formulare digital erstellt und bearbeitet werden.

Stadtlengsfeld. Jeden Tag liefen Sibylle Rübsam, Pflegedienstleitung in der Dr. Becker Burg-Klinik, und ihre Kolleginnen zusätzliche Wege durch die dreistöckige Einrichtung mit ihren rund 14.500 Quadratmetern, um die Patientenakten zu vervollständigen. „Der Abreisetag der Patienten war eine besonders große Herausforderung“, erinnert sich Rübsam. Ein ganzer Nachmittagsdienst war dann mit dem Abheften der Dokumente beschäftigt. „Jetzt sind alle Patientendaten digital in unserer sogenannten elektronischen Patientenakte gesammelt.“ Dafür werden alle Informationen wie z. B. medizinische Befunde gescannt und digital gespeichert. Viele Formulare, die Patienten oder Ärzte früher per Hand ausfüllen mussten, wurden digital nachgebaut und können jetzt direkt am Computer bearbeitet werden. „Früher mussten wir die handschriftlichen Informationen abtippen, jetzt geben wir alles direkt ein. Das vermeidet nicht nur doppelte Arbeit, sondern verringert auch noch die Fehlerquote“, freut sich Rübsam. 18 Monate lief das Projekt „Elektronische Patientenakte“ (EPA), für das die unternehmensweite EPA tiefgreifend eingeführt wurde, in der Thüringer Rehaeinrichtung –  heute sind 90% der Papierdokumente digitalisiert. Solche, die z. B. von der Deutschen Rentenversicherung noch auf Papier kommen, laufen weiterhin durch den Scanner und werden der Datensammlung zugefügt.

Mehr Zeit für die Patienten

Zwei Papier-Akten pro Patient waren bisher für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter essentiell. Die braune – mit Befunden der Ärzte und Psychotherapeuten – ist seit März ersetzt. Die rote Akte mit der Pflegedokumentation, die z. B. Blutdruck- und Gewichtsmessungen oder die Medikation enthielt, wird in der psychosomatischen Dr. Becker Burg-Klinik seit Mai nicht mehr in Papierform benötigt. „Bis dahin haben wir noch mit der Handakte gearbeitet. So mussten wir Messungen doppelt eintragen, jeweils in die Papierakte und den Rechner. Jetzt läuft es schneller und reibungsloser“, erklärt Sibylle Rübsam. „Wir haben unsere Laufwege enorm reduziert und sparen fast tausend Schritte am Tag. So können wir mehr Zeit für Pflegekontakte oder Kriseninterventionen verplanen. Auch der Informationstransfer funktioniert viel besser, wenn Einträge in unserer elektronischen Patientenakte sofort für alle Abteilungen einsehbar sind. Das spüren auch die Patienten.“ Die Mitarbeiterinnen gewinnen Zeit für die Rehabilitanden und sind jederzeit auf dem aktuellen Stand. Außerdem sei die umweltfreundliche Papierlosigkeit motivierend.

Entlastung für Mitarbeiter erst mittelfristig spürbar

„Die Digitalisierung ist gerade in allen Branchen ein großes Thema. Auch wir im Gesundheitswesen müssen schauen, wie wir Prozesse mit Hilfe der Technik optimieren können. Unser Ziel ist es, die Arbeitsqualität für unsere Mitarbeiter zu steigern und die Versorgung unserer Patienten noch weiter zu verbessern“, erklärt Michael Schiffgen, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Burg-Klinik. Arbeitsprozesse wurden dafür radikal umgestellt, z. B. wird nun bei den Visiten am PC dokumentiert. „Gerade Gesundheitsberufe gelten nicht als computeraffin, da die Kollegen meist direkt am Menschen arbeiten und oft keine eigenen PC-Arbeitsplätze haben. Mit diesem Vorurteil haben wir aufgeräumt. Unsere Mitarbeiter haben voll mitgezogen“, erklärt Schiffgen. Wichtig dafür sei Transparenz: „Wenn allen klar ist, warum wir Prozesse umstellen, arbeiten auch alle mit. Am Anfang ist sowas natürlich erstmal ein Mehraufwand für alle; die Entlastung wird dann mittel- bis langfristig spürbar.“

 

Die Dr. Becker Burg-Klinik

Die Dr. Becker Burg-Klinik ist auf psychosomatische, psychiatrische und psychotherapeutische Rehabilitation spezialisiert. Als größte Thüringer Rehaklinik versorgt sie rund 1.800 Patienten jährlich, die Hilfe bei Beschwerden wie Depressionen, Angsterkrankungen, Essstörungen, chronische Schmerzerkrankungen oder Tinnitus suchen. Die Dr. Becker Burg-Klinik gehört mit acht weiteren Rehabilitationskliniken zur Dr. Becker Klinikgruppe. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts zu gestalten. Weitere Informationen zur Dr. Becker Burg-Klinik finden Sie auf der Website www.dbkg.de/burg-klinik oder in unserem Klinik-Film „Das Wesentliche wiederfinden“ auf youtube: www.youtube.com/watch?v=XzpLk5XxREA

Kontakt:

Verena Altenhoff
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co. KG
Parkstraße 10 / 50968 Köln
Tel.: (+49) 221-934647 -45 / Fax: -40
valtenhoff@dbkg.de http://www.dbkg.de


Teilhabe sozial denken und gestalten – DVSG-Bundeskongress „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen“ 2017 in Kassel

Pressemitteilung                                                                                                  26. Juli 2017

 

 

 

Berlin. (dvsg/mb) Die Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) lädt am 19. und 20. Oktober zum DVSG-Bundeskongress 2017 „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen: Soziale Arbeit im Gesundheitswesen: Teilhabe sozial denken und gestalten“ in das Kongress Palais Kassel ein. Die Schirmherrschaft über den diesjährigen Kongress hat der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, übernommen.

In Deutschland gibt es unter Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention einen breiten Konsens zur Notwendigkeit, die Entwicklung hin zu einer inklusiven Gesellschaft zu beschleunigen. Aktuelle Diskussionen zur Sicherung von Teilhabe trotz Behinderung, chronischer Krankheit oder Pflegebedürftigkeit werden durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) bestimmt. Auf dem diesjährigen DVSG-Bundeskongress werden auch Chancen und Risiken dieser neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen in ihrer Tragweite für Soziale Arbeit thematisiert.

Bedingungen für eine umfassende Teilhabe für alle Menschen an allen gesellschaftlichen Bereichen zu schaffen, ist sozialstaatliches und menschenrechtsorientiertes Gebot. Gesundheit bedeutet eine bessere Aussicht auf eine chancengleiche und selbstbestimmte Teilhabe. Umgekehrt bergen gesundheitliche Beeinträchtigungen unterschiedliche Exklusionsrisiken. Ein mehrdimensionales Verständnis von Gesundheit und Krankheit ist für eine angemessene Behandlung und Versorgung erforderlich.

Zentrale Ziele der Profession gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit  sind die Förderung der umfassenden Teilhabe von erkrankten, behinderten und pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen sowie die Reduzierung und Bewältigung sozialer Probleme, die aus gesundheitlichen Beeinträchtigungen entstehen bzw. zu gesundheitlichen Störungen führen können. „Soziale Arbeit bietet im Sozial- und Gesundheitssystem zentrale Unterstützung an, um Teilhabe zu ermöglichen. Insofern wird die Konkretisierung sozialer Teilhabe auf dem DVSG-Bundeskongress 2017 eine zentrale Rolle spielen. Wir wollen über die vielfältigen Handlungsfelder hinweg fachliche Gemeinsamkeiten der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit bündeln. Insofern gestattet der diesjährige Kongress einen offenen Blick auf aktuelle Entwicklungen in Praxis und Forschung“, betont Prof. Dr. Stephan Dettmers, 1. Vorsitzender der DVSG.

In  zwei Plenarveranstaltungen sowie 31 Foren und Workshops werden aktuelle Entwicklungen der Sozialen Arbeit in unterschiedlichen gesundheitssystemrelevanten Praxisfeldern mit einem nationalen und internationalen Fokus diskutiert. Somit sollen in Kassel Teilhabeaspekte praxis- und forschungsbezogen in den Bereichen somatische und psychiatrische Akutversorgung, Rehabilitation, Sozialpsychiatrie, Suchthilfe, Onkologie, Pädiatrie, Geriatrie, Pflege,  Prävention und Gesundheitsförderung konkretisiert werden.

Die begleitende Fachausstellung, in der sich die Kooperationspartner der DVSG sowie Organisationen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen präsentieren, bietet weitere Informationen sowie vielfältige Möglichkeiten zum persönlichen und fachlichen Austausch.

Der DVSG-Bundeskongress ist die bundesweit größte Tagung zum Themenkomplex der psychosozialen Versorgung im Gesundheitswesen und bietet Fachleuten aus Praxis, Forschung und Lehre sowie allen im Gesundheitswesen Beteiligten eine fachliche Diskussions- und Fortbildungsplattform. Die Plenarveranstaltungen und Foren bieten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, aktuelle Themen und grundsätzliche Fragestellungen der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen zu diskutieren, sich fortzubilden und an Lösungsansätzen für eine qualitative Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen mitzuwirken.

 

Das Programm und weitere Informationen sind bei der

Bundesgeschäftsstelle der DVSG

(Tel.: 0 30 – 39 40 64 540, E-Mail: info@dvsg.org)

erhältlich.

Programm, weitere Informationen und Online-Anmeldung unter www.dvsg-bundeskongress.de.


Geriatrische Versorgung in Krankenhäusern und Reha-Kliniken, ein Plus für Patienten

PRESSEMITTEILUNG                                                                                    

Berlin, 26. Juli 2017 – Zu den kritischen Äußerungen des Barmer-Chefs, Christoph Straub, anlässlich des kürzlich vorgelegten Barmer-Reports zur Zunahme kostenintensiver geriatrischer Maßnahmen in Krankenhäusern erklärt Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des BDPK:

„In einer älter werdenden Gesellschaft handeln Krankenhäuser entsprechend ihrem Versorgungsauftrag, wenn Patienten eine geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung (GFKB) erhalten. Dies vermeidet Pflegefälle und hilft vielen älteren Menschen, ohne allzu großen Verlust an Selbstversorgungskompetenz nach schwerer Krankheit wieder in ihrer gewohnten Umgebung zurechtzukommen. In dieses Handeln vor allem ein ökonomisches Interesse der Krankenhäuser zu interpretieren und ein Gegeneinander von Krankenhäusern und Reha-Kliniken zu vermuten, ist absurd. Denn hier geht es um krankenhausbehandlungsbedürftige Patienten, die parallel ein Frührehabilitationsprogramm erhalten. Die Patienten sind oft so schwer krank, dass sie nicht anstelle der GFKB direkt in eine nachsorgende Rehabilitationsklinik entlassen werden können. In vielen Fällen bewirkt erst die Behandlung im Krankenhaus die notwendige Rehabilitationsfähigkeit, um im Anschluss in einer Rehabilitationseinrichtung versorgt werden zu können.“

Angesichts des bestehenden demografischen Wandels, ist der weitere Ausbau der geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlung in den Krankenhäusern im Interesse der guten Versorgung der Patienten sinnvoll und notwendig, meint Bublitz. Die Krankenkassen täten gut daran, einen besseren Zugang zu den Reha-Einrichtungen zu ermöglichen, anstatt dringend gebotene geriatrische Behandlungen in den Krankenhäusern vor allem aus Kostengründen zu kritisieren. Wichtig für eine gute Patientenversorgung in Zukunft sei, dass die Krankenkassen notwendige Rehabilitationsbehandlungen genehmigten. Hier lehnen die Krankenkassen zu häufig aus Kostengründen ab, wie schon der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, im Juni 2017 erklärte. Die Folge dieses Vorgehens ist, dass ältere Menschen in Pflegeheime abgeschoben werden.

Erst kürzlich hat auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe vor allem von den Krankenkassen einen Bewusstseinswandel zur Reha vor Pflege gefordert. Er mahnte passgenaue Informationen und Beratung durch die Krankenkassen an und forderte sie auf, alles zu tun, um die älteren Menschen bedarfsgerecht mit Prävention und Reha vor Pflege zu schützen.

Ihr Ansprechpartner:

Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30
Thomas.Bublitz@bdpk.de
https://www.bdpk.de

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Als deutschlandweit agierender Spitzenverband setzt er sich für eine qualitativ hochwertige, innovative und wirtschaftliche Patientenversorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken ein.

Nähere Informationen: https://www.bdpk.de


BV BFW wählt neuen Vorstand

Dr. Susanne Gebauer übernimmt Vorsitz von Ludger Peschkes

Dr. Susanne Gebauer übernimmt den Vorsitz von Ludger Peschkes

Am 29. Juni 2017 hat die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Berufsförderungswerke e. V. (BV BFW) einen neuen Vereinsvorstand gewählt. Als neue Vorsitzende tritt Dr. Susanne Gebauer die Nachfolge von Ludger Peschkes an.

Einstimmig wählten die Mitglieder die Geschäftsführerin des Berufsförderungs­werks (BFW) Nürnberg, Dr. Susanne Gebauer, zur neuen Vorsitzenden der in Berlin ansässigen Interessen­vertretung. Die 51-jährige promovierte Erziehungswissenschaftlerin folgt damit Ludger Peschkes (BFW Dortmund), der nach dreijähriger Amtszeit als Vorsitzender und insgesamt 17 Jahren Vorstandsarbeit aus dem Gremium ausscheidet. Er verlässt den Vorstand gemeinsam mit Klaus Krebs (BFW Schömberg), der ebenfalls nach langjähriger Mitarbeit nicht mehr kandidierte.

Der neue Vorstand des BV BFW umfasst fünf Mitglieder. Neben Dr. Susanne Gebauer wurden Frank Gottwald (BFW Köln) als neuer 2. Vorsitzender sowie Hans-Dieter Herter (BFW Birkenfeld) und Gerhard Witthöft (Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd) wiedergewählt. Neues Vorstandsmitglied ist seit dem 29. Juni Christoph Wutz. Der 49-jährige Geschäftsführer des BFW Würzburg komplettiert das künftige fünfköpfige Vorstandsteam.

In der Amtszeit von Ludger Peschkes von 2014 bis 2017 hat der BV BFW seine Geschäfts­stelle im Haus der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg weiter ausgebaut. So wurden die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Unternehmenskooperationen etabliert und es konnten neue Projekte eingeworben und Kooperationen initiiert werden. Meilensteine waren zudem das erfolgreiche Dialog­format „Chefsache Inklusion“, die Veranstaltung mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallver­sicherung und das daraus resultierende Positionspapier zu den BFW sowie die Beteiligung an der Reihe des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales „Zusammen erfolgreich in Arbeit“. Politisch brachte sich die Interessenvertretung u. a. in die Einführung des Bundesteilhabegesetzes, des Flexirentengesetzes und des Präventionsgesetzes ein.

Nach der Wahl dankte Dr. Susanne Gebauer den scheidenden Kollegen Ludger Peschkes und Klaus Krebs für ihre langjährige erfolgreiche Arbeit im Vorstand. „Ganz besonders Ludger Peschkes hat in den letzten drei Jahren als Vorsitzender eine Menge für unseren Verband und die BFW geleistet. Er hat ganz erheblich dazu beigetragen, dass der BV BFW heute ein geschätzter und gefragter Kooperationspartner ist.“

„Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt den Staffelstab weiterzugeben.“ resümiert Ludger Peschkes. „Ich bin mir sicher, dass unser Bundesverband bei den Vorstands­kollegen und unserer neuen Vorsitzenden in sehr guten Händen ist und an allen wesentlich Themen nahtlos weitergearbeitet werden wird“. Dies bestätigt Dr. Susanne Gebauer: „Wir werden auf jeden Fall weiter an der Unternehmensnähe der BFW arbeiten und streben neue Kooperationen rund um Arbeit und Gesundheit an. Auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Rehabilitations­trägern insbesondere zu allen Aspekten von Qualität der beruflichen Rehabilitation werden wir fortsetzen.“ In der Amtszeit stehen mit dem Bundesteilhabegesetz auch neue Themen auf der Agenda: „Hier sehen wir künftig wichtige Aufgaben und Chancen für die BFW zum Beispiel bei der engeren Vernetzung mit der medizinischen Rehabilitation. Die neuen Fördermög­lichkeiten von Modellvorhaben im Bereich Rehabilitation werden viele Chancen bieten, neue Wege auszuloten und Probleme an den Schnittstellen abzubauen.“ so die neue Vorstandsvorsitzende in ihrem Ausblick.

Über den BV BFW
Der BV BFW ist der bundesweite Zusammenschluss von 28 Berufsförderungswerken. Ihr Auftrag im Sinne des Sozialgesetzbuch IX ist es, Menschen mit gesundheitlichen Beein­trächtigungen die volle Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Als Kompetenznetzwerk mit ca. 100 Standorten und aktuell etwa 12.000 Plätzen bündelt der Bundesverband Know-how und langjährige Erfahrung in Prävention, Beratung, Diagnostik, Qualifizierung und Integration, um Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zurück in das Erwerbsleben zu bringen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Zusammenarbeit und im Erfahrungsaustausch mit den Mitgliedern des Verbandes und den Trägern der Rehabilitation sowie mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Institutionen und Verbänden.

Pressekontakt:
Ellen Krüger
Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e. V.
Knobelsdorffstraße 92 · 14059 Berlin
Telefon 030 3002-1253 · Telefax 030 3002-1256
E.Krueger@bv-bfw.de
www.bv-bfw.de


MEDIAN holt Pflegekräfte vom Balkan nach Bad Mergentheim

Freuen sich über die Verstärkung im Team der MEDIAN Klinik Hohenlohe in Bad Mergentheim: Kaufmännischer Leiter Andreas Duda (l.), Rosa Schwarz, Teamleiterin Geriatrie (3.vl.) und Pflegedienstleiterin Susanne Hoffmann (r.) zusammen mit den neuen Kolleginnen aus Serbien und Kroatien.

 

Pflegerinnen aus Serbien und Kroatien finden Arbeit in der MEDIAN Klinik Hohenlohe / Klinikmitarbeiterinnen helfen mit viel Engagement, um Bad Mergentheim zur neuen Heimat werden zu lassen.

Freuen sich über die Verstärkung im Team der MEDIAN Klinik Hohenlohe in Bad Mergentheim: Kaufmännischer Leiter Andreas Duda (l.), Rosa Schwarz, Teamleiterin Geriatrie (3.vl.) und Pflegedienstleiterin Susanne Hoffmann (r.) zusammen mit den neuen Kolleginnen aus Serbien und Kroatien.

Freuen sich über die Verstärkung im Team der MEDIAN Klinik Hohenlohe in Bad Mergentheim: Kaufmännischer Leiter Andreas Duda (l.), Rosa Schwarz, Teamleiterin Geriatrie (3.vl.) und Pflegedienstleiterin Susanne Hoffmann (r.) zusammen mit den neuen Kolleginnen aus Serbien und Kroatien.

Bad Mergentheim. Neun neue Mitarbeiterinnen aus Serbien und Kroatien haben im Laufe des ersten Halbjahrs 2017 einen Arbeitsplatz in der MEDIAN Klinik Hohenlohe in Bad Mergentheim gefunden. Die Frauen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren – allesamt examinierte Pflegekräfte – mussten sich dazu einem mehrstufigen Auswahlverfahren stellen, das von einer eigens beauftragten Kölner Fachvermittlungsagentur in den Heimatländern durchgeführt wurde. „Der deutsche Markt an Pflegefachkräften ist leergefegt“, erklärt Andreas Duda, Kaufmännischer Leiter der Klinik das Vorgehen von MEDIAN. „Wir benötigen dringend Fachkräfte, weil wir bis Ende dieses Jahres unsere Abteilung für Geriatrie auf 60 Betten ausbauen wollen. Da darf die Suche über Grenzen hinweg kein Hindernis sein.“

Zum Vorstellungsgespräch nach Deutschland geflogen

Um qualifizierte Fachkräfte zu erreichen, stellte die Vermittlungsagentur die MEDIAN Klinik Hohenlohe in den Heimatländern vor und lud 15 Bewerberinnen und Bewerber im Dezember vergangenen Jahres zu Vorstellungsgesprächen und zum Probearbeiten nach Bad Mergentheim ein. Pflegedienstleiterin Susanne Hoffmann war seitens der Klinik dann maßgeblich für die Vorstellungsgespräche verantwortlich und überprüfte gewissenhaft die Fähigkeiten aller Stellenanwärter. Wer ausgewählt wurde, erhielt anschließend Hilfestellung, um eine deutsche Arbeitserlaubnis zu bekommen. Erst danach konnte mit Unterstützung von MEDIAN die Reise nach Deutschland beginnen.

Klinikmitarbeiterinnen engagieren sich für neue Kolleginnen

Als die ersten ausgewählten Pflegekräfte dann im Februar ankamen, ergriffen Rosa Schwarz, Teamleiterin Geriatrie der Klinik und Nadja Wilhelm aus dem Sekretariat der Kaufmännischen Leitung die Initiative. Als Service der Klinik wurden für die neuen Mitarbeiterinnen Wohnungen für eine Übergangszeit von vier Wochen angemietet, Verwaltungsgänge erledigt und die klinikspezifischen Einarbeitungen durchgeführt. „Das war schon viel Arbeit“, erinnert sich Rosa Schwarz. „Aber es hat sich gelohnt für so viele nette neue Kolleginnen.“ „Wir waren sehr froh, als wir eine Unterkunft für die erste Zeit in der Nähe der Klinik gefunden hatten“, so Rosa Schwarz. „Wir haben dann mit dem Vermieter gleich ein Arrangement getroffen, dass auch die noch folgenden Pflegekräfte wieder bei ihm unterkommen können.“ Im August laufen jetzt für alle neuen Kolleginnen intensive Sprachkurse an, die von einer eigens engagierten Lehrerin in der Klinik durchgeführt werden.

Ausbau der Geriatrie bis zum Jahresende

Eingesetzt werden die neuen Fachkräfte in der Klinik vor allem in der geriatrischen Pflege. „Unsere Patientinnen und Patienten dort sind sehr zufrieden mit den neuen Mitarbeiterinnen und es gibt viel Lob“, freut sich Rosa Schwarz. „Sie sind freundlich, zuvorkommend und in der Arbeit sehr gewissenhaft. Besser kann es nicht sein.“ Die eine oder andere von ihnen hatte allerdings auch schon Heimweh. „Aber auch da konnten wir mit Herz und Hand helfen und mit Dienstplanänderungen die Reise zur Familie möglich machen“, ergänzt Pflegedienstleitung Susanne Hoffmann mit einem freundlichen Lächeln. „Wenn alles klappt, planen einige Frauen, sogar, ihre Familien nach Bad Mergentheim nachzuholen.“ Im August und September werden nach aktuellem Stand insgesamt noch vier weitere Pflegekräfte kommen. „Wir benötigen insgesamt 30 Pflegekräfte für die Abteilung Geriatrie an unserer Klinik, die wir jetzt auch dank der Initiative zum Ende des Jahres sicher haben werden“, erklärt Andreas Duda weiter. „Allerdings muss man dabei bedenken, dass die neuen Kolleginnen und Kollegen am Anfang nur als Pflegehelfer arbeiten dürfen, weil in Deutschland eine Anerkennung der Ausbildung nötig ist – was drei bis neun Monate dauern kann.“ Insgesamt ist sich Andreas Duda aber sicher, dass die MEDIAN Klinik Hohenlohe das Ziel einer voll ausgebauten Abteilung Geriatrie zum Ende des Jahres 2017 schaffen wird.

Über MEDIAN

Die MEDIAN Klinik Hohenlohe Bad Mergentheim gehört zu MEDIAN, dem bundesweit größten privaten Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen. MEDIAN kann auf rund 17.500 Betten und Behandlungsplätze in 123 Kliniken und Einrichtungen (davon 73 stationäre Reha-Kliniken) verweisen. Die rund 15.000 Beschäftigten der Gruppen behandeln und betreuen derzeit jährlich mehr als 225.000 Patienten und Bewohner in 14 Bundesländern.

 

Kontakt und Nachfragen

MEDIAN Klinik Hohenlohe Bad Mergentheim·

Kaufmännischer Leiter Andreas Duda

Lothar-Daiker-Straße 1 | 97980 Bad Mergentheim

Telefon: +49 (0)7931 548-1800 | Telefax: +49 (0)7931 548-1882

E-Mail: andreas.h.duda@median-kliniken.de

Internet: www.median-kliniken.de

 


Prof. Dr. Diethard Usinger ist neuer Chefarzt für Orthopädie

Prof. Dr. Diethard Usinger ist neuer Chefarzt für Orthopädie in der Kurpark-Klinik Bad Nauheim. Er tritt die Nachfolge von Dr. Ilona Seltmann an.

Am Montag den 03. Juli 2017 wurde in der Kurpark-Klinik in Bad Nauheim der neue Chefarzt für die Fachklinik Orthopädie begrüßt. Der 54-Jährige stammt aus Troisdorf und hat an der Universität Ulm Humanmedizin studiert. 1988 promovierte er an gleicher Stelle. Nach dem Erwerb der Facharztbezeichnung Allgemeinmedizin im Jahr 1995 erhielt Prof. Usinger 1999 die Facharztanerkennung für Orthopädie. 2005 wurde er vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Wiesbaden zum Professor ernannt.

Mehr dazu hier:

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