Mittwoch, Juni 28th, 2017

 

Bayerischer Heilbäder-Verband will Krankenkassen gesetzlich zu mehr Transparenz zwingen

Weiterhin Sparkurs der Krankenkassen bei Reha und Vorsorge

 

 

Bad Füssing –  Die gesetzlichen Krankenkassen fahren nach Ansicht des Bayerischen Heilbäder.-Verbandes bei Reha und Vorsorge einen undurchsichtigen Sparkurs auf Kosten der Patienten. „Nach der neuesten Studie des IGES-Instituts wird fast jeder fünfte Antrag auf Vorsorge oder Reha abgelehnt, und meistens sogar zu Unrecht“, sagte der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes Klaus Holetschek. „Gegen jeden vierten Ablehnungsbescheid wird Widerspruch eingelegt, und die Hälfte davon ist erfolgreich. Das zeigt doch: hier stimmt etwas nicht. Da muss man schon den Verdacht haben, dass die Krankenkassen erst mal ablehnen, weil sie hier sparen wollen.“ Bei den Landwirtschaftlichen Krankenkassen war die Ablehnung am niedrigsten und bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und Ersatzkassen besonders hoch. Zudem lehnten die Kassen jeden dritten Antrag auf eine stationäre Vorsorgeleistung ab.

Die Studie hatte der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl Josef Laumann in Auftrag gegeben. Erstaunlich ist für Holetschek die Tatsache, dass die Ablehnungsquoten erheblich schwanken. Bei Reha und Vorsorge variiert die Quote je nach Krankenkasse zwischen 8,4 und 19,.4 Prozent.  Noch größer sind diese Unterschiede bei den Anträgen auf Hilfsmittel. Überdurchschnittlich oft wurden Hilfsmittel für chronische Wunden abgelehnt. Die Varianz zwischen den Krankenkassen ist hier am größten: von 3,8 bis 54,7 Prozent.

Empörend findet es der Bayerische Heilbäder-Verband, dass laut der Studie die Mehrheit der Krankenkassen keine Daten über die Anzahl der Widersprüche und deren Ergebnis übermitteln konnte. „Die Situation ist für uns und die Versicherten unbefriedigend“, so Holetschek. „Es kann doch nicht sein, dass Patienten ihre Leistungen abhängig davon erhalten, bei welcher Krankenkasse sie versichert sind.  Jeder dritte Patient wusste nicht einmal, dass er Widerspruch gegen einen Ablehnungsbescheid einlegen kann. Es kann auch nicht sein, dass Krankenkassen keine Daten über Leistungsbewilligungen und Ablehnungsbescheide liefern können.“ Der Bayerische Heilbäder-Verband will deshalb ebenso wie Staatssekretär Karl Josef Laumann die Krankenkassen an die Kandare nehmen.

 

„Wir brauchen eine gesetzliche Pflicht der Krankenkassen, ihre Daten zu veröffentlichen“, betonte Holetschek. „Nur so erhalten wir mehr Transparenz über die Genehmigungspraxis der Krankenkassen. Dies fördert auch den Wettbewerb unter den Krankenkassen, und es sorgt für mehr Vertrauen bei den Versicherten.“

 

 

Rosi Raab

PR-Agentur

Illerstraße 17

83026 Rosenheim

Tel. 08031/ 2200670

Fax 08031/ 2200679

Mobil: 0172/8426607

www.rosi-raab.de


SPD-Bundestagsfraktion will Rehabilitation stärken

Nr. 405/2017 – 28.06.2017
Arbeitsgruppen: Gesundheit, Arbeit und Soziales

Heike Baehrens, zuständige Berichterstatterin in der AG Gesundheit;
Martin Rosemann, zuständiger Berichterstatter in der AG Arbeit und Soziales:

SPD-Bundestagsfraktion beschließt Positionspapier zur Stärkung der Rehabilitation und skizziert Handlungsschritte zur Weiterentwicklung.

„Wir werden älter. Wir arbeiten länger. Und wir wollen – auch im Alter – gesund und selbstbestimmt leben. Neben der Prävention leistet die Rehabilitation dazu einen wichtigen Beitrag. Nicht nur für den Einzelnen, sondern auch volkswirtschaftlich spielt der Erhalt unserer Gesundheit eine große Rolle. Daher wollen wir als SPD-Bundestagsfraktion das Bewusstsein für die Notwendigkeit und Wirksamkeit von Rehabilitation bei allen Akteuren fördern.

Für Rehabilitation sind unterschiedliche Rehabilitationsträger wie die Rentenversicherung und die Krankenversicherung mit sich teilweise überschneidenden Verantwortungsbereichen zuständig. Wir wollen, dass die Antragsverfahren trägerübergreifend vereinfacht werden. Vor allem die großen Rehabilitationsträger müssen mehr an einem Strang ziehen, um die Zugänge zur Rehabilitation für alle Menschen deutlich zu erleichtern und zu beschleunigen. Wir wollen prüfen, inwiefern das aktuelle Genehmigungsverfahren durch ein Verordnungsverfahren ersetzt werden kann.

Um eine lückenlose Versorgung zu gewährleisten, müssen die medizinische und berufliche Rehabilitation besser verzahnt sowie die Nachsorge gestärkt und bereits während der Rehabilitationsmaßnahme mitgedacht werden. Für besondere Bedarfe, zum Beispiel von Kindern oder älteren Menschen, brauchen wir innovative Konzepte und flexible, barrierefreie Angebote. Auch ambulante wohnortnahe und mobile Rehabilitationsangebote müssen zur Verfügung stehen.

Auch die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Finanzierung von Rehabilitation wollen wir weiterentwickeln und das Rehabilitationsbudget gegebenenfalls in die Entscheidungskompetenz der Selbstverwaltung übertragen.“

Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier:
http://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/spd-bundestagsfraktion-will-rehabilitation-staerken
Die komplette Pressemitteilung als PDF:
http://www.spdfraktion.de/node/2062327/pdf
SPD-Bundestagsfraktion
V.i.S.d.P. Herausgeberin Christine Lambrecht MdB, Redaktion Ali von Wangenheim
TELEFON (030) 227-522 82 / (030) 227-511 18 TELEFAX (030) 227-568 69
E-MAIL presse@spdfraktion.DE

– Internet: http://www.spdfraktion.de