Dienstag, Juni 27th, 2017

 

TV-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ könnte Suizide auslösen

Psychiatrische Fachgesellschaften raten dringend vom Konsum der Serie ab

Die TV-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ thematisiert das Leiden und den Suizid eines jugendlichen Mädchens und ist aufgrund der drastischen und romantisierenden Darstellungsweise eines der zurzeit meist diskutierten Formate. In Deutschland werden bereits erste suizidale Krisen und sogar Suizide bekannt, die in direkter Beziehung zur Serie stehen sollen. Deshalb weisen DGKJP und DGPPN in einer Stellungnahme auf die erheblichen Risiken und negativen Folgen der Sendung hin. Insbesondere psychisch labilen und vulnerablen jungen Menschen wird dringend vom Konsum der Serie abgeraten.

Seit März ist in Deutschland die US-amerikanische TV-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ abrufbar. Sie beschreibt detailliert die belastenden Umstände, denen die jugendliche Protagonistin ausgesetzt ist, bevor sie sich schließlich selbst umbringt. Das Mädchen hinterlässt Audiobänder, in denen sie mit einzelnen Personen abrechnet, die sie direkt für ihren Suizid verantwortlich macht. Die Darstellung des Suizids selbst ist explizit und verstörend. Dabei wird der Suizid als letzter Ausweg dargestellt und romantisiert. Das Schulschließfach des Mädchens wird von ihren Mitschülern zum Schrein umfunktioniert, der Suizid erhält dadurch posthum eine Aufwertung.

In einer gemeinsamen Stellungnahme üben DGKJP und DGPPN deutliche Kritik an der TV-Serie. Demnach hat die internationale Forschung eindeutig gezeigt, dass eine detaillierte und drastische Darstellung von Suiziden das Risiko von Nachahmungstaten signifikant steigen lässt, insbesondere bei vulnerablen und suizidalen Menschen (sog. Werther-Effekt). Gleichzeitig ignoriert die Serie internationale Richtlinien und Empfehlungen zur Darstellung von Suiziden in den Medien.

Die Fachgesellschaften sehen sich außerdem zunehmend mit Berichten von Suizidversuchen und vollendeten Suiziden Jugendlicher konfrontiert, die direkt mit dem Konsum der Serie in Verbindung stehen sollen. Sie raten deshalb psychisch labilen und vulnerablen jungen Menschen dringend vom Konsum der Serie ab.

Zur Stellungnahme

Bei Fragen sind wir für Sie da.

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Onkologische Rehabilitation in der Rehaklinik Am Kurpark

Nach überstandener Primärtherapie kann eine medizinische Rehabilitation oder Anschlussheilbehandlung für jeden Tumorpatienten eine große Unterstützung bedeuten. Die Rehaklinik Am Kurpark in Bad Kissingen ist spezialisiert in den Bereichen onkologische und hämatologische Anschlussheilbehandlung sowie Rehabilitation und Nachsorge. Ab sofort profitieren hiervon auch bei der Deutschen Rentenversicherung Bund versicherte Krebspatientinnen und –patienten.
Nach Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie/Immuntherapie ist es von zentraler Bedeutung, die körperliche und seelische Stabilität, die Selbstständigkeit im täglichen Leben und gegebenenfalls die Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen beziehungsweise zu verbessern.

Wie wichtig hierfür eine rechtzeitige Rehabilitation ist, erläutert Dr. med. Hans-Bernd Orth, Chefarzt der Rehaklinik Am Kurpark in Bad Kissingen: „Die Behandlungsmöglichkeiten vieler Krebserkrankungen haben sich in den vergangenen Jahren erheblich erweitert. Die Heilungschancen und das Langzeitüberleben nehmen zu. Ein sinnvolles und wertvolles Leben, geheilt oder auch mit einer kontrollierten, stabilen Erkrankung bei guter Lebensqualität kann erreicht werden. An der Schnittstelle zwischen akuter und ambulanter Behandlung bieten wir die nahtlose Aufnahme zur stationären Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation in der Rehaklinik Am Kurpark an.“

Ab sofort können neben Versicherten der Rentenversicherungen der Länder, der gesetzlichen Krankenversicherungen sowie der Privaten Krankenversicherer auch Krebspatientinnen und –patienten, die bei der Deutschen Rentenversicherung Bund versichert sind, in der Rehaklinik Am Kurpark behandelt werden.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat der Rehaklinik Am Kurpark die entsprechende Zulassung für die Anschlussheilbehandlung/Anschlussrehabilitation nahezu aller onkologischer Tumorerkrankungen und hämatologischen Systemerkrankungen erteilt. Dies umfasst die Tumorerkrankungen der Brustdrüse und der gynäkologischen Organe, der urologischen und männlichen Geschlechtsorgane, der gastrointestinalen Tumorerkrankungen, der Bewegungsorgane/Sarkome sowie der Leukämien und Lymphknotenkrebserkrankungen. Darüber hinaus sind Schwerpunktkonzepte für die Nachsorge von Knochenmark- und Blutstammzelltransplantierten sowie Sarkompatienten in der Rehaklinik Am Kurpark etabliert.

„Als Rehaklinik mit einem onkologischen und hämatologischen Schwerpunkt verfügen wir über die notwendige Erfahrung und die personellen Strukturen im Umgang mit den betroffenen Patientinnen und Patienten. Um einen größtmöglichen Therapieerfolg erreichen zu können, arbeiten wir in enger Abstimmung mit den betreuenden Haus- und Fachärzten“, erläutert Chefarzt Dr. Orth. Dies bedeutet, dass laufende Tumortherapien, wie Chemo-, Hormon-, Immun- und zielgerichtete Therapien, nach Rücksprache ohne Unterbrechung in der Rehaklinik fortgeführt werden. Hierdurch ist die Kontinuität der Behandlung zu jeder Zeit der Rehabilitation gewährleistet.

Rehaklinik Am Kurpark Bad Kissingen
Die Rehaklinik Am Kurpark in Bad Kissingen ist eine Fachklinik für Rheumatologie/Orthopädie und Onkologie/Hämatologie sowie Lehrklinik für Ernährungsmedizin. Sie gehört zur Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg, welche 2007 aus dem Zusammenschluss der Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg entstanden ist. Heute gehören dazu acht Kliniken in Baden-Württemberg und eine in Bayern an den Standorten Baden-Baden, Bad Mergentheim, Bad Kissingen, Donaueschingen, Freiburg, Glottertal, Heidelberg, Isny und Nordrach.

Kontakt:
RehaZentren Baden-Württemberg:
Jörg Skupin, Referent Public Relations
E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de; Tel. 0711 6994 639 20


Mit Prothese auf das Surfbrett

Pressemitteilung

 

Wiesbaden, 27.06.2017

  

Die MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden, das Heidelberger Sanitätshaus adViva und die Kölner Initiative „Fit mit Handicap“ laden gemeinsam Amputierte und ihre Freunde zum Stand-Up Paddling Camp ein.

 

Beim AmpSurfcamp lernen Amputierte unter fachkundiger Anleitung das „StandUp Paddling“ (Foto: MEDIAN, Archiv)

Wiesbaden. Auf die Bretter – fertig – los! Wenn am 7. Juli am St. Leoner See bei St. Leon-Rot in der Nähe von Walldorf die Surfbretter ins kühle Nass gleiten, dann ist das durchaus ungewöhnlich. Denn der spezielle Sportkurs, der an diesem Tag stattfindet, wendet sich an Bein-Amputierte Menschen mit Prothese, die dort das „StandUp Paddling“ kennenlernen können. Bei der Wassersportart, die im deutschen auch Stehpaddeln genannt wird, steht der Sportler aufrecht auf einem Surfbrett und bewegt sich mit Hilfe eines Stechpaddels vorwärts. Was schon für gesunde Menschen eine Herausforderung ist, können die Teilnehmer des Workshops, der vom adViva SanitätsCenter unter Mitwirkung der Initiative „Fit mit Handicap“, Köln, und der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden durchgeführt wird, an diesem Tage erlernen, erproben und gleich ausgiebig genießen.

Sport öffnet Weg in die Gesellschaft

„Wir wollen die amputierten Menschen mit diesem Workshop wieder in Kontakt mit Sport bringen. Das eröffnet nicht nur neue Bewegungsmöglichkeiten, sondern auch neue Horizonte für die Rückkehr in den Alltag nach einer Amputation“, so Dr. Johannes Schröter, Chefarzt Orthopädie der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden. Das AmpSurfcamp, das bereits das vierte seiner Art in Folge ist, wird in diesem Jahr erstmals auch wissenschaftlich begleitet. Studenten der Ergotherapie, die an der HochschuIe Fresenius Idstein in diesem Sommersemester die Vorlesungsreihe „Technische Orthopädie und Rehabilitation“ hören, nehmen auf Einladung von Dr. Schröter an dem Tag teil und gewinnen so praktische Erkenntnisse für ihr Studium.

Informationen aus erster Hand

(Foto: MEDIAN, Archiv)

Technisch unterstützt werden die angehenden Wassersportler von namhaften Prothetikherstellern wie der Össur Deutschland GmbH, der Friedrich Georg Streifeneder KG und der endolite Deutschland GmbH. Sie stellen für den Workshop eigens Testmaterial zur Verfügung, wie zum Beispiel Prothesen, die für den Wasser-Einsatz geeignet sind. Darüber hinaus gibt Dr. Thomas Frey, Gründer der Initiative „Fit mit Handicap“ und Initiator des AmpSurfcamps in Deutschland, der selbst beinamputiert ist, den Sportlern gerne individuelle Empfehlungen, wie sie ihre Fitness, Ausdauer, Stabilität und Mobilität verbessern können. Nach dem Wassersport wartet auf die Teilnehmer des ersten adViva Stand-up Paddling Camp am St. Leoner See dann ein gemütliches Beisammensein mit kühlen Getränken und frischen Burgern.

 Anmeldungen noch möglich

Wer sich als Amputierter für das Event interessiert, kann sich bis zum 30. Juni 2017  bei adViva (E-Mail: SUP-anmeldung@adViva-info.de) anmelden. Erforderlich sind dazu Name, Adresse, E-Mail, Kontaktdaten und Alter. Für Amputierte ist die Teilnahme kostenlos, Familienangehörige und Freunde übernehmen bitte ihren Eintritt für das Strandbad. Am Strandbad stehen für Teilnehmer auch kostenlose Parkplätze zur Verfügung.

 

Über MEDIAN

Die MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden gehört zu MEDIAN, dem bundesweit größten privaten  Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen. MEDIAN kann auf rund 17.500 Betten und Behandlungsplätze in 121 Kliniken und Einrichtungen (davon 73 stationäre Reha-Kliniken) verweisen. Die rund 15.000 Beschäftigten der Gruppen behandeln und betreuen derzeit jährlich mehr als 225.000 Patienten und Bewohner in 14 Bundesländern.

 

Kontakt:

 MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden
Dr. med. Johannes Schröter
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Chirotherapie, Physikalische Therapie
Spezielle Schmerztherapie,
Röntgendiagnostik, Notfallmedizin
Chefarzt Orthopädie
Ärztlicher Direktor
Leibnizstr. 25
65191 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 571 750
Fax: 0611 / 571 140
E-Mail: johannes.schroeter@median-kliniken.de
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