Donnerstag, Juni 22nd, 2017

 

Moderne Versorgung organisieren! BKK Dachverband und DEGEMED vereinbaren Kooperation beim Projekt BGM-innovativ

 

 

 

 

 

Betriebskrankenkassen und Reha-Einrichtungen arbeiten bei Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM), Prävention, Rehabilitation und Eingliederung von Arbeitnehmern künftig zusammen. Dazu vereinbarten der BKK Dachverband (BKK DV) und die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) in Berlin die Kooperation im Projekt BGM-innovativ. Der beim Gemeinsamen Bundesausschuss angesiedelte Innovationsfonds fördert das Projekt bis 2020 finanziell.

Von dem Projekt profitieren Arbeitnehmer mit Beschwerden im Muskel-Skelett-Bereich. Deren Beschwerden werden oft chronisch und führen zu längeren Fehlzeiten. In manchen Fällen droht sogar das berufliche Aus. Neu an dem Projekt ist: Fallmanager der teilnehmenden Betriebskrankenkassen organisieren und koordinieren individuell die Versorgung mit Präventions- und Rehabilitationsleistungen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit Betriebsärzten und den Trägern der Deutschen Rentenversicherung.

Reha-Einrichtungen können jederzeit der Rahmenvereinbarung beitreten und so am Projekt teilnehmen. Sie führen für die BKK-Versicherten Assessments, Trainingsmaßnahmen oder Reha-Leistungen durch. Der Aufbau ist modular und orientiert sich am konkreten Bedarf der Versicherten. Das Projekt läuft vier Jahre und wird wissenschaftlich begleitet.

Die jetzt zustande gekommene Rahmenvereinbarung von BKK DV und DEGEMED regelt die Leistungsmodule, die strukturellen Voraussetzungen, den Zugang, die Vergütung und weitere Details der Zusammenarbeit für die Reha-Einrichtungen.

„BGM-innovativ überwindet das Problem, dass den Betroffenen heute meist zu spät, zu unspezifisch und wenig nachhaltig geholfen wird. Dies ändert sich jetzt. Wir leiten in enger Zusammenarbeit von BKK-Fallmanagern und Betriebsärzten die optimale arbeitsplatzbezogene und individuell zugeschnittene Versorgung ein. Außerdem handeln wir sozialversicherungsübergreifend in intensiver Kooperation mit den Rentenversicherungsträgern. Dies ermöglicht eine zügige Inanspruchnahme der notwendigen Rehabilitationsmaßnahmen. Der wesentliche Vorteil für die Versicherten ist, dass durch die BKK-Fallmanagement die Versicherten intensiv bei der Inanspruchnahme und Durchführung des Projektes betreut werden“, erklärt Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes. „Deutlich wird in diesem Projekt die Stärke der Betriebskrankenkassen, die Förderung und Verbesserung der Gesundheit im Setting Betrieb“, so Knieps weiter.

„Der Fachkräftemangel ist ein riesiges Thema in allen Branchen. Wir müssen viel früher Lösungen für Beschäftigte anbieten, wenn erste gesundheitliche Probleme auftreten. Dafür brauchen wir kluges Fallmanagement und betriebsnahe Lösungen. Reha-Einrichtungen sind dafür die richtigen Partner. Mit dem Projekt BGM-innovativ sind die Betriebskrankenkassen auf dem richtigen Weg.“ zeigt sich die Vorsitzende der DEGEMED Dr. Constanze Schaal überzeugt.

Die DEGEMED setzt sich seit 1997 als indikationsübergreifender Spitzenverband und als Fachgesellschaft für die konsequente Weiterentwicklung der qualitätsorientierten medizinischen Rehabilitation ein. Sie vertritt dabei stationäre Reha-Kliniken und ambulante Reha-Zentren aller Indikationen mit öffentlichem, privatem und frei-gemeinnützigem Hintergrund.

 

Weitere Informationen:
DEGEMED
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.
Katharina Perl
Fasanenstraße 5, 10623 Berlin
Tel.: 030 28 44 96 6, Fax: 030 28 44 96 70
E-Mail: k.perl@degemed.de
Internet: www.degemed.de

BKK Dachverband e.V.
Unternehmenskommunikation
Andrea Röder
Mauerstraße 85, 10117 Berlin
Tel.: 030 2700 406 – 302
E-Mail: andrea.roeder@bkk-dv.de
Internet: www.bkk-dachverband.de


Webentwickler werden im Berufsförderungswerk Hamburg: Neues Angebot der beruflichen Rehabilitation

Neue berufliche Chance nach Unfall oder Krankheit in der Boombranche der Digitalen Wirtschaft

Zum 7. August 2017 startet das Berufsförderungswerk Hamburg die neue Qualifizierung „Webentwickler“. Dieses Angebot zur beruflichen Rehabilitation richtet sich an Menschen, die nach Unfall oder Krankheit eine neue Chance in der boomenden Internet-Wirtschaft suchen. So schreibt der Branchenverband Bitkom: „Die Nachfrage nach IT-Fachkräften bewegt sich auf Höchstniveau, und auch der Beschäftigungsstand ist so hoch wie nie“. Über 51.000 Stellen sind zu besetzen. Der Verband Webmasters Europe schreibt: „Die Gruppe der Web-Entwickler sowie Online-Marketing-Spezialisten teilen sich weiterhin die ersten Plätze bei der Anzahl der offenen Stellen.“ Dabei verstärke sich ein Trend: „Eine solide Ausbildung ist wichtiger denn je …  talentierte Quereinsteiger mit soliden Fachkenntnissen und Bewerber mit fundierter Berufserfahrung nach Quereinstieg“ haben Chancen.

Ingrid Betzner, Abteilungsleiterin Technische Qualifizierung und Vorbereitung im Berufsförderungswerk Hamburg: „Wir haben das Angebot Webentwickler neu konzipiert, weil wir gerade in Hamburg eine große Nachfrage nach Fachkräften haben, die auf Webentwicklung spezialisiert sind. Damit sind nicht nur ausreichend Praktika möglich, die im Rahmen der Qualifizierung für die Nähe zum Unternehmen und zur Praxis sorgen. Die Absolventen finden zudem einen Arbeitsmarkt der sich um sie bewerben wird. Portale, Marktplätze, E-Commerce und Content-Anbieter sowie Games-Hersteller suchen Fachkräfte“.

Webentwickler entwerfen und entwickeln – meist mit Webdesignern und Conceptern – webbasierte Softwarelösungen für unterschiedliche Endgeräte. Vor allem boomt der Bedarf an neuen Web-Apps. Die Qualifizierung ist daher auch „plattformunabhängig“: Sie ist zeitgemäß konzipiert, um Websites und Web-Apps trotz der Vielzahl  von Bildschirmauflösungen, Betriebssystemen und Browsern jeweils optimal in Design und Implementierung umzusetzen. Der Schwerpunkt der Qualifizierung liegt bei Entwurf, Gestaltung, Programmierung und Produktion von Internetauftritten.

Im ersten Halbjahr der 18-monatigen Qualifizierung stehen statische und dynamische Websites, Datenbanksysteme sowie die Datenbanksprache SQL auf dem Plan. Danach werden die Webentwickler praxisnah ausgebildet, indem sie branchentypische Lernaufträge übernehmen. Schwerpunkte sind die objektorientierte Programmierung, Design und Erstellung von Webanwendungen. Im Anschluss wird das Gelernte in der Praxis erprobt: In einem sechsmonatigen betrieblichen Praktikum in der Digitalwirtschaft.

Zur Qualifizierung gehören jedoch nicht nur Programmierung, Design und IT-Technologie. Der Lehrplan sieht auch vor, Kunden zu beraten, welches Design und welche Website den Anforderungen entsprechen, sei es auf E-Commerce-Plattformen oder beim Einsatz von Content-Management-Systemen. Betzner: Die Teilnehmer kommen oft aus ganz anderen Lebens- und Berufszusammenhängen und bringen Erfahrungen aus der Sicht der Nutzer mit. Daher sind sie in der Lage, auf Websites und Apps auch einmal anders zu blicken als die Nerds.“

 

Ingrid Betzner: „Berufliche Reha für Jobs in der Wachstumsbranche rund um Web und App“

 

Kontakte: Ingrid Betzner, Abteilungsleiterin Technische Qualifizierung und Vorbereitung im Berufsförderungswerk Hamburg 040 64581-1275, betzner@bfw-hamburg.de

Das Berufsförderungswerk Hamburg (188 Mitarbeiter, 850 Teilnehmer) bietet Leistungen zur beruflichen Umschulung und Wiedereingliederung von Erwachsenen, die ihren Beruf aufgrund Erkrankung, Unfalls, physischer oder psychischer Einschränkungen o.ä. nicht mehr ausüben können. Gesellschafterin: Freie und Hansestadt Hamburg. Kostenträger: Deutsche Rentenversicherung Bund, Deutsche Rentenversicherung Nord, die Gesetzlichen Unfallversicherungen (DGUV), Bundesagentur für Arbeit. Jens Mohr, Wolfgang Lerche, Geschäftsführer. WWW.bfw-hamburg.de, August-Krogmann-Straße 52, 22159 Hamburg