Mittwoch, Juni 14th, 2017

 

Fachvorträge eröffnen Einblicke in Psychiatrie und Psychotherapie

Pressemitteilung

 

Bad Dürrheim, 14.06.2017

  

MEDIAN Klinik St. Georg Bad Dürrheim lädt Ärzte aus Praxen und Kliniken der Region zur Fortbildungsreihe ein / Namhafte Experten berichten aus Forschung und Praxis

 

Bad Dürrheim. Mit drei hochwertigen Veranstaltungen setzt die MEDIAN Klinik St. Georg Bad Dürrheim ihre Fortbildungsreihe für Ärzte fort. Im Rahmen des „Bad Dürrheimer Therapieforums St. Georg“ hat Chefärztin Dr. med. Andrea Fetzner erneut namhafte Experten für drei Vorträge gewinnen können. Sie wenden sich an niedergelassene Ärzte und Ärzte aus Kliniken der Region, sind wie im vergangenen Jahr kostenlos und bieten auch die Möglichkeit zum fachlichen Austausch. Die Fortbildungen sind bei der Ärztekammer zertifiziert, Teilnehmer erhalten Fortbildungspunkte.

 

Spezielle Therapieform EMDR im Fokus

Den Anfang macht am 23. Juni Dr. Karsten Böhm, leitender Psychologe an der Privatklinik Friedenweiler. Er ist Supervisor für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR), Desensibilisierung und Verarbeitung von belastenden Ereignissen durch Augenbewegung. Mit der EMDR-Methode, die auch an der MEDIAN Klinik St. Georg Bad Dürrheim angewendet wird, können Traumafolgestörungen bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen wirksam behandelt werden. In seinem Vortrag beleuchtet Dr. Böhm, der selbst Vorstandsmitglied von EMDRIA, der Fachgesellschaft für EMDR ist, die Behandlung von Zwangsstörungen mit dieser speziellen Therapieform.

 

ADHS und Sucht – ein Zusammenhang?

Einen Blick in die Forschung, konkret in eine Prävalenzstudie zur Komorbidität bei Alkoholabhängigkeit, wirft am 15. September Priv.-Doz. Dr. med. Tillmann Weber. In seinem Vortrag „ADHS im Erwachsenenalter und Sucht“ beleuchtet er den Zusammenhang zwischen der Verhaltensstörung und der Abhängigkeit. Dr. Weber ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Chefarzt der MEDIAN-Klinik Wilhelmsheim in Oppenweiler, an der Frauen und Männer mit Abhängigkeit und schädlichem Gebrauch von Alkohol und Medikamenten behandelt werden.

 

Dichterischer Wahnsinn und historische Psychiatrie

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet am 20. Oktober ein Ausflug in die Kunst und Medizingeschichte. Unter dem Titel „Hölderlin und die Psychiatrie“ bietet Dr. med. Frieder Böhme nicht nur eine medizinhistorische Betrachtung, sondern auch einen Beitrag zum psychiatrischen Diskurs im 21. Jahrhundert. Dr. Böhme ist in eigener Praxis tätig, sowie langjähriger Leiter des psychosozialen Förderkreises und Gründer des gemeindepsychiatrischen Zentrums in Tuttlingen.

 

Anmeldungen zu den Veranstaltungen und Nachfragen unter:

 

MEDIAN Klinik St. Georg Bad Dürrheim

Sekretariat Dr. med. Andrea Fetzner

Gartenstraße 11 und 15

78073 Bad Dürrheim

Tel.: +49 (0)7726 9226-1022

Fax: +49 (0)7726 9226-1027

E-Mail: alexandra.goetz@median-kliniken.de

www.median-kliniken.de

 


Berlin und Brandenburg: Modellprojekt „Berufsbegleitende Rehabilitation“ (BbR) der Deutschen Rentenversicherung

hier: Start der ersten Gruppe am 2.05.2017

 

Im Zuge der Entwicklung neuer Angebote im Bereich der Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hat die DRV Bund eine neue Form der ambulanten medizinischen Rehabilitation entwickelt.

Hierbei handelt es sich um eine wohnortnahe und berufsbegleitende Form der medizinischen Rehabilitation (Berufsbegleitende Rehabilitation – BbR). Diese richtet sich insbesondere an Versicherte, für die eine räumliche Nähe zu ihrem privaten wie auch beruflichen Umfeld notwendig bzw. sinnvoll ist, z. B. wegen der Pflege von Angehörigen, Kinderbetreuung oder auch der Notwendigkeit einer direkten Umsetzung des Gelernten am Arbeitsplatz. Da es sich bei der BbR um eine völlig neue Form der Leistungserbringung im Bereich der medizinischen Rehabilitation der DRV handelt, prüfen wir zunächst die Machbarkeit und Akzeptanz bei den Versicherten in einem Pilotprojekt.

Die BbR findet parallel zur beruflichen Tätigkeit an 24 Terminen statt und erstreckt sich über 12 Wochen. Von April 2017 bis Mai 2018 wird die BbR in der Orthopädie in der Region Berlin und Brandenburg pilotiert.  Beteiligt sind die ambulanten Reha-Einrichtungen Reha Tagesklinik im Forum Pankow und Reha Vita GmbH in Cottbus. Am 2. Mai ist die erste BbR-Gruppe in der RehaTagesklinik Pankow gestartet. Anträge auf eine Berufsbegleitende Rehabilitation können ab sofort bei der DRV Berlin-Brandenburg und der DRV Bund gestellt werden.

Für Fragen rund um das Projekt ist eine Hotline eingerichtet unter  Tel. 030/86582200

 

Kontakt:

Deutsche Rentenversicherung Bund
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation Ruhrstraße 2, 10709 Berlin
Postanschrift: 10704 Berlin
Fon +4930 865-0
Fax +4930 865-27379
Internet http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

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Dr. Dirk von der Heide
Telefon 030 865-89178, Telefax 030 865-27379
pressestelle@drv-bund.de


Neue Chefärztin kam auch aus Liebe zur Pfalz zurück

Pressemitteilung

Bad Dürkheim, 14.06.2017

 

Dr. Martina Huck-Breiter ist neue Chefärztin an der MEDIAN Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim / Wahl-Pfälzerin freut sich über neue Stelle und will Klinik-Kompetenz weiter ausbauen

Bad Dürkheim. Die MEDIAN Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim hat eine neue Chefärztin. Die 54-jährige Dr. Martina Huck-Breiter ist seit dem 1. Juni Nachfolgerin von Dr. Peter Deibler, der das Haus an der Kurbrunnenstraße zuvor medizinisch leitete. Die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie studierte in Heidelberg und erhielt ihre Approbation 1992. Nach Jahren als Stationsärztin und Oberärztin konnte die damals erst 38-Jährige 2001 ihre erste Stelle als Chefärztin in der Bezirksklinik Hochstadt, einem Therapiezentrum für Abhängigkeitserkrankungen in Bayern antreten. Nach vier Jahren als Gutachterin des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) kam Dr. Martina Huck-Breiter vor zehn Jahren dann erstmals in die Pfalz und wurde Chefärztin einer privaten Fachklinik für Nerven- und psychosomatische Erkrankungen in  Gleisweiler. Mehr als acht Jahre blieb sie in dieser Position und wechselte dann im Juni 2016 als Chefärztin zur heutigen MEDIAN Klinik Berus im Saarland. Jetzt ereilte Sie der Ruf zurück in ihre Wahlheimat Rheinland-Pfalz.

Medizinisch und persönlich ein Gewinn

„Als ich sah, dass die Stelle in Bad Dürkheim ausgeschrieben war, gab es für mich kein Halten mehr“, freut sich die neue Chefärztin. „Ich wohne mit meinem Mann in Gleisweiler und liebe die Pfalz. Da die Kliniken in Berus und Bad Dürkheim vergleichbare medizinisch-therapeutische Profile haben, passte für mich alles.“ Auch für Andreas Wirth, Geschäftsbereichsleiter Süd-West bei MEDIAN, ist die Neubesetzung der Stelle ein Glücksfall. „Wir haben mit Frau Dr. Huck-Breiter eine qualifizierte und erfahrene Chefärztin für Bad Dürkheim gewinnen können, die nahezu ohne Einarbeitung direkt den Staffelstab übernehmen kann“, so Wirth. „Sie ist in der Pfalz bereits gut vernetzt und für uns medizinisch wie persönlich ein echter Gewinn“. An der Klinik wurde die neue Chefärztin von der Belegschaft freundlich aufgenommen.

Medizinische Kompetenzen stärken

Für ihre neue Stelle hat sich Dr. Martina Huck-Breiter besonders eine Schärfung des Profils des Hauses im Verbund mit den anderen zehn MEDIAN Kliniken und Heimen in Bad Dürkheim vorgenommen. „Mit geht es darum, die medizinischen Schwerpunkte wie die Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms ADHS, die Behandlung von Persönlichkeitsstörungen, sowie die Trauma-Behandlung weiter auszubauen und insbesondere die Kinder- und Jugend-Therapie zu stärken. Im Bereich der Depressionsbehandlung werden wir schon bald ein ganz neues Konzept vorlegen, und die Medizinisch-Berufliche Rehabilitation (MBOR) wird einen deutlich höheren Stellenwert bekommen. Mein kurzfristiges Ziel ist es, nach dem Abschluss der langen Sanierungsphase der MEDIAN Klinik für Psychosomatik den Betrieb jetzt wieder auf eine Vollbelegung hochzufahren.“ Die bekannten hohen Qualitätsstandards des Hauses seien dabei eine wichtige Leitschnur ihrer Arbeit, so die neue Chefärztin. Für sich persönlich hat sich Dr. Huck-Breiter vorgenommen, im Sommer ihrer Leidenschaft, dem Wandern mit ihren zwei Hunden in der Pfalz, nachzukommen. „Das habe ich ein Jahr lang vernachlässigt, und darauf freue ich mich jetzt besonders“, so die Naturliebhaberin.

Über MEDIAN

MEDIAN ist ein modernes Gesundheitsunternehmen mit 121 Rehabilitationskliniken, Akut-krankenhäusern, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen und ca. 15.000 Beschäftigten in 14 Bundesländern. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit 18.000 Betten und Behandlungsplätzen besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe.

 

Kontakt und Nachfragen:

MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG

Andreas Wirth

Geschäftsbereichsleiter Süd-West

Chemnitzer Straße 2 | 67433 Neustadt

Tel.: +49(0)30 530055-411 | Fax: +49(0)30 530055-499

E-Mail: andreas.wirth@median-kliniken.de

Web: www.median-kliniken.de | www.median-premium.de

 


„Der Tinnitus muss Ihnen egal sein!“ – Ehrenamtlichen-Schulung der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. zeigt Wege zum besseren Umgang mit chronischen Ohrgeräuschen auf

Ein vielfältiges Programm zum besseren Umgang mit chronischen Ohrgeräuschen wurde auch in diesem Jahr bei der Schulung der ehrenamtlich Tätigen der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) geboten, die vom 9. bis 11. Juni 2017 stattfand. DTL-Berater und Sprecher der Selbsthilfegruppen aus ganz Deutschland kamen nach Bonn-Bad Godesberg, um sich in Vorträgen über Rehabilitation, Hörgeräteversorgung, Selbsthilfe, Hör- und Kommunikationstraining und Schlafstörungen sowie einem abwechslungsreichen Workshop-Programm fortzubilden.

In seiner Begrüßungsrede am Freitagabend wies DTL-Präsident Volker Albert darauf hin, dass laut einer aktuellen Studie viele Menschen in Deutschland Schwierigkeiten hätten, gesundheitsrelevante Informationen zu verstehen. Er dankte den ehrenamtlich Tätigen der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. für ihre Arbeit: Die Beratung und Vermittlung wichtiger Informationen über Tinnitus & Co. führe zu „mündigen Betroffenen“ und trage so zum Abbau kommunikativer Schwellen in der Beziehung zwischen Arzt und Patient bei.

Im Anschluss referierte Dr. med. Roland Zeh, Chefarzt der Abteilung Hörstörungen, Tinnitus und Schwindel der Median Kaiserberg-Klinik Bad Nauheim, über „Rehabilitationskonzepte für Schwerhörige, CI-Träger, Tinnitus- und Morbus-Menière-Betroffene“. Für die Rehabilitation schwerhöriger Menschen benannte Dr. Zeh drei Säulen der Behandlung, die in der Verbesserung der Kommunikation durch Audiotherapie und Optimierung der Hörgeräteversorgung, in der emotionalen Auseinandersetzung mit der Schwerhörigkeit sowie in der psychovegetativen Stabilisierung bestehen. Dr. Zeh, der selbst CI-Träger ist und bereits 6000 CI-Träger in der Reha behandelt hat, erläuterte zudem die Vorteile eines Cochlea-Implantats (CI). Weiterhin führte er aus, dass Tinnitus eine Störung der zentralen Hörverarbeitung im Gehirn und der Hörwahrnehmung sei. Dabei könne jeder seine Wahrnehmung durch Umlenken der Aufmerksamkeit selbst beeinflussen. Der wichtigste Grundsatz laute: „Der Tinnitus muss Ihnen egal sein!“

Ein bedeutender Therapie-Baustein besteht in der Versorgung schwerhöriger Tinnitus-Betroffener mit Hörgeräten. So referierte die Hörakustiker-Meisterin Gabriele Lux-Wellenhof aus Frankfurt am Main am Samstagmorgen über „Die richtige Hörgeräteversorgung als integratives Mittel im Sinne der Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben“. Sie verwies auf den erhöhten Energieaufwand, den das Verstehen Schwerhörige koste. Lux-Wellenhof zufolge entscheiden sich die meisten Menschen zu spät für eine Hörgeräteversorgung, das Gehirn habe dann schon verlernt, wie Sprache klinge. Anschließend sprach der Diplom-Psychologe Jürgen Matzat von der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Gießen über „Die Selbsthilfegruppe als Ort der Fortsetzung rehabilitativer und präventiver Maßnahmen“ und zeigte die Entwicklung der Selbsthilfe in Deutschland auf.

Am Samstagnachmittag stand ein abwechslungsreiches Workshop-Programm zur Auswahl: Die Themen reichten von der kognitiven Verhaltenstherapie (Dr. Margot Imhäuser), der Musiktherapie (Dorothea Dülberg) über rechtliche Fragen zur Reha bei Tinnitus (DTL-Geschäftsführer Michael Bergmann) bis hin zur Schulung der körperlichen Fähigkeiten mit „Smovey-Ringen“ als Trainingsgeräte (Monika Panholzer) und der Hör- und Kommunikationstaktik in Beruf und Alltag (Erika Classen).

Das Thema „Hör- und Kommunikationstraining“ griff die Referentin Erika Classen aus Überlingen am Sonntagmorgen auch nochmals in einem Vortrag auf. Sie betonte, dass der Betroffene seine Behinderung für sich selbst annehmen müsse. In der Verständigung am Arbeitsplatz sei es wichtig, die gut hörenden Kollegen immer wieder beharrlich und geduldig auf seine Verständnis- und Kommunikationsprobleme hinzuweisen.

Über die „Effektive und nachhaltige Behandlung von Schlafstörungen bei Tinnitus“ sprach der Psychologische Psychotherapeut Wilfried Pehle aus Detmold. Er erläuterte die Vorgänge im Körper während der verschiedenen Schlafphasen. Abschalten sei in der heutigen, von Leistungsdruck bestimmten Zeit viel schwieriger geworden. Vor dem Schlafen sei eine Ruhephase hilfreich, die möglichst von Reizarmut und Monotonie geprägt sein sollte. Bei Schlafstörungen seien Entspannungsmethoden wie Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training ratsam, die man automatisch nachts anwenden kann, um besser in den Schlaf zu kommen. Wichtig sei außerdem die Akzeptanz der Schlafstörung, um sich selbst den für den Schlaf kontraproduktiven Druck zu nehmen. Diese Gelassenheit ist auch im Umgang mit chronischen Ohrgeräuschen erstrebenswert, wie die vielen Beiträge dieses abwechslungsreichen Fortbildungswochenendes zeigten.

Bildunterschrift:
Die Teilnehmer der Ehrenamtlichen-Schulung der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. trafen sich in Bonn-Bad Godesberg. Foto: Sabine Wagner.

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.
Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de