Juni, 2017

 

vdek ruft zum Ideenwettbewerb „Heimvorteil für mehr Gesundheit“ auf

Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen

Wettbewerb für mehr Gesundheit läuft vom 30. Juni bis 30. September 2017

Berlin – Bewegung – Ernährung – Geistige Fitness – Beschützt fühlen – Schönes erleben in der Gemeinschaft. Wie kann die Gesundheit von Bewohnerinnen und Bewohnern, die in einer stationären Pflegeeinrichtung leben, gefördert werden? Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) und seine Mitgliedskassen (BARMER, Techniker Krankenkasse (TK), DAK-Gesundheit, KKH Kaufmännische Krankenkasse, hkk – Handelskrankenkasse, HEK – Hanseatische Krankenkasse) möchten dies von den Menschen erfahren, die es am besten wissen müssen: von Pflegebedürftigen, Pflegekräften, Pflegeeinrichtungen, Angehörigen oder ehrenamtlich tätigen Menschen selbst. Diese Menschen sind aufgerufen, vom 30.6.2017 bis zum 30.9.2017 an dem bundesweiten Ideenwettbewerb „Heimvorteil für mehr Gesundheit“ des vdek teilzunehmen. Gesucht werden die besten Ideen zur Stärkung der Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen.

„Pflegebedürftige Menschen verfügen über Gesundheitspotenziale, die wir aktivieren müssen. Gemeinsam etwas aktiv erleben, sich bewegen, es gibt viele Möglichkeiten, positiv auf die Gesundheit Einfluss zu nehmen. Das stärkt die Lebensqualität und das Wohlbefinden. Deshalb ist Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen so wichtig“, sagt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. Prämiert werden innovative Ideen, die speziell auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner zugeschnitten sind. Maßgebliche Kriterien der Bewertung sind Bedarfsgerechtigkeit, Qualität und Niedrigschwelligkeit. Die drei besten Ideen werden bei der Verwirklichung finanziell sowie mit professionellem Know-how unterstützt.

Mit diesen Aktivitäten zur Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen setzen die Ersatzkassen auch ein Ziel des Präventionsgesetzes von 2015 um. Darin hat der Gesetzgeber neue Rahmenbedingungen geschaffen, um die Gesundheit von Bewohnerinnen und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen zu fördern. Die Pflegekassen sollen den Einrichtungen Beratungsangebote zur Gesundheitsförderung anbieten und sie bei der Umsetzung der Maßnahmen unterstützen. Welche Maßnahmen die Pflegekassen unterstützen dürfen, legt der „Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen“ des GKV-Spitzenverbandes fest.

Weitere Informationen zum Ideenwettbewerb finden Sie unter www.ideenwettbewerb-heimvorteil.de oder auf der vdek-Webseite.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen nahezu 28 Millionen Menschen in Deutschland versichern:
– BARMER
– Techniker Krankenkasse (TK)
– DAK-Gesundheit
– KKH Kaufmännische Krankenkasse
– hkk – Handelskrankenkasse
– HEK – Hanseatische Krankenkasse

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Bis 2009 firmierte der Verband unter dem Namen „Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V.“ (VdAK).

In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 340 sowie mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Presse:

Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Pressesprecherin und Abteilungsleiterin Kommunikation
Askanischer Platz 1
10963 Berlin
Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00
Fax: 0 30 / 2 69 31 – 29 15
Mobil: 01 73 / 25 13 13 3
michaela.gottfried@vdek.com
www.vdek.com


Cura Unternehmensgruppe ernennt Ilona Michels zur neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung

Cura Unternehmensgruppe

Ilona Michels übernimmt zum 1.7.2017 den Vorsitz der Geschäftsführung der Cura Unternehmensgruppe.  Quellenangabe: „obs/Cura Unternehmensgruppe/Cura/I. Michels“

Berlin. Ilona Michels (48) übernimmt zum 1.7.2017 den Vorsitz der Geschäftsführung der Cura Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime GmbH. Frau Michels war bis Ende 2016 als operativer Vorstand der Allgemeine Hospitalgesellschaft AG tätig. Sie löst den bisherigen Geschäftsführer Michael Thanheiser ab, der das Unternehmen mit Wirkung zum 19.6.2017 verlassen hat.

Die Diplom-Gesundheitsökonomin Ilona Michels verfügt über einschlägige Geschäftsführungserfahrung in der Gesundheitsbranche. Als Vorstandsmitglied der Allgemeine Hospitalgesellschaft AG verantwortete sie seit Anfang 2015 das operative Management der 45 Kliniken und Therapiezentren in ihrem Ressort. Zuvor war sie seit 2011 als Geschäftsbereichsleiterin für das Unternehmen tätig. Von 2006 bis 2010 war Frau Michels Geschäftsführerin beim Verband der Privatkrankenanstalten Berlin-Brandenburg e. V. Sie ist zudem Vorstandsmitglied des Verbandes der Privatkliniken NRW e. V.

Ihre Erfahrungen wird Ilona Michels gezielt einbringen, um die Position der Cura Unternehmensgruppe auf einem beständig wachsendem Markt auszubauen. Dabei wird die Entwicklung sektorenübergreifender Konzepte entlang der Kundenbedürfnisse ebenso wie die Gewinnung und Bindung von Fachkräften eine entscheidende Rolle spielen. Für die anstehenden notwendigen Verbesserungen in der Rehabilitationssparte des Unternehmens sind die umfassenden Kenntnisse von Frau Michels im Restrukturierungsprozess auf Klinikebene eine maßgebliche Verstärkung.

Die Cura Unternehmensgruppe betreibt bundesweit 55 Einrichtungen mit rund 7.400 Plätzen für stationäre Pflege und Rehabilitation und zählt damit zu den großen privaten Dienstleistern im deutschen Gesundheitsmarkt. Zur Cura Unternehmensgruppe gehören die börsennotierte Maternus-Kliniken AG, die 23 Häuser (Seniorenwohnheime, Pflegeeinrichtungen und Rehabilitationskliniken) betreibt, die Iryo Gesellschaft für Gesundheitsmanagement GmbH und der Dienstleister Recatec. In der Unternehmensgruppe besteht für Ilona Michels die Möglichkeit, den Vorstandsvorsitz bei der Maternus-Kliniken AG zu übernehmen. Über die Bestellung entscheidet der Aufsichtsrat der Maternus-Kliniken AG.

Pressekontakt:

Mareike Schüller
Unternehmenskommunikation 
Cura Unternehmensgruppe 
Französische Straße 53-55 
10117 Berlin 
Telefon 030 / 65 79 80 - 563
Telefax 030 / 65 79 80 - 630 
schueller@cura-ag.com
www.cura-ag.com

BGM-innovativ – ein neuer Weg im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Die Rehaklinik Sonnhalde in Donaueschingen beteiligt sich im Rahmen eines Pilotprojektes der Betriebskrankenkassen an einem neuen Verfahren des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Das Projekt „BGM-innovativ“ umfasst ein neues Versorgungsprogramm bei Muskel-Skelett-Erkrankungen. Ziel ist es, den Betroffenen rechtzeitig die optimale Therapie anzubieten. Die Rehaklinik arbeitet hierfür eng mit den Fallmanagern der teilnehmenden Betriebskrankenkassen und Betriebsärzten zusammen. Gefördert wird das Projekt in den kommenden vier Jahren aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Die Projektleitung liegt beim Dachverband der Betriebskrankenkassen. Evaluationsergebnisse sollen Ende 2020 vorliegen.

Die Berufstätigkeit ist eine zentrale Phase im Leben. Sie ist immer öfter mit Belastungen verbunden, die aus den vielfältigen Anforderungen der Arbeitswelt resultieren und zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Besonders häufig treten Beschwerden des Muskel-Skelett-Bereichs, wie z.B. Rückenschmerzen, auf.

Für die Gestaltung einer gesundheitsfreundlichen Arbeitsumgebung und dem damit verbundenen Erhalt der Arbeitskraft ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) von elementarer Bedeutung. Entsprechend bauen die Betriebskrankenkassen (BKK) ihre Angebote im Betrieblichen Gesundheitsmanagement in den Bereichen Prävention, Rehabilitation und betriebliche Wiedereingliederung aus. Hieraus ist das Projekt „BGM-innovativ“ entstanden, an dem die Rehaklinik Sonnhalde teilnimmt. Im Rahmen des Pilotprojekts arbeitet die Rehaklinik Sonnhalde mit der BKK Mahle und den Betriebsärzten des Mahle-Werks in Rottweil zusammen.

„BGM-innovativ“ zielt darauf ab, bei gefährdeten und erkrankten Beschäftigten mit Einschränkungen im Bewegungsapparat die Krankheit möglichst frühzeitig zu beeinflussen bzw. ihre Chronifizierung zu vermeiden. Es überwindet das Problem, dass den Betroffenen meist zu spät, zu unspezifisch und zu wenig nachhaltig geholfen wird.

Die Besonderheiten von „BGM-innovativ“ erläutert Martin Vierl, Chefarzt der Rehaklinik Sonnhalde: „Betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden je nach Ausprägung der Beschwerden in eines von drei Modulen eingeteilt und erhalten – unter Berücksichtigung der Arbeitsplatzsituation – eine speziell auf sie abgestimmte Versorgung. Dies kann zum Beispiel ein gezieltes, mehrwöchiges Training oder eine arbeitsplatzbezogene Rehabilitation sein. Um möglichst individuell auf den einzelnen Fall eingehen zu können, arbeiten wir eng mit den Fallmanagern der BKK Mahle und den Betriebsärzten im Mahle Werk Rottweil zusammen.“

Eine weitere Besonderheit von BGM-innovativ ist die enge Kooperation von Betriebskrankenkasse und Rentenversicherungsträger. Dies ermöglicht eine zügige Inanspruchnahme der notwendigen Rehabilitationsmaßnahme.

Rehaklinik Sonnhalde
Die Rehaklinik Sonnhalde ist eine Fachklinik für Orthopädie und Innere Medizin. Sie gehört zur Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg, welche 2007 aus dem Zusammenschluss der Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg entstanden ist. Heute gehören dazu acht Kliniken in Baden-Württemberg und eine in Bayern an den Standorten Baden-Baden, Bad Mergentheim, Bad Kissingen, Donaueschingen, Freiburg, Glottertal, Heidelberg, Isny und Nordrach.
www.rehaklinik-sonnhalde.de

Kontakt
RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH:
Jörg Skupin (Referent Public Relations)
E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de
Tel.: 0711. 6994 639 20


Bayerischer Heilbäder-Verband will Krankenkassen gesetzlich zu mehr Transparenz zwingen

Weiterhin Sparkurs der Krankenkassen bei Reha und Vorsorge

 

 

Bad Füssing –  Die gesetzlichen Krankenkassen fahren nach Ansicht des Bayerischen Heilbäder.-Verbandes bei Reha und Vorsorge einen undurchsichtigen Sparkurs auf Kosten der Patienten. „Nach der neuesten Studie des IGES-Instituts wird fast jeder fünfte Antrag auf Vorsorge oder Reha abgelehnt, und meistens sogar zu Unrecht“, sagte der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes Klaus Holetschek. „Gegen jeden vierten Ablehnungsbescheid wird Widerspruch eingelegt, und die Hälfte davon ist erfolgreich. Das zeigt doch: hier stimmt etwas nicht. Da muss man schon den Verdacht haben, dass die Krankenkassen erst mal ablehnen, weil sie hier sparen wollen.“ Bei den Landwirtschaftlichen Krankenkassen war die Ablehnung am niedrigsten und bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und Ersatzkassen besonders hoch. Zudem lehnten die Kassen jeden dritten Antrag auf eine stationäre Vorsorgeleistung ab.

Die Studie hatte der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl Josef Laumann in Auftrag gegeben. Erstaunlich ist für Holetschek die Tatsache, dass die Ablehnungsquoten erheblich schwanken. Bei Reha und Vorsorge variiert die Quote je nach Krankenkasse zwischen 8,4 und 19,.4 Prozent.  Noch größer sind diese Unterschiede bei den Anträgen auf Hilfsmittel. Überdurchschnittlich oft wurden Hilfsmittel für chronische Wunden abgelehnt. Die Varianz zwischen den Krankenkassen ist hier am größten: von 3,8 bis 54,7 Prozent.

Empörend findet es der Bayerische Heilbäder-Verband, dass laut der Studie die Mehrheit der Krankenkassen keine Daten über die Anzahl der Widersprüche und deren Ergebnis übermitteln konnte. „Die Situation ist für uns und die Versicherten unbefriedigend“, so Holetschek. „Es kann doch nicht sein, dass Patienten ihre Leistungen abhängig davon erhalten, bei welcher Krankenkasse sie versichert sind.  Jeder dritte Patient wusste nicht einmal, dass er Widerspruch gegen einen Ablehnungsbescheid einlegen kann. Es kann auch nicht sein, dass Krankenkassen keine Daten über Leistungsbewilligungen und Ablehnungsbescheide liefern können.“ Der Bayerische Heilbäder-Verband will deshalb ebenso wie Staatssekretär Karl Josef Laumann die Krankenkassen an die Kandare nehmen.

 

„Wir brauchen eine gesetzliche Pflicht der Krankenkassen, ihre Daten zu veröffentlichen“, betonte Holetschek. „Nur so erhalten wir mehr Transparenz über die Genehmigungspraxis der Krankenkassen. Dies fördert auch den Wettbewerb unter den Krankenkassen, und es sorgt für mehr Vertrauen bei den Versicherten.“

 

 

Rosi Raab

PR-Agentur

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Tel. 08031/ 2200670

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SPD-Bundestagsfraktion will Rehabilitation stärken

Nr. 405/2017 – 28.06.2017
Arbeitsgruppen: Gesundheit, Arbeit und Soziales

Heike Baehrens, zuständige Berichterstatterin in der AG Gesundheit;
Martin Rosemann, zuständiger Berichterstatter in der AG Arbeit und Soziales:

SPD-Bundestagsfraktion beschließt Positionspapier zur Stärkung der Rehabilitation und skizziert Handlungsschritte zur Weiterentwicklung.

„Wir werden älter. Wir arbeiten länger. Und wir wollen – auch im Alter – gesund und selbstbestimmt leben. Neben der Prävention leistet die Rehabilitation dazu einen wichtigen Beitrag. Nicht nur für den Einzelnen, sondern auch volkswirtschaftlich spielt der Erhalt unserer Gesundheit eine große Rolle. Daher wollen wir als SPD-Bundestagsfraktion das Bewusstsein für die Notwendigkeit und Wirksamkeit von Rehabilitation bei allen Akteuren fördern.

Für Rehabilitation sind unterschiedliche Rehabilitationsträger wie die Rentenversicherung und die Krankenversicherung mit sich teilweise überschneidenden Verantwortungsbereichen zuständig. Wir wollen, dass die Antragsverfahren trägerübergreifend vereinfacht werden. Vor allem die großen Rehabilitationsträger müssen mehr an einem Strang ziehen, um die Zugänge zur Rehabilitation für alle Menschen deutlich zu erleichtern und zu beschleunigen. Wir wollen prüfen, inwiefern das aktuelle Genehmigungsverfahren durch ein Verordnungsverfahren ersetzt werden kann.

Um eine lückenlose Versorgung zu gewährleisten, müssen die medizinische und berufliche Rehabilitation besser verzahnt sowie die Nachsorge gestärkt und bereits während der Rehabilitationsmaßnahme mitgedacht werden. Für besondere Bedarfe, zum Beispiel von Kindern oder älteren Menschen, brauchen wir innovative Konzepte und flexible, barrierefreie Angebote. Auch ambulante wohnortnahe und mobile Rehabilitationsangebote müssen zur Verfügung stehen.

Auch die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Finanzierung von Rehabilitation wollen wir weiterentwickeln und das Rehabilitationsbudget gegebenenfalls in die Entscheidungskompetenz der Selbstverwaltung übertragen.“

Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier:
http://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/spd-bundestagsfraktion-will-rehabilitation-staerken
Die komplette Pressemitteilung als PDF:
http://www.spdfraktion.de/node/2062327/pdf
SPD-Bundestagsfraktion
V.i.S.d.P. Herausgeberin Christine Lambrecht MdB, Redaktion Ali von Wangenheim
TELEFON (030) 227-522 82 / (030) 227-511 18 TELEFAX (030) 227-568 69
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– Internet: http://www.spdfraktion.de


TV-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ könnte Suizide auslösen

Psychiatrische Fachgesellschaften raten dringend vom Konsum der Serie ab

Die TV-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ thematisiert das Leiden und den Suizid eines jugendlichen Mädchens und ist aufgrund der drastischen und romantisierenden Darstellungsweise eines der zurzeit meist diskutierten Formate. In Deutschland werden bereits erste suizidale Krisen und sogar Suizide bekannt, die in direkter Beziehung zur Serie stehen sollen. Deshalb weisen DGKJP und DGPPN in einer Stellungnahme auf die erheblichen Risiken und negativen Folgen der Sendung hin. Insbesondere psychisch labilen und vulnerablen jungen Menschen wird dringend vom Konsum der Serie abgeraten.

Seit März ist in Deutschland die US-amerikanische TV-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ abrufbar. Sie beschreibt detailliert die belastenden Umstände, denen die jugendliche Protagonistin ausgesetzt ist, bevor sie sich schließlich selbst umbringt. Das Mädchen hinterlässt Audiobänder, in denen sie mit einzelnen Personen abrechnet, die sie direkt für ihren Suizid verantwortlich macht. Die Darstellung des Suizids selbst ist explizit und verstörend. Dabei wird der Suizid als letzter Ausweg dargestellt und romantisiert. Das Schulschließfach des Mädchens wird von ihren Mitschülern zum Schrein umfunktioniert, der Suizid erhält dadurch posthum eine Aufwertung.

In einer gemeinsamen Stellungnahme üben DGKJP und DGPPN deutliche Kritik an der TV-Serie. Demnach hat die internationale Forschung eindeutig gezeigt, dass eine detaillierte und drastische Darstellung von Suiziden das Risiko von Nachahmungstaten signifikant steigen lässt, insbesondere bei vulnerablen und suizidalen Menschen (sog. Werther-Effekt). Gleichzeitig ignoriert die Serie internationale Richtlinien und Empfehlungen zur Darstellung von Suiziden in den Medien.

Die Fachgesellschaften sehen sich außerdem zunehmend mit Berichten von Suizidversuchen und vollendeten Suiziden Jugendlicher konfrontiert, die direkt mit dem Konsum der Serie in Verbindung stehen sollen. Sie raten deshalb psychisch labilen und vulnerablen jungen Menschen dringend vom Konsum der Serie ab.

Zur Stellungnahme

Bei Fragen sind wir für Sie da.

DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin

Telefon: 030 2404772-11
pressestelle@dgppn.de


Onkologische Rehabilitation in der Rehaklinik Am Kurpark

Nach überstandener Primärtherapie kann eine medizinische Rehabilitation oder Anschlussheilbehandlung für jeden Tumorpatienten eine große Unterstützung bedeuten. Die Rehaklinik Am Kurpark in Bad Kissingen ist spezialisiert in den Bereichen onkologische und hämatologische Anschlussheilbehandlung sowie Rehabilitation und Nachsorge. Ab sofort profitieren hiervon auch bei der Deutschen Rentenversicherung Bund versicherte Krebspatientinnen und –patienten.
Nach Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie/Immuntherapie ist es von zentraler Bedeutung, die körperliche und seelische Stabilität, die Selbstständigkeit im täglichen Leben und gegebenenfalls die Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen beziehungsweise zu verbessern.

Wie wichtig hierfür eine rechtzeitige Rehabilitation ist, erläutert Dr. med. Hans-Bernd Orth, Chefarzt der Rehaklinik Am Kurpark in Bad Kissingen: „Die Behandlungsmöglichkeiten vieler Krebserkrankungen haben sich in den vergangenen Jahren erheblich erweitert. Die Heilungschancen und das Langzeitüberleben nehmen zu. Ein sinnvolles und wertvolles Leben, geheilt oder auch mit einer kontrollierten, stabilen Erkrankung bei guter Lebensqualität kann erreicht werden. An der Schnittstelle zwischen akuter und ambulanter Behandlung bieten wir die nahtlose Aufnahme zur stationären Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation in der Rehaklinik Am Kurpark an.“

Ab sofort können neben Versicherten der Rentenversicherungen der Länder, der gesetzlichen Krankenversicherungen sowie der Privaten Krankenversicherer auch Krebspatientinnen und –patienten, die bei der Deutschen Rentenversicherung Bund versichert sind, in der Rehaklinik Am Kurpark behandelt werden.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat der Rehaklinik Am Kurpark die entsprechende Zulassung für die Anschlussheilbehandlung/Anschlussrehabilitation nahezu aller onkologischer Tumorerkrankungen und hämatologischen Systemerkrankungen erteilt. Dies umfasst die Tumorerkrankungen der Brustdrüse und der gynäkologischen Organe, der urologischen und männlichen Geschlechtsorgane, der gastrointestinalen Tumorerkrankungen, der Bewegungsorgane/Sarkome sowie der Leukämien und Lymphknotenkrebserkrankungen. Darüber hinaus sind Schwerpunktkonzepte für die Nachsorge von Knochenmark- und Blutstammzelltransplantierten sowie Sarkompatienten in der Rehaklinik Am Kurpark etabliert.

„Als Rehaklinik mit einem onkologischen und hämatologischen Schwerpunkt verfügen wir über die notwendige Erfahrung und die personellen Strukturen im Umgang mit den betroffenen Patientinnen und Patienten. Um einen größtmöglichen Therapieerfolg erreichen zu können, arbeiten wir in enger Abstimmung mit den betreuenden Haus- und Fachärzten“, erläutert Chefarzt Dr. Orth. Dies bedeutet, dass laufende Tumortherapien, wie Chemo-, Hormon-, Immun- und zielgerichtete Therapien, nach Rücksprache ohne Unterbrechung in der Rehaklinik fortgeführt werden. Hierdurch ist die Kontinuität der Behandlung zu jeder Zeit der Rehabilitation gewährleistet.

Rehaklinik Am Kurpark Bad Kissingen
Die Rehaklinik Am Kurpark in Bad Kissingen ist eine Fachklinik für Rheumatologie/Orthopädie und Onkologie/Hämatologie sowie Lehrklinik für Ernährungsmedizin. Sie gehört zur Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg, welche 2007 aus dem Zusammenschluss der Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg entstanden ist. Heute gehören dazu acht Kliniken in Baden-Württemberg und eine in Bayern an den Standorten Baden-Baden, Bad Mergentheim, Bad Kissingen, Donaueschingen, Freiburg, Glottertal, Heidelberg, Isny und Nordrach.

Kontakt:
RehaZentren Baden-Württemberg:
Jörg Skupin, Referent Public Relations
E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de; Tel. 0711 6994 639 20


Mit Prothese auf das Surfbrett

Pressemitteilung

 

Wiesbaden, 27.06.2017

  

Die MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden, das Heidelberger Sanitätshaus adViva und die Kölner Initiative „Fit mit Handicap“ laden gemeinsam Amputierte und ihre Freunde zum Stand-Up Paddling Camp ein.

 

Beim AmpSurfcamp lernen Amputierte unter fachkundiger Anleitung das „StandUp Paddling“ (Foto: MEDIAN, Archiv)

Wiesbaden. Auf die Bretter – fertig – los! Wenn am 7. Juli am St. Leoner See bei St. Leon-Rot in der Nähe von Walldorf die Surfbretter ins kühle Nass gleiten, dann ist das durchaus ungewöhnlich. Denn der spezielle Sportkurs, der an diesem Tag stattfindet, wendet sich an Bein-Amputierte Menschen mit Prothese, die dort das „StandUp Paddling“ kennenlernen können. Bei der Wassersportart, die im deutschen auch Stehpaddeln genannt wird, steht der Sportler aufrecht auf einem Surfbrett und bewegt sich mit Hilfe eines Stechpaddels vorwärts. Was schon für gesunde Menschen eine Herausforderung ist, können die Teilnehmer des Workshops, der vom adViva SanitätsCenter unter Mitwirkung der Initiative „Fit mit Handicap“, Köln, und der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden durchgeführt wird, an diesem Tage erlernen, erproben und gleich ausgiebig genießen.

Sport öffnet Weg in die Gesellschaft

„Wir wollen die amputierten Menschen mit diesem Workshop wieder in Kontakt mit Sport bringen. Das eröffnet nicht nur neue Bewegungsmöglichkeiten, sondern auch neue Horizonte für die Rückkehr in den Alltag nach einer Amputation“, so Dr. Johannes Schröter, Chefarzt Orthopädie der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden. Das AmpSurfcamp, das bereits das vierte seiner Art in Folge ist, wird in diesem Jahr erstmals auch wissenschaftlich begleitet. Studenten der Ergotherapie, die an der HochschuIe Fresenius Idstein in diesem Sommersemester die Vorlesungsreihe „Technische Orthopädie und Rehabilitation“ hören, nehmen auf Einladung von Dr. Schröter an dem Tag teil und gewinnen so praktische Erkenntnisse für ihr Studium.

Informationen aus erster Hand

(Foto: MEDIAN, Archiv)

Technisch unterstützt werden die angehenden Wassersportler von namhaften Prothetikherstellern wie der Össur Deutschland GmbH, der Friedrich Georg Streifeneder KG und der endolite Deutschland GmbH. Sie stellen für den Workshop eigens Testmaterial zur Verfügung, wie zum Beispiel Prothesen, die für den Wasser-Einsatz geeignet sind. Darüber hinaus gibt Dr. Thomas Frey, Gründer der Initiative „Fit mit Handicap“ und Initiator des AmpSurfcamps in Deutschland, der selbst beinamputiert ist, den Sportlern gerne individuelle Empfehlungen, wie sie ihre Fitness, Ausdauer, Stabilität und Mobilität verbessern können. Nach dem Wassersport wartet auf die Teilnehmer des ersten adViva Stand-up Paddling Camp am St. Leoner See dann ein gemütliches Beisammensein mit kühlen Getränken und frischen Burgern.

 Anmeldungen noch möglich

Wer sich als Amputierter für das Event interessiert, kann sich bis zum 30. Juni 2017  bei adViva (E-Mail: SUP-anmeldung@adViva-info.de) anmelden. Erforderlich sind dazu Name, Adresse, E-Mail, Kontaktdaten und Alter. Für Amputierte ist die Teilnahme kostenlos, Familienangehörige und Freunde übernehmen bitte ihren Eintritt für das Strandbad. Am Strandbad stehen für Teilnehmer auch kostenlose Parkplätze zur Verfügung.

 

Über MEDIAN

Die MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden gehört zu MEDIAN, dem bundesweit größten privaten  Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen. MEDIAN kann auf rund 17.500 Betten und Behandlungsplätze in 121 Kliniken und Einrichtungen (davon 73 stationäre Reha-Kliniken) verweisen. Die rund 15.000 Beschäftigten der Gruppen behandeln und betreuen derzeit jährlich mehr als 225.000 Patienten und Bewohner in 14 Bundesländern.

 

Kontakt:

 MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden
Dr. med. Johannes Schröter
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Chirotherapie, Physikalische Therapie
Spezielle Schmerztherapie,
Röntgendiagnostik, Notfallmedizin
Chefarzt Orthopädie
Ärztlicher Direktor
Leibnizstr. 25
65191 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 571 750
Fax: 0611 / 571 140
E-Mail: johannes.schroeter@median-kliniken.de
www.Median-kliniken.de  

 kreuzkom Agentur für Marketing und Kommunikation GbR
Ulrike Heller
Kühler Grund 52
69126 Heidelberg
Tel.: 06221-407669
mobil 0176-325 82 391
E-Mail:
ulrike.heller@kreuzkom.de
www.kreuzkom.de

 Dr. Thomas Frey
Starenweg 33
50259 Pulheim
Tel.: 0171 4026866
E-Mail: t.a.frey@web.de

https://thomas-a-frey.de

 

 

 


Wird Übergewicht eigenständiger Therapie-Grund?

Pressemitteilung 23.06.2017

 MEDIAN Fontana-Klinik Bad Liebenwerda beteiligt sich an Pilotstudie der Deutschen Rentenversicherung Bund. Forschungsprojekt „TARa“ des Instituts für Rehabilitationsmedizin an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg will klären, wie krankhaftes Übergewicht künftig therapiert werden kann.

 Ab welchem Bodymass-Index man von Adipositas, oder Fettleibigkeit, spricht, ist genau definiert. Welche gesundheitlichen Risiken Übergewicht mit sich bringt, ist auch bekannt. Aber ab wann ist Adipositas eine eigenständige Krankheit und sollte als Hauptindikation im primären Behandlungsfokus der medizinischen Rehabilitation stehen? Angesichts immer mehr übergewichtiger Menschen in Deutschland war das für Dr. Wolfgang Lehmann-Leo, Chefarzt Rheumatologie an der MEDIAN Fontana-Klinik Bad Liebenwerda eine wichtige Frage. „Wir haben immer mehr Patienten, die mit rheumatischen Beschwerden und gleichzeitig starkem Übergewicht zu uns in die Klinik kommen“, so der Arzt. „Ich wollte wissen, ob und wie wir das bei der Behandlung berücksichtigen müssen.“

 

Pilotprojekt TARa betritt Neuland

Das interessierte auch die Deutsche Rentenversicherung Bund und die Wissenschaftler des Institutes für Rehabilitationsmedizin der MLU Halle-Wittenberg, dessen Leiter Prof. Dr. Wilfried Mau direkt von Dr. Lehmann-Leo, unterstützt durch seinen Arbeitgeber MEDIAN, angesprochen wurde. Herausgekommen ist dabei nach vielen Gesprächen ein Pilotprojekt unter dem Namen TARa – „Therapie der Adipositas in der medizinischen Rehabilitation“, das im Januar dieses Jahres gestartet ist. Projektleiterin Dr. Juliane Lamprecht hat das Projekt konzipiert und kümmert sich am Institut zusammen mit Dipl.-Psych. Jenny Spahlholz um die Organisation und wissenschaftliche Auswertung der Forschungsfragen. „Das Projekt adressiert wesentliche Fragen zum bisherigen Kenntnisstand und zur zukünftigen Therapie der Adipositas, die aufgrund der hohen Begleit- und Folgemorbidität zunehmend zu einem Problem im Gesundheitssystem und im Besonderen im Kontext der Rehabilitation wird“, so die Diplom-Psychologin. Damit die Adipositas erfolgreich (also langfristig) therapiert werden kann, ist es wichtig, die verschiedenen Formen und Ursachen detailliert zu charakterisieren und dem bisherigen Kenntnisstand aus Forschung und Therapie gegenüberzustellen. „Bisher wird die Adipositas als Begleiterkrankung in der Orthopädie, der Kardiologie und der Psychosomatik `mittherapiert´, da sie keine eigenständige Reha-Indikation ist, für die spezielle Therapien vorgehalten werden. Die üblichen Ernährungsberatungen und Bewegungsangebote während der Rehabilitation haben daher, wenn überhaupt, nur sehr geringe Effekte und sind in der Regel nicht nachhaltig. Die meisten Patienten mit Adipositas brauchen andere Therapien, welche den Ursprung der Erkrankung berücksichtigen. Oft sind es auch tiefgreifende seelische Probleme, die dahinterstecken. Wenn es uns gelingt verschiedene Ursachentypen der Adipositas zu identifizieren, können wir auch entsprechende Therapien konzipieren“, sagt Dr. Lamprecht.

 

1000 Patienten werden bundesweit befragt

In einem ersten Schritt soll jetzt gezeigt werden, dass es ganz unterschiedliche Ursachen und damit auch unterschiedliche Arten von Adipositas gibt, die unterschiedlich behandelt werden müssen. Essen Patienten zum Beispiel mehr weil sie seelische Probleme haben oder traumatisiert sind, dann brauchen sie in einem ersten Schritt zunächst eine Psychotherapie statt eines Bewegungstrainings mit Diät. Ab Juni werden jetzt in bundesweit sieben Reha-Kliniken, darunter auch die MEDIAN Fontana-Klinik Bad Liebenwerda, insgesamt 1.000 übergewichtige und normalgewichtige Patienten nicht nur zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt, sondern auch zu kritischen Lebensereignissen, zum sozialen Umfeld und vielem mehr. Die Daten könnten am Ende der Studie – in einem Jahr – dann dazu dienen, erste Therapie-Module zu entwickeln, die an ausgewählten Reha-Kliniken getestet werden. „Unsere Untersuchungen sind breit angelegt. Wir haben Experten-Interviews geführt und eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Therapien gegen Adipositas gemacht“, so Dr. Lamprecht weiter. „Wir haben umfangreiche Literatur-Recherchen durchgeführt, um alle aktuellen Behandlungswege zu dokumentieren.“ Schon im Oktober sollen Workshops mit der Deutschen Rentenversicherung Bund stattfinden, um erste Ergebnisse zu besprechen. In einem zweiten Schritt will man dann am Institut für Rehabilitationsmedizin bereits vorhandene Datenbestände in die Auswertung einbeziehen, um noch weitergehende Erkenntnisse zum Thema Adipositas gewinnen zu können. Insgesamt werden die Untersuchungen bis Ende 2019 dauern.

 

Kontakt:

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Medizinische Fakultät / Institut für Rehabilitationsmedizin

Projektleiterin TARa
Dr. Juliane Lamprecht,
Magdeburger Str. 8, 06112 Halle (Saale)
E-Mail: reha@mediziun.uni-halle.de

Telefon: +49 345 557-4204
Telefax: +49 345 557-4206

 

MEDIAN Fontana-Klinik Bad Liebenwerda

Chefarzt Rheumatologie
Dr. Wolfgang Lehman-Leo
Dresdener Straße 9 | 04924 Bad Liebenwerda
Telefon +49 (0)35341 90-1160
E-Mail wolfgang.lehmann-leo@median-kliniken.de
Internet: www.median-kliniken.de


Start der INN-tegrativ gGmbH – Niedersächsische Berufsförderungswerke (BFW) Weser-Ems, Bad Pyrmont und Goslar bündeln ihre Arbeit in einem gemeinnützigen Unternehmen

Am 20.06.2017 war es soweit. Die Stiftung des Landes Niedersachsen für berufliche Rehabilitation mit ihren beiden BFW Weser-Ems in Bookholzberg und dem BFW Bad Pyrmont sowie die Stiftung Berufsförderungswerk Goslar bündeln Ihre bisherige Zusammenarbeit nun in einem gemeinsamen Unternehmen: INN-tegrativ gGmbH. Geleitet wird die neue Gesellschaft, zu der auch die sieben regionalen beruflichen Reha- und Integrationszentren (BRIZ) in Braunschweig, Bremen, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Leer und Osnabrück gehören, von den Geschäftsführern Jörg Barlsen und Pierre Noster mit Sitz in Hannover. Der Start der INN-tegrativ fiel zeitlich passend auf den Beginn der beruflichen Rehabilitation für mehr als 200 Teilnehmende an 10 Standorten, die im Juni begrüßt wurden.

Das Ziel der 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens ist auch weiterhin, benachteiligte Menschen, insbesondere diejenigen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, beim Weg zurück in Arbeit zu unterstützen. „Die gemeinsame Gesellschaft erlaubt uns, Prozesse und Leistungen besser und schneller auf die veränderten Erwartungen von Reha-Trägern und Teilnehmern anzupassen und die Integrationsquoten weiter zu erhöhen“, erklärt Pierre Noster und betont: „Das Ziel unserer Expansion mit neuen Standorten wie in Bremen ist, unsere Angebote in Niedersachsen und Bremen im Tagespendelbereich mit maximal einer Stunde Anfahrt verfügbar zu machen und unsere Teilnehmer modular, bedarfsgerecht und möglichst auf konkret verfügbare Arbeitsplatzangebote hin zu qualifizieren“. Um dieses flächendeckende Angebot zu erreichen, plant das Unternehmen in den kommenden Jahren weitere Standorteröffnungen.

Das Portfolio wurde und wird auch in Zukunft erweitert. Neben den klassischen zweijährigen Umschulungsmaßnahmen werden verstärkt Integrations- und Vermittlungsmaßnahmen angeboten, für arbeitssuchende Menschen werden Förderungsmöglichkeiten über den Bildungsgutschein ermöglicht und in Kooperation mit Rehakliniken werden Eingliederungshemmnisse, auch abseits von medizinischen Indikationen, bearbeitet um Menschen den Weg zurück in Arbeit zu ebnen.