Dienstag, Mai 16th, 2017

 

BDPK lehnt Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Krankenhausbereichen ab

PRESSEMITTEILUNG

 


Zentrale Personalvorgaben gehen an der Realität vor Ort vorbei und sind nicht rechtssicher umsetzbar

Berlin, 16. Mai 2017 – Der BDPK lehnt die Einführung von bundeseinheitlich verbindlichen Personaluntergrenzen ab, weil sie in den Krankenhäusern nicht rechtssicher anwendbar sind.

Deutlich wird dies an der Formulierung in § 137i Abs. 1 SGB V des Gesetzentwurfs, wonach Personalverlagerungseffekte aus anderen Krankenhausbereichen zu vermeiden sind. Ein solches Organisationsverständnis von Krankenhausabteilungen mit unverrückbarer Personalstruktur geht an der Praxis abteilungsübergreifender Einsatzplanung des Personals vorbei. Folglich müssten bspw. Betten bei Erkrankung von Mitarbeitern in einer Abteilung geschlossen werden, während das Personal in einer anderen, nicht voll belegten Abteilung, nicht ausgelastet wäre.

Zudem lässt sich der Bedarf an pflegerischem Personal nicht zentral für alle Krankenhäuser definieren, betont Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des BDPK. „Nicht jedes Krankenhaus ist mit dem anderen vergleichbar. Unterschiede in der Patientenstruktur, Organisation und Ausstattung stellen fixe Personalmindestzahlen infrage. Jede Klinik hat heute bereits für sich Personaluntergrenzen definiert, die auf die jeweiligen Besonderheiten abgestimmt sind.“

Der BDPK appelliert an die Gesundheitspolitiker dringend vorab die Bereiche, in denen Personaluntergrenzen wirken sollen, festzulegen. Zudem sind Umsetzung und Praxistauglichkeit zu evaluieren. Erst anschließend kann mit gesicherter Erkenntnis über eine gesetzliche Verankerung entschieden werden.

Die Stellungnahme des BDPK zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten finden Sie hier:BDPK-Stellungnahme Pflegeuntergrenzen.

 

Ihr Ansprechpartner:

Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30

Thomas.Bublitz@bdpk.de
http://www.bdpk.de

 

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Als deutschlandweit agierender Spitzenverband setzt er sich für eine qualitativ hochwertige, innovative und wirtschaftliche Patientenversorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken ein.

Nähere Informationen: http://www.bdpk.de


Telemedizin für Herzpatienten: Leuchtturmprojekt an der Ostseeküste

 

 

Berlin, 16.05.2017 – Es ist mit 14 Millionen Euro Förderung eines der ganz großen Projekte des Innovationsfonds: In Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit etwa 1.500 chronisch herzkranke Patienten für dauerhafte telemedizinische Überwachung rekrutiert. In den nächsten drei Jahren sollen die chronisch unter Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern oder Hypertonie leidenden Patienten via Smartphone, einer eigens programmierten App, Fitness-Armbändern, elektronischen Blutdruckmessgeräten und digitalen Waagen überwacht werden – rund um die Uhr, von einem Care-Center der Uniklinik Rostock aus.

 

Sobald diagnostische Daten Veränderungen zeigen, kann ein Kardiologe mit dem Patienten Kontakt aufnehmen und die Medikation anpassen oder Verhaltensempfehlungen aussprechen. „Wir wollen die Patienten möglichst lange vom Krankenhaus fernhalten“, erläutert einer der beteiligten Mediziner. Ziel ist es dabei auch, durch weniger Herzbeschwerden und weniger Krankenhausaufenthalte Kosten zu sparen. Der Vergleich mit einer traditionell versorgten Kontrollgruppe von 1.500 Patienten soll zweifelsfrei belegen, ob die Telemedizin hält, was man sich davon verspricht.

 

Das Projekt geht ein schwerwiegendes Problem an: die zum Teil schlechte fachärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Die Bevölkerungsdichte in Mecklenburg-Vorpommern liegt nicht einmal bei zwei Prozent von jener in Berlin. Und in dem Flächenland mit einer Ausdehnung von 250 Kilometern von Ost nach West gibt es nur zwei Herzzentren. Es geht also auch um die Frage: Wie kann man die kontinuierliche Versorgung mit Spitzenmedizin sicherstellen, wenn der Patient ein oder zwei Autostunden entfernt wohnt?

 

„Gerade bei der Entwicklung von Versorgungsprogrammen für den ländlichen Raum setzen wir ganz stark auf die Vernetzung aller Beteiligten über die Sektorengrenzen hinweg“, sagt die an dem Projekt beteiligte AOK Nordost. Und Peter Vullinghs, Chef von Philips Deutschland, dem Unternehmen, das die Technik liefert, ergänzt, das Modell lasse „sich auf weitere Krankheitsbilder und Bundesländer übertragen“.

 

Das Thema „Bedingungen für innovative neue Versorgungswege und -formen“ diskutieren auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Christian Schmidt, Ärztlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Rostock, Lars F. Lindemann, Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschlands, Oliver Schenk, Leiter der Abteilung Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik und Telematik des Bundesgesundheitsministeriums, Peter Vullinghs, Vorsitzender der Geschäftsführung der Philips GmbH, und Kay Wilke-Schultz, Leiter der Unternehmenseinheit Versorgungsmanagement der AOK Nordost.

 

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

 

Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter www.hauptstadtkongress.de. Sie können uns auch in den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter folgen.

 

Pressekontakt und Akkreditierung für Journalisten:

Ralf-Thomas Hillebrand

presse@wiso-gruppe.de | @HSK_Berlin

Tel.: 030 2639249-17, Fax: 030 2639249-10

WISO S. E. Consulting GmbH – Nymphenburger Str. 9 – 10825 Berlin


1. Wolfstag des Passauer Wolfs in Regensburg war ein voller Erfolg

Die Referenten des 1. Wolfstages lieferten im Rahmen von Vorträgen Impulse und best practice-Einblicke v. l. n. r.: Stefan Scharl, Prof. Dr. Kurt Kotrschal mit Hündin, Gabriele Werner, Florian Leebmann, Dr. Andreas Meyer und Bernhard Bründl

16.05.2017

 

 

Der 1. Wolfstag der Passauer Wolf Reha ∙ Hotelkliniken fand am 12. Mai 2017 in der Continental Arena in Regensburg statt. Eingeladen waren Mitarbeiter und Kooperationspartner aus der Region. Neben Workshops zu zukunftsorientierten Konzepten wurde als Highlight ein Vortrag eines führenden Wolfsforschers, Professor Kurt Kotrschal, angeboten.

 

Zukunft gestalten

Die Referenten des 1. Wolfstages lieferten im Rahmen von Vorträgen Impulse und best practice-Einblicke  v. l. n. r.: Stefan Scharl, Prof. Dr. Kurt Kotrschal mit Hündin, Gabriele Werner, Florian Leebmann, Dr. Andreas Meyer und Bernhard Bründl

Die Referenten des 1. Wolfstages lieferten im Rahmen von Vorträgen Impulse und best practice-Einblicke
v. l. n. r.: Stefan Scharl, Prof. Dr. Kurt Kotrschal mit Hündin, Gabriele Werner, Florian Leebmann, Dr. Andreas Meyer und Bernhard Bründl

Regensburg ist aufgrund seiner zentralen Lage ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für die Passauer Wolf Reha ∙ Hotelkliniken. Die Continental Arena bot den passenden Rahmen für den „1. Wolfstag“, das neue Veranstaltungsformat des Passauer Wolfs. Gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitern in „Schlüsselpositionen“ erarbeitete man in Workshops zukunftsorientierte Konzepte, die Mehrwerte für Patienten, Gäste aber auch für Mitarbeiter und Kooperationspartner generieren. „Uns ist es wichtig, dass unsere Werte im Alltag spürbar gelebt werden. Das klappt nur, wenn unsere Mitarbeiter hinter den Ideen stehen. Deshalb möchten wir sie begeistern und »mitnehmen«“, erklärte Stefan Scharl, Geschäftsführer der Passauer Wolf Reha ∙ Hotelkliniken.

 

Vortrag des Wolfsforschers Professor Kurt Kortschal

Das Highlight der Veranstaltung war der Beitrag von Professor Kurt Kotrschal, Leiter des Wolf Science Center sowie Professor für Verhaltensbiologie und Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle an der Universität Wien. Er bot Einblicke in „Das Prinzip der Kooperation. Miteinander. Gegeneinander“ und damit in die Mechanismen und Regeln für Kooperation und Konkurrenz. Zu diesem Programmteil sowie zur Abendveranstaltung waren auch Kooperationspartner aus der Region eingeladen. „Der erste Wolfstag hat Spaß gemacht. Es ist uns damit ein erfolgreicher Auftakt gelungen ist, denn weitere Veranstaltungen mit inspirierendem Charakter werden folgen“, zog Stefan Scharl das Fazit zum Verlauf der Veranstaltung.

 

Passauer Wolf Reha · Hotelkliniken

Mit spezialisierten Reha- und Hotelkliniken werden die Patienten und Gäste des Passauer Wolfs an vier Standorten und zehn Häusern – in Bad Griesbach, Bad Gögging, Nittenau und Ingolstadt auf ihrem Weg zu neuer Lebenskraft unterstützt. Die Unternehmensgruppe blickt zurück auf rund 40 Jahre Kompetenz in der medizinischen Rehabilitation. Zur Kernkompetenz zählen die stationäre und ambulante Rehabilitation. Patienten werden allerdings auch über den Rehabilitationsaufenthalt hinaus, im Rahmen von Nachsorgeprogrammen, und weit bevor Krankheiten überhaupt entstehen, z. B. im Rahmen von Präventionsleistungen oder des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, betreut. Insgesamt werden in den Passauer Wolf Reha- und Hotelkliniken jedes Jahr ca. 20.000 Patienten und Gäste empfangen und behandelt. So zählen die Standorte der Klinikgruppe zu den führenden Zentren für Rehabilitation und medizinische Versorgung in Südbayern.

 

Pressekontakt

PASSAUER WOLF

Reha · Hotelkliniken

www.passauerwolf.de

Ansprechpartnerin

Isabel Vijoglavic

isabel.vijoglavic@passauerwolf.de

T +49 841 88656-3831


Verbesserte Nutzerfreundlichkeit und modernes Design: Neue Homepage der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR)

Getreu dem Motto „Alles neu macht der Mai“ präsentiert sich die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) ab sofort in neuem Online-Gewand. Der Internetauftritt www.dvfr.de wurde grundlegend überarbeitet und mit neuen Inhalten ergänzt. Besonderen Wert wurde auf verbesserte Mitwirkungsmöglichkeiten beim fachlichen Austausch als Kernaufgabe der DVfR gelegt.

Alle Inhalte sind nun einer dreigliedrigen Kopfnavigation zugeordnet: Der Bereich „Arbeitsschwerpunkte“ enthält alle Informationen zur fachlichen Arbeit der DVfR, wie z. B. Stellungnahmen, Fachausschüsse und internationale Zusammenarbeit. Der Abschnitt „Die DVfR“ bündelt wichtige Informationen zum Verein – vom Leitbild über Organisationsstruktur und Mitglieder bis hin zur Geschichte der Vereinigung. Neu ist der Bereich „Rehabilitation und Teilhabe“. Hier finden sich aktuelle Meldungen aus dem Reha-Geschehen, Informationen zum Reha-System in Deutschland sowie interessante Link- und Literaturhinweise. Prominenter eingebunden ist nun das von der DVfR betriebene Portal Reha-Recht.de, das sich als Instrument für den Online-Austausch über Reha-Themen etabliert hat.

„Der neue Internetauftritt informiert breiter als bisher über die Rolle der Rehabilitation zur Förderung von Teilhabe und Inklusion“, erläutert Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der DVfR. „Dies trägt zu mehr Transparenz über das komplexe deutsche Reha-System bei, denn für ratsuchende Menschen mit Beeinträchtigungen sowie auch für ihre Ärzte, Angehörige und Betreuer ist es sehr wichtig, Ansprechpartner zu finden und so rechtzeitig den Zugang zu Reha-Angeboten zu ermöglichen. Zugleich wünschen wir uns, dass viele Interessierte, vor allem auch die von Beeinträchtigungen betroffenen Menschen, in unseren Online-Foren mitdiskutieren und ihre Fragen, Meinungen und Erfahrungen mitteilen. Diese Anregungen sind für unsere Arbeit sehr wertvoll.“

Auch in funktioneller Hinsicht bietet die neue Seite neben der barrierefreien Gestaltung viele Such- und Filtermöglichkeiten, was die Nutzerfreundlichkeit deutlich verbessert. Für die stete Weiterentwicklung des Internetauftritts nimmt die DVfR gerne Hinweise der Nutzerinnen und Nutzer entgegen. Bitte senden Sie Ihr Feedback an: y.mueller@dvfr.de.

Über die DVfR

Die DVfR ist in Deutschland die einzige Vereinigung, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung. Grundsätzlich befasst sich die DVfR dabei mit allen Bereichen der Rehabilitation, also der medizinischen, schulischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation, sowie auch Fragen der gezielten Prävention im Sinne ihres Leitbildes und ihrer Satzung.