Mittwoch, Mai 10th, 2017

 

Video hilft Hirn retten

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Deutschlandpremiere für Ralph Ruthe-Video

Bielefeld – Der kreative Tausendsassa Ralph Ruthe macht Gesundheitsaufklärung bunt und unterhaltsam. Am Tag des Schlaganfalls präsentierte der Cartoonist, Filmemacher und Musiker ein Video, das es in sich hat und vom Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) in Auftrag gegeben wurde. Cooler Sound, abgefahrene Figuren, Shortstories mit Lerneffekt im Beiboot – die neue Art zu lernen, Verantwortung in Sachen Gesundheit zu übernehmen.

Die Fangemeinde von Cartoonist Ralph Ruthe saß in den Startlöchern, denn der Meister hatte bereits vor einigen Tagen in den sozialen Netzwerken ein neues Video angekündigt. „Meine User, die mich ja freiwillig abonnieren, sind es gewohnt bei meinen Clips nicht sofort zu wissen, um was es geht.“ Und sicher hätte kaum einer der 625.000 Youtube-Abonnenten oder 1.3 Millionen Follower auf Facebook erwartet, dass Ralph Ruthe ein Video zum Thema Früherkennung von Schlaganfall-Symptomen macht. Ruthe:„So ein Titel zieht einen runter, deshalb heißt die Überschrift neutral: Lächeln, Sprechen, Arme hoch!“ Gemeinsam mit dem EvKB ist die Idee zu diesem unterhaltsamen Video mit Lerneffekt vor einem Jahr entstanden. „Ich wollte einen Hip-Hop Song, einen Refrain, der sitzt und Geschichten situativ darstellen.“ Bei der Entwicklung seiner Video-Story hatte Ruthe Unterstützung von seiner Frau Tina, die zeitgleich an einer Masterarbeit im Fach Gesundheitskommunikation schrieb, mit Schlaganfallpatienten über deren Geschichten sprach und in Professor Dr. Wolf-Rüdiger Schäbitz, Chefarzt der Klinik für Neurologie im EvKB einen kompetenten Ansprechpartner hatte.

„Der FAST-Test – Face, Arms, Speech,Time – ist der weitverbreiteste Test weltweit, den Laien innerhalb weniger Sekunden durchführen können, um so die Anzeichen eines Schlaganfalls zu überprüfen. Bisher gab es dazu nur ein amerikanisches Video, jetzt haben wir ein deutschsprachiges, das sensationell ist“, berichtet Professor Schäbitz begeistert. Wie wichtig Früherkennung ist, belegen die neuesten Studien, die der Neurologe am Tag des Schlaganfalls vorstellte. „Die Zahl der Schlaganfälle in der Altersgruppe zwischen 18 und 55 Jahren steigt. Und da „Zeit gleich Gehirn“ bedeutet, ist es so wichtig, dass Symptome richtig erkannt und der Betroffene schnell in ein spezialisiertes Krankenhaus gebracht wird“, so Schäbitz.

Das etwas andere Video zur Früherkennung von Schlaganfallsymptomen, wurde allein in der ersten zwei Stunden nach Veröffentlichung auf den social media Kanälen von Ralph Ruthe über 25.000 geklickt und hunderte Male geteilt. An den bunten Comicfiguren kann man weder ein Alter noch ein Geschlecht ablesen und das hat Ralph Ruthe bewusst gemacht, denn der Schlaganfall kennt keine Grenzen.

Der Link zum Clip: www.youtube.com/watch?v=SmZZLGnbWxc

Kontakt:

Evangelisches Klinikum Bethel gGmbH
Kantensiek 11
33617 Bielefeld
Telefon 05 21 | 7 72-7 00
E-Mail: info@evkb.de
www.evkb.de

Gesundheitsmarketing | Evangelisches Klinikum Bethel
Sandra Gruss
Telefon 0521 | 772 77 0 66
E-Mail: sandra.gruss@evkb.d


Die Adaptionsbehandlung. Handbuch zur zweiten Phase der stationären medizinischen Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen

Über die Adaptionsbehandlung als zweite Phase der stationären medizinischen Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen liegen bislang nur wenige Veröffentlichungen vor. Das mag daran liegen, dass für diese Behandlungsform erst mit der Verfahrensabsprache der Rentenversicherungsträger und Krankenkassen von 1994 ein verbindlicher konzeptioneller Rahmen geschaffen wurde. Das mag aber auch daran liegen, dass dieses Segment der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker mit etwas über 4.200 Behandlungsfällen pro Jahr und ca. 1.000 Behandlungsplätzen in rund 100 Einrichtungen eher klein ist. Mit der Adaptionsbehandlung wurde jedoch ein außerordentlich wichtiges und ergänzendes Angebot für Rehabilitanden mit bio-psycho-sozialen Problemlagen und gemindertem Integrations- und Teilhabepotential geschaffen, bei denen nach der Entwöhnungsbehandlung noch weiterer Behandlungsbedarf besteht.

Der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) hat deshalb das Buch „Die Adaptionsbehandlung. Handbuch zur zweiten Phase der stationären medizinischen Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen“ herausgegeben. In diesem Handbuch werden erstmalig Inhalte, Ziele und Zielgruppen dieser Behandlungsform ausführlich beschrieben: In dem „Grundsatzpapier Adaptionsbehandlung“ formuliert der Qualitätszirkel der Adaptionseinrichtungen im buss Rahmenbedingungen und Schwerpunkte der Adaptionsbehandlung. In den weiteren Kapiteln werden die Bedeutung und die Effektivität der Adaptionsbehandlung aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt:

  • Ergebnisse einer Studie zur Effektivität der beruflichen und sozialen (Re-)Integration
  • Bedeutung der Adaption aus sozialmedizinischer Sicht und aus Sicht der Deutschen Rentenversicherung
  • Beschreibung von Fallbeispielen
  • Basis- und Strukturdaten
  • Ergebnisse einer Patientenbefragung

Mitarbeiter/innen in Suchthilfe-Einrichtungen und bei unterschiedlichen Leistungsträgern wird eine äußerst effektive Behandlungsform vorgestellt, deren umfassendes Behandlungsangebot für noch mehr abhängigkeitskranke Menschen genutzt werden sollte. Auch Mitarbeiter/innen in benachbarten Leistungsbereichen (Psychiatrie, Jugendhilfe, Sozialhilfe, Jobcenter/Agentur für Arbeit u.v.m.) zeigt das Handbuch vielfältige Möglichkeiten, wie sie in ihrem beruflichen Kontext mit einem umfassenden, modernen Verständnis des komplexen Krankheits-/Störungsbildes „Sucht“ zielgerichtet arbeiten können.

Das Handbuch ist im Verlag Pabst Science Publishers erschienen und kostet 20,00 Euro (184 Seiten, ISBN 978-3-95853-284-7).
Weitere Informationen finden Sie hier.