Mai, 2017

 

Krankenhaus Rating Report 2017: Patienten schätzen Spezialkliniken – auch weiter entfernte

 

 

Berlin, 30.05.2017 – Die Frage gilt als äußerst umstrittenen: Bevorzugen Patienten die medizinische Versorgung in direkter Nachbarschaft oder nehmen sie gegebenenfalls lieber die Anreise zu einem auf bestimmte Erkrankungen spezialisierten zentralen Klinikum in Kauf? Der Krankenhaus Rating Report 2017 hat herausgefunden: Krankenhäuser mit einem hohen Spezialisierungsgrad weisen eine signifikant höhere Patientenzufriedenheit auf. Damit zeigt sich, dass ein hoher Grad an Spezialisierung nicht nur bessere medizinische Ergebnisse bringt, sondern auch von den Patienten geschätzt wird.

 

Außerdem hat der Krankenhaus Rating Report einen überraschenden Zusammenhang ermittelt: Kommunale Krankenhäuser in ärmeren Landkreisen sind wirtschaftlich in genauso guter Lage wie freigemeinnützige, beispielsweise konfessionelle, Krankenhäuser. In reicheren Landkreisen schneiden Kliniken in kommunaler Trägerschaft hingegen schlechter ab als freigemeinnützige. Die Autoren des Reports haben Hinweise darauf, warum das so ist.

 

Ein weiterer Befund: Das Lohnniveau des medizinischen Personals variiert regional zwischen 10 Prozent unter und 5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Das wirft die brisante Frage auf, ob regionale Lohnkostenunterschiede sich entsprechend in den Preisen der Leistungserbringung niederschlagen dürfen.

 

Der Krankenhaus Rating Report 2017 wird am 21. Juni in Berlin auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit der Öffentlichkeit vorgestellt. Er wird seit dreizehn Jahren vom RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und dem Institute for Healthcare Business GmbH erstellt. Erstmals werden im neuen Report Jahresabschlüsse aus den Jahren 2007 bis 2015 aufbereitet und auf diese Weise länger laufende Zeitreihen abgebildet. Dadurch können bereits entdeckte Zusammenhänge weiter statistisch untermauert werden. Zudem untersucht eine Sonderanalyse erstmals gezielt regionale Unterschiede im Lohnniveau der Krankenhäuser.

 

Unter dem Titel „Krankenhaus Rating Report 2017: Strukturfonds – beginnt jetzt die große Konsolidierung?“ stellen die Autoren Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs Gesundheit des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, und Dr. Sebastian Krolop, Vice President und Partner für die Region EMEA der Healthcare Transformation Services von Philips Healthcare, den Report vor. Sie diskutieren die Ergebnisse mit Astrid Lurati, Direktorin des Klinikums und Mitglied des Vorstands der Charité Universitätsmedizin Berlin, Matthias Mohrmann, Mitglied des Vorstands der AOK Rheinland/Hamburg, und Andreas Schlüter, Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken und Geschäftsführer der Klinikum Westfalen GmbH.

 

Die Pressekonferenz zur Vorstellung des Krankenhaus Rating Report 2017 mit Prof. Dr. Boris Augurzky und Dr. Sebastian Krolop findet am Mittwoch, dem 21.06.2017, von 10:30 bis 11:30 Uhr im Raum Raum R2 des CityCube statt.

 

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

 

Wenn Sie als Journalist/in am Kongress teilnehmen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an presse@wiso-gruppe.de – bitte mit Angabe des Mediums, für das Sie berichten möchten.

 

Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter www.hauptstadtkongress.de. Sie können uns auch in den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter folgen.

 

Pressekontakt und Akkreditierung für Journalisten:

Ralf-Thomas Hillebrand

presse@wiso-gruppe.de | @HSK_Berlin

Tel.: 030 2639249-17, Fax: 030 2639249-10

WISO S. E. Consulting GmbH – Nymphenburger Str. 9 – 10825 Berlin

 


Neuregelung zum Entlassmanagement für Kliniken im Fokus – Soziarbeitertagung informierte über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Gesundheitswesen

Tagung für Sozialarbeit und Rehaberatung

Bad Driburg. Bereits zum fünften Mal fand in der Knappschafts-Klinik eine Jahrestagung für Sozialdienste aus Krankenhäusern und Reha-Kliniken statt. Das umfangreiche Vortragsprogramm und die Gelegenheit zum persönlichen Erfahrungsaustausch machen die Tagung zu einer in Fachkreisen anerkannten Informationsveranstaltung und Netzwerk für soziale Arbeit im Gesundheitswesen.

Moderiert wurde die Tagung durch den Sozialdienst der Schwerpunktklinik für kardiologische Rehabilitation mit Isabelle Koziol und Angelika Dick. Nach der Begrüßung der 85 Teilnehmer durch die Klinikleitung mit Chefärztin Dr. Gabriele Augsten und Verwaltungsleiter Alexander Schunicht informierte zu Beginn Hans-Hermann Scheipers von der KNAPPSCHAFT über Entwicklungen in der Gesundheitspolitik aus Sicht einer Krankenversicherung.
Er ging auf den morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) verantwortlich für die Höhe der Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds für die gesetzlichen Krankenkassen, dem 2. Pflegestärkungsgesetz mit grundlegende Veränderungen und Verbesserungen im Pflegesystem für Pflegebedürftige, Angehörige sowie Pflegekräfte, der Einrichtung von Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen für einen schnellen Termin bei einem Facharzt sowie das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz mit Stärkung der Qualität der Hilfsmittelversorgung und finanziellen Aufwertung der Heilmittelerbringung, ein.

Anschließend berichtete Sibylle Kraus, Vorstandmitglied in der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG), Leiterin Sozialdienst und Case-Management Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin, über die weitreichenden rechtlichen Änderungen zum Entlassmanagement für Krankenhäuser, die ab 1.10.2017 verpflichtend in Kraft treten und welche Auswirkung diese auf dem klinischen Sozialdienst haben.
Im Rahmen des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes hat der Gesetzgeber eine Neuregelung zum Entlassmanagement vorgenommen. Die Krankenhausbehandlung umfasst damit ein Entlassmanagement zur Unterstützung einer sektorenübergreifenden Versorgung der Versicherten nach der Entlassung. Versorgungslücken beim Übertritt von der stationären in die ambulante Versorgung zu schließen ist das Ziel. „Für Patienten eines Krankenhauses soll je nach individuellen Erfordernissen die Anschlussversorgung verlässlicher sichergestellt werden. Dazu gehören dann z. B. auch verbindlich ein Entlassbrief und ein Medikationsplan. Außerdem kann der Krankenhausarzt bei Bedarf Arzneimittel, Verband-, Heil- und Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege und Soziotherapie für einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen verordnen.“ berichtete Sibylle Kraus und ergänzte, dass das Gesetz außerdem vorsieht, dass ein Rahmenvertrag zum Entlassmanagement geschlossen werden soll, der die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen regelt.  GKV-Spitzenverband, die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sind die Vertragspartner. Schnittstellen zwischen stationärem und ambulantem Bereich überwinden, eine bedarfsgerechte und lückenlose Versorgung der Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt sicherstellen und den versorgungsrelevanten Informationsfluss strukturieren, sind inhaltliche Zielsetzungen im Rahmenvertrag.

Susanne Tyll, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW und freiberufliche Expertin für Wohnraumberatung, informierte über Maßnahmen der Nachsorge und gab Tipps und Tricks für eine altersgerechte Wohnungsanpassung und barrierefreie Wohnungen. Sie ging auf technische Möglichkeiten der Wohnungsanpassung von Küche, Bad, Flur, Treppe, Rampe und Außenanlagen ein und zeigte anhand von Praxisbeispielen die Finanzierung von Wohnungsanpassungen auf.
Dr. Anna Lena Rademaker, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie an der Katholischen Hochschule NRW Paderborn, ging in ihrem Vortrag über die Zukunft der klinischen Sozialarbeit auf die Berufsperspektiven ein. Soziale Arbeit im Gesundheitswesen ist ein attraktives Arbeitsgebiet, das künftig an Bedeutung gewinnen wird. In Deutschland steigt der Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften in den Bereichen Pflege und Soziale Arbeit angesichts von sozialem Wandel, sozialen Problemen und dem daraus entstehenden gesellschaftlichen und sozialpolitischen Steuerungsbedürfnissen. Bereits heute sind rund 25 % aller Absolventen mit Studium „Sozialale Arbeit“ im Gesundheitswesen tätig.

Die Psychologische Psychotherapeutin und Mitarbeiterin der Knappschafts-Klinik, Anneke Rösler, widmete sich dem Thema Psychohygiene und seelischer Gesundheit im beruflichen Kontext. Dabei geht um den achtvollen Umgang des Menschen in Bezug auf seine Gedanken und Gefühle, körperliche und emotionale Stresssignale rechtzeitig wahrzunehmen und konstruktiv mit eigenen Emotionen und negativen Gedanken umzugehen. Die Psychotherapeutin zeigte auf, welche Möglichkeiten und Handlungsoptionen es gibt, bewusster mit sich umzugehen und Achtsamkeitsübungen in den Berufsalltag und in die Beratungssituation zu integrieren. Eigene Ressourcen sichtbar zu machen, um Freiräume zu schaffen, in denen sich Freude und Kreativität entfalten können.

Begleitend fand eine Ausstellung von verschiedenen Selbsthilfegruppen unter Einbezug des Selbsthilfe-Büros Kreis Höxter statt. Das Büro informiert über Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen in der Region und fördert den Erfahrungsaustausch der Selbsthilfegruppen untereinander.

Tagung für Sozialarbeit und Rehaberatung

Foto: Fachtagung und Netzwerk für soziale Arbeit  – Referenten mit Sozialdienst & Leitung Knappschafts-Klinik Bad Driburg

Von links:
Alexander Schunicht, Verwaltungsleiter, Knappschafts-Klinik Bad Driburg
Sybille Kraus, Leitung Sozialdienst u. Case-Management Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin,
Vorstandsmitglied Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)
Dr. Gabriele Augsten, Chefärztin, Knappschafts-Klinik Bad Driburg
Susanne Tyll, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW, Beraterin
Hans-Herrmann Scheipers, Fachbereichs- und Abteilungsleiter, KNAPPSCHAFT, Bochum
Anneke Rösler, Psychologische Psychotherapeutin, Knappschafts-Klinik Bad Driburg
Dr. Anna Lena Rademaker, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gesundheits-
forschung und Soziale Psychiatrie an der Katholischen Hochschule NRW Paderborn
Angelika Dick, Sozialdienst, Knappschafts-Klinik Bad Driburg
Isabelle Koziol, Sozialdienst, Knappschafts-Klinik Bad Driburg

Klinikinformationen unter

www.knappschafts-klinik-driburg.de


Relaunch der Internetseite www.selbsthilfefreundlichkeit.de

Pressemitteilung

Berlin, im Mai 2017

 

 Das Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung ist mit seiner neuen Internetseite an den Start gegangen. Hier finden Sie alle Informationen rund um das Handlungskonzept „Selbsthilfefreundlichkeit als Qualitätsmerkmal“. Es stellt eine Art Leitfaden dar, mit dem Gesundheitseinrichtungen nachhaltige Kooperationen mit der Selbsthilfe aufbauen können, um ihre Patientenorientierung zu stärken.

Übersichtlich zeigt die Startseite alle aktuellen Termine, kürzlich ausgezeichnete Einrichtungen und vieles mehr. Die neue Deutschlandkarte weist Netzwerkmitglieder und ausgezeichnete Gesundheitseinrichtungen je Bundesland aus – gute Anknüpfungspunkte zum Mitmachen und Mitwirken in rund 47 selbsthilfefreundlichen Kooperationen vor Ort. Und auch mit Tablets oder Smartphones sind nun endlich alle Informationen zum Konzept Selbsthilfefreundlichkeit bequem abrufbar.

 

Außerdem neu:

  1. Auflage der Broschüren Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen erschienen

Das Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen hat seine Broschüren aktualisiert und bringt sie nun in einer völlig überarbeiteten Auflage heraus.

Im neuen Layout stellt sich das Netzwerk in der 16-seitigen Basisbroschüre vor. Interessierte erhalten einen ersten Einblick in das Handlungskonzept „Selbsthilfefreundlichkeit als Qualitätsmerkmal“, mit dem sich systematisch und strukturiert gelingende Kooperationen zwischen gemeinschaftlicher Selbsthilfe und Gesundheitseinrichtungen aufbauen lassen.

Selbsthilfefreundliche Gesundheitseinrichtungen stärken durch die Einbindung der Betroffenenkompetenz von Selbsthilfeaktiven unmittelbar ihre Patientenorientierung.

Dieses besondere Engagement würdigt das Netzwerk mit der exklusiven Auszeichnung für Selbsthilfefreundlichkeit. Die Grundlagen der Auszeichnung finden sich in den jeweiligen Faltblättern für das selbsthilfefreundliche Krankenhaus oder die selbsthilfefreundliche Rehabilitationsklinik.

 

Über das Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen:

In unserem Netzwerk haben sich Einrichtungen und Menschen zusammengeschlossen, die überzeugt sind: Die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen fördert das patientenorientierte Handeln von Gesundheitseinrichtungen.
Gemeinsam wurde das Konzept „Selbsthilfefreundlichkeit als Qualitätsmerkmal“ entwickelt, um die Zusammenarbeit von Selbsthilfe und professionellem Gesundheitswesen nachhaltig zu befördern. Es befähigt Gesundheitseinrichtungen systematisch und strukturiert Kooperationen mit der Selbsthilfe aufzubauen. Das Konzept wird bundesweit bereits von 38 Krankenhäusern, 18 Rehakliniken und über 60 Selbsthilfekontaktstellen umgesetzt, über 230 Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen sind in diesen Kooperationen beteiligt.

 

 

Kontakt:

Antje Liesener
Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen
c/o NAKOS
Otto-Suhr-Allee 115
10585 Berlin-Charlottenburg
Tel.: 030 / 890 96 254
info@selbsthilfefreundlichkeit.de

 


Schön Klinik übernimmt britische Spezialklinik für Essstörungen

Medienmitteilung

Prien, den 24. Mai 2017

 

Die Schön Klinik setzt ihren Kurs der Internationalisierung fort. Das Unternehmen hat das „Newbridge House for Eating Disorders“ in  Birmingham übernommen. Die Klinik ist die zweitgrößte private Einrichtung in England zur stationären Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Essstörungen. Die Schön Klinik baut damit ihre Präsenz im Ausland aus und verstärkt ihre Spezialisierung in der Psychosomatik.

 

Mit der Übernahme der  psychosomatischen Klinik  „Newbridge House“ baut die Schön Klinik mit einem zweiten Standort ihre künftige Präsenz in Großbritannien aus. Eine weitere Schön Klinik in der Harley Street Medical Area im Zentrum von London ist derzeit im Aufbau und wird im kommenden Jahr mit dem Schwerpunkt Orthopädie eröffnet. „Mit der Übernahme von Newbridge House machen wir nicht nur einen Wachstumsschritt zur weiteren Internationalisierung, sondern verstärken auch unsere bestehenden medizinischen Schwerpunkte“, erklärt dazu Dr. Markus Hamm, CFO und Co-CEO der Schön Klinik. So ist die Schön Klinik zukünftig mit zwei ihrer medizinischen Kernfelder – Orthopädie sowie Psychosomatik – in England vertreten und kann auch hier spezialisierte Spitzenmedizin anbieten.

 

Mit 28 Betten ist das „Newbridge House“ die zweitgrößte Einrichtung im englischen Gesundheitssystem für die akutstationäre Behandlung von Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Die britische Kommission zur Qualitätssicherung im Gesundheitssektor hat kürzlich das Behandlungsangebot der übernommenen Klinik als „hervorragend“ eingestuft. Diese Auszeichnung wird von der unabhängigen Kommission nur sehr selten vergeben. „Nicht nur wegen dieses Prädikats fügt sich das Newbridge House sehr gut in die bestehenden Standorte und die Qualitätsphilosophie der Schön Klinik ein. Die Einrichtung ist eine ideale Ergänzung, da die Behandlung von Essstörungen eine unserer besonderen Kompetenzen in der Psychosomatik darstellt,“ sagt Christopher Schön, COO der Schön Klinik. Mit ihrem gruppen- und verhaltenstherapeutischen Ansatz ist die Klinik in Birmingham ähnlich ausgerichtet wie die Psychosomatik der Schön Klinik und hebt sich damit auch von anderen Angeboten in Großbritannien ab.

 

Mit der Übernahme des „Newbridge House for Eating Disorders“  knüpft die Schön Klinik, die mit ihren 17 Standorten in Deutschland zu den größten privaten Klinikbetreibern zählt, an ihren Ursprung an. Das Stammhaus der von der Familie Schön gegründeten Klinikgruppe war 1985 Deutschlands erste psychosomatische Klinik, die sich auf Essstörungen spezialisierte. Heute gilt die Schön Klinik Roseneck am Chiemsee als eine der national und international anerkanntesten und größten Kliniken für die Behandlung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. So pflegt der ärztliche Direktor von Newbridge, Prof. Hubert Lacey, mit dem ersten und langjährigen Chefarzt der Schön Klinik Roseneck, Prof. Manfred Fichter, seit vielen Jahren in der Wissenschaft und Forschung einen engen Austausch.

 
Kontakt:

Sascha Röber                                                           sroeber@schoen-kliniken.de

Bereichsleiter Finanzmanagement                           +49 (8051) 695-475

 

Über die Schön Klinik

Die Schön Klinik ist eine Klinikgruppe in privater Trägerschaft (Familie Schön) mit den Schwerpunkten Orthopädie, Neurologie, Psychosomatik, Chirurgie und Innere Medizin. An 17 Standorten in Bayern, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein behandeln fast 10.000 Mitarbeiter jährlich über 100.000 Patienten. 2016 erreichte die Gruppe einen Konzernumsatz in Höhe von € 796,8 Mio.


VG Koblenz: Beamter hat keinen Anspruch auf Kostenerstattung für Chefarztbehandlung bei einer Anschlussheilbehandlung

Pressemitteilung Nr. 18/2017

Der Kläger, ein pensionierter Polizeibeamter, ließ sich im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt mit Operation stationär in einer Klinik behandeln. Zuvor erhielt er von der zuständigen Stelle den Hinweis, dass ärztliche Wahlleistungen, also auch Chefarztbehandlungen, nicht beihilfefähig seien. Nach Beendigung des Klinikaufenthaltes bat er auch um Erstattung der Kosten von 871,48 € für die Chefarztbehandlung, die er während der Reha-Maßnahme im Rahmen einer Wahlleistungsvereinbarung in Anspruch genommen hatte. Dies lehnte das Landesamt für Finanzen ab. Nach erfolglosem Widerspruchsverfahren suchte der Pensionär um Rechtsschutz beim Verwaltungsgericht nach.

Die Klage blieb ohne Erfolg. Die einschlägigen Beihilfevorschriften, so die Koblenzer Richter, sähen unterschiedliche Regelungen für die Behandlung in einem Krankenhaus sowie die im Anschluss hieran folgende weitere Heilbehandlung vor. Der Klinikaufenthalt habe der Wiederherstellung und Verbesserung der Beweglichkeit des Klägers nach einer Operation im Krankenhaus gedient. Dies sei eine Anschlussheilbehandlung, für die die Erstattung von Wahlleistungen gerade nicht vorgesehen sei. Diese Bewertung verletze auch nicht den beamtenrechtlichen Fürsorgegrundsatz. In den pauschalierten Tagespflegesätzen der Klinik, die die Beihilfestelle übernommen habe, seien die ärztlichen Leistungen mit Diagnostik sowie therapeutischer Behandlung enthalten. Mangels rechtlicher Grundlage seien die Mehrkosten für eine Chefarztbehandlung allerdings nicht erstattungsfähig.

(Verwaltungsgericht Koblenz, Urteil vom 12. Mai 2017, 5 K 226/17.KO)

 

Kontakt:

Verwaltungsgericht Koblenz
Deinhardpassage 1
56068 Koblenz

Telefon: 0261 1307 – 0
Telefax: 0261 1307 – 18510

postfach(at)vgko.jm.rlp.de

Verantwortlich:
Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Christoph Gietzen
Medienreferent

Telefon: 0261 1307 – 10612
medienstelle(at)vgko.jm.rlp.de

 


vdek-Pflegelotse gehört zu „Deutschlands besten Online-Portalen 2017“

Pressemitteilung – Verband der Ersatzkassen e.V.

Website nach Überarbeitung mit Infos zur Pflegereform, optimierter Suche und im „Responsive Design“

Berlin – Der vdek-Pflegelotse ist in Berlin mit dem Preis „Deutschlands beste Online-Portale 2017“ ausgezeichnet worden. Das Webangebot des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) erhielt die Auszeichnung als Preisträger in der Kategorie „Vergleichsportale Pflegedienste & Pflegeheime“. Der Fernsehsender n-tv und das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hatten den Internet-Award 2017 erstmalig verliehen. Grundlage für die Preisvergabe war eine repräsentative Online-Befragung zwischen Februar und März 2017 zu rund 300 Webangeboten unterschiedlicher Art. Mehr als 20.000 Kundenmeinungen holten die Marktforscher hierfür ein. Bewertet wurden die Webseiten in den Bereichen „Angebot und Leistung“, „Kundenservice“ sowie „Internetauftritt“. Darüber hinaus gaben die Befragten an, für wie empfehlenswert sie die Portale einstufen.

Der vdek-Pflegelotse ist auch in die Internetauftritte der BARMER, Techniker Krankenkasse (TK), DAK-Gesundheit, KKH Kaufmännischen Krankenkasse, hkk – Handelskrankenkasse und der HEK – Hanseatischen Krankenkasse integriert und kann dort von den Versicherten und Interessierten abgerufen werden.

Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, sagte bei der Preisverleihung: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Es ist schön, dass der Pflegelotse den Versicherten eine wertvolle Hilfe bei der Suche nach einer passenden Pflegeeinrichtung oder einem passenden Pflegedienst bietet. Für uns ist die Ehrung Ansporn, weiter an der Optimierung der Website für die Versicherten zu arbeiten.“

Die vdek-Website www.pflegelotse.de ist einer der Marktführer unter den Informationsportalen für Pflegeeinrichtungen und verzeichnet rund 1,2 Millionen Besuche pro Monat. Das Online-Portal des vdek gibt mit bundesweit rund 25.000 Einträgen eine umfassende Übersicht stationärer Pflegeeinrichtungen, ambulanter Pflegedienste und häuslicher Betreuungsdienste. Alle Daten werden regelmäßig aktualisiert. Mit einem klaren und aufgeräumten Erscheinungsbild bietet der vdek-Pflegelotse seit seiner Überarbeitung Ende 2016 zudem eine noch höhere Nutzerfreundlichkeit: Auf einen Blick informiert die Webseite u. a. über die Größe und Qualität der Einrichtungen (Pflegenoten) sowie ihre Preise. Bei einer Vielzahl von Häusern können sich Nutzer über Bilder einen ersten Eindruck verschaffen.

Darüber hinaus zeigt das Portal an, ob die stationäre Pflegeeinrichtung mit dem Gütesiegel „Grüner Haken“ für Verbraucherfreundlichkeit und Lebensqualität zertifiziert wurde. Der Pflegelotse ist werbefrei und wurde ganz aktuell für seine besonders hohe Barrierefreiheit von einer unabhängigen Prüfstelle mit 96,75 von 100 Punkten ausgezeichnet (Gesamtbewertung: „sehr gut zugänglich“, Infos unter www.bitvtest.de).

Eine zusätzliche Hilfe bei der Wahl der Pflegeeinrichtung oder des Pflegedienstes bieten spezielle Checklisten auf www.pflegelotse.de: Versicherte und ihre Angehörigen können sich anhand der Listen ein umfassendes Bild der verschiedenen Anbieter machen. Ein FAQ-Katalog beantwortet alle wichtigen Fragen zur sozialen Pflegeversicherung, insbesondere zu den Neuerungen durch die Pflegereform seit 1. Januar 2017.

Weitere Informationen:
Informationen zur Pflegereform und den neuen Leistungen für Pflegebedürftige gibt es auch auf der Website des vdek unter www.vdek.com/fokus/pflegereform.html.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen nahezu 28 Millionen Menschen in Deutschland versichern:
– BARMER
– Techniker Krankenkasse (TK)
– DAK-Gesundheit
– KKH Kaufmännische Krankenkasse
– hkk – Handelskrankenkasse
– HEK – Hanseatische Krankenkasse
* (sortiert nach Mitgliederstärke)

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Bis 2009 firmierte der Verband unter dem Namen „Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V.“ (VdAK).

In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 320 sowie weiteren 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Presse:

Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Pressesprecherin und Abteilungsleiterin Kommunikation
Askanischer Platz 1
10963 Berlin
Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00
Fax: 0 30 / 2 69 31 – 29 15
presse@vdek.com
www.vdek.com


Auszeichnung durch die DVfR: Dr. Harry Fuchs erhält Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2017

v.l.: Arnd Longrée, Edelinde Eusterholz, Prof. Dr. Felix Welti, Marion Rink, Verena Bentele, Dr. Harry Fuchs, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage, Markus Hofmann (DGB)

Für sein außerordentliches Engagement für die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen in Deutschland wurde Dr. Harry Fuchs am 18. Mai mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2017 geehrt. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) das Lebenswerk von Dr. Fuchs, der sich als unabhängiger Sozialrechtsexperte konsequent für Anwendung und Umsetzung des SGB IX im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention eingesetzt hat.

v.l.: Arnd Longrée, Edelinde Eusterholz, Prof. Dr. Felix Welti, Marion Rink, Verena Bentele, Dr. Harry Fuchs, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage, Markus Hofmann (DGB)

v.l.: Arnd Longrée, Edelinde Eusterholz, Prof. Dr. Felix Welti, Marion Rink, Verena Bentele, Dr. Harry Fuchs, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage, Markus Hofmann (DGB)

„Sein Lebenslauf ist ein beeindruckendes Zeugnis von Arbeit für die Rehabilitation behinderter Menschen im Hauptamt und im Ehrenamt, gestaltend, beratend und wissenschaftlich, mit Blick auf Gesetzgebung, Verwaltung und Selbstverwaltung, Leistungserbringung und Interessenvertretung, Forschung und Lehre“, führte Prof. Dr. Felix Welti von der Universität Kassel in seiner Laudatio während der Hauptvorstandssitzung in Berlin aus.

Seit den 60er Jahren ist Dr. Harry Fuchs in vielen Gremien für Institutionen und Personen tätig und vertritt als kritischer Geist die Interessen von Rehabilitanden. Als unabhängiger Sachverständiger wirkt Dr. Fuchs seit 1996 u.a. beratend in den Bereichen Gesundheitswesen, Rehabilitation, Pflegeversicherung, aber auch Alterssicherung und Finanzierung von Sozialleistungssystemen an der Vorbereitung von Gesetzesvorhaben mit. Maßgeblich hat er an der Entwicklung und Weiterentwicklung des Neunten Sozialgesetzbuches sowie der Pflegeversicherung mitgewirkt. In den letzten Jahren hat sich Dr. Fuchs aktiv und kritisch an der Diskussion um das Bundesteilhabegesetz beteiligt und engagiert sich nun, wo das Bundesteilhabegesetz beschlossen ist, für dessen Umsetzung. Derzeit begleitet Dr. Fuchs in Nordrhein-Westfalen ein Anwenderforschungsprogramm zur Teilhabeförderung in der Altenpflege. Ziel ist es, zusammen mit der Caritas in Köln Ende 2019 ein Handbuch zur Organisation von Teilhabe in Altenheimen vorzulegen.

Dr. Fuchs ist Mitglied der DVfR und gehört dem Hauptvorstand seit 2004 an.  In den Gremien und bei vielen Tagungen der Vereinigung hat er sich mit Analysen und Vorschlägen für ein modernes System der Rehabilitation und Teilhabe eingebracht, stets mit Blick auf die Menschen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Auch im Beirat des Diskussionsforums Rehabilitations- und Teilhaberecht www.reha-recht.de der DVfR arbeitet er aktiv mit.

Seinen umfassenden Sachverstand über das komplexe Sozialrecht, die Praxis des Sozialleistungssystems und die sozialpolitischen Entwicklungsbedarfe in Deutschland stellt Dr. Fuchs konsequent im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeit zur Verfügung. Er gestaltet nicht nur den Austausch in fachlichen Gremien engagiert mit, sondern berät ehrenamtlich auch Selbsthilfeverbände und ratsuchende Betroffene, die sich bei Problemen des Zugangs zu Rehabilitationsleistungen an ihn wenden.

„Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation ehrt mit Harry Fuchs einen Menschen, der für den notwendigen Anteil von Verwaltung, Recht und Politik am Fortschritt der Rehabilitation steht. Sie ehrt ihn stellvertretend für viele, die sich in Verwaltung, Selbstverwaltung und Verbänden dafür einsetzen, die Rehabilitation zu verbessern. Und sie ehrt einen einzigartigen Menschen, der sich um die Rehabilitation besonders verdient gemacht hat“, schließt Prof. Dr. Welti seine Laudatio.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille.


Ausschreibung des Reha-Zukunftspreises 2017

Das Institut für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (IQMG) und der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e. V. (BDPK) setzen sich für die Weiterentwicklung der Rehabilitation in Deutschland ein und fördern mit dem „Reha-Zukunftspreis“ 2017 erneut Best-Practice-Beispiele, die mit ihren Innovationen die rehabilitative Versorgung inspirieren und verbessern. Vergeben werden drei unterschiedlich dotierte Auszeichnungen:

1. Preis: 3.000 Euro
2. Preis: 1.500 Euro
3. Preis: 500 Euro.

Bewerben können sich Einzelpersonen sowie Rehabilitationseinrichtungen jeder Größe und Trägerform. Eingereicht werden können abgeschlossene Arbeiten, zum Beispiel Studienarbeiten, veröffentlichte Projektberichte sowie Projektvorhaben, die Potenzial zur erfolgreichen praktischen Umsetzung haben. Die eingereichten Arbeiten dürfen nicht an anderer Stelle zur Preisbewerbung eingereicht sein oder bereits einen Preis erlangt haben. Bewerbungen können bis zum 29. September 2017 beim IQMG eingereicht werden (info@iqmgberlin.de).

Die Auswahlkommission besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Rehabilitationsträger, der Rehabilitationsforschung und des IQMG/BDPK. Alle eingereichten Arbeiten und Projekte werden von den Jurymitgliedern nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Originalität/Innovation
  • verbesserte Versorgung/Umsetzbarkeit
  • effizienter Einsatz von Ressourcen.

Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der IQMG-Jahrestagung am 29. November 2017. Weitere Informationen finden Sie auf der  IQMG-Homepage. Die Reha-Zukunftspreise 2016 erhielten eine Studienarbeit zu den Effekten eines Wii Fit Plus-Trainingsprogramm für Patienten mit Multiple Sklerose, webbasierte Reha-Nachsorgeprogramme für onkologische und adipöse Patienten sowie das Konzept eines interdisziplinären Aufnahmeteams in der neurologischen Reha. Weitere Informationen zu den Preisträgern 2016 finden Sie ebenfalls auf der IQMG-Homepage.


Kurz vor dem Start: Der RehaKongress 2017

Der RehaKongress 2017 steht in den Startlöchern: Auf Einladung der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH treffen sich am 29. und 30. Mai Ärzte der verschiedensten Fachrichtungen, Physiotherapeuten und Kostenträger zum intensiven Erfahrungsaustausch im Freiburger Konzerthaus. Der diesjährige Kongress widmet sich unter dem Motto „Psychosomatik und Neurologie. Am Puls von Wissenschaft und Praxis“ gleich zwei zentralen Disziplinen der Rehabilitationsmedizin. Gemeinsam mit den renommierten Referentinnen und Referenten dürfen sich die Teilnehmer auf zwei spannende Tage mit hochkarätigen Vorträgen und Workshops freuen. Gleichzeitig feiern die RehaZentren unter dem Motto „10 starke Jahre im Verbund der RehaZentren“ ihr erstes rundes Jubiläum. Entsprechend steht am ersten Kongresstag mit einem Festvortrag ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm: Prof. Isabell M. Welpe spricht über „Das demokratische Unternehmen und die Humanisierung der Arbeitswelt“. Ausführliche Informationen zu Programm und Anmeldung unter: www.rehakongress.de.

„Für unseren inzwischen 9. RehaKongress haben wir uns thematisch für gleich zwei zentrale Disziplinen der Rehamedizin entschieden, die beide – insbesondere vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft – zunehmend in den Fokus rücken: Psychosomatik und Neurologie. Und: Wie in den vergangenen Jahren steht bei unserem Kongress eines ganz besonders im Vordergrund: Die aktive Förderung und Unterstützung des rehabilitationswissenschaftlichen Wissenstransfers sowie Erfahrungsaustausches zwischen den verschiedenen Disziplinen der Rehabilitationsmedizin aber auch sektorenübergreifend“. So Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbh und Dr. med. Robert Nechwatal, Wissenschaftlicher Leiter des RehaKongress zur zentralen Thematik.

Gerade in den letzten zehn Jahren machen psychische und psychosomatische Erkrankungen einen immer größeren Anteil im Diagnose- und Behandlungsspektrum aus. Eine Zunahme, die in der entsprechenden Zahl an Arbeitsunfähigkeitstagen und Frühberentungen deutlich wird. Wie kaum eine andere medizinische Disziplin müssen Psychiatrie und Psychologie laufend auf gesellschaftliche und soziale Entwicklungen reagieren. Die sich verändernden Lebensumstände schaffen neue Risikofaktoren und wirken sich auf die Verlaufsformen der Erkrankungen aus. Dementsprechend widmet sich der erste Kongresstag dem Schwerpunkt „Psychische Gesundheit im gesellschaftlichen Kontext“.

Gleichzeitig eröffnet der Fortschritt in Forschung und Wissenschaft neue präventive, diagnostische und therapeutische Ansätze in der Behandlung neurologischer Krankheitsbilder, gerade auch an der Schnittstelle zur Psychosomatik. Diesen trägt der zweite Kongresstag mit dem Schwerpunkt „Neurorehabilitation zwischen Motorik, Kognition und Psyche“ Rechnung.

Wie in den vergangenen Jahren konnten die RehaZentren Baden-Württemberg wieder zahlreiche renommierte Expertinnen und Experten aus den Bereichen Akut- und Rehamedizin, Physiotherapie aber auch Psychotherapie als Referenten für das umfangreiche Fortbildungsprogramm mit Vorträgen und Workshops gewinnen.

10 starke Jahre im Verbund der RehaZentren Baden-Württemberg
Neben dem medizinischen und wissenschaftlichen Austausch bietet der RehaKongress 2017 auch den Rahmen für eine ganz besondere Feier: Das 10-jährige Jubiläum der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH.

2007 fiel der Starschuss:
Die Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg wurden in die RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH ausgegliedert. Damit wurden die öffentlich-rechtlichen Eigenbetriebe als Verbund zu einer gemeinnützigen GmbH-Tochter der DRV Baden-Württemberg.

„In den vergangenen 10 Jahren haben wir uns als Verbund mit Leistungsstärke und Innovationskraft zu einem der zentralen Anbieter von Präventions-, Reha- und Nachsorgeleistungen- in Baden-Württemberg und darüber hinaus entwickelt. Das Jubiläum ist uns Anlass, sowohl auf eine 10-jährige erfolgreiche Zeit zurückzublicken als auch uns mit Kraft, Energie und Zuversicht den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Entsprechend begleitet uns das Motto „10 starke Jahre im Verbund der RehaZentren Baden-Württemberg“ nicht nur durch unseren RehaKongress sondern durch das ganze Jahr“, so Geschäftsführerin Dr. Constanze Schaal.

Aus Anlass des Jubiläums dürfen sich die Kongress-Teilnehmer und Gäste auf ein Highlight besonders freuen: In ihrem Festvortrag „Das demokratische Unternehmen und die Humanisierung der Arbeitswelt“ wirft Prof. Isabell Welpe, Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre – Strategie und Organisation an der Technischen Universität München einen Blick auf die Herausforderungen und Chancen der sich verändernden Arbeitswelt. Beginn ist am ersten Kongresstag um 16.45 Uhr im Vortragssaal.

Weitere Informationen und ausführliches Vortragsprogramm
Weitere Informationen zum RehaKongress 2017 sowie das ausführliche Vortragsprogramm finden Sie auf der eigens eingerichteten Internetseite:
www.rehakongress.de

Anmeldung für Pressevertreter
Pressevertreter sind herzlich eingeladen, den RehaKongress 2017 zu besuchen, gerne auch an einzelnen Tagen oder für bestimmte Vorträge. Sollten Sie weitergehende Informationen wünschen, vermitteln wir Ihnen gerne einen kompetenten Interviewpartner. Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie um eine kurze Anmeldung über das Formular, das auf der Internetseite www.rehakongress.de zum Download für Sie bereit steht.

RehaKongress der RehaZentren Baden-Württemberg
Der seit 2009 jährlich stattfindende RehaKongress der RehaZentren Baden-Württemberg hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Termin für Mediziner, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Pflegemitarbeiter und weitere Experten aus den Bereichen Rehabilitation und Prävention entwickelt. Ziel der Kongressreihe ist es, den rehabilitationsmedizinischen Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Disziplinen der Rehabilitationsmedizin, aber auch sektorenübergreifend zu fördern und zu unterstützen.

RehaZentren Baden-Württemberg
Unter dem Dach der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH sind neun Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation mit individuellen Profilen zusammengeführt. Acht Standorte liegen in Baden-Württemberg, ein weiterer in Bayern. Die Geschäftsleitung hat ihren Sitz in Stuttgart.
Die Kliniken erbringen ein breites Spektrum an rehabilitativen und präventiven Dienstleistungen. Sie ergänzen sich gegenseitig, sodass wertvolle Synergieeffekte entstehen. Vernetzte Strukturen und die fachliche Zusammenarbeit sichern eine optimale Betreuung der Patientinnen und Patienten.

Kontakt:
Jörg Skupin, Referent Public Relations
RehaZentren der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg gGmbH
Wilhelmsplatz 11, 70182 Stuttgart
E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de
Tel.: 0711 6994 639 20
Fax: 0711. 6994 639 11


Studie: maßgeschneidertes Training erfolgreich gegen Fatigue bei Brustkrebs

Pressemitteilung                                                                                                  22.05.2017

 

Nicht jedes Sportprogramm hilft Brustkrebs-Patientinnen gleichermaßen gut, um nach der schweren Erkrankung langfristig wieder auf die Beine zu kommen. Gegen die Spätfolge „Fatigue-Syndrom“ wirkt am besten ein maßgeschneidertes,  individuell angepasstes Trainingsprogramm. Wer auf diese Weise zu mehr Bewegung motiviert wird, bleibt zudem länger aktiv als bei einer Standard-Reha und verbessert generell seine Lebensqualität. Das konnte jetzt eine klinische Studie unter der Leitung der Onkologin Prof. Dr. Monika Reuss-Borst nachweisen. Nur personalisiertes Training motiviert Brustkrebs-Patientinnen wirklich langfristig zu einem aktiveren und gesünderen Lebensstil.

 

„Viele Brustkrebs-Patientinnen rutschen nach ihrer Genesung in einen chronischen Erschöpfungszustand, der sie oft noch nach Jahren massiv belastet. Wir wollten mithilfe einer Untersuchung herausfinden, ob sich das durch regelmäßige körperliche Aktivität verhindern oder mildern lässt“, erklärt Prof. Dr. Monika Reuss-Borst, Fachärztin für Innere Medizin und Onkologie am Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet.

Die Studie wurde an zwei Reha-Kliniken in Bayern und Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Sportwissenschaftler Priv.-Doz. Dr. Freerk Baumann von der Sporthochschule Köln durchgeführt. An der Untersuchung, die von der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg gefördert wurde, nahmen 194 Frauen mit Brustkrebs teil.

Training nach Maß versus Training „von der Stange“

Die Teilnehmerinnen, die alle zuvor ihre Krebsbehandlung abgeschlossen hatten, wurden in zwei Gruppen analysiert: Eine Gruppe von 111 Frauen erhielt ein individuelles dreiwöchiges Sport- und Bewegungsprogramm in einer Rehabilitationsklinik plus zwei einwöchige Auffrischungsaufenthalte vier bzw. acht Monate nach dem ersten stationären Aufenthalt. Zudem bekamen die Patientinnen ein Übungsprogramm für zuhause, das ganz auf ihre Fähigkeiten und Vorlieben zugeschnitten war und das an ihren Trainingszustand angepasst wurde.

Physiotherapeuten erfragten für jede dieser Patientinnen in persönlichen Gesprächen die individuellen Bewegungs- und Sportgewohnheiten, ebenso die Lebensumstände und die Möglichkeiten am Wohnort, körperlich aktiv zu werden. Zudem wurde die kardiovaskuläre Leistungsfähigkeit gemessen. Darauf aufbauend entwickelten Sportmediziner jeweils ein individuelles Übungsprogramm, angepasst an die bevorzugte Sportart der Frau. Die Empfehlungen für zuhause enthielten unter anderem Kontaktmöglichkeiten zu lokalen Krebssportgruppen.

Eine zweite Untersuchungsgruppe (Kontrollgruppe) von 83 Frauen absolvierte ebenfalls in einer Reha-Klinik ein dreiwöchiges Sportprogramm, das der gängigen Praxis in Rehabilitationseinrichtungen entsprach. Eine weitere Anleitung oder Betreuung wie bei der ersten Gruppe erhielten diese Patientinnen nicht.

Brustkrebs-Patientinnen profitieren sehr von individuellen Trainingsplänen

Zwei Jahre nach dem Start der Reha zeigte sich, dass die in der Reha-Klinik individuell trainierten Frauen um rund 50 Prozent körperlich aktiver waren und deutlich seltener am Fatigue-Syndrom litten. Ohne individualisiertes Sportprogramm lag der durchschnittliche Aktivitätslevel der untersuchten Frauen nach zwei Jahren ungefähr im gleichen Bereich wie vor dem Start der Reha. Diese hatte also keinerlei Einfluss darauf, ob die Frauen langfristig ein sportlich aktiveres Leben führten. In punkto Lebensqualität waren die individuell Trainierenden jenen Frauen, die kein „maßgeschneidertes“ Sportprogramm erhielten, ebenfalls klar überlegen.

„Ein personalisiertes Sportprogramm ist eindeutig der Schlüssel zum Erfolg, wenn es um die Lebensqualität von Brustkrebs-Patientinnen geht“, erklärt Dr. Reuss-Borst. „Vor allem lässt sich dadurch viel besser verhindern, dass die positiven Effekte einer Reha auf das Bewegungsverhalten nach dem Ende der Behandlung sozusagen wieder verpuffen. Nur wer ein Sportprogramm vermittelt bekommt, das wirklich zu ihm und seinen Bedürfnissen passt, bewegt sich im Schnitt auch langfristig mehr.“ Das deutsche Rehabilitationssystem solle daher unbedingt entsprechend angepasst werden, fasst Prof. Reuss-Borst zusammen.

 

Kliniken Bad Bocklet AG

Frau Prof. Reuss-Borst

Ärztliche Gesamtkoordinatorin

Frankenstr. 36

97708 Bad Bocklet

Tel.: 09708/ 79-3430

Fax: 09708/ 79-3435

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