Donnerstag, April 27th, 2017

 

Rehaklinik Ob der Tauber soll Vorzeigeklinik der Region werden – DRV Baden-Württemberg investiert 10,6 Millionen

Rund 10,6 Millionen Euro investiert die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg in die Sanierung der Rehaklinik „Ob der Tauber“ in Bad Mergentheim. Damit stärkt die DRV in Kooperation mit den RehaZentren Baden-Württemberg und der Stadt Bad Mergentheim das „Gesundheitsland“ Baden-Württemberg. Der gesetzlichen Rentenversicherung im Land geht es mit ihren Partnern, der Klinikbetreiberin und der Stadt, auch darum, in der Kurstadt und der Tauber-Region ein hochwertiges Rehabilitationsangebot und sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Im Rahmen eines Pressegesprächs am heutigen Donnerstag präsentierten der Erste Direktor der DRV Baden-Württemberg Andreas Schwarz, die Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg Dr. Constanze Schaal gemeinsam mit Manuela Zahn, Erste Stellvertreterin des Oberbürgermeisters und Juan Victor Coseriu Pisani, Abteilungsleiter Sozialmedizinischer Dienst / Rehamanagement der DRV sowie der Dualen Klinikleitung das Sanierungsprojekt und den Baufortschritt.

Die Klinik „Ob der Tauber“ ist eine der neun Kliniken aus dem Verbund der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH. Die Reha-Fachklinik für Stoffwechselerkrankungen, Diabetes sowie Krebsnachsorge verfügt über 175 Betten. Mit der Sanierung soll die aus den 1960er Jahren stammende Gebäudesubstanz den aktuellen Erfordernissen angepasst werden. Die Klinik will ihren sehr guten Ruf bei der Rehabilitation von Patienten mit Diabetes mellitus weiter steigern und ihren onkologischen Schwerpunkt in Bezug auf gastroenterologische und uro-onkologische Krebserkrankungen ausbauen. Begonnen wurde die Sanierung im vergangenen Jahr. Im ersten Schritt wurden in einem Bauteil Erd- und Untergeschoss saniert, in denen zukünftig alle Funktionsbereiche der Klinik konzentriert werden. Dieser erste Bauabschnitt wurde im März 2017 erfolgreich abgeschlossen.

Bad Mergentheims Oberbürgermeister Udo Glatthaar unterstützt die Investition der Rentenversicherung in der Gesundheitsstadt: „Die DRV Baden-Württemberg setzt damit ein Zeichen und verdeutlich, dass sie im zukunftsträchtigen medizinischen Segment Reha in Bad Mergentheim langfristig vertreten sein will und die gute Infrastruktur unserer Stadt für Rehapatienten zu würdigen weiß. Dieses klare Bekenntnis für den Standort Bad Mergentheim, dessen Gesundheitskompetenz weit über die Landesgrenzen bekannt ist, bestätigt unser Engagement und erfreut mich sehr. Es stellt einen weiteren wichtigen Baustein für das nachhaltigen Wachstum des attraktiven Mittelzentrums Bad Mergentheim mit oberzentraler Funktion im Bereich Gesundheit und Bildung dar.“

Die DRV und die RehaZentren wissen die umfassende Unterstützung von Seiten des Oberbürgermeisters im Vorfeld der Sanierung zu schätzen, bekräftigen Andreas Schwarz, der Vorsitzende der Geschäftsführung der DRV Baden-Württemberg, und Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg.

Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts im März 2017 konnten die neu geschaffenen Räume in Betrieb genommen werden. Im sanierten Gebäude konzentrieren sich alle Untersuchungs- und Behandlungsräume, Ärztezimmer sowie die Funktionsdiagnose, die Labordiagnose, die Therapieeinrichtungen sowie die Aufenthalts- und Umkleideräume des Personals. Für diesen Bauabschnitt wurden insgesamt rund 1,8 Millionen Euro investiert.

Nach der Sanierung des Patientenbereiches im zweiten Bauabschnitt werden insgesamt 175 Einzelzimmer zur Verfügung stehen. Davon sind 22 Zimmer behindertengerecht eingerichtet und für die Erfordernisse schwer adipöser Patienten ausgerichtet, 13 Zimmer werden so ausgestattet sein, dass Begleitpersonen dort Platz finden. Die anstehende Sanierung dieses Teils der Klinik schlägt mit rund 6,55 Millionen Euro zu Buche. Weitere 2,26 Millionen Euro investiert die DRV für den Brandschutz inklusive neuer Sicherheitstechnik.

Für die Zukunft gerüstet
Die neuen Patientenzimmer werden zeitgemäß, modern, hell und komfortabel sein. In Kombination mit einer bedarfsgerechten Ausstattung, entsteht ein patienten- und mitarbeiterfreundliches Ambiente, das die Attraktivität der Klinik nachhaltig steigert. Weiteres Ziel ist, die Klinikabläufe zu optimieren, insbesondere durch Zentralisierung der ärztlichen, therapeutischen und diagnostischen Räume. Dafür wurde die Neugestaltung der Räumlichkeiten im Vorfeld intensiv mit Ärzten und Pflegepersonal abgestimmt. Die aktuelle Zimmerverteilung stammt noch aus der Zeit, als die Klinik als Akutkrankenhaus fungierte und sich neben den Krankenzimmern auch in jedem Stockwerk Funktionszimmer befanden.

Mehr und mehr nutzen auch Reha-Patientinnen und -Patienten ihr Wunsch- und Wahlrecht und suchen sich ihre Rehaklinik selbst aus. Eine Klinik müsse daher, sind sich Andreas Schwarz und Dr. Constanze Schaal einig, „nicht nur rehamedizinisch, sondern auch bei der Unterbringung der Patienten auf der Höhe der Zeit sein. Die umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen ermöglichen es uns, die Versorgung unserer Rehabilitandinnen und Rehabilitanden auf dem neuesten medizinischen, technischen und energetischen Standard für die Zukunft zu sichern.“ Für die Gesamtkonzeption hat sich auch die Selbstverwaltung der DRV Baden-Württemberg stark gemacht: Im Vorstand haben die alternierenden Vorsitzenden Nikolaus Landgraf von der Versichertengruppe und Joachim Kienzle als Vertreter der Arbeitgeber die Rahmenbedingungen so vorgegeben, dass in Bad Mergentheim auch künftig qualitativ hochwertige Reha gewährleistet ist: Die Rehaklinik „Ob der Tauber“ soll eine „Vorzeigeklinik in der Region“ werden.

Kompetenzen ausbauen
Schwerpunkte bei der Belegung der Klinik bilden die Bereiche Diabetes/Adipositas und Onkologie. Dr. Sylvia Zipse, Chefärztin der Rehaklinik, sieht in der Behandlung dieser Patienten ein großes Potenzial: „Mit der Etablierung eines Adipositas-Schwerpunkts und dem Ausbau des uro-onkologischen Schwerpunkts werden wir unsere Attraktivität auch für neue Zielgruppen steigern. So ist in den letzten Jahren der Anteil der adipösen Patienten im erwerbsfähigen Alter stetig angestiegen. Zum Erhalt der Erwerbsfähigkeit ist bei den Betroffenen die Gewichtsreduktion zur Risikoprävention von Folgeerkrankungen unabdingbar.“ Speziell für diese Zielgruppe bietet die Klinik nach der Sanierung dem Gewicht angepasste Zimmer nebst Technik an, beispielsweise auch spezielle Sportgeräte wie Liegefahrräder oder Laufbänder.

„Auch die steigende Zahl an Patienten mit uro-onkologischen Erkrankungen und Krebserkrankungen des Magen-Darm-Traktes, die nach ihrem Aufenthalt in der Akutklinik ihre Anschluss-Reha bei uns verbringen, profitieren nachhaltig von der Sanierung“, erläutert der kaufmännische Leiter Traugott Weber. Mit den größeren Patientenzimmern sei zukünftig die Aufnahme von Begleitpersonen möglich. Dies lasse einen positiven Effekt auf den Reha-Erfolg erwarten.

Bis 2018, so sehen die Planungen vor, sollen sämtliche Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. Die Sanierung werde, sind sich Andreas Schwarz und Dr. Constanze Schaal einig, auch dafür sorgen, dass die Klinik bei Klinikvergleichen – wie dem Fokus-Ranking der Rehaklinken im November 2016 – weiterhin auf den vorderen Plätzen rangiert.

Rehaklinik Ob der Tauber
Die 1962 gegründete Rehaklinik Ob der Tauber ist eine Fachklinik für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen sowie Onkologie. Sie gehört zur Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg, die 2007 aus dem Zusammenschluss der der Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg entstanden ist. Heute gehören dazu acht Kliniken in Baden-Württemberg und eine in Bayern an den Standorten Baden-Baden, Bad Mergentheim, Bad Kissingen, Donaueschingen, Freiburg, Glottertal, Heidelberg, Isny und Nordrach.

RehaZentren Baden-Württemberg
Unter dem Dach der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH sind neun Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation mit individuellen Profilen zusammengeführt. Acht Standorte liegen in Baden-Württemberg, ein weiterer in Bayern. Die Geschäftsleitung hat ihren Sitz in Stuttgart.
Die Kliniken erbringen ein breites Spektrum an rehabilitativen und präventiven Dienstleistungen. Sie ergänzen sich gegenseitig, sodass wertvolle Synergieeffekte entstehen. Vernetzte Strukturen und die fachliche Zusammenarbeit sichern eine optimale Betreuung der Patientinnen und Patienten.

Kontakt:
RehaZentren Baden-Württemberg
Jörg Skupin, PR-Referent
Tel.: 0711 6994 639–62, E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de


14. Ronsdorfer Gesundheitsgespräch in der HELIOS Klinik Bergisch-Land: Wege zur Kontinenz

Harninkontinenz trifft Männer häufig nach Operationen an der Prostata. Frauen leiden nach verschiedenen Erkrankungen an Belastungsinkontinenz oder nach Chemotherapien an Dranginkontinenz. Im Rahmen des Ronsdorfer Gesundheitsgespräches in der HELIOS Klinik Bergisch-Land informieren Experten am Mittwoch, dem 3. Mai, in der Zeit von 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr, zum Thema „Wege zur Kontinenz“. Die Veranstaltung findet im großen Vortragsraum der Klinik, Im Saalscheid 5, statt. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung nicht erforderlich.

Adam Mol, leitender Oberarzt der Urologie in der Fachklinik für stationäre und ambulante Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung, stellt konservative Behandlungsmethoden der Harninkontinenz vor. Seit 2004 ist Ute Hausmann als Physiotherapeutin mit der Zusatzausbildung für den männlichen Beckenboden in der HELIOS Klinik Bergisch-Land in Wuppertal-Ronsdorf tätig und für das Kontinenztraining der Patienten zuständig.

„Kontinenz beginnt im Kopf, nicht im Körper“, sagt Ute Hausmann. Patienten, denen nach bösartigen Tumoren die Prostata oder die Blase entfernt wurde, leiden oft an Inkontinenz. Grund ist die durch die Operation veränderte Anatomie und Funktion des uro-genitalen Systems.  Der äußere, willkürliche Schließmuskel muss Aufgaben übernehmen, die ihm bis dahin unbekannt waren und das gilt es während des Reha-Aufenthaltes in Wuppertal-Ronsdorf zu  üben. „Meine Männer müssen erst einmal den Leistungsgedanken ablegen und sich an die neuen anatomischen Veränderungen gewöhnen“,  sagt Ute Hausmann. Das gehe nicht von jetzt auf gleich.

Viele möchten so schnell wie möglich in ihr altes Leben. „Sich in die Hose zu machen“ sei dabei tabu. „Dabei sind sie gerade einer lebensbedrohlichen Erkrankung entkommen“, sagt Ute Hausmann. „Ich sage ihnen immer, ihr lebt und euch wurde wertvolle Zeit geschenkt“. Mit einem gezielten Kontinenztraining in der Rehaklinik haben Betroffene gute Chancen, wieder  kontinent zu werden. „Das ist häufig eine Frage der Zeit und man muss lernen, sich diese Zeit zu lassen und auf die Rückmeldungen des Körpers zu hören“, sagt Ute Hausmann, die ihren Patienten das Beckenbodentraining in kleinen Gruppen, aber auch in Einzeltherapien vermittelt.

Auch Beckenbodentraining für Frauen wird in Wuppertal-Ronsdorf angeboten, denn je nach Krankheitsgeschichte leiden viele Frauen an einer Belastungsinkontinenz oder plagen sich nach Chemotherapien mit Dranginkontinenz, der sogenannten Reiz- oder Drangblase herum.

Während des stationären oder ambulanten Reha-Aufenthaltes in der HELIOS Klinik Bergisch-Land werden alle Patienten ganzheitlich versorgt. „Dazu gehört auch eine psychologische Betreuung, die bei der Krankheitsverarbeitung unterstützt“, sagt Ute Hausmann. Auch nach dem Reha-Aufenthalt werden die Patienten mit ihren Problemen nicht alleine gelassen. „Sie erhalten von uns Tipps für das weitere Training zu Hause“, sagt die Therapeutin und immer donnerstags, um 17:15 Uhr,  können sie zu weiteren Therapien in die Klinik kommen.

Alle Männer, denen eine Operation an der Prostata bevorsteht, können zu einem prä-operativen „Beckenboden-Kennenlernen-Treffen“, donnerstags, um 16:30 Uhr, in die HELIOS Klinik Bergisch-Land kommen. Ihnen wird vermittelt, ihren Beckenboden  vor einer anstehenden OP kennenzulernen. Nach der OP können sie in der Reha auf diese Erfahrung sofort zurückgreifen.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.helios-kliniken.de/bergisch-land

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HELIOS ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr  als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.

In Deutschland hat HELIOS 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. HELIOS versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. HELIOS ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

Quirónsalud betreibt 43 Kliniken, 39 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

HELIOS gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der HELIOS Unternehmenszentrale ist Berlin.

Pressekontakt:
Volker Martin
HELIOS Rehakliniken GmbH
c/o HELIOS Klinik Hattingen
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Sparte Reha – Region West
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