Mittwoch, April 26th, 2017

 

Wolfram-Keup-Förderpreis 2018 – Beginn der Ausschreibung

Der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) vergibt zum fünften Mal den ‚Wolfram-Keup-Förderpreis’ für die beste wissenschaftliche oder praxisorientierte Arbeit auf dem Gebiet der Entstehung und Behandlung von Substanzmissbrauch, Substanzabhängigkeit oder Verhaltenssucht.

Aus dem Nachlass des Projektes ‚Frühwarnsystem zur Erfassung von Veränderungen der Missbrauchsmuster chemischer Substanzen in der Bundesrepublik Deutschland’, das Professor Wolfram Keup initiiert und bis zu seinem Tod am 4. Januar 2007 geleitet hat, wird zur Erinnerung an den Stifter alle zwei Jahre der ‚Wolfram-Keup-Förderpreis’ öffentlich ausgeschrieben und vergeben.

Alle Personen und Institutionen, die sich in der wissenschaftlichen Forschung oder der therapeutischen Behandlungspraxis mit dem Thema Sucht beschäftigen, sind aufgefordert, sich mit eigenen Untersuchungen oder Projekten um den Wolfram-Keup-Förderpreis 2018 zu bewerben. Die vorgelegten Arbeiten müssen sich mit der Entstehung oder der Behandlung von Substanzmissbrauch, Substanzabhängigkeit oder Verhaltenssucht beschäftigen. Dabei kann es sich um wissenschaftliche Studien handeln, aber auch um die Realisierung von Präventionsmaßnahmen oder die Erprobung von Behandlungskonzepten. Der Förderpreis ist mit einem Preisgeld von 2.000 € ausgestattet.

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2017. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Wissenschaftlichen Jahrestagung des buss am 21. März 2018 in Berlin. Weitere Details finden Sie in den Ausschreibungsunterlagen unter www.suchthilfe.de.

Kontakt:
Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V.
Prof. Dr. Andreas Koch
Wilhelmshöher Allee 273
34131 Kassel
Tel. 0561/77 93 51
Fax 0561/10 28 83
buss@suchthilfe.de
www.suchthilfe.de


Qualitätskliniken.de erweitert Portfolio für Reha-Kliniken in Deutschland

Neu: Ab sofort Basis-Mitgliedschaft im Bereich Rehabilitation

Den rund 1.300 Reha-Kliniken in Deutschland ermöglicht die neue Basis-Mitgliedschaft eine informative Darstellung ihres umfänglichen Leistungsspektrums. Mit der Bereitstellung von Informationen zu Struktur- und Leistungsdaten im Suchportal Qualitätskliniken.de können Reha-Kliniken für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Einweisende nun leichter gefunden und passgenau ausgewählt werden.

Rehabilitationsklinken mit einer Basis-Mitgliedschaft stellen solche Informationen bereit, wie man sie klassisch aus den Qualitätsberichten von Krankenhäusern kennt. Da diese für die Rehabilitation aber nicht standardisiert und öffentlich verfügbar sind, werden die notwendigen Daten über eine von Qualitätskliniken.de entwickelte Software erhoben und ans Portal übermittelt. Dazu gehören: Adresse, Fachabteilungen, medizinisches und therapeutisches Leistungsspektrum, Diagnosen, Behandlungsschwerpunkte und Ausstattungsmerkmale. Ein Wechsel von der Basis-Mitgliedschaft in den Premiumbereich ist jederzeit möglich. Zusätzlich müssen dafür die Ergebnisse der Qualitätsdimensionen Behandlungsqualität, Patientensicherheit, Patientenzufriedenheit und Organisationsqualität übermittelt werden.

Die Kommunikation und damit die Transparenz von Qualitätsdimensionen erfordert von den Reha-Kliniken im ersten Schritt Mehrarbeit und auch Mut. „Die Mitgliedschaft bei Qualitätskliniken.de hat uns sehr geholfen, interne Prozesse anzustoßen und das Qualitätsmanagement nachhaltig zu verbessern. Wir sind stolz, diese Ergebnisse nun auch öffentlich zu zeigen“, so Dr. Stefan Triebel, Chefarzt der Orthopädie, Passauer Wolf Bad Gögging. „Die anfänglichen Kraftanstrengungen und der Aufwand haben sich gelohnt. Sowohl unsere Patientinnen und Patienten als auch die Mitarbeiter unserer Reha-Einrichtung profitieren letztlich davon.“

Das Reha-Portal Qualitätskliniken.de bietet den Nutzern eine Qualitätsbewertung auf der Basis von vier Qualitätsdimensionen. Neben der Behandlungsqualität gibt es die Dimensionen Rehabilitandenzufriedenheit, Rehabilitandensicherheit und Organisationsqualität. Expertinnen und Experten definieren Qualität gut nachvollziehbar und laienverständlich. Patienten, Angehörige und Einweiser können somit leichter eine Klinik finden, die ihren Anforderungen möglichst genau entspricht. Das Wunsch- und Wahlrecht des Patienten wird dadurch unterstützt. Durch die strukturierten Basisdaten über Kliniken, die öffentlich dargestellt werden, wird erstmals Qualität in der Rehabilitation vergleichbar und transparent dargestellt. Knapp 80 Rehabilitationskliniken veröffentlichen ihre Ergebnisse derzeit im Internetportal von Qualitätskliniken.de.

Über Qualitätskliniken.de
Die 4QD-Qualitätskliniken.de GmbH mit Sitz in Berlin wurde 2010 von führenden Krankenhausträgern gegründet. Sie ist Betreiberin des Klinikportals www.qualitätskliniken.de, in dem mehr als 250 Mitgliedskliniken aus der Akut- und Reha-Versorgung ihre Qualitätsergebnisse veröffentlichen. Die Ergebnisse werden in bis zu fünf Dimensionen in einer Klinikvergleichsliste transparent gemacht. Neben medizinischer Qualität werden Kriterien zur Patientensicherheit und die Befragungsergebnisse der Patienten- und Einweiserzufriedenheit in die Bewertung der Kliniken einbezogen. Mit Kriterien zu „Ethik & Werten“ hat Qualitätskliniken.de erst kürzlich eine weitere Dimension eingeführt, die Patienten, ihre Angehörigen, einweisende Ärzten und Krankenkassen bei der Suche nach einer für sie passenden Klinik unterstützt. Qualitätskliniken.de hat sich zum Ziel gemacht, flächendeckende, patientenverständliche und belastbare Informationen zur Qualität in Krankenhäusern transparent darzustellen. Gleichzeitig steht mit Qualitätskliniken.de ein Instrument zur Verfügung, das Krankenhäuser in ihrer Qualitätsarbeit unterstützt und damit hilft, die Patientenversorgung nachhaltig zu sichern.

Das Suchportal von Qualitätskliniken.de:
http://www.qualitaetskliniken.de

Weitere Informationen zu Qualitätskliniken.de:
http://b2b.qualitaetskliniken.de/unternehmen/

Kontakt:
4QD – Qualitätskliniken.de GmbH
Annabelle Neudam
Geschäftsbereichsleitung Reha
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 – 32 50 36 – 50
Fax: +49 (0)30 – 2 40 08 99 – 30
E-Mail: a.neudam@qualitaetskliniken.de


Bewährte Therapien und neueste Erkenntnisse bei MS

Erfolgreiche Rehaprogramme mit Schmerztherapie, Hippotherapie und therapeutischem Klettern

 

Im Fokus des diesjährigen MS-Forums im Medical Park Loipl standen die vielfältigen Therapieverfahren der autoimmun bedingten Erkrankung
Multiple Sklerose. Vertreter aus Fachkreisen, darunter Dr. Jochen Quintern, leitender Oberarzt der Klinik, informierten Betroffene, Angehörige und Experten über Einflussfaktoren, alternative Therapiemöglichkeiten und erzielte Erfolge im Bereich Multiple Sklerose.

 

Multiple Sklerose ist die häufigste autoimmun bedingte Erkrankung des Nervensystems. Mehr als 120.000 überwiegend jüngere Menschen zählen allein in Deutschland zu den Betroffenen. Obgleich immer wirksamere Therapien zur Verfügung stehen, ist Multiple Sklerose noch nicht heilbar. Viele der Erkrankten leiden unter Beeinträchtigungen und Behinderungen. „Für diese Menschen haben wir ein spezialisiertes neuro-rehabilitatives Behandlungsangebot entwickelt, individuell abgestimmt auf die Bedürfnisse dieser Patientengruppe“, berichtet Annelore Barth, Geschäftsführerin des Medical Park Loipl.

 

Ein reger Austausch von Betroffenen und Experten

Das jährliche MS-Forum für Betroffene, Angehörige und Experten am 21.04.2017 wurde diesmal dem Thema „medikamentöse und nicht medikamentöse Schmerztherapie“ gewidmet. Im Rahmen verschiedener Vorträge wurden nicht nur die Möglichkeiten der medikamentösen Schmerzbehandlung bei Multipler Sklerose aufgezeigt, Dr. Jochen Quintern, leitender Oberarzt im Medical Park Loipl, präsentierte darüber hinaus aktuelle Erkenntnisse zum Thema „Lebensstil und die Einflussfaktoren auf den Verlauf der Erkrankung“. So konnte eine kürzlich erhobene Studie das Rauchen als stärksten Einflussfaktor auf den Verlauf in beide Richtungen bestimmen. Darüber hinaus informierte das Therapeutinnen-Team der Klinik über wirkungsvolle, alternativ-therapeutische Möglichkeiten, wie die Feldenkreismethode. Im Besonderen berichtete die Hippo- und Physiotherapeutin Andrea Bethke über die positiven Auswirkungen einer Hippotherapie sowie über Erfahrungsberichte von Erkrankten. Großes Interesse weckte die Vorstellung einer erstmalig erschienenen, medizinischen Studie über die Wirksamkeit der Therapieform mit Pferden bei den Betroffenen. Im Anschluss bot das MS-Forum allen Besuchern Gelegenheit, eigene Erfahrungen in den neuesten therapeutischen Angeboten, wie der Klettertherapie, dem Zeptoring oder dem Motorik- und Sensoriktraining mittels Fingerrobotik – hierbei handelt es sich um ein computergesteuertes Mobilitäts- und Sensibilitätstraining – zu sammeln.

 

 

Experten auf ihrem Gebiet

In einem hochprofessionellen Setting bietet die Medical Park Klinik in Loipl bereits seit mehr als 20 Jahren Rehabilitationsprogramme für Patienten mit chronischen Erkrankungen des Nervensystems. „Unser Angebot für MS-Patienten stützt sich daher auf langjährig erprobte und evidenzbasierte Therapieverfahren, welche sich als hilfreich und wirksam erweisen konnten. Wir wissen um die besonderen Erwartungen unserer Patienten, gehen individuell auf ihre Wünsche ein und integrieren sie bewusst und zu jedem Zeitpunkt in die Planung der Therapie“, so Barth.