Dienstag, April 11th, 2017

 

120. Deutscher Ärztetag in Freiburg (23. bis 26. Mai 2017)

Berlin (ots) – Einladung zum 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg (23. bis 26. Mai 2017)

Wenn der 120. Deutsche Ärztetag vom 23. bis 26. Mai 2017 in Freiburg zusammenkommt, steht die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs unmittelbar bevor. Die Ärzteschaft wird die Gelegenheit nutzen, nach fast vier Jahren schwarz-roter Gesundheitspolitik Bilanz zu ziehen und den weiteren Reformbedarf zu benennen. Die Stärkung der ärztlichen Freiberuflichkeit, tragfähige und nachhaltig finanzierte Maßnahmen zur ärztlichen Nachwuchsförderung, praxistaugliche Konzepte für Kooperationen im Gesundheitswesen sowie ein deutliches Bekenntnis für den Erhalt und die Fortentwicklung des dualen Krankenversicherungssystems sind nur einige Themen, die nach Überzeugung der Ärzteschaft auf die gesundheitspolitische Agenda der neuen Bundesregierung gehören.

Top-Thema des diesjährigen Deutschen Ärztetages wird die „Digitalisierung des Gesundheitswesens“ sein. Gemeinsam mit Experten wie dem Buchautor und Journalisten Sascha Lobo und der Medizinethikerin Prof. Dr. Christiane Woopen werden die Delegierten über die vielfältigen Chancen, aber auch über potentielle Risiken der Digitalisierung beraten – verbunden mit Forderungen und Vorschlägen für eine patientengerechte und praxistaugliche Ausrichtung der neuen technischen Möglichkeiten. In den Blick genommen werden dabei die Möglichkeiten der Telemedizin sowie der prosperierende Bereich der Gesundheits-Apps und die sich unter dem Begriff „Big Data“ ergebenden Möglichkeiten, riesige Datenmengen zu Forschungszwecken und Versorgungssteuerung auszuwerten.

Über Ihre Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung, an den Pressekonferenzen und an den Arbeitssitzungen des 120. Deutschen Ärztetages in Freiburg würden wir uns sehr freuen.

Weitere Informationen sowie die Tagesordnung des 120. Deutschen Ärztetages finden Sie auch auf der Homepage der Bundesärztekammer unter www.bundesaerztekammer.de (Rubrik Ärztetag).

Sie würden unsere Arbeit sehr erleichtern, wenn Sie den Rückantwortbogen vor allem mit Ihrer vollständigen Adresse versehen.
Pressekontakt:

Bundesärztekammer
Stabsbereich Politik und Kommunikation 
Herbert-Lewin-Platz 1
10623 Berlin 

Tel. 030-400456700
Fax. 030-400456707
presse@baek.de
www.baek.de

DHS Jahrbuch Sucht 2017: Daten und Fakten

PRESSEMITTEILUNLUNG

 

 

Berlin / Hamm, 11. April 2017

 

 

Alkohol

Im Jahr 2015 wurde in Deutschland mit 9,6 Liter reinem Alkohol ebenso viel getrunken wie im Jahr zuvor (9,6 Liter). Berücksichtigt man, dass der meiste Alkohol in Deutschland von 15-bis 65-Jährigen getrunken wird, erreicht der Durchschnittskonsum der Bevölkerungsmehrheit 14,6 Liter Reinalkohol. Damit bleibt der Pro-Kopf-Konsum in Deutschland unverändert auf sehr hohem Niveau. Der Gesamtverbrauch an alkoholischen Getränken sank im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,02 % auf 135,5 Liter pro Kopf der Bevölkerung. Auf den gesamten Alkoholkonsum, gemessen in Reinalkohol pro Kopf, entfallen 5,1 Liter auf Bier, 2,3 Liter auf Wein, 1,8 Liter auf Spirituosen und 0,4 Liter auf Schaumwein.

Trotz eines geringen Konsumrückgangs kann keine Entwarnung gegeben werden. Wie die Ergebnisse repräsentativer Umfragen und Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, sind insgesamt 3,38 Mio. Erwachsene in Deutschland von einer alkoholbezogenen Störung in den letzten zwölf Monaten betroffen (Missbrauch: 1,61 Mio.; Abhängigkeit: 1,77 Mio.) 74.000 Todesfälle werden jährlich durch Alkoholkonsum oder den kombinierten Konsum von Tabak und Alkohol verursacht.

Die Diagnose „Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (F 10)“ wurde im Jahr 2015 mit 326.971 Behandlungsfällen als zweithäufigste Einzeldiagnose in Krankenhäusern gestellt. Bei Männern war dies die häufigste Hauptdiagnose in Krankenhäusern (238.747 Behandlungsfälle). Auch die Zahlen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in 2015 aufgrund eines akuten Alkoholmissbrauchs in Krankenhäusern stationär behandelt wurden, ist weiterhin hoch:

Mit 21.907 Patienten zwischen zehn und 19 Jahren lag die Zahl nur 2,2 % unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich zur Behandlungszahl des Jahres 2000 (ca.9.500 Behandlungsfälle) entspricht das immer noch einer Steigerung von 130,3 % Eine aktuelle Untersuchung beziffert die direkten und indirekten Kosten des Alkoholkonsums in Deutschland auf rund 40 Mrd. Euro. Dem stehen Einnahmen des Staates aus alkoholbezogenen Steuern von nur 3,191 Mrd. Euro (2015) gegenüber.

Die Ausgaben für Alkoholwerbung in TV, Rundfunk, auf Plakaten und in der Presse belaufen sich 2015 auf 544 Mio. Euro, ungeachtet der Ausgaben für Sponsoring und Werbung im Internet.

Tabak und E-Zigaretten

Der Verbrauch von Zigaretten und von Feinschnitt hat in 2016 abgenommen: Es wurden in Deutschland 75.016 Millionen Zigaretten konsumiert. Im Vergleich zu

81.267 Millionen Stück im Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 7,7 %. Der Feinschnittverbrauch sank um 1,1 %, von 25.470 Tonnen auf 24.188 Tonnen. Angestiegen ist dagegen der Konsum von Zigarren und Zigarillos auf 3.049 Millionen Stück (im Vorjahr 2.956 Millionen Stück; Anstieg um 3,2 %). Außerordentlich stark zugenommen hat der Konsum von Pfeifentabak. Der Anstieg von 1.732 Tonnen im Jahr 2015 auf 2.521 Tonnen in 2016 entspricht 45,6 %. Jede/r achte Deutsche ab 14 Jahren (11,8 %) hat schon einmal E-Zigaretten probiert. Bei Männern lag der entsprechende Anteil mit rund 15 % gegenüber 9 % deutlich höher als bei Frauen. Bei einem Großteil blieb es jedoch bei einmaligem Konsum: lediglich 1,4 % aller Personen verwendeten E-Zigaretten aktuell zum Zeitpunkt der Befragung, 2,2 % haben in der Vergangenheit regelmäßig E-Zigaretten genutzt.

Im Jahr 2013 starben rund 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das waren 13,5 % aller Todesfälle. Hinzu kommen schätzungsweise 3.300 Todesfälle durch Passivrauchen. Die durch das Rauchen entstandenen Kosten belaufen sich in Deutschland jährlich auf 79,09 Mrd. Euro, davon sind 25,41 Mrd. Euro direkte Kosten zum Beispiel für die Behandlungen tabakbedingter Krankheiten, Arzneimittel etc.), und 53,7 Mrd. Euro indirekte Kosten zum Beispiel durch Produktivitätsausfälle.

Psychotrope Medikamente

Im Jahre 2015 wurden in der Bundesrepublik Deutschland rund 1,47 Milliarden Arzneimittelpackungen verkauft. Das entspricht einem Anstieg um 3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Hälfte der Arzneimittel, die in den Apotheken abgegeben werden, nämlich 735 Mio. Packungen, ist nicht-rezeptpflichtig. Die übrigen 50 % oder 734 Mio. Arzneimittelpackungen sind nur gegen Vorlage eines Rezeptes erhältlich. Hier entspricht der Anstieg gegenüber dem Vorjahr 1 %.

Der Gesamtumsatz der pharmazeutischen Hersteller betrug etwa 30,4 Mrd. €(+4,2 % gegenüber dem Vorjahr), der Umsatz in Apotheken 50,2 Mrd. Euro (inkl. MwSt.). Größter Einzelmarkt ist der Markt der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Im Jahr 2015 wurden hier 35,5 Mrd. € (+ 4,3 % gegenüber dem Vorjahr) für rund 657 Mio. verordnete (Fertig-)Arzneimittel (+1 % gegenüber dem Vorjahr) ausgegeben.

4 % -5 % aller verordneten Arzneimittel besitzen ein eigenes Missbrauchs-und Abhängigkeitspotenzial, darunter vor allem die Schlaf-und Beruhigungsmittel mit Wirkstoffen aus der Familie der Benzodiazepine und der Benzodiazepinrezeptoragonisten. In den letzten Jahren sind die Verordnungen dieser Mittel im Rahmen der GKV zwar zurückgegangen, der Anteil der privat verordneten Mittel hat allerdings zugenommen.

Die verkauften Benzodiazepine reichen immer noch aus, um etwa 1,2 -1,5 Millionen Abhängige von diesen Arzneimitteln zu versorgen. Die Gesamtzahl der Arzneimittelabhängigen wird auf bis zu 1,9 Millionen geschätzt. Von dieser unerwünschten Arzneimittelwirkung sind insbesondere Frauen im höheren Lebensalter betroffen. Die Häufigkeit der Verordnung von stark wirkenden Schmerzmitteln hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

Illegale Drogen

Untersuchungen aus dem Jahr 2015 zeigen, dass mehr als jeder vierte Erwachsene (28,2 %) wenigstens einmal im Leben eine illegale Droge konsumiert hat, bei den Jugendlichen ist es jeder Zehnte (10,2 %). Nach wie vor ist Cannabis in allen Altersgruppen die am weitesten verbreitete illegale Droge und wurde von 7,3 % der Jugendlichen und 6,1 % der Erwachsenen im Zeitraum der letzten 12 Monate konsumiert. In den Jahren seit 2011 ist die Prävalenz des Cannabiskonsums sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen angestiegen, ohne jedoch das Niveau der Jahre 2004 bzw. 2003 zu erreichen.

Die Fall-und Sicherstellungszahlen der Polizeibehörden beschreiben zusammen mit den Konsumzahlen die Rauschgiftlage in Deutschland. Diese Lagebilderstellung durch die Landesämter und das Bundeskriminalamt basiert auf Auswertungen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), der Falldatei Rauschgift (FDR), des Informationssystems der Polizei (INPOL-Personendatei) und des polizeilichen Informationsaustauschs. Da es sich bei der Rauschgiftkriminalität um ein klassisches Kontrolldelikt handelt, bei dem ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Kontrollintensität der Strafverfolgungsbehörden und den polizeilich registrierten Straftaten besteht, spiegelt sich in nachfolgender Darstellung die Schwerpunktsetzung der Polizeibehörden des Bundes und der Länder wider. Rückschlüsse auf Veränderungen des Konsums können nicht gezogen werden.

Deutlich angestiegen sind in 2015 demnach die Fall-und Sicherstellungszahlen für Ecstasytabletten. Die Sicherstellungsfälle und -mengen für kristallines Methamphetamin (sog. „Crystal“) waren dagegen im zweiten Jahr in Folge rückläufig. Psychoaktive Stoffe (NPS), die vorrangig über das Internet vertrieben werden, nehmen auch 2015 weiter zu. Gegenteilig verhält es sich mit dem sicher gestellten Heroin, das seit Jahren zurückgeht: 2015 wurde mit 210 Kg ein Tiefstwert registriert. Allerdings verteilt sich diese Menge auf eine gegenüber dem Vorjahr gestiegene Fallzahl (3.061 Sicherstellungsfälle entspricht einem Anstieg von 7 % im Vergleich zum Vorjahr). Die Sicherstellungsmenge von Kokain erreichte in 2015 ein Rekordniveau, was durch Großsicherstellungen in Überseecontainern bedingt ist. Marihuana erreicht weiterhin mit Abstand die höchsten Fallzahlen. Erstmals seit mehreren Jahren stieg auch die Fallzahl der Haschischsicherstellungen wieder an.

Der Handel mit Rauschgift im Internet hat sich als ergänzender Vertriebsweg für Drogen in Deutschland etabliert. Er unterliegt einer sehr hohen Dynamik, was eine verlässliche Aussage bezüglich Qualität und Quantität der gehandelten Ware und der Anzahl der in diesem Bereich agierenden Marktplätze und Foren erschwert. Im Bereich von Cannabis hat auch in Deutschland der Anbau große Bedeutung. Die sichergestellte Pflanzenzahl in Indoorplantagen stieg 2015 deutlich.

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 1.226 drogenbedingte Todesfälle polizeilich registriert. Dies entspricht einem deutlichen Anstieg von 19 % gegenüber dem Vorjahr. Damit ist die Zahl der drogenbedingten Todesfälle erneut gestiegen. Diese Entwicklung steht einem zuvor mehrere Jahre zu beobachtenden rückläufigen Trend drogenbedingter Todesfälle gegenüber.

Pathologisches Glücksspiel

Die Lebenszeit-und 12-Monats-Prävalenz der Teilnahme an Glücksspielen ist in der Bevölkerung seit 2009 von 87,1 % bzw. 53,8 % auf 77,6 % bzw. 37,3 % im Jahr 2015 zurückgegangen. Nach aktueller Studienlage ist in 2015 bei 0,42 % der bundesdeutschen Bevölkerung (241.000 Personen) ein problematisches Spielverhalten und bei 0,37 % (215.000 Personen) ein pathologisches Spielverhalten erkennbar.

Die ambulante Beratungsnachfrage von süchtigen Spieler/-innen hat sich wenig geändert. Ihr Anteil in den Suchtberatungsstellen lag, bezogen auf Einzeldiagnosen, bei 7,8 % (2014: 7,7 %), der Anteil der Hauptdiagnosen betrug unverändert 6,8 %. Eine Hochrechnung auf die Gesamtzahl der betreuten Spieler/-innen in ambulanten Suchtberatungsstellen verweist auf rund 23.600 Fälle mit der Einzeldiagnose „Pathologisches Spielen“ (Hauptdiagnose: 20.800), nach 24.000 im Jahr 2014. Spieler/-innen an Geldspielautomaten bilden mit 72,2 % nach wie vor mit Abstand die größte Gruppe. In stationären Einrichtungen ist nach den Einzel- und Hauptdiagnosen der Anteil pathologischer Spieler/-innen an der Gesamtzahl der Patienten im Vergleich zum Vorjahr von 4,8 % auf 5,3 % bzw. von 2,0 % auf 2,6 % gestiegen.

Die Umsätze auf dem legalen deutschen Glücksspiel-Markt sind 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % auf 40,3 Mrd. Euro gestiegen. Einen erneuten Anstieg des Umsatzes und Bruttospielertrags um 2,7 % auf 25,3 Mrd. Euro bzw. 5,8 Mrd. Euro verzeichneten die 267.000 aufgestellten gewerblichen Geldspielautomaten in Spielhallen und gastronomischen Betrieben. Seit der Novellierung der Spielverordnung im Jahr 2006, der Erhöhung der Spielanreize durch die Umgehung gesetzlicher Vorgaben und der Expansion des Angebots hat sich der Ertrag um 147 % erhöht.

Versorgung Suchtkranker in Deutschland

Suchthilfe ist heute nicht mehr ausschließlich die Beratung und Behandlung abhängigkeitskranker Menschen. Die Versorgung Suchtkranker in Deutschland wird heute durch ein umfassendes und differenziertes System geleistet. Seit nun mehr fast 50 Jahren – 1968 wurde Alkoholabhängigkeit vom Bundesozialgericht als Krankheit anerkannt – entwickelt sich das Suchthilfesystem in Deutschland. Das Präventions-und Hilfesystem verfügt über professionelle und differenzierte Leistungsangebote, die sich ergänzen oder alternativ wahrgenommen werden können. Sie stellen eine weitreichende Versorgung sicher. Die Angebote und Leistungen umfassen die Prävention, Akutbehandlung, Beratung im Verbundsystem der Suchthilfe, Beratung in der gesundheitlichen Versorgung, Beratung in der sozialen Sicherung, Förderung der Teilhabe, Rehabilitation und Nachsorge. Neben der professionellen Beratung und Behandlung unterstützen Angebote der Sucht-Selbsthilfe Betroffene und Angehörige. Mit vielen tausend ehrenamtlich Tätigen ist die Selbsthilfe ein wichtiger Bestandteil der Versorgung Suchtkrankerin Deutschland. Kernstücke des professionellen Hilfesystems stellen Suchtberatung und Suchtbehandlung dar. Zu  den übergeordneten Zielen zählt die Sicherstellung der sozialen und beruflichen Teilhabe der Betroffenen.

In Deutschland basieren Leistungen der die Suchthilfe auf verschiedenen Sozialgesetzbüchern. Es gibt nicht ein umfassendes Gesetz, das alle Bereiche der Suchthilfe regelt. Dies führt dazu, dass zwar für die verschiedenen Segmente der Suchthilfe detaillierte Regelungen vorhanden sind, aber bei den Übergängen von einem Leistungsbereich zum anderen bürokratische Barrieren dem bestmöglichen Hilfeprozess im Weg stehen können. Fallmanagement und Kooperation sollen dieses Problem lösen. Doch Kooperationsleistungen sind in Gesetzen meist nicht vorgesehen. Zwar steht in der gesetzlichen Krankenversicherung, der gesetzlichen Rentenversicherung und der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung eine Vielzahl an Leistungen für die Überwindung einer Abhängigkeit zur Verfügung, aber eine Vernetzung der Hilfesysteme gibt es im Sozialrecht nicht. So entstehen an den Übergängen zwischen den Leistungsbereichen Brüche, die für abhängigkeitskranke Menschen oft unüberbrückbar sind und die Rückfallwahrscheinlichkeit erhöhen.

Dazu kommt das Problem der finanziellen und personellen Ausstattung. In den vergangenen Jahren haben sich die Finanzierungsgrundlagen für die verschiedenen Bausteine des Suchthilfesystems verschlechtert: Rehabilitationseinrichtungen und Nachsorge fällt es zunehmend schwer, mit den bewilligten Vergütungssätzen bei gleichbleibender Qualität kostendeckend zu arbeiten. Auch die Grundfinanzierung von Beratungsstellen hat sich im Verhältnis zu den Anforderungen verschlechtert. Die Arbeit der Suchtberatungs-und Behandlungsstellen findet nicht immer und überall die ihr gebührende Anerkennung und damit die erforderliche finanzielle Unterstützung. Häufig ist politischen Entscheidungsträgern nicht klar, was Suchtberatungs-und Behandlungsstellen alles leisten und vor allem welche Kosten durch ihre vielfältige und kompetente Arbeit an anderer Stelle, zum Beispiel Ausgaben für Justiz, Jobcenter, Wohnungslosenhilfe sowie Gesundheit und Pflege, gespart werden. Suchtberatungs-und Behandlungsstellen übernehmen im Suchthilfesystem die wichtige Funktion einer Schaltstelle: Neben Präventionsarbeit, Risikominimierung und aufsuchenden Hilfen koordiniert die ambulante Suchthilfe Beratung, Begleitung und Betreuung, Behandlung und Rehabilitation. Darüber hinaus kommt ihr eine große Bedeutung bei der Unterstützung sozialer und beruflicher Teilhabe zu.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) fordert:

Die Versorgung suchtkranker Menschen in Deutschland ist nach Ansicht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) nur dann gewährleistet, wenn die dafür notwendigen Leistungen finanziell abgesichert sind und bleiben. Dazu gehört zunächst die angemessene Finanzierung von ambulanten und stationären Behandlungsangeboten. Darüber hinaus brauchen insbesondere die ambulanten Hilfen genügend Personal und genügend Mittel. Dann können sie mehr Menschen mit riskantem und/oder pathologischem Suchtmittelgebrauch frühzeitig erreichen (Früherkennung und Frühintervention), ihre Vermittlung in weiterführende Behandlungsangebote sicherstellen sowie bedarfsorientierte und passgenaue Hilfen für spezifische Klientengruppen anbieten. Auf diese Weise gestalten sich die Hilfen effektiver und effizienter und machen darüber hinaus gehende Beratungsangebote für Eltern und Angehörige von Suchtkranken erst möglich.

 

 

 Kontakt:

Peter Raiser

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.

Westenwall 4

59065 Hamm

Tel. +49 2381 9015-21

Fax +49 2381 9015-30

raiser@dhs.de www.dhs.de


Bayerischer Heilbäder-Verband fordert Neuausrichtung der Gesundheitspolitik

Bei der Diskussion – von links: Der 2. Stv. Landesvorsitzende des Bayer. Hausärzteverbandes Dr. Jakob Berger, die Geschäftsführerin der Landesgeschäftsstelle der BARMER in Bayern Dr. Claudia Wöhler, die Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Ingrid Fischbach, Moderator Martin Breitkopf vom BR, der BHV-Vorsitzende Klaus Holetschek.

 

PRESSEMITTEILUNG des Bayerischen Heilbäder-Verbandes

Zehn-Punkte-Katalog zur Bundestagswahl 2017 verabschiedet

Bei der Diskussion – von links: Der 2. Stv. Landesvorsitzende des Bayer. Hausärzteverbandes Dr. Jakob Berger, die Geschäftsführerin der Landesgeschäftsstelle der BARMER in Bayern Dr. Claudia Wöhler, die Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Ingrid Fischbach, Moderator Martin Breitkopf vom BR, der BHV-Vorsitzende Klaus Holetschek.

Bei der Diskussion – von links: Der 2. Stv. Landesvorsitzende des Bayer. Hausärzteverbandes Dr. Jakob Berger, die Geschäftsführerin der Landesgeschäftsstelle der BARMER in Bayern Dr. Claudia Wöhler, die Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Ingrid Fischbach, Moderator Martin Breitkopf vom BR, der BHV-Vorsitzende Klaus Holetschek.

Bad Endorf, Lkrs. Rosenheim, 11. April 2017 – Der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) hat eine Neuausrichtung der Gesundheitspolitik in Deutschland gefordert. Auf der Frühjahrstagung des Verbandes in Bad Endorf verabschiedeten die Teilnehmer aus 46 Heilbädern und Kurorten dazu einen 10-Punkte-Forderungskatalog zur Bundestagswahl 2017. „Wir brauchen eine Gesundheitspolitik, die den Menschen in den Mittelpunkt des Gesundheitssystems stellt und dementsprechend auch eine Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes von 2015“, sagte der BHV-Vorsitzende Klaus Holetschek. „Eine moderne Gesundheitspolitik berücksichtigt die demografische Entwicklung, die Zunahme chronischer Erkrankungen wie Diabetes oder Demenz sowie die längere Lebensarbeitszeit der Menschen, und sie fördert verstärkt ein betriebliches Gesundheitsmanagement.“  Die bayerischen Heilbäder und Kurorte seien mit ihrer medizinischen Kompetenz ein wichtiger Baustein im Gesundheitssystem und müssten deshalb weiter unterstützt werden.

Die 70 Teilnehmer der Tagung diskutierten ihre Forderungen mit der Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Ingrid Fischbach, dem Zweiten Stellvertretenden Landesvorsitzenden des Bayerischen Hausärzteverbandes Dr. Jakob Berger und Dr. Claudia Wöhler, Geschäftsführerin der Landesgeschäftsstelle der BARMER in Bayern. Staatssekretärin Ingrid Fischbach würdigte die Rolle der bayerischen Heilbäder und Kurorte im Gesundheitssystem. „Wir haben in dieser Legislaturperiode die richtigen Weichen gestellt, um gesundheitsförderndes Verhalten zu stärken und vom Lebensstil abhängige Krankheiten zu verhindern oder ihren Verlauf günstig zu beeinflussen. Mit dem Präventionsgesetz ermöglichen wir gute und qualitativ hochwertige Angebote in allen Lebensbereichen. Und wir alle wollen auch im Alter noch gute Jahre verbringen. Deswegen haben wir dem Ziel, Pflegebedürftigkeit durch Reha-Maßnahmen zu vermeiden oder zu verzögern, in der Pflegereform mehr Gewicht gegeben.“

In seinem 10-Punkte-Papier verlangt der BHV unter anderem, dass der ganzheitliche Ansatz der Medizin stärker im Präventionsgesetz  berücksichtigt werden muss.  Ortsgebundene Heilmittel in den Kurorten und Heilbädern wie Moor, Sole oder Thermalwasser müssten in den Heilmittelkatalog aufgenommen werden.  Präventionsmaßnahmen, deren Wirkung belegt und anerkannt ist, sollten stärker gefördert werden. Die veränderte Arbeitswelt, die Zunahme chronischer Erkrankungen und von Demenzerkrankungen sowie die längere Lebensarbeitszeit haben nach Ansicht des BHV weitreichende Folgen für die Gesellschaft und das gesamte Gesundheitssystem. „Hier gibt es in der Gesundheitspolitik noch viele Baustellen“, sagte Holetschek. So werde die Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements noch sträflich vernachlässigt. Der Verband fordert deshalb eine vereinfachte steuerliche Absetzbarkeit von Präventionsmaßnahmen insbesondere bei kleineren und mittleren Unternehmen. Berufe wie Pflegekräfte, Physio-  und Ergotherapeuten und andere Heilmittelerbringer müssten aufgewertet werden. Dazu gehöre auch eine Gebührenordnung mit einer leistungsgerechten Vergütung. „Wir brauchen eine bundesweite Kampagne für Pflegeberufe“, so Holetschek. „Pflegekräfte brauchen und verdienen eine höhere Wertschätzung für ihre Tätigkeit.“ 

Nach dem dramatischen Rückgang der ambulanten Vorsorgeleistungen nach §23 Abs. 2 SGB V fordert der Bayerische Heilbäder-Verband einen vereinfachten Zugang zu diesen Leistungen. Wichtig sei ein vereinfachtes Antragsverfahren bei den Kuren mit mehr Transparenz für Ärzte und Patienten. Diese Leistungen müssten auch  zur Pflichtleistung der Kassen werden. „Versicherte sollten selbst entscheiden können, ob sie die Leistungen an ihrem Wohnort oder in einem Heilbad oder Kurort in Anspruch nehmen“, betonte Holetschek. Da der Bedarf an Leistungen in der Rehabilitation weiter steigen wird, verlangt der Bayerische Heilbäder-Verband auch eine stärkere Vernetzung aller Akteure – vom Hausarzt über das Krankenhaus bis hin zur Sozialstation.

 

Rosi Raab

PR-Agentur

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Deutsche Tinnitus-Liga e. V. unterstützt Tag gegen Lärm mit bundesweiten Veranstaltungen

Lärm kann uns krank machen. Er beeinträchtigt nicht nur unser Wohlbefinden, sondern kann auf Dauer auch die Gesundheit schädigen. Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) unterstützt daher auch in diesem Jahr wieder mit bundesweiten Aktionen den Tag gegen Lärm, der am 26. April stattfindet. Der diesjährige Aktionstag gegen Lärmbelastung, hierzulande initiiert von der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA), steht unter dem Motto „Akustische Vielfalt in Deutschland“ und macht auf die verschiedenen Formen von Lärm, seine Ursachen und Folgen, aber auch Angebote der Ruhe aufmerksam.

So vielfältig wie die akustische Umgebung sind auch die Aktionen der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. und ihrer Selbsthilfegruppen. Bereits zum zweiten Mal wird eine gemeinsame Veranstaltung mit der Bundesinnung der Hörakustiker (biha) in Köln ausgerichtet – diesmal zum Thema „Kinder im Lärm – Wie wir die Kleinsten vor Lärm schützen“. Lärmprävention für Kinder steht auch im Mittelpunkt eines spannenden Projektes der DTL-Selbsthilfegruppe Reinbek in der Grundschule Buckhorn in Hamburg: Dort werden die Schüler anhand des Lärmkoffers der DEGA spielerisch für Lärm sensibilisiert. Außerdem machen Selbsthilfegruppen der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. mit Infoständen auf die Gefahren der Lärmbelastung aufmerksam. Folgendes wird an den einzelnen Stationen angeboten:

 

Hamburg
Lärmprävention an der Grundschule Buckhorn mit der Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“
Die DTL-Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ Reinbek richtet in der Grundschule Buckhorn in Hamburg-Volksdorf im April ein spannendes Projekt zur Lärmprävention aus. Gruppenmitglied Marianne Ebel ist Lehrerin an der Schule und führt das Projekt innerhalb des Sachkundeunterrichts durch. Hilfestellung beim Aufspüren von Geräuschen gibt der „Lärmkoffer“, der von der DEGA zur Verfügung gestellt wird. Der Koffer „Lärmdetektive – dem Schall auf der Spur“ wurde für den Unterricht an Schulen entwickelt, um Kinder und Jugendliche für die Fähigkeiten ihrer Ohren zu sensibilisieren, und enthält Messgeräte und Unterrichtseinheiten mit Experimentier- und Bastelanleitungen zur Beurteilung von Schall und seinen Wirkungen.

 

 


Köln
Veranstaltung von biha und DTL: „Kinder im Lärm – Wie wir die Kleinsten vor Lärm schützen“
Ort:
Handwerkskammer zu Köln, Heumarkt 12, 50667 Köln
Zeit:
Mittwoch, 26. April 2017, 10.00-13.20 Uhr

Auch in diesem Jahr richten die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) und die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) gemeinsam eine Veranstaltung am Tag gegen Lärm aus. Siegrid Meier, Dr. med. Ruth Lang-Roth, Prof. Dr. Martin Walger, Prof. Dr. Katrin Neumann, Hörakustiker-Meister Dirk Köttgen und DTL-Geschäftsführer Michael Bergmann sprechen über die Auswirkungen von Lärm auf das kindliche Gehör, über Lärmquellen und den richtigen Umgang mit Lärm. Spezielle Themen sind das Neugeborenenhörscreening sowie die Diagnostik und Prävention bei Kindern. Die abschließende Diskussionsrunde stellt daher die Frage, wie wir die Kleinsten vor Lärm schützen können.
Anmeldung erbeten bis zum 18.04.2017 per E-Mail unter luh@biha.de oder per Fax unter 06131/965 60-47

Kulmbach
Ort:
Einkaufszentrum fritz Kulmbach, Fritz-Hornschuch-Straße 9, 95326 Kulmbach
Zeit: Samstag, 22. April 2017, 10.00-14.00 Uhr
Die Selbsthilfegruppe Kulmbach stellt sich und die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. an ihrem Infostand vor. Außerdem wird ein Hörtest in Kooperation mit der Firma Fischer Akustik angeboten. Interessierten soll vermittelt werden, wie das Hören mit einem Hörgerät funktioniert. Die Veranstaltung soll die Öffentlichkeit über Lärm, seine Ursachen und gesundheitlichen Auswirkungen informieren.

Singen
Ort:
AWO (Arbeiterwohlfahrt), Heinrich-Weber-Platz 2, 78224 Singen
Zeit: Mittwoch, 26. April 2017, 13.00-15.00 Uhr
Die Selbsthilfegruppen Singen und Radolfzell stellen sich mit einem Infostand vor und klären über die Lärmproblematik sowie die gesundheitlichen Auswirkungen der Lärmbelastung auf.

Hof
Ort:
Hörgeräteladen Alexander Toth, Bismarckstraße 21, 95028 Hof
Zeit: Mittwoch, 26. April 2017, 9.00-18.00 Uhr
Die Selbsthilfegruppe Hof informiert im Hörgeräteladen Alexander Toth über das Thema Lärmbelastung sowie über Tinnitus, Hörsturz, Morbus Menière und Hyperakusis. Außerdem bietet der Hörakustikermeister Alexander Toth einen kostenlosen Hörtest an.

München
Ort:
Kultur-Etage im Haus der Riem-Arkaden, Erika-Cremer-Straße 8, 81829 München, Messestadt West
Zeit: Mittwoch, 26. April 2017, 12.00-20.00 Uhr
Die Tinnitus-Selbsthilfegruppe der DTL aus München informiert an ihrem Stand mit persönlichen Gesprächen und Broschüren über Lärm, Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière. In der Kultur-Etage im Haus der Riem-Arkaden werden außerdem noch andere Angebote zu den Themen Hören und Lärm vorgestellt, beispielsweise ein kostenloser Hörtest und ein Lärmaktionsplan für München.
Weitere Infos: www.gl-m.de

Bayern
Die „Woche der Kommunikation“ findet vom 26. April bis 5. Mai in ganz Bayern unter dem Motto „Neue Wege der Kommunikation für Hörgeschädigte“ statt, organisiert vom Netzwerk Hörbehinderung Bayern (NHB). Die Aktionswoche bindet sowohl den Tag gegen Lärm als auch den Europaweiten Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ein. Weitere Infos unter: www.nh-bayern.de

Augsburg
Auftaktveranstaltung der „Woche der Kommunikation“
Ort:
Hochschule Augsburg, Friedberger Straße 2a, 86161 Augsburg
Zeit: Mittwoch, 26. April 2017, ab 12.00 Uhr
Eröffnung der Woche der Kommunikation mit Grußworten, einem Vortrag zum Thema „Hearing4all – Die Zukunft des Hörens“ von Dr. Jörg-Hendrik Bach, Universität Oldenburg sowie einer Podiumsdiskussion mit dem Referenten, der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Irmgard Badura, mit DTL-Präsident und NHB-Sprecher Volker Albert, M.Sc. Dipl.-Ing. Martin Schneider von der Deutschen Gesellschaft für Akustik e. V. sowie Dr. Stefan Kiefer, 3. Bürgermeister der Stadt Augsburg und Sozialreferent.

München
Ort:
Stachus (Karlsplatz), München
Zeit: Freitag, 5. Mai 2017, 16.00‒19.00 Uhr
Bayerische Selbsthilfeverbände und Initiativen laden ein zum Europaweiten Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ unter dem Motto „Mit und ohne Behinderung: Zusammen geht mehr!“.

Bildunterschriften:
Das Plakat zum 20. Tag gegen Lärm.

Im Projekt der DTL-Selbsthilfegruppe Reinbek wird der Lärmkoffer der DEGA eingesetzt. Foto: Deutsche Gesellschaft für Akustik e. V. (DEGA).

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal. Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de