Mittwoch, April 5th, 2017

 

Flexirentengesetz: Die Politik hat geliefert – gelingt die Umsetzung?

(V.l.n.r. Dr. S. Fasshauer, T. Keck, H. Seiter, Dr. M. Rosemann, H.-W. Veen)

4. Networking-Dinner von Softsolution: 

 

Verfasser: Staatssekretär a.D. Neithart Neitzel

 

Anlässlich des Rehawissenschaftlichen Kolloquiums der Deutschen Rentenversicherung in Frankfurt/Main stellte das 4. Networking-Dinner von Softsolution am 20. März 2017 das kürzlich beschlossene Flexirentengesetz zur Diskussion. Das Motto war: Die Politik hat geliefert – gelingt die Umsetzung? Am Ende der spannenden und engagiert betriebenen Diskussion waren sich die Teilnehmer auf dem Podium einig, dass die Umsetzung gelingen werde, aber wegen der weitgehenden Vorgaben des Gesetzgebers dafür erhebliche Zeit erforderlich sei. Die Begeisterung über die neuen Regelungen werde jedoch die Umsetzung erleichtern.

 

(V.l.n.r. Dr. S. Fasshauer, T. Keck, H. Seiter, Dr. M. Rosemann, H.-W. Veen)

(V.l.n.r. Dr. S. Fasshauer, T. Keck, H. Seiter, Dr. M. Rosemann, H.-W. Veen)

Äußerst kundig moderiert wurde die Diskussion von Hubert Seiter, ehemaliger Erster Direktor der DRV Baden-Württemberg. Für die Leistungsträger nahmen teil: Dr. Stephan Fasshauer, Erster Direktor der DRV Berlin-Brandenburg, Thomas Keck, Erster Direktor der DRV Westfalen, und Hans-Werner Veen, Leiter des Geschäftsgebietes West der DAK Gesundheit. Für die Politik sprach einer der Verfasser des Gesetzes, der SPD-Bundestagsabgeordnete  Dr. Martin Rosemann.

 

Hubert Seiter begann die Diskussion mit der Aufforderung: Zeigen, was möglich ist. Nur wenn die Sozialversicherungsträger in Selbstverwaltungen und Geschäftsführungen sich gemeinsam – vielleicht sogar schweißtreibend – ins Zeug legten, werde aus der guten Idee auch ein realer Erfolg.

In einem Kurzreferat stellte Dr. Martin Rosemann zunächst den wesentlichen Inhalt des Flexirentengesetzes dar, soweit er Prävention und Rehabilitation betrifft. (In der öffentlichen Diskussion standen demgegenüber die rentenrechtlichen Regelungen im Mittelpunkt.) Den Entwurf habe eine Arbeitsgruppe der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD erarbeitet. Wesentliches Ziel sei es, Berufstätige in der zweiten Hälfte des Berufslebens so fit zu halten, dass sie länger im Arbeitsleben verbleiben könnten. Beim späteren Eintritt in die Rente solle es eine größere Individualität geben: die starren Zuverdienst-Regelungen sollten aufgelockert werden und z. B. auch eine Teilrente stufenlos wählbar sein.

Rosemann nannte als Instrument, wie die „Fitness“ erreicht werden könnte, dass Prävention und Rehabilitation der Rentenversicherung zu Pflichtleistungen gemacht wurden, dasselbe gelte für die Kinder-und Jugend-Reha, die bereits den künftigen Arbeitnehmer ins Auge fasse. Ein Mittel sei es, den Budget-Deckel für Prävention abzuschaffen. Vor dem Hintergrund, dass vor dem Bezug von Erwerbsminderungsrenten nicht einmal die Hälfte der Rentenbezieher eine Rehabilitation gehabt hätte, sei statt einer abwartenden eine aufsuchende Reha-Strategie erforderlich, die in den kommenden fünf Jahren durch Modellvorhaben erprobt werden solle. Kern sei dabei ein Gesundheits-Check für Menschen über 45 Jahre, auf dessen Basis ggf. erforderliche Präventions- oder Reha-Leistungen angeboten werden sollten.

Das Flexirentengestz – so Rosemann weiter – stelle einen Paradigmenwechsel zum vorsorgenden Sozialstaat dar, um langfristig den Grundsatz „Prävention vor Reha vor Rente“ umzusetzen. Das Gesetz müsse jetzt von den Trägern der Rentenversicherung durchgeführt werden.

Auf die Frage des Moderators, was von dem Gesetz schon in Berlin und Brandenburg angekommen sei, antwortete Dr. Stephan Fasshauer: Im Januar und Februar 2017 habe es zwar 1500 Anfragen gegeben, aber das Gesetz sei noch nicht „angekommen“; bei einer Jahrgangsstärke von 800.000 bis 1,3 Millionen Betroffener sei ein vorsichtiger Beginn auch angeraten. Thomas Keck stimmte dem zu und wies zusätzlich darauf hin, dass zu dem Gesamtbild auch das Präventionsgesetz und das Bundesteilhabegesetz gehörten, über die die Rentenversicherung zusätzlich zum Flexirentengesetz beraten müsse. Hans-Werner Veen begrüßte es, dass an der Prävention neben der Kranken- auch die Rentenversicherung beteiligt werde. Es gehe darum, die Zahl der Erwerbsminderungsrenten zu reduzieren, um ein „normales“ Renteneintrittsalter zu erreichen. Für dieses Ziel müssten auch die Betriebe gewonnen werden.

Hubert Seiter zog als Zwischenfazit den Hinweis, die Politik habe sich weit vorgewagt. Dr. Martin Rosemann betonte daraufhin, dass es Nachholbedarf bei Prävention und Rehabilitation gebe; beides seien Investitionen in die Gesundheit und die Arbeitskraft der Menschen, daher sei der Paradigmenwechsel geboten.

In der weiteren Diskussion unter den Zuhörern gab es die Forderung, das Reha-Budget der Rentenversicherung abzuschaffen, um alle begründeten Anträge  bewilligen zu können, eine gemeinsame Werbung durch alle Sozialversicherungsträger durchzuführen und die Modellvorhaben zu verstetigen. In dem Verlauf der lebhaften Diskussion mit dem Publikum wies Hubert Seiter darauf hin, dass der Firmenservice der Rentenversicherung verstärkt in die Betriebe gehen müsse, um die Rentenversicherung als Träger von Prävention und Rehabilitation bekannter zu machen.

Dr. Martin Rosemann forderte einen niedrigschwelligen Zugang zur Rehabilitation, z. B. bei den Antragsverfahren; erforderlich sei es auch, die Hausärzte besser zu qualifizieren, um die Reha-Anträge zu verbessern. Die Modellvorhaben für den Gesundheits-Check müssten noch kreativ konzipiert werden; dabei werde die Politik die Sozialversicherungsträger begleiten. Alle Modelle müssen mit dem Ziel erprobt werden, sie in die Regelversorgung überführen zu können, keine „Modellitis“! Er schloss mit den Worten, der Dialog von Politik und Praxis sei wichtig; die Politik sei weiterhin zum Dialog bereit und werde die Umsetzungsbemühungen beobachten.

Dr. Stephan Fasshauer kündigte an, die DRV Berlin-Brandenburg werde demnächst 2.000 Versicherte wegen des Gesundheits-Checks anschreiben, um die Reaktion zu testen. Er sei zuversichtlich, dass es gelinge, das Flexirentengesetz in absehbarer Zeit umzusetzen.

Thomas Keck hob hervor, die Ansprache kleiner und mittlerer Unternehmen werde sich dort  herumsprechen. Er werbe dafür, dass die Rentenversicherung nicht nur Bescheider / Kostenträger  sein dürfe, sondern auch Berater und Begleiter der Versicherten.

Hans-Werner Veen betonte abschließend, obwohl die Krankenversicherungen anders als die Rentenversicherung miteinander im Wettbewerb stünden, sei die Prävention nicht als Wettbewerbselement zu sehen. Kranken- und Rentenversicherung könnten auf diesem Feld auch gemeinsam das Gespräch mit den Firmen führen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass Softsolution mit der Diskussion ein aktuelles Thema aufgegriffen und durch das sorgfältig ausgewählte Podium die unterschiedlichen Aspekte des Flexirentengesetzes sehr gut  ausgeleuchtet hat.

 

Hinweis: Fortsetzung des Themas unter der D-A-CH-Perspektive beim 9. Business-Dinner von Softsolution in Zusammenarbeit mit der Schweizer Botschaft am 20.6.2017 ab 16:30 Uhr in Berlin.

Moderation:

– Univ.-Prof. Dr. Günter Neubauer

Referenten:

Ruth Humbel, Nationalrätin, u.a. Mitglied der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Schweizer Nationalrats, Schweiz,

Peter Weiß MdB, rentenpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, Deutschland

Generaldirektor Dr. Winfried Pinggera, Pensionsversicherungsanstalt Wien, Österreich

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

  • Diskussionsleiter: Hubert Seiter, Erster Direktor der DRV-BW a.D.
  • Leni Breymaier, Landesvorsitzende der SPD Baden Württemberg
  • Thomas Keck, Erster Direktor der DRV Westfalen
  • Ulrich Wandschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Asklepios Kliniken GmbH ,
  • Till Hornung, Geschäftsführer Kliniken Valens, Schweiz

Ort:

– Referate und Podiumsdiskussion: Hotel Adlon, Kempinski Berlin ab 16.30

– Empfang in der Residenz der Schweizerischen Botschaft durch die Botschafterin Frau Christine Schraner Burgener (20.15 Uhr) mit anschließendem Buffet.

 

Anmeldung unter: business-dinner@softsolution.de.

 

Kontakt und Nachfragen:

Softsolution International Ltd.
Priska Stamm
Ratsumiehenkatu 1
15830 Lahti / FIN
Tel: +358 (0)378 00331
E-Mail: pstamm@softsolution.de
Geschäftsführer: Roland Tolksdorf


Deutschland:

Softsolution International Ltd.
Ute Schalles
Adolf Tegtmeier Allee 11
99438 Bad Berka
Tel: +49 (0)7738 696 96 05
E-Mail: uschalles@softsolution.de
www.softsolution.de

 

 


Neubau der Passauer Wolf Fachklinik Bad Gögging startet

Klinikleitung und Personalvertretung freuen sich über den Baubeginn der Fachklinik; hinten v. l. n. r.: Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter, Chefarzt Neurologie PASSAUER WOLF Bad Gögging; Hans-Martin Linn, Geschäftsleiter PASSAUER WOLF Bad Gögging; Markus Huber, Chefarzt Geriatrie PASSAUER WOLF Bad Gögging; vorne v. l. n. r.: Robert el Fahem, Therapeutischer Leiter PASSAUER WOLF Bad Gögging; Hansjörg Kramer, Chefarzt HNO-Phoniatrie PASSAUER WOLF Bad Gögging; Heidi Eberl-Triebel, Pflegedienstleitung PASSAUER WOLF Bad Gögging; Christine Jakob, Betriebsratsvorsitzende PASSAUER WOLF Bad Gögging.

 

05.04.2017
 

Am 3. April 2017 begann der Neubau der Passauer Wolf Fachklinik Bad Gögging. Mit dieser Fachklinik erweitert der Passauer Wolf, der in Bad Gögging bereits eine Hotelklinik und ein Reha-Zentrum betreibt, seine Kapazitäten. Geplant ist eine Bauzeit von zwei Jahren.

 

Über 10.000 m2 zusätzliche Nutzfläche durch den Neubau

Klinikleitung und Personalvertretung freuen sich über den Baubeginn der Fachklinik; hinten v. l. n. r.: Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter, Chefarzt Neurologie PASSAUER WOLF Bad Gögging; Hans-Martin Linn, Geschäftsleiter PASSAUER WOLF Bad Gögging; Markus Huber, Chefarzt Geriatrie PASSAUER WOLF Bad Gögging; vorne v. l. n. r.: Robert el Fahem, Therapeutischer Leiter PASSAUER WOLF Bad Gögging; Hansjörg Kramer, Chefarzt HNO-Phoniatrie PASSAUER WOLF Bad Gögging; Heidi Eberl-Triebel, Pflegedienstleitung PASSAUER WOLF Bad Gögging; Christine Jakob, Betriebsratsvorsitzende PASSAUER WOLF Bad Gögging.

Klinikleitung und Personalvertretung freuen sich über den Baubeginn der Fachklinik; hinten v. l. n. r.: Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter, Chefarzt Neurologie PASSAUER WOLF Bad Gögging; Hans-Martin Linn, Geschäftsleiter PASSAUER WOLF Bad Gögging; Markus Huber, Chefarzt Geriatrie PASSAUER WOLF Bad Gögging; vorne v. l. n. r.: Robert el Fahem, Therapeutischer Leiter PASSAUER WOLF Bad Gögging; Hansjörg Kramer, Chefarzt HNO-Phoniatrie PASSAUER WOLF Bad Gögging; Heidi Eberl-Triebel, Pflegedienstleitung PASSAUER WOLF Bad Gögging; Christine Jakob, Betriebsratsvorsitzende PASSAUER WOLF Bad Gögging.

Der Passauer Wolf Bad Gögging, der gleichzeitig Eigentümer und Betreiber der Kliniken ist, startet den Neubau eines Klinikgebäudes mit 96 Zimmern und weiterer Infrastruktur, der künftigen Passauer Wolf Fachklinik Bad Gögging. Es wird ein modernes Klinikgebäude mit einer Nutzfläche von über 10.000 m2 entstehen. Insgesamt sind es 48.685 m3 umbauter Raum. „Dabei setzen wir auf zukunftsorientierte Lösungen. Ein Niedrigenergiestandard mit 55 % zum Referenzwert nach der EnEV (KfW 55) ist ebenso vorgesehen, wie auch eine konsequente Ausführung nach DIN 18040-2. Das bedeutet, dass alle Flure, öffentliche Bereiche, Funktionsräume und Patientenzimmer barrierefrei sein werden und grundsätzlich eine uneingeschränkte Nutzung mit dem Rollstuhl berücksichtigt wird. Den Bedürfnissen älterer und betreuungsintensiverer Gäste können wir dadurch noch besser gerecht werden“, erklärt Hans-Martin Linn, Geschäftsleiter des Passauer Wolf Bad Gögging, die Pläne des Unternehmens.

 

Direkte Verbindung zum Reha-Zentrum, viel Licht und natürliches Grün

Der Neubau wird durch einen Übergang direkt mit dem Reha-Zentrum verbunden sein. Die Aufenthalts- und Vortragsräume können so von allen Gästen des Passauer Wolf in Bad Gögging genutzt werden. Arzt- und Behandlungsräume sind großzügig geplant. In drei Stockwerken werden eine Fachabteilung für neurologische Bewegungsstörungen, die geriatrische Rehabilitation und eine interdisziplinäre Komfortstation – für Selbstzahler, Privat- und Zusatzversicherte – Platz finden. „Die Gäste werden ihre Zimmer, die Funktions- und Behandlungsräume sowie auch das Restaurant auf ihrem jeweiligen Stockwerk vorfinden, so dass kurze Wege gewährleistet sind und sich auch Menschen mit erhöhtem Betreuungs- und Pflegebedarf leicht zurecht finden werden. Die medizinischen Bedürfnisse stehen dabei natürlich im Vordergrund. Dennoch setzen wir auf eine Wohlfühlatmosphäre, welche die bisherige Ausrichtung der Klinikbetriebe in Bad Gögging widerspiegelt. Viel Licht, natürliches Grün, breite Flure, eine moderne und doch behagliche Gestaltung – all das wird zur Genesung beitragen und die Arbeit des gesamten Teams sowie die eigenen Anstrengungen aller Gäste wirkungsvoll unterstützen“, erläutern die Chefärzte Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter (Neurologie) und Markus Huber (Geriatrie) das Raumkonzept.

 

Investitionen in Höhe von 35 Millionen Euro

„In den Neubau der Fachklinik werden wir ca. 31 Millionen Euro investieren. Hinzu kommen Investitionen in Höhe von vier Millionen Euro für Modernisierungsmaßnahmen im Reha-Zentrum, die Bestandteil des Gesamtkonzeptes sind“, erklärt Stefan Scharl, Geschäftsführer der Passauer Wolf Reha • Hotelkliniken. Aufgrund der erhöhten Anforderungen des Hochwasserschutzes und wegen der Thermalwasserquelle müssen erhebliche Mehraufwendungen in Kauf genommen werden. Dies betrifft nicht nur das Baustellenmanagement, sondern z. B. auch die Ausführung des Kellergeschosses als wasserdichte Wanne. „Wir sind überzeugt, dass wir mit den Investitionen in den Neubau der Passauer Wolf Fachklinik Bad Gögging einen wertvollen Beitrag für die Versorgungsstruktur im Gesundheitssektor in der Region leisten. Die geplante Ausrichtung auf Menschen mit erhöhtem Betreuungs- und Pflegebedarf entspricht der demografischen Entwicklung und spiegelt den Bedarf der Zukunft wider. Zudem werden durch die Erweiterung unserer Kapazitäten rund 150 neue Arbeitsplätze entstehen“, erläutert Stefan Scharl.

 

Stärkung der heimischen Wirtschaft

„Der Passauer Wolf fühlt sich als mittelständisches, familiengetragenes Unternehmen an seinen Standorten in Niederbayern und der Oberpfalz in besonderer Weise der heimischen Wirtschaft verbunden. Die Bauaufträge vergeben wir also möglichst an leistungsfähige Firmen aus der Region, um hier die Wirtschaftskraft zu stärken“, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter des Passauer Wolf, Florian Leebmann. Die Planungsleistungen werden ausschließlich von Ingenieur- und Architekturbüros aus der Region unter Leitung des Architekturbüros Adolf Hummel aus Eggenfelden erbracht. Der erste große Bautitel, die sog. Baumeisterarbeiten, wurde an die Firma Guggenberger aus Mintraching vergeben, die nun als erste Firma die künftige Baustelle bezogen hat.

 

Passauer Wolf Reha • Hotelkliniken

Medizinische Expertise und über 38 Jahre Erfahrung in der Rehabilitation zeichnen das Team im Passauer Wolf aus. Im Passauer Wolf Bad Gögging zählen die Fachgebiete Neurologie, Geriatrie, Orthopädie und HNO-Phoniatrie zum Behandlungsspektrum. Insgesamt werden in den Passauer Wolf Reha • Hotelkliniken jedes Jahr ca. 20.000 Patienten und Gäste empfangen und behandelt. So zählt die Unternehmensgruppe mit vier Standorten – in Bad Griesbach, Bad Gögging, Ingolstadt und Nittenau – zu den führenden Zentren für Rehabilitation und medizinische Versorgung in Südbayern.

 

Pressekontakt

PASSAUER WOLF

Reha · Hotelkliniken

www.passauerwolf.de

Ansprechpartnerin

Isabel Vijoglavic

isabel.vijoglavic@passauerwolf.de

T +49 841 88656-3831


Qualitätscheck für Präventionskurse: Auch Volkshochschulen müssen ihr Kursangebot checken lassen

Gemeinsame Presseerklärung Die Träger der Zentralen Prüfstelle Prävention

Berlin – Die „Zentrale Prüfstelle Prävention“ fordert die Volkshochschulen (VHS) in Deutschland auf, an dem gesetzlich geforderten Qualitätscheck für Präventionskurse teilzunehmen. „Leider ist die Beteiligung der VHS an dem einheitlichen Prüfverfahren für Präventionskurse nach wie vor sehr zurückhaltend“, erklärte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), und das „obwohl für die VHS seit Anfang 2017 eine Vielzahl an Kurskonzepten zur Nutzung zur Verfügung stehen, die speziell vom Deutschen Volkshochschulverband (DVV) mit erheblichem Aufwand ausgearbeitet wurden.“ Da die Krankenkassen ihren Versicherten aber nur qualitätsgeprüfte Präventionskurse wie Bewegungs- und Entspannungskurse etc. bezuschussen dürfen, sollten sich die VHS jetzt dem Prüfverfahren unterziehen, um die Qualität der Kurse nachzuweisen.

Ausreichend Zeit sich auf das einheitliche Prüfverfahren der Zentralen Prüfstelle Prävention und die damit verbundenen Anforderungen einzustellen, hatten die VHS: Seit über zwei Jahren wurden hierzu intensive Gespräche und Abstimmungen mit den Vertretern des DVV geführt. Zur weiteren Unterstützung wurde zudem ein eigener Beratungsbereich für die VHS eingerichtet, der speziell für Fragen der VHS rund um die Prüfungen telefonisch unter 0201/5 65 82 90 erreichbar ist.

Die Entscheidung, die Kurse der Prüfung zu unterziehen und damit den Teilnehmern einen Zuschuss durch die Krankenkassen zu ermöglichen, liegt jetzt bei jeder einzelnen Volkshochschule. „Wir freuen uns, wenn die gute Zusammenarbeit auf regionaler Ebene fortgesetzt wird und viele VHS von diesem Angebot Gebrauch machen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Prävention auf regionaler Ebene“, so Elsner.

Hintergrund:
Die Zentrale Prüfstelle Prävention ist eine Gemeinschaftseinrichtung fast aller gesetzlichen Krankenkassen. Es gibt sie seit 2014. Ihre Aufgabe ist es Präventionskurse daraufhin zu prüfen, ob sie die im Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes festgelegten Qualitätsanforderungen erfüllen. Geprüft werden unter anderem die Qualifikation des Kursleiters, Aufbau und Inhalt des Kurses sowie Teilnehmerunterlagen mit praktischen Anleitungen für zu Hause.

Seit 2014 erhielten insgesamt über 80.000 Kurse ein Zertifikat. Der Großteil der zertifizierten Angebote stammt aus dem Bereich Bewegung, gefolgt von Stressmanagement, Ernährung und Suchtmittelkonsum.

Finanziert und verantwortet wird die Prüfstelle von der Kooperationsgemeinschaft gesetzlicher Krankenkassen zur Zertifizierung von Präventionskursen – § 20 SGB V mit BARMER, Techniker Krankenkasse (TK), DAK-Gesundheit, KKH Kaufmännische Krankenkasse, hkk – Handelskrankenkasse und HEK – Hanseatische Krankenkasse, vertreten durch den vdek, den Betriebskrankenkassen, überwiegend vertreten durch den BKK Dachverband, der AOK Bayern, AOK NordWest der AOK Rheinland/Hamburg, der AOK Niedersachsen, AOK Nordost, der AOKHessen, AOK Sachsen–Anhalt, IKK gesund plus, der IKK classic, der IKK Südwest, der IKK Brandenburg und Berlin, der BIG direkt gesund, der KNAPPSCHAFT und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).


Pflege am Bett stärken – Refinanzierung aber auch sichern

DKG zum Kabinettsbeschluss zu Personaluntergrenzen in der Pflege

Zum Kabinettsbeschluss zur Einführung von Personaluntergrenzen in der Pflege erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Georg Baum:

„Die DKG stellt sich der Aufgabe, gemeinsam mit den Krankenkassen in ausgewählten für die Patientensicherheit besonders sensitiven Pflegebereichen Personaluntergrenzen zu entwickeln und wird sich konstruktiv in diesen Prozess einbringen.

Die Krankenhäuser haben seit Jahren einen steigenden Bedarf an zusätzlichen Pflegekräften und stellen auch zusätzliche Pflegekräfte ein. Viele Stellen sind aber aufgrund der angespannten Lage auf den Arbeitsmärkten nicht besetzt. Insgesamt ist von 6.000 bis 10.000 freien Stellen in der Pflege auszugehen. Diese arbeitsmarktbedingten Unterbesetzungen und die wirtschaftlich angespannte Lage in vielen Kliniken zwingen seit Jahren zu einer wirtschaftlichen Personalausstattung. Wenn nunmehr vom Gesetzgeber Mindestpersonalbesetzungen in pflegesensitiven Bereichen vorgegeben werden, kann dies als Instrument zur Identifizierung und Steuerung des prioritären Einsatzbedarfs für zusätzliche Pflegekräfte grundsätzlich akzeptiert werden.

Der Personaleinsatz in den Krankenhäusern muss aber in der Verantwortung der Krankenhäuser bleiben. Die Krankenhäuser brauchen dafür flexible Rahmenbedingungen, denn der Personalbedarf ist nicht schematisch festlegbar und von vielen Fakten abhängig. Dazu gehören die Schwere und Art der Erkrankungen der Patienten, das Alter der Patienten, der Personalmix und auch die baulichen Bedingungen der Kliniken. Untergrenzen bedürfen Ausnahmeregelungen, um Sondersituationen wie Ausfall durch Krankheiten und vorübergehende Vakanzen berücksichtigen zu können. Von den Krankenhäusern darf nichts Unmögliches verlangt werden. Auf keinen Fall dürfen die Untergrenzen ohne Berücksichtigung von Gründen mit Sanktionen belegt werden.

Ein nachhaltiger Personalaufbau erfordert zudem die konsequente Ausfinanzierung der jährlichen Kostensteigerungen für den Personalbestand und die Bereitstellung zusätzlicher Mittel für den durch die Anhaltszahlen bedingten Personalmehrbedarf. Die DKG begrüßt, dass der Gesetzentwurf eine Finanzierungshilfe für die zusätzlichen einzustellenden Pflegekräfte zur Erfüllung der Untergrenzen vorsieht. Weiterhin nicht gewährleistet ist die vollständige Ausfinanzierung der tarifbedingten Kosten der Krankenhäuser. Auch hier sind weitere Reformen notwendig.“

Dateien

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder – 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände – in der Bundes- und EU-Politik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 1.956 Krankenhäuser versorgen jährlich 19,2 Millionen stationäre Patienten und rund 20 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,2 Millionen Mitarbeitern. Bei 97 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

Kontakt:
Joachim Odenbach (Leitung)
Holger Mages
Dagmar Vohburger
Rike Stähler
Tel. (030) 3 98 01 – 1020 / – 1022 / – 1023 / – 1024

Sekretariat
Stephanie Gervers
Tel. (030) 3 98 01 -1021
Fax (030) 3 98 01 -3021
e-mail: pressestelle@dkgev.de
web: www.dkgev.de

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Wegelystraße 3
10623 Berlin


Neue BAR-Materialien zur Reha für Kinder und Jugendliche

 

Die Möglichkeiten der medizinischen Rehabilitation für chronisch kranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind weithin wenig bekannt.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) veröffentlicht deshalb jetzt

Zielsetzung  ist, die Beratungstätigkeit von Fachkräften aus dem Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen zum Thema medizinische Rehabilitation für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu unterstützen.

Auf der Seite www.bar-frankfurt.de/kinderreha bieten wir darüber hinaus gebündelte Informationen zur Rehabilitation für Kinder und Jugendliche:

  • Wege zur Reha – und weiter
  • Informationen für Fachkräfte
  • Informationenen für Eltern
  • Weiterführende Links

Bestellung

Besuchen Sie die Website: http://www.bar-frankfurt.de/publikationen/

In unserem Shop können Sie Veröffentlichungen online bestellen oder kostenlos herunterladen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie größere Mengen gedruckter Exemplare benötigen.

Über uns

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation. Die BAR ist die trägerübergreifende Plattform der Reha-Träger zur Förderung und Koordinierung der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Das Informationsmaterial. Die Veröffentlichungen richten sich insbesondere an Fachkräfte der Rehabilitation und des Sozial- und Gesundheitswesens, an politische Akteure, Menschen mit Behinderung sowie die interessierte Öffentlichkeit.

 

Hausanschrift:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR)

Solmsstraße 18

60486 Frankfurt am Main

Telefon (069) 60 50 18-0

Telefax (069) 60 50 18-29

Email info@bar-frankfurt.de


Neues Internetangebot zur medizinischen Rehabilitation

5. April 2017
9:55
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Reha.de zeigt den Weg zur rehabilitativen Gesundung. Ein Informations- und Serviceportal, auf dem Ärzte, Therapeuten und Sozialdienste mit Patienten zusammentreffen. Reha.de ist der Navigator, der aufzeigt, wie eine Rehabilitation beginnt, wie sie durchgeführt wird und was von ihr erwartet werden kann. Auf dem Portal erhalten Interessenten und Fachkreise umfassende Informationen, Fachartikel, Studien und Neuigkeiten rund um das Thema Rehabilitation. Häufig gestellte Fragen sollen hier beantwortet werden.

Besonders in heutigen Zeiten ist es wichtig, die Fragen der Nutzer so schnell und so unkompliziert wie möglich zu beantworten. Der Besucher soll trotz einer hohen Informationsvielfalt intuitiv auf die Informationen gelangen, die für ihn relevant sind und einen Mehrwert besitzen. Aus diesem Grunde gibt es eine klare Gliederung zwischen den verschiedenen Bereichen.

Reha.de ist ein Service der Wessel Gruppe, dem erfahrenen Betreiber von Rehabilitationskliniken. Das Service-Portal ist ein ganzheitlicher Informationsdienst für Ärzte, Therapeuten, Sozialdienste, Patienten, Angehörige und alle, die am Thema Rehabilitation interessiert sind.