Montag, März 27th, 2017

 

Bundesweiter Suchtkongress „Ethische Fragen in der Suchtbehandlung“

21.-23.06.17 in der Stadthalle Heidelberg – Anmeldung zu Frühbucherpreisen bis 18.04.17 noch möglich!

Der Fachverband Sucht e.V. veranstaltet am 21.-23. Juni 2017 den diesjährigen Bundeskongress zum Thema „Ethische Fragen in der Suchtbehandlung“.

In den letzten Jahren stehen im Gesundheits- und Sozialbereich zunehmend Fragen nach der ökonomischen Bedeutung und Effizienz von Leistungen, nach strukturellen Gegebenheiten und Erfordernissen, nach dem Machbaren unter den bestehenden Rahmenbedingungen im Mittelpunkt der Diskussionen. Mit dem Bundeskongress 2017 des Fachverbandes Sucht e.V. sollen im Unterschied dazu ethische Aspekte im Kontext der Suchtbehandlung beleuchtet werden. Ethik befasst sich mit dem richtigen Handeln in bestimmten Situationen und den dafür zugrunde liegenden leitenden Handlungsregeln. Wesentlich für die ethische Bewertung von Handlungen sind die mit ihnen verbundenen Folgen. Von daher geht es bei der Thematik nicht um abstraktes Wissen, sondern um eine verantwortbare Praxis.

Übergeordnete Zielsetzung aller Angebote im Bereich der Suchtkrankenhilfe und -behandlung ist insbesondere für jeden Betroffenen ein möglichst autonomes, gesundes und zufriedenes Leben mit einem hohen Grad an Selbstkontrolle und Selbstverwirklichung zu erreichen. Damit sollten alle Angebote letztlich die Entwicklungspotenziale eines Menschen und damit auch seine psychosozialen Lebensumstände, seine psychischen und somatischen Ressourcen und Komorbiditäten sowie seine soziale Einbindung in die Gemeinschaft, Gesellschaft und das Arbeitsleben im Blick haben.

Doch inwieweit lassen sich ethisch begründete Zielsetzungen und Handlungsempfehlungen auch in der Praxis realisieren? In der Versorgungs- und Behandlungsrealität haben wir es durchaus auch mit unterschiedlichen Werthaltungen, Sichtweisen und Zuständigkeiten der Beteiligten, mit widersprüchlichen Anforderungen, mit begrenzten ökonomischen Ressourcen und Partialinteressen zu tun.

Die Veranstaltung dient dazu, ethische Aspekte aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und den Dialog über grundsätzliche Werthaltungen, Zielformulierungen und leitende Handlungsregeln zu fördern.

Uns erwartet ein spannender Kongress mit über 80 ReferentInnen, der in Form von Plenumsvorträgen, Foren, Workshops und Poster u.a. folgende Themen behandelt:

·      Ethische Fragen und Grundhaltungen in der Medizin, Psychotherapie, Suchtrehabilitation

·      Ethische Anforderungen aus Patientensicht

·      Was macht Ärzte/innen und Therapeuten/innen glücklich?

·      Soziale Ungleichheit und Gesundheit unter besonderer Beachtung psychischer Erkrankungen

·      Resilienz und Sucht: Stärkung der seelischen Widerstandskraft als wichtige Aufgabe in der Behandlung

·      Wenn Wertesysteme aufeinander treffen – Suchthilfe und Migration

·      Ethische und wirtschaftliche Aspekte – wie geht das zusammen? – Beitrag aus Sicht der Leistungsträger und Leistungserbringer

·      Ethische Grundhaltungen in der therapeutischen Praxis

·      Ethische Aspekte in der Behandlung Drogenabhängiger

·      Ethik und Inklusion – wie geht das zusammen?

·      Arbeitswelt heute: Chancen und Möglichkeiten für die berufliche (Re-)Integration

·      Web 4.0, Online-Glücksspiel … – was ändert sich und welche Angebote sind erforderlich?

Das Kongressprogramm kann unterfolgendem Link eingesehen werden: http://www.sucht.de/fortbildung/events/id-30-heidelberger-kongress-2017-ethische-fragen-in-der-suchtbehandlung-.html

Das Programmheft kann bezogen werden bei der Geschäftsstelle des Fachverbandes Sucht e.V.:

FACHVERBAND SUCHT e.V.

Walramstraße 3

53175 Bonn

Tel.: 0228 – 26 15 55

Fax: 0228 – 21 58 85

Email: sucht@sucht.de

Internet: http://www.sucht.de


„Ein Schritt mit der Zeit“ – Krankenkassen-Apps adressieren veränderte Kundenwünsche

Messe Berlin GmbH

Berlin . Self-Tracking liegt im Trend: Schritte zählen, Schlafdauer messen oder Protokoll über sportliche Aktivitäten führen – per App ermitteln immer mehr Menschen ihre Gesundheitsdaten. Diesen Trend nehmen auch viele Krankenkassen auf. Dabei sind die Apps mehr als eine Spielerei – sie werden nicht nur in der Prävention, sondern auch zunehmend in der Therapie eingesetzt.

Ob digitales Bonusheft „FitMit AOK“, „Husteblume“ der TK für Allergiker oder Online-Stresstagebuch „BKK Stresslabor“ – die Mehrheit der Krankenkassen in Deutschland setzt auf Apps. „Damit reagieren sie auf ein verändertes Kundenverhalten,“ so Sascha Porbadnik, Leiter der Stabstelle IT-Service & Business Intelligence der AOK Nordost. „Die meisten Menschen nutzen Smartphones, Wearables und das mobile Internet ganz normal in ihrem Alltag. Wir wollen unsere Versicherten dazu motivieren, aktiv zu werden und gesundheitsbewusst zu leben. Deshalb empfinden wir es als einen Schritt mit der Zeit, unseren Versicherten auch ein digitales Prämienprogramm anzubieten.“

App auf Rezept – mehr als reines Self-Tracking

Von gesunder Ernährung, über Stressbewältigung bis hin zu Impfungen – viele Apps der Krankenkassen sind Teil eines Präventionsprogramms. Doch sie werden auch zunehmend in der Therapie eingesetzt, z.B. bei Tinnitus, Diabetes, Migräne oder Depression. Dabei seien sie ergänzend und nicht als Ersatz für eine medizinische Behandlung zu verstehen. „Am Anfang steht immer der Arzt“, so Hermann Bärenfänger von der Techniker Krankenkasse (TK). „Er legt zusammen mit dem Patienten die Therapie fest. Bei einigen Beschwerden kann eine App sehr hilfreich sein – beispielsweise bei Allergikern. Unsere Husteblume-App informiert nicht nur sehr genau, wann und wo Pollen fliegen, sondern lernt auch von den Eingaben des Nutzers und kann individuelle Vorhersagen treffen. So lässt sich langfristig der Einsatz von Medikamenten deutlich besser dosieren.“

Mit Tinnitracks für Tinnitus-Patienten und einer App zur Therapie von Migräne hat die TK weitere Pilotprojekte gestartet. Mit Hilfe der Tinnitracks-App beispielsweise wird chronischer Tinnitus durch das Hören von frequenzgefilterter Musik behandelt. Dabei filtert die App die Musik so, dass sie im Bereich der individuellen Tinnitus-Frequenz keine Signalanteile mehr enthält. Dadurch wird das Gehirn neurophysiologisch trainiert und die Beschwerden durch den Tinnitus langfristig verbessert.

Die BARMER hingegen übernimmt im Rahmen einer Kooperation mit dem Start-up Caterna Vision als derzeit einzige gesetzliche Krankenkasse die Kosten einer internetbasierten Therapie für Kinder, die an einer funktionellen Sehschwäche (Amblyopie) leiden. Die „App auf Rezept“ bietet gezieltes Augentraining für eine optimale Behandlung dieser Sehschwäche.

„Daten brauchen einen sicheren Hafen“

Apps können aber auch als digitales Tagebuch dienen – beispielsweise bei Migränepatienten oder Menschen mit Depressionen. Die Daten werden dabei erfasst und gemeinsam mit dem Arzt ausgewertet. Eine App kann zudem den Austausch mit anderen Betroffenen ermöglichen. „Welche Daten der Patient preisgibt, entscheidet er selbst“, so Hermann Bärenfänger von der TK. „Generell gilt aber: Die Daten brauchen einen sicheren Hafen. Dass Gesundheitsdaten also nur auf Servern in Europa gespeichert werden, ist da selbstverständlich.“ Sascha Porbadnik von der AOK Nordost ergänzt: „Gemäß dem Grundsatz der Datensparsamkeit erhebt „FitMitAOK“ nur die Daten, die unbedingt notwendig für die Abwicklung des Prämienprogramms sind. Sensible Gesundheitsdaten wie die Ergebnisse einer Vorsorgeuntersuchung werden gar nicht erst erhoben.“

Krankenkassen setzen auf Start-ups

Bei der Entwicklung der Apps setzen die Krankenkassen zunehmend auf Kooperationen mit Start-ups. Die BARMER beispielsweise hat jüngst im Rahmen einer Initiative zur Früherkennung und Prävention von Hörschäden eine App präsentiert, die das „persönliche Höralter“ bestimmt. Entwickelt wurde die App von mimi Hearing, einem ehemaligen Sieger des AppCircus‘ auf der conhIT – Connecting Healthcare IT. Darüber hinaus kooperiert die BARMER mit dem Inkubator Flying Health, der u. a. die Entwicklung der Migräne-App M-Sense, die mobile Software zur Behandlung von Depressionen ARYA sowie PREVENTICUS – eine App, die Analysen zu Herz und Kreislauf per Smartphone-Kamera und Smartwatch erstellt – unterstützt. Alle drei Start-up-Unternehmen präsentieren sich in der mobile health ZONE auf der conhIT. Auch auf der conhIT – Connecting Healthcare IT 2017 werden Apps & Co. eines der großen Themenschwerpunkte sein. Unter anderem werden folgende Veranstaltungen das Thema behandeln:

- Kongress-Session 4 "Mobile Health & Apps" (25. April 2017, 11:30 -
  13:00 Uhr, Saal A) 
- Newcomer Startup Pitch (25. April 2017, 14:45 - 15:45 Uhr mobile
  health ZONE, Halle 2.2) 
- Wachstumsstrategien für Digital Health Start-ups (25. April 2017,
  16:00 - 17:00 Uhr, mobile health ZONE, Halle 2.2)
- AppCircus Wettbewerb: Prämierung der besten Health App (26. April
  2017, 14:00 - 15:30 Uhr, mobile health ZONE, Halle 2.2)
- Kongress-Session 15 "Gesundheits-IT vs. Consumer IT -
  unüberbrückbare Gegensätze oder die Notwendigkeit zum Handeln?"
  (27. April 2017, 09:30 - 11:00 Uhr, Saal C) 
- Kongress-Session 16 "Umsetzung von Telematikinfrastruktur und
  E-Health" (27. April 2017, 11:30 - 13:00 Uhr, Saal A) 

Weitere Informationen zum aktuellen conhIT-Programm 2017 finden Sie 
hier: http://www.conhit.de/BesucherService/Programm/index.jsp
Informationen zu den Messe-Highlights finden Sie hier: 
http://ots.de/LMKNC

Über die conhIT – Connecting Healthcare IT

Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie an Ärzte, Ärztenetze und Medizinische Versorgungszentren, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Als integrierte Gesamtveranstaltung mit Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events bündelt sie an drei Tagen die Angebote, die für die Branche attraktiv sind. Die conhIT, die 2008 vom Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. als Branchentreff der Healthcare IT initiiert wurde und von der Messe Berlin organisiert wird, hat sich mit 451 Ausstellern und rund 9.000 Besuchern zu Europas wichtigster Veranstaltung rund um IT im Gesundheitswesen entwickelt. Die conhIT wird in Kooperation von den Branchenverbänden Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V., GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) e.V., BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker) e.V. sowie unter inhaltlicher Mitwirkung von KH-IT (Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter) e.V. und CIO-UK (Chief Information Officers – Universitätsklinika) gestaltet.

Diese Presse-Information finden Sie auch im Internet: www.conhit.de

Pressekontakt:

Bundesverband 
Gesundheits-IT - bvitg e. V. 
Natalie Gladkov
Pressereferentin
Taubenstraße 23
10117 Berlin
Tel.: +49 30 20622 5818
Fax: +49 30 20622 5869
natalie.gladkov@bvitg.de