Dienstag, Februar 21st, 2017

 

Ausländische Pflegekräfte werden heimisch in Bad Liebenstein

Zwölf neue Pflegefachkräfte konnte die MEDIAN Heinrich-Mann-Klinik in den vergangenen sechs Monaten gewinnen / Neues Recruiting-Konzept verbindet berufliche Qualifizierung und soziale Integration / Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen mit großem Engagement neugewonnene Kollegen

 

Sie freuen sich, an der MEDIAN Meinrich-Mann-Klinik zu sein: Die zwölf neuen Gesundheits- und Krankenpfleger/rinnen stammen aus Ungarn, Rumänien, der Ukraine und Albanien.

Sie freuen sich, an der MEDIAN Meinrich-Mann-Klinik zu sein: Die zwölf neuen Gesundheits- und Krankenpfleger/rinnen stammen aus Ungarn, Rumänien, der Ukraine und Albanien.

Eine durchweg positive Halbjahresbilanz zieht die MEDIAN Heinrich-Mann-Klinik in Bad Liebenstein mit ihrem neuen Konzept zur Rekrutierung und Integration ausländischer Pflegefachkräfte. Zwölf ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger und -pflegerinnen konnte die Klinik in den vergangenen sechs Monaten gewinnen und in unbefristete Arbeitsverhältnisse übernehmen. Sie kommen aus Ungarn, Rumänien, der Ukraine und Albanien. Im ersten Halbjahr 2017 werden weitere acht Pflegekräfte aus dem Kosovo, vier aus Tunesien und Marokko, fünf von den Philippinen sowie weitere aus der Ukraine erwartet. „Unsere Idee, Pflegekräfte im Ausland anzuwerben und ihnen mithilfe unserer Integrationsbeauftragten den Weg zu eben für eine langfristige berufliche und persönliche Perspektive in unserer Region, geht auf“, freut sich Martin Kubiessa, Kaufmännischer Leiter der MEDIAN Heinrich-Mann-Klinik. „Die Kolleginnen und Kollegen, die wir in feste Arbeitsverträge übernommen haben, sind in ihren Abteilungen gut integriert, bei den Patienten beliebt, und wohnen mittlerweile auch in ihren eigenen vier Wänden.“

Angehende Pflegekräfte sind hochmotiviert

Nadja Lipp, die die Neuankömmlinge seit Mitte 2016 begleitet, weiß auch, wie viel Anstrengung hinter diesem Erfolg steckt. „Schon das Bewerbungsverfahren ist ungewöhnlich, denn das Bewerbungsgespräch wird per Videokonferenz geführt und für eine Hospitation in unserer Klinik wird ein Flug gebucht“, erklärt die Integrationsbeauftragte. Wenn dann alles zusammen passt, bekommt der Bewerber einen auf ein Jahr befristeten Arbeitsvertrag als Pflegehelfer. In diesem Jahr wird seine Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpfleger angestrebt – manchmal nur eine Formsache, manchmal jedoch mit einem hohen Lernaufwand verbunden. „Die Anforderungen an die Ausbildung in Deutschland sind hoch und die Bewerber je nach Herkunftsland sehr unterschiedlich qualifiziert“, beschreibt Nadja Lipp die Situation. „Und neben dem pflegefachlichen Lernstoff büffeln sie in ihrer Freizeit auch noch Deutsch, um ihre Sprachkenntnisse stetig zu verbessern“, lobt die examinierte Krankenschwester und ausgebildete Kauffrau im Gesundheitswesen die hohe Motivation der jungen Pflegekräfte. Nach erfolgreicher Anerkennung vor dem Thüringer Landesverwaltungsamt werden die Pflegekräfte in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis an der Heinrich-Mann-Klinik übernommen.

Engagement der Kollegen ist Erfolgsrezept

Mit welch großem persönlichen Engagement sich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für ihre neuen Kolleginnen und Kollegen einsetzen, zeigt das Beispiel von Liridona Spahija. Die 26-jährige junge Frau kam im Oktober aus dem Kosovo nach Bad Liebenstein. Als Hospitantin sollte sie drei Monate lang die Klinik kennenlernen und bereitete sich intensiv auf ihre Abschlussprüfung vor. Weil das Fach „Deutsch“ dabei leider etwas zu kurz kam, boten spontan zwei Kolleginnen der Beatmungsstation an, die junge Frau privat bei sich zu Hause unterzubringen, um so die Deutschkenntnisse zu verbessern. Mit „Familienanschluss“ klappte es dann mit dem Sprechen und Verstehen deutlich besser. Als für Liridona Spahija dann kurz vor Weihnachten die Rückreise in den Kosovo anstand, legten die Kolleginnen und Kollegen Geld zusammen, um ihr einen Deutschkurs in ihrer Heimat möglich zu machen. Wenn mit dem Visum und der Anerkennung alles klappt, wird die junge Frau schon bald als Pflegehelferin und später als Krankenschwester das Team der MEDIAN Klinik Bad Liebenstein verstärken.

Konzept soll Schule machen

Damit sich Liridona Spahija und die anderen ausländischen Kolleginnen und Kollegen in ihrer neuen Umgebung auch wohl fühlen können, ist dann wieder Nadja Lipp gefragt. Die Integrationsbeauftragte hilft bei alltäglichen und organisatorischen Notwendigkeiten wie der Anmietung einer Wohnung, Behördengängen oder der Wahl eines Hausarztes. „Die Arbeit als Integrationsbeauftragte ist außerordentlich vielseitig und man sammelt eine Reihe von Erfahrungen, die in das Konzept einfließen“, erläutert sie den Prozess. „Im Laufe dieses Jahres wollen wir ein tragfähiges Konzept entwickeln, das auch in anderen MEDIAN Kliniken implementiert werden kann zum erfolgreichen Recruiting ausländischer Pflegekräfte und anderer medizinischer Fachkräfte“, ergänzt der Kaufmännische Leiter, Martin Kubiessa.

Über MEDIAN

MEDIAN wird im Jahr 2017 zu einem Gesundheitsunternehmen mit 121 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen in 14 Bundesländern wachsen. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit zukünftig 18.000 Betten und Behandlungsplätzen und ca. 15.000 Beschäftigten besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe und gestaltet die Entwicklung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland aktiv mit.

 

 

Kontakt:

MEDIAN Heinrich-Mann-Klinik Bad Liebenstein

Heinrich-Mann-Straße 34 | 36448 Bad Liebenstein

www.median-kliniken.de

Martin Kubiessa

Kaufmännischer Leiter

Tel.: 036961 37-203

E-Mail: martin.kubiessa@median-kliniken.de

Nadja Lipp

Integrationsbeauftragte

Tel.: 036961 37-326

E-Mail: nadja.lipp@median-kliniken.de


Experten plädieren beim 20. Klinikvertretertreffen und 12. TRT-Treffen der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. für eine interdisziplinäre Versorgung

In diesem Jahr lud die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) bereits zum 20. Mal Fachleute aus Tinnitus-Kliniken und ambulanten Tinnitus-Zentren, HNO-Ärzte, Psychotherapeuten sowie Hörgeräteakustiker ein. Am Samstag, den 18. Februar 2017 kamen rund 50 Experten aus ganz Deutschland in die Habichtswald-Klinik in Kassel-Bad Wilhelmshöhe, um sich über Behandlungsmöglichkeiten bei Tinnitus und weiteren Hörbeeinträchtigungen auszutauschen. In der Podiumsdiskussion plädierten die Fachleute für eine gute Vernetzung aller an der Versorgung der Betroffenen beteiligten Akteure.

Zum Auftakt hieß die Verwaltungsleiterin der Habichtswald-Klinik Tanja Löwenstein die Teilnehmer herzlich willkommen. DTL-Präsident Volker Albert bedankte sich in seiner Begrüßungsrede bei der Habichtswald-Klinik dafür, „dass wir schon seit 20 Jahren hier so herzlich aufgenommen werden“. DTL-Vizepräsident Prof. Dr. Dr. Gerhard Goebel informierte anschließend über die Ergebnisse aus einer Fragebogenaktion an die Kliniken. Bemerkenswert sei hier der steigende Anteil der Hörgeräteträger in den Kliniken, von 42,59 Prozent in 2015 auf 57,41 Prozent in 2016.

Um Hörgeräte ging es auch im Vortrag von Dr. Lars Haab, Universität des Saarlandes, zum Thema „Tinnitus-Filter in Hörgeräten: Studienergebnisse“. In der Studie wurden handelsübliche, digitale Hörgeräte mit sogenannten Kerbfiltern ausgestattet, die die Tinnitus-Frequenz herausfiltern. Es stellte sich heraus, dass bei Patienten mit kerbgefilterten Hörgeräten die Aufmerksamkeit auf das Ohrgeräusch nicht mehr so hoch war wie zu Beginn der Therapie. Über „Neues und Altes bei Morbus Menière“, einer Drehschwindelerkrankung, sprach Dr. Helmut Schaaf, Leitender Oberarzt der Tinnitus-Klinik Dr. Hesse in Bad Arolsen. Dr. Schaaf berichtete über eine neue Studie, die zu dem Ergebnis kommt, dass sich die intratympanale Gabe von Kortison, also die direkte Gabe durch das Trommelfell ins Mittelohr, als genauso wirksam bei der Schwindelreduktion erweist wie das bei Morbus Menière etablierte Medikament Gentamycin.

In der gleichermaßen spannenden wie fruchtbaren Podiumsdiskussion tauschten sich die Teilnehmer darüber aus, wie die Zusammenarbeit der an der Tinnitus-Behandlung beteiligten Akteure – HNO-Arzt, Kliniken und Hörgeräteakustiker – zum Wohle der Betroffenen optimiert werden kann. Dr. Volker Kratzsch von der HELIOS Klinik Am Stiftsberg in Bad Grönenbach sagte, es gebe „keine Verbesserung ohne Veränderung“. In seiner Klinik werde der Patient daher aufgefordert, sich nach der Reha „selbst ein Rezept zu schreiben“, um die eigene Entscheidung des Patienten für die Veränderung der Lebensumstände zu stärken. Dr. Helmut Schaaf zufolge müssten viele Patienten gar nicht in die Klinik, wenn sie zuvor besser über die Tinnitus-Symptomatik aufgeklärt würden und ihnen so die Angst genommen würde. Dr. Bernadette Talartschik kennt als niedergelassene HNO-Ärztin und Leiterin des HNO-Bereichs der Schön Klinik Bad Arolsen beide Seiten. Ihr zufolge klagten viele Patienten darüber, dass HNO-Ärzte den Betroffenen mit Aussagen wie „Sie sind austherapiert“ den Boden unter den Füßen wegzögen. Hier sei es wichtig, andere Worte zu finden. Prof. Dr. Dr. Gerhard Goebel bat HNO-Ärzte und Kliniken darum, den Betroffenen konkrete Hinweise mit Kontaktdaten auf DTL-Selbsthilfegruppen in der Nähe ihres Wohnortes zu geben. Die Hörgeräteakustiker-Meisterin Gabriele Gromke aus Leipzig berichtete, dass es zum Thema Tinnitus schon sehr viele Weiterbildungsmöglichkeiten der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker gebe. „Mein Wunsch wäre, viel mehr in Netzwerken zusammenzuarbeiten“, so Gromke. Dipl.-Ing. Siegrid Meier, Dozentin an der Akademie für Hörakustik in Lübeck, betonte, dass es wichtig sei, dass der Patient von HNO-Arzt, Klinik und Hörakustiker die gleichen Informationen bekomme. In diesem Sinne plädierte sie für gemeinsame Fortbildungen.

Am Nachmittag standen drei Workshops zur Auswahl. Um die Frage „Wie motiviere ich als Arzt oder Hörgeräteakustiker Betroffene zur Therapie mit Hörgerät und Tinnitus-Instrument und wie optimiere ich die Zusammenarbeit zwischen Klinik und regionalem Hörgeräteakustiker?“ ging es in dem Workshop von Gabriele Gromke und Dipl.-Ing. Siegrid Meier. DTL-Präsident Volker Albert sprach in seinem Workshop sehr einfühlsam über die Sicht des Betroffenen, über seine Emotionen und Bedürfnisse. „Welche Ansprüche haben Betroffene an ihre Behandlung und eine mögliche Hörgeräte-Versorgung und wie können diese in den Behandlungsablauf integriert werden?“ lautete sein Thema. Den Workshop „Therapie-Dschungel bei Tinnitus: Was ist sinnvoll für wen und wann?“ hielt Prof. Goebel.

Bildunterschriften:

Fachleute aus ganz Deutschland kamen in die Habichtswald-Klinik in Kassel-Bad Wilhelmshöhe, um sich über Behandlungsmöglichkeiten bei Tinnitus, Morbus Menière und weiteren Hörbeeinträchtigungen auszutauschen. Foto: Sabine Wagner.

Die Experten plädierten in der Podiumsdiskussion für eine gute Vernetzung aller an der Versorgung der Betroffenen beteiligten Akteure (v. l. n. r.): Dr. Helmut Schaaf, Dr. Volker Kratzsch, Dipl.-Ing. Siegrid Meier, Prof. Dr. Dr. Gerhard Goebel, Gabriele Gromke und Dr. Bernadette Talartschik. Foto: Sabine Wagner.

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal. Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de


Gesundheitsausgaben im Jahr 2015 um 4,5 % gestiegen

Pressemitteilung Nr. 061 vom 21.02.2017

WIESBADEN – Die Gesundheitsausgaben in Deutschland beliefen sich im Jahr 2015 auf 344,2 Milliarden Euro oder 4 213 Euro je Einwohner. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, entspricht dies einem Anteil von 11,3 % des Bruttoinlandproduktes. Mehr als jeder neunte Euro wurde somit für Gesundheit ausgegeben. Im Vergleich zu 2014 stiegen die Gesundheitsausgaben um 15,0 Milliarden Euro oder 4,5 %. Damit nahmen die Gesundheitsausgaben das vierte Jahr in Folge stärker zu als das Bruttoinlandsprodukt. Für das Jahr 2016 prognostiziert das Statistische Bundesamt einen Anstieg der Gesundheitsausgaben auf 359,1 Milliarden Euro.

Die gesetzliche Krankenversicherung war 2015 mit 200,0 Milliarden Euro oder 58,1 % der Gesundheitsausgaben erneut größter Ausgabenträger. Gegenüber 2014 erhöhten sich ihre Ausgaben um 8,3 Milliarden Euro oder 4,3 %. Der zweitgrößte Ausgabenträger, die privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck, wiesen einen Anstieg um 1,4 Milliarden Euro oder 3,1 % auf. Sie trugen mit 46,1 Milliarden Euro 13,4 % der Gesundheitsausgaben. Die private Krankenversicherung steigerte ihre Ausgaben um 1,5 Milliarden Euro oder 5,0 % auf 30,5 Milliarden Euro. Auf sie entfielen 8,9 % der Gesundheitsausgaben. Die soziale Pflegeversicherung hatte einen Anteil von 8,1 %. Sie verbuchte im Jahr 2015 mit einem Plus von 10,0 % oder 2,5 Milliarden Euro auf 28,0 Milliarden Euro einen überdurchschnittlichen Ausgabenanstieg. Dies ist primär auf das erste Pflegestärkungsgesetz zurückzuführen, das am 1. Januar 2015 in Kraft trat.

In den ausgewiesenen Gesundheitsausgaben sind keine Einkommensleistungen enthalten. Diese dienen dem Lebensunterhalt der Kranken und erfassen Entgeltfortzahlungen bei Krankheit und Mutterschaft. Die Einkommensleistungen beliefen sich im Jahr 2015 auf 90,7 Milliarden Euro, 6,1 % oder 5,2 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Dieser Ausgabenposten wird mit 53,1 Milliarden Euro oder 58,6 % der gesamten Einkommensleistungen mehrheitlich von den Arbeitgebern getragen. Ihre Aufwendungen für Einkommensleistungen stiegen 2015 um 7,9 % gegenüber dem Vorjahr an.

Diese Ergebnisse der Gesundheitsausgabenrechnung folgen dem Konzept des „System of Health Accounts“, welches von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) zum Zweck der internationalen Vergleichbarkeit von Gesundheitsausgaben empfohlen wird. Gemäß den dort enthaltenen Definitionen umfassen die Gesundheitsausgaben sämtliche Güter und Leistungen mit dem Ziel der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege, die Kosten der Verwaltung sowie Investitionen der Einrichtungen des Gesundheitswesens. Aufwendungen für Forschung und Ausbildung im Gesundheitswesen sowie Ausgaben für den Ausgleich krankheitsbedingter Folgen (zum Beispiel Leistungen zur Eingliederungshilfe) und Einkommensleistungen sind darin nicht enthalten. Begründet durch diese Abgrenzung weichen die Gesundheitsausgaben in der Gesundheitsausgabenrechnung von den Ausgaben der einzelnen Sozialversicherungsträger, insbesondere der gesetzlichen Krankenversicherung, ab.

Detaillierte Daten und lange Zeitreihen zu den Gesundheitsausgaben sind über die Tabellen zur Gesundheitsausgabenrechnung (23611) in der Datenbank GENESISOnline oder im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes abrufbar. Dort finden sich auch weitere gesundheitsbezogene Daten und Tabellen zu den Gesundheitsausgaben.

Weitere Auskünfte gibt:
Stefan Brungs,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 82 26,
Kontaktformular


Spielen für die Demenzforschung: AOK unterstützt Initiative der Telekom

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Berlin/Bonn – Im Jahr 2050 werden laut Expertenmeinung bis zu drei Millionen Demenzerkrankte in Deutschland leben – doppelt so viele wie heute. Während aber die Prognosen zur Demenz sehr genau ausfallen, tappen die Wissenschaftler bei der Ursachenforschung zur Krankheit noch weitgehend im Dunkeln. Mit Sea Hero Quest, so der Name eines mobilen Spiels der Deutschen Telekom, erhoffen sich Mediziner jetzt neue Erkenntnisse rund um diese heimtückische Gedächtniserkrankung. Das kostenlose Abenteuerspiel für Tablet und Smartphone liefert der Wissenschaft wichtige Daten zum Orientierungsverhalten und hat weltweit bereits 2,7 Millionen Nutzer. Die AOK unterstützt dieses Projekt und möchte deutschlandweit Menschen zur Teilnahme bewegen.

„Demenz zieht in 90 Prozent aller Fälle eine Pflegebedürftigkeit nach sich. Kein Wunder, dass der Gedanke im Alter an Demenz zu erkranken und damit schleichend die Kontrolle über sein Leben zu verlieren, vielen Menschen Angst macht. Jetzt kann jeder ein wenig dazu beitragen, der Medizin auf diesem Gebiet irgendwann einmal zum Durchbruch zu verhelfen“, erklärt Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. „Wer allein nur zehn Minuten Sea Hero Quest spielt, leistet damit umgerechnet schon einen Tag wichtige Arbeit in der Demenzforschung.“ Die AOK wird sowohl die Mitarbeiter- als auch ihre Versichertenmedien dazu nutzen, um auf diese virtuelle Seefahrt zu Forschungszwecken hinzuweisen. Außerdem wird die Initiative den Besuchern des vierten Deutschen Pflegetages vom 23. bis 25. März in Berlin am Stand der Gesundheitskasse näher vorgestellt.

Die Idee zu Sea Hero Quest entstand auf Initiative der Deutschen Telekom mit Wissenschaftlern und Spieleentwicklern. Aufgrund der hohen Akzeptanz des Spiels konnten bereits im vergangenen November erste Ergebnisse präsentiert werden. „Die positive Resonanz auf unsere Initiative hat uns überwältigt. Sie zeigt, dass Menschen den unmittelbaren Nutzen datenbasierter Dienste erkennen und den zugrunde liegenden Sicherheitsmechanismen vertrauen“, sagt Axel Wehmeier, Leiter der Telekom Healthcare Solutions. „Beides ist unverzichtbar, um Lösungen auch für weitere Fragestellungen in Forschung und Wissenschaft mit Hilfe von Big Data zu finden.“

Das Spiel selbst ist leicht erklärt: Anwender tauchen in insgesamt fünf verschiedene Landschaften ein und müssen dort ihren Orientierungssinn unter Beweis stellen. Sie navigieren unter anderem Schiffe durch Labyrinthe oder schießen Leuchtraketen aus ihrem Erinnerungsvermögen zu dem Punkt zurück, an dem sie gestartet sind. Mit den aus Spielentscheidungen gesammelten anonymen Daten können Wissenschaftler mehr über die Navigationsleistungen des Gehirns herausfinden und so besser verstehen, was genau sich bei beginnender Demenz verschlechtert. Litsch: „Wer aber nicht sofort ans Ziel findet, der muss nicht gleich in Panik geraten. Das ist noch lange kein Anzeichen, selbst daran erkrankt zu sein.“
Pressekontakt:

AOK-Bundesverband
Michael Bernatek
Tel.: 030 34646-2655
E-Mail: presse@bv.aok.de
Internet: www.aok-bv.de

Deutsche Telekom AG
Corporate Communications
Tel.: 0228 181-4949
E-Mail: medien@telekom.de
Internet: www.telekom.com

Europäischer Tag der Logopädie am 6. März 2017: Schlucken – lebenswichtig und nicht immer selbstverständlich

Europäischer Tag der Logopädie am 6. März 2017 / Schlucken - lebenswichtig und nicht immer selbstverständlich. Logopädische Schluckdiagnostik. Foto: dbl/Jan Tepass. Quellenangabe: "obs/Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V./Jan Tepass"
Europäischer Tag der Logopädie am 6. März 2017 / Schlucken - lebenswichtig und nicht immer selbstverständlich. Logopädische Schluckdiagnostik. Foto: dbl/Jan Tepass.  Quellenangabe: "obs/Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V./Jan Tepass"

Europäischer Tag der Logopädie am 6. März 2017 / Schlucken – lebenswichtig und nicht immer selbstverständlich. Logopädische Schluckdiagnostik. Foto: dbl/Jan Tepass. Quellenangabe: „obs/Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V./Jan Tepass“

Frechen. – Essen und Trinken sind ein elementarer Teil unseres Lebens. Schlucken ist hierfür unerlässlich. Dabei handelt es sich um einen angeborenen Reflex, der täglich bis zu 2000 Mal automatisch abläuft. 50 Muskelpaare und 6 Hirnnerven sind an diesem komplexen Vorgang beteiligt. Dass der Schluckakt ohne Probleme gelingt, ist nicht immer selbstverständlich. Dies gilt vor allem für ältere Menschen.

Wenn das Schlucken Probleme bereitet, kann eine Schluckstörung vorliegen, die logopädisch behandelt werden muss. Welche Maßnahmen bzw. Übungen die Probleme lösen können, welche Behandlungsmethoden zur Wiedererlangung der Schluckfähigkeit und zur Kompensation sowie zum Ausgleich von verlorenen oder verminderten Fähigkeiten des jeweiligen Patienten eingesetzt werden können, muss individuell entschieden werden. Das Ziel der logopädischen Schlucktherapie ist der bestmögliche Erhalt einer sicheren und genussvollen Nahrungsaufnahme.

Info-Hotline

Anlässlich des Europäischen Tages der Logopädie 2017 beantworten ausgewiesene logopädische Schluckexperten Fragen rund um das Thema Schlucken und Schluckstörungen. Die Info-Hotline ist am 6. März 2017 von 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr besetzt. Die Rufnummer lautet 01805 – 353532. (14 Cent/Minute aus dem Festnetz, max. 42 Cent/Minute aus den Mobilfunknetzen)

Logopädensuche

Eine Liste aller Logopädinnen und Logopäden im Deutschen Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) mit den entsprechenden Qualifikationen finden Interessierte unter www.dbl-ev.de >Logopädensuche. Auf der dbl-Website sind zudem weiterführende Informationen zum Thema Schluckstörungen unentgeltlich verfügbar.

Kostenloser Infofolder für Patienten

Was sind Anzeichen einer Schluckstörung? Welche Ursachen können ihr zugrunde liegen? Welche Folgen können auftreten? Wie können sie behandelt werden? Welche Methoden der logopädischen Schlucktherapie gibt es? Worauf sollte ich im Alltag achten, wenn ich von einer Schluckstörung betroffen bin? Antworten auf diese Fragen gibt der neue Patientenfolder, der beim dbl bestellt oder als pdf kostenlos von der dbl-Website heruntergeladen werden kann (www.dbl-ev.de >Service >EuTdL 2017)

Hintergrund

Der Europäische Tag der Logopädie wird jedes Jahr am 6. März begangen. In Deutschland ist er auch im „Jahresplaner Gesundheitstage“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gelistet. Inhaltlich geht es in diesem Jahr um das Thema Schlucken.

Ins Leben gerufen hat ihn der Europäische Dachverband der Nationalen Logopädenverbände, das Comité Permanent de Liaison des Orthophonistes-Logopèdes de l’Union Européenne (CPLOL). Dem CPLOL gehören 35 Verbände aus 32 europäischen Ländern an. Einziges deutsches Mitglied ist der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl), in dem freiberufliche und angestellte Logopäden organisiert sind.

Pressekontakt:

V.i.S.d.P.: Cordula Winterholler, Deutscher Bundesverband für 
Logopädie e.V., Augustinusstraße 11a, 50226 Frechen. Weitere 
Informationen: Margarete Feit, Tel.: 02234/37953-27, Fax: 
02234/37953-13, E-Mail: presse @ dbl-ev.de, Internet: www.dbl-ev.de