Dienstag, Februar 14th, 2017

 

Vorschau, Fakten und Highlights zur REHAB 2017

Karlsruhe, 14. Februar 2017 – Vom 11. bis 13. Mai 2017 veranstaltet die Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK) die 19. Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion. Geschäftsführerin Britta Wirtz informierte auf der heutigen Pressekonferenz zu den Weiterentwicklungen der REHAB: Neu hinzugekommen ist der „Marktplatz Homecare & Pflege“ mit einem Forum zum Thema „Außerklinische Intensivversorgung“, die REHAB-Jobbörse in Kooperation mit der Stiftung myhandicap, der Themenpark „Hören“ und die inklusiven Kochshows im Kulturbistro. Erstmals komplett belegt sind die Hallen 1 und 2, insgesamt ist ein Wachstum der Ausstellungsfläche um rund zehn Prozent zu erwarten. Zehn Marktplätze bündeln die vielfältigen Themen der REHAB, helfen Besuchern sich leicht einen Überblick zu verschaffen und fördern den lebendigen Austausch untereinander. Blinde Besucher finden sich dank eines Leitsystems auf der Messe besser zurecht. Rund 400 Aussteller aus vierzehn Ländern und rund 18.000 Fach- und Privatbesucher werden zur REHAB erwartet. Die REHAB erstreckt sich auf zwei barrierefreie Messehallen mit Aktionshalle und Freigelände. Für ein persönliches Grußwort wird Schirmherrin Verena Bentele, die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, nach Karlsruhe anreisen.

Mehr Hersteller, mehr Neu-Aussteller, mehr Länder
Mehr als 50 Prozent der REHAB-Aussteller sind Hersteller-Unternehmen: Branchengrößen wie Ottobock, MEYRA oder Permobil fehlen ebenso wenig wie Start-Ups, beispielsweise Scewo oder eMovements. Weiterhin können die Veranstalter 25 Prozent an Neu-Ausstellern verbuchen, darunter auch Aussteller aus Finnland, Polen und Russland. An einem neuen Gemeinschaftsstand der Danish Rehabilitation Group in Halle 1 präsentieren sich nach 20 Jahren wieder rund 15 dänische Unternehmen auf der REHAB. Zudem vergrößerten zahlreiche Aussteller wie Sunrise Medical, ReWalk, SORG Rollstuhtechnik, oder MobiTec ihre Stände.

Homecare & Pflege: Ein neuer Schwerpunkt der REHAB
Immer mehr Pflegebedürftige, der Mangel an Fachkräften und Überlastung in Kliniken: Der demographische Wandel und die weiter sinkende Verweildauer in Krankenhäusern fordern neue Maßnahmen und qualifizierte Angebote für die private und außerklinische Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf. Nach den neuesten Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Dezember 2015 knapp 2,9 Millionen Menschen in Deutschland pflege-bedürftig.

Im Hinblick auf diese Entwicklungen hat der Veranstalter reagiert und die Messe um das Thema „Homecare und Pflege“ erweitert. Interessierte Angehörige und Fachbesucher finden auf dem neuen Marktplatz die thematisch zugeordneten Aussteller. Darunter sind Hersteller, Händler, Pflege-Dienstleister, Einrichtungen und Verbände. Es werden Produkte und Dienstleistungen vorgestellt, die Menschen mit Assistenzbedarf den Alltag erleichtern sowie pflegende Angehörige und Fachkräfte in ihrer Arbeit unterstützen. Beispielsweise werden Angebote zur Dekubitusprophylaxe und -therapie, Beatmung bzw. Sauerstofflangzeittherapie, künstlichen Ernährung, modernen Wund-, Stoma- und Inkontinenzversorgung abgedeckt. Weiterhin zeigen Aussteller technische Pflegehilfsmittel wie Spezialbetten oder Verbrauchs- und Hygieneartikel.

Für die Krankenhausentlassung und den Übergang in die außerklinische Pflegeversorgung bieten u.a. die Experten des Competenz Netzwerk Außerklinische Intensivversorgung e.V. (CNI) kompetente Beratung. Sie bespielen auch das angrenzende Forum. Hier können beruflich Pflegende und Angehörige sich in Fachvorträgen und Diskussionsrunden zur außerklinischen Intensivversorgung informieren und weiterbilden. Pflegefachkräfte erhalten eine kostenfreie Teilnahmebescheinigung als Weiterbildungsnachweis. Darüber hinaus wird ein zweiter Themenblock im Forum von den Verantwortlichen des „Marktplatz Gehirn“ gestaltet.  Der „Marktplatz Gehirn“ ist eine Plattform der Kommunikation zwischen den einzelnen Besuchergruppen und eine Drehscheibe rund um das Thema Hirnverletzung. Betroffene und deren Angehörige können das Forum nutzen, um sich über aktuelle Themen wie das neue Bundesteilhabe- oder Pflegestärkungsgesetz zu informieren und Probleme und Erfahrungen auszutauschen.

Bildung & Beruf: Flächenvergrößerung und inhaltliche Erweiterung
Die Prognosen der Bundesagentur für Arbeit machen deutlich: Der Fachkräftemangel in der Alten- und Krankenpflege sowie in Medizin-, Reha- und Orthopädietechnik steigt künftig weiter. Und obwohl die Zahlen für Menschen mit Behinderung in einem Beschäftigungsverhältnis steigen, ist die Arbeitslosenquote (13,4 Prozent) immer noch mehr als doppelt so hoch wie die vergleichbare Quote bei Menschen ohne Handicap.

Auf dem flächenmäßig nahezu verdoppelten Marktplatz „Bildung & Beruf“ präsentieren Arbeitgeber, Institutionen und Verbände ihre Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Menschen mit Handicap können sich zu Inklusions- und Rehabilitationsangeboten informieren. Die neu entwickelte REHAB-Jobbörse vermittelt dabei direkt in offene Stellen und erleichtert Suchenden den Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern. Best-Practice-Beispiele und Konzepte zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit bieten Ansätze für Arbeitgeber und -nehmer. Im angrenzenden Forum referieren Experten zu Themen wie „Möglichkeiten einer behindertengerechten Arbeitsgestaltung“ (Technischer Beratungsdienst des Kommunalverband für Jugend und Soziales) oder „Potenziale inklusiver Arbeit, Lösungsansätze und Förderangebote der Aktion Mensch“ (Aktion Mensch).

Themenpark „Hören“
Als weitere Neuheit bereichert der Themenpark „Hören“ die Fachmesse: Rund zehn Aussteller stellen hier ihre Produkte und Dienstleistungen für Hörgeschädigte vor. Weiterhin bietet das HÖRMobil des Deutschen Schwerhörigenbund e.V. (DSB) kostenlose Hörtests an und ermöglicht Betroffenen, sich mit Schwerhörigen und Experten auszutauschen und sich individuell beraten zu lassen. Denn nach Angaben des DSBs leben in der Bundesrepublik Deutschland etwa 15 Millionen hörgeschädigte Menschen, davon sind etwa sechs Millionen so schwer betroffen, dass sie mit technischen Hilfsmitteln wie Hörgeräten versorgt werden müssen. Jedoch tragen nur rund 2,5 Millionen ein Hörgerät.

Vielfältiges Rahmenprogramm
Im Kulturbistro finden neben Autorenlesungen erstmalig auch inklusive Kochshows mit Moderator Volker Westermann statt. In Anlehnung an seine You-Tube-Kochshow „Dinner for everyone“ lädt er Prominente mit Handicap wie Samuel Koch oder Rollstuhl-Model Nina Wortmann zum gemeinsamen Kochen ein. Besucher erfahren neben Lieblingsrezepten auch mehr über die persönliche Geschichte der Gäste. Auf der Inklusiven Sportstätte zeigen Sportler ihr Können, tragen Wettkämpfe aus und treten inklusive Mannschaften gegeneinander an: Inklusives Hockey und Sitzvolleyball stehen neu auf dem Programm. Interessierte können Fahrgeräte, Autos und Hilfsmittel direkt vor Ort auf einem Parcours testen und selbst „erfahren“.

Fachvorträge und Weiterbildungen
Zu Expertenvorträgen in den Bereichen „Hilfsmittelversorgung“, „Kinder- & Jugendrehabilitation“, „Therapie & medizinische Reha“ lädt das Fachforum in Halle 1 ein. Das Forum „Bauen & Wohnen“ ergänzt den Themenbereich „Barrierefreies Bauen & Wohnen“ mit der Sonderschau „Alltagsunterstützende Assistenzlösungen“.

REHAB Karlsruhe 2017
Rund 400 Aussteller aus vierzehn Ländern sowie rund 18.000 Fach- und Privatbesucher werden zur 19. REHAB in der Messe Karlsruhe erwartet. Seit über 30 Jahren ist die Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Branche: Alle zwei Jahre treffen sich hier Fach- und Privatbesucher, um sich einen Marktüberblick zu aktuellen Trends und Neuheiten zu verschaffen und in den interdisziplinären Austausch miteinander zu treten. Eine freundliche Atmosphäre in den Hallen, und eine individuelle, persönliche Beratung der Aussteller sind bewährte Aushängeschilder der Fachmesse. Nähere Informationen unter www.rehab-karlsruhe.de

Weitere Informationen

Veranstaltungsort: Messe Karlsruhe, Messeallee 1, 76287 Rheinstetten

Zeitraum und Öffnungszeiten:

  1. + 12. Mai 2017 von 10.00 – 18.00 Uhr
  2. Mai 2017 von 10.00 – 17.00 Uhr

Tickets, Anreise und Service:

Eintrittspreise

Tageskarte                        10 Euro

Tageskarte ermäßigt*                  5 Euro

Gruppen ab 20 Personen          5 Euro pro Person

* Ein gültiger Ausweis für Menschen mit Handicap, Schüler, Studierende, Zivildienstleistende, Auszubildende oder Rentner vor Ort

Der Online-Ticketshop der REHAB ist unter www.rehab-karlsruhe.comzu finden und an den Tageskassen vor Ort

Ein kosten- und barrierefreier Bus-Shuttle verkehrt mehrmals täglich zwischen dem Karlsruher Hauptbahnhof (Bahnhofsvorplatz) und der Messe Karlsruhe.
Barrierefreie REHAB
Die Messe Karlsruhe ist barrierefrei. Alle Hallen sowie Zugänge sind ebenerdig angelegt. Parkplätze für Menschen mit Handicap befinden sich in den ersten Reihen auf dem Parkplatz P1 und am Eingang Nord-Ost. Vor Ort stehen Leih-Rollstühle, Ruhe- & Wickelräume zur Verfügung.  Kinderbetreuung wird von geschulten Inklusionspädagogen übernommen. Begleitpersonen von Menschen mit Handicap mit Ausweiskennzeichnung B erhalten freien Zutritt.

WLAN auf dem gesamten Messegelände

Besucher können 30 Min. kostenlos WLAN nutzen, darüber hinaus können sie für 5 Euro drei Stunden lang High-Speed-Internet nutzen.

Weitere Informationen unter:

www.rehab-karlsruhe.deund www.facebook.com/rehabkarlsruhe

 

Pressekontakt:

Karlsruher Messe- und Kongress -GmbH
Festplatz 9, 76137 Karlsruhe

i.A. Marion Künstel
Pressereferentin
Bereich Kommunikation
Tel.: +49 721 3720-2307
Fax: +49 721 3720-99-2307
E-Mail: marion.kuenstel@messe-karlsruhe.de

http://www.messe-karlsruhe.de

 


Unnötiger Formalismus raubt Krankenhaus-Beschäftigten Zeit für Patienten

14.02.2017 – Im Durchschnitt verbringen Krankenhausärzte rund zwei Stunden täglich mit Verwaltungstätigkeiten. Neue Vorschriften zum Verfahren der Entlassung von Krankenhauspatienten könnten den Ärztinnen und Ärzten in den Kliniken und anderen Krankenhausbeschäftigten noch mehr Zeit für die Patientenbehandlung rauben. Es droht ein bürokratischer Exzess, wenn der Rahmenvertrag zum Entlassmanagement Bestand hat, den die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen gegen den Willen der Deutschen Krankenhausgesellschaft und über das gesetzliche Maß hinaus durchgesetzt haben. Der Marburger Bund spricht sich für eine rasche gesetzliche Korrektur aus.

Ab 1. Juli dieses Jahres soll für alle Patienten aus voll- und teilstationären Behandlungen ein bundeseinheitliches Entlassungsprocedere gelten, unabhängig davon, ob sie dieses tatsächlich benötigen. Der gesetzliche Auftrag sieht vor, für die Patienten nahtlose Übergänge zwischen dem ambulanten und stationären Sektor zu schaffen. Der Rahmenvertrag geht aber weit darüber hinaus und legt ein Verfahren fest, das in hohem Maße ärztliche und andere Arbeitskraft bindet, die dringend für die eigentliche Behandlung und Betreuung und für Gespräche mit den Patienten gebraucht wird. Der Marburger Bund befürwortet ein gut organisiertes Entlassmanagement immer dann, wenn es notwendig ist, aber nicht als allenfalls symbolisch wirksame Zeitverschwendung.

Schon jetzt sind in vielen Kliniken Arztstellen nicht besetzt. Die vorhandenen Ärztinnen und Ärzte sind entsprechend belastet. Mehr Geld für Personal stellen aber weder der Gesetzgeber noch die Kostenträger in Aussicht. Auch für die notwendige IT-Ausstattung in den Krankenhäusern fehlen die Mittel. Ohne eine entsprechende digitale Infrastruktur aber wird der geforderte formalisierte Informationsaustausch zwischen Krankenhaus und ambulanter Versorgungsebene nicht reibungslos erfolgen können.

Die Neuregelung sieht auch vor, dass die Kassenärztliche Vereinigung eine zusätzliche Arztnummer an Krankenhausärzte vergibt, die Arzneimittel und andere Leistungen im Rahmen des Entlassmanagements verordnen oder eine etwaige Arbeitsunfähigkeit feststellen. Eine derart aufwändige Zwangsregistrierung ist schlicht unnötig. Jede andere Methode zur eindeutigen Identifizierung der verordnenden Krankenhausärzte ist weniger aufwändig. Es ist enttäuschend, dass die Koalition sich bisher nicht auf einen möglichen gesetzlichen Änderungsantrag im Bundestag verständigt hat, obwohl ein Entwurf dafür erörtert wurde. Ein rascher Beschluss des Gesetzgebers könnte viel unnötige Verwaltungsarbeit vermeiden helfen und einen sonst zwangsläufig erforderlichen Gerichtsprozess beenden.

Marburger Bund
Verband der angestellten und beamteten
Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.

Hans-Jörg Freese
Presse­sprecher

Reinhardtstraße 36, 10117 Berlin
Tel.: +49 30 746846-0
Fax: +49 30 746846-45
info@marburger-bund.de

Neues MDK-Faltblatt zur Pflegebegutachtung

Neuer MDK-Flyer zur Pflegebegutachtung.
Quellenangabe: „obs/MDK Nordrhein“

Düsseldorf – Mit Einführung der neuen Pflegebegutachtung hat der MDK auch die Informationen für Versicherte und ihre Angehörigen aktualisiert. Erstmals werden die Informationen zur Pflegebegutachtung auch in leichter Sprache angeboten.

Wie läuft eine Pflegebegutachtung ab? Welche Fragen werden von den Gutachterinnen oder Gutachtern gestellt? Und was ändert sich durch die Einführung des neuen Begutachtungsverfahrens in der Pflege? Vor dem Besuch einer Gutachterin oder eines Gutachters des MDK bestehen bei den Versicherten und ihren Angehörigen viele Fragen.

Damit sich Betroffene besser auf den Besuch vorbreiten können, hat der MDK ein neues Faltblatt „Informationen zur Pflegebegutachtung“ herausgegeben. Darin informiert der MDK Nordrhein kurz und verständlich über die Pflegebegutachtung. Kompakt und übersichtlich finden Interessierte zudem die wichtigsten Fakten zu den neuen Pflegegraden. In einer Checkliste sind alle Infos für die Vorbereitung des Hausbesuchs auf einen Blick zusammengefasst. Das Faltblatt wird mit der Terminankündigung automatisch allen Versicherten vor dem Hausbesuch als Brief zugeschickt.

Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Lernschwierigkeiten liegt das Faltblatt auch in leichter Sprache vor. Der MDK Nordrhein setzt sich damit für ein barrierefreies Angebot von Informationen ein. Das Faltblatt gibt es außerdem auch in englischer, griechischer, italienischer, kroatischer, polnischer, russischer und türkischer Sprache.

Das Faltblatt „Informationen zur Pflegebegutachtung“ steht auf der Homepage des MDK Nordrhein www.mdk-nordrhein.de und unter www.pflegebegutachtung.de zum Herunterladen bereit. Dort finden sich auch weitere Informationen zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff.

Pressekontakt:

MDK Nordrhein, Pressestelle
Dr. Barbara Marnach, presse@mdk-nordrhein.de, Tel.: 0211 1382-196

Gesund altern: vdek sucht Leuchtturmprojekte zur Prävention und Gesundheitsförderung

Dienstag, 14. Februar 2017

Verband der Ersatzkassen e. V.

VDEK-ZUKUNFTSPREIS 2017

 

Berlin – Gesund und fit im Alter zu sein – wer wünscht sich das nicht? Doch nicht nur für jeden Einzelnen ist gesundes Altwerden wichtig. Mit Blick auf die demografische Entwicklung ist es auch von großer gesellschaftlicher Relevanz. Prävention und Gesundheitsförderung fallen dabei Schlüsselrollen zu: Sie können entscheidend dazu beitragen, dass sich Menschen Vitalität und Lebensqualität erhalten und lange selbstbestimmt leben.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) verleiht seinen Zukunftspreis in diesem Jahr an innovative Ideen, Projekte und Best-Practice-Konzepte, die sich dem gesunden Altern widmen. Unter dem Motto „Gesundheit für Ältere gestalten – Lebensqualität fördern“ werden Projekte gesucht, die beispielsweise die Gesundheit und Selbstständigkeit älterer Mitbürger in der Kommune oder im Quartier fördern. Zur Bewerbung aufgefordert sind insbesondere Konzepte, die Menschen mit eher schlechten Gesundheitschancen erreichen können und sie bei einer gesundheitsfördernden Lebensgestaltung unterstützen. Dabei können auch Erfahrungen aus bereits umgesetzten Projekten berücksichtigt werden. Für die besten Ideen und Konzepte wird ein Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro verliehen.

Über die Preisvergabe entscheidet eine prominent besetzte Fachjury, bestehend aus:

  • Christian Zahn (Juryvorsitz), stellvertretender Verbandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek),
  • Prof. Dr. Attila Altiner, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Universität Rostock,
  • Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA),
  • Prof. Dr. Thomas Klie, Professor an der Evangelischen Hochschule Freiburg,
  • Regina Kraushaar, Abteilungsleiterin „Pflegesicherung und Prävention“ im Bundesministerium für Gesundheit (BMG),
  • Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege,
  • Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein.

Maßgebliche Kriterien bei der Bewertung sind insbesondere der Beitrag zur Förderung der Gesundheit und Lebensqualität, die versorgungspolitische Relevanz, qualitative Aspekte sowie die Praxisrelevanz.

Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular zum vdek-Zukunftspreis 2017 finden Bewerber unter www.vdek.com/ueber_uns/vdek-zukunftspreis/zukunftspreis_2017.html.

Für Fragen zur Ausschreibung steht Christin Liebrenz unter der Telefonnummer 0 30 / 2 69 31 – 1766 zur Verfügung.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen nahezu 28 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

– BARMER

– Techniker Krankenkasse (TK)

– DAK-Gesundheit

– KKH Kaufmännische Krankenkasse

– Handelskrankenkasse (hkk)

– HEK – Hanseatische Krankenkasse

* (sortiert nach Mitgliederstärke)

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist die Nachfolgeorganisation des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e. V. (VdAK), der am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet wurde. In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 320 sowie weiteren 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Presse:

Michaela Gottfried

Verband der Ersatzkassen e. V.

Askanischer Platz 1

10963 Berlin

Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00

Fax: 0 30 / 2 69 31 – 29 15

presse@vdek.com

www.vdek.com

 


Betriebliches Gesundheitsmanagement: Neue Chancen auch für kleine Unternehmen durch Digitalisierung?

 

 

Die Bundesregierung will dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement, kurz BGM genannt, zum Durchbruch verhelfen: Der Gesetzgeber hat den Krankenkassen mit dem Präventionsgesetz seit Beginn letzten Jahres deutlich mehr finanziellen Spielraum gegeben, um Unternehmen aktiv zu beraten. Denn ein großer Teil der Wirtschaft hielt sich bislang zurück.

 

Für Großunternehmen gehört es heute zunehmend zum „Employer Branding“, sich im Betrieb intensiv um die Gesundheit der Arbeitnehmer zu kümmern. Der TÜV zertifiziert bereits Unternehmen auf freiwilliger Basis, wenn sie sich dabei besonders engagieren. Und Arbeitgeber-Awards zeichnen Unternehmen aus, die Vorreiter in BGM sind.

 

Doch rund 60 Prozent aller deutschen Arbeitnehmer arbeiten in kleinen und mittleren Unternehmen und dort sieht es bislang eher bescheiden aus: So gaben 2013 in einer Studie in Rheinland-Pfalz 83 Prozent der befragten Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten an, keinerlei BGM zu betreiben. Bei den Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten waren es immerhin noch 63 Prozent. Und 2015 antworteten in einer Studie gerade einmal nur 36,7 Prozent aller befragten mittelständischen Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern, das Thema Gesundheit sei bei ihnen als „Wert in der Unternehmenskultur verankert“.

 

Die Kassen wollen nun kleine und mittlere Unternehmen überzeugen, dass sich BGM lohnt. Nicht nur durch gesteigerte Arbeitnehmerzufriedenheit, sondern auch durch niedrigere Krankenstände. „Es gibt neue Chancen und Möglichkeiten für BGM gerade in Zeiten der Digitalisierung“ betont der neue Vorsitzende der DAK-Gesundheit Andreas Storm. Etwa kommen durch neue Leistungsangebote auf dem Gesundheitsmarkt, wie Wearables mit denen ganz neue Formen von BGM möglich werden könnten. Zugleich wächst die Zahl von Unternehmen, die als Dienstleister auch kleine Unternehmen bei der Umsetzung von BGM unterstützen – von Beratung bei der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung über physiotherapeutische Maßnahmen mit den Mitarbeitern sowie Gesundheitsgutscheine für Präventionskurse bis zu Gestaltung umfangreicher BGM-Pakete. Aber auch Alltagsaktivitäten, die Bewegungsmöglichkeiten der Mitarbeiter steigern, wie etwa das Projekt „Stair Talk“ können Verbesserungen bringen.

 

Wie wird man zum attraktiven Arbeitgeber? Gesundes Arbeiten und Betriebliches Gesundheitsmanagement“ lautet der Titel einer Veranstaltung auf dem Gesundheitskongress des Westens im März in Köln. Dabei sind: Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, Frank Böker, Vorsitzender der Geschäftsführung der Johanniter GmbH, Prof. Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung der Deutschen Sporthochschule Köln, Frank Laakmann, Bereichsdirektor der HanseMerkur Krankenversicherung, und Dr. Joachim Goldbeck, Direktor und Bereichsleiter Personal der Deutschen Apotheker- und Ärztebank.

 

Der Gesundheitskongress des Westens ist der führende Kongress für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft im Westen Deutschlands. Auch 2017 werden wieder rund 900 Besucher erwartet – Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und –unternehmen, aus Forschung und Wissenschaft sowie der Pflege. Die elfte Auflage der jährlich ausgerichteten Veranstaltung findet am 7. und 8. März 2017 im Kölner Kongresszentrum Gürzenich statt.

 


 

Weiterführende Information:

http://www.gesundheitskongress-des-westens.de | @GdW_Kongress

 

Pressekontakt und Akkreditierung für Journalisten:

Ralf-Thomas Hillebrand

presse@wiso-gruppe.de

Tel.: 030 2639249-17, Fax: 030 2639249-10

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