Februar, 2017

 

TagesTrainingsZentrum Oschatz: Tag der offenen Tür mit Fachbeitrag, Lesung & Ausstellung

23. März 2017
9:30bis15:00

Zum diesjährigen Tag der offenen Tür im TagesTrainingsZentrum Oschatz der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH am Donnerstag, den 23. März 2017 von 9:30 – 15:00 Uhr sind Fachkräfte, Netzwerkpartner und Interessenten herzlich eingeladen!

Lernen Sie die Einrichtung und Angebote im Rahmen der sozialen und beruflichen Teilhabe für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen kennen und treten Sie in Austausch zu Herausforderungen und Erfahrungen rund um Themen der Wiedereingliederung.

Den kulturellen Rahmen des Tages gestalten zwei Betroffene, die ihre künstlerischen Arbeiten in Form von Bildern und Texten präsentieren. Einen fachlichen Beitrag zur Neuropsychologie und den Möglichkeiten und Grenzen in der Praxis der beruflichen Rehabilitation liefert Jörg Streicher, Dipl. Psychologe im TTZ Oschatz und angehender Neuropsychologe.

Folgende Programmpunkte sind geplant:

9:30   – 10:00  Begrüßung & Eröffnung der Bilderausstellung von Anika Rabe

10:00 – 11:30  Neuropsychologische Störungsbilder –  Chancen und Stolpersteine bei der beruflichen Wiedergliederung  – Fallbeispiele aus der Arbeit des TTZ; Fachbeitrag Dipl.-Psych. Jörg Streicher, Neuropsychologe i.A.

11:30 – 12:30  Einblick in die neurospezifische Eignungsabklärung sowie das störungsspezifische und fachpraktische Training im TTZ; offene Diskussion und Austausch mit TTZ Leiterin Steffi Flux

12:30 – 13:00  Mittagspause

13:00 – 14:00  „Irgendwo zwischen Himmel und Hölle“ – Buchlesung mit Virginie Blei

14:00 – 15:00  offene Diskussionsrunde zu Fragen der beruflichen Rehabilitation nach Schädel-Hirn-Verletzung

Die Veranstaltung wurde durch die DGUV mit 5 Weiterbildungsstunden für die Rezertifizierung zum CDMP anerkannt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Ihre Anmeldung per Mail an info-ttz-oschatz@faw.de oder telefonisch unter 03435 67320-12.

Veranstaltungsort: TagesTrainingsZentrum (TTZ) der FAW gGmbH

Lutherstraße 20 in 04758 Oschatz


Therapiedienste Volmarstein GmbH (TDV) investiert in medizinische Trainingsgeräte

Die Therapiedienste Volmarstein GmbH (TDV) hat für ihre Patienten der ambulanten Rehabilitation und ihre Kunden im Therapiezentrum Orthopädische Klinik (TZO) in medizinische Trainingsgeräte investiert. Die Geräte haben alle einen Mini-Bildschirm, der genau anzeigt, wie der Bewegungsablauf sein soll. „Damit und mit der engen Begleitung durch ausgebildete Physiotherapeuten verhindern wir, dass die Menschen die Geräte falsch benutzen und sich dadurch noch mehr Schaden zufügen“, erklärt Philipp Zaydowicz, Therapieleiter der Therapiedienste Volmarstein (TDV).

Neues Bewegungskonzept – TDVAktiv

Die medizinischen Geräte sind Teil des neuen Bewegungskonzeptes „TDVAktiv“. Menschen jeden Alters können hier etwas für ihre Gesundheit tun. „Bei uns trainieren Sportler, Physiotherapie-Patienten, Patienten der ambulanten Rehabilitation und orthopädische Patienten die über ihre Verordnungen hinaus noch zusätzlich etwas für sich tun möchten“, berichtet der Therapieleiter. „Es geht darum, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit zu fördern oder zu erhalten.“ Bei TDVAktiv sind verschiedene Sport-Pakete möglich. Neben dem Gerätetraining werden verschiedene Bewegungs- und Entspannungskurse und Aquafitness angeboten.

Über die TDV

Die TDV ist Teil der Ev. Stiftung Volmarstein. Die Mitarbeitenden haben langjährige Erfahrung in der Betreuung und Versorgung von Menschen mit Handicap. Das Unternehmen bietet Ambulante Rehabilitation, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Prävention und Sport. Außerdem ist die TDV Spezialist in der Versorgung von Hilfsmitteln der Bereiche Orthopädietechnik, Orthopädie-Schuhtechnik und Rehatechnik. Die enge Verzahnung zwischen der Stiftung Volmarstein und der TDV ermöglicht eine umfassende Versorgung aus einer Hand.

Kontakt:

Therapiedienste Volmarstein GmbH, Christian Meise, Geschäftsführer

Therapiezentrum Orthopädische Klinik, Lothar-Gau-Str. 11, 58300 Wetter (Ruhr)

Tel. 0 23 35 / 639 41 07, E-Mail: meisec@esv.de, www.td-volmarstein.de


Gesundheitszentrum Federsee startet Kooperation mit EXperts for TRAining

Im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement erweitert das Gesundheitszentrum Federsee in Bad Buchau das Angebot und unterstützt Firmen und öffentliche Verwaltungen zukünftig auch beim Thema Gewaltprävention.

 

„Mit EXperts for TRAining konnten wir einen kompetenten und erfolgreichen Partner für unser ganzheitliches Portfolio finden“, so Dr. Knyrim, Leiter Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) am Gesundheitszentrum Federsee.

EXperts for TRAining ist spezialisiert auf Gewaltprävention, darunter fällt insbesondere die Gefahrenvermeidung, Deeskalation und realistische Selbstverteidigung. Geführt wird das Unternehmen von dem Sportwissenschaftler Dr. Jürgen Fritzsche, Chefausbilder des deutschen Karate-Verbandes und mehrfacher Deutscher Karate-Meister.

Neben Gewaltprävention bietet das Gesundheitszentrum Federsee ein breites Spektrum an Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung an. Mit Gesundheits-Checkups, Vorträgen zum Thema Stress oder Ernährung, und Gesundheitsangeboten, wie z.B. Rücken-Fit und Sling-Training, kann gezielt die Gesundheit von Mitarbeitern gefördert und gesteigert werden.

Die Dachmarke Gesundheitszentrum Federsee, bestehend aus der Federseeklinik, der Schlossklinik, dem Thermenhotel „Gesundheits-Bad Buchau“ sowie der Adelindis Therme, bietet ganzheitliche Gesundheitskompetenz vereint am Standort Bad Buchau.

Weitere Informationen finden Sie unter:

gesundheitszentrum-federsee.de


Die Deutsche Krebshilfe gibt Tipps zum Darmkrebsmonat März

Bonn. Viele Menschen zieht es im März wieder ins Freie – sich bei wärmenden Sonnenstrahlen zu bewegen ist angesagt. Das tut nicht nur der Seele, sondern auch der Gesundheit gut. „Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, sein Leben bewegungsreich zu gestalten, beispielsweise Wandern oder Radfahren. Aber auch Gartenarbeit ist gesund, hält fit und reduziert das Darmkrebsrisiko“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt alle „Bewegungswilligen“ bei ihrem Vorhaben: Mit dem kostenlosen Präventionsratgeber „Schritt für Schritt. Mehr Bewegung – Weniger Krebsrisiko.“ motiviert die Deutsche Krebshilfe alle Interessierten hin zu einem bewegungsreichen Leben.

Laut des aktuellen Ernährungsberichts der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist die Zahl der Übergewichtigen in Deutschland so hoch wie nie. Rund 59 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen bringen zu viele Kilos auf die Waage. Ein hoher Körperfettanteil erhöht das Krebsrisiko für mindestens 13 Krebsarten. Dazu gehört unter anderem Darmkrebs. Die Deutsche Krebshilfe nimmt daher den diesjährigen Darmkrebsmonat zum Anlass, über die krebsvorbeugenden Effekte von Bewegung und Normalgewicht zu informieren. Denn: Jährlich erkranken in Deutschland derzeit rund 27.600 Frauen und 33.400 Männer neu an einem bösartigen Tumor des Darms.

Das Risiko für eine Dickdarmkrebserkrankung sinkt bei regelmäßiger körperlicher Aktivität um 20 bis 30 Prozent. Experten raten deshalb dazu, sich täglich mindestens 30 Minuten moderat zu bewegen und dabei etwas ins Schwitzen zu kommen. Kinder und Jugendliche sollten täglich mindestens eine Stunde körperlich aktiv sein. Regelmäßiges Bewegen aktiviert den Stoffwechsel. Dies stärkt das Immunsystem und unterstützt Vorgänge, durch die der Körper Schäden am Erbgut selbst reparieren kann. Darüber hinaus hemmen Bewegung und Sport entzündliche Prozesse im Organismus und erleichtern die Gewichtskontrolle.

„Es lohnt sich, seinen Körper bewegungsreich zu fordern – für die eigene Gesundheit und ein vermindertes Krebsrisiko. Zudem pflegen Menschen, die gern und viel körperlich aktiv sind, oft einen gesünderen Lebensstil als Bewegungsmuffel,“ betont Gerd Nettekoven. „Sie ernähren sich zumeist bewusster, rauchen seltener, trinken nur wenig Alkohol und verbringen mehr Zeit an der frischen Luft. So senken sie zusätzlich aktiv und selbstbestimmt ihr individuelles Darmkrebsrisiko.“

Wer seinen Alltag bewegungsreicher gestalten möchte, erhält Tipps und Anleitungen im Präventionsratgeber der Deutschen Krebshilfe „Schritt für Schritt. Mehr Bewegung – Weniger Krebsrisiko“. Der Ratgeber enthält ausführliche Informationen, Motivationstipps sowie Trainingspläne für Anfänger und Fortgeschrittene. Darüber hinaus bietet die Deutsche Krebshilfe kostenlose Informationsmaterialien zum Thema Darmkrebs an: Ratgeber und Faltblätter können bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, bestellt und im Internet unter www.krebshilfe.de/informieren heruntergeladen werden. Eine persönliche Beratung bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Informations- und Beratungsdienstes der Deutschen Krebshilfe INFONETZ KREBS unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 80708877.

Hintergrundinformation: Darmkrebs vorbeugen

Ein gesunder Lebensstil ist die beste Möglichkeit, einer Darmkrebserkrankung vorzubeugen. Hierzu zählen eine ballaststoffhaltige, fett- und fleischarme Ernährung, viel Bewegung und das Vermeiden von Tabakrauch sowie regelmäßigem Alkoholkonsum. Die Präventionsbroschüren und -faltblätter der Deutschen Krebshilfe informieren über Chancen und Möglichkeiten einer gesunden Lebensweise und zeigen, wie leicht diese im Alltag umzusetzen ist.

Interviewpartner auf Anfrage!

Pressekontakt:

Deutsche Krebshilfe
Pressestelle 
Buschstr. 32
53113 Bonn
Telefon: 02 28/7 29 90-96
E-Mail: presse@krebshilfe.de
Internet: www.krebshilfe.de

Der Kongress für Altersmedizin – Geriatrie in Klinik und Praxis für das gesamte multiprofessionelle Team

Pressemitteilung 02-2017 (22.02.2017)

Vom 4. – 5. Mai 2017 findet in Berlin der erste Kongress für Altersmedizin statt. Veranstaltet vom Bundesverband Geriatrie gemeinsam mit den Landesverbänden Berlin und Brandenburg.

Das Konzept des Kongresses ist neu: er soll dem gesamten multiprofessionellen geriatrischen Team aus Ärzten, Pflegenden und Therapeuten professionelle Fortbildungsmöglichkeiten bieten. Damit hebt er sich deutlich von bereits existierenden geriatriespezifischen Veranstaltungen ab.

Umgesetzt wird dieser Ansatz an beiden Veranstaltungstagen durch interdisziplinär ausgerichtete Vorträge und Seminare für alle an der altersmedizinischen Versorgung beteiligten Berufsgruppen.

Ansgar Veer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Geriatrie erläutert: „Die demografiebedingt wachsende Bedeutung der Altersmedizin schlägt sich im Kongress- und Veranstaltungsbereich noch nicht entsprechend nieder. Das soll sich mit unserem innovativen ‚Kongress für Altersmedizin‘ ändern. An einem zentralen Veranstaltungsort in Berlin möchten wir einen jährlichen, breit wahrnehmbaren und praxisorientieren Branchentreff etablieren.“

„Unser neuer ‚Kongress für Altersmedizin‘ soll keine Konkurrenzveranstaltung zum jährlichen wissenschaftlichen Kongress der geriatrischen Fachgesellschaften sein“, betont Dr. Eric Hilf, Vorsitzender des Landesverbandes Geriatrie Berlin. „Er stellt vielmehr ein ergänzendes Angebot mit dem Fokus auf die Praxis und den Versorgungsalltag dar.“

Dr. Karin Schmidt, Vorsitzende des Landesverbandes Geriatrie Brandenburg, ergänzt: „Das Programm des Kongresses ist klar gegliedert und folgt unserem neuen interdisziplinären, praxisorientierten und multiprofessioniellen Ansatz. Auf einen einleitenden Impulsvortrag folgen jeweils thematisch vertiefende Vorträge bzw. parallel ein Anwenderseminar. In diesen Seminaren werden Beispiele aus der Praxis und gezielte therapeutische Maßnahmen vorgestellt.“

Interessenten können sich direkt auf der Kongresshomepage anmelden. Dort finden sie auch weitere Informationen zu Programm, Themen, Referenten und Veranstaltungsort: http://der-kongress-fuer-altersmedizin.de/

Bundesverband Geriatrie e.V.
Reinickendorfer Straße 61
13347 Berlin
Tel.: 030 / 339 88 76 – 10
Fax: 030 / 339 88 76 – 20
E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

http://www.bv-geriatrie.de


Im Austausch mit Experten: Herz – Diabetes – Rücken – Hygiene – die Themen der Bad Oeynhausener Gesundheitsgespräche 2017

Auch in diesem Jahr finden die bewährten „Bad Oeynhausener Gesundheitsgespräche“ statt. Die beiden Partner AOK NORDWEST und MATERNUS-Klinik organisieren nun schon zum achten Mal diese Veranstaltungsreihe mit Gesundheitsthemen für Jedermann.

v. l. Bogumil Pajak (Oberarzt Orthopädie), Martina Nentwich (Marketing MATERNUS-Klinik), Philipp Netz (Oberarzt Kardiologie/Innere Medizin), Dr. Dirk-Theodor Schraeder (Oberarzt Orthopädie), Petra Ensminger (1. Vorsitzende Kneipp-Verein Bad Oeynhausen), Jörg Lewe, Abteilungsleiter Marketing/Produkte AOK NordWest, Martin Groll (Verwaltungsdirektor MATERNUS-Klinik) Foto: Vera Dreckmeier, AOK NordWest

v. l. Bogumil Pajak (Oberarzt Orthopädie), Martina Nentwich (Marketing MATERNUS-Klinik), Philipp Netz (Oberarzt Kardiologie/Innere Medizin), Dr. Dirk-Theodor Schraeder (Oberarzt Orthopädie), Petra Ensminger (1. Vorsitzende Kneipp-Verein Bad Oeynhausen), Jörg Lewe, Abteilungsleiter Marketing/Produkte AOK NordWest, Martin Groll (Verwaltungsdirektor MATERNUS-Klinik)
Foto: Vera Dreckmeier, AOK NordWest

Erstmals in diesem Jahr wird es auch einen „aktiven“ Abend geben: Petra Ensminger, Erste Vorsitzende des Kneipp-Vereins Bad Oeynhausen, präsentiert unterschiedliche gesundheitsfördernde Bewegungsangebote unter dem Motto „Fit in den Frühling“ und lädt die Teilnehmer zum Mitmachen ein. Nahezu passend zum Frühlingsanfang findet dieses Thema am 28. März statt. MATERNUS-Klinik und Kneipp-Verein kooperieren schon seit längerem und können somit ein breites Spektrum an sowohl präventiven wie auch ergänzenden Gesundheitsmaßnahmen anbieten.

Aber auch bei allen weiteren Themen wie „Ernährung für Diabetiker“ am 25. April – ein spezielles Fachgebiet des Diabetologen Dr. Horst Meruna –  oder „dem akuten Herzinfarkt“ am 10. Oktober, auf den Philipp Netz, Oberarzt Innere Medizin und Kardiologie der MATERNUS-Klinik, näher eingeht, stehen die Mediziner mit ihrem Fachwissen für alle Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Denn die Veranstaltungsreihe steht unter dem Motto „Gesundheit im Dialog“. So gibt es nach den Fachvorträgen immer genügend Zeit für anschließende individuelle Fragerunden.

Der erste Termin des Jahres widmet sich dem Thema „Das diabetische Fußsyndrom“. Dr. med. Dirk-Theodor Schraeder, Oberarzt der Orthopädie in der MATERNUS-Klinik, ist Fußspezialist und erläutert aus seiner fachlichen Sicht die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten eines verformten Fußes beim diabetischen Krankheitsbild. Welche Faktoren spielen hierbei eine Rolle? Was ist zu berücksichtigen? Was ist zu tun? Antworten auf all diese Fragen und weiterführende Informationen erhalten alle Interessierten am kommenden Dienstag, 28. Februar um 18 Uhr im Vortragssaal der MATERNUS-Klinik.

Die zweite Jahreshälfte beginnt mit dem Zitat: „Ich hab Rücken!“ Bogumil Pajak, Oberarzt der Orthopädie, greift diesen Ausspruch von „Horst Schlämmer“ alias Hape Kerkeling auf und berichtet am 5. September über das allseits bekannte Krankheitsbild und zeigt auf, woher die Schmerzen kommen können. Nach den traditionellen Herzwochen mit Herrn Netz macht Alexander Rohloff, Hygienebeauftragter der MATERNUS-Klinik, in diesem Jahr den Abschluss der Veranstaltungsreihe: am 14. November warnt der Hygienefachmann vor den Krankheitserregern, die nicht nur in Krankenhäusern und Kliniken verbreitet sind, sondern überall im Haushalt und im täglichen Umgang miteinander auf uns lauern. Die Teilnehmer werden erfahren, wie man sich schützen kann.

Die Veranstalter AOK und MATERNUS setzen sich zum Ziel, neben altbewährten auch immer wieder neue und interessante Themen zu präsentieren: es ist sicherlich für Jeden etwas dabei; mittlerweile können schon viele Stammgäste begrüßt werden, die sich fast keinen Termin entgehen lassen.

 

Es sind alle Interessierten hierzu herzlich eingeladen, unabhängig von ihrer Kassenzugehörigkeit. Die Teilnahme ist kostenlos. Um telefonische Voranmeldung wird unter 05221 594 299 gebeten. Die Veranstaltungen, wie immer in den Räumen der MATERNUS-Klinik, beginnen jeweils um 18 Uhr.

Das Programm 2017 mit allen Terminen, Themen und Referenten liegt als Flyer in allen AOK-Kundencentern und Apotheken aus und steht zum Lesen, Ausdrucken und Downloaden auf den Internetseiten der beiden Veranstalter unter www.aok.de/nw und www.maternus-klinik.de.


 Infokasten:

Termine und Themen 2017

28.02.2017    18.00 Uhr                            Das diabetische Fußsyndrom – Was ist zu tun?

Ursachen und mögliche Behandlungsformen
Dr. med. Dirk-Theodor Schraeder
Oberarzt Orthopädie

 

28.03.2017    18.00 Uhr                              Fit in den Frühling!

Aktive Bewegungsangebote zur
Gesundheitsförderung
Petra Ensminger
1.. Vorsitzende des Kneipp-Vereins
Bad Oeynhausen

 

25.04.2017    18.00 Uhr                            Aktuelle Aspekte bei der Ernährung für Diabetiker

Dr. med. Horst Meruna
Leitender Arzt / Diabetologe

05.09.2017    18.00 Uhr                             „Ich hab Rücken!“ – Woher die Schmerzen kommen können

Bogumil Pajak
Oberarzt Orthopädie

 

10.10.2017    18.00 Uhr                              Herzwoche 2017:  Herz in Gefahr – der akute Herzinfarkt

Philipp Netz
Oberarzt Innere Medizin / Kardiologie

 

14.11.2017    18.00 Uhr                              Hilfe – Krankheitserreger überall! Wie kann ich mich schützen?

Alexander Rohloff
Hygienefachkraft

 

 

Ansprechpartner:

Johannes Assfalg                                                    Gerhard Wiechers
Geschäftsführer                                                       Regionaldirektor
Am Brinkkamp 16                                                  Kurfürstenstr. 3-7
32545 Bad Oeynhausen                                         32052 Herford
Tel.: 0 57 31/85 83 04                                            Tel.: 0 52 21/594-200
E-Mail: johannes.assfalg@maternus.de            E-Mail: gerhard.wiechers@nw.aok.de


Pflege ist wichtiges Thema für die Bundestagswahl 2017

Berlin. – Pflege ist wichtiges Thema für die Bundestagswahl 2017 ZQP-Studie: Für 43 Prozent der Bürger ist das Thema Pflege sehr wichtig bei ihrer Wahlentscheidung. 71 Prozent halten die Arbeitsbedingungen in der Pflege für am dringendsten verbesserungsbedürftig.

Das Thema Pflege kann bei der Bundestagswahl eine erhebliche Rolle spielen. 43 Prozent der Deutschen sehen die Versorgung älterer hilfebedürftiger Menschen als sehr wichtig dafür an, wie sie am 24. September ihren Stimmzettel ausfüllen wollen. In der für den Wahlausgang besonders maßgeblichen Altersgruppe 50+ sind es sogar 53 Prozent an. Dies ergab eine repräsentative Bevölkerungsbefragung der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).

Viele zweifeln offenbar an der Pflegequalität in Deutschland. Zwar glaubt fast die Hälfte der Befragten (42 Prozent), die Pflege in der Bundesrepublik sei gut oder sehr gut. Die Mehrheit allerdings (55 Prozent) hält die Pflegequalität für weniger gut oder sogar schlecht. Personen mit persönlicher Pflegeerfahrung sind hier mindestens genauso kritisch (59 Prozent). Entsprechend wird Handlungsbedarf bei den Rahmenbedingungen in der Pflege gesehen. In erster Linie betrifft das die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege (71 Prozent). 42 Prozent der Befragten glauben, dass pflegende Angehörige dringend besser unterstützt werden müssen.

„Trotz aktueller Leistungsverbesserungen in der Pflegeversicherung darf niemand glauben, die Herausforderungen in der Pflege seien nun bewältigt. Die Befragung zeigt, dass die Bürger Pflege als politisch hochrelevantes Thema sehen. Die Wähler werden auch nach der Bundestagswahl genau verfolgen, welche Wege die Parteien hier zukünftig gehen wollen. Zum Beispiel bei den noch nicht ausgestalteten, aber zentralen Aspekten der Pflegereformen „Personalausstattung“ und „Transparenz von Qualität“ gilt es, überzeugende Lösungen zu präsentieren“, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP. Aber auch auf anderen Feldern der Pflegequalität besteht aus Expertensicht dringender Handlungsbedarf: „Bei der Durchsetzung der Rechte von pflegebedürftigen Menschen – insbesondere beim Schutz vor Gewalt, aber auch in den Bereichen Prävention und Rehabilitation – gibt es sehr viel zu tun“, so Suhr weiter.

Gefragt nach dringenden Problemen in einer konkreten Versorgungssituation kommen die Bürger zu einer ähnlichen Einschätzung: Am wichtigsten ist ihnen vor allem, dass mehr Zeit für persönliche Zuwendung bleibt (68 Prozent) und die Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen gefördert wird (54 Prozent).

Die Befragung bestätigt zudem, dass es der Wunsch der meisten Deutschen ist, im Fall von Pflegebedürftigkeit zuhause leben zu können. Dies geben 70 Prozent der Teilnehmer an. Fast jeder Zweite wünscht sich dazu einen Mix aus familialer und professioneller Pflege (47 Prozent). Sorgen bereiten vor allem mögliche kognitive Einschränkungen (63 Prozent), die Abhängigkeit von anderen Menschen (56 Prozent) und die Angst vor finanziellen Sorgen und Einsamkeit (36 bzw. 32 Prozent).

Die vollständige Untersuchung sowie mehr zum Thema finden Sie unter www.zqp.de.

Methodik: Dieser Auswertung liegt eine anonyme Bevölkerungsumfrage zugrunde, in der mittels einer repräsentativen Stichprobe Einschätzungen zum Thema „Herausforderung Pflege – Bürgerperspektive im Wahljahr 2017“ erfragt wurden. Die Stichprobengröße umfasst über 2.000 Befragte (N=2.007). Die Befragung wurde in der Zeit vom 2. bis 10. Januar 2017 durchgeführt. Die Grundgesamtheit bildeten die deutschsprachige Bevölkerung ab 18 Jahre bundesweit, repräsentiert in einem Panel mit ca. 20.000 Personen. Als Erhebungsmethode kam die In-Home-Befragung per PC bzw. Set-Top-Box am TV-Bildschirm zum Einsatz. Anschließend wurde die Personenstichprobe nach Region, Alter, Geschlecht und Bildung gewichtet. Die statistische Fehlertoleranz der Untersuchung in der Gesamtstichprobe liegt bei +/- 2 Prozentpunkten.

Pressekontakt:

Torben Lenz
Tel. 030-275 93 95 15
E-Mail: torben.lenz@zqp.de

Ausländische Pflegekräfte werden heimisch in Bad Liebenstein

Zwölf neue Pflegefachkräfte konnte die MEDIAN Heinrich-Mann-Klinik in den vergangenen sechs Monaten gewinnen / Neues Recruiting-Konzept verbindet berufliche Qualifizierung und soziale Integration / Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen mit großem Engagement neugewonnene Kollegen

 

Sie freuen sich, an der MEDIAN Meinrich-Mann-Klinik zu sein: Die zwölf neuen Gesundheits- und Krankenpfleger/rinnen stammen aus Ungarn, Rumänien, der Ukraine und Albanien.

Sie freuen sich, an der MEDIAN Meinrich-Mann-Klinik zu sein: Die zwölf neuen Gesundheits- und Krankenpfleger/rinnen stammen aus Ungarn, Rumänien, der Ukraine und Albanien.

Eine durchweg positive Halbjahresbilanz zieht die MEDIAN Heinrich-Mann-Klinik in Bad Liebenstein mit ihrem neuen Konzept zur Rekrutierung und Integration ausländischer Pflegefachkräfte. Zwölf ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger und -pflegerinnen konnte die Klinik in den vergangenen sechs Monaten gewinnen und in unbefristete Arbeitsverhältnisse übernehmen. Sie kommen aus Ungarn, Rumänien, der Ukraine und Albanien. Im ersten Halbjahr 2017 werden weitere acht Pflegekräfte aus dem Kosovo, vier aus Tunesien und Marokko, fünf von den Philippinen sowie weitere aus der Ukraine erwartet. „Unsere Idee, Pflegekräfte im Ausland anzuwerben und ihnen mithilfe unserer Integrationsbeauftragten den Weg zu eben für eine langfristige berufliche und persönliche Perspektive in unserer Region, geht auf“, freut sich Martin Kubiessa, Kaufmännischer Leiter der MEDIAN Heinrich-Mann-Klinik. „Die Kolleginnen und Kollegen, die wir in feste Arbeitsverträge übernommen haben, sind in ihren Abteilungen gut integriert, bei den Patienten beliebt, und wohnen mittlerweile auch in ihren eigenen vier Wänden.“

Angehende Pflegekräfte sind hochmotiviert

Nadja Lipp, die die Neuankömmlinge seit Mitte 2016 begleitet, weiß auch, wie viel Anstrengung hinter diesem Erfolg steckt. „Schon das Bewerbungsverfahren ist ungewöhnlich, denn das Bewerbungsgespräch wird per Videokonferenz geführt und für eine Hospitation in unserer Klinik wird ein Flug gebucht“, erklärt die Integrationsbeauftragte. Wenn dann alles zusammen passt, bekommt der Bewerber einen auf ein Jahr befristeten Arbeitsvertrag als Pflegehelfer. In diesem Jahr wird seine Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpfleger angestrebt – manchmal nur eine Formsache, manchmal jedoch mit einem hohen Lernaufwand verbunden. „Die Anforderungen an die Ausbildung in Deutschland sind hoch und die Bewerber je nach Herkunftsland sehr unterschiedlich qualifiziert“, beschreibt Nadja Lipp die Situation. „Und neben dem pflegefachlichen Lernstoff büffeln sie in ihrer Freizeit auch noch Deutsch, um ihre Sprachkenntnisse stetig zu verbessern“, lobt die examinierte Krankenschwester und ausgebildete Kauffrau im Gesundheitswesen die hohe Motivation der jungen Pflegekräfte. Nach erfolgreicher Anerkennung vor dem Thüringer Landesverwaltungsamt werden die Pflegekräfte in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis an der Heinrich-Mann-Klinik übernommen.

Engagement der Kollegen ist Erfolgsrezept

Mit welch großem persönlichen Engagement sich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für ihre neuen Kolleginnen und Kollegen einsetzen, zeigt das Beispiel von Liridona Spahija. Die 26-jährige junge Frau kam im Oktober aus dem Kosovo nach Bad Liebenstein. Als Hospitantin sollte sie drei Monate lang die Klinik kennenlernen und bereitete sich intensiv auf ihre Abschlussprüfung vor. Weil das Fach „Deutsch“ dabei leider etwas zu kurz kam, boten spontan zwei Kolleginnen der Beatmungsstation an, die junge Frau privat bei sich zu Hause unterzubringen, um so die Deutschkenntnisse zu verbessern. Mit „Familienanschluss“ klappte es dann mit dem Sprechen und Verstehen deutlich besser. Als für Liridona Spahija dann kurz vor Weihnachten die Rückreise in den Kosovo anstand, legten die Kolleginnen und Kollegen Geld zusammen, um ihr einen Deutschkurs in ihrer Heimat möglich zu machen. Wenn mit dem Visum und der Anerkennung alles klappt, wird die junge Frau schon bald als Pflegehelferin und später als Krankenschwester das Team der MEDIAN Klinik Bad Liebenstein verstärken.

Konzept soll Schule machen

Damit sich Liridona Spahija und die anderen ausländischen Kolleginnen und Kollegen in ihrer neuen Umgebung auch wohl fühlen können, ist dann wieder Nadja Lipp gefragt. Die Integrationsbeauftragte hilft bei alltäglichen und organisatorischen Notwendigkeiten wie der Anmietung einer Wohnung, Behördengängen oder der Wahl eines Hausarztes. „Die Arbeit als Integrationsbeauftragte ist außerordentlich vielseitig und man sammelt eine Reihe von Erfahrungen, die in das Konzept einfließen“, erläutert sie den Prozess. „Im Laufe dieses Jahres wollen wir ein tragfähiges Konzept entwickeln, das auch in anderen MEDIAN Kliniken implementiert werden kann zum erfolgreichen Recruiting ausländischer Pflegekräfte und anderer medizinischer Fachkräfte“, ergänzt der Kaufmännische Leiter, Martin Kubiessa.

Über MEDIAN

MEDIAN wird im Jahr 2017 zu einem Gesundheitsunternehmen mit 121 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen in 14 Bundesländern wachsen. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit zukünftig 18.000 Betten und Behandlungsplätzen und ca. 15.000 Beschäftigten besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe und gestaltet die Entwicklung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland aktiv mit.

 

 

Kontakt:

MEDIAN Heinrich-Mann-Klinik Bad Liebenstein

Heinrich-Mann-Straße 34 | 36448 Bad Liebenstein

www.median-kliniken.de

Martin Kubiessa

Kaufmännischer Leiter

Tel.: 036961 37-203

E-Mail: martin.kubiessa@median-kliniken.de

Nadja Lipp

Integrationsbeauftragte

Tel.: 036961 37-326

E-Mail: nadja.lipp@median-kliniken.de


Experten plädieren beim 20. Klinikvertretertreffen und 12. TRT-Treffen der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. für eine interdisziplinäre Versorgung

In diesem Jahr lud die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) bereits zum 20. Mal Fachleute aus Tinnitus-Kliniken und ambulanten Tinnitus-Zentren, HNO-Ärzte, Psychotherapeuten sowie Hörgeräteakustiker ein. Am Samstag, den 18. Februar 2017 kamen rund 50 Experten aus ganz Deutschland in die Habichtswald-Klinik in Kassel-Bad Wilhelmshöhe, um sich über Behandlungsmöglichkeiten bei Tinnitus und weiteren Hörbeeinträchtigungen auszutauschen. In der Podiumsdiskussion plädierten die Fachleute für eine gute Vernetzung aller an der Versorgung der Betroffenen beteiligten Akteure.

Zum Auftakt hieß die Verwaltungsleiterin der Habichtswald-Klinik Tanja Löwenstein die Teilnehmer herzlich willkommen. DTL-Präsident Volker Albert bedankte sich in seiner Begrüßungsrede bei der Habichtswald-Klinik dafür, „dass wir schon seit 20 Jahren hier so herzlich aufgenommen werden“. DTL-Vizepräsident Prof. Dr. Dr. Gerhard Goebel informierte anschließend über die Ergebnisse aus einer Fragebogenaktion an die Kliniken. Bemerkenswert sei hier der steigende Anteil der Hörgeräteträger in den Kliniken, von 42,59 Prozent in 2015 auf 57,41 Prozent in 2016.

Um Hörgeräte ging es auch im Vortrag von Dr. Lars Haab, Universität des Saarlandes, zum Thema „Tinnitus-Filter in Hörgeräten: Studienergebnisse“. In der Studie wurden handelsübliche, digitale Hörgeräte mit sogenannten Kerbfiltern ausgestattet, die die Tinnitus-Frequenz herausfiltern. Es stellte sich heraus, dass bei Patienten mit kerbgefilterten Hörgeräten die Aufmerksamkeit auf das Ohrgeräusch nicht mehr so hoch war wie zu Beginn der Therapie. Über „Neues und Altes bei Morbus Menière“, einer Drehschwindelerkrankung, sprach Dr. Helmut Schaaf, Leitender Oberarzt der Tinnitus-Klinik Dr. Hesse in Bad Arolsen. Dr. Schaaf berichtete über eine neue Studie, die zu dem Ergebnis kommt, dass sich die intratympanale Gabe von Kortison, also die direkte Gabe durch das Trommelfell ins Mittelohr, als genauso wirksam bei der Schwindelreduktion erweist wie das bei Morbus Menière etablierte Medikament Gentamycin.

In der gleichermaßen spannenden wie fruchtbaren Podiumsdiskussion tauschten sich die Teilnehmer darüber aus, wie die Zusammenarbeit der an der Tinnitus-Behandlung beteiligten Akteure – HNO-Arzt, Kliniken und Hörgeräteakustiker – zum Wohle der Betroffenen optimiert werden kann. Dr. Volker Kratzsch von der HELIOS Klinik Am Stiftsberg in Bad Grönenbach sagte, es gebe „keine Verbesserung ohne Veränderung“. In seiner Klinik werde der Patient daher aufgefordert, sich nach der Reha „selbst ein Rezept zu schreiben“, um die eigene Entscheidung des Patienten für die Veränderung der Lebensumstände zu stärken. Dr. Helmut Schaaf zufolge müssten viele Patienten gar nicht in die Klinik, wenn sie zuvor besser über die Tinnitus-Symptomatik aufgeklärt würden und ihnen so die Angst genommen würde. Dr. Bernadette Talartschik kennt als niedergelassene HNO-Ärztin und Leiterin des HNO-Bereichs der Schön Klinik Bad Arolsen beide Seiten. Ihr zufolge klagten viele Patienten darüber, dass HNO-Ärzte den Betroffenen mit Aussagen wie „Sie sind austherapiert“ den Boden unter den Füßen wegzögen. Hier sei es wichtig, andere Worte zu finden. Prof. Dr. Dr. Gerhard Goebel bat HNO-Ärzte und Kliniken darum, den Betroffenen konkrete Hinweise mit Kontaktdaten auf DTL-Selbsthilfegruppen in der Nähe ihres Wohnortes zu geben. Die Hörgeräteakustiker-Meisterin Gabriele Gromke aus Leipzig berichtete, dass es zum Thema Tinnitus schon sehr viele Weiterbildungsmöglichkeiten der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker gebe. „Mein Wunsch wäre, viel mehr in Netzwerken zusammenzuarbeiten“, so Gromke. Dipl.-Ing. Siegrid Meier, Dozentin an der Akademie für Hörakustik in Lübeck, betonte, dass es wichtig sei, dass der Patient von HNO-Arzt, Klinik und Hörakustiker die gleichen Informationen bekomme. In diesem Sinne plädierte sie für gemeinsame Fortbildungen.

Am Nachmittag standen drei Workshops zur Auswahl. Um die Frage „Wie motiviere ich als Arzt oder Hörgeräteakustiker Betroffene zur Therapie mit Hörgerät und Tinnitus-Instrument und wie optimiere ich die Zusammenarbeit zwischen Klinik und regionalem Hörgeräteakustiker?“ ging es in dem Workshop von Gabriele Gromke und Dipl.-Ing. Siegrid Meier. DTL-Präsident Volker Albert sprach in seinem Workshop sehr einfühlsam über die Sicht des Betroffenen, über seine Emotionen und Bedürfnisse. „Welche Ansprüche haben Betroffene an ihre Behandlung und eine mögliche Hörgeräte-Versorgung und wie können diese in den Behandlungsablauf integriert werden?“ lautete sein Thema. Den Workshop „Therapie-Dschungel bei Tinnitus: Was ist sinnvoll für wen und wann?“ hielt Prof. Goebel.

Bildunterschriften:

Fachleute aus ganz Deutschland kamen in die Habichtswald-Klinik in Kassel-Bad Wilhelmshöhe, um sich über Behandlungsmöglichkeiten bei Tinnitus, Morbus Menière und weiteren Hörbeeinträchtigungen auszutauschen. Foto: Sabine Wagner.

Die Experten plädierten in der Podiumsdiskussion für eine gute Vernetzung aller an der Versorgung der Betroffenen beteiligten Akteure (v. l. n. r.): Dr. Helmut Schaaf, Dr. Volker Kratzsch, Dipl.-Ing. Siegrid Meier, Prof. Dr. Dr. Gerhard Goebel, Gabriele Gromke und Dr. Bernadette Talartschik. Foto: Sabine Wagner.

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal. Weitere Infos: www.tinnitus-liga.de


Gesundheitsausgaben im Jahr 2015 um 4,5 % gestiegen

Pressemitteilung Nr. 061 vom 21.02.2017

WIESBADEN – Die Gesundheitsausgaben in Deutschland beliefen sich im Jahr 2015 auf 344,2 Milliarden Euro oder 4 213 Euro je Einwohner. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, entspricht dies einem Anteil von 11,3 % des Bruttoinlandproduktes. Mehr als jeder neunte Euro wurde somit für Gesundheit ausgegeben. Im Vergleich zu 2014 stiegen die Gesundheitsausgaben um 15,0 Milliarden Euro oder 4,5 %. Damit nahmen die Gesundheitsausgaben das vierte Jahr in Folge stärker zu als das Bruttoinlandsprodukt. Für das Jahr 2016 prognostiziert das Statistische Bundesamt einen Anstieg der Gesundheitsausgaben auf 359,1 Milliarden Euro.

Die gesetzliche Krankenversicherung war 2015 mit 200,0 Milliarden Euro oder 58,1 % der Gesundheitsausgaben erneut größter Ausgabenträger. Gegenüber 2014 erhöhten sich ihre Ausgaben um 8,3 Milliarden Euro oder 4,3 %. Der zweitgrößte Ausgabenträger, die privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck, wiesen einen Anstieg um 1,4 Milliarden Euro oder 3,1 % auf. Sie trugen mit 46,1 Milliarden Euro 13,4 % der Gesundheitsausgaben. Die private Krankenversicherung steigerte ihre Ausgaben um 1,5 Milliarden Euro oder 5,0 % auf 30,5 Milliarden Euro. Auf sie entfielen 8,9 % der Gesundheitsausgaben. Die soziale Pflegeversicherung hatte einen Anteil von 8,1 %. Sie verbuchte im Jahr 2015 mit einem Plus von 10,0 % oder 2,5 Milliarden Euro auf 28,0 Milliarden Euro einen überdurchschnittlichen Ausgabenanstieg. Dies ist primär auf das erste Pflegestärkungsgesetz zurückzuführen, das am 1. Januar 2015 in Kraft trat.

In den ausgewiesenen Gesundheitsausgaben sind keine Einkommensleistungen enthalten. Diese dienen dem Lebensunterhalt der Kranken und erfassen Entgeltfortzahlungen bei Krankheit und Mutterschaft. Die Einkommensleistungen beliefen sich im Jahr 2015 auf 90,7 Milliarden Euro, 6,1 % oder 5,2 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Dieser Ausgabenposten wird mit 53,1 Milliarden Euro oder 58,6 % der gesamten Einkommensleistungen mehrheitlich von den Arbeitgebern getragen. Ihre Aufwendungen für Einkommensleistungen stiegen 2015 um 7,9 % gegenüber dem Vorjahr an.

Diese Ergebnisse der Gesundheitsausgabenrechnung folgen dem Konzept des „System of Health Accounts“, welches von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) zum Zweck der internationalen Vergleichbarkeit von Gesundheitsausgaben empfohlen wird. Gemäß den dort enthaltenen Definitionen umfassen die Gesundheitsausgaben sämtliche Güter und Leistungen mit dem Ziel der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege, die Kosten der Verwaltung sowie Investitionen der Einrichtungen des Gesundheitswesens. Aufwendungen für Forschung und Ausbildung im Gesundheitswesen sowie Ausgaben für den Ausgleich krankheitsbedingter Folgen (zum Beispiel Leistungen zur Eingliederungshilfe) und Einkommensleistungen sind darin nicht enthalten. Begründet durch diese Abgrenzung weichen die Gesundheitsausgaben in der Gesundheitsausgabenrechnung von den Ausgaben der einzelnen Sozialversicherungsträger, insbesondere der gesetzlichen Krankenversicherung, ab.

Detaillierte Daten und lange Zeitreihen zu den Gesundheitsausgaben sind über die Tabellen zur Gesundheitsausgabenrechnung (23611) in der Datenbank GENESISOnline oder im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes abrufbar. Dort finden sich auch weitere gesundheitsbezogene Daten und Tabellen zu den Gesundheitsausgaben.

Weitere Auskünfte gibt:
Stefan Brungs,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 82 26,
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