Mittwoch, Januar 25th, 2017

 

Qualitätsmanagement-Seminare 2017

Das IQMG und 4QD-Qualitätskliniken.de bieten interessante Seminare rund um das Thema Qualitätsmanagement für Reha-Einrichtungen und Krankenhäuser an. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Mit seinen Seminaren unterstützt das Institut für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (IQMG) Reha-Einrichtungen und Krankenhäuser in ihrer täglichen Arbeit und setzt Impulse für die Weiterentwicklung von Qualität. Seit Herbst 2016 wird das IQMG dabei von der 4QD-Qualitätskliniken.de-Gesellschaft unterstützt. Das 4QD-Seminarprogramm bietet Reha-Einrichtungen und Krankenhäusern vielfältige Seminare, unter anderem zum Risikomanagement und Datenschutz in Reha-Einrichtungen oder zum Benchmarking als Methode der Qualitätsentwicklung. Auf der Qualitätskliniken.de-Homepage finden Sie weitere Informationen zu den Seminaren.

Für die Anmeldung zu den IQMP-Reha-Seminaren (Basisschulung, Selbstbewertung, Crash-Kurs für Qualitätsmanagement-Beauftragte) steht das IQMG-Anmeldetool zur Verfügung. Weitere Informationen zu den IQMG-Seminaren finden Sie auf der Homepage des IQMG.

Informationen zum IQMG:

Die Qualität der Versorgung ist ein zentraler Faktor für den Erfolg von Kliniken in privater Trägerschaft. Mit der Gründung des Institutes für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (IQMG GmbH) haben die im Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK e.V.) organisierten Einrichtungen ihrem hohen Qualitätsanspruch eine Plattform gegeben. Das IQMG setzt sich für die Weiterentwicklung der Qualität in der stationären und rehabilitativen Versorgung in Deutschland ein, berät Reha-Einrichtungen und Krankenhäuser in Fragen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements und bietet mit seinen Seminaren und jährlichen Qualitätstagungen vielfältige Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten. Mit dem exzellenzorientierten IQMP-Reha und dem IQMP kompakt bietet das IQMG zwei von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR e.V.) anerkannte interne QM-Verfahren an.


GEORG-Kongress: OnkoReha interdisziplinär & multiprofessionell 2017

GEORG-Vorstand: v.l. Univ.-Prof.Dr. Richard Crevenna, MSc, MBA (Univ.-Klinik für PM&R, MUW),Prim.Dr. Marco Hassler (Der Sonnberghof, Bad Sauerbrunn), Prim.Dr. Bruno Mähr (Therapiezentrum Rosalienhof, Bad Tatzmannsdorf), Dr. Mohammad Keilani, MSc, (Univ.-Klinik für PM&R, MUW), Prim.Univ.Prof.Dr. Thomas Licht (Onkologische Rehabilitation, St. Veit im Pongau) Quelle:OBS

Wien .  Am 20. Jänner fand der zweite GEORG-Kongress unter dem Motto „OnkoReha interdisziplinär & multiprofessionell 2017“ statt. Die Gesellschaft zur Erforschung onkologischer rehabilitativer Grundlagen (GEORG) ist ein gemeinnütziger, länderübergreifend wirkender Verein mit der Zielsetzung, die Themen onkologische Rehabilitation sowie Nebenwirkungsmanagement und supportive Therapien in Wissenschaft, klinischer Praxis und Lehre zu forcieren – und dies im interdisziplinären und multiprofessionellen Setting.

GEORG-Vorstand: v.l. Univ.-Prof.Dr. Richard Crevenna, MSc, MBA (Univ.-Klinik für PM&R, MUW),Prim.Dr. Marco Hassler (Der Sonnberghof, Bad Sauerbrunn), Prim.Dr. Bruno Mähr (Therapiezentrum Rosalienhof, Bad Tatzmannsdorf), Dr. Mohammad Keilani, MSc, (Univ.-Klinik für PM&R, MUW), Prim.Univ.Prof.Dr. Thomas Licht (Onkologische Rehabilitation, St. Veit im Pongau) Quelle:OBS

GEORG-Vorstand: v.l. Univ.-Prof.Dr. Richard Crevenna, MSc, MBA (Univ.-Klinik für PM&R, MUW),Prim.Dr. Marco Hassler (Der Sonnberghof, Bad Sauerbrunn), Prim.Dr. Bruno Mähr (Therapiezentrum Rosalienhof, Bad Tatzmannsdorf), Dr. Mohammad Keilani, MSc, (Univ.-Klinik für PM&R, MUW), Prim.Univ.Prof.Dr. Thomas Licht (Onkologische Rehabilitation, St. Veit im Pongau) Quelle:OBS

Vereinspräsident Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna begrüßte 150 Teilnehmer zur zweiten Ausgabe des Kongresses am 20. Jänner im Billrothhaus der Gesellschaft der Ärzte in Wien. Dabei wurden praktische Aspekte und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema „Onkologische Rehabilitation“ durch renommierte Meinungsbildner und spezialisierte Kolleginnen und Kollegen präsentiert. „Die Maßnahme Onkologische Rehabilitation ist effektiv und sie ermöglicht eine Verbesserung des funktionellen Status, der Lebensqualität und der Partizipation. Die stationäre Rehabilitation ist in Österreich bereits etabliert, die ambulante Rehabilitation im Aufbau. Wesentliche Zukunftsthemen sind Adherence sowie Arbeitsfähigkeit und „return to work‟. Die onkologische Rehabilitation setzt direkt bei individuellen Defiziten und Ressourcen unserer Patientinnen und Patienten an“, so Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna (Leiter der Universitätsklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation der Med Uni Wien).

Qualität von Reha und Therapie gestiegen

Gelebte Interdisziplinarität und Multiprofessionalität sind wichtige Themen und standen im Vordergrund der Veranstaltung, die Teil des Fortbildungsprogrammes der Ärztekammer ist. Ziel ist es, einen interessanten fachlichen und wissenschaftlichen Beitrag zur Diskussion beizusteuern. Der Programmbogen wurde dabei von Vorträgen, einer spannenden Podiumsdiskussion zum Thema „Rehabilitation & return to work“ bis hin zur Präsentation erster Ergebnisse einer (von GEORG initiierten) multizentrischen Studie zur Erfassung des subjektiven Benefits einer stationären onkologische Rehabilitation aus der Sicht der Patientinnen und Patienten gespannten. „Angesichts immer besser werdender Therapieoptionen und der immer längeren Lebensdauer von Patienten mit auch fortgeschrittenen Tumoren spielt eine Rehabilitation nach Eingriffen, unerwarteten Komplikationen oder auch nach bestimmten Therapieformen eine immer größere Rolle, die in das Gesamtkonzept der Patientenversorgung immer mehr wertvollen Eingang findet“, so Univ. Professor Dr. Dr.h.c. Christoph Zielinski (Univ.-Klinik für Innere Medizin I, Med Uni Wien).

Patientenfokus: return to work

Dieses Jahr standen besonders Betroffene und auf deren individuelle Bedürfnisse im Fokus. Vor diesem Hintergrund bildete die Rückkehr ins Berufsleben („return to work“, Stichwort „Arbeitsmedizin“), insbesondere bei jungen Menschen mit Krebs, einen Schwerpunkt. Auch Erwachsene, die als Kinder und Jugendliche eine Krebserkrankung hatten, wurden stärker in den Mittelpunkt gerückt. Zudem wurden die Entwicklungen in und mit einzelnen Reha-Zentren beleuchtet. Dazu gibt es einige nennenswerte Beiträge: Am onkologischen Reha-Zentrum in St. Veit im Pongau etwa werden Therapieerfolge mittels eines Online-Systems erfasst. Gezielte Vorträge zu den einzelnen Interventionen wie Sport- und Trainingstherapie werden das Programm ergänzen.
„Krebspatienten wurden vor 20 Jahren noch angehalten, sich zu schonen und auf übermäßige körperliche Bewegung zu verzichten. In den vergangenen Jahren hat hier ein regelrechter Paradigmenwechsel stattgefunden. Betroffene sollen sich – allerdings fachärztlich beraten und supervidiert – bewegen, gerade auch bei schweren Erkrankungen. Die Patienten verbessern durch körperliches Training ihr allgemeines Wohlbefinden, ihre Leistungsfähigkeit und minimieren ihre Schmerzen. Viele Krebspatienten sollten bereits ab der Diagnose – nach Rücksprache mit dem onkologisch tätigen Facharzt – mit von uns supervidiertem körperlichen Training beginnen. Ein gekräftigter Organismus scheint Krebsbehandlungen in vielen Fällen besser als ein geschwächter zu vertragen. In einigen Fällen scheint es laut der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage sogar den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen zu können“, rät Univ. Prof. Dr. Michael Gnant (Univ.-Klinik für Chirurgie, Med Uni Wien).

Vorstellung der GEORG-Studienergebnisse

In der ersten Session „Aus der Sicht wesentlicher Meinungsbildner“ unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna und Univ.-Prof. Dr. Christoph Wiltschke (Univ.-Klinik für Innere Medizin I, Med Uni Wien) diskutierten Top-Experten wie Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Christoph, Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant und Univ.-Prof. Dr. Heinz Kölbl. Die zweite Session stand unter dem Motto „Aufbauen auf einer gesunden Basis – ein Update“, danach folgte die Einheit „Rehabilitation & Return to work“ mit anschließender Podiumsdiskussion. Höhepunkt waren hier die ersten Studienergebnisse der multizentrischen Studie von GEORG, vorgestellt von Prim Dr. Bruno Mähr (Therapiezentrum Rosalienhof, Bad Tatzmannsdorf). Danach folgte die „Sexuelle Funktionsfähigkeit“-Session, den Abschluss bildete das Thema „Psychoonkologie und psychische Funktionsfähigkeit“. Hier wurde der Vortragsbogen von der Plastischen Chirurgie für die Seele von Krebspatienten, der Psychoonkologie und dem Körperbild bis hin zur Psychoonkologie und Biofeedback und der Psychoonkologie als Berufung gespannt.
„In der Gynäkologischen Onkologie stellt die Rehabilitation eine wichtige Säule im gesamten Behandlungskonzept dar. Da einige der bösartigen Erkrankungen der Frau auf einen falschen Lebensstil zurückzuführen sind, fokussiert sich die Rehabilitation auf dieses Thema. Ebenfalls wichtig ist, und das zeigen internationale Studien die Aufnahme einer Ausdauersportart in den Lebensalltag“, erklärte Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz Kölbl (Univ.-Klinik für Frauenheilkunde, Med Uni).

Ziele: Hybrid-Reha und Effizienzanalyse

Entsprechend den Funktionsdefiziten (physisch, mental, psychosozial) werden individuelle Rehabilitationsziele definiert. Die Säulen der onkologischen Rehabilitation sind die Physikalische Medizin und Rehabilitation, hier v. a. aktivierende Maßnahmen wie medizinische Trainings- und Sporttherapie oder entspannende und schmerzlindernde Maßnahmen wie Muskelrelaxationstechniken – weiters die Diätologie bzw. Ernährungstherapie und die Psychoonkologie. Als vierte Säule ist die Information der Patienten, die u. a. die Nachhaltigkeit der Maßnahme sichern soll, zu nennen. Von der Einreichung eines Reha-Antrages, durchlaufen die Patienten in der Rehabilitation eine ärztliche und therapeutische Aufnahme-, Zwischen- und End-Evaluierung und dazwischen ein intensives dreiwöchiges Programm aus den oben genannten Bausteinen. „Als Ziele für die Zukunft stehen neben dem Aufbau ambulanter, wohnortnaher Möglichkeiten (Stichwort Hybrid-Reha etc.) zur onkologischen Rehabilitation, vor allem auch die Beforschung der Effektivität und Effizienz der Reha-Bausteine – einzeln und in Kombination – sowie die Entwicklung von Programmen, die die Nachhaltigkeit der Maßnahmen sowie die Eigenverantwortung der Patienten in Bezug auf die Bandbreite der Gesamtbevölkerung (u. a. auch Einkommens-, Diversity- und Senioritäts-Aspekte etc.) dauerhaft sichern können im Vordergrund. Ganz wesentliche aktuelle Aspekte sind jedenfalls Wiedereingliederung, Arbeitsfähigkeit und Return to work“, erklärt Crevenna abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. David Zalud
WELLDONE WERBUNG UND PR GMBH
Lazarettgasse 19/OG 4
1090 Wien
(T) 01/402 13 41-47
(F) 01/402 13 41-18
d.zalud@welldone.at
www.welldone.at


Projekt der Deutschen Schlaganfall-Hilfe: Ehrenamtliche helfen nach Schlaganfall

Christiane Mais vom Schlaganfall-Büro Rhein-Ruhr am Katholischen Klinikum Essen und Stefan Stricker von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe stellten das Projekt Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer vor.
Christiane Mais vom Schlaganfall-Büro Rhein-Ruhr am Katholischen Klinikum Essen und Stefan Stricker von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe stellten das Projekt Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer vor.

Christiane Mais vom Schlaganfall-Büro Rhein-Ruhr am Katholischen Klinikum Essen und Stefan Stricker von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe stellten das Projekt Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer vor.

Gütersloh/Essen– Das Katholische Klinikum Essen bildet ab März ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer aus. Am Montag stellte die Klinik ihr Kooperationsprojekt mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe vor. Essen wird bereits die fünfte Region in Deutschland, in der ausgebildete Ehrenamtliche Schlaganfall-Patienten unterstützen.

Schlaganfall-Helfer sind bisher aktiv im Oberbergischen Kreis, in Ostwestfalen, in Mittelfranken und in Schleswig-Holstein. In Kürze laufen auch in Berlin die ersten Schulungen an. Weitere Regionen haben bei der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bereits Interesse an dem Konzept angemeldet.

270.000 Menschen pro Jahr erleiden in Deutschland einen Schlaganfall. Die Betroffenen sind schlagartig mit vielen Fragen und Problemen konfrontiert. Oft sind sie in ihrer Mobilität eingeschränkt und drohen zu vereinsamen. Angehörige sind durch die Betreuung häufig überlastet. Hier sollen ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer unterstützen: durch die Vermittlung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten, durch praktische Hilfen wie Einkaufen, durch die gemeinsame Freizeitgestaltung und die Entlastung von Angehörigen.

Das Werkzeug dafür erhalten sie in drei bis vier Wochenendschulungen. Medizinische Aspekte, Grundlagen des Sozialrechts und Techniken der Gesprächsführung werden dort vermittelt. Das Schulungskonzept entwickelte die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in einem Modellprojekt mit der Hochschule für Gesundheit Bochum.

„Ergebnisse einer wissenschaftlichen Begleitforschung zeigen, dass unser Konzept aufgeht“, erklärte Projektleiter Stefan Stricker von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe am Montag in Essen. Der Einsatz ehrenamtlicher Schlaganfall-Helfer trägt demnach zu einer besseren Lebensqualität bei. Die emotionale Belastung der Betroffenen nimmt tendenziell ab und Angehörige lernen, besser mit ihrer starken Belastung umzugehen. Eigene Bedürfnisse werden wieder stärker wahrgenommen.

„Nach dem erfolgreichen Start wollen wir das Projekt in möglichst vielen Regionen in Deutschland umsetzen“, so Stricker. Dafür suche die Stiftung Partner vor Ort. Sie sollen die Tätigkeit der Ehrenamtlichen koordinieren. Eine Übersicht aktueller Projekte und Ansprechpartner in den Regionen gibt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in Ihrem Internet-Portal www.schlaganfall-hilfe.de.

Pressekontakt:

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Mario Leisle
Pressepsrecher
Telefon: 05241 9770-12
E-Mail: presse@schlaganfall-hilfe.de

2015: Beschäftigungszuwachs in medizinischen Gesundheitsberufen verlangsamt sich

Pressemitteilung Nr. 030 vom 25.01.2017

WIESBADEN – Zum 31. Dezember 2015 übten 2,8 Millionen Beschäftigte in Deutschland einen medizinischen Gesundheitsberuf aus. Das waren 47 000 mehr als Ende 2014. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten in medizinischen Gesundheitsberufen mit + 1,7 % jedoch schwächer als in den beiden Vorjahren (2014: + 59 000 oder + 2,2 %, 2013: + 76 000 oder + 2,9 %).

Zu den Beschäftigten in medizinischen Gesundheitsberufen (Klassifikation der Berufe 2010, Bereich 81) zählen beispielsweise die Beschäftigten in der Gesundheits- und Krankenpflege einschließlich Rettungsdienst und Geburtshilfe (2015: + 16 000 oder + 1,6 %), in der Arzt- und Praxishilfe (+ 10 000 oder + 1,5 %), in der nichtärztlichen Therapie und Heilkunde (+ 10 000 oder + 2,6 %) sowie der Human- und Zahnmedizin (+ 7 000 oder + 1,5 %).

Insgesamt waren zum 31. Dezember 2015 rund 5,3 Millionen Beschäftigte in Deutschland im Gesundheitswesen tätig. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 112 000 (+ 2,2 %) gestiegen. Der positive Beschäftigungstrend ist vor allem zurückzuführen auf das Wachstum der Beschäftigten in den Berufen der Altenpflege (+ 25 000) und in den anderen Berufen des Gesundheitswesens (+ 38 000), wozu beispielsweise Verwaltungs-, Reinigungs- und Betreuungskräfte zählen.

Im Jahr 2015 stieg das Personal in den (teil-)stationären Einrichtungen stärker (+ 45 000 oder + 2,4 %) als in den ambulanten Einrichtungen (+ 41 000 oder  1,9 %). Überdurchschnittlich ist die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2015 in der (teil-)stationären Pflege gewachsen (+ 29 000 oder + 4,5 %): Deutlich erhöhte sich hier die Zahl der Beschäftigten in anderen Berufen des Gesundheitswesens (+ 23 000), weil aufgrund des ersten Pflegestärkungsgesetzes, das am 1. Januar 2015 in Kraft trat, eine große Zahl an zusätzlichen Betreuungskräften eingestellt wurde. Beschäftigungszuwächse gab es im Jahr 2015 in allen ambulanten Einrichtungen, allerdings in einem unterschiedlichen Ausmaß: Während die Zahl der Beschäftigten in der ambulanten Pflege am stärksten wuchs (+ 18 000 oder + 5,4 %), stieg die Zahl der Beschäftigten in Arztpraxen am geringsten (+ 3 000 oder + 0,5 %).

Von den rund 5,3 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen war die Hälfte (50,7 %) teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Im Jahr 2015 ist die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 31 000 oder 1,2 % gestiegen, die Zahl der Teilzeit- und geringfügig Beschäftigten um 81 000 oder 3,1 %. Die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten, die so genannten Vollkräfte, lag im Jahr 2015 bei rund 3,9 Millionen. Sie erhöhte sich im Jahr 2015 (+ 86 000 oder + 2,3 %) wesentlich stärker als im Jahr 2014
(+ 61 000 oder + 1,6 %).

Daten zur Gesundheitspersonalrechnung sind über die Tabelle zur Gesundheitspersonalrechnung (23621-0001) in der Datenbank GENESISOnline oder im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes abrufbar.

Weitere Auskünfte gibt:
Anja Afentakis,
Telefon: +49 611 75 8128,
Kontaktformular

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