Montag, Januar 23rd, 2017

 

2. Chance durch berufliche Rehabilitation nach Unfall oder Krankheit

151 Teilnehmer begannen ihre Umschulung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation am BFW Leipzig
151 Teilnehmer begannen ihre Umschulung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation am BFW Leipzig

151 Teilnehmer begannen ihre Umschulung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation am BFW Leipzig

Am 17. Januar 2017 starteten die neuen Umschulungskurse am Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig). In 17 kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen absolvieren die 151 Kursteilnehmer ihre 24monatige Umschulung.

Frau Dr. Eveline Uhlig, Leiterin Qualifizierung am BFW Leipzig, betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass die Umschulungen im Rahmen der beruflichen Rehabilitation ein Weg zur Neuorientierung im Beruf und für viele auch mit dem Beginn eines neuen Lebensabschnitts verbunden sei. „Mit einer Umschulung, die mit einem Kammerabschluss enden wird, schaffen Sie sich eine nachhaltige Perspektive für den Wiedereinstieg in Arbeit“, so Frau Dr. Uhlig. Sie versicherte den 151 Kursteilnehmern, dass man sie in dem Prozess der beruflichen Rehabilitation unterstützen werde und die Teilnehmer dabei aktiv einbinde. „Nur gemeinsam können wir das Ziel der Wiedereingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt erreichen.“

Frau Dr. Uhlig unterstrich die unterschiedlichen gesundheitlichen Ausgangssituationen der Teilnehmer. Darauf reagiere das BFW Leipzig mit einem hohen Grad an Individualisierung in der Ausbildung. Dies hätte sich in den letzten Jahren bewährt. So hätten die letzten Kurse mit über 98 Prozent ihre Abschlussprüfungen vor den jeweiligen Kammern bestanden, erläuterte Frau Dr. Uhlig.

Viele Teilnehmer haben während ihrer Umschulung die Möglichkeit, ihre fachlichen Kompetenzen durch Zusatzzertifikate zu erweitern. In den kaufmännischen Berufen können SAP-Zertifikate erworben werden, in den IT-Berufen werden u.a. Microsoft- oder Cisco-Zertifikate angeboten sowie verschiedene Industriezertifikate für die Qualitätsfachleute. Am Ende der Umschulung stünden somit hochqualifizierte Fachkräfte für den Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Das BFW Leipzig bietet zudem als Einrichtung der beruflichen Rehabilitation den Teilnehmern je nach individuellem Rehabilitationsbedarf pädagogische, medizinische, psychologische und soziale Unterstützung parallel zur Umschulung an.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

BFW Leipzig

Seit über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten. Die Finanzierung der beruflichen Rehabilitation wird von Leistungsträgern wie den Rentenversicherungen, Arbeitsagenturen und Jobcenter und Berufsgenossenschaften übernommen.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig
gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse


BAR-Seminare 2017

Die BAR-Seminare für das Jahr 2017 sind online. Sie umfassen ein breites Spektrum rund um den Themenbereich Rehabilitation und Teilhabe.  Je nach inhaltlicher Ausrichtung und Ziel der Fortbildungen werden ein- bis drei-tägige Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen angeboten.

Die Fortbildungen im Einzelnen:
Am Puls der Zeit – AKTUELL: Nach Verkündigung des BTHG am 29. Dezember 2016 wird das neue Reha- und Teilhaberecht bis zum 1. Januar 2023 stufenweise in Kraft treten und zu einem novellierten SGB IX führen. Neben einer neuen Systematik bringt das Gesetz zahlreiche inhaltliche Neuerungen und verändert bestehende Vorschriften – sowohl im Bereich der Leistungen wie auch bei der Leistungsgewährung. Die BAR greift diese auf und erläutert unter der Überschrift Bundesteilhabegesetz: Das novellierte SGB IX den Aufbau des Sozialgesetzbuches 9 und was sich im Bereich Reha und Teilhabe ändert. Das Seminar richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialleistungsträger, der Behindertenverbände und der Leistungserbringer, die über Rehabilitation und Teilhabe beraten.
Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) stellt eine einheitliche und standardisierte internationale Systematik zur Beschreibung von Gesundheit und Auswirkungen auf Aktivitäten und Teilhabe dar. Zwei unabhängig voneinander buchbare Tagesveranstaltungen sind im BAR-Fortbildungsprogramm enthalten. Beide richten sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Bereich Rehabilitation oder Sozialmedizin tätig sind, z. B. in Rehabilitationseinrichtungen, bei Reha-Trägern oder in der Akutversorgung:

  • Einführung in die ICF bietet insbesondere die Möglichkeit, die Grundkonstruktion, wichtige Begriffe, die „Philosophie“ und Ziele der ICF kennenzulernen.

 

Indikationsspezifische Perspektive – Bringen bestimmte Erkrankungen spezielle  Anforderungen und Bedarfe für Rehabilitation und Teilhabe mit sich? Welche indikationsspezifischen Informationen sind wissenswert und wie ist die Perspektive von Rehabilitandinnen und Rehabilitanden? Zwei praxisorientierte Fortbildungen bieten Informationen über Rehabilitation und Teilhabe für Menschen mit neurologischen Erkrankungen sowie mit psychischen Erkrankungen.
Überblick und Orientierung gesucht? – Mehrere Seminare vermitteln Basiswissen über das gegliederte Sozialleistungssystem für Rehabilitationsleistungen. Dabei stehen unterschiedliche Perspektiven und Schwerpunkte im Vordergrund – mal ausführlicher die Rehabilitationsleistungen mit gesetzlichen Grundlagen, mal die jeweils beteiligten Akteure.
Sie möchten mehr mitdiskutieren und Ihre Erfahrungen einbringen? – Der diesjährige Praxisdialog bietet den Rahmen für Begegnung und Dialog zum Thema ‚Rehabedarfe erkennen und ermitteln – Teilhabe planen‘.

Teilnahme

Weiterführende Informationen und die Online-Anmeldemasken für die Seminare der BAR sind unter folgendem Link zu erreichen: http://www.bar-frankfurt.de/fort-und-weiterbildung/

Die diesjährigen BAR-Seminare im Überblick und mit direkten Links zur Online-Ausschreibung:

 

Sprechen Sie uns bei Fragen gerne an unter fortbildung@bar-frankfurt.de

Über uns
Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation. Die BAR ist die trägerübergreifende Plattform der Reha-Träger zur Förderung und Koordinierung der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderung.
Fort- und Weiterbildung. Das Fort- und Weiterbildungsangebot richtet sich insbesondere an Fachkräfte der Rehabilitation und des Sozial- und Gesundheitswesens, an politische Akteure, Menschen mit Behinderung sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Kontakt und Nachfragen:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR)
Solmsstraße 18
60486 Frankfurt am Main
Telefon (069) 60 50 18-0
Telefax (069) 60 50 18-29
Email info@bar-frankfurt.de

 

 


Deutscher Reha-Tag 2017 – Patientenbeauftragter der Bundesregierung Karl-Josef Laumann übernimmt Schirmherrschaft

Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege. Foto: Holger Groß

 

Der Deutsche Reha-Tag 2017 steht unter dem Motto „Reha vor Pflege“.
In seinem Grußwort betont der Patientenbeauftragte  der Bundesregierung Karl-Josef Laumann, dass der Grundsatz zwar bereits lange in der Pflegeversicherung verankert sei, doch dass es zunehmend wichtiger werde, diesen auch mit Leben zu füllen. Er sieht einen steigenden Bedarf an Präventions- und Rehaleistungen in unserer Gesellschaft.

Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege. Foto: Holger Groß

Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege. Foto: Holger Groß

„Im Rahmen der Begutachtung von Pflegebedürftigkeit sollen zukünftig besser und nach einheitlichen Kriterien die Präventions- und Rehabedarfe erfasst werden“, so Laumann. „Diese Potenziale müssen frühzeitig erkannt werden, um passgenaue Angebote zu unterbreiten und die vorhandene Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten.“

Auch die Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen und die Stärkung der Pflegekräfte sind dem  neuen Schirmherrn des Rehatags wichtig:

„Ich wünsche mir für die Zukunft, dass sich noch mehr Präventions- und Reha-Angebote auf dem Markt der Gesundheitswirtschaft entwickeln, die gezielt auf die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen und auf die Erfordernisse pflegender Angehöriger und der Pflegekräfte selbst ausgerichtet sind. Besonders am Herzen liegt mir aber auch die Stärkung und Aufwertung der Berufsgruppen, die maßbeglich für die Durchführung von Prävention und Reha verantwortlich sind. Die Heilberufe und Pflegefachkräfte leisten hier ganz wichtige und wertvolle Arbeit. Wir müssen deshalb die Ausbildungs- und  Arbeitsbedingungen so attraktiv wie möglich gestalten, um auch zukünftig genügend und gut qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Nur dann können wir den steigenden Bedarfen an Präventions- und Rehaleistungen in unserer Gesellschaft gerecht werden.“

 

 

 

Bundesweit stellen sich Einrichtungen der Rehabilitation im Rahmen des jährlich ausgerichteten Deutschen Reha-Tags vor. Sie zeigen in Vorträgen, Tagen der offenen Tür oder auf Gesundheitsmessen, was Rehabilitation bewirkt und welche Vielfalt sie aufweist. Bereits seit 2004 gibt es den Deutschen Reha-Tag und jedes Jahr nehmen mehr Einrichtungen daran teil. 2016 waren es rund 150 Veranstaltungen. Der Reha-Tag findet jährlich am 4. Samstag im September statt, in diesem Jahr am 23. September.

 

Kontakt:

 

Initiatorenkreis Deutscher Reha-Tag

c/o Karoline Körber

Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V.

Friedrichstraße 60

10117 Berlin

+49 30 2400899-0

info@rehatag.de

www.rehatag.de