Dienstag, Januar 3rd, 2017

 

Gute Vorsätze für 2017 machen noch keinen Nichtraucher

Pressemitteilung

 

 

 

Nur wenige schaffen es aus eigenem Antrieb/ MEDIAN Klinik Heilgendamm ist spezialisiert auf Raucherentwöhnung / Chefarzt Dr. Stefan Hummel gibt Tipps für die ersten Schritte

 

Dr. sc. med. Stefan Hummel, Chefarzt der Abteilung für Atemwegserkrankungen und Allergien an der MEDIAN Klinik Heiligendamm.

Dr. sc. med. Stefan Hummel, Chefarzt der Abteilung für Atemwegserkrankungen und Allergien an der MEDIAN Klinik Heiligendamm.

Wer zum Jahreswechsel gute Vorsätze zum Nichtrauchen gefasst hat, schafft es in den meisten Fällen nicht. Für Dr. sc. med. Stefan Hummel, Chefarzt der Abteilung für Atemwegserkrankungen und Allergien an der MEDIAN Klinik Heiligendamm, ist das nichts Überraschendes. Der Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde hat in den vergangenen vier Jahren rund 500 Raucher im Rahmen einer medizinischen Rehabilitation in der Klinik behandelt. „Rauchen ist eine schwere Sucht“, so der Pulmologe, „Das Suchtpotenzial ist etwa doppelt so hoch wie beim Alkohol und übertrifft sogar noch Heroin. Rund 100.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen und nur zwei bis drei Prozent der Raucher schaffen es ohne fremde Hilfe aus eigenem Antrieb aufzuhören.“

 

Therapie lässt auch schwere Raucher aufhören

In der MEDIAN Klinik Heiligendamm hat Dr. Hummel eine weitaus bessere Erfolgsquote. Rund 70 Prozent seiner veränderungsbereiten Patienten – zum großen Teil langjährige Raucher mit lebensbedrohlichen Lungenerkrankungen – bringt er von der Zigarette weg. Dazu lernen seine Patienten bei einem vierwöchigen stationären Aufenthalt Schritt für Schritt wie ein Leben ohne Nikotin funktioniert. Insgesamt fünf Seminareinheiten mit Lern- und Verhaltenszielen stehen dafür auf dem Programm. „Ganz wichtig ist im ersten Schritt die Einstellung und Selbsteinschätzung des Patienten“, so der Chefarzt, „Nur wer sich ernsthafte Gedanken über seine Gesundheit macht und ein festes Ziel vor Augen hat, schafft es.“ Im zweiten Schritt folgt dann ein medizinisches Biomonitoring bei dem der Patient untersucht und über den medizinischen Zustand seiner Lunge aufgeklärt wird. Von da an wird jede Zigarette protokolliert und analysiert. Ein Abschiedsbrief an die Zigarette hilft dabei, im „Kopfkino“ zu lernen, warum man aufhören will. Zwischendurch misst die „Raucherpolizei“ der Klinik den Kohlenmonoxid-Gehalt der ausgeatmeten Luft und führt den Patienten ihren Gesundheitszustand drastisch vor Augen. Gleichzeitig wird mit einer wirksamen Medikamentenunterstützung der Suchtdruck gemindert und die Zahl der Zigaretten gesenkt. Schon beim dritten Seminar sind die Patienten rauchfrei und können in der Therapiegruppe von ihren ersten positiven Erfahrungen berichten. Das stärkt gegenseitig, die Therapie fortzusetzen. Im vierten Seminar geht es dann um die Vermeidung der Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp – mit Ernährungs- und Sport-Tipps für den Muskelaufbau. Und im fünften Seminar werden die neuen Nichtraucher auf den Alltag nach dem Klinikaufenthalt und mögliche Rückfälle vorbereitet.

 

Hilfe zur Selbsthilfe – Tipps für Aussteiger

Für alle, die ohne klinische Hilfe mit dem Rauchen aufhören wollen, empfiehlt Dr. Hummel, sich wie seine Patienten zu Anfang ein klares Ziel zu setzen und dann die Vier-A-Methode anzuwenden:

  • Abwarten: Überstehen Sie die ersten drei bis fünf Minuten , wenn Sie den Drang zum Rauchen verspüren. Dann verschwindet die Bedürfnis-Welle von allein.
  • Ablenken: Unterbrechen Sie die Reflexe, die Sie zur Zigarette greifen lassen – zum Beispiel durch ein Kaugummi oder eine Ersatzhandlung (z.B. Kneten eines kleinen Balls).
  • Atmen: Holen Sie ganz ruhig und bewusst Luft. Dadurch entspannen Sie sich wie beim Yoga und bauen Stress ab, der Sie sonst zur Zigarette greifen lässt.
  • Abhauen: Ziehen Sie im Zweifelsfall die Notbremse. Löschen Sie die schon brennende Zigarette unter dem Wasserhahn. Verlassen Sie den Raum und/oder die Rauchsituation.

Wer es allein nicht schafft, möglicherweise sogar schon lungenkrank ist, kann sich auch an seinen Hausarzt oder Lungenfacharzt wenden. Der wiederum kann dann eine Rehabilitation in einer darauf spezialisierten Klinik wie der MEDIAN Klinik Heiligendamm bei der Rentenversicherung beantragen. Darüber hinaus empfiehlt Dr. Hummel als Literatur: „Mein Nichtraucherbuch: Wie Sie durch professionelles Selbst-Coaching und medizinisches Wissen dauerhaft vom Rauchen loskommen“ Taschenbuch von Sabine Felten (Autor), Thomas Hering (Autor) ISBN-13: 978-3981091328, 19,95 €

 

Über MEDIAN

MEDIAN wird im Jahr 2017 zu einem Gesundheitsunternehmen mit 121 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen in 14 Bundesländern wachsen. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit zukünftig 18.000 Betten und Behandlungsplätzen und ca. 15.000 Beschäftigten besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe und gestaltet die Entwicklung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland aktiv mit.

 

Kontakt und Nachfragen:

MEDIAN Klinik Heiligendamm
Dr. sc. med. Stefan Hummel
Chefarzt der Abteilung Atemwegserkrankungen
Zum Strand 1
18209 Heiligendamm
Tel.: 038203-44-601
Fax: 038203-44-999
E-Mail: stefan.hummel@median-kliniken.de

 


Paracelsus-Kliniken erweitern ihr Behandlungsangebot am Standort Bad Essen

Berufliche und soziale Wiedereingliederung erfolgreich meistern

Bad Essen (Schw) 03.01.2017. Anfang des Jahres haben die Paracelsus-Kliniken ihr Behandlungsangebot am Standort Bad Essen um eine vierte Rehabilitationseinrichtung vergrößert. Mit der Paracelsus-Berghofklinik II wurde jetzt eine Adaptionseinrichtung eröffnet.

Der Übergang von einer stationären Entwöhnungsbehandlung zurück in das berufliche und gesellschaftliche Leben ist für suchtmittelabhängige Menschen eine besondere Herausforderung, die nicht einfach zu bewältigen ist. Mit der Eröffnung der Adaptionseinrichtung auf dem Bad Essener Berg setzen die Paracelsus-Kliniken hier an und bieten suchtkranken Patienten vielfältige Therapieangebote zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung.

Die Adaption schließt nahtlos an eine abgeschlossene Entwöhnungsbehandlung an. Besonders die berufliche Integration mit Praktika und Bewerbertraining stehen im Fokus der Behandlung. Die Patienten werden in gemütlich eingerichteten Appartements mit eigener Küchenzeile untergebracht. Die Paracelsus-Berghofklinik, Rehabilitationseinrichtung für Suchterkrankungen, ist fußläufig zu erreichen. Neben einer psycho- und sozialtherapeutischen Begleitung umfasst das Behandlungsangebot eine Unterstützung hin zur aktiven Freizeitgestaltung, aber auch die Nutzung von Therapieangeboten der Berghofklinik, wie z.B. EDV-Kurse.

Der Verwaltungsdirektor der Paracelsus-Kliniken Bad Essen Dirk Wehmeier freut sich über die Eröffnung und betont: „Mit der Eröffnung der Adaptionseinrichtung bekommen  suchtkranke Patientinnen und Patienten die notwendige Unterstützung auf ihrem weiteren Weg in die Abstinenz. Unter realen Alltagsbedingungen können die in der stationären Entwöhnungsbehandlung erreichten Therapieerfolge weiter stabilisiert und eine eigenverantwortliche Lebensführung umgesetzt werden. “  Weiterführende Informationen zur Adaptionseinrichtung Berghofklinik II erhalten Sie unter www.paracelsus-kliniken.de/berghofklinik2

Kontakt für Fragen:  Anne Weikert, Öffentlichkeitsarbeit, Paracelsus-Kliniken Bad Essen, Tel. 05472 935-156, anne.weikert@paracelsus-kliniken.de; Judith Schwertmann, Öffentlichkeitsarbeit, Paracelsus-Kliniken Bad Essen; Tel. 05472 935-155, judith.schwertmann@paracelsus-kliniken.de

www.paracelsus-kliniken.de