Januar, 2017

 

Berufshelfer informieren sich über Kriseninterventionen

Zum 7. Neujahrsempfang der Berufshelfer und Rehaberater begrüßte die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Bereich Süd-West die Vertreter der Deutschen Rentenversicherung, von Berufsgenossenschaften und von Netzwerkpartnern in ihren Räumlichkeiten in Mainz. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Austausch über Themen der ambulanten beruflichen Rehabilitation in der Region. Von Seiten des Bildungsträgers standen Mitarbeiter des Reha-Managements aus den Akademien in Hessen und Rheinland-Pfalz als Ansprechpartner zur Verfügung. Auch Matthias Rösch, Landesbeauftragter für die Belange behinderter Menschen in Rheinland-Pfalz, informierte sich vor Ort über die neusten Entwicklungen und suchte das Gespräch mit Berufshelfern und FAW-Mitarbeitern.

Nach der Begrüßung durch Sandra Stenger, Bereichsleiterin Süd-West der FAW, informierten die FAW-Mitarbeiterinnen Susanne Schätzle (Reha-Management-Beauftragte der Akademie Mainz), Elisabeth Riebschläger (Regionale Koordinatorin – Fachbereich Rehabilitation) und Tina Poklitar (Leiterin Kompetenzzentrum von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen) in einem Fachvortrag über Strategien der Krisenintervention im Prozess der beruflichen Neuorientierung. „

„Es geht um den empfundenen Grad der Belastung“, stellte Elisabeth Riebschläger heraus. Die regionale Koordinatorin im Fachbereich Rehabilitation legte dar, dass Auslöser, Intensität und Bewältigung einer Krise sich nicht anhand von Regelhaftigkeiten absehen oder planen lassen und ging auf den Unterschied zwischen Veränderungskrisen und traumatischen Krisen ein.

Im Anschluss erläuterte Susanne Schätzle typische Auslöser und Ausdrucksformen von Teilnehmerkrisen während des Reha-Managements. „Das Vermeidungsverhalten nimmt zu, während ungelöste Bedürfnisse immer größere Spannung erzeugen“, beschrieb sie den Teufelskreis, in dem Rehabilitandinnen und Rehabilitanden in Krisensituationen geraten können, was bis zu psychosozialen Notfällen mit akuter Selbst- und Fremdgefährdung, in jedem Fall aber zu einer Gefährdung des Reha-Ziels führen kann. Als Ziel der Krisenintervention definierte die REM-Beauftrage der FAW-Akademie Mainz die Rückbesinnung auf die eigenen Ressourcen, sowie die Stärkung und Erweiterung der bestehenden inneren und äußeren Ressourcen.

Tina Poklitar, Leiterin des Kompetenzzentrums für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen im FAW-Bereich Süd-West, präsentierte den Zuhörerinnen und Zuhörern in ihrem Beitrag Lösungsmöglichkeiten in schwierigen Beratungssituationen. Sie stellte klar, dass es kein Patentrezept gibt, sondern man sich immer neu auf den jeweiligen Klienten und die spezielle Beratungssituation einstellen müsse.

Die Kompetenzzentrums-Leiterin zeigte auch Möglichkeiten für die Beratung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit häufig wechselnden Zielen und mit wenig belastbaren und unmotivierten Klienten auf. Eine schriftliche Fixierung von wenigen, realistischen Zielen sei bei diesen Personengruppen wichtig.

Den Umgang mit impulsiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie mit Klientinnen und Klienten mit hoher Erwartungshaltung thematisierten Elisabeth Riebschläger und Susanne Schätzle. Im Anschluss an den anderthalbstündigen Fachvortrag stand das Referentinnen-Team den anwesenden Reha-Akteuren für vertiefende Gespräche zur Verfügung.

 Nach dem Referat bot der Neujahrsempfang den Gästen Raum für einen Erfahrungsaustausch bei einem reichen kulinarischen Angebot, liebevoll hergerichtet durch die Hauswirtschaftsgruppe der FAW in Bingen.

 


Neuer 3D-Drucker erweitert die Praxisausbildung der technischen Produktdesigner am BFW Leipzig

Modernste Technik, wie 3D-Drucker werden während der Umschulung eingesetzt. © H. Blumentritt, BFW Leipzig
Technische Produktdesigner

© H. Blumentritt, BFW Leipzig

Mit einem weiteren 3D-Drucker baut das Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) das praxisbezogene Angebot für den Umschulungsberuf des technischen Produktdesigners aus.

Mit dem Start der neuen Umschulungskurse am 17. Januar 2017 wurde das Spektrum der praxisbezogenen Ausbildung bei den Technischen Produktdesignern erweitert. Das BFW Leipzig besaß bereits einen 3D-Drucker, der auf Pulverbasis die Produkte entstehen lies. Druckbar sind jetzt mit dem neuen Drucker – im Gegensatz zu dem Z-Printer – auch Teile, die flexibel sein müssen.

3D-Drucker ermöglichen es, Konstruktionen, die am Rechner mit einem CAD-Programm erstellt wurden, als 3D-Modell auszudrucken. Dabei nehmen die digitalen Vorbilder eine realistische Gestalt an. In den Konstruktionsbüros können so effektiv vor dem Start einer Serienproduktion die neuen Produkte in ihren gewünschten Funktionen geprüft oder dem Kunden zur Abnahme vorgestellt werden.

Neue Umschulung zum technischen Produktdesigner startet am 21. März 2017

Schon am 21. März 2017 starten die nächsten Kurse für die Technischen Produktdesigner, Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion. Die Umschulung dauert aufgrund des umfangreichen Fachwissens, das hier vermittelt wird, 27 Monate.

Die Technischen Produktdesigner erstellen mit Hilfe von 2D- und 3D-CAD-Systemen detaillierte Konstruktionsunterlagen für Anlagen, Maschinen und Fahrzeuge. Sie setzen Designvorgaben von Ingenieuren um. Sie müssen dabei gleichermaßen funktionale, gestalterisch-ästhetische und ökonomische Ansprüche berücksichtigen. Als Fachleute begleiten sie den gesamten Prozess der Produktentwicklung, von der Konstruktion einschließlich des Designentwurfs bis zum fertigen Erzeugnis.

In den Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen von Industrieunternehmen sind Technische Produktdesigner gesuchte Fachleute. Im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automobil- und -zulieferindustrie, der Herstellung technischer Produkte und der Verpackungsindustrie sowie in Ingenieurbüros werden Technische Produktdesigner beschäftigt.

Vorteile einer Umschulung am BFW Leipzig sind der hohe Praxisanteil sowie der Einsatz der aktuellen Versionen der am Markt üblichen 3D-CAD-Programme und moderner Computertechnik sowie der zwei 3D-Drucker. Zudem können die Umschulungsteilnehmer in einer betrieblichen Lernphase ihr erworbenes Wissen in einem Partnerunternehmen in der Praxis vertiefen und ausbauen.

Nach Abschluss ihrer Umschulung legen die Teilnehmer eine Prüfung vor der IHK zu einem anerkannten Beruf ab. Die Jobchancen für die Technischen Produktdesigner stehen sehr gut. 93 Prozent der Absolventen des BFW Leipzig fanden 2016 eine neue Arbeit.

Bildungsgutschein zum Neuanfang als Technischer Produktdesigner nutzen

Neben der beruflichen Rehabilitation ist die Umschulung zum Technischen Produktdesigner, Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion, offen für Inhaber von Bildungsgutscheinen. Sie kommen damit ebenfalls in den Vorzug, ihre Ausbildung in 27 Monaten mit einem anerkannten Beruf abzuschließen. Interessenten können sich bei ihrem Jobcenter oder der Agentur für Arbeit nach einem Bildungsgutschein erkundigen und diesen im BFW Leipzig einreichen.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

BFW Leipzig

Seit über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

 

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig
gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
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04159 Leipzig
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E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: http://www.bfw-leipzig.de/presse


Eine Million Versicherte mehr: Arzneimittelausgaben der GKV im Jahr 2016 um 3,8 Prozent gestiegen

Eine Million Versicherte mehr: Arzneimittelausgaben der GKV im Jahr 2016 um 3,8 Prozent gestiegen / "Die Arzneimittelausgaben haben sich erwartungsgemäß mit einer moderaten Steigerungsrate entwickelt", sagt DAV-Vorsitzender Fritz Becker. "Neben der Zunahme der Zahl der Versicherten sind die demographische Situation und der medizinische Fortschritt hier die bestimmenden Faktoren - und das wird wohl auch künftig so bleiben. Wenn eine Million mehr Patienten versorgt werden und innovative Arzneimittel gegen lebensbedrohliche Krankheiten verordnet werden, kann man keine rückläufigen Ausgaben erwarten. Quelle: obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände
Eine Million Versicherte mehr: Arzneimittelausgaben der GKV im Jahr 2016 um 3,8 Prozent gestiegen / "Die Arzneimittelausgaben haben sich erwartungsgemäß mit einer moderaten Steigerungsrate entwickelt", sagt DAV-Vorsitzender Fritz Becker. "Neben der Zunahme der Zahl der Versicherten sind die demographische Situation und der medizinische Fortschritt hier die bestimmenden Faktoren - und das wird wohl auch künftig so bleiben. Wenn eine Million mehr Patienten versorgt werden und innovative Arzneimittel gegen lebensbedrohliche Krankheiten verordnet werden, kann man keine rückläufigen Ausgaben erwarten. Quelle: obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Eine Million Versicherte mehr: Arzneimittelausgaben der GKV im Jahr 2016 um 3,8 Prozent gestiegen. „Die Arzneimittelausgaben haben sich erwartungsgemäß mit einer moderaten Steigerungsrate entwickelt“, sagt DAV-Vorsitzender Fritz Becker. „Neben der Zunahme der Zahl der Versicherten sind die demographische Situation und der medizinische Fortschritt hier die bestimmenden Faktoren – und das wird wohl auch künftig so bleiben. Wenn eine Million mehr Patienten versorgt werden und innovative Arzneimittel gegen lebensbedrohliche Krankheiten verordnet werden, kann man keine rückläufigen Ausgaben erwarten.“ Quelle: obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Berlin. Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel sind im Jahr 2016 um 3,8 Prozent auf 34,1 Mrd. Euro gestiegen. Einige hochpreisige Arzneimittel wie Immunsuppressiva und bestimmte Krebsmedikamente wurden verstärkt verordnet, die Ausgaben für Hepatitis-C-Medikamente sanken indes. Das ergeben erste Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) auf Basis der Abrechnungsergebnisse von Apothekenrechenzentren. Allerdings ist 2016 auch die Zahl der GKV-Versicherten um rund eine Million (1,2 Prozent) auf 72 Millionen Menschen gestiegen. Damit korrelierend stieg die Anzahl der auf Rezept abgegebenen Medikamente leicht um 1,0 Prozent auf 756 Millionen Packungen. Es ist zu beachten, dass in den DAV-Jahreszahlen die Einsparungen der Krankenkassen durch Rabattverträge noch nicht berücksichtigt sind. Sie betrugen allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 schon 2,8 Mrd. Euro. Insgesamt dürfte den DAV-Berechnungen zufolge der Ausgabenanstieg damit sehr nahe bei den von Krankenkassen und Vertragsärzten gemachten Vorgaben von 3,1 Prozent für 2016 liegen.

„Die Arzneimittelausgaben haben sich erwartungsgemäß mit einer moderaten Steigerungsrate entwickelt“, sagt DAV-Vorsitzender Fritz Becker. „Neben der Zunahme der Zahl der Versicherten sind die demographische Situation und der medizinische Fortschritt hier die bestimmenden Faktoren – und das wird wohl auch künftig so bleiben. Wenn eine Million mehr Patienten versorgt werden und innovative Arzneimittel gegen lebensbedrohliche Krankheiten verordnet werden, kann man keine rückläufigen Ausgaben erwarten.“ Entsprechend seien auch für 2017 Steigerungen von 3,3 Prozent eingeplant. Becker wies aber auch auf die Einsparmöglichkeiten hin: „Die Krankenkassen sparen jedes Jahr mehrere Milliarden Euro ein – zum Beispiel, wenn sie mit Pharmaherstellern einen angemessenen Preis für neue Medikamente anhand des festgestellten Zusatznutzens verhandeln. Und im Generikasegment werden auch 2016 neue Rekordsummen bei den Einsparungen durch Rabattverträge erreicht.“

Weitere Informationen unter www.abda.de

Pressekontakt:

Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, 030 40004-132, presse@abda.de
Christian Splett, Pressereferent, 030 40004-137, c.splett@abda.de

Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert und ruft zum Handeln auf

Deutsche Krebshilfe e.V.

Bonn. – Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Das diesjährige Motto der Weltgesundheitsorganisation lautet: „Wir können. Ich kann.“ Es steht dafür, dass Menschen durch einen gesunden Lebensstil dazu beitragen können, vielen Krebsarten vorzubeugen. „Gesundheit ist ein hohes Gut und es macht Spaß etwas dafür zu tun“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Die Organisation bietet Interessierten kostenlose Infomaterialien und berät persönlich über ihren telefonischen Beratungsdienst, das INFONETZ KREBS.

Mit Freunden zusammen Sport machen, Essen aus frischen Zutaten zubereiten, feiern ohne „Kater“ am Morgen, Sonne genießen ohne rotverbrannte Haut, küssen ohne „Aschenbechergeschmack“: „Ein gesunder Lebensstil heißt in erster Linie gewinnen und nicht verzichten. Und – er ist die beste Möglichkeit, einer Krebserkrankung aktiv vorzubeugen“, so Nettekoven. Ausreichend bewegen, ausgewogen ernähren, normales Körpergewicht halten, wenig Alkohol trinken, vorsichtiges Sonnenbaden und rauchfrei Leben gehören zu den Verhaltensweisen, die jeder selbst beeinflussen kann.

Etwa 500.000 Menschen erkranken jährlich bundesweit an Krebs. Experten schätzen, dass etwa die Hälfte aller Krebsfälle durch einen gesünderen Lebensstil vermeidbar wäre. Beispielsweise senkt regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko für mindestens 13 Krebsarten.

Krebsprävention sieht die Deutsche Krebshilfe als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe an. Daher setzt sich die Organisation auch zusammen mit anderen Akteuren des Gesundheitssystems dafür ein, dass Lebensbedingungen verändert werden: Auf politischer Ebene fordert die Deutsche Krebshilfe ein vollständiges Tabakwerbeverbot sowie Werbeeinschränkungen für überzuckerte Lebensmittel. Zudem engagiert sie sich dafür, dass in Kindertagesstätten und Schulen täglich mindestens eine Stunde Sport in den Tagesablauf integriert, Schattenplätze zum Schutz vor starker Sonnenstrahlung installiert sowie gesundes Schulessen und gesunde Pausensnacks angeboten werden. Zum Schutz vor Hautkrebs bei Beschäftigten, die überwiegend im Freien arbeiten, empfiehlt die Deutsche Krebshilfe verschiedene UV-Schutzmaßnahmen.

Der Weltkrebstag fand zum ersten Mal am 4. Februar 2006 statt. Er wurde von der Weltkrebsorganisation UICC ausgerufen. Mit dem diesjährigen Motto heben die Initiatoren hervor, dass sich jeder dem Kampf gegen Krebs anschließen kann – egal, ob als Einzelperson oder im Kollektiv. „Wir können. Ich kann.“ ruft durch verschiedene Maßnahmen zum Handeln auf. Ein Beispiel ist das Social Media Projekt „Support through Sport“. Die Teilnehmer schreiben eine „Wir können. Ich kann.“ – Botschaft auf ein Sportgerät oder auch auf die eigene Hand und laden davon ein Foto auf eine Social Media Plattform hoch. Interessierte können an der Aktion unter www.worldcancerday.org/supportthroughsport teilnehmen und ihre Botschaften teilen.

Mehr Informationen zum Weltkrebstag sowie Materialien zur Krebsprävention finden Interessierte im Internet unter www.krebshilfe.de. Eine persönliche Beratung bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Informations- und Beratungsdienstes der Deutschen Krebshilfe INFONETZ KREBS unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 80708877.

Interviewpartner auf Anfrage!

Pressekontakt:

Deutsche Krebshilfe
Pressestelle 
Buschstr. 32
53113 Bonn
Telefon: 02 28/7 29 90-96
E-Mail: presse@krebshilfe.de
Internet: www.krebshilfe.de

Verdopplung der Demenzerkrankungen bis 2050

Deloitte Healthcare Outlook prognostiziert Anstieg bei Demenz und chronischen Krankheiten

Düsseldorf/München . Laut dem Global Healthcare und Life Sciences Outlook 2017 von Deloitte steigt die weltweite Anzahl der Demenzerkrankungen von 46,8 Millionen Fällen 2015 auf 74,7 Millionen bis 2030 an und verdoppelt sich innerhalb von weiteren 20 Jahren auf 131,5 Millionen Fälle bis 2050. Vor allem in den Industrieländern Westeuropas und Nordamerikas häufen sich chronische Erkrankungen und belasten die Gesundheitssysteme. In Westeuropa steigen die Gesundheitsausgaben um durchschnittlich 4 Prozent jährlich bis 2020, wobei die Hälfte der Kosten für die Behandlung der drei häufigsten Todesursachen anfällt: Herz-Kreislauf-, Krebs- und Atemwegserkrankungen. Prävention rückt verstärkt in den Fokus im Gesundheitsbereich, um das Entstehen solcher Krankheiten möglichst frühzeitig zu verhindern.

„Der Anstieg chronischer Krankheiten hat auch mit dem Lebenswandel durch die Urbanisierung, mit Ernährungsgewohnheiten oder Bewegungsmangel zu tun. Deshalb sind nicht nur der Krankheitsverlauf, sondern die Zeit davor und damit die Prävention so wichtig, um Patienten frühzeitig auf diese Risikofaktoren aufmerksam zu machen. Außerdem sind auch bei der Behandlung neue, kosteneffiziente Ansätze gefordert. Die in vielen Ländern traditionelle Behandlung im Krankenhaus könnte beispielsweise durch neue, dezentrale Modelle wie Home Care oder andere kleinere, in der Regel ambulante Versorgungseinheiten ergänzt werden“, erklärt Dr. Gregor Konstantin Elbel, Leiter Life Sciences & Healthcare bei Deloitte.

Von Konsolidierung bis Standardisierung

Mit erwarteten Ausgabensteigerungen zwischen 2,4 und 7,5 Prozent bis 2020 ist der finanzielle Druck auf die Träger von Gesundheitsleistungen groß. Deshalb entwickeln sie strategische Ansätze, die von einer kontinuierlichen Konsolidierung der bestehenden Kapazitäten und einer breiteren Verteilung der Erträge über die traditionellen Leistungserbringer hinaus bis hin zu einer stringenten Prozessstandardisierung reichen. Digitale Lösungen von Telemedizin bis Big-Data-Analysen spielen ebenfalls eine zentrale Rolle – und nicht zuletzt auch neue Arten der Zusammenarbeit von öffentlicher und privater Hand (Public Private Partnerships).

Prävention – Deutschland gibt ein Beispiel

Ein wesentlicher Aspekt des Kostenmanagements und einer vorausschauenden Gesundheitspolitik ist die Prävention. Ein gelungenes Beispiel zeigt die Nichtraucherkampagne „Be smart – don’t start“, die an verschiedenen deutschen Schulen läuft. Die Initiative hat sich bislang als erfolgreich erwiesen: Studien bestätigen einen deutlichen Rückgang der „Einsteiger“. Zu einer erfolgreichen Prävention gehört auch das Engagement der Patienten. So werden zum Beispiel in Kanada Zielgruppen identifiziert, die bei der Einführung neuer Gesundheitslösungen helfen sollen. In Japan gibt es Anreize für Unternehmen mit entsprechenden Angeboten für ihre Mitarbeiter. Damit lässt sich die Existenz bestimmter Risikogruppen nicht verhindern – aber die Zahl derer, die dazugehören, verkleinern.

Soziale Rahmenbedingungen spielen eine Rolle

Auch bietet die Erkenntnis, dass Gesundheitsvor- und -fürsorge eng mit den sozialen Umständen zusammenhängen, neue Möglichkeiten. Ein ganzheitlicher Ansatz, der individuelle, soziale und andere Faktoren berücksichtigt, erfordert dabei auch eine Kollaboration verschiedener Stakeholder und Zielgruppen. Als Hürde erweist sich vielfach noch die Finanzierung, da viele dieser Maßnahmen nicht von den Kassen oder vergleichbaren Trägern bezahlt werden.

Innovation: Hightech im Dienst der Gesundheit

Nicht zuletzt sind Hightech-Entwicklungen in Form von Telemedizin, Wearables oder kommunizierenden Implantaten ein elementarer Bestandteil eines Innovationskatalogs, der Leistungen effizienter machen und Kosten dämpfen kann. Auch der 3D-Druck könnte in der Medizin langfristig bessere und kostengünstigere Produkte ermöglichen.

„Behandlungen können heute bereits durch eine zunehmende Individualisierung bzw. Personalisierung für den einzelnen Patienten optimiert werden. Dazu tragen künftig auch künstliche Intelligenz oder Biosensoren bei. Patienten erhalten dann ein auf ihr persönliches Krankheitsbild zugeschnittenes Therapieregime und müssen zukünftig seltener zur Therapiekontrolle- oder -anpassung ein Krankenhaus oder Ärztezentrum besuchen“, resümiert Elbel.

Den kompletten „Global Life Healthcare Outlook“ finden Sie unter http://ots.de/inWaK, die Studie „Global Life Sciences Outlook“ finden Sie unter http://ots.de/nMVH9 zum Download.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Risk Advisory, Steuerberatung, Financial Advisory und Consulting für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Mit einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen und unterstützt Kunden bei der Lösung ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen. Making an impact that matters – für mehr als 244.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsames Leitbild und individueller Anspruch zugleich.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“), eine „private company limited by guarantee“ (Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständig und unabhängig. DTTL (auch „Deloitte Global“ genannt) erbringt selbst keine Leistungen gegenüber Mandanten. Eine detailliertere Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie auf http://www.deloitte.com/de/UeberUns.

Pressekontakt:

Isabel Milojevic
Leiterin Presse
Tel: +49 89 29036 8825
imilojevic@deloitte.de

Reha ganz einfach – der neue Internetauftritt der Waldburg-Zeil Rehabilitationsklinik Bad Wurzach ist online

Bad Wurzach – Mit einer neuen Internetseite ist die Waldburg-Zeil Rehabilitationsklinik Bad Wurzach kürzlich online gegangen. Unter der Adresse www.rehabilitationsklinik-bad-wurzach.de präsentiert sich die Fachklinik für Orthopädie, Rheumatologie und Altersmedizin in leuchtendem Gelb und zeitgemäßem Design. „Wir möchten unseren Patienten den Weg zu einer Rehabilitation so einfach wie möglich gestalten“, erläutert Erwin Lohmer, Klinikdirektor. „Deshalb haben wir bei unserem Relaunch besonderen Wert auf ein übersichtliches Menü und einen klaren Aufbau der Internetseiten gelegt“, so Lohmer weiter.

Im neuen Internetauftritt stellen sich die Abteilungen des Hauses, Orthopädie, Altersmedizin sowie Rheumatologie, vor. Detailliert wird über die einzelnen Schritte eines Rehaantrages informiert, das Wunsch- und Wahlrechtes für Patienten erläutert sowie auf Reha mit Begleitpersonen eingegangen. Selbstverständlich sind die neuen Internetseiten auf mobilen Endgeräten wie Smartphones, Tablets, IPads, Notebooks und am PC gleichermaßen gut nutzbar, da sie im so genannten responsiven Design erstellt wurden. Auf vielen Fotos können sich Patienten ein Bild davon machen, was sie während einer Rehabilitation erwartet.

Unterstützt wurde die Waldburg-Zeil Klinik von der in Bad Wurzach ansässigen Internet- und Werbeagentur TOPIC, mit der die Waldburg-Zeil Kliniken seit 15 Jahren zusammenarbeiten. TOPIC hat das Screendesign entwickelt, die Templates programmiert und die Umsetzung in der Praxis betreut. Bereits in der Konzeptionsphase hatten sich Waldburg-Zeil Kliniken und TOPIC intensiv mit den unterschiedlichen Bedürfnissen von Patienten auseinandersetzt und daraus eine passende Navigationsstruktur entwickelt. Elemente wie eine stets verfügbare Sitemap, eine übersichtliche Typographie und wenige Menüebenen sorgen außerdem dafür, dass Ärzte und Sozialdienstmitarbeiter in den Krankenhäusern, aber auch Patienten unkompliziert die Informationen finden, die sie benötigen. Dank einer durchdachten Programmierung bauen sich die Internetseiten schnell auf.

In den kommenden Monaten werden mit Unterstützung von TOPIC auch die Websites der anderen elf Waldburg-Zeil Kliniken auf ein zeitgemäßes Screendesign umgestellt.

Info

Die Waldburg-Zeil Rehabilitationsklinik Bad Wurzach verfügt über 243 Betten. 180 Mitarbeiter betreuen in der Fachklinik für Rheumatologie, Orthopädie und Altersmedizin seit mehr als 40 Jahren Patienten. Thomas Pöttgen leitet die Abteilung Orthopädie, Dr. Stefan Grammer die Abteilung Altersmedizin. Klinikdirektor der Rehabilitationsklinik Bad Wurzach ist Erwin Lohmer.

BU: Läuft auf allen mobilen Endgeräten. Der neue Internetauftritt der Rehabilitationsklinik Bad Wurzach ist online.

 


ZERCUR GERIATRIE: Start der neuen Fachweiterbildung für Therapeuten

Pressemitteilung 01-2017 (26.01.2017)

Ab sofort bietet der Bundesverband Geriatrie für Therapeuten eine vertiefende altersmedizinische Weiterbildung an

Geriatrisches Fachwissen wird vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft und steigender Patientenzahlen auch für Therapeuten immer wichtiger.

Neben der ZERCUR GERIATRIE-Fachweiterbildung Pflege bietet der Bundesverband Geriatrie seit Januar 2017 daher eine Fachweiterbildung für geriatrisch arbeitende Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Sprachtherapeuten an. Beide Weiterbildungen basieren auf dem bereits 2005 erfolgreich eingeführten ZERCUR GERIATRIE Basislehrgang.

Die Lerninhalte der ZERCUR GERIATRIE-Fachweiterbildung ermöglichen Therapeuten nicht nur eine Aktualisierung des eigenen Wissens. Sie lernen darüber hinaus auch wichtige Elemente der Arbeit ihrer Kollegen aus den anderen Therapiebereichen kennen, was den interdisziplinären, multiprofessionellen Ansatz der Geriatrie stärkt und dem Behandlungserfolg zu Gute kommt.

Voraussetzungen für die ab sofort mögliche Anmeldung zur ZERCUR GERIATRIE-Fachweiterbildung Therapeuten sind die Erlaubnis, eine staatlich anerkannte therapeutische Berufsbezeichnung zu führen, der Nachweis über die Teilnahme am bzw. die verbindliche Anmeldung zum ZERCUR GERIATRIE-Basislehrgang und eine vollzeitige Berufserfahrung mit geriatrischen Patienten von mindestens sechs Monaten.

Die Weiterbildung gliedert sich in einen Pflicht- und einen Wahlbereich. Innerhalb von fünf Jahren sind aus diesen beiden Ausbildungsbereichen Module mit einen Umfang von ca. 400 Unterrichtseinheiten zu absolvieren. Den Abschluss bildet ein Zertifikat sowie die Berechtigung, den Titel „Zercur Fachtherapeut Geriatrie“ zu tragen.

Interessenten können sich bei der Geschäftsstelle ZERCUR Fachweiterbildung des Bundesverbandes Geriatrie anmelden. Weiterführende Informationen und das Anmeldeformular sind auf der Homepage des Bundesverbandes Geriatrie abrufbar:

http://www.bv-geriatrie.de/verbandsarbeit/zercur-geriatrie/fachweiterbildung-therapeuten


Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Dipl.-Kfm. Ansgar Veer
Geschäftsführer: RA Dirk van den Heuvel
Reinickendorfer Straße 61
13347 Berlin
Tel.: 030 / 339 88 76 – 10
Fax: 030 / 339 88 76 – 20
E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

 

Bundesverband Geriatrie e.V.

 


11. Nachsorgekongress – „BTHG – Nachsorge miteinander gestalten!“

2. März 2017bis3. März 2017

Schwerpunkt: Versorgung und gesellschaftlichen Wiedereingliederung von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen.

Interdisziplinäre Plattform für Betroffene und Angehörige, Praktiker der ambulanten und stationären Nachsorge, Neurowissenschaftler, Vertreter von Institutionen, Einrichtungen, Verbänden, Kostenträgern und der Gesundheitspolitik

Schirmherrschaft: Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigten für Pflege,

Der Schwerpunkt des diesjährigen Nachsorgekongresses liegt auf der Versorgung und gesellschaftlichen Wiedereingliederung von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen.

Die Nachsorgekongressreihe bietet Betroffenen und Angehörigen, Praktikern der ambulanten und stationären Nachsorge, Neurowissenschaftlern, Vertretern von Institutionen, Einrichtungen, Verbänden, Kostenträgern und der Gesundheitspolitik ein Forum zum Austausch über vielfältige Themen.

Durch die Unterstützung des Bundesweiten Netzwerks – Beratung für Menschen mit erworbener Hirnschädigung, der Arbeitsgemeinschaft Werkstätten für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen (AG WfMeH) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnen für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen (BAG Wohnen MeH), werden dieses Jahr Workshops und Diskussionsforen in verschiedenen Formaten angeboten. Die Workshops sind als „Open Space / Speakers Corner“ interaktiv konzipiert und bieten in kleinen Arbeitsgruppen Platz für Diskussionen zu verschiedenen Themen. Darüber hinaus finden Diskussionsforen statt, unter anderem zum „1. Arbeitsmarkt: Die Auswirkungen, Chancen und Möglichkeiten des Bundesteilhabegesetzes für Menschen mit erworbener Hirnschädigung“. Weiterer Höhepunkt ist die Verleihung des Hannelore Kohl Förderpreis 2016.

Am Freitag, den 03. März, wird eine Podiumsdiskussion zum Thema „BTHG – Nachsorge miteinander gestalten!“ stattfinden. Eine Vertreterin des Berliner Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen wird über ihre Erfahrungen mit Peerberatung als Teil der im neuen BTHG verankerten unabhängigen Beratung berichten.

Zum Abschluss der Veranstaltung werden gemeinsam mit den Teilnehmern Wahlprüfsteine formuliert. Vor dem Hintergrund der diesjährigen Bundestagswahl werden diese mit der Bitte um Darlegung ihrer Positionen und ihrer politischen Vorhaben, soweit sie die Teilhabe von Menschen mit erworbener Hirnschädigung betreffen, an die Bundestagsfraktionen versendet .

 

Hinweise zur Teilnahme:
Der Kostenbeitrag für die Teilnahme am Nachsorgekongress ist gestaffelt (inkl. 19 % USt. auf die Kosten für die Kongressverpflegung):

  • für Menschen, die von einer Schädelhirnverletzung betroffen sind, ist die Teilnahme am Nachsorgekongress kostenlos
  • Angehöriger (Kostenbeitrag: 50,00 EUR) Praktiker der ambulanten Nachsorge (Kostenbeitrag:150,00 EUR)
  • Praktiker der stationären Nachsorge (Kostenbeitrag:150,00 EUR) Vertreter eines Kostenträgers (Kostenbeitrag:150,00 EUR)
  • Vertreter eines Verbandes (Kostenbeitrag:150,00 EUR)
  •  Vertreter der Gesundheitspolitik (Kostenbeitrag:150,00 EUR)

 

Weitere Informationen

 Homepage: http://www.nachsorgekongress.de

Termin: 02.03.2017 ab 10:00 – 03.03.2017 13:00

Veranstaltungsort: Evangelisches Johannesstift, Großer Festsaal, Schönwalder Allee 26, 13587 Berlin

Zielgruppe: Interdisziplinäre Plattform für Betroffene und Angehörige, Praktiker der ambulanten und stationären Nachsorge, Neurowissenschaftler, Vertreter von Institutionen, Einrichtungen, Verbänden, Kostenträgern und der Gesundheitspolitik

E-Mail-Adresse: info@nachsorgekongress.de

 

Pressekontakt:

ZNS – Hannelore Kohl Stiftung
Nicola Jung, Assistentin der Geschäftsführung
Rochusstr. 24
53123 Bonn
Tel.: 0228 97845(0)-40
Fax: 0228 97845-55
E-Mail: n.jung@hannelore-kohl-stiftung.de
www.hannelore-kohl-stiftung.de

 

 


Qualitätsmanagement-Seminare 2017

Das IQMG und 4QD-Qualitätskliniken.de bieten interessante Seminare rund um das Thema Qualitätsmanagement für Reha-Einrichtungen und Krankenhäuser an. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Mit seinen Seminaren unterstützt das Institut für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (IQMG) Reha-Einrichtungen und Krankenhäuser in ihrer täglichen Arbeit und setzt Impulse für die Weiterentwicklung von Qualität. Seit Herbst 2016 wird das IQMG dabei von der 4QD-Qualitätskliniken.de-Gesellschaft unterstützt. Das 4QD-Seminarprogramm bietet Reha-Einrichtungen und Krankenhäusern vielfältige Seminare, unter anderem zum Risikomanagement und Datenschutz in Reha-Einrichtungen oder zum Benchmarking als Methode der Qualitätsentwicklung. Auf der Qualitätskliniken.de-Homepage finden Sie weitere Informationen zu den Seminaren.

Für die Anmeldung zu den IQMP-Reha-Seminaren (Basisschulung, Selbstbewertung, Crash-Kurs für Qualitätsmanagement-Beauftragte) steht das IQMG-Anmeldetool zur Verfügung. Weitere Informationen zu den IQMG-Seminaren finden Sie auf der Homepage des IQMG.

Informationen zum IQMG:

Die Qualität der Versorgung ist ein zentraler Faktor für den Erfolg von Kliniken in privater Trägerschaft. Mit der Gründung des Institutes für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (IQMG GmbH) haben die im Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK e.V.) organisierten Einrichtungen ihrem hohen Qualitätsanspruch eine Plattform gegeben. Das IQMG setzt sich für die Weiterentwicklung der Qualität in der stationären und rehabilitativen Versorgung in Deutschland ein, berät Reha-Einrichtungen und Krankenhäuser in Fragen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements und bietet mit seinen Seminaren und jährlichen Qualitätstagungen vielfältige Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten. Mit dem exzellenzorientierten IQMP-Reha und dem IQMP kompakt bietet das IQMG zwei von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR e.V.) anerkannte interne QM-Verfahren an.


GEORG-Kongress: OnkoReha interdisziplinär & multiprofessionell 2017

GEORG-Vorstand: v.l. Univ.-Prof.Dr. Richard Crevenna, MSc, MBA (Univ.-Klinik für PM&R, MUW),Prim.Dr. Marco Hassler (Der Sonnberghof, Bad Sauerbrunn), Prim.Dr. Bruno Mähr (Therapiezentrum Rosalienhof, Bad Tatzmannsdorf), Dr. Mohammad Keilani, MSc, (Univ.-Klinik für PM&R, MUW), Prim.Univ.Prof.Dr. Thomas Licht (Onkologische Rehabilitation, St. Veit im Pongau) Quelle:OBS

Wien .  Am 20. Jänner fand der zweite GEORG-Kongress unter dem Motto „OnkoReha interdisziplinär & multiprofessionell 2017“ statt. Die Gesellschaft zur Erforschung onkologischer rehabilitativer Grundlagen (GEORG) ist ein gemeinnütziger, länderübergreifend wirkender Verein mit der Zielsetzung, die Themen onkologische Rehabilitation sowie Nebenwirkungsmanagement und supportive Therapien in Wissenschaft, klinischer Praxis und Lehre zu forcieren – und dies im interdisziplinären und multiprofessionellen Setting.

GEORG-Vorstand: v.l. Univ.-Prof.Dr. Richard Crevenna, MSc, MBA (Univ.-Klinik für PM&R, MUW),Prim.Dr. Marco Hassler (Der Sonnberghof, Bad Sauerbrunn), Prim.Dr. Bruno Mähr (Therapiezentrum Rosalienhof, Bad Tatzmannsdorf), Dr. Mohammad Keilani, MSc, (Univ.-Klinik für PM&R, MUW), Prim.Univ.Prof.Dr. Thomas Licht (Onkologische Rehabilitation, St. Veit im Pongau) Quelle:OBS

GEORG-Vorstand: v.l. Univ.-Prof.Dr. Richard Crevenna, MSc, MBA (Univ.-Klinik für PM&R, MUW),Prim.Dr. Marco Hassler (Der Sonnberghof, Bad Sauerbrunn), Prim.Dr. Bruno Mähr (Therapiezentrum Rosalienhof, Bad Tatzmannsdorf), Dr. Mohammad Keilani, MSc, (Univ.-Klinik für PM&R, MUW), Prim.Univ.Prof.Dr. Thomas Licht (Onkologische Rehabilitation, St. Veit im Pongau) Quelle:OBS

Vereinspräsident Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna begrüßte 150 Teilnehmer zur zweiten Ausgabe des Kongresses am 20. Jänner im Billrothhaus der Gesellschaft der Ärzte in Wien. Dabei wurden praktische Aspekte und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema „Onkologische Rehabilitation“ durch renommierte Meinungsbildner und spezialisierte Kolleginnen und Kollegen präsentiert. „Die Maßnahme Onkologische Rehabilitation ist effektiv und sie ermöglicht eine Verbesserung des funktionellen Status, der Lebensqualität und der Partizipation. Die stationäre Rehabilitation ist in Österreich bereits etabliert, die ambulante Rehabilitation im Aufbau. Wesentliche Zukunftsthemen sind Adherence sowie Arbeitsfähigkeit und „return to work‟. Die onkologische Rehabilitation setzt direkt bei individuellen Defiziten und Ressourcen unserer Patientinnen und Patienten an“, so Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna (Leiter der Universitätsklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation der Med Uni Wien).

Qualität von Reha und Therapie gestiegen

Gelebte Interdisziplinarität und Multiprofessionalität sind wichtige Themen und standen im Vordergrund der Veranstaltung, die Teil des Fortbildungsprogrammes der Ärztekammer ist. Ziel ist es, einen interessanten fachlichen und wissenschaftlichen Beitrag zur Diskussion beizusteuern. Der Programmbogen wurde dabei von Vorträgen, einer spannenden Podiumsdiskussion zum Thema „Rehabilitation & return to work“ bis hin zur Präsentation erster Ergebnisse einer (von GEORG initiierten) multizentrischen Studie zur Erfassung des subjektiven Benefits einer stationären onkologische Rehabilitation aus der Sicht der Patientinnen und Patienten gespannten. „Angesichts immer besser werdender Therapieoptionen und der immer längeren Lebensdauer von Patienten mit auch fortgeschrittenen Tumoren spielt eine Rehabilitation nach Eingriffen, unerwarteten Komplikationen oder auch nach bestimmten Therapieformen eine immer größere Rolle, die in das Gesamtkonzept der Patientenversorgung immer mehr wertvollen Eingang findet“, so Univ. Professor Dr. Dr.h.c. Christoph Zielinski (Univ.-Klinik für Innere Medizin I, Med Uni Wien).

Patientenfokus: return to work

Dieses Jahr standen besonders Betroffene und auf deren individuelle Bedürfnisse im Fokus. Vor diesem Hintergrund bildete die Rückkehr ins Berufsleben („return to work“, Stichwort „Arbeitsmedizin“), insbesondere bei jungen Menschen mit Krebs, einen Schwerpunkt. Auch Erwachsene, die als Kinder und Jugendliche eine Krebserkrankung hatten, wurden stärker in den Mittelpunkt gerückt. Zudem wurden die Entwicklungen in und mit einzelnen Reha-Zentren beleuchtet. Dazu gibt es einige nennenswerte Beiträge: Am onkologischen Reha-Zentrum in St. Veit im Pongau etwa werden Therapieerfolge mittels eines Online-Systems erfasst. Gezielte Vorträge zu den einzelnen Interventionen wie Sport- und Trainingstherapie werden das Programm ergänzen.
„Krebspatienten wurden vor 20 Jahren noch angehalten, sich zu schonen und auf übermäßige körperliche Bewegung zu verzichten. In den vergangenen Jahren hat hier ein regelrechter Paradigmenwechsel stattgefunden. Betroffene sollen sich – allerdings fachärztlich beraten und supervidiert – bewegen, gerade auch bei schweren Erkrankungen. Die Patienten verbessern durch körperliches Training ihr allgemeines Wohlbefinden, ihre Leistungsfähigkeit und minimieren ihre Schmerzen. Viele Krebspatienten sollten bereits ab der Diagnose – nach Rücksprache mit dem onkologisch tätigen Facharzt – mit von uns supervidiertem körperlichen Training beginnen. Ein gekräftigter Organismus scheint Krebsbehandlungen in vielen Fällen besser als ein geschwächter zu vertragen. In einigen Fällen scheint es laut der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage sogar den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen zu können“, rät Univ. Prof. Dr. Michael Gnant (Univ.-Klinik für Chirurgie, Med Uni Wien).

Vorstellung der GEORG-Studienergebnisse

In der ersten Session „Aus der Sicht wesentlicher Meinungsbildner“ unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna und Univ.-Prof. Dr. Christoph Wiltschke (Univ.-Klinik für Innere Medizin I, Med Uni Wien) diskutierten Top-Experten wie Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Christoph, Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant und Univ.-Prof. Dr. Heinz Kölbl. Die zweite Session stand unter dem Motto „Aufbauen auf einer gesunden Basis – ein Update“, danach folgte die Einheit „Rehabilitation & Return to work“ mit anschließender Podiumsdiskussion. Höhepunkt waren hier die ersten Studienergebnisse der multizentrischen Studie von GEORG, vorgestellt von Prim Dr. Bruno Mähr (Therapiezentrum Rosalienhof, Bad Tatzmannsdorf). Danach folgte die „Sexuelle Funktionsfähigkeit“-Session, den Abschluss bildete das Thema „Psychoonkologie und psychische Funktionsfähigkeit“. Hier wurde der Vortragsbogen von der Plastischen Chirurgie für die Seele von Krebspatienten, der Psychoonkologie und dem Körperbild bis hin zur Psychoonkologie und Biofeedback und der Psychoonkologie als Berufung gespannt.
„In der Gynäkologischen Onkologie stellt die Rehabilitation eine wichtige Säule im gesamten Behandlungskonzept dar. Da einige der bösartigen Erkrankungen der Frau auf einen falschen Lebensstil zurückzuführen sind, fokussiert sich die Rehabilitation auf dieses Thema. Ebenfalls wichtig ist, und das zeigen internationale Studien die Aufnahme einer Ausdauersportart in den Lebensalltag“, erklärte Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz Kölbl (Univ.-Klinik für Frauenheilkunde, Med Uni).

Ziele: Hybrid-Reha und Effizienzanalyse

Entsprechend den Funktionsdefiziten (physisch, mental, psychosozial) werden individuelle Rehabilitationsziele definiert. Die Säulen der onkologischen Rehabilitation sind die Physikalische Medizin und Rehabilitation, hier v. a. aktivierende Maßnahmen wie medizinische Trainings- und Sporttherapie oder entspannende und schmerzlindernde Maßnahmen wie Muskelrelaxationstechniken – weiters die Diätologie bzw. Ernährungstherapie und die Psychoonkologie. Als vierte Säule ist die Information der Patienten, die u. a. die Nachhaltigkeit der Maßnahme sichern soll, zu nennen. Von der Einreichung eines Reha-Antrages, durchlaufen die Patienten in der Rehabilitation eine ärztliche und therapeutische Aufnahme-, Zwischen- und End-Evaluierung und dazwischen ein intensives dreiwöchiges Programm aus den oben genannten Bausteinen. „Als Ziele für die Zukunft stehen neben dem Aufbau ambulanter, wohnortnaher Möglichkeiten (Stichwort Hybrid-Reha etc.) zur onkologischen Rehabilitation, vor allem auch die Beforschung der Effektivität und Effizienz der Reha-Bausteine – einzeln und in Kombination – sowie die Entwicklung von Programmen, die die Nachhaltigkeit der Maßnahmen sowie die Eigenverantwortung der Patienten in Bezug auf die Bandbreite der Gesamtbevölkerung (u. a. auch Einkommens-, Diversity- und Senioritäts-Aspekte etc.) dauerhaft sichern können im Vordergrund. Ganz wesentliche aktuelle Aspekte sind jedenfalls Wiedereingliederung, Arbeitsfähigkeit und Return to work“, erklärt Crevenna abschließend.

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Mag. David Zalud
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