Freitag, Dezember 2nd, 2016

 

Ab 2017 mehr therapeutische Hilfe für Leipziger mit Hand-Problemen

Ambulante Therapiepraxis „Hand-Aktiv“ plant unter MEDIAN-Beteiligung Verdoppelung der Behandlungsräume / Spezialisten für die Handtherapie nach Operationen, Verletzungen und bei Erkrankungen der Hand können künftig Therapieleistungen ausbauen und weiter differenzieren.

Die ambulante Therapiepraxis „Hand-Aktiv“ im Nikolaizentrum Leipzig, eine ganz speziell auf Handprobleme ausgerichtete Praxis, soll deutlich erweitert werden. Das haben die Gesellschafter, zu denen mit 50 Prozent auch die MEDIAN Klinikgruppe gehört, im November beschlossen. Bis Mitte des Jahres 2017 soll sich die Fläche des Behandlungszentrums mehr als verdoppeln und damit zur wichtigsten Anlaufstelle für Patienten werden, die nach Operationen, Verletzungen und bei Erkrankungen der Hand in der Region Leipzig Hilfe brauchen.

Bedarf wächst seit Jahren
„Wir sind seit 2009 am Markt und registrieren einen stetig wachsenden Bedarf in diesem speziellen therapeutischen Bereich“, so Geschäftsführer Priv. Doz. Dr. med. Michael Steen, der selbst Handchirurg ist, „Seit diesem Jahr haben wir mit MEDIAN einen Gesellschafter in unserer Praxis, der eine langfristige und sichere Planung möglich macht. Darum können wir jetzt Ziele angehen, die wir seit längerem geplant hatten, aber bisher nicht in die Praxis umsetzen konnten.“ MEDIAN hatte im Zuge der Übernahme der MEDICA von den Sana-Kliniken im April auch deren Anteile an der HAND-AKTIV GmbH übernommen. Durch den Ausbau soll die Therapiepraxis nicht nur ihre Behandlungskapazitäten erweitern, sondern sich auch fachlich weiter entwickeln, um künftig zum Beispiel ihr Repertoire an hoch spezialisierten Therapien bei seltenen Erkrankungen weiter zu entwickeln.

Spezialisten für die Therapie „danach“

Das Team von Hand-Aktiv in Leipzig.

Das Team von Hand-Aktiv in Leipzig.

„Hand-Aktiv“ ist spezialisiert auf eine besondere Handtherapie auf Basis der Physio- und Ergotherapie, die die Handfunktionen nach chirurgischen Eingriffen, Verletzungen und bei Erkrankungen wiederherstellen soll. „Wer die Leistungen unserer Praxis nutzen will, sollte sich von seinem behandelnden Arzt rechtzeitig eine Verordnung ausstellen lassen“, so Dr. Steen weiter, „Denn die frühzeitige Rehabilitation nach Unfall oder Operation ist für das funktionelle Ergebnis an der Hand entscheidend.“ Das spezielle Reha-Angebot für die Hand geht differenziert auf jeden Patienten ein, darunter zum Beispiel auch Musiker, Prothesenträger oder Kinder. Entscheidender Vorteil von „Hand-Aktiv“ ist die handchirurgische Leitung des Teams, die sicherstellt, dass nicht nach „Schema F“ sondern individuell verfahren wird. Spezielle computergestützte Mess- und Trainingsverfahren unterstützen darüber hinaus den Therapieverlauf und geben genau Auskunft über die Fortschritte.

Kontakt:
Hand-Aktiv GmbH Gesellschaft für Handtherapie
Priv. Doz. Dr. med. Michael Steen
Nikolaistraße 55 | 04109 Leipzig
Tel.: 0341 3191327-10
E-Mail: info@hand-aktiv.de
Web: www.hand-aktiv.de

Zur Beteiligung von MEDIAN:
MEDIAN Kliniken
Geschäftsbereichsleiter Ost Dieter Stocker
Käthe-Kollwitz-Straße 8 | 04109 Leipzig
Tel.: 0341 2580-654 | Fax: 0341 2580-701 | Mobil: 0151 65857327
E-Mail: dieter.stocker@median-kliniken.de
Web: www.median-kliniken.de


MEDIAN erweitert Therapieangebot in Bad Dürkheim

MEDIAN Park-Klinik und MEDIAN Ambulantes Gesundheitszentrum Bad Dürkheim eröffnen neue Räumlichkeiten für die Medizinische Trainingstherapie / Neugestaltung erweitert therapeutische Möglichkeiten und Komfort für stationäre, teilstationäre und ambulante Patienten.

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Die neuen Räume für die Medizinische Trainingstherapie der MEDIAN Park-Klinik und des angeschlossenen Ambulanten gesundheitszentrums bieten großzügigen Platz.

Rund 11 Monate nach dem Beginn der Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen bieten die MEDIAN Park-Klinik Bad Dürkheim und das angegliederte MEDIAN Ambulante Gesundheitszentrum Bad Dürkheim, jetzt mehr Platz und erweiterte Therapiemöglichkeiten für Reha-Behandlungen an. In den Räumen des ehemaligen ambulanten OP-Zentrums an der MEDIAN Park-Klinik in der Salinenstraße entstand ein neuer Bereich für teilstationäre und ambulante Patienten. Bereits zu Beginn des Jahres hatte MEDIAN die Therapie-, Aufenthalts- und Ruheräume um- und ausgebaut. Jetzt wurde ein neuer und großzügiger Bereich für die Medizinische Trainingstherapie im Rahmen der stationären und teilstationären Rehabilitation mit zum Teil neuen und modernen Trainingsgeräten fertiggestellt.

Perspektive steht auf Wachstum
„Wir haben drei ehemalige Operationsräume und einen großen Flurbereich zu einem modernen Therapiebereich umgebaut. Dort trainieren unsere orthopädischen und kardiologischen Patienten nun an modernen Therapiegeräten“, berichtet die Kaufmännische Leiterin Sabine Lachnitt, „Dadurch konnten wir die Therapiebedingungen für die Patienten deutlich verbessern und gleichzeitig einen komfortableren Wartebereich schaffen.“ Zusätzlich investierte MEDIAN in neue Trainingsgeräte, die jetzt das Behandlungsspektrum im Bereich der Orthopädie, Kardiologie und Innere Medizin erweitern. In einem nächsten Schritt sollen darüber hinaus weitere High-Tech Trainingsgeräte mit Chipkarten-System angeschafft werden, die das Training des Patienten nach den Vorgaben des Therapeuten steuern und gleichzeitig den Erfolg dokumentieren.

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Nach Einweisung durch einen Therapeuten können die Patienten unter Aufsicht selbstständig ihr Training absolvieren.

Flexibles Training auch am Wochenende
Bereits jetzt können Patienten der MEDIAN Park-Klinik und des MEDIAN Ambulanten Gesundheitszentrums Bad Dürkheim ein neues Trainingssystem nutzen. Es sieht die einmalige Einweisung zu Beginn einer Rehabilitation durch einen Sporttherapeuten oder Fachpersonal vor und lässt danach (unter fachlicher Aufsicht) das eigenständige Training der Patienten zu – sogar als freies Training außerhalb der Therapiezeiten, abends und am Wochenende. „Wir haben bisher durchweg positive Resonanz bekommen“, so Therapieleiterin Diana Schäffler, „Unsere Patienten trainieren jetzt in modernen, neu ausgestatteten Therapieräumen, um den Muskelaufbau zu fördern und die Alltagsfähigkeit wiederherzustellen. Dies trägt deutlich zum Rehabilitationserfolg bei.“

Nutzung auch auf Rezept
Auch seitens der Krankenkassen, deren Vertreter die neuen Räumlichkeiten vorab besichtigen konnten, gab es für das neue Konzept und die Umgestaltung positive Resonanz. Im Dezember werden jetzt noch Vertreter der Deutschen Rentenversicherung (DRV) zu Besuch in Bad Dürkheim erwartet. Die DRV übernimmt neben stationären und teilstationären Rehabilitationsmaßnahmen auch die Kosten für die Therapie im Rahmen ihres ambulanten IRENA-Nachsorgeprogramms, das Leistungen und Maßnahmen aus dem Bereich der medizinischen Rehabilitation umfasst. Die Krankenkassen übernehmen Kosten bei chronisch kranken Patienten im allgemeinen Heilverfahren (AHV). Ein Rezept dazu kann der Hausarzt ausstellen.

Über MEDIAN
MEDIAN wird im Jahr 2017 zu einem Gesundheitsunternehmen mit 121 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen in 14 Bundesländern wachsen. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit zukünftig 18.000 Betten und Behandlungsplätzen und ca. 15.000 Beschäftigten besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe und gestaltet die Entwicklung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland aktiv mit.

Kontakt und Nachfragen:

MEDIAN Park-Klinik Bad Dürkheim
MEDIAN Ambulantes Gesundheitszentrum Bad Dürkheim
Kaufmännische Leiterin Sabine Lachnitt
Salinenstraße 19 | 67098 Bad Dürkheim
Tel.: +49 (0)6322 931 501 | Fax: +49 (0)6322 931 510
E-Mail: sabine.lachnitt@median-kliniken.de
Web: www.median-kliniken.de


Neurologische Reha: Auch späte Therapie bringt neue Chancen

Untersuchungen zeigen, dass eine neurologische Rehabilitation sogar Jahre nach einem Akutereignis wirkt und zu nachhaltigen Erfolgen führen kann. Intensiv-Reha-Programme im Rahmen der Heilverfahren der Krankenkassen könnten gerade für ältere Patienten erhebliche Chancen auf Teilhabe bieten.

03_neuroreha_spaete-reha-neue-chancen_lrKöln, 02.12.2016. Die Ergebnisse sind beeindruckend: In einer Studie der Neurologischen Klinik der Universität München unter Leitung von Prof. Dr. med. Andreas Bender konnten Wissenschaftler jetzt nachweisen, dass Patienten mit erworbenen Hirnschädigungen auch noch Jahre nach einem Akutereignis von einer Rehabilitation profitieren. Im konkreten Fall wurden 53 neurologische Patienten rund vier Jahre nach ihrer Hirnschädigung in eine ver-gleichende klinische Untersuchung eingebunden. Die eine Hälfte erhielt am Therapiezentrum Burgau (Bayern) vier Wochen lang ein intensives ambulantes Therapieprogramm mit werk-täglich sechs Stunden teilhabe-orientierter Neuro-Rehabilitation. Die Kontrollgruppe bekam lediglich eine ambulante Regelversorgung. Im Ergebnis attestierten die Wissenschaftler der Therapie-Gruppe schon nach vier Wochen einen deutlich größeren Zuwachs an Alltags-selbstständigkeit. Nach zwölf Monaten konnten sie zudem Langzeiteffekte wie eine nachhal-tige Verbesserung der Lebensqualität, der Teilhabe und einen geringeren Pflegebedarf fest-stellen.

Neue Chancen für neurologische Patienten
„Diese Ergebnisse stehen im absoluten Gegensatz zur Versorgungsrealität in Deutschland“, so Prof. Dr. Dr. Paul W. Schönle, Vorsitzender des Bundesverbands NeuroRehabilitation BNR e.V., „Offensichtlich gibt es bei neurologischen Patienten mit erworbenen Hirnschädi-gungen ein bisher ungenutztes Langzeit-Rehabilitationspotenzial –  das spricht für eine neue Definition der abschließenden Behandlungsphase E.“ Die Münchener Wissenschaftler sehen in den Ergebnissen vor allem Chancen auf eine langfristig verbesserte Teilhabe und Selbst-ständigkeit der Patienten. Darum plädieren sie für eine Änderung der Versorgungsstruktur mit regelmäßigen Intervallen von Intensiv-Reha im Nachgang zur klassischen neurologischen Rehabilitation. Diese würden zum Teil die heute kostenintensiven Heil- und Hilfsmit-telverordnungen ersetzen und könnten langfristig dazu beitragen, Kosten der Sozialversiche-rungen zu sparen.

Strukturen sind da – Entscheidungen fehlen
Den daraus abgeleiteten Forderungen, auch gesetzliche Grundlagen für eine solche „Spät-Reha“ zu schaffen, kann Prof. Schönle aber nur bedingt folgen: „Wir brauchen keine neuen Gesetze, sondern müssen lediglich geltendes Recht umsetzen und bestehende Strukturen besser nutzen“, so der erfahrene Ärztliche Direktor und Neurologe, „Mit den Heilverfahren der Krankenkassen als gesetzliche Grundlage haben wir genug Spielraum. Sie wiederzubeleben ist das Gebot der Stunde.“ Nur noch rund 106.000 stationäre Heilverfahren (ohne An-schlussreha und Mutter/Vater-Kind-Leistungen) wurden 2015 von der Gesetzlichen Kranken-versicherung bewilligt. Das sind 12 Prozent weniger als im Vorjahr und nur rund 11 Prozent aller GKV Vorsorge- und Reha-Leistungen. In der Praxis stellen nach Erkenntnissen der Reha-Verbände niedergelassene Ärzte kaum noch Anträge auf Heilverfahren, weil nicht einmal die Hälfte von ihnen bei der GKV genehmigt wird. „De facto findet das Heilverfahren in der GKV nicht mehr statt. Der rechtliche Anspruch darauf besteht aber weiter und ist mit den jetzt vorliegenden Erkenntnissen eine Chance gerade für ältere neurologische Patienten“, so Prof. Dr. Dr. Paul W. Schönle weiter, „Es wird dringend Zeit für eine Reanimation“. Seiner Ansicht nach werden die Heilverfahren in der Gesetzlichen Krankenversicherung nur deshalb so wenig bewilligt, weil das Geld an anderer Stelle gebraucht wird. „Demografiebedingt steigen seit über zehn Jahren die Fallzahlen bei der Anschluss-Reha, die annähernd zu 100 Prozent genehmigt wird. Bei gleichzeitig kaum gestiegenem Reha-Budget heißt das: Es muss an anderer Stelle gespart werden – nämlich bei den Heilverfahren“, so Prof. Schönle. Gemeinsam wollen sich der Bundesverband NeuroRehabilitation BNR e.V. und die Landes-arbeitsgemeinschaft NeuroRehabilitation NRW jetzt dafür einsetzen, dem Anspruch auf Heil-verfahren vor dem Hintergrund der positiven Forschungsergebnisse wieder mehr Gewicht zu geben.

Quellenangabe zur Studie:
Bender A, Adrion C, Fischer L, Huber M, Jawny K, Straube A, Mansmann U: Long-term re-habilitation in patients with acquired brain injury—a randomized controlled trial of an intensive, participation-focused outpatient treatment program. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 634–41. DOI: 10.3238/arztebl.2016.0634
http://www.aerzteblatt.de/archiv/182150/Langzeitrehabilitation-von-Patienten-mit-erworbenen-Hirnschaedigungen

Weitere Informationen unter: www.neuroreha-nrw.de

Kontakt:
Bundesverband NeuroRehabilitation BNR e.V.
c/o Angelica Totzauer
Berliner Str. 6 | 53359 Rheinbach
Tel.: (0 22 26) 82 88 969

Landesarbeitsgemeinschaft NeuroRehabilitation NRW
c/o Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co. KG
Parkstraße 10 | 50968 Köln (Marienburg)
E-Mail: LAG.NeuroReha.NRW@gmail.com
Tel.: (02 21) 93 46 47-0
Fax: (02 21) 93 46 47-40 (Verw.)